Was man sich als älterer Arbeitnehmer alles bieten lassen muss !!!

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Emma13

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Hallo zusammen,

hier ist wieder mal ein gutes Beispiel dafür, was potentielle Arbeitgeber so alles erfinden können, um unliebsame Praktikanten loszuwerden, in denen man sich doch soooooo getäuscht hat (weil kreative, mitdenkende, aber nicht willenlose Befehlsempfänger).

Augenscheinlich ist es so, dass man meint, alt sei gleich dumm und beeinflussbar, weil man ja froh sein sollte, überhaupt noch auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß fassen zu können.

Ich hatte hier vor, ein dreitägiges Praktikum zu machen und war auch ganz motiviert - habe vorher die junge "Chefin" meine Vereinbarung über ein "Einfühlungsverhältnis", die ich entworfen hatte, unterschreiben lassen, was sie auch tat, weil sie kein Problem hiermit hatte, wie sie angab. Übrigens - jede zweite Frage von ihrer Seite war die nach der Höhe des Eingliederungszuschusses :icon_neutral: - Ein entsprechendes Antwortschreiben von mir ist schon unterwegs !!!:icon_twisted:

Hier nun die aller Grundlagen entbehrende Absage:

hiermit möchte ich Ihnen mitteilen, da ich Sie nicht ausnutzen möchte, dass ich das Praktikum hiermit beenden möchte.


Ich kann mir nach dem gestrigen Tag nicht mehr vorstellen mit Ihnen ein Arbeitsverhältnis einzugehen.
Dass Sie mich verpflichtet haben Ihr Schreiben zu unterschreiben, hat mich sehr geschockt und enttäuscht. Wir wollten Sie
nie ausnutzen, sondern haben diese drei Tage wirklich dazu nutzen wollen zu überprüfen, ob wir Ihnen ein festes, ehrliches Arbeitsverhältnis
anbieten. Wir haben es wirklich ehrlich gemeint mit Ihnen, denn ich finde es sehr traurig, dass Menschen ab 50 oft keinen Job mehr bekommen.


Wir möchten die Zeit lieber nutzen jemanden zu finden, der wirklich arbeiten möchte. Denn Sie haben uns gegenüber alles dafür getan, damit Sie
nicht eingestellt werden. Auch durch Ihr Verhalten haben wir den Eindruck gewonnen, dass Sie nicht arbeiten möchten und auch an keinem festen
Arbeitsverhältnis interessiert sind.


Bitte übersende Sie mir per Post oder per Mail mein unterschriebenes Exemplar der Verpflichtungserklärung. Dieses benötige ich für meine Unterlagen.


Mit freundlichen Grüssen

Mögen ihr die 3 cm langen Fingernägel abbrechen !!!!! :icon_party:

Grüße - Emma
 
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Rounddancer

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Nun, sie hält sich halt an das, was ein nicht nur mir verhaßter Referent (und ehemaliger Marketingleiter einer weltbekannten Firma für Wellnessprodukte) in solchen und anderen Fällen zu sagen pflegt: "Ich hol' mir doch kein Problem rein!" "Wenn ich jemand einstelle, dann soll der mir ein Problem lösen,- und nicht ein zusätzliches Problem einbringen/darstellen."

Oder das, was gerade wir als Ältere noch kennen sollten, eine gewisse Loyalität zum Betrieb: "Ich halt mei Gosch', - ich schaff beim Bosch!",-
oder auch: "Hätt'sch Dei Gosch' ghalta, hätt Dich der Bosch bhalta!"

Schwierig ist es halt, wenn diese ERwartung auf einen potentiellen Mitarbeiter trifft, der früher auch so loyal war,- aber dann von irgendwelchen Firmen, nicht selten, in Folge, maßlos enttäuscht, seine Loyalität gewissenlos mißbaucht wurde.

Wo da, in der Hektik des Alltags, den Platz, die Zeit, die Geduld auf beiden Seiten finden, sich zusammenzusetzen,- möglichst gar moderiert (mediatiert?) von jemand Neutralem? Wo da gegenseitiges Vertrauen aufbauen, und wie?

Wenn wir, und sei es im Alter und der Erfahrung eines Mehusalem, irgendwo neu reinkommen,- dann müssen wir uns zurücknehmen, hintanstellen. Vorrang haben die, die schon länger da sind.

Das ist schwer. Sehr schwer, sehenden Auges die andern Fehler machen zu sehen,- und nicht ungefragt die eigene, bessere Lösung reindrücken zu können.
Vielleicht hilft ein bißchen unsere Erkenntnis, die wir aus der Erziehung und dem Leben mit unseren Kindern lernten: Daß ungefragt erteilter Rat oft auf auf "Durchzug" gestellte Ohren stößt,- und man uns erst zuhört, wenn man uns gefragt hat?

Ich wünsche Dir, daß Du eine neue Chance bekommst, in einem Job, den Du wirklich, wirklich gerne tun magst und wirst.
 

klaus1233

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Was ist denn dieses, bitte?
hib-Meldung
178/2006


Datum: 08.06.2006
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heute im Bundestag - 08.06.2006
"Einfühlungsverhältnis" unter bestimmten Voraussetzungen zulässig


Arbeit und Soziales/Antwort
Berlin: (hib/VOM) Die Bundesregierung hält so genannte Einfühlungsverhältnisse auf dem Arbeitsmarkt unter bestimmten Voraussetzungen für zulässig. Wie sie in ihrer Antwort (16/1706) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (16/1434) erläutert, geht es dabei darum, einem möglichen Arbeitnehmer die Chance zu geben, einen Betrieb kennen zu lernen und die Voraussetzungen der Zusammenarbeit für ein späteres Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis zu klären. Ein Einfühlungsverhältnis komme in Betracht, wenn einem Lehrling vor Eintritt in den Betrieb Gelegenheit gegeben werden soll, sich einen Überblick zu verschaffen. Möglich sei dies auch bei Arbeitnehmern, die länger keine Arbeit hatten oder fachfremd sind und sich auf diese Weise mit einem Betrieb vertraut machen und prüfen wollen, ob ein Arbeits- oder Probearbeitsverhältnis abgeschlossen werden kann.
Die grundsätzliche Zulässigkeit eines unbezahlten Einfühlungsverhältnisses im Sinne einer Kennenlernphase zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ergibt sich für die Regierung aus dem Grundsatz der Vertragsfreiheit. Allerdings seien solche Vereinbarungen nicht unbegrenzt zulässig, sondern nur dann, wenn keine Pflicht zur Arbeitsleistung vereinbart wird und das Rechtsverhältnis nur für kurze Zeit besteht. Werde etwa der Betroffene wie ein vergleichbarer Arbeitnehmer zur Arbeit eingesetzt, so liege nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts kein Einfühlungsverhältnis mehr vor, sondern ein Arbeitsverhältnis. Der Arbeitgeber schulde dann die übliche Vergütung. Die missbräuchliche Ausnutzung von "Einfühlungsverhältnissen" sei bereits nach geltendem Recht unzulässig. Zusätzlichen gesetzlichen Handlungsbedarf sieht die Regierung daher nicht.
Herausgeber

Deutscher Bundestag, PuK 2 - Parlamentskorrespondenz

Verantwortlich: Saskia Leuenberger
Redaktionsmitglieder: Dr. Bernard Bode, Claudia Heine, Sandra Ketterer, Michael Klein, Hans-Jürgen Leersch, Steffi Menzenbach, Johanna Metz, Annette Sach, Alexander Weinlein


Deutscher Bundestag: "Einfühlungsverhältnis" unter bestimmten Voraussetzungen zulässig
 

HajoDF

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Tja, die Erkenntnis, dass auch der Arbeitnehmer ein Recht hat zu prüfen ob der Betrieb zu einem passt, ist für solche Unternehmer bitter, besonders wenn "man" mehr an der staatlichen Eingliederungshilfe interessiert ist als an dem neuen Mitarbeiter.
 

avalon

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hib-Meldung
178/2006


Datum: 08.06.2006
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heute im Bundestag - 08.06.2006
"Einfühlungsverhältnis" unter bestimmten Voraussetzungen zulässig


Arbeit und Soziales/Antwort
Möglich sei dies auch bei Arbeitnehmern, die länger keine Arbeit hatten oder fachfremd sind und sich auf diese Weise mit einem Betrieb vertraut machen und prüfen wollen, ob ein Arbeits- oder Probearbeitsverhältnis abgeschlossen werden kann.
Ein Einfühlungsverhältnis, um zu prüfen, ob ein Probearbeitsverhältnis abgeschlossen werden kann. :icon_lol::icon_lol:
Sollte man nicht vorher besser noch ein Probeeinfühlungsverhältnis eingehen, um zu prüfen, ob ein Einfühlungsverhältnis eingegangen werden kann? :icon_neutral:
 

fritzi

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Wir wollten Sie nie ausnutzen, sondern haben diese drei Tage wirklich dazu nutzen wollen zu überprüfen, ob wir Ihnen ein festes, ehrliches Arbeitsverhältnis anbieten.
Dafür gibt es (oder gab es mal) sowas wie Probezeit, drei Monate und länger, während der man einen neuen Mitarbeiter problemlos testen und einen ungeeigneten Mitarbeiter problemlos wieder loswerden kann. Oder selber gehen. Was soll also so ein Mist? "Einfühlungsverhältnis":confused:. Wer denkt sich so einen Blödsinn aus und vor allem - wer macht sowas mit?

Mögen ihr die 3 cm langen Fingernägel abbrechen !!!!! :icon_party:
Emma, sei nicht so garstig :icon_mrgreen:, die faulen ihr schon von ganz alleine ab :icon_twisted:. Weiter oben ist es offenbar schon soweit .
 

theota

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diese Vereinbarung bezüglich eines Einfühlungsverhältnisses hatte Emma13 sicher selber ergoogelt und als "Bedingung" für das von der ARGE/dem Träger vereinbarte 3tägige Praktikum gestellt aufgrund der Überlegungen, welche Emma13 zusammen mit Seehase hier

https://www.elo-forum.org/%DC-50/34222-eingliederungszuschuss-vermasselt-agentur-mal-%FC-mich.html#post356799 (post 7 von Seehase)

angestellt hatte

ich hätte vermutlich ebenso wie Emma13 mich durch diese Vereinbarung abzusichern versucht

wie man es macht, macht man es verkehrt...
 

destina

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Wäre mal interessant zu wissen, um was für eine Arbeit es sich handelte und was für eine Firma.
 

ethos07

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Wäre mal interessant zu wissen, um was für eine Arbeit es sich handelte und was für eine Firma.
... und ob die das mehr oder weniger in Fortsetzung so machen.

@ Emma, was sollst du der Vorgesetzten zurücksenden? das ist mir nicht ganz klar. Der von der Vorgesetzten unterschriebene Einfühlungsvertrag? Falls richtig, wieso möchte sie den retour?
Den behältst du schön - denn du solltest nämlich, wenn der Ärger über den sinnlosen Ausflug ins "arbeitsleben" verfolgen ist, dazu auch einen kleinen pr-sozial-Bericht oder so daraus machen.


*

Ein Einfühlungsverhältnis, um zu prüfen, ob ein Probearbeitsverhältnis abgeschlossen werden kann. :icon_lol:
Sollte man nicht vorher besser noch ein Probeeinfühlungsverhältnis eingehen, um zu prüfen, ob ein Einfühlungsverhältnis eingegangen werden kann? :icon_neutral:
.:icon_lol: .. pass bloß auf - du erhälts als nächstes eine zirkuläre Intergrationsvorglücksmaßnahme zum Präeignungsprofiling , ob ein Einfühlungsprobeverhältnis auf lediglich gefühlte Vorprobe für dich überhaupt in Frage käme! :icon_lol:
 

Emma13

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Hallo an alle Nachteulen - schlaft ihr eigentlich nie ?:biggrin:

Also - bei dieser Firma handelt es sich um eine Bausparkasse - um die Immobilienabteilung -

und - Montag gehts frisch weiter mit der "potentielle-Mitarbeiter-prüfen-Methode", dann kommt nämlich die nächste Aspirantin - usw. usw.

Habe mir deren Ablage (großer Stapel ungeordneter Akten und Notizen) zur Brust genommen und fast beseitigt - Unmengen Kopien gemacht, Telefonate angenommen, Ordner angelegt und beschriftet, ein anderes Ablagesystem vorgeschlagen, was leider auf taube Ohren stieß, mich mit den entsprechend chaotischen Excel-Tabellen beschäftigt, etc. etc. - aber nach Meinung der förmlich vor Menschenkenntnis strotzenden jungen, offensichtlich profilneurotischen "Powerfrau" hatte ich ja gar keine Lust zu arbeiten !!!

Die Fragen, ob ich mich denn um einen höheren Eingliederungszuschuss bemüht hätte, konnte ich schon nicht mehr hören! Dies ist doch wohl Sache des künftigen Arbeitgebers, sich darum zu kümmern ! Wenn die was haben wollen, um "Alte" um sich herum ertragen zu können (müssen!), sollen die gefälligst selbst mal ihren A........ heben !

Eigentlich handelte es sich hier ursprünglich um einen Minijob - aber sie haben von dem Eingliederungszuschuss gehört - und würden dann - wenn er entsprechend ausfallen sollte - einen Teilzeitjob daraus machen ! Diese Zusage wurde aber nur mündlich gegeben - und auch nur vage Angaben über den zu erwartenden Lohn !

Ein Großteil meiner Arbeit bestünde darin (wurde beim ersten Gespräch vorsichtshalber gar nicht erwähnt, weil ich mich nämlich sonst mitsamt meiner Motivation sogleich entfernt hätte !!!!) - nach Recherche in der Presse priv. Immobilien-Anbieter anzurufen, nach einer von der Bausparkasse entworfenen Checkliste, diese zu befragen und als Kunde zu gewinnen ! Das wäre ohnehin nicht mein Ding gewesen ! Dann hätte ich mich ja gleich bei irgendeinem Callcenter bewerben können :icon_neutral:

Na ja - wieder um eine Erfahrung reicher - schlimmer kanns immer kommen :icon_twisted: - mal schauen, ob ich mich jetzt wieder mit der Abwehr einer Sanktion herumschlagen muss :cool:

Grüße - Emma
 

Emma13

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.:icon_lol: .. pass bloß auf - du erhälts als nächstes eine zirkuläre Intergrationsvorglücksmaßnahme zum Präeignungsprofiling , ob ein Einfühlungsprobeverhältnis auf lediglich gefühlte Vorprobe für dich überhaupt in Frage käme! :icon_lol:
[/QUOTE]

Der war gut ethos :icon_twisted:

Grüße - Emma
 

Emma13

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Tja, die Erkenntnis, dass auch der Arbeitnehmer ein Recht hat zu prüfen ob der Betrieb zu einem passt, ist für solche Unternehmer bitter, besonders wenn "man" mehr an der staatlichen Eingliederungshilfe interessiert ist als an dem neuen Mitarbeiter.
Tja Hajo - genau das wars wohl in diesem Fall - 30 % wurden von der Arbeitsagentur auf mich geboten :icon_klatsch: - zum 1. - zum 2. - nicht verkauft -war denen aber offensichtlich zu wenig :icon_neutral:

Grüße - Emma
 

Emma13

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Nun, sie hält sich halt an das, was ein nicht nur mir verhaßter Referent (und ehemaliger Marketingleiter einer weltbekannten Firma für Wellnessprodukte) in solchen und anderen Fällen zu sagen pflegt: "Ich hol' mir doch kein Problem rein!" "Wenn ich jemand einstelle, dann soll der mir ein Problem lösen,- und nicht ein zusätzliches Problem einbringen/darstellen."

Oder das, was gerade wir als Ältere noch kennen sollten, eine gewisse Loyalität zum Betrieb: "Ich halt mei Gosch', - ich schaff beim Bosch!",-
oder auch: "Hätt'sch Dei Gosch' ghalta, hätt Dich der Bosch bhalta!"

Schwierig ist es halt, wenn diese ERwartung auf einen potentiellen Mitarbeiter trifft, der früher auch so loyal war,- aber dann von irgendwelchen Firmen, nicht selten, in Folge, maßlos enttäuscht, seine Loyalität gewissenlos mißbaucht wurde.

Wo da, in der Hektik des Alltags, den Platz, die Zeit, die Geduld auf beiden Seiten finden, sich zusammenzusetzen,- möglichst gar moderiert (mediatiert?) von jemand Neutralem? Wo da gegenseitiges Vertrauen aufbauen, und wie?

Wenn wir, und sei es im Alter und der Erfahrung eines Mehusalem, irgendwo neu reinkommen,- dann müssen wir uns zurücknehmen, hintanstellen. Vorrang haben die, die schon länger da sind.

Das ist schwer. Sehr schwer, sehenden Auges die andern Fehler machen zu sehen,- und nicht ungefragt die eigene, bessere Lösung reindrücken zu können.
Vielleicht hilft ein bißchen unsere Erkenntnis, die wir aus der Erziehung und dem Leben mit unseren Kindern lernten: Daß ungefragt erteilter Rat oft auf auf "Durchzug" gestellte Ohren stößt,- und man uns erst zuhört, wenn man uns gefragt hat?

Ich wünsche Dir, daß Du eine neue Chance bekommst, in einem Job, den Du wirklich, wirklich gerne tun magst und wirst.
Danke Heinz, aber wenn mir daduch meine Persönlichkeit genommen werden soll, wirds eben schwierig bei der Jobsuche und - ab einem gewissen Alter muss man Prioriäten setzen - :cool:

entweder man stellt mich ein, weil man von meinen Fähigkeiten und mir überzeugt ist - oder man lässt es halt ! :icon_smile:

Grüße - Emma
 
R

Rounddancer

Gast
Nun, wenn Du so aktiv da, nämlich administrativ, gewirbelt hast,- dann fürchte ich, daß Deine junge Vorgesetzte Angst bekam, daß, wenn Du so weitermachtest, und alle ihre Rückstände aufgearbeitet hättest,- dann SIE von Dir überholt würde. Daß das dann ihr Vorgesetzter merkte,- Dich an ihre Stelle setzte,- und sie vor die Wahl gestellt würde, entweder selbst den Low-Level-Vertriebs-Telefonjob zu machen, oder ihren Hut zu nehmen.

Ich finde, das war ihr zu schnell und zuviel Veränderung am Stück.
Besser: Scheibchenweise, so dünn wie die Scheibchen Schinken, die man auf die Pizza legt. Einschleichen. Sonst löst man und erst recht frau Angst aus.

Ein Beispiel: Eine Kurskollegin wollte ihre Praktika (Qualitätsmanagement) in einer Behinderteneinrichtung machen,- "Ich will da rein!", nahm sie sich vor und schaffte das auch. Da die Einrichtung auch Pflegeausbildung macht, war Zertifizierung essentiell dafür, den Schulbetrieb aufrecht erhalten zu können. Die Qualitätsbeauftragte nahm sie unter ihre Fittiche, konnte sie doch Unterstützung brauchen im sonstigen, dem Qualitätsmanagement und seiner Notwendigkeit ablehnend gegenüberstehenden sonstigen Management der Einrichtung. Nebenbei organisierte die Kurskollegin auch noch den Umzug der Einrichtung,- schließlich ist sie auch Innenarchitektin.
Aber im QM war sie einfach die Lernende. Als dann der Vertrag ihrer Vorgesetzen nicht verlängert wurde,- und die neue Vorgesetzte von QM gar nichts hielt,- war ihre Mühe für die Katz,- sie hätte noch ihre Praktikaphasen fertigmachen können, hätte die nächste, fällige Zertifizierung noch vorbereiten sollen (damit hätte die Einrichtung dann wieder ein bis drei Jahre den Schulbetrieb fortführen können, ohne sich um QM zu kümmern), solange sie nichts gekostet hätte,- aber ihr den bezahlten Job als QMB zu geben? Nein.
Die Kollegin zog ihre Konsequenzen und ging aus dem Praktikum dort raus.

Ein anderer Kurskollege, Meister, 58, wollte ein QM-Praktikum, bei einer bekannten Müslifirma. Doch stattdessen bot ihm die Firma einen Job plus Dienstwagen als Vertreter, er sollte bei Kliniken die Produkte dieser Firma verkaufen. Aber er wollte ein QM-Praktikum finden, keine Chance. Dann möglichst was im sozialen Bereich. Fand er auch,- die Behinderten mochten ihn, freuten sich, wenn er kam. Den Vorgesetzten wäre er auch recht gewesen,- während des Praktikums, kostenlos. Aber ihn danach zu übernehmen? Nein, das wollten sie nicht. Da hatte er die Schnauze voll.noch in Alg I, wollte unter allen Umständen vermeiden, nach dem Kurs in Alg II zu kommen. Er ging betteln um einen Arbeitsplatz in der Produktion. Als ganz einfacher Arbeiter. Bekam ihn auch.
Schied aus dem Kurs aus,- einige Wochen später war er wieder da. Er konnte die Konflikte mit seinem jüngeren Chef dort nicht ab, der , so der Kurskollege, alles falsch machte. Der Kurskollege trieb sein Verfahren der Anerkennung seiner Schwerbehinderung samt Frührente voran, ging in Reha,- dann in Rente. Und nun hat er nebenbei einen 400 EUR-Job,- bei der Behinderten-Einrichtung, die unsere Kurskameradin nicht als QMB übernehmen wollte. Dort macht er, was anfällt, fährt Essen auf Rädern, macht alten Leuten Kehrwoche und ist guter Dinge.
 

Hexe45

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Nun, sie hält sich halt an das, was ein nicht nur mir verhaßter Referent (und ehemaliger Marketingleiter einer weltbekannten Firma für Wellnessprodukte) in solchen und anderen Fällen zu sagen pflegt: "Ich hol' mir doch kein Problem rein!" "Wenn ich jemand einstelle, dann soll der mir ein Problem lösen,- und nicht ein zusätzliches Problem einbringen/darstellen."

Oder das, was gerade wir als Ältere noch kennen sollten, eine gewisse Loyalität zum Betrieb: "Ich halt mei Gosch', - ich schaff beim Bosch!",-
oder auch: "Hätt'sch Dei Gosch' ghalta, hätt Dich der Bosch bhalta!"

Schwierig ist es halt, wenn diese ERwartung auf einen potentiellen Mitarbeiter trifft, der früher auch so loyal war,- aber dann von irgendwelchen Firmen, nicht selten, in Folge, maßlos enttäuscht, seine Loyalität gewissenlos mißbaucht wurde.

Wo da, in der Hektik des Alltags, den Platz, die Zeit, die Geduld auf beiden Seiten finden, sich zusammenzusetzen,- möglichst gar moderiert (mediatiert?) von jemand Neutralem? Wo da gegenseitiges Vertrauen aufbauen, und wie?

Wenn wir, und sei es im Alter und der Erfahrung eines Mehusalem, irgendwo neu reinkommen,- dann müssen wir uns zurücknehmen, hintanstellen. Vorrang haben die, die schon länger da sind.

Das ist schwer. Sehr schwer, sehenden Auges die andern Fehler machen zu sehen,- und nicht ungefragt die eigene, bessere Lösung reindrücken zu können.
Vielleicht hilft ein bißchen unsere Erkenntnis, die wir aus der Erziehung und dem Leben mit unseren Kindern lernten: Daß ungefragt erteilter Rat oft auf auf "Durchzug" gestellte Ohren stößt,- und man uns erst zuhört, wenn man uns gefragt hat?

Ich wünsche Dir, daß Du eine neue Chance bekommst, in einem Job, den Du wirklich, wirklich gerne tun magst und wirst.
Sagm mal gehts noch irgendwie?
Ich habe dich ja schon immer für einen Bückling ohne jedes Rückrat gehalten.
Aber der Komment stellt jetzt so ziemlich alles in den Schatten.
Hier gings drum daß jemand ausgenutzt werden sollte.

Und wenn die Frau geschrieben hat, wir wollten sie nicht ausnutzen aber sie haben keine Lust, erinnert mich das an den Spruch:

Mir geht es nicht um die 10 € die ich dir geliehen habe sondern um das Prinzip.
In der Übersetzung heißt das, es geht um die 10€.

Genauso wie der Spruch der Chefin in der Übersetzung heißt: SIe läßt sich nicht ausnutzen.
Und das kann sie ja so wohl nicht schreiben. Also drückt sie dir noch so richtig einen rein.
Denn wäre sie fair, hätte sie einfach nur geschrieben es paßt nicht.

@ Emma du hast dir nichts vorzuwerfen und das Schwein hier ist klar diese Chefin.

Und ignorier die Weisheiten von unserem Forensbückling.
LG

Hexe
 

Emma13

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Und ignorier die Weisheiten von unserem Forensbückling.

Hexe, nun sei doch nicht so unbarmherzig gegenüber dem Heinz -:icon_smile:
Forensbückling - :icon_lol: den Ausdruck muss ich mir merken -

Es ist dies eben so seine Art, aber absolut nicht meine !! Ich stehe zu meiner Persönlichkeit und erwarte das auch von anderen - und diese Tante mit den langen Fingernägeln ist für mich absolut inkompetent und zeigt weder Sozialverhalten noch Fairness, da hast du völlig recht :icon_daumen:

Grüße - Emma
 

avalon

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...


*



.:icon_lol: .. pass bloß auf - du erhälts als nächstes eine zirkuläre Intergrationsvorglücksmaßnahme zum Präeignungsprofiling , ob ein Einfühlungsprobeverhältnis auf lediglich gefühlte Vorprobe für dich überhaupt in Frage käme! :icon_lol:
Autsch, das stimmt. Zumal derzeit ja wegen der Wahl eines schwarzen US-Präsidenten häufig an die unbefristeten Einfühlungsverhältnisse auf den Südataaten-Plantagen im Vorbürgerkriegs-Amerika erinnert wird! :icon_twisted:
 

jimminygrille

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Hallo zusammen,

hier ist wieder mal ein gutes Beispiel dafür, was potentielle Arbeitgeber so alles erfinden können, um unliebsame Praktikanten loszuwerden, in denen man sich doch soooooo getäuscht hat (weil kreative, mitdenkende, aber nicht willenlose Befehlsempfänger).

Augenscheinlich ist es so, dass man meint, alt sei gleich dumm und beeinflussbar, weil man ja froh sein sollte, überhaupt noch auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß fassen zu können.

Ich hatte hier vor, ein dreitägiges Praktikum zu machen und war auch ganz motiviert - habe vorher die junge "Chefin" meine Vereinbarung über ein "Einfühlungsverhältnis", die ich entworfen hatte, unterschreiben lassen, was sie auch tat, weil sie kein Problem hiermit hatte, wie sie angab. Übrigens - jede zweite Frage von ihrer Seite war die nach der Höhe des Eingliederungszuschusses :icon_neutral: - Ein entsprechendes Antwortschreiben von mir ist schon unterwegs !!!:icon_twisted:

Hier nun die aller Grundlagen entbehrende Absage:

hiermit möchte ich Ihnen mitteilen, da ich Sie nicht ausnutzen möchte, dass ich das Praktikum hiermit beenden möchte.


Ich kann mir nach dem gestrigen Tag nicht mehr vorstellen mit Ihnen ein Arbeitsverhältnis einzugehen.
Dass Sie mich verpflichtet haben Ihr Schreiben zu unterschreiben, hat mich sehr geschockt und enttäuscht. Wir wollten Sie
nie ausnutzen, sondern haben diese drei Tage wirklich dazu nutzen wollen zu überprüfen, ob wir Ihnen ein festes, ehrliches Arbeitsverhältnis
anbieten. Wir haben es wirklich ehrlich gemeint mit Ihnen, denn ich finde es sehr traurig, dass Menschen ab 50 oft keinen Job mehr bekommen.


Wir möchten die Zeit lieber nutzen jemanden zu finden, der wirklich arbeiten möchte. Denn Sie haben uns gegenüber alles dafür getan, damit Sie
nicht eingestellt werden. Auch durch Ihr Verhalten haben wir den Eindruck gewonnen, dass Sie nicht arbeiten möchten und auch an keinem festen
Arbeitsverhältnis interessiert sind.


Bitte übersende Sie mir per Post oder per Mail mein unterschriebenes Exemplar der Verpflichtungserklärung. Dieses benötige ich für meine Unterlagen.


Mit freundlichen Grüssen

Mögen ihr die 3 cm langen Fingernägel abbrechen !!!!! :icon_party:

Grüße - Emma

Hallo emma, hört sich für mich irgendwie eher, wie ein Zickenkrieg an. Normalerweise schreibt ein AG so nicht.
Aber sei doch froh, daß du unter so einer Chefin nicht arbeiten musst


Ähhh:confused: Einfühlungsvertrag, was ist das??
Erst dachte ich, dies sei ein Witz.
Nachdem ich hier herumgelesen habe musste ich feststellen, daß es sowas und auch noch mit Gesetzesgrundlage tatsächlich gibt .
Was für Blüten treibt das noch?
Einfühl .. kommt von Gefühl und seit wann kann man über ein Gefühl einen Vertrag machen??
Das ist wie die Eingliederungsvereinbarung in der es für uns gar nichts zu vereinbaren gibt.

Die Politiker oder wer immer in den Verwaltungen sollten doch die Dinge treffender beim Namen nennen.

Z.B.
Schaulaufen vor potentiellem Arbeitgeber
und 1€ Job Verordnung zu EGV
Zuerst reden sie von "Maßnahme" (für Schwererziehbare)
und hinterher von "Einfühlung"
 
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