Was könnte passieren? Fortbildung, Zeugnis ablehnen!

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nemesiz

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Hallo liebe Community,

also zur Geschichte. Aktuell bin ich in einer Fortbildung (ALG1, freiwillig) zur "Fachkraft für Haustechnik". Hatte davor 4-5 Jahre als Hausmeister gearbeitet, dies beinhaltete aber eher Kleinreparaturen wie von zu Hause (Dosenblende tauschen, Leuchtmittel wechseln, Spachteln, mal Fließen an die Wand pappen und so weiter, also alles was man sich so zu Hause trauen würde ohne viel Wissen und Ausbildung).
Habe mir zwar paar Dinge von Handwerkern zeigen lassen (man will ja dazu lernen) aber das war es auch schon.

Jetzt bin ich ja in besagter Fortbildung. Diese geht nach Plan 2 Monate und ist dann jetzt auch schon fertig.
Muss dazu sagen, ich war ca. 14 Tage krank, nicht am Stück und auch nicht in den wichtigen Zeiten.

So, also beinhalten sollte die Fortbildung.

Grünanlagenpflege
Sicherheitsbeauftragter
Brandschutzhelfer
EUP
Heizung, Sanitär und Lüftungstechnik
EDV wie Excel und Word
Bewerbungstraining
Kalkulation
Gefahrstoffe
Befreiung aus Fahrstühlen
Abfallwirtschaft
Staplerschein
Hebebühnenbedienung

So, zum Ablauf...

Brandschutzhelfer und Sicherheitsbeauftragter ging 2 Tage,
ein geplanter Besuch bei der Feuerwehr wurde abgesagt da dort niemand Zeit hatte.
Feuerlöschübung oder mal einen Feuerlöscher getestet, Fehlanzeige (hab das vorher mal gemacht und da war das Pflicht)

Fahrstuhlbefreiung und Technik ging 2 Tage,
Theorie ok, Praxis war ein einziges hin und her im Haus, kurz mal den Fahrstuhlmaschinenraum betrachtet, Rückholsteuerung ausprobiert, Notruf betätigt und das war es schon. Wie man das bei einem Maschinenraumfeiern Fahrstuhl macht, ???

Haustechnik wie Sanitär, Heizung und Co. waren 5 Tage,
real eher 2 Tage da der Trainer (Berufsschullehrer) eher mit anderem Beschäftigt war und nur am rumwuseln war. Ok mal grob nen Heizofen, ne Schaulüftungsanlage und Druckspüler besprochen und angefummelt, das wars.

Elektrotechnik waren 5 Tage,
mal kurz (gerechnet 1,5h) die Geräte zum überprüfen von Elektrogeräten durchgenommen, das wars (Berufsschullehrer von oben). Dann hatten wir noch Theorie bei einem Dozenten, das war sehr trocken aber die letzten 2 Tage durften wir Versuchsaufbauten machen, also mal ne Flurbeleuchtung aufm Brett verkabeln, das war ein ernstgemeintes Higlight!

Grünanlagenpflege, nunja , 3 Tage, ich war 2 krank aber..
wohl nix verpasst. Mal richtig ran, Fehlanzeige. Es wurde vom Dozenten anscheinend viel ausm Ordner vorgelesen, Rasenmäher und Co. real vorgestellt und Pflastersteine mit meinen anderen Teilnehmern gelegt. Das wars, wirklich was zum Mitnehmen war es aber wohl nicht.

Staplerschein... naja, 5 Tage, braucht man eher nicht aber ..
war gut und hat Spaß gemacht.

Hebebühnen gabs noch die letzten 2 Tage, Theo und Praxis.
Nichts besonderes aber schon interessant. Ging aber eher darum auf was man achten sollte und wir durften 3 Modelle mal ausprobieren und ausfahren. Ok ich habe nur eine bedient und wollte nicht hoch hinaus, das ist aber soweit egal. War aber nicht schlecht.

Ansonsten eben, EDV EDV EDV. Kalkulation, Bewerbung und und und. Da kann der Dozent nix zu, der gibt sich Mühe, klasse Kerl aber, ....
99,9% vom Kurs dachten man kommt da mehr in die Materie der Haustechnik. Grünanlage gehört weniger zum Haustechniker, das ist eher Hausmeisterservice. Der Beruf ist schwierig da die Bezeichnungen fliesend sind, das ist mir klar, nur mit Haustechnik hatte der Kurs so schon wenig zu tun und durch diese Fehlplanung und so weiter dann halt noch weniger.

Grünschnitt wäre interessant gewesen, mitgenommen eher nix
*
Brandschutzhelfer, da fehlt mir! die Praxis
*
Ersthelferausbildung (nicht geplant << finde ich gehört dazu)
*
Haustechnik, ein Witz, mitgenommener Wissensstand = Schnellstartanleitung
*
Befreiung aus Fahrstuhl (Ok aber chaotischer Ablauf)

Da sind Leute dabei die kommen von Firmen!! nicht vom Amt!! Die sind geschickt worden um sich wirklich Fortzubilden (sind aktuell als unterst- Hausmeister angestellt). Die stehen da und fragen sich was der Mist sollte.

Ich sehe mich jetzt! keineswegs als Haustechniker geschweige denn als Fachkraft. Ich habe sogar eher ein peinliches Gefühl wenn mich jetzt jemand einstellen sollte, ich weiß nicht wirklich mehr als vorher, das was ich weiß steht in der Schnellanleitung des Heizofens und würde ich von ner Fahrstuhlfirma bekommen.

Die AfA wird jetzt natürlich sagen, ja hey, überall als Fachkraft bewerben, genau darum geht's mir! Das kann ich eben nicht und will ich nicht. Auch macht es mich sauer was da an Geld pro Person fliest aber ein Führerschein (ohne den ist der Job als Hausmeister sehr sehr schwer) ist aber nicht drin.
Auch der ablauf, toll, zertifiziert ist alles aber wozu?
Mal mit nem Hausmeister dort wo wir waren hatten wir keinen Kontakt.
Mal jemand von der Fahrstuhlfirma einladen, Fehlanzeige.
Das mit dem Brandschutzhelfer ist ein Witz.
Mal nen Heizungsraum oder Verteilerraum (Sicherungen) ansehen, gab es nicht.
Mal mehr mit dem Thema Brandmeldeanlage, Schließanlage, Alarmanlage Beschäftigen, ist nicht!

Immerin weiß ich nun wie ich Excel bediene, ne Kalkulation mache und Angebote schreibe :icon_daumen:.

Selbst unser Hauptdozent hat bammel, denn er bekommt für jedes Gemosere von uns aufn Deckel von oben. Morgen ist aufgrund meiner Beschwerde dass im EUP Zertifikat (haben wir bekommen) Erste Hilfe steht (laut denen, ist da gemeint dass wir wissen müssen dass wir jemand vom Strom trennen sollen) wurde für morgen (weiß noch nicht ob ich da gesund bin) ein Erste Hilfe Seminar organisiert (1 Tag, was soll das sein?).

Da kommen einem so Gedanken dass z.B. EH eigentlich laut Zertifizierung Pflicht ist aber das gespart wird.

Also wie gesagt, Endzertifikat als Fachkraft ablehnen und beschweren oder annehmen und aufm Amt beschweren?
Montag ist Stichtag (Ende).


.. echt ärgerlich und enttäuschend...
 
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Ganz ehrlich was hast du erwartet?
Dass du in den 8 Wochen Sachen lernst wofür andere ne Ausbildung mit 3 Jahren machen??

Solche Fortbildungszeugnisse kannste dir eh den Hintern abputzen damit, hat mir einer auch vom Amt so gesagt.


Wenn du in einem großem Hause als Haustechniker angelernt würdest, dann wüßtest du in 8 Wochen mehr als in dem "Fortbildung"skurs......
 

nemesiz

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Es geht darum dass für mein Empfinden das angebotene so nicht wirklich eingehalten wurde,....

daher ja meine Frage, kann ich das Zertifikat ablehnen?
 

Chosyma

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Moin,

sicherlich kannst du das Zertifikat als symbolischen Ausdruck deiner Unzufriedenheit ablehnen. Aber ist das allein zielführend? Ich denke nein.

Denn was wird dann wahrscheinlich passieren? Der Maßnahmeträger schickt es dir per Post und vergißt das Ganze dann, er hat sein Soll ja erfüllt, dir nachweislich ein Zertifikat zu geben.

Du /ihr bemängelt die grottenschlechte "Ausbildung" in dieser Maßnahme. Daher denke ich ein sachlich abgefasster Bericht, was für Mängel du festgestellt hast und warum das ganze dadurch sinnlos für Teilnehmer ist; den möglichst alle (unzufriedenen) Kursteilnehmer unterschreiben an den/die zuständigen Sachbearbeiter des JC und ans Kundenreaktionsmanagement wäre sinnvoller.

Beschwerden während so einer Maßnahme können auch helfen, dazu ist es aber wohl zu spät? Ich habe erlebt, dass aufgrund solcher Beschwerden eine Maßnahme geschlossen wurde. Die Teilnehmer wurden zwar gleich an die nächste sinnlos Maßnahme weiter gereicht, aber diese eine gabs nicht mehr.

LG Antje
 
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