Was kann ich tun, wenn mir die DRV auch nach mehrfacher Anfrage die Gutachten nicht gibt

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waal

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Hallo,

ich beziehe SGB12 nach dem Kapitel 3 und wurde bislang zwei mal begutachtet, einmal 2015 mit direkter Begutachtung durch einen Arzt (Neurologe) und einmal 2016 nach Aktenlage.

Ich hatte schon damals mehrfach die Gutachten angefragt, leider ohne Antwort. Ich beließ es dann dabei, weil ich dachte, "keinen Ärger machen". Aber so sitze ich immer in der Schwebe und weiß überhaupt gar nicht, wann ich mit dem nächsten Gutachten rechnen muss.

Mitte Mai 2017 habe ich erneut schriftlich und zwei mal telefonisch angefragt - "man werde sich bemühen, den Antrag so bald wie möglich zu bearbeiten".

Bislang immer noch keine Antwort.

Was kann ich tun? Glaubt ihr, da stimmt irgendwas nicht oder geht das einfach unter bei denen?

Danke schonmal!
 

Dark Vampire

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AW: Was kann ich tun, wenn mir die DRV auch nach mehrfacher Anfrage die Gutachten nicht

Dann lass es deinen Arzt anfordern.....
 

waal

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AW: Was kann ich tun, wenn mir die DRV auch nach mehrfacher Anfrage die Gutachten nicht

oha, ich wusste gar nicht, dass das geht! Danke!

Nun bekam ich gerade einen Anruf, dass die Unterlagen auf dem Postweg seien. Nur für 2016 gäbe es kein Gutachten, was komisch ist, weil ich im Mai 2016 aufgefordert wurde, Unterlagen einzureichen :icon_rolleyes:
 

Doppeloma

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AW: Was kann ich tun, wenn mir die DRV auch nach mehrfacher Anfrage die Gutachten nicht

Hallo waal,

ich beziehe SGB12 nach dem Kapitel 3 und wurde bislang zwei mal begutachtet, einmal 2015 mit direkter Begutachtung durch einen Arzt (Neurologe) und einmal 2016 nach Aktenlage.

Von WEM genau wurdest du denn begutachtet, wer hat denn bisher deine Erwerbsminderung festgestellt ???

Wenn die DRV beteiligt war ist es eher "unüblich", dass jedes Jahr erneut überprüft wird, ob du immer noch EM bist, die legen das (in der Regel) für wenigstens 3 Jahre schon fest.

Daran wären dann auch die Sozialen Ämter gebunden und es besteht kein Anlass das "alle Jahre wieder" zu prüfen ... :icon_kinn:

Ich hatte schon damals mehrfach die Gutachten angefragt, leider ohne Antwort. Ich beließ es dann dabei, weil ich dachte, "keinen Ärger machen". Aber so sitze ich immer in der Schwebe und weiß überhaupt gar nicht, wann ich mit dem nächsten Gutachten rechnen muss.

Das "fragt" man nicht mal so an, sondern man fordert das (per Übergabe-Einschreiben) nachweislich ein, dann können die das auch nicht einfach so "übergehen" ...
Einen Arzt des Vertrauens kann man (zur Sicherheit) gleich mit angeben, es gibt Gutachter die eine "Eröffnung im Beisein eines Arztes" zur Bedingung machen, die "Patienten-Einsicht" betreffend.

Dafür gibt es Rechtsgrundlagen (§ 25 SGB X, das Patienten-Rechtegesetz des BGB und viele weitere Rechtsgrundlagen und eine (berechtigte) Ablehnung müsste letztlich ein Richter bestätigen.

Immerhin betreffen diese Gutachten deine Person und dein Leben jetzt und in der Zukunft wesentlich, das siehst du vollkommen richtig, also hast du auch Anspruch auf Einsicht / Kenntnis dieser ärztlichen Stellungnahmen.

https://www.haufe.de/personal/perso...gte-25-verfahren_idesk_PI10413_HI2748198.html

Patientenrechtegesetz - Einsichtnahme Patientenakte - Patientenrechte

Mitte Mai 2017 habe ich erneut schriftlich und zwei mal telefonisch angefragt - "man werde sich bemühen, den Antrag so bald wie möglich zu bearbeiten".

Du solltest dir abgewöhnen, deine Rechte telefonisch einfordern zu wollen, mach das schriftlich und nachweislich (per FAX mit Sendebericht und / oder per Übergabe-Einschreiben), dann hast du auch selbst was in der Hand, dass du diese Einsichtnahme / Kopie mal gefordert hast.

Bislang immer noch keine Antwort.

Wundert mich NICHT sonderlich, das ignorieren die doch (meist) und klappt nur in Ausnahmefällen, mit meiner Methode habe ich bisher ALLE Gutachten ohne lange Wartezeit erhalten.

Man muss aber immer den Auftrag-Geber anschreiben, der beauftragte Gutachter darf das in der Regel nicht selber rausgeben, hat es meist auch gar nicht mehr vorliegen, wenn der Auftrag erfüllt ist.

Auch deine Ärzte brauchen dein Einverständnis, um für dich Gutachten irgendwo anzufordern, darum ist der Weg über die Vorab-Genehmigung (schon bei der Anforderung) besser ... solltest den angegebenen Arzt natürlich informieren, was da vielleicht zu ihm kommen wird.

Was kann ich tun? Glaubt ihr, da stimmt irgendwas nicht oder geht das einfach unter bei denen?

Mach das nachweislich und als Forderung deiner Rechte, dann geht das auch nicht so schnell unter ... es muß nicht bedeuten, dass was nicht stimmt, die nehmen das einfach nicht wichtig genug, wenn man mal so "telefonisch angefragt hatte" ... und "normale" Post geht doch leider oft verloren ... :bigsmile:

Manche Stellen wollen auch eine Ausweiskopie als Identitäts-Nachweis, letztlich geht es auch um den Schutz deiner sensiblen Gesundheitsdaten, anrufen könnte ja mancher Andere auch, um deine Gutachten zu verlangen.

Wenn man Unterlagen eingefordert hatte bei dir, um ein Gutachten erstellen zu lassen, dann sollte es auch Eins geben (müssen), nur so "zum Sammeln" hat keine Behörde Anspruch auf medizinische Unterlagen, der Grund sollte immer eine (nachvollziehbare) medizinische Überprüfung sein, die es dann auch geben muss.

MfG Doppeloma
 

waal

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AW: Was kann ich tun, wenn mir die DRV auch nach mehrfacher Anfrage die Gutachten nicht

Danke!

Also: Das Sozialamt hat die DRV beauftragt und die wiederum einen Arzt. 2015 hatte ich dazu einen Termin beim Neurologen, 2016 forderte mich das Sozialamt auf, eine Schweigepflichtsentbindung zu unterschreiben, damit mich die DRV erneut begutachten kann. Ich schickte stattdessen meine Befunde selbst zu DRV und danach hörte ich nix mehr.

Ich forderte sowohl 2015 als auch 2016 mehrfach schriftlich die Gutachten an, ob per Einschreiben oder nicht, weiß ich nicht mehr. Ich erhielt keine Antwort und beließ es dabei ("bloß keinen Ärger machen").

Dann forderte ich die Gutachten erneut im Mai 2017 an mit Einschreiben --> es kam die Antwort "wird bearbeitet", aber nix weiter --> dann setzte ich in einem zweiten Schreiben eine Frist und drohte mit dem Anwalt.

Daraufhin rief mich gestern die DRV an und teilte mir mit, es gäbe nur ein Gutachten für 2015 und das sei unterwegs zu mir. Warum das Sozialamt mich 2016 erneut aufgefordert hatte, eine Schweigepflichtsentbindung zu unterschreiben, wisse man nicht - ich sei bis zum 31.05.18 erwerbsunfähig geschrieben.

Nun habe ich dieses eine, einzige Gutachten von 2015 vorliegen. Da steht allerdings drin, dass ich nur bis 31.05.2016 erwerbsunfähig sei und dann erneut überprüft werden solle. Insofern macht ja Sinn, dass mich das Sozialamt 2016 wieder anschrieb.

Wie lange ich nun tatsächlich als erwerbsunfähig gelte, weiß ich aber immer noch nicht und frage das nochmal schriftlich an.
 
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ExitUser

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AW: Was kann ich tun, wenn mir die DRV auch nach mehrfacher Anfrage die Gutachten nicht

Also meiner Meinung nach hat der Sozialmedizinische Dienst der DRV entschieden dich bis zum 31.5.2018 zu berenten und sich somit nicht an die Empfehlung des Neurologen gehalten der dich wie im Gutachten zu lesen schon im Mai 2016 erneut zur Begutachtung schicken wollte.

Denn das letzte Wort hat immer der Sozialmedizinische Dienst der DRV der Gutachter gibt nur eine Empfehlung ab an welche sich die DRV halten kann oder auch nicht wie in deinem Fall.

liesa
 

waal

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AW: Was kann ich tun, wenn mir die DRV auch nach mehrfacher Anfrage die Gutachten nicht

oha, dann hätte ich ja noch ein "Gnadenjahr", danke.

Das kann gut sein wie du sagst - denn neben einer neurolog. habe ich noch eine gynäkolog. Erkrankung, die der Neurologe nach eigener Aussage gar nicht begutachten darf und daher ein zweites, gynäkolog. Gutachten empfahl.

Das erfolgte nie - vielleicht hat der DRV eigene Arzt das dann zur Erwerbsunfähigkeit bis 2018 subsumiert.

Noch eine Frage, wenn du schon einige Gutachten hinter dir hast:
In meinem Gutachten steht, mich dauerhaft erwerbsunfähig einzustufen, würde meine Erkrankungen "chronifizieren".

Die Erkankungen sind aber per Definition von Haus aus chronisch. Die neurologische hat nach Metastudien eine Heilungsaussicht von 0-6%, die gynäkologische gar keine und sie hat auch schon zu Schäden an Blase und Darm geführt. Auch die Beinnerven sind betroffen.

Weißt du, wie/ob man dagegen argumentieren kann? Oder geht das per se in meinem Alter gar nicht? Ich bin erst 30 und mit 22 erkrankt.


Ich will NICHTS mehr als gesund sein und mich selbst versorgen, aber auf eine "Spontanheilung" zu hoffen, ist eher unrealistisch.
 
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ExitUser

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AW: Was kann ich tun, wenn mir die DRV auch nach mehrfacher Anfrage die Gutachten nicht

Na ja ich denke mal in deinem Alter wird die DRV dich noch "nicht ganz aufgeben" wollen was eine mögliche "Wunderheilung" betrifft...

Ich bin jetzt über Mitte 50, seit 38 Jahren besteht meine Erkrankung und obwohl selbst der Gutachter der DRV eine Chronifizierung bescheinigt welche nicht mehr zu überwinden wäre und damit mit den Befunden meiner langjährig behandelnden Ärzte konform geht bin ich momentan auch "nur" in der befristeten EM-Rente.

Selbst der letzte Befundbericht im Zuge der Verlängerung meiner Rente welcher einen chronifizierten Dauerschaden bescheinigt, hat die DRV nicht davon abgehalten weiter zu befristen...


liesa
 

waal

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AW: Was kann ich tun, wenn mir die DRV auch nach mehrfacher Anfrage die Gutachten nicht

Danke!

Wenn ich es richtig verstehe, ist aber mit "chronifizieren" in meinem Kontext so eine psychosomatische Schiene gemeint. So nach dem Motto "ruht sich dann auf den Symptomen aus". Dabei tat und tue ich alles, um gesünder zu werden. Das konnte ich so auch belegen (verschiedene Therapien versucht usw.).

Die Feststellung einer dauerhaften Erwerbsunfähigkeit würde mich psychisch auch ganz schön mitnehmen, insofern bin ich "zufrieden", wenn man mich alle Jahre neu begutachtet. Wenn der Gutachter sich mit den Erkrankungen auskennt und das Ganze sach- und fachgerecht erfolgt.
 

saurbier

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AW: Was kann ich tun, wenn mir die DRV auch nach mehrfacher Anfrage die Gutachten nicht

Hallo waal,

Wenn ich es richtig verstehe, ist aber mit "chronifizieren" in meinem Kontext so eine psychosomatische Schiene gemeint. So nach dem Motto "ruht sich dann auf den Symptomen aus".

Wie kommst du denn darauf.

Chronifizieren bedeutet doch, daß sich der "Schmerz" festgesetzt hat und du nun mit einer Vermeidungssituation dagegen zur Wehr setzt. Das bedeutet zumeist das du dann alles unternimmst um die Schmerzsituation erst gar nicht auszulösen.

Bei Schmerzpatienten geht man bereits bei etwas mehr als 3 Monate von einer leichteren und bei mehr als 6 Monaten von einer schweren Chronifizierung aus, welche dann so gut wie irreparabel ist.

Leider gehen viele begutachtende Ärzte (MdK /äD /DRV etc.) davon aus, daß man es immer auf die Psychische Schiene abschieben kann/muß, weil man es so dem Patienten zuschieben kann (er will ja vom Kopf her nicht).

Ich durfte es selbst 2 mal beim MdK erleben, hab es aber geschafft diesem I.... das Mundwerk zu stopfen, denn ich konnte dank umfangreicher Ct und Mrt Bildmaterial als sogar einem Gerichtsgutachter die vordergründigen körperlichen Schäden nachweisen. Genauso wie ich ihm seine Unfähigkeit als erfahrener Schmerztherapeut ausreichend darlegen konnte.

Vielleicht sollte man eins auch nicht unterschlagen, bzw. der Herrschaften in Weiß nicht so einfach durchgehen lassen, um es überhaupt zu einer Chronifizierung kommen zu lassen müssen diese doch in der Vergangenheit so einiges falsch gemacht haben, oder. Denn eine erfolgreiche Behandlung führt zur Genesung aber doch niemals zu Chronifizierung des Krankenbildes.



Grüße saurbier
 

waal

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AW: Was kann ich tun, wenn mir die DRV auch nach mehrfacher Anfrage die Gutachten nicht

Naja der Gutachter schreibt ja davon, dass die Feststellung einer dauerhaften Erwerbsunfähigkeit zur Chronifizierung beitragen würde. Das klingt schon eher nach Psycho oder "nicht wollen" - denn wie soll eine festgestellte Erwerbsunfähig medizinischen Einfluss auf meine Erkrankungen nehmen?

Die Schmerzen der Gyn Erkrankung sind chronisch, weil die Krankheit chronisch ist und sich die Ursache nicht beseitigen lässt. Also das hat nicht nur mit Schmerzgedächtnis zu tun, sondern die Krankheit ist permanent aktiv. Ich kann da auch kein Vermeidungsverhalten aufbauen, die Schmerzen sind 24/7.

Beim Schmerztherapeuten war ich lange und teuer unterwegs, leider ohne Erfolg.

Die Schäden sind auch alle im OP Bericht dokumentiert.
 

saurbier

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AW: Was kann ich tun, wenn mir die DRV auch nach mehrfacher Anfrage die Gutachten nicht

Naja der Gutachter schreibt ja davon, dass die Feststellung einer dauerhaften Erwerbsunfähigkeit zur Chronifizierung beitragen würde.

Na ja, dies würde mir zeigen das der Gutachter wohl wenig Erfahrung auf dem Gebiet hat.

Alleine der Umstand das man eine EMR erhält, dürfte wohl in keinem Zusammenhang mit einer Chronifizierung stehen. Da wäre eher der extrem lange Krankheitsverlauf ohne echten Heilungserfolg zu benennen.

Die Schmerzen der Gyn Erkrankung sind chronisch, weil die Krankheit chronisch ist und sich die Ursache nicht beseitigen lässt. Also das hat nicht nur mit Schmerzgedächtnis zu tun, sondern die Krankheit ist permanent aktiv. Ich kann da auch kein Vermeidungsverhalten aufbauen, die Schmerzen sind 24/7.

Genauso würde ich das auch sehen.

Beim Schmerztherapeuten war ich lange und teuer unterwegs, leider ohne Erfolg.

Na ja, Schmerztherapeut ist eben leider nicht gleich Schmerztherapeut. Auch ich hab da meinen Erfahrungen sammeln dürfen.

Die ersten "Experten" kamen zu ihrem Ergebnis nach einer 10 minütigen Untersuchung, mein jetziger brauchte Stunden für eine erste Untersuchung um mich danach für 10 Tage in einer stationären Behandlung aufzunehmen. Heute hab ichs so einigermaßen mit meinem BTM im Griff, wobei es immer noch mal Tage mit Hochs und Tiefs gibt.

Allerdings wurde meine Behandlung von der KK komplett übernommen, daß hat mir nichts extra gekosten.

Die Schäden sind auch alle im OP Bericht dokumentiert.

Wenn das so ist, dann frag ich mich doch ernsthaft was das für ein Gutachter ist, der eine dauerhafte EMR wegen Sorge um Chronifizierung ablehnt, denn vielmehr dürften wohl die meisten EMR mit einer dauerhaften Chronifizierung herum laufen, oder glaubt der ernsthaft das Menschen wie ich mit kaputter Hüfte/Schulter/LWS ohne Schmerzen leben. Ha was für ein Blödsinn.

Vielleicht wäre es mal von Vorteil wenn du dem den OP-Bericht dicht unter die Nase reiben würdest, oder könnte es vielleicht auch sein, daß er den überhaupt nicht versteht.


Grüße saurbier
 
E

ExitUser

Gast
AW: Was kann ich tun, wenn mir die DRV auch nach mehrfacher Anfrage die Gutachten nicht

Alleine der Umstand das man eine EMR erhält, dürfte wohl in keinem Zusammenhang mit einer Chronifizierung stehen. Da wäre eher der extrem lange Krankheitsverlauf ohne echten Heilungserfolg zu benennen

Welcher ja die Chronifizierung darstellt...(chronisch = Verlust der Aussicht auf Heilung und Ende aller Therapien, es bleibt eben nur noch die Hoffnung auf Linderung der Beschwerden.


liesa
 

waal

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AW: Was kann ich tun, wenn mir die DRV auch nach mehrfacher Anfrage die Gutachten nicht

@saurbier: Ich hab aus Verzweiflung auch Einiges Komplementäres und Alternatives versucht, daher auch Privatkosten. Leider ohne Erfolg. Mit Opiaten & Co wollten die Schmerztherapeuten aufgrund meines Alters noch nicht hochgehen. Da Nervenschmerzen das Hauptproblem sind, würde das vermutlich auch nicht viel bringen. So krebse ich mit Eigenversuchen und zweckentfremdeten Medis herum.

Ich stellte mich in mehreren Schmerzkliniken vor, die alle meinten, sie seien darauf nicht ausgerichtet - zumal ich wegen der neurolog. Krankheit an den therapeutischen Maßnahmen nicht teilnehmen kann und wegen der gastrointestinalen viele Medis nicht nehmen kann. Es ist zum Mäuse melken.

Das Problem ist tatsächlich, dass der Gutachter und auch viele Ärzte mit der speziellen Ausprägung der Gyn Erkrankung nicht vertraut sind. Nämlich, dass diese auch die Nerven befallen kann, was mir zuletzt sogar die Neurologie einer Uniklinik befundete.

Was der Gutachter nicht kennt, beachtet er auch nicht oder schaufelt es um in eine Psychodiagnose, so bislang meine Erfahrung :/
 

waal

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AW: Was kann ich tun, wenn mir die DRV auch nach mehrfacher Anfrage die Gutachten nicht

permanent :-D Ich habe dafür einen sehr aufgeschlossenen Arzt.

Leider reagierte ich bereits zu gesunden Zeiten mit heftigen Hallus, sodass wir beide zu dem Schluss kamen, dass es erst mal nix ist.

Noch wichtiger ist aber: Cannabis hat eine Wirkung, die auf den Magen geht, daher ist es genau wie Opiate für viele Leute mit Magen Darm Problemen schwierig.

Momentan teste ich CBD Öl (ohne THC), evtl noch Dronabidol
 

Pfefferminz38

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AW: Was kann ich tun, wenn mir die DRV auch nach mehrfacher Anfrage die Gutachten nicht

Und was ist mit alternativen Heilverfahren wie Akupunktur oder TCM?
 

waal

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AW: Was kann ich tun, wenn mir die DRV auch nach mehrfacher Anfrage die Gutachten nicht

das versuchte ich, sowohl bei einer Schmerztherapeutin (Anästhesistin) mit Zusatzausbildung als auch bei einem chinesischen Arzt. Leider ganz ohne Erfolg. Zudem Psychotherapie, Ernährungsumstellung, Entspannungsübungen und Standard Schulmedizin. Letzteres war noch das Hilfreichste, ließ aber in der Wirkung nach.
 

Pfefferminz38

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AW: Was kann ich tun, wenn mir die DRV auch nach mehrfacher Anfrage die Gutachten nicht

Und was ist mit "Schüssler-Salzen" oder einer Bachblütentherapie?
 

waal

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AW: Was kann ich tun, wenn mir die DRV auch nach mehrfacher Anfrage die Gutachten nicht

Zu Beginn der ersten Erkrankung habe ich auch viel Homöpathie und Naturheilkunde gemacht (plus Schulmedizin) bei einem Arzt, der an sich wirklich super ist. Aber völlig ohne Wirkung. Ich glaube auch nicht daran, TCM und Osteopathie ist so die "Grenze" meiner Offenheit in der Richtung.

Das Problem ist, dass die Erkrankung einfach nach wie vor wütet

Ich habe allerdings mehrmals versucht, in eine spezialisierte Reha zu kommen, meine Ärztin hat sich auch eingesetzt, die Kasse lehnte aber ab (wäre ne ganz normale Kassenklinik gewesen). Ich glaube, das versuche ich nochmal!
 

Pfefferminz38

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AW: Was kann ich tun, wenn mir die DRV auch nach mehrfacher Anfrage die Gutachten nicht

Dann wünsche ich dir viel Kraft und Erfolg bei deiner Reha.
 

saurbier

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Hallo waal,

ich will jetzt natürlich keine Werbung für meinen (ach was für ein blöder Spruch) Schmerztherapeuten machen, aber villeicht kannst du da mal schriftlich anfragen, gleichwohl der regelrecht überlaufen ist und binnen weniger Jahre nun schon eine eigene Abt. im KH inne hat.

Krankenhaus Schleiden
53937 Schleiden
Dr. A. Jelitto

Ärztliche Leitung und Mitarbeiter

Ich kann den lieben Herrn Doktor nur empfehlen, auch wenn er menschlich mitunter komisch rüber kommt (mitunter merkwürdiger Humor) war er für mich das fachliche Non-plus-ultra an Kompetenz.

So wie ich haben viele Schmerzpatienten zumeist eine Deutschland weite Odysse hinter sich, immer in der Hoffnung irgendwann mal Hilfe zu bekommen.

Sehr Bemerkenswert finde ich auch den Umstand, daß nachdem ich dort angelangt und mich echt gut aufgehoben fühlte, mir meine Krankenkasse allzugerne eine Schmerztherapie bei einem Arzt des KK -Vertrauens schmackhaft machen wollte.

Ich bekomme jetzt seit Jahren BTM (Morphine) im Zusamenspiel wegen der leidigen Nebenwirkungen auch Säureblocker und muß nun bei der Ernährung natürlich aufpassen, aber ich hab meine Schmerzen im Griff und schaff es dadurch sogar bedingt etwas zu arbeiten (Minijob 2 Std./tägl.).


Grüße saurbier
 

waal

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Hallo Saurbier,

danke, das ist aber nett! Wenn man da auch ambulant hin kann, wäre das evtl. eine Option für mich.

Es ist schon schlimm, wie viele Menschen mit wirklich starken Schmerzen herumlaufen und keine Hilfe erhalten. Und wie wenig dem dennoch in Gutachten & Co. beigemessen wird.

Klasse, dass du deine einigermaßen im Griff hast.
 
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