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Was meint ihr, wird es innerhalb der nächsten 10 Jahre eine Art vom Bedingungslosen Grundeinkommen geben?

xena

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Ungelernte das leidige Thema,
Warum sie das sind, fragt niemand.
Und als wenn man als gelernte heute soviel mehr verdienen würde.

Eins muss man ja der Zeitarbeit lassen, sie hat erkannt das man auch mit ungelernten sehr gut arbeiten kann, und wieviel damit spartund verdient.
Fördern in Ausbildung, was das an Lohnkosten heute bedeutet, weil ein bisl muss man das ja anerkennen.
Was intressiert mich Morgen, wenn ich doch heute den Euro ausgeben will.
Abgesehen davon kann man doch so schön auf den Ungelernten rumhacken.
Eltern zu arm, zu blöde, zu faul .... gibt es ja unendlich viele Dinge.
Das sie vielleicht garnicht die Chance in ihrem Leben bekammen, aber wer will das schon wissen.

Das Grundeinkommen, ob das kommt?

Hm, vielleicht wenn man Geld abgeschaft hat?
Arbeit muss sich lohnen, am Ende des Leben, will man doch nicht zurück blicken und sagen.
Tod geschufftes, Vollidiot!
 

pinguin

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Jetzt wollen sie noch das BGE. Kriegen sie aber nicht. Ätsch!
Wenn das von der europäischen Ebene so entschieden wird, daß das europaweit kommt, kommt das auch für Deutschland.

Das wird dann nämlich als Vertrag des Europarates gestaltet, dem die EU beitritt; und da den a la EMRK Deutschland zusätzlich ratifizieren würde, wäre er für Deutschland kraft des internationalen Vertragsrechtes als nationales Recht gesetzt.

Die Frage wäre letztlich im Vorfeld, ob die anderen europäischen Länder ein derartiges BGE selber auch bei sich einführen wollen.

Und, übrigens, am System des Mindestlohnes würde sich eh nichts ändern und auch nicht an den Tarifstrukturen etc.

Das BGE dient letztlich tatsächlich nur dazu, der bekannten Schikane des einen oder anderen Amtes zu entgehen und den Kopf tatsächlich für die europaweite Arbeitssuche frei zu haben.

Freilich wird das BGE nicht höher sein, als der jeweils national niedrigste Mindestlohn.

Es dürfte weiterhin Konsens sein, daß der, der arbeitet, mehr finanzielle Mittel zur Verfügung haben sollte als jemand, der keiner beruflichen Tätigkeit nachgeht.
 

cibernauta

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Jetzt wollen sie noch das BGE. Kriegen sie aber nicht. Ätsch!
Das wollen andere eher, denke ich. Letztlich ist es ohnehin kein bedingungsloses GE, wenn eine Bedingung die Staatsangehörigkeit sein soll.

Einen Konsens in der Bevölkerung für ein sogenanntes BGE zu erreichen, dürfte sehr schwierig sein, der für einen starken Sozialstaat ist hingegen immer noch vorhanden.

Freilich wird das BGE nicht höher sein, als der jeweils national niedrigste Mindestlohn.
Bezogen auf eine Vollzeitstelle wäre das ja schon eine beträchtliche Summe. Deutlich höher als die meisten Vorschläge, die diskutiert werden.
 

Kerstin_K

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Das wollen andere eher, denke ich. Letztlich ist es ohnehin kein bedingungsloses GE, wenn eine Bedingung die Staatsangehörigkeit sein soll.
Wie jetzt? Gleich weltweites BGE fuer alle? Wohnsitz in Deutschland wäre ja auch eine Bedingung.
 

Wholesaler

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Ich würde gerne etwas zurücklegen, vielleicht dann auch mit der Option, der Altersgrundsicherung zu entgehen, aber ich darf es nicht, weil ich keinen Tariflohn bekomme und demzufolge aufstocken muss.
Dann gibt es nur noch die Möglichkeit, sich nach etwas anderem umzusehen (sofern nicht schon zu alt) oder nebenbei eine geringfügige Beschäftigung auszuüben, damit man nicht mehr vom Jobcenter abhängig ist. Hast du eventuell Anspruch auf Wohngeld?
 

pinguin

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wenn eine Bedingung die Staatsangehörigkeit sein soll.
Viel anders wäre es weder praktikabel, noch durchzubekommen; vermute ich mal einfach.

Wäre ein nationales wie europäisches BGE tatsächlich an keinerlei Bedingung geknüpft, wäre jene Region, wo es eingeführt wird, innerhalb kürzester Zeit pleite.

Und die einzige Bedingung, an die ein derartiges BGE geknüpft wäre, heißt eben "Sei Bürger des Landes"; das ist dann auch keine Diskriminierung gegenüber anderen Nationen, die ja ebenfalls das Prozedere der Einbürgerung beschritten haben könnten.

Die Frage wird noch sein, ob man dieses BGE entsprechend der Lebenshaltungskosten am Hauptwohnsitz staffelt, also derart, daß es, bspw., in München höher ist, als, bspw., in Kiel, bzw., auf Europa ausgeweitet, in Madrid, Malmö oder Bergen.

@Kerstin_K
Es zählen einerseits die Staatsbürgerschaft eines europäischen Landes, in dem man ein BGE beziehen möchte, und andererseits würde dieses BGE am Hauptwohnsitz ausgezahlt.

Aber, wie bereits geschrieben, Feinheiten sind noch unklar.
 

AsbachUralt

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Da es ja dann nur noch das BGE als Sozialleistung für die Staatsbürger geben soll, bleibt die Frage, was passiert mit im Lande lebenden Ausländern, die bisher Hartz IV beziehen? Von was leben dann diese?
Davon abgesehen wären osteuropäische Länder oder selbst Italien, Griechenland, Spanien und Portugal mit der Finanzierung eines BGE total überfordert. Und dazu dann noch die Frage, ob es in allen Ländern gleich hoch sein soll.
Mal ehrlich, ein BGE bleibt aus vielen anderen Gründen auch noch, immer ein Traum.
 

spello

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Da es ja dann nur noch das BGE als Sozialleistung für die Staatsbürger geben soll, bleibt die Frage, was passiert mit im Lande lebenden Ausländern, die bisher Hartz IV beziehen? Von was leben dann diese?
Davon abgesehen wären osteuropäische Länder oder selbst Italien, Griechenland, Spanien und Portugal mit der Finanzierung eines BGE total überfordert. Und dazu dann noch die Frage, ob es in allen Ländern gleich hoch sein soll.
Mal ehrlich, ein BGE bleibt aus vielen anderen Gründen auch noch, immer ein Traum.
Für nicht -Staatsangehörige würden dann weiterhin die bisherigen Bedingungen (zB.Arbeitsaufnahme )gelten.

Es ist skandalös dass in der EU bisher keine einheitliche Regelung bezüglich Grundsicherung besteht.Diese müsste doch zu den Mindeststandards gehören um überhaupt in die EU aufgenommen zu werden
Also erstmal überhaupt eine Grusi,wenn auch mit Bedingungen. Hallo
Selbstverständlich sollte die Höhe an die Lebenshaltungskosten des Landes angepasst sein, nicht aber an Regionen innerhalb des Landes.
Angenommen die
 

cibernauta

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Hast du eventuell Anspruch auf Wohngeld?
Ja sicher, aber das ist doch viel weniger als Alg-II. Wohngeld ist ein gutes Stichwort. Das könnte viele aus dem Bezug bringen, wenn die Einkommensfreibeträge überarbeitet würden. Tarifgebundene Stellen sind leider Mangelware. Diesen Missstand würde ein BGE vermutlich noch verschärfen.

Und die einzige Bedingung,
Zu der sich ganz schnell andere gesellen werden. Da kann man auch direkt bei einem bedarfsorientierten GE bleiben. Nicht einmal das Kürzel müsste man ändern ;-).

Mal ehrlich, ein BGE bleibt aus vielen anderen Gründen auch noch, immer ein Traum.
Ein Albtraum wohl, wenn man sich die neoliberalen Konzepte anschaut, die auf eine Schwächung des Sozialstaats setzen.

Diese müsste doch
Das wäre Voraussetzung für einen gemeinsamen Binnenmarkt gewesen. Deshalb scheitert er ja gerade, bzw. produziert Ungleichgewichte, die sich irgendwann entladen werden.
 

ckl1969

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Für nicht -Staatsangehörige würden dann weiterhin die bisherigen Bedingungen (zB.Arbeitsaufnahme )gelten.
Also dann in Zukunft quasi:
BGE 1 = deutsch, über 50, lückenloser Lebenslauf/immer gearbeitet
BGE 2 = deutsch, alter egal, lückenloser Lebenslauf/immer gearbeitet
BGE 3 = deutsch, alter egal, die eine oder andere Zeit der Arbeitslosigkeit
BGE 4 = Nord-/Südeuropäer, gut integriert
BGE 5 = Osteuropäer, erwiesen arbeitsscheue deutsche Staatsangehörige
BGE 6 = ********** (schreib ich hier besser nicht aus)

Damit nicht schon am ersten Tag der Einführung des BGE um 8.00 Uhr irgendwo in Deutschlanf jemand vor einem Sozialgericht steht um Klage einzureichen, zusätzlich und vorsorglich, damit sich auch ja nie jemand aufgrund was auch immer benachteiligt fühlt, diverse Ausnahme- und Zusatzregeln.

In einem Land wie dem unseren in dem 99,99% der Bevölkerung den jeweils anderen den „Dreck unter den Fingernägeln“ nicht gönnen und selbst davon überzeugt sind, daß es nur ihnen gut gehen muß damit es allen gut geht, wird es das BGE nie geben.
 

cibernauta

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Da es ja dann nur noch das BGE als Sozialleistung für die Staatsbürger geben soll,
was rechtlich kaum möglich sein dürfte, da zumindest EU-Bürger die gleichen Leistungen bekommen müssten wie Inländer. Ich weiß, dass umgeht man teilweise, aber da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen, bzw. höchstrichterliche Entscheidungen stehen noch aus. M. W. ist es heute so, dass nach fünf Jahren die vollen Ansprüche auf Sozialleistungen bestehen. Das wird auch mit einem BGE nicht anders sein, zumindest wenn die EU bestehen bleibt.

Was ist ein Binnenmarkt wert, wenn man die Personenfreizügigkeit dann wieder einschränkt wenn sie keine Profite für die Unternehmen bringt. Wir grasen die Arbeitsmärkte unserer Nachbarländern ab, aber so billig wie möglich soll es sein.
 

Salzwasser

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Ich würde gerne etwas zurücklegen, vielleicht dann auch mit der Option, der Altersgrundsicherung zu entgehen, aber ich darf es nicht, weil ich keinen Tariflohn bekomme und demzufolge aufstocken muss.
Wieso darfst du nichts zurücklegen? Das es auf Grund geringen Einkommens nicht möglich ist, ist klar. Aber nicht dürfen? :unsure:
 

Sery

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Das schlimme ist die meisten schauen nur die jetzige Situation an.
Nicht nur das sich die Arbeitswelt massiv veränderrt wird ( Ja, wenn auch Optimisten alle einen Job haben werden) aber wo gehobelt wird fallen Spähne und ein oder zwei Generation werden " bluten "
Darüberhinaus kommen nun die 1960er in Rente.
Das waren sehr geburtenreiche Jahrgänge.
Viele von denen haben nicht mehr die volle Rente und die Lage verschärft sich noch mehr.
Die Kaufkraft eines großen Teil der Bevölkerung wird vermindert sein usw..





 
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Wieso darfst du nichts zurücklegen?
Vermögen wird angerechnet. Natürlich kann man auch mit einem kleinen Einkommen etwas sparen.

Die Kaufkraft eines großen Teil der Bevölkerung wird vermindert sein usw..
Nicht zwingend. Die Kaufkraft vieler Menschen stagniert oder verringert sich, weil es keine vernünftigen Tarifverträge mehr gibt. Alles andere
Renten und Sozialleistungen hängen an der Lohnentwicklung. Wie sich der Arbeitsmarkt wirklich entwickelt, kann heute niemand wissen. Es werden Stellen wegfallen aber auch neue hinzukommen. Wenn grundsätzlich Mechanismen geschaffen wurden, die vorhandene Arbeit besser zu verteilen, dann wird das mit weniger Arbeitsvolumen auch funktionieren.
 

pinguin

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Da es ja dann nur noch das BGE als Sozialleistung für die Staatsbürger geben soll, bleibt die Frage, was passiert mit im Lande lebenden Ausländern,
EU-Bürger sind eh gleich zu behandeln, die europäischen Bürger, die nicht zur EU gehören, werden gleichgestellt, wenn ihr Herkunftsland ebenfalls ein BGE einführt; nichteuropäische Bürger könnten gleichgestellt werden, wenn sie zuvor ca. 5 Jahre berufstätig waren und in die Sozialkassen eingezahlt haben.
 
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EU-Bürger sind eh gleich zu behandeln,
Das ist unrealistisch bei den sozialen Verwerfungen, die wir in Europa haben. Im Ruhrgebiet kommt man heute schon mit der Zuwanderung aus der EU nicht mehr klar, bzw. fehlen die Infrastrukturen, um die Menschen mit Wohnungen zu versorgen, den Kindern Schulbildung zu ermöglichen etc..
 
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Vermögen wird angerechnet. Natürlich kann man auch mit einem kleinen Einkommen etwas sparen.
Nicht jedes Vermögen wird angerechnet.

Es gibt Freibeträge und um diese auszuschöpfen, sowohl die des Bargelds, als auch die der Altersvorsorge, muss man schon sehr lange sparen bevor da irgendetwas angerechnet wird.

Und wenn man dann immer noch soviel im Überfluss hat, dann könnte man auch unter Hartz4 z.B. eine kleine Eigentumswohnung kaufen, wenn man die Raten "übrig" hat.
 

pinguin

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Das ist unrealistisch bei den sozialen Verwerfungen, die wir in Europa haben. Im Ruhrgebiet kommt man heute schon mit der Zuwanderung aus der EU nicht mehr klar, bzw. fehlen die Infrastrukturen, um die Menschen mit Wohnungen zu versorgen, den Kindern Schulbildung zu ermöglichen etc..
Die eine Seite ist die Theorie, die andere die Praxis.

Wenn man immer nur von der Praxis ausgehen würde, würden wir noch als Äffchen durch den Wald toben.

Das heutige Jetzt ist aber ein Ergebnis einer Abfolge des Theoretischen, das durch Experimentieren zur Praxis wurde.

Wenn Du nicht weißt, wo Du hinwillst, wirst Du da auch nicht ankommen.
 
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Das heutige Jetzt ist aber ein Ergebnis einer Abfolge des Theoretischen, das durch Experimentieren zur Praxis wurde.
Das ist Geschwurbel. Gerade die Praxis wird doch heute durch eine kranke Ideologie bestimmt, die jede Alternative im Keim erstickt.

Und wenn man dann immer noch soviel im Überfluss hat, dann könnte man auch unter Hartz4 z.B. eine kleine Eigentumswohnung kaufen, wenn man die Raten "übrig" hat.
Wie soll das gehen bei rund 7000 € Vermögensfreibetrag? Ratenzahlung wird dir mit dem Einkommen nicht gewährt.
Altersvorsorge ist ein guter Witz: Ich müsste in einen Riestervertrag mehr einzahlen als ich netto im Monat überhaupt zur Verfügung habe. Die Freibeträge bei der Altersgrundsicherung sind zudem verfassungswidrig und können kaum Bestand haben.

Das gehört hier aber nicht ins Thema. Lass uns ein eigenes Thema aufmachen, wenn du das weiterverfolgen möchtest.
 

Negev

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Das wird dann nämlich als Vertrag des Europarates gestaltet, dem die EU beitritt; und da den a la EMRK Deutschland zusätzlich ratifizieren würde, wäre er für Deutschland kraft des internationalen Vertragsrechtes als nationales Recht gesetzt.
Dann können wir uns schon mal auf die Dexit Diskussion freuen. 🤣
Da werden einige Neoliberale Stimmung machen. Ich seh schon die Kampagne von RTL, Bild und co. gegen das Schmarotzerpack... wird sicher lustig werden.

Einige Befürworter der BGEs sagen das, dass Grundeinkommen zuerst in kleinere Länder eingeführt wird. Über diese Länder (ich denke da an die skandinavischen Staaten) könnte es seinen weg ins EU Parlament finden... oder die anderen Länder begreifen, das ein BGE doch sinnvoll ist.
 
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Lehrlinge müssen ab einer gewissen Höhe der Ausbildungsvergütung Rentenversicherungsbeiträge zahlen.
Insofern... wer mit 17 die Schule verlässt und anschließend eine dreijährige Berufsausbildung macht, kommt locker auf 45 Versicherungsjahre bevor er 68 Jahre alt ist.
Na gut, wer will schon freiwillig bis 68 arbeiten. - Außer die dummen Arbeiter in Deutschland, denen man von Staat & Kapital eingetrichtert hat, dies sei "wegen dem demografischen Wandel" für "unsere Wirtschaft" (also für die Kapitalisten und deren etablierter Form der Ausbeutung) überlebensnotwendig.
 

Negev

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Lehrlinge müssen ab einer gewissen Höhe der Ausbildungsvergütung Rentenversicherungsbeiträge zahlen.

Insofern... wer mit 17 die Schule verlässt und anschließend eine dreijährige Berufsausbildung macht, kommt locker auf 45 Versicherungsjahre bevor er 68 Jahre alt ist.
Ist das tatsächlich noch ein Lebensmodell, welches man, selbst wenn man wollte, genau so hinbekommt?

Das Rentensystem ist einfach kaputt und passt absolut nicht mehr in die jetzige Zeit. Für die Zukunft schaut es da noch übler aus!

Bei mir ist es zum Beispiel schon zu spät. Selbst wenn ich jetzt einzahlen könnte, würde ich nie genug zusammen bekommen um auf einen annähernd anständigen Betrag zu kommen.
Was bleibt:
1. sich damit arrangieren.
2. auf ein umdenken hoffen. (in 30 Jahren kann tatsächlich so einiges passieren)
3. raus aus Deutschland.

Aber warum soll man nicht jederzeit die Chance bekommen, sein Leben wieder neu zu ordnen? Soll man in Armut leben, nur weil es nicht geradlinig verlaufen ist?
 
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Soll man in Armut leben, nur weil es nicht geradlinig verlaufen ist?
Ja, soll man.

Bei mir war es so ähnlich. Ab einem gewissen Zeitpunkt bekam ich die Erkenntnis, daß ich, egal, wie viel ich arbeite, nie aus der Grundsicherung im Alter herauskommen werde. Ab dem Zeitpunkt war natürlich meine Motivation, dann auch noch viel zu arbeiten, in den Keller gesunken. Irgendwann mal wurde ich dann krank und ab da war es sowieso vorbei.

Wer arm geboren wird, bleibt in der Regel auch arm. So ist es meine Erfahrung.
Dies darf aber so nicht sein in einer Gesellschaft, die sich menschlich nennen will. Deshalb muß ein BGE her, in ausreichender Höhe, versteht sich. Einzige "Bedingung": Bedürftigkeit.

Ob jemand Vermögen hat, müßte man dann natürlich feststellen und da eine Grenze ziehen. Ein kleines Haus für den Eigenbedarf sehe ich noch als o.k. an. Keiner sollte aufgrund von Armut gezwungen sein, in billigen Mietskasernen wohnen zu müssen.
 
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Wer arm geboren wird, bleibt in der Regel auch arm. So ist es meine Erfahrung.
Dies darf aber so nicht sein in einer Gesellschaft, die sich menschlich nennen will.
Träum' halt weiter von einer "besseren Gesellschaft" und einem BGE, mit dem Du in keinem Fall in einer "billigen Mietskaserne" wohnen musst. Träum' Dir Dein Leben schön. Die anderen zucken mit den Schultern, wenn der Wecker um 5 klingelt und gehen einfach arbeiten.
 

Negev

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Wozu arbeiten, wenn man das Gefühl hat, auf keinen grünen Zweig mit dieser Arbeit zu kommen? Niemals. Weder jetzt noch in der Zukunft - noch im Rentenalter.

Bin ehrlich: ich richte mich ein. Ich setze mir aber auch eigene Ziele. Aber arbeiten - um besser zu verdienen oder etwas fürs Alter zurück legen zu können - das kann ich in Deutschland wohl vergessen.
 
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Deshalb muß ein BGE her, in ausreichender Höhe, versteht sich. Einzige "Bedingung": Bedürftigkeit.
Also dann „Bedingungsloses Einkommen mit lediglich einer Bedingung“.
Und bei deinem Vorschlag praktischerweise dann die Bedingung, die du selbst erfüllst. Die Bedürftigkeit.

Nun, da wir hier in einem Lande leben das die „Einzelfallgerechtigkeit“ nahezu perfektioniert hat, müssen natürlich auch „die anderen“ gehört werden.

Am Ende, wenn „dann jeder“ seine Vorstellungen geäußert hat, werden wir dann wieder bei x „einzigen Bedingungen“ stehen die zu x „Ausnahmen von der Bedingungslosigkeit“ führen.

Ist ähnlich wie beim Abbau von Steuersubventionen und Abzugsmöglichkeiten. ALLE rigoros abschaffen!!!! Aber wirklich ALLE!!!!

Naja, Kilometergeld und (teilweise) Steuerfreiheit von Zuschlägen (z.B. Nachtarbeitszuschläge) selbstverständlich nicht! Mh, und so 2.000 bis 3.000 Euro Kapitaleinkünfte sollten schon auch steuerfrei sein. Gerne, je nach persönlicher Situation auch 10.000 oder 15.000 Euro. Ach, und das Arbeitszimmer? Nee, also das sollte schon weiter abziehbar sein.
 
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Naja, Kilometergeld und (teilweise) Steuerfreiheit von Zuschlägen (z.B. Nachtarbeitszuschläge) selbstverständlich nicht! Mh, und so 2.000 bis 3.000 Euro Kapitaleinkünfte sollten schon auch steuerfrei sein. Gerne, je nach persönlicher Situation auch 10.000 oder 15.000 Euro. Ach, und das Arbeitszimmer? Nee, also das sollte schon weiter abziehbar sein.
Eben!

Wenn Abbau von irgendwelchen Einzelfall-Lösungen, dann aber auch rigoros!

Ein BGE? Gerne! Dann aber für Alle und einkommensunabhängig. 1.500 Euro für Jeden! Für jeden in der Familie Schlecker genauso wie für jeden im Gangsta-Clan in Berlin. Mal schauen, wie lange das Geld dann reicht. Das würde mich wirklich interessieren.
 
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Wenn Abbau von irgendwelchen Einzelfall-Lösungen, dann aber auch rigoros!
Würde zum 01.07.2019 0.00 Uhr das BGE eingeführt werden, würde spätestens um 0.01 Uhr am 01.07.2019 vor irgendeinem Sozialgericht in Deutschland jemand stehen und darauf warten, daß er pünktlich um 8.00 Uhr seine Klage persönlich einreichen kann, weil bei der Bemessung des BGE die Ausgaben für Sonderfall x (der auf ihn persönlich zutrifft) nicht berücksichtigt wurden.
 

Negev

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@ckl1969
Wenn Abbau von irgendwelchen Einzelfall-Lösungen, dann aber auch rigoros!
Auch so ein Scheinargument - gerne von SPD-Politikern genannt. Der Sozialstaat würde aufhören zu existieren.
Warum den?

Natürlich benötigen Kranke und Versehrte mehr Leistungen. Da muss eben etwas mehr Geld fließen. Ist auch leicht feststellbar. Jeder mit Behindertenausweis bekommt, nach Behinderungsgrad, einen Bonus ausgezahlt. Und das Ganze völlig unbürokratisch. Weitere Hilfen (so ein Rollstuhl gibts auch nicht von der Stange) müssen auch gewährleistet werden.

Aber da unser Sozialstaat auch hier nicht wirklich sozial ist, muss man sich jede Leistung hart erstreiten! Dabei treibt man die Leute in Verzweiflung. Schön ist das nicht.

Das ist Dein persönliches Problem. Wundere Dich nicht, wenn das Mitgefühl der Arbeitnehmer Dir nicht zuteil wird.
Von dir und anderen brauch ich kein Mitgefühl.
Ich weiß, das ichs in der ersten Runde verbockt hab. Ich kann damit leben, wenig Geld zu haben. Ich kann damit leben, das mir diverse Wege verschlossen sind. Letztlich kann ich auch damit leben, das ich keinen Arbeitgeber finde, der mir keine Chance geben will.

Was schwer auszuhalten ist, ist die Tatsache, das der Staat bzw. teile der Gesellschaft - Menschen in Armut leben lässt. Dabei wird selbst das Existenzminimum noch in Frage gestellt.
 
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Wozu arbeiten, wenn man das Gefühl hat, auf keinen grünen Zweig mit dieser Arbeit zu kommen? Niemals. Weder jetzt noch in der Zukunft - noch im Rentenalter.
Die lohnabhängig Beschäftigten arbeiten sowieso nur für die Bänker, Wirtschaftsbosse und sonstigen wahren Schmarotzer.
 
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Das ist Dein persönliches Problem. Wundere Dich nicht, wenn das Mitgefühl der Arbeitnehmer Dir nicht zuteil wird.
1. ist das nicht mein Problem, ich bin in Rente.
2. wäre das auch nicht alleine mein Problem, würde ich noch arbeiten. Da ich eigentlich ein sehr solidarischer Mensch bin. Ausnahme: Lohnsklaven, die alles mit sich machen lassen.

Also dann „Bedingungsloses Einkommen mit lediglich einer Bedingung“.
Und bei deinem Vorschlag praktischerweise dann die Bedingung, die du selbst erfüllst. Die Bedürftigkeit.
welche denn sonst? Reiche brauchen kein BGE.

Was schwer auszuhalten ist, ist die Tatsache, das der Staat bzw. teile der Gesellschaft - Menschen in Armut leben lässt. Dabei wird selbst das Existenzminimum noch in Frage gestellt.
Ohne Geld ist man hier nichts wert. Das zeigt doch die ganze Verkommenheit der Gesellschaft auf. Wenn man arm und krank ist, wird einem sofort unterstellt, daß man faul ist und ein Drückeberger. So sind die Menschen drauf, leider. Es zählt nur der schöne Schein und das dicke Bankkonto oder Auto. Oder, wahlweise, ob einer jeden Morgen um 6 aufsteht und für Rothschild und Merkel malochen geht.

Ein BGE würde solch einer "Gesellschaft" den Garaus machen. Ich kann verstehen, daß das Viele gar nicht wollen. Dann haben sie ja niemanden mehr, über den sie hetzen können.
 
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welche denn sonst? Reiche brauchen kein BGE.
Darüber kann man sicherlich streiten. Wenn man aber Menschen mit Einkommen > x und/oder Vermögen > x ausschließen will, dann müßen sowohl die Begriffe „bedingungslos“ als auch „grund“ ausgetauscht bzw. es müssen Begriffe hinzugefügt werden.

Die Bezeichnung „Bedingungsloses Grundeinkommen“ wäre dann nämlich falsch bzw. irreführend!

und sonstigen wahren Schmarotzer
Wer sind die? Darf man das dann jeweils vom eigenen Standpunkt aus beurteilen?

Ausnahme: Lohnsklaven, die alles mit sich machen lassen.
Grade eben die von Menschen wie dir so oft verachtete Gruppe der „Lohnsklaven“ braucht es aber in nicht ganz unerheblichem Umfang um Menschen wie dir, daß gewünschte erträumte BGE zu zahlen.
 
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16 Mai 2017
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Wenn den Reichen ihr Vermögen genommen wird (oder zumindest der größte Teil weggesteuert wird, bis aufs Häuschen oder dgl.), könnte man das "bedingungslos" dann auch für diese Einkommensgruppe gelten lassen. Aber dann wären sie eben nicht mehr reich. :) Also doch "bedingungslos" nach deiner Definition. Wobei das "bedingungslos" ja in erster Linie auf das "Nicht-arbeiten-müssen" zielt. Und das müssen die Reichen bekanntlich ohnehin nicht. Die Reichen in dieser Gesellschaft haben sich ihr bedingingloses Grundeinkommen quasi schon längst geschaffen. - Auf Kosten derer, die dann für deren Güterbedarf ihr Leben lang mitarbeiten müssen (durch Mietzahlung, Einbehaltung von Teilen des Lohns von der gesamten Wertschöpfung etc.).
 
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Wenn man aber Menschen mit Einkommen > x und/oder Vermögen > x ausschließen will, dann müßen sowohl die Begriffe „bedingungslos“ als auch „grund“ ausgetauscht bzw. es müssen Begriffe hinzugefügt werden.
Das wäre kein Problem. Da würde sich sicherlich etwas anderes finden lassen.

Wer sind die? Darf man das dann jeweils vom eigenen Standpunkt aus beurteilen?
"Schmarotzer" ist eigentlich klar zu definieren. Einerseits finanziell und andererseits ideell.

Ich würde Reichen nicht unbedingt ihr Vermögen ganz weg nehmen. Nur halt das, was zu viel ist. Haus plus eine Million ... oder so.

Beim unsinnigen leistungslosen Erben würde ich massiv ansetzen. Und natürlich bei den leistungslosen Einkommen, die durch Derivate und Zinsmanipulationen bzw. "Wetten" auf Finanzprodukte entstehen, da würde ich massiv ansetzen. Das trifft nämlich nur die wirklich Reichen.
Man kann da schon sehr viel abschöpfen.

Natürlich gehören andere Dinge wie Rüstungsausgaben und so weiter, auch auf den Prüfstand.
 
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Grade eben die von Menschen wie dir so oft verachtete Gruppe der „Lohnsklaven“ braucht es aber in nicht ganz unerheblichem Umfang um Menschen wie dir, daß gewünschte erträumte BGE zu zahlen.
Sagen wir so: Es wären dann alle "Lohnsklaven". Aber eben auf einem erträglichem, menschenwürden Niveau, mit wesentlich kürzeren Arbeitszeiten (vielleicht nur 20 Std./Woche). Die ganze Wirtschaftsproduktion müsste vorher (oder zugleich) demokratisiert werden.

D.h. es müsste nachgeschaut (und darüber abgestimmt) werden, was wirklich für ein menschenwürdiges Leben in der jeweiligen Volkswirtschaft produziert werden muß. Und das wäre viel, viel weniger, als das, was momentan an (unnützem und noch dazu ressourcenverschendenden) Output vorhanden ist. Dazu gehören dann z.B. auch nicht unbedingt Smartphones, Luxusyachten, SUV's, Flugreisen bis ans Ende der Welt und so ein Zeugs. Von dem, was sich die Reichen hierzulande leisten, will ich da gar nicht reden. Das ganze ist doch alles nur Ersatzbefriedigung, um die eigene Leere im Leben zu übertünchen. Was gestärkt werden müsste, sind die sozialen Kontakte der Menschen untereinander. Und gerade da findet heutzutage vieles wegen Geldmangels nicht mehr statt. Man verblödet doch wegen der staatlich verordneten Geldknappheit vor der Glotze zuhause. Vor allem wir Hartz-IVer, aber auch viele, die nur knapp darüber momentan Arbeit haben, haben kaum Geld, um am sozialen Leben überhaupt noch regelmäßig teilzunehmen.
 
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11 Aug 2017
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Wenn den Reichen ihr Vermögen genommen wird (oder zumindest der größte Teil weggesteuert wird, bis aufs Häuschen oder dgl.), könnte man das "bedingungslos" dann auch für diese Einkommensgruppe gelten lassen. Aber dann wären sie eben nicht mehr reich. :)
Anderen was weg nehmen ist immer ok, solange einem selbst nichts genommen wird? Wobei ja noch die Frage zu klären wäre, ab welchem Einkommen, Vermögen, geht reich los.

Wobei das "bedingungslos" ja in erster Linie auf das "Nicht-arbeiten-müssen" zielt.
Nach deiner Definition, die du hier, dafür Danke, offen verkündest.
 
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Es wird nicht passieren. So einfach ist das.
Es hat wenig Sinn, mit Träumern zu diskutieren. Immerhin - ein Erkenntnisgewinn.
Dann könntest du diesen Thread ja auch gleich schließen und überhaupt nicht mehr weiterschreiben. Denn solange es hierzulande keine "Gelbwestenbewegung" á lá Frankreich gibt, wird das BGE ebenfalls "nicht passieren". - Vielleicht wird es sowas dem Namen nach irgendwann von oben verordnet einmal kommen, wenn größeren Teilen der Bevölkerung die absolute Verelendung droht (aber gerade dann vielleicht auch nicht, vielleicht kommt dann auch ein noch brutalerer Repressionapparat). Aber dann keinesfalls in der ursprünglich beabsichtigten Form.
Also, das ganze hier ist eben nur eine theoretische Debatte, in der auch "Träumereien" als reale Möglichkeit in den Ring geworfen werden dürfen und müssen. "Theoretische Debatte" deshalb, weil wir als Ausgebeutete eben überhaupt nicht an der Machtausübung beteilgt sind.

Anderen was weg nehmen ist immer ok, solange einem selbst nichts genommen wird? Wobei ja noch die Frage zu klären wäre, ab welchem Einkommen, Vermögen, geht reich los.
Dem größten Teil der Bevölkerung kann man sowieso kein "Vermögen" wegnehmen, weil 50 % sowieso von der Hand in den Mund leben, und außer Zahnbürste und einem Bettgestell nichts ihr Eigen nennen. Und zu denen gehöre ich ja. Genau wie die meisten anderen hier auch.
 
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Man kann das ja auch umdrehen: Es hat keinen Sinn, mit Verfechtern des derzeitigen neoliberalen / kapitalistischen Systems zu reden.

Das halte ich aber nicht unbedingt für zielführend. Irgendwann mal werden diese Menschen merken, daß auch sie nur Menschen sind und daß Reichtum nicht gottgewollt und auch nicht sinnvoll ist - sondern daß eine Gesellschaft sinnvoll ist, in der jeder eine einigermaßen gleiche Chance auf Entwicklung hat. So ist es ja nun mal derzeit nicht. Derzeit wird einfach nur unterteilt in "lebenswertes" und "nicht lebenswertes" Leben.
 
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Man kann das ja auch umdrehen: Es hat keinen Sinn, mit Verfechtern des derzeitigen neoliberalen / kapitalistischen Systems zu reden.
Um dir mal etwas näher zu bringen, mit wem du dich hier austauscht.

Ich bin 49 Jahre alt, beziehe seit einigen Jahren eine Rente wg. voller Erwerbsminderung. Habe 25 tatsächliche Versicherungsjahre und dann halt die üblichen An- bzw. Zurechnungszeiten. Habe sonst keinerlei Einkommen und auch kein Vermögen. Wohne in München und zahle 630 Euro Miete (warm). Zum Leben bleiben mir dann knappe 640 Euro.

Das die Eckdaten zum "Verfechter des derzeitigen neoliberalen/kapitalistischen Systems."

Nu mal deine/eure (@JC Affe) Daten.
 
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kaum Geld, um am sozialen Leben überhaupt noch regelmäßig teilzunehmen
Muss soziales Leben unbedingt Geld kosten?
Ich brauche gar nicht soviel Geld. Günstige, gute Wohnungen, ein gescheiter ÖPNV, kostenfreie Bildung wären mir lieber als mehr Einkommen. Das kann man aber nicht erreichen, wenn man immer nur darauf hinwirkt, dass der Einzelne mehr in der Tasche hat. Es gibt sicher viele, die etwas mehr haben müssten, aber noch sehr viel mehr, die weniger haben müssten.

Letztlich ist ein BGE auch ein Ausdruck von Vereinzelung und Entsolidarisierung, wenn es nicht mit weiteren sozialen Sicherungssystemen und Arbeitsmarktreformen einhergeht.
 
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Ich denke ein Grundeinkommen für Arme hängt auch mit dem Altersdurchschnitt momentaner Spitzenpolitiker der aktuellen Parteien zusammen.. Man muss sich schließlich auch Fragen, was neben dem offensichtlichen finanziellen Unterschied für Lebenserfahrungen gemacht wurden? In was für einer Welt diese aufgewachsen sind? Wenn die heutigen Generationen alle immer nur in ein Praktikum ohne Bezahlung gesteckt werden, unbefristete Arbeitsverträge bei richtigen Arbeitgebern nur gerüchteweise existieren, Existenzängste vorherrschen und immer weniger Familien gegründet werden, dann ist ein Grundeinkommen für Arme im Endeffekt die logische Schlußfolgerung bzw. Quittung für die Sklaventreiber von heute..

Entspricht ja auch ganz der Mentalität der Großvater- und Elterngeneration, wo man ja auch eben mal seinen Abfall in Äthiopien endlagern oder nuklearen Abfall über Bord werfen kann.. Is' ja dann aus den Augen..
 
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Das Geld wird ihr/ihm vermutlich reichen um Miete, Essen und Kleidung zu zahlen. So lange RTL 2 läuft und ab und zu ein neues Smartphone gekauft werden kann, sind erstaunlich viele Menschen sogar mit weitaus weniger zufrieden. Jeder zusätzliche Euro wird sowieso nur für Müll verwendet. Willenlose Konsum-Zombies, seelenlose Systemknechte.

1300 netto für Vollzeit soll wohl ein schlechter Witz sein?
Da würde ich gerne mal einhaken: Ihr wisst NICHTS über diese Person, ob sie was gelernt hat, welchen Schulabschluss sie hat, kennt ihre Lebensgeschichte nicht. Vllt. war sie länger ELO und hat jetzt einen AG gefunden, der ihr ne Chance gegeben hat und ihr jetzt sogar die Möglichkeit gibt, Vollzeit zu arbeiten. Klar sind 1300€ Netto keine Welt, aber doch völlig in Ordnung.
Am Hungertuch nagt man damit sicherlich nicht.
Und besser dieses Geld als gar keins und Hauptsache KEIN AMT AM HINTERN!
Und je nach dem, welche Ansprüche und Kosten man hat, kann das für ein einigermaßen auskömmliches Leben reichen. Soll ja tatsächlich bescheidene Menschen geben ; D

Meine Freundin bspw. arbeitet als ReNo in ner größeren Anwaltskanzlei und verdient 1.600€ brutto(!) als ausgelernte Fachkraft mit Vollabi.
Bei mir in der Firma bekommen die Vollzeitangestellten 10€/Std. und kriegen im Schnitt 1.100-1.200€ netto raus.Bekommen aber alle Überstunden bezahlt und auch nen Wochenendzuschlag.
Die Aushilfen bekommen Mindestlohn (9,19€)

Ich war 1,5 Jahre ELO, habe bestimmt über 200 Bewerbungen geschrieben, hatte diverse Probearbeiten und Praktika und rumgekommen ist nie so richtig was. Habe dann die Chance bekommen in meiner jetzigen Firma und arbeite seit November als Aushilfe da und will danach auf jeden Fall mehr Stunden machen und vllt. sogar Vollzeit da bleiben. Habe auch ne Ausbildung gemacht (Groß - und Außenhandel), habe aber nach der Ausbildung partout nichts gefunden und war irgendwann wirklich verzweifelt, da ich nach dem Auslaufen meines ALG-I-Bezuges keinen Anspruch auf ALG-II hatte und ich mich auch noch selber krankenverischern und an meine Ersparnisse musste. So habe ich mich dann einfach auf jede freie Stelle beworben, die ich auf Jobbörse und co. entdecken konnte.
Ich weiß, dass das nichts für ewig ist (Lagermitarbeiter bei nem An - und Verkaufsbusiness), aber ich verdiene ein wenig Geld, kann meine Kosten decken, habe was zu tun, komme wieder mit der Arbeitswelt und anderen Menschen in Kontakt und habe vor allem das Amt nicht mehr am Hals, das mir über die ganze Zeit eh nie richtig geholfen hat und ich eh fast alles alleine machen musste.

Habe auch auf der Arbeit welche, die stängig am nörgeln sind: "Voll die Ausbeutung hier", "Das blöde Geschuffte für die paar Kröten" usw.
Da beschweren sich dann welche ohne Ausbildung oder Schulabschluss darüber, das ihnen Lohn über Mindestlohn zu niedrig ist, sehe sie aber mit ihren dicken Karren vorfahren und immer mit den neusten Smartphones in der Hand :D So schlimm kann es also nicht sein......

Bin ich ein Trottel?
Vielleicht.
Sollte ich da schnell weg und einfach hoffen, ne Fachkraftstelle zu finden?
Möglich
Bin ich aber im Moment ganz zufrieden und funktioniert das im Moment so für mich?
Ja, definitiv.

Über sowas wie Rente denke ich eh nicht nach, hat keinen Sinn, meine Generation (bin 24) müsste wahrscheinlich eh Arbeiten, bis sie umfällt, von daher; fuck it!
Ich sag mal: Wer heute U40 ist und unter 2.000€ Netto verdient, der wird im Alter von Grundsicherung leben müssen, wenn überhaupt.
Ich lebe kurzfristiger, weil alles andere nur vergebene Liebesmühe ist.
 

Kerstin_K

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D.h. es müsste nachgeschaut (und darüber abgestimmt) werden, was wirklich für ein menschenwürdiges Leben in der jeweiligen Volkswirtschaft produziert werden muß. Und das wäre viel, viel weniger, als das, was momentan an (unnützem und noch dazu ressourcenverschendenden) Output vorhanden ist. Dazu gehören dann z.B. auch nicht unbedingt Smartphones, Luxusyachten, SUV's, Flugreisen bis ans Ende der Welt und so ein Zeugs. Von dem, was sich die Reichen hierzulande leisten, will ich da gar nicht reden. Das ganze ist doch alles nur Ersatzbefriedigung, um die eigene Leere im Leben zu übertünchen.
Haken wir doch hier mal ein. Was sit den Arbeit im ursprünglichen Sinn? Es müssen Dinge getan werden, um Bedürfnisse zu befriedigen. Der Mensch muss essen, also muss Nahrung herbeigeschafft und zubereitet werden. Der Mensch braucht ein Dach über dem Kopf, also müssen Häuser gebaut werden. Es muss Kleidung hergestellt werden usw. usw. Mit der Zeit gab es immer mehr dieser Bedürfnisse und es setzte eine Spezialisierung ein. Wenn Mensch in Gemeinschaften lebt, muss schliesslich nicht mehr jeder alles alleine machen, sondern jeder tut das, was er am besten kann. Irgendwann wurde die Spezialisierung so weit getrieben, dass man erst eine Ausbildung brauchte für bestimmte Tätigkeiten.

Alles was produziert wird, egal, ob das nun die Produktion eines Smartphones ist oder das Backen von Brot, dient letztlich der befriedigung von Bedürfnissen.

Das einzige, was sich mit der Zeit verändert hat ist, dass Produktionsanlagen jeder Art nicht mehr zum Wohle aller eingesetzt werden, weil sie nunmal zur Produktion der Güter zur Bedürfnisbefriedigung benötigt werden, sondern dass die Eigentümer dieser Anlagen sie nutzen, um Ihren Gewinn zu maximieren. Selbst der arbeitente Mensch verkommt noch zur Ressource, ais der es gilt, soviel Leistung wie möglich herauszuquetschen, um den Gewinn weiter zu maximieren. Geleichzeitig ist Arbeit für viele nicht mehr das Mittel zur Erlangung von Gütern zur Bedürfnisbefriedigung, sondern Lebensinhalt und Statussymbol.

Eigentlich bräuchten wi einen radikalen Umbau der Gesellschaft:
Produktion nur noch von Gütern, soweit wir sie wirklich brauchen. Alles was Überproduziert wird zur Gewinnmaximierung und dann eh im Müll landet, fällt weg. Damit liessen sich gleichzeitig viele Umweltprobleme lösen.

Sicher muss ein Unternehmer, der Maschienen bereitstellt und Mitarbeiter bezahlt, auch soviel übrig behaltn, dss er genug zum Leben hat. Aber mehr eben auch nicht. Geleichzeitig muss die Vergütung für die geleistete Arbeit so hoch sein, dass davon jeder anständig leben kann.

Für die, die nicht arbeiten können, weil sie noch Babies sind, krank, behindert, zu alt....müsste es einenen Fond , eine Art grossen Topf geben, aus dem diese Menschen Geld bekommen. Wobei ich dafür bin, dass Menschen nicht mehr aussortiert werden. Wenn jemand Kinder erzieht, den Haushalt führt, wäscht und kocht, während andere Nahrung usw. produzieren, ist auch das Arbeit die getan werden muss und die vergütet gehört. Genauso, wenn jemand pflegt. Auch wenn jemand krnak oder behindert ist, bin ich überzeugt, dass fast jeder noch irgend etwas zum Wohle der Gemeinschaft leisten kann. Ob das nund das giessen der Blumen ist, an denen sich dann die anderen erfreuen oder das Stricken von Socken und Pullovern, damit niemend im Winter frieren muss. Ich denke, wenn an die vorhandene Arbeit einfach mal sinnvoll verteilen und angemessen vergüten würde, würe es am Ende für alle reichen, ohne dass sich jemand krank zu arbeiten braucht oder in Armut leben muss.

Unerfüllbare Träume, ich weiss...[/QUOTE]
 
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Sicher muss ein Unternehmer, der Maschienen bereitstellt und Mitarbeiter bezahlt, auch soviel übrig behaltn, dss er genug zum Leben hat. Aber mehr eben auch nicht.
Wow, wie größzügig, dass er sich genug (mehr aber auch nicht) zum Leben behalten darf. Was wenn er damit aber keine Lust mehr auf den Aufwand und die Verantwortung hat und lieber Pullover strickt (Maschinen die Kleidung herstellen braucht eh kein Mensch).

Ich denke, wenn an die vorhandene Arbeit einfach mal sinnvoll verteilen und angemessen vergüten würde, würe es am Ende für alle reichen, ohne dass sich jemand krank zu arbeiten braucht oder in Armut leben muss.
Und das entscheidet wer genau wie die Arbeit verteilt wird, wenn jeder nur genug (mehr aber auch nicht) zum Leben zugeteilt bekommt?

Unerfüllbare Träume, ich weiss...
Nimms mir bitte nicht übel, aber das ist auch gut so.
 
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@ Stabile Boss,
Du bist 24 Jahre. Du weisst also gar nicht, dass es in der Arbeitswelt der heutigen 40-60-Jährigen mal ganz anders war.
Und genau das ist das heutige Problem. Deine Generation wächst mit den heutigen gierigen und unverschämten Arbeitgebern auf und findet sich damit ab.
Andere, so wie ich, die finden sich eben nicht damit ab.
Ich habe 27 Jahre meines Lebens gearbeitet. Der letzte Arbeitgeber , bei dem fingen die unverschämten Umstände so langsam an, denn der hatten null Bock für Arbeitssicherheit zu zahlen. Dank ihm habe ich mir eine Berufskrankheit eingefangen, die auch noch Folgeerkrankungen mit sich brachte, die mich alle zusammen für erwerbsunfähig machen.

Und wenn ich dann so einige Kommentare hier lese, dann kann ich nur mit dem Kopf schütteln.
Ist heute eben so, die Arbeitgeber sind eben so, erwartet kein Mitgefühl von den Arbeitenden, u.s.w.

Aber lasst Euch gesagt sein, Ihr seid mir so etwas von egal. Verkümmert in Euren niedrig bezahlten Jobs, findet Euch damit ab.
 
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