Was kann man im Erbfall an Bestattungskosten und dem Tod eines Angehörigem gegenrechnen ? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

lupi245

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
21 April 2016
Beiträge
183
Bewertungen
184
Hallo,
Mein Vater liegt im Hospiz und wird demnächst sterben . Was kann ich aus der Erbmasse an Ausgaben beim JC gegenrechnen .
Zählen z.B. Trauerkleidung und Fahrkosten (Taxi zum Friedhof) auch dazu ?

LG lupi245
 

erwerbsuchend

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
18 Juni 2017
Beiträge
3.791
Bewertungen
3.042
Du kannst die notwendigen und angemessenen Kosten, die bei der Beerdigung und der Erledigung der Erbformalitäten anfallen, aus der Erbmasse begleichen. Erst das Resterbe nach Abzug dieser Kosten wird als dein Einkommen gewertet. Wozu benötigst du ein Taxi zum Friedhof? Ist dieser nicht mit ÖPNV erreichbar? Was meinst du mit Trauerbekleidung? Sofern du Bekleidung in schwarz meinst, die könnte man ggfs. bereits haben, wenn man von Anzügen ausgeht.
 

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
21.642
Bewertungen
22.899
Offiziell nicht, aber wenn die Erben sich einig sind, spricht nichts dagegen. Wir haben zum Beispiel auch ein gemeinsames Essen aller Erben am Abend der Trauerfeier aus dem Erbe bezahlt, weil unsere Mutter das so wollte, das hatte sie oft gesagt.

Auch eine stark gehbehinderte Tante bkam aus dem Erbe die Taxikosten, weil die Haltestelle vor der Kirche leider noch nicht barrierefrei ist.
 

Seepferdchen 2010

Super-Moderation
Mitglied seit
19 November 2010
Beiträge
24.507
Bewertungen
16.414
lupi245 hier mal für dich zum Beispiel, da ich jetzt nicht weiß welche Beisetzungsart vorgesehen ist, also
ob Erdbestattung oder Urne?

Grabstein, Sarg oder Urne,Grabgestaltung und -bepflanzung,Grabschmuck bei Beerdigung,Grabmiete und
natürlich die Tauerfeier.
 

erwerbsuchend

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
18 Juni 2017
Beiträge
3.791
Bewertungen
3.042
Das hat mit dem JC erst in zweiter Linie was zu tun.
Gilt nicht auch in dem Fall, dass der erbende ALG 2-Empfänger, die Kosten für das Begräbnis nicht unnötig in die Höhe treiben darf, er also wirtschaftlich mit dem möglichen Erbe und den dabei anfallenden Kosten des Erbfalles umgehen muss? In so einem Fall wird es doch eher schwer werden, dem JC zu erklären, dass der Verstorbene eine bestimmte teure Bestattungsart haben wollte, deren Kosten über einer üblichen Erd- oder Feuerbestattung liegen, oder wäre in so einem Fall das JC gezwungen den Bestattungswillen des Toten berücksichtigen zu müssen? Die Frage danach soll nicht pietätlos erscheinen, aber das JC verlangt ja auch, dass man mit seinem Erbe wirtschaftlich umgehen soll, es also nicht sinnlos verprassen soll.
 

TazD

Super-Moderation
Mitglied seit
12 März 2015
Beiträge
6.351
Bewertungen
15.063
Wir haben zum Beispiel auch ein gemeinsames Essen aller Erben am Abend der Trauerfeier aus dem Erbe bezahlt,
Dennoch ist das keine abzugsfähige Nachlassverbindlichkeit. Das JC wäre berechtigt, diese Kosten auch wieder der Erbmasse zuzurechnen.
Nachlassverbindlichkeiten sind bspw. :
- Beerdigungskosten (ohne Bewirtung)
- Schulden, die der Erblasser gemacht hat
- Vermächtnisse
- Pflichtteilsansprüche
- Kosten für die Testamentseröffnung oder eine Nachlasspflegschaft
 

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
21.642
Bewertungen
22.899
Lommt aber auch nicht drauf an. Dann zahlt der ERbe das eben nachher aus dem ERbe. Das JC kann ihm eh keine Vorschriften machen, wofür erdas ausgibt und wie lange er davon zu leben hat. Und als mutwillige Herbeiführung der Hilfebedürftigkeit wird man solchen klainkram wohl nicht bezeichnen können.

Blödnatürlich, wenn man durch das Erbe nicht aus dem Bezug fällt, sondern der Zufluss auf 6 Monate verteilt wird.
 

TazD

Super-Moderation
Mitglied seit
12 März 2015
Beiträge
6.351
Bewertungen
15.063
Lommt aber auch nicht drauf an
Wenn man sich die Eingangsfrage betrachtet, dann ist das schon relevant und es ist ebenso wichtig darauf hinzuweisen, dass die Bewirtung der Trauergäste eben keine abzugsfähige Nachlassverbindlichkeit darstellt.
Natürlich kann man das mit angeben, aber als Erbe (und ELO) sollte man sich halt auch darauf gefasst machen, dass dieser Kostenpunkt nicht berücksichtigt wird.
 

lupi245

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
21 April 2016
Beiträge
183
Bewertungen
184
Hallo,
Danke für die Antworten . In den Tiefen des Internets gibt es z.B. zur Trauerkleidung für ALG-2 keine eindeutige
Meinung ,und unterschiedliche Urteile . Da scheint jedes JC sein eigenes Süppchen zu kochen. Aber das kennen wir ALG2 Empfänger bei anderen Problemen zur Genüge.
Gruß lupi245
 

Nena

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
10 Oktober 2015
Beiträge
2.635
Bewertungen
4.171
Trauerkleidung ist nicht aus der Erbmasse zu bezahlen. Ob Du Geld dafür beim JC beantragen kannst (und bewilligt kriegst), ist eine andere Geschichte.
 

lupi245

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
21 April 2016
Beiträge
183
Bewertungen
184
Hallo.
Nochmal ,eine kurze Nachfrage. Ich will jetzt nicht ein neues Thema aufmachen .
Kann man die Kosten der Haushaltsauflösung (Entsorgung Möbel ,Klamotten) mit der Erbmasse des Toten beim JC gegenrechnen .

LG lupi245
 
Oben Unten