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Was meint ihr, wird es innerhalb der nächsten 10 Jahre eine Art vom Bedingungslosen Grundeinkommen geben?

Sery

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Ja wie kann er es nicht? Jeder in diesem Land hat das Recht zu Reisen und zu dort zu leben wo er will und darf dann wieder kommen
 

Pauer

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Ja wie kann es nicht? Jeder in diesem Land hat das Recht zu Reisen und zu dort zu leben wo er will und darf dann wieder kommen
Das hat ja auch keiner bestritten und das ist gut so.
Es geht vielmehr darum, dass es auch ohne Grundeinkommen in Deutschland relativ gute Verhältnisse gibt. Nur viele User hier wissen das leider nicht zu schätzen.

Natürlich ist der Regelsatz nicht hoch. Aber er reicht zum Überleben und ist und war ja auch nie als Dauerlösung gedacht.
Daher sollte ja auch angestrebt werden, den nächstmöglichen Job anzunehmen, um aus dem Leistungsbezug zu fallen - auch im eigenen Interesse der LE. Auch das wird leider oft verkannt.
Der nächstmögliche Job ist nun mal leider nicht der bestmögliche Job. Aber es wird ja auch niemand gezwungen für immer im nächstmöglichen Job zu bleiben. Auch danach können ja weitere Bewerbungen angestrebt werden - ohne Amt, das einen im Nacken sitzt.
 

Negev

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Mal abgesehen davon, dass Deine Feststellung jeglicher Substanz entbehrt, ist Alg2 nicht als Dauerlösung angelegt.
Dein „Modell“ geht von Dauerbezug von Anfang bis Ende aus.
Ist es das oft nicht?

Hab mich jetzt in diesem Jahr auf so vieles beworben... ich werd nicht erst genommen mit meiner Biografie...
Ich muss offen zugeben - aktuell geht meine Motovation, mich zu bewerben, gegen Null - egal für was. Gut, bei mir is viel schief gelaufen. Pech eben.

Aber selbst wenn man sich irgendwie durch prekäre Arbeitsverhältnisse hangelt, steht man nicht unbedingt besser da, als jemand der nur ALG2 Bezieht. 25% sind im Niedriglohnsektor und am Ende winkt Armut im Alter. Prächtige Aussichten...

Warum sollen reiche Leute eins bekommen?
Bedingungslos hat den Vorteil, das man keinen Apparat aufbauen muss, der die Menschen kontrolliert.

Weiterer Vorteil ist, es gibt keine Stigmatisierung - wie das bei ALG2 der Fall ist. Jeder bekommt das Einkommen.
 
S

schokokind66

Gast
Der nächstmögliche Job ist nun mal leider nicht der bestmögliche Job. Aber es wird ja auch niemand gezwungen für immer im nächstmöglichen Job zu bleiben. Auch danach können ja weitere Bewerbungen angestrebt werden - ohne Amt, das einen im Nacken sitzt.
Das Problem was ich bei diesem Aspekt sehe..was ist denn meist der nächstmögliche Job?...doch sicher der in einer Zeitarbeitsfirma von dem kein Mensch leben kann...ja super..man ist aus dem Leistungsbezug raus..als einzelne Person...aber was bringt Arbeit wenn du davon nicht Leben kannst?

Ich denke viele Denken sich...Ja ich bleib lieber im Hartz 4 bezug denn da bin ich sicher..ich habe zwar nicht viel Geld..aber wenn ich für dasselbe Arbeiten gehe hab ich ja noch mehr kosten...

Der nächstmögliche Job ist nun mal leider nicht der bestmögliche Job. Aber es wird ja auch niemand gezwungen für immer im nächstmöglichen Job zu bleiben. Auch danach können ja weitere Bewerbungen angestrebt werden - ohne Amt, das einen im Nacken sitzt.
Das Problem was ich bei diesem Aspekt sehe..was ist denn meist der nächstmögliche Job?...doch sicher der in einer Zeitarbeitsfirma von dem kein Mensch leben kann...ja super..man ist aus dem Leistungsbezug raus..als einzelne Person...aber was bringt Arbeit wenn du davon nicht Leben kannst?

Ich denke viele Denken sich...Ja ich bleib lieber im Hartz 4 bezug denn da bin ich sicher..ich habe zwar nicht viel Geld..aber wenn ich für dasselbe Arbeiten gehe hab ich ja noch mehr kosten...
 
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RobbiRob

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steht man nicht unbedingt besser da, als jemand der nur ALG2 Bezieht.
Das ist das Problem und deswegen gibt es auch kaum Aufstocker mit Vollzeit.

Viele Steuerzahler sind aber nicht bereit, diese persönliche Wahl - lieber Alg2 statt Niedriglohn- zu finanzieren. Vor allem nicht für Ungelernte, dessen Anteil mit langem Alg2-Bezug immer weiter ansteigt.

Man kann diese Sichtweise je nach Blickwinkel verurteilen, es bleibt aber in meiner persönlichen Wahrnehmung abseits der Alg2-Bezieher eher die Mehrheitsmeinung.
Da liegen hier einige sehr weit daneben, in der Wahrnehmung der Welt da draußen.

25% sind im Niedriglohnsektor und am Ende winkt Armut im Alter. Prächtige Aussichten...
Aber nicht 25% der Beschäftigten in Vollzeit.

Das ist eine FataMorgana Diskussion, da die überwiegende Anzahl der Niedriglöhner gar nicht Erwerbsbiografien in Vollzeit 45 Jahre aufweisen wird.

Und unser umlagefinanziertes Rentensystem ist nun einmal auf einen Eckrentner mit 45 Jahren Vollzeit-Arbeit definiert.

Ich negiere übrigens nicht die Problematik, sondern die „Ausreden“ die immer von denjenigen kommen, die möglichst Mindestrente fordern, mangels eigener Beitragszeiten.

Von mir aus gerne eine Aufstockung der Rente für Vollzeit >=35 Jahre auf eine steuerfinanzierte Mindestrente oberhalb der Grundsicherung.
Das wird dann evtl. auch den Vollzeit arbeitenden mit wenig Lohn motivieren.
 
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Dinobot

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Das ist eine FataMorgana Diskussion, da die überwiegende Anzahl der Niedriglöhner gar nicht Erwerbsbiografien in Vollzeit 45 Jahre aufweisen wird.Und unser umlagefinanziertes Rentensystem ist nun einmal auf einen Eckrentner mit 45 Jahren Vollzeit-Arbeit definiert.
Quelle: 45 Jahre gearbeitet - trotzdem droht jedem Zweiten Rente auf Hartz-IV-Niveau | Politik

Deinem Eckrentner wird -laut Verdi -ab 2030 eine Rente auf Grundsicherungsnivau drohen. Und das wären nicht wenige. Deine Argumentation erscheint mir daher nicht mehr aktuell und deshalb auch weder erstrebenswert und noch weniger als positives Beispiel vertretbar. Es würde schon reichen, wenn sich Deutschland an den Verhältnissen in Österreich orientieren würde. Da lohnt sich die Plackerei für den Großteil der Bevölkerung noch. Auch, was Holland betrifft.

Hier hat die Regierung nur bisher Glück, das die derzeitige Generation zu wenig Gelbwestenmentalität besitzt. Was ein Volk zu bewegen vermag, das haben die Franzosen schon vor langer Zeit bewiesen, wenn die Obrigkeit sich auf Kosten der Bevölkerung bereichert. Solange die Mehrheit nicht selbstbewusst das System Hartz iV offensiv ablehnt , wird sich nichts ändern können -in Richtung Grundsicherung . Und solange 5000 Lobbyisten den Polit-Marionetten der Regierung in Berlin ihren Umgang mit der Bevölkerung aufdiktieren und ansonsten ewig Gestrige dazu meinen "man könne ja doch nichts ändern", -wird sich hier in Deutschland nichts ändern.

Und die Folgen dessen werden fürchterlich werden. Sicher wird dann man zuerst eine höhere Grundrente einführen MÜSSEN. 45 Arbeitsjahre werden künftig sowieso nicht mehr erreichbar sein, wegen der stetigen Abnahme von verfügbaren und auskömmlichen Arbeitsplätzen.

Was seriöse Berechnungen zur Machbarkeit der Umsetzung des Grundeinkommens betrifft. Die kannst Du hier im nachfolgenden Link finden -auch EXCEL Tabellen :cool: :

Berechnungen zur Finanzierung und weiterführende Argumente - Freiheit statt Vollbeschäftigung:
 
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Elgaucho

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Meines Wissens nach haben unsere unmittelbaren Nachbarn die Österreicher ein wesentlich
besseres Rentensystem als die Deutschen. Die Auszahlungsbeträge sind dort viel höher als
bei uns.

Welches Sozialsystem macht eigentlich international betrachtet unserem wesentlich Konkurrenz
und ist positiv betrachtet weit von unserem entfernt ? Gibt es das überhaupt und welcher Staat
wäre dann Vorbild für uns ?

Gibt es hier auch ein Ranking was dies international abbildet ?
Ich finde einen Blick zum Nachbarn immer interessant - grade dann wenn man etwas erfolgreich abkupfern kann.
 

Kerstin_K

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45 Arbeitsjahre sind doch heute schon kaum zu schaffen. Abi mit 19 oder 20, dann mindestens 3 Jahre Ausbildung oder Studium, selbst wenn es dann null Bruch im Erwerbsleben gibt, wie das sehr knapp.
 
S

schokokind66

Gast
45 Arbeitsjahre sind doch heute schon kaum zu schaffen. Abi mit 19 oder 20, dann mindestens 3 Jahre Ausbildung oder Studium, selbst wenn es dann null Bruch im Erwerbsleben gibt, wie das sehr knapp.
Also Wenn wir es genau nehmen fangen recht viele erst mit 24 oder 25 Richtig an zu Arbeiten weil sie sich oft nicht entscheiden können welchen Beruf..oder sie sind seelisch Krank..oder oder oder..

Die meisten sind doch zwischen 50 und 60 schon Platt

wenn wir von einem Mensch ausgehen der mit 25 erst anfängt zu arbeiten und aufgrund seiner seelischen Vorbelastung wenigstens dazu in der Lage ist bis 55 zu Arbeiten dann sind das 30 Jahre..

dann kommt ja noch dazu das viele keine 40 Stundenwoche mehr schaffen und eben nur noch eine 30 Stundenwoche dann muss man vielleicht allgemein man die Arbeitsbedingungen überprüfen und Politisch dementsprechend handeln.

Mir sagte mal eine ältere Dame das sie es gerecht finden würde wenn man die Arbeitszeit halbieren würde also

2x1 Arbeiter 4 Stunden anstatt wie jetz 1x1 Arbeiter 8std und das aber für den selben Lohn den man jetzt bekommt

sie ist der Meinung dann hätten viel mehr Menschen arbeit und niemand müsste mehr am Existenzminimum leben..
 
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Gaestin

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er hat aber gesagt, man könne sich aus dem nächstmöglichen Job weiterbewerben und würde bessere Chancen haben, und das stimmt.
 

vidar

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Abi mit 19 oder 20, dann mindestens 3 Jahre Ausbildung oder Studium, selbst wenn es dann null Bruch im Erwerbsleben gibt, wie das sehr knapp.
Die Zeiten des Schulbesuchs und Studiums können aber bis zu 8 Jahre angerechnet werden. ;)
Schulbesuch und Studium: Der Besuch einer allgemeinbildenden Schule, einerFach- oder Hochschule beziehungsweise die Teilnahme an einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme ist von Ihrem 17. Geburtstag an eine Anrechnungszeit.Einen Abschluss müssen Sie nicht nachweisen. Maximal können aber nur insgesamt acht Jahre angerechnet werden.
Quelle: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232688/publicationFile/52920/rente_jeder_monat_zaehlt.pdf (ab Seite 22 +)
 

Negev

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Das ist eine FataMorgana Diskussion, da die überwiegende Anzahl der Niedriglöhner gar nicht Erwerbsbiografien in Vollzeit 45 Jahre aufweisen wird.
Selbst mit 45 Jahren Erwerbs-Bio droht so manchem Altersarmut...
Wobei Brüche heutzutage wahrscheinlich völlig normal sind.

Immer wenn ein (SPD-) Politiker von Altersarmut spricht, bin ich regelrecht angewidert.
 

RobbiRob

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Selbst mit 45 Jahren Erwerbs-Bio droht so manchem Altersarmut...
Wobei Brüche heutzutage wahrscheinlich völlig normal sind.
Jedesmal wenn ich das höre und dann tiefer in die Materie eindringe, fehlt irgendein Parameter.
Die Personengruppe gibt es signifikant es nur in der Theorie bisher.

Warum sind Brüche normal?

Bei Arbeitslosigkeit im Alg1, beim Krankengeld, 3 Jahre pro Kind, Ausbildungszeiten ....
Überall gibt es für solche Fälle Ersatzzeiten, teilweise mehr als der eigene Verdienst (Kinderzeiten, Ausbildung)

Dass man nach 5 Jahren im Alg2 natürlich eine Lücke in der Rente hat, ist ja kein Geheimnis.
Normal ist das aber nicht, wenn man sich die Statistik der Afa mal genauer ansieht. ( Abgänge, Zugänge aus Alg1/Alg2 )

Vielleicht ist eben doch besser, erst mal einen BullshitJob anzunehmen, um sich dann auf was besseres zu bewerben. (Mir ist klar, dass das hier im Forum nicht so der Supertipp ist....)
Da ist doch das Problem.

Die meisten Arbeitgeber stellen eben keine Langzeitarbeitslosen aus genau dem Grund nicht ein.
Das ist so, da kann man ausgiebig drüber diskutieren und sich aufregen.

Um beim Thema zu bleiben, ist eben das BGE nicht die Lösung der derzeitigen Probleme auf dem Arbeitsmarkt.
Jetzt schon über KI und den zukünftigen Arbeitsmarkt zu schwadronieren und auf das BGE zu hoffen, ist der derzeitigen Lage nicht angemessen.

Das derzeitige Problem im Alg2 sind die Ungelernten und die mangelnde Bereitschaft der AG Ältere mit guter Ausbildung, aber Handicaps oder veraltetem Wissen einzustellen.

Zusätzlich das Problem der Definition EMR und allgemeiner Arbeitsmarkt.
Da gibt es Menschen, die eigentlich im Alg2 nichts zu suchen haben, aber keinen Anspruch auf EMR haben.

Dafür aber jungen, gesunden ein BGE zu spendieren, nur weil man keinen Bock auf Ausbildung oder Niedriglohn hat?

Nö, da streike ich als Steuerzahler.
Ich bin mit dieser Meinung hier im Forum ziemlich alleine, aber nicht abseits solcher Foren.
 
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S

SelfDelUser_63679

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45 Arbeitsjahre sind doch heute schon kaum zu schaffen. Abi mit 19 oder 20, dann mindestens 3 Jahre Ausbildung oder Studium, selbst wenn es dann null Bruch im Erwerbsleben gibt, wie das sehr knapp.
Lehrlinge müssen ab einer gewissen Höhe der Ausbildungsvergütung Rentenversicherungsbeiträge zahlen.

Insofern... wer mit 17 die Schule verlässt und anschließend eine dreijährige Berufsausbildung macht, kommt locker auf 45 Versicherungsjahre bevor er 68 Jahre alt ist.

Gut, es drängen Viele zum Abitur. Aber nicht jeder studiert hinterher. Selbst für die passt es zeitlich.

Zeitlich kommt es nicht für die hin, die mit 19 das Abitur machen und erst 10 Jahre später ins Berufsleben "einsteigen". Das ist allerdings auch wohl kaum der Sinn eines Studiums. Ich kann nicht verstehen, wie man freiwillig ein Studium in die Länge zieht. Jeder den ich kenne, wollte so schnell wie möglich Kohle verdienen und hat sich mit dem Studium beeilt.
 

RobbiRob

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Ich kann nicht verstehen, wie man freiwillig ein Studium in die Länge zieht. Jeder den ich kenne, wollte so schnell wie möglich Kohle verdienen und hat si
Ok, Langzeitstudenten in unterschiedlichen Formen und Ausprägungen gab es schon immer.

Das Problem aus meiner Perspektive ist folgendes:

Früher gab es ca. 25% mit Abitur und dem Drang hauptsächlich ins Studium.

Heute ist der Anteil fast 50%, auch politisch gewollt.
Nennt man mittlerweile Akademisierungswahn.

Leider ist das Niveau derart gesunken, dass ein immer größerer Anteil das Studium nicht schafft bzw. umschwenkt oder rumgammelt.
Mehr als früher.

Gerade in den faktenbasierten Studiengängen merken die jungen Leute sehr schnell die Überforderung.
Viele gehen dann den Weg in die „Laberfächer oder sonstigen brotlosen xxxx“

Mehr als früher ist auch der durchaus sinnvolle Weg der Auslandserfahrung incl. Sprachen.
Leider versteht das die Generation Z aber als Urlaubszeit zur Selbstverwirklichung.

Wieso?
Der Leistungsgedanke ist vollkommen verlorengegangen.
Mittlerweile ist es schon ein Malus, wenn man Leistung einfordert, oder gar die Arbeit als zentrales, erfüllendes Element des Lebens sieht.

Da faselt man doch lieber mit den grünen Sympathisanten was vom BGE.
Btw. : da sind mir dann sogar ehrliche Linke Wähler mit Arbeitergeruch lieber, als diese grünen Jünglinge mit frischem Bachelor und null Leistung im bisherigen Leben.

Für den ein oder anderen mag die Kritik an der jungen Generation überzogen klingen, sicher gab es immer schon das draufhauen auf „die Jugend“ 68er .... etc.

Meine Erfahrungen rühren aus einer beträchtlichen Zahl von Einstellungsgesprächen und Tests, sowieso die Sichtung der Qualifikation auf dem Papier etc.

Natürlich habe ich auch sehr positive Erfahrungen gemacht, aber leider im Bereich kleiner 20% der Bewerber.
Nahezu allen waren aber Mängel in den Naturwissenschaften gemein.
—————
Ich sage das übrigens aus Sicht eines Akademikers, der auch zunächst mit 16 eine Lehre begonnen und abgeschlossen hat incl. anschließender Wehrpflicht von 15 Monaten.
 
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SelfDelUser_63679

Gast
Da faselt man doch lieber mit den grünen Sympathisanten was vom BGE.
Btw. : da sind mir dann sogar ehrliche Linke Wähler mit Arbeitergeruch lieber, als diese grünen Jünglinge mit frischem Bachelor und null Leistung im bisherigen Leben.
Ich sehe das nicht sooo schwarz. Ich kenne viele jüngere Leute, die ackern hart und haben auch gar keine Lust darauf, noch weitere Jahre mit wenig Geld auszukommen oder immer den Bittsteller bei Mutti, Vati oder dem Staat geben zu müssen.

Es gibt zwangsläufig mit mehr Studenten auch mehr Menschen, die bestenfalls auf dem Papier zum Studium befähigt sind. Wie sagte mir die Leiterin des örtlichen Gymnasiums mal: "Wir lassen keinen zurück!" Sowas kommt von sowas!

Ich denke aber, bei Vielen fällt der Groschen spät. Aber er fällt. Nur haben die es dann zwangsläufig schwer, wenn sie später durchstarten.

Durchstarten ist allerdings die einzige Option. Denn irgendwann ist das Geld alle, das Erbe fällt womöglich nicht so üppig aus wie erhofft, und was dann?
 

cibernauta

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Das BGE in konsensfähiger Form würde für die Bezieher von Sozialleistungen wohl eine Verschlechterung gegenüber dem heutigen System darstellen. Man bedenke, dass die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe auch auf einem ganz anderen Niveau geplant war. Die zentrale Frage sollte eher sein, wie man den Gesellschaftsvertrag wiederherstellen kann und ob ein BGE überhaupt dazu geeignet ist. Ich hielte ja zunächst massive Investitionen in soziale Infrastrukturen (Wohnraum, Bildung) und die Stärkung von Arbeitnehmermitbestimmung bzw. Wiederherstellung eines gerechten Tarifsystems für dringlicher. Unter den Befürworter eines BGE sind hingegen viele Anhänger eines "schlanken Staats".

Was man an den Beiträgen hier sehen kann, ist, wie tiefe gespalten und unsolidarisch unsere Gesellschaft ist. Das wird noch böse enden.
 

Zerberus X

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Ich stell mal wieder die Frage:

Wenn z.B. das Grundeinkommen 1000 € beträgt.
Was bleibt nach KK,Miete Strom Telefon Internet usw.übrig ?
Was ist mit Stromschulden,KDU-Nachzahlungen,Umzugskosten wie Renovierung,Kaution,Erstausstattung Wohnung/Kind usw.

Also wer übernimmt das?
Irgendwie kann oder will mir das keiner beantworten,denn das wären ja wieder Bedingungen.:cool:
 
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