Was macht Ihr, wenn die Öffis nicht fahren und Ihr sie für die Arbeit braucht?

Mona Lisa

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Rechtlich ist es klar. Ich muss selbst dafür sorgen, wie ich zur Arbeit komme, aber wenn Taxi zu teuer ist und Laufen zu lange dauert?

LG

Mona Lisa
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G

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Etwas konkretere Angaben wären hilfreich.

Wenn das vereinzelt vorkommt, musst du dir diese Tage freinehmen und auf Verständnis deines AG's hoffen.
 

Sery

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Fahrrad, Mofa oder ein Auto besorgen und dann evt umsteigen
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erwerbsuchend

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Ich muss selbst dafür sorgen, wie ich zur Arbeit komme
Handelt es sich dabei um einen kurzfristigen Ausfall oder geht es generell um eine neue Stelle, die per ÖPNV nicht erreichbar ist?

Mofa oder ein Auto besorgen und dann evt umsteigen
Wenn es doch so einfach wäre. Bei diesen Fahrzeugen braucht man eine Prüfbescheinigung oder eine FE. Diese bekommt man nicht einfach so hinterhergeworfen. Dazu kommen noch die Kosten für den Erwerb und den Unterhalt dieser Fahrzeuge.
 

eljey

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-Nachbarn, Verwandte fragen, evtl. Auto ausleihen, falls Führerschein vorhanden
-Mit dem Fahrrad fahren
-Zu Fuß gehen
-Frei nehmen
-AU besorgen

Mehr Möglichkeiten fallen mir nicht ein
 

swavolt

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Den AG informieren.

Und wenn dieser sagt - ist nicht mein Problem - kündigen.
 

avalanche

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Was macht Ihr, wenn die Öffis nicht fahren und Ihr sie für die Arbeit braucht?
Wenn die Öffis nicht fahren, ist der Arbeitnehmer aus meiner Sicht nicht verpflichtet, zur Arbeit zu kommen.

Die ausgefallene Arbeitszeit ist dabei einerseits vom Arbeitgeber nicht zu vergüten, andererseits darf aber auch keine Abmahnung wegen Verspätung ausgesprochen werden, erst recht keine Kündigung.

Bei mir kam es erst letzten Montag zu einem Personenfall (vis maior) zwischen Thesdorf und Halstenbek (Raum Schleswig-Holstein/Hamburg) und der HVV hat daraufhin sofort die gesamte Fahrtstrecke (S-Bahn, Regionalbahn und Fernbahnen) für ca. 2 bis 3 Stunden gesperrt. Die betroffenen Arbeitnehmer haben sofort via Smart-Phone beim Arbeitgeber Bescheid gegeben und sind dann eben ca. 3 Stunden später gekommen. Das ist denn dann so.

LG ave
 

Kerstin_K

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Wenn die Öffis nicht fahren, ist der Arbeitnehmer aus meiner Sicht nicht verpflichtet, zur Arbeit zu kommen.

Die ausgefallene Arbeitszeit ist dabei einerseits vom Arbeitgeber nicht zu vergüten, andererseits darf aber auch keine Abmahnung wegen Verspätung ausgesprochen werden, erst recht keine Kündigung.
Rechtsgrundlage?
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Mona Lisa

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Danke für Eure Antworten.

Zur Klarstellung:

Die Verwaltung meiner Firma, wo ich arbeite, wird zum Dezember umziehen. Ich habe dort einen Mini-Job, montags bis freitags jeweils zwei Stunden.

Im Moment gehe ich eine Strecke sechs Minuten zu Fuß.

Ich würde gerne die Stelle wechseln - schon wegen des Arbeitsklimas, habe aber noch keine andere gefunden. Aufgeben möchte ich sie nicht wegen des Geldes.

Ab Dezember müßte ich mit den Öffis fahren, da

- ich weder Auto, Roller noch Fahrrad fahren kann aus gesundheitlichen Gründen (habe kognitive Aussetzer, die dieses Jahr schon zu drei Stürzen mit einer OP geführt haben, Ursache ist immer noch nicht gefunden).

Außerdem fahre ich seit 20 Jahren kein Auto, und der Verkehr hier ist unter aller S...

- ich zu Fuß wohl mindestens drei Stunden unterwegs wäre - eine Strecke (kann man mal machen eine Strecke, aber hin und zurück?)

- Verwandte und Bekannte mich auch nicht immer fahren können

- Taxi zu teuer ist

Leider sind die Öffis bei uns nicht so toll, zu wenig Fahrer, oft Streiks wegen der schlechten Arbeitsbedingungen, ausgedünnter Fahrplan wegen Unzuverlässigkeit. Und bei Eis und Schnee läuft bei mir ohnehin nichts mehr (Berg).

LG

Mona Lisa
 
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ckl1969

Gast
Wenn die Öffis nicht fahren, ist der Arbeitnehmer aus meiner Sicht nicht verpflichtet, zur Arbeit zu kommen.

Die ausgefallene Arbeitszeit ist dabei einerseits vom Arbeitgeber nicht zu vergüten, andererseits darf aber auch keine Abmahnung wegen Verspätung ausgesprochen werden, erst recht keine Kündigung.
Was du da geschrieben hast kann man nur mit „kommt drauf an“ kommentieren.

Ganz grundsätzlich ist es mal einzig und alleine das Problem des AN, wie er pünktlich zur Arbeit kommt. Nennt sich Wegerisiko.

Dann muß man noch unterscheiden, ob es dem AN wegen eines unvorhergesehenen Ereignis (höhere Gewalt) nicht möglich war pünktlich bzw. überhaupt an der Arbeitsstelle zu erscheinen oder aber, ob das Geschehen wegen dem er nicht pünktlich bzw. gar nicht auf der Arbeit erschienen ist, vorhersehbar war.

Beispiel:
Am Vortag wird sowohl im Fernsehen, Radio sowie im Internet vor Schneefall und Glatteis gewarnt.

In dem Fall kann sich der AN nicht auf das schlechte Wetter berufen, wenn er zu spät kommt. Er hat seinen Arbeitsweg so rechtzeitig anzutretten, dass er pünktlich erscheinen kann. Sollte es jedoch tatsächlich so schlimm kommen, das er eingeschneit wird bzw. eine Nutzung der Straßen unmöglich ist, trifft ihn kein Verschulden.

Beispiel:

Ihn trifft auch kein Verschulden, wenn eine Zugstrecke wegen eines Unfalls gesperrt wird oder das gleiche auf der Autobahn passiert. Das ist dann höhere Gewalt.

Muss er oder sie allerdings jeden Tag eine Autobahn nutzen auf der an 4 Tagen in der Woche Stau ist, ist das in den Fällen keine höher Gewalt. Da muß sie oder er halt früher los fahren.

Auch ein Streik des ÖPNV ist erstmal grundsätzlich keine Entschuldigung für zu spät kommen. Der AN muß in dem Fall alles Zumutbare (und lt. Recht und Rechtsprechung ist vieles zumutbar) unternehmen um zu erscheinen und pünktlich zu erscheinen. Wenn er denn tatsächlich alles unternommen hat und es ihm trotzdem nicht möglich ist, kann ihm nichts passieren.

In ALLEN FÄLLEN, egal ob nun vorhersehbar oder höhere Gewalt, wenn durch die Wegeverhinderung Arbeitszeit ausfällt, dann gibt es keinen Anspruch, diese trotzdem bezahlt zu bekommen. Dann gibt‘s halt leider weniger Geld.

Aber letztlich und endlich dürften arbeitsvertragliche Probleme (Abmahnungen, Kündigung) in diesen Fällen eh nur bei entweder notorischen „Zuspätkommern“ oder aber bei AN bei denen der Arbeitgeber einfach nur einen passenden Grund sucht ihn oder sie los zu werden, ein Problem werden oder sein.

Der weit weit überwiegende Teil der Arbeitgeber ist dann doch froh, wenn seine Mitarbeiter im Winter bei Glatteis und Schnee unverletzt und dafür lieber zu spät auf der Arbeitsstelle erscheinen. Die wenigsten muten ihren Mitarbeitern bei einem Streik des ÖPNV eine zweistündige Anreise mit dem Fahrrad zu.
 

Mona Lisa

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Danke auch Dir, cibernauta,

das mit dem Taxi beruhigt mich. Ich kann ja nur acht Euro behalten von den 20, die ich verdiene. Mit vier Euro hin und zurück käme ich nicht weit, selbst mit 10 hin und zurück, nicht. Das könnte ich auch noch locker laufen (ich bin gut zu Fuß).

Auf die Bahn angewiesen zu sein, finde ich ja nochmals verschärft. Wie hat denn Dein Arbeitgeber reagiert?

LG

Mona Lisa
 
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Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
Wie hat denn Dein Arbeitgeber reagiert?
Er kennt das schon. Normalerweise kann ich den Zeitverlust auf eine halbe Stunde begrenzen, wenn ich einen alternativen Bus nehmen, aber es sah halt so aus, als ob der Zug mit Verspätung noch fahren würde.

Die Zeit verrechne ich mit meinen Überstunden.

Eine andere Frage ist, ob man sich diesen Pendelstress auf Dauer antun will.
 

Mona Lisa

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@ cibernauta

Ich weiß auch nicht, ob ich das alles schaffen werde, zumal ich psychisch krank bin und das Arbeitsklima bei uns immer schlimmer wird.

Überstunden dürfen wir auch keine machen, zumindest keine bezahlten.

LG

Mona Lisa
 
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