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Was kann passieren, wenn man mit dem Sachbeabeiter nicht sprechen kann vor Ort?

Nachtfalter

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Hallo zusammen,

hab da noch eine Frage und würde gerne wissen ob mir da vielleicht jemand weiter helfen könnte... im Internet habe ich dazu nichts finden können.

Es geht darum, daß ich unter einer Sozialphobie und PTSB leide (bin deswegen auch seit letztem Jahr in Behandlung) wodurch es mir unheimlich schwer fällt mit anderen frei zu sprechen (selbst telefonieren ist nur selten möglich, erledige alles schriftlich). Bekomme vor Ort kaum dem Mund auf, gerate in Panik usw.
Meine Frage, darf ich mich auch schriftlich äußern beim Sachbearbeiter vor Ort wenn ich wieder so einen Panikanfall habe (also statt mündlich antworten, den Satz auf Papier notieren & ihm zeigen) oder muß ich in so einem Fall mit irgendwelchen Sanktionen rechnen?

Weiß, daß sich diese Frage blöd anhört aber das ist wirklich ernst gemeint.
 

Passant

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Du kannst Termine auch mit einem Beistand wahrnehmen.

Aber ehrlich gesagt stellt sich mir bei Dir die Frage, ob überhaupt eine Arbeitsfähigkeit gegeben ist. Das würde ich an Deiner Stelle zuerst mal abklären lassen.
 

swavolt

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Ich würd ihm am Anfang einen Zettel übergeben, das ich unter Sozialphobie leide und ich während des Gespräches nur schriftlich antworten kann. Block zum Schreiben mitnehmen.

Ist praktisch dasselbe wie der SB verfahren müsste wenn der ELO stumm wäre.
 

Caso

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Meine Frage, darf ich mich auch schriftlich äußern beim Sachbearbeiter vor Ort wenn ich wieder so einen Panikanfall habe (also statt mündlich antworten, den Satz auf Papier notieren & ihm zeigen)
Ja, kannst du machen.
Teile dem SB aber schriftlich mit, warum du das nur SO und nicht im Gespräch kannst.
Der kann das nicht ahnen.

Frage:
Wie könnte denn ein Bewerbungsgespräch stattfinden??
 

0zymandias

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[...]Es geht darum, daß ich unter einer Sozialphobie und PTSB leide (bin deswegen auch seit letztem Jahr in Behandlung) wodurch es mir unheimlich schwer fällt mit anderen frei zu sprechen (selbst telefonieren ist nur selten möglich, erledige alles schriftlich). Bekomme vor Ort kaum dem Mund auf, gerate in Panik usw.
[...]
Was sagt denn der behandelnde Arzt dazu?

Diese Art von Gespräch kann für jeden sehr belastend sein, deswegen sind Deine Überlegungen schon mal nicht verkehrt.
 

Nachtfalter

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Thematiker*in
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Keine Ahnung, wie das mit einen Bewerbungsgespräch aussehen soll... versuche mich an das zu halten was man in der Therapie lernt und an Tipps bekommt aber Tatsache ist, daß so ein Gespräch im Moment als absolute Katastrophe enden würde (leider) und ich mich ehrlich gesagt nicht in der Lage sehe zu arbeiten aber so was darf man ja nicht sagen, da man sonst gleich als faule Kuh tituliert wird. Hatte es im letzten Jahr Teilzeit versucht, mit dem Ergebnis das ich so kaputt war, daß man bei mir Krebs vermutet hatte (wegen der Symptome).

Mein HA sagt dazu nicht viel, weil der das nicht nachvollziehen kann... der Therapeut versucht halt daran zu arbeiten und hält mich nicht für 100% Arbeitsfähig in dem Zustand und der Psychiater meinte nach 2 Monaten AU daß es ich so langsam über die Todesfälle hinweg sein sollte. Das einzige wo sich alle einig sind ist, daß ich eine Psycho- Reha besuchen sollte (Antrag wurde schon im Frühjahr gestellt, bisher keine Antwort).

Das Arbeitsamt weiß von all dem nichts da ich ja nicht AU geschrieben bin und mir gesagt wurde, daß man so etwas besser nicht erzählt weil es nur Probleme mit sich bringen würde... bin bisher nur 3x dort eingeladen worden (immer wenn es nen neuen SB für mich gibt) und da konnte ich das ganze noch überspielen aber jetzt geht es nicht mehr, daher meine Frage zu diesem Thema.

Die Sache mit dem Beistand habe ich auch schon erfahren aber ich habe niemanden, der mich dort hin begleiten würde... von daher bringt mir das nicht viel. :frown:

Ich hab halt Angst, daß man mir nicht glaubt da ich dieses Problem halt nur bei Leuten habe die mich einschüchtern/ nicht vertrauensvoll erscheinen.

Sorry fürs viele Texten und der nicht so berauschenden Rechtschreibung!

P.S. Danke fürs lesen und die bisherigen Antworten!
 

Claus.

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der Psychiater meinte nach 2 Monaten AU daß es ich so langsam über die Todesfälle hinweg sein sollte
Frage doch mal jemanden aus deinem Bekanntenkreis, wie lange er/sie gebraucht hat um über die letzte große Liebe hinwegzukommen ... nach einem Beziehungsende ist auch erstmal Trauerarbeit angesagt.
Zum einen wird dir die Person vermutlich bestätigen daß du keineswegs "lahm" dabei bist sondern eine Zeit von 2 Monaten + x Tage/Wochen/Monate völlig normal ist, und zum anderen kann es dabei auch durchaus passieren daß sich plötzlich jemand als Seelenverwandter oder/und erstklassiger Mensch herausstellt und man sich zum wundern anfängt warum man früher nie viel oder/und tiefsinniges mit der/dem geredet hat. Gespräche per (z.B. Facebook-) Chat fallen glücklicherweise mittlerweile auch unter ´reden´; mit dem Unterschied daß dabei auch mal ein paar Stunden vergehen dürfen bis eine Antwort vom Gesprächspartner kommt.

mir gesagt wurde, daß man so etwas besser nicht erzählt weil es nur Probleme mit sich bringen würde
Halte ich auch für nicht ganz ausgeschlossen.
Dazu könnte es noch so nette Zeitgenossen geben die dich dann unbedingt zum mit dem Mund reden zwingen versuchen oder beim Schreiben unter Druck setzen versuchen könnten.
Hätte ja schon beinahe gesagt, soll doch der Psychiater oder Therapeut (inkognito) mit aufs Amt mitgehen als psychischer Beistand, um mal selbst zu sehen wie es dort abläuft, um (unwissentlich) die Leutchen von allzu extremen Sachen abzuhalten, und um mal "live" zu sehen wie du mit solchen Situationen umgehen kannst oder auch nicht umgehen kannst.

Könnte hier vielleicht auch eine Notlüge hilfreich sein ala "Kehlkopfentzündung, hab grad einen schmerzenden Hals und vom Doktor aus Sprechverbot"?
 

Muzel

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Bei einem Panikanfall ist man zu nichts in der Lage. Darüber solltest du mit deinen Ärzten reden, was allerdings nicht so einfach ist, weil die gern Befunde verharmlosen oder gar keine Ahnung haben.
Ich habe einen dicken Zeh und habe mit dem Gehen Schwierigkeiten. Der Arzt hat mir keine Tipps gegeben, was ich gegen die Schmerzen machen kann.
 

Franz04

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Neben den behandelnden Ärzten... ich verstehe Deine Problematik...solltest Du Dir bei den Sozialbehörden die schriftliche Korrespondenz schriftlich erbitten um einfach auch dich mehr und mehr mit Menschen anzufreunden.

Deine Erkrankungen sollten sofern fachärztlich diagnostiziert da auch keine Hemnisse sein. Arzt kommt zu Dir ? Vertrauensperson, kein Betreuer unbedingt.
 
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