Was kommt nach Krankengeld?

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tskitski

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Hallo zusammen,
ich bin in der misslichen Lage, dass ich aufgrund einer Krebserkrankung seit nunmehr 15 Monaten krankgeschrieben bin und Krankengeld beziehen muß.

Mein Arbeitgeber meldet sich regelmäßig und fragt nach, wie es mir geht. Leider kann ich nicht sagen, wann es mir wieder besser gehen wird. Lieber heute als morgen würde ich wieder arbeiten wollen, aber es geht definitiv nicht, habe Schmerzen und kann nicht sitzen und bin darminkontinent geworden.

So und nun läuft gegen Ende des Jahres das Krankengeld aus (nach 18 Monaten).

Meine Frage ist: Was kommt danach, wenn es mir nicht besser geht und ich nicht arbeitsfähig bin? Hartz IV , EU, Sozialhilfe? Ich habe keine Ahnung, aber ich mache mir heftige Sorgen um meine wirtschaftlichen Verhältnisse.

Wer kann mir mehr sagen?

Viele Grüße,
tskitski
 

Arania

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Öhm normalerweise ALG I wenn Du die Anspruchspflicht erfüllt hast, wenn nicht ALG II bei Arbeitsfähigkeit und Grusi oder Sozialgeld andernfalls, meine Meinung.

Mal sehen was die anderen sagen, gute Besserung! :hug:
 

hoppel

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danach kommt bei Dir vermutlich Grundsicherung, da Du Deinen Arbeitsplatz noch hast, dem Arbeitsmarkt aber aufgrund KRankheit länger als 6 Monate weiterhin nicht zur Verfügung stehen wirst.
 

tskitski

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Hui, das ging aber schnell mit den Antworten!

Zum besseren Verständnis:
Bin seit über 13 Jahren bei meiner Firma beschäftigt. Ich gehe davon aus, dass ich "automatisch" gekündigt werde, wenn das Krankengeld ausläuft, oder ist das nicht der übliche Weg?

Somit hätte ich ja Anspruch auf ALG I , aber da ich nicht arbeitsfähig bin, glaube ich, dass ich keinen Cent über ALG I bekomme - stellt sich halt die Frage für mich, wie gehts weiter?

Mein Arbeitgeber hat sich bezüglich Kündigung noch nicht geäußert.

Viele Grüße,
tskitski
 

Arania

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tskitski meinte:
Hui, das ging aber schnell mit den Antworten!

Zum besseren Verständnis:
Bin seit über 13 Jahren bei meiner Firma beschäftigt. Ich gehe davon aus, dass ich "automatisch" gekündigt werde, wenn das Krankengeld ausläuft, oder ist das nicht der übliche Weg?

Somit hätte ich ja Anspruch auf ALG I , aber da ich nicht arbeitsfähig bin, glaube ich, dass ich keinen Cent über ALG I bekomme - stellt sich halt die Frage für mich, wie gehts weiter?

Mein Arbeitgeber hat sich bezüglich Kündigung noch nicht geäußert.

Viele Grüße,
tskitski

Das kommt selbstverständlich auf Deinen Arbeitgeber an, falls er Dich kündigt was wohl höchstwahrscheinlich ist, dann kommt ALG 1, aber ich verstehe den Satz nicht: Keinen Cent drüber! :kinn:

Kommt auf Deinen Verdienst an, was da bei ALG 1 rauskommt
 
A

Arco

Gast
... jetzt von mir ;)

Wenn du nach der Krankengeldzeit gekündigt werden solltest ( wird leider wohl so kommen ), dann MUSST du dich wohl ganz dringend beim Arbeitsamt deine Arbeitslosigkeit melden ! ! ! ! aber da noch Krank kein Alg1 ....

Der Anspruch ( deswegen Meldung ! ! ! ) verjährt dann in 4 (2 EDIT) Jahren - aber solltest Du in der Zwischenzeit hoffentlich wieder arbeitsfähig werden ( teilweise reicht auch ) dann lebt der Alg1 -Anspruch auf ! !

Also - daran denken ;)
 

tskitski

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Hallo Arania,

naja, ich meine damit, dass ich zwar die sog. Anwartschaftszeit auf ALG I erfüllt habe durch meine 13 Jahre bei der Firma, aber eben dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehe, da ich ja immer noch krank bin, krankgeschrieben bin und somit nicht arbeiten kann.

Ich kann mich ja nicht nach 18 Monate Krankengeldbezug plötzlich hinstellen und sagen: so, ich bin jetzt arbeitsfähig (obwohl ich mir nichts sehnlicher wünschen würde), nur um ALG I zu beziehen.

Korrigiere mich bitte, falls ich was übersehen habe. Wenn ich trotzdem Anspruch auf ALG I hätte, das wäre natürlich unglaublich und würde mir meine Angst "unter der Brücke" schlafen zu müssen - den Druck - nehmen.

Viele Grüße
tskitski
 
A

Arco

Gast
... Nachtrag ! ! !

habe mich vertan - nicht 2 Jahre - sondern 4 Jahre Verjährung ! !

... wenn ich da so richtig sehe, dann greift hier dieser § des SGB III

Zitat:
§ 147
Erlöschen des Anspruchs
(1) Der Anspruch auf Arbeitslosengeld erlischt


1. mit der Entstehung eines neuen Anspruchs,

2. wenn der Arbeitslose Anlaß für den Eintritt von Sperrzeiten mit einer Dauer von insgesamt mindestens 21 Wochen gegeben hat, der Arbeitslose über den Eintritt der Sperrzeiten schriftliche Bescheide erhalten hat und auf die Rechtsfolgen des Eintritts von Sperrzeiten mit einer Dauer von insgesamt mindestens 21 Wochen hingewiesen worden ist; dabei werden auch Sperrzeiten berücksichtigt, die in einem Zeitraum von zwölf Monaten vor der Entstehung des Anspruchs eingetreten sind und nicht bereits zum Erlöschen eines Anspruchs geführt haben.

(2) Der Anspruch auf Arbeitslosengeld kann nicht mehr geltend gemacht werden, wenn nach seiner Entstehung vier Jahre verstrichen sind.


Also nicht vergessen - Meldung ! ! !
 

tskitski

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Hallo Arco, Arania,

das ist schon mal eine tolle Info mit dem Anspruch, der erst nach 4 Jahren verjährt - vielen Dank! Da würde ich sehr gern auch wieder hin - dass ich wieder (teilweise) arbeitsfähig werde.

Ok, also kein ALG I - obwohl ich könnte mich ja arbeitslos melden, als arbeitsfähig und mich ne Woche später wieder krankschreiben lassen, wäre mit meiner körperlichen Verfassung (u.a. über 20 Kilo Gewichtsverlust im letzten Jahr - sehe skelettartig aus) und mit meiner Diagnose und dem ganzen Drumherum kein Problem. Aber damit würde ich mich auch nicht gut fühlen.

Somit bliebe dann nur die von euch erwähnte Grundsicherung, oder? Wo finde ich was darüber, wie sind die Anspruchsvoraussetzungen, wie hoch ist sie, was beinhaltet Grundsicherung?

Oder vielleicht doch EU oder Hartz IV ?

Viele Grüße,
tskitski
 
A

Arco

Gast
tskitski meinte:
Hallo Arco, Arania,

das ist schon mal eine tolle Info mit dem Anspruch, der erst nach 4 Jahren verjährt - vielen Dank! Da würde ich sehr gern auch wieder hin - dass ich wieder (teilweise) arbeitsfähig werde.

Ok, also kein ALG I - obwohl ich könnte mich ja arbeitslos melden, als arbeitsfähig und mich ne Woche später wieder krankschreiben lassen, wäre mit meiner körperlichen Verfassung (u.a. über 20 Kilo Gewichtsverlust im letzten Jahr - sehe skelettartig aus) und mit meiner Diagnose und dem ganzen Drumherum kein Problem. Aber damit würde ich mich auch nicht gut fühlen.

Somit bliebe dann nur die von euch erwähnte Grundsicherung, oder? Wo finde ich was darüber, wie sind die Anspruchsvoraussetzungen, wie hoch ist sie, was beinhaltet Grundsicherung?

Oder vielleicht doch EU oder Hartz IV ?

Viele Grüße,
tskitski

.... hi :stern:

also zum Thema Grusi habe ich mal für die gegoogelt aber nicht alles selber nachgelesen

bitte mal selber lesen; https://www.google.com/custom?q=Gru...S:http://www.elo-forum.de;LP:1;FORID:1;&hl=de

Wenn du nicht mehr als 3 Stunden am Tag arbeitsfähig bist, bekommst du auch nicht Alg2 :(

Aber das mit der EU ist sehr in deinem Falle nachdenkenswert ! ! !

EU-Rente ist nehme ich an höher als Grusi oder Alg2 .....

Aber gesundwerden wäre noch besser .....

Gute Besserung .... :hug:
 

kalle

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Hallo, lese jetzt erst gerade den Thread.
Vorerst würde ich mal sagen, das Du noch weiterhin Krankengeld bekommen solltest.

Danach, wenn Du weiterhin nicht arbeitsfähig bist( das sehe ich mal so aus Deinen Beschreibungen), dann wirds ein wenig eng.
Auf alle Fälle solltest Du dann einen Antrag auf EU-Rente einreichen. Der sollte bei Dir auch relativ Problemlos möglich sein.

Sollte die Rente dann nicht reichen, dann kannst Du Grundsicherung ergänzend beantragen. Ist natürlich alles nicht alzuviel. Dafür kannst Du dann auch noch Dinge nach SGBXII und IX beantragen. Aber das ist dann immer wieder individuell zu sehen. Grusi kannst Du aber auch beantragne , wenn die Rente noch nicht durchist. Nur wenn sich Deine Grusi auf den Kopf stellt, dann gibts Sozialhilfe. Ist aber fast immer das gleiche Geld, nennt sich nur anders.


Und ich schiebe das ganze mal nach Schwerbehinderte. Da gehörts hin.
;)
Hast Du übrigens schon nen Behindertenausweis?
 

tskitski

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Hallo Arco,

danke für den Google Tip. Hört sich ja nicht do toll an - vielleicht kommt daher auch die Abkürzung - GruSi - hört sich nach "gruseln" an.

Eine weitere wichtige Info ist für mich, dass ich kein ALG II bekomme, wenn ich nur unter 3 Stunden arbeitsfähig bin. Das kann ich momentan wirklich nicht, evtl. und nur nach Tagesform, mit langen Unterbrechungen, ich kann nicht Sitzen und nicht Liegen, habe starke Schmerzen und dadurch enorme Probleme, mich auf etwas länger zu konzentrieren. Außerdem muß ich ständig meine Einlage wechseln und mich waschen und saubermachen :-(((

Also wird es auf EU hinauslaufen - hoffentlich wird das nicht so ein Affentanz.

Aber ich gebe dir recht und dafür werde ich kämpfen: Ich werde gesundwerden, heil werden und ich will wieder arbeiten und das solange ich nur irgendwie kann.

Viele Grüße,
tskitski
 

tskitski

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Hallo Kalle,

danke für deine Info.

Ja, Krankengeld werde ich wohl - wenn ich nicht wieder schnell auf die Beine komme - voll ausschöpfen müssen. Aber ich denke nach 18 Monaten ist dann trotzdem Schluß.

Mit dem Antrag auf Schwerbehinderung ist das so eine Sache: Als ich damals die erste Operation hinter mich gebracht habe, hat man mir im Krankenhaus gesagt, bei Darmkrebspatienten käme eh nur so 5% (fünf) heraus, da habe ich es gelassen.

Mittlerweile gehts mir schlechter denn je (Darminkontinenz, heftige Schmerzen), ich habe erneut einen Tumor im Darm und habe von empfohlener Chemo und Bestrahlung abgesehen, zumal das Ergebnis nicht garantiert werden kann und eine evtl. nachfolgende Operation aufgrund von vielen Unabwägbarkeiten nicht sonderlich erfolgreich zu sein scheint. Chemo und Bestrahlung macht mein Körper nicht mit, das weiß ich jetzt.
Dazu bin ich zu sehr angeschlagen, versuche mich in alternativen Therapien - aber die sind teilweise auch sehr zeit- und kostenintensiv.

Aber ich versuche es weiter und lasse den Kopf nicht hängen, nur es fällt sehr schwer - und da stellt sich nun die Frage nach dem "wie gehts weiter".

Viele Grüße,
tskitski
 

kalle

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Arco mein Schlauwuff, da sehe ich das Du immer nur die erste Zeile meines Schreibens liest. :cry:
Das war mir durchaus klar. Deshalb hab ich, glaub ich, noch ein bisschen was dazu geschrieben, oder? :kinn:

Naja, manchmal halt ichs mit Dagobert Duck, der nahm auch immer unsichtbare Tinte. :lol:
 

Arania

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Schlauwuff

:lol:

Aber ansonsten sehe ich das mit dem Schwerbehindertenausweis anders, ich würde den auf jeden Fall beantragen
 

kalle

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Also, grundsätzlich würde ich den Ausweis auch beantragen. Da hat Dir jemand einen Bären aufgebunden. Das ist schlichtweg falsch. Wer an Krebs erkrankt bekommt eindeutig mehr. Ich habe damal wegen meiner Krebserkrankung auf Schlag 70 % bekommen. (Nachher hamses mir wieder weggenommen. Nach 7 Jahren gilt man als geheilt. Aber ich näher mich dem alten Wert schon wieder. :lol: )
Gerade in Deinem Zustand ist der Ausweis in vielen Dingen hilfreich.

auch solltest Du zu Deinem Krankengeld doch derzeit auch Pflegegeld bekommen oder? Wenn nicht, dann beantragen. Min. Pflegestufe 1 sollte rauskommen.

Und natürlich solltest Du daran arbeiten, wieder zu arbeiten. :mrgreen:
Aber derzeit solltest Du erst einmal ans Kämpfen gegen den Krebs denken. Ich sag immer: Krankheit wie jede andere, muß bekmpft werden. Und dazu solltest Du erst einmal nur an Genesung und nicht soviel ans Geld denken.
Also würde ich an EU-Rente und evtl Grusi denken. Das wäre nur für Unterhalt. Pflegegeld, Haushaltshilfe usw. gibbet extra.

So , ich hoffe , ich habe jetzt ausführlicher geantwortet.

@ariana: Schlaumeier wollte ich nicht sagen. Ich hoffe ja, Arco noch erziehen zu können. Hab mir extra ne Ultraschalpfeiffe angeschafft. :twisted: :lol:
 
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