Was kann ich mir leisten in diesem Fall?

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Seven

Elo-User*in
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Hallo,


hoffe mir kann jemand helfen.

Ich habe eine Ausbildung in Sicht mit der es klappen könnte.
Die Ausbildungsvergütung beträgt Brutto so um die 680€.
Das Kindergeld sprich 151€ würde ich auch bekommen.

Nur wird die Ausbildungsvergütung ja auch versteuert.

Was könnte ich mir leisten?

Könnte ich z.B. ein kleines Auto finanzieren?
Eine kleine 1 Zimmer Wohnung?

Oder wie wäre es dann?

Danke um jede ernstgemeinte Antwort. :)

Liebe Grüße
 

Seven

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Noch wohne ich bei meinen Eltern.

Die Ausbildung ist aber soweit weg, dass ich umziehen müsste.
Die Miete würde so um die 270€ betragen.
 

Donauwelle

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Wenn du während der Ausbildung auswärts wohnst, kannst du unter gewissen Voraussetzungen zusätzlich Berufsausbildungsbeihilfe bekommen. Dein Ausbildungsgehalt ist aber auch so schon recht anständig.

Einen Rechner hierzu findest du hier: BAB-Rechner

Was du dann noch finanzieren kannst... - das musst du selbst wissen.

Eine eigene Wohnung bedeuten ja auch noch andere Kosten:

- Strom, Heizung, Neuanschaffung einzelner Dinge
- Lebensmittel und Körperpflege
- Fahrtkosten von der neuen Wohnung zum Arbeitsplatz
- Kleidung etc. und ein bisschen Taschengeld

Bist du bzw. deine Familie momentan ALG II abhängig - dann könnten dir teilweise auch Mobilitätsbeihilfen gem. §53 SGB III SGB 3 - Einzelnorm
zustehen.

Inwieweit du aber umziehen darfst - ggf. sieht das AMT das bei anderen Entfernungen - kann ich dir auch nicht sagen - fraglich ist aber auch, ob es in deren Entscheidungsbefugnis ist, da du ja dann max. BAB bekommst und kein ALGII.
 
E

ExitUser

Gast
Bei 680 € Brutto bezahlst du keine Steuern, aber Sozialversicherungsbeiträge. Je nach Krankenkasse hättest du wohl zwischen 530 - 550 Netto im Monat. Dazu kommt Kindergeld von 154 € und du hast wohl Wohngeldanspruch.

Zur Miete, dazu kommen ja bestimmt noch Nebenkosten?

Ein Auto wird da nicht mit drin sein, du musst ja auch noch von was leben.
 

Seven

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Danke für eure Antworten.

Ich schaue gleich beim Rechner was dabei rauskommt.

Und zu den anderen Dingen:

Die Krankenkasse..ich bin doch bis 23 bei meinen Eltern versichert.
Also auch wenn auch Azubi bin oder?
Nehmen mir dann dennoch das Geld?

Und zum Auto:

Und wenn ich sparsam lebe?
Wäre eine Finanzierung eines Autos bzw. Motorrads auf keinen Fall möglich?

Liebe Grüße
 

Donauwelle

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Danke für eure Antworten.

Ich schaue gleich beim Rechner was dabei rauskommt.

Und zu den anderen Dingen:

Die Krankenkasse..ich bin doch bis 23 bei meinen Eltern versichert.
Also auch wenn auch Azubi bin oder?
Nehmen mir dann dennoch das Geld?

Und zum Auto:

Und wenn ich sparsam lebe?
Wäre eine Finanzierung eines Autos bzw. Motorrads auf keinen Fall möglich?

Liebe Grüße

Das kann dir so keiner sagen. Das kommt doch auf viele Faktoren an. Wie teuer wird deine Wohnung? Wie sparsam oder genügsam kannst du leben?

Ein Auto kostet in der Anschaffung sicher um die 2000 EUR, wenn es neuen Tüv hat und noch 2 Jahre fahren soll. Außerdem musst du mit mind. 50 - 60 EUR Versicherung im Monat rechnen sowie Benzinkosten - selbst wenn du keine Instandhaltungskosten hereinrechnest, weil du dir denkst, wenn es kaputt ist, dann kann ich eben nicht mehr fahren.

Ein Mofa oder eine 60er könnten natürlich drin sein. Die gibt es recht günstig zu kaufen, kosten etwas mehr als 100 EUR Versicherung im Jahr und viel weniger Benzin. Aber auch da solltest du schauen, was du überhaupt übrig hast.
 

Carinaa

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Wenn das deine erste Ausbildung ist, sind deine Eltern unterhaltspflichtig.
Ich denke mal, dass du dann keine Ausbildungsbeihilfe bekommst.

Zum Thema Auto:
Ich an deiner Stelle würde erstmal zwei oder drei Monaten in einer eigenen Wohnung leben, erst dann weißt du so ungefähr, was am Monatsende über bleibt.
 
E

ExitUser

Gast
Danke für eure Antworten.

Ich schaue gleich beim Rechner was dabei rauskommt.

Geh doch mal zu deiner Krankenkasse, die werden dir genau sagen können, was dir bleiben wird

Und zum Auto:

Und wenn ich sparsam lebe?
Wäre eine Finanzierung eines Autos bzw. Motorrads auf keinen Fall möglich?

Liebe Grüße

Was das Auto angeht, kann ich dir nur raten: warte das erstmal mindestens ein halbes Jahr ab... ich seh bei meiner Tochter, daß sie wegen ihres Autos, das sie braucht, sehr knapp leben muß: und da hatte sie keine Anschaffungskosten...und vor allem: sie wohnt zu Hause...hat viele Kosten nicht, die noch auf dich zukommen werden... GEZ Gebühren zum Beispiel...
eine private Haftpflicht solltest du dann auch haben...da wirds noch so einige Kosten geben, an die du jetzt nicht denkst.
 
E

ExitUser

Gast
Wenn das deine erste Ausbildung ist, sind deine Eltern unterhaltspflichtig.

Richtig, aber nur nach Düsseldorfer Tabelle, und da wird das Kindeseinkommen und das Kindergeld angerechnet, und da wirds wohl keinen (weiteren) Unterhalt mehr geben. (Kindergeldweitergabe wäre ja schon Unterhaltszahlung)
Und ein Auto muß von den Eltern nicht finanziert werden: das hat der Familienrichter in der Sache meiner Tochter klar gesagt: da sind neben 6 Stunden Schule noch mehr als 4 Stunden Bahnfahrt am Tag zumutbar...Lernen kann man ja auch in der Bahn...
Wohngeld könnte vielleicht noch beantragt werden...

Ich denke mal, dass du dann keine Ausbildungsbeihilfe bekommst.

Einen Antrag sollte man aber auf jeden Fall stellen...
 

Donauwelle

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Was das Auto angeht, kann ich dir nur raten: warte das erstmal mindestens ein halbes Jahr ab... ich seh bei meiner Tochter, daß sie wegen ihres Autos, das sie braucht, sehr knapp leben muß: und da hatte sie keine Anschaffungskosten...und vor allem: sie wohnt zu Hause...hat viele Kosten nicht, die noch auf dich zukommen werden... GEZ Gebühren zum Beispiel...
eine private Haftpflicht solltest du dann auch haben...da wirds noch so einige Kosten geben, an die du jetzt nicht denkst.

Eine private Haftpflichtversicherung braucht er ggf. jetzt schon, denn er ist als unverheirateter Volljähriger nur solange mitversichert, so lange er sich in schulischer Ausbildung oder sich direkt anschließender Erstausbildung befindet. Ist dieser länger unterbrochen (Ausnahme ist hierbei Wehr- oder Ersatzdienst) entfällt die Mitversicherung. Das ist unabhängig von der Wohnung - wenn die Kriterien stimmen, ist man auch dann noch mitversichert.

Im Zweifelsfall (längere Unterbrechungen) mal bei der Versicherung deiner Eltern nachfragen, ob die Mitversicherung noch gegeben ist und sich das schriftlich bestätigen lassen.
 

Seven

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Hallo,


danke für eure Antworten.

Wie würde die Ausgangslage denn aussehen wenn ich bei meinen Eltern wohnen bleibe und jeden Tag die 180 km (insgesamt) mit meinem eigenen PKW fahre?

Wäre das am Ende vielleicht optimaler?

Meine Eltern leben auch von der Arge.
Vielleicht könnte die was dazugeben?

Gruß
 
E

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Gast
Wahrscheinlich besser als mit eigener Wohnung. Aber es kommt darauf an, ob du die hohen Fahrtkosten mit eigener Wohnung nicht hättest.
Mein Nachbar ist auch Azubi. Der kommt nur über die Runden, weil die Eltern eine Firma haben und ihm bischen Geld und ein Auto und Benzingeld geben und er auch ab und zu bei ihnen isst.

Aber bei Eltern mit ALG2 bezweifle ich, dass sie dir sehr viel helfen können, eher nur ein bischen.
 

Donauwelle

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Wenn du in der BG bleibst, dann bleiben von deinem Einkommen die ersten 100 EUR und danach 20 % anrechnungsfrei - gleichzeitig steht dir dann auch noch die Versicherungspauschale in Höhe von 30 EUR zu. Bei 540 EUR sind das dann 100 EUR + 30 EUR + 440 EUR * 20 % = 218 EUR
Werbungskosten kannst du nur bei den ersten 100 EUR nicht geltend machen, ich gehe aber davon aus, dass Monatskarte oder Spritkosten etc. die 100 EUR übersteigen, d.h. dass du dann ca. 118 EUR mehr hast, als momentan.

Ich glaube, hier ist es ein Fall, wo es sich nicht lohnt, wenn ein verdienender U25-jähriger nicht in der BG bleibt, da die Werbungskosten bei über 90 km höher als die Werbekostenpauschale sein müssten.

Nimmt man als Beispielwert einen Mietanteil von ca. 200 EUR ergibt sich auf dem anderen Wege ein Einkommen mit Kindergeld von 690 EUR. Abzüglich 200 Miete und 276 EUR Lebenshaltung bleiben noch 214 EUR übrig. Wenn ich hier jetzt davon ausgehe, dass die Werbungskosten über 100 EUR sind, bleibt weniger als in einer BG.

----------

Korrigiert mich bitte, wenn ich hier falsch denke!

-----------

Geld zum Unterhalt eines Autos hättest du dann wohl - die Finanzierung ist aber ein anderes. Wenn man von Anschaffungskosten von ca. 2000 EUR ausgeht, kannst du das mit dem Geld nicht finanzieren.
 
E

ExitUser

Gast
Wie würde die Ausgangslage denn aussehen wenn ich bei meinen Eltern wohnen bleibe und jeden Tag die 180 km (insgesamt) mit meinem eigenen PKW fahre?

Das würde ich dir nicht empfehlen...

Meine Eltern leben auch von der Arge.
Vielleicht könnte die was dazugeben?

Dazu geben? Eher im Gegenteil...
auf jeden Fall aufgepaßt: ab Ausbildungsbeginn gehörst du mit ausreichend eigenem Einkommen nicht mehr in die BG!

Also aufgepaßt beim Fortzahlungsantrag...
 
E

ExitUser

Gast
Wenn du in der BG bleibst, dann bleiben von deinem Einkommen die ersten 100 EUR und danach 20 % anrechnungsfrei - gleichzeitig steht dir dann auch noch die Versicherungspauschale in Höhe von 30 EUR zu. Bei 540 EUR sind das dann 100 EUR + 30 EUR + 440 EUR * 20 % = 218 EUR

Ich denke diese Rechnung ist falsch: Ausbildungsvergütung zählt nicht als Einkommen aus Arbeit, es gibt aber einen ausbildungsbedingten Freibetrag von 90 € (für Werbungskosten, Fahrtkosten z.B.)

Ich denke, es wäre besser am Ausbildungsort zu wohnen, und die Zuschüsse zu beantragen.

Denk mal dran, was du täglich für Fahrzeiten hättest...

und - du wärst die ARGE los!
 

Donauwelle

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Ich denke, es wäre besser am Ausbildungsort zu wohnen, und die Zuschüsse zu beantragen.

Denk mal dran, was du täglich für Fahrzeiten hättest...

und - du wärst die ARGE los!

Hast du eine Quelle dafür? M.E. wurden bei meinem Sohn die Ausbildungsvergütung wie ein normales Einkommen angerechnet - ohne Versicherungspauschale, da unter 18.
 

biddy

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Das steht unter Punkt 8 der Düsseldorfer Tabelle.
Mich würde es aber wundern, wenn die ARGE das bei Berechnungen berücksichtigen würde. Die 90 Euro werden wohl nur bei der Unterhaltsberechnung herangezogen.

8. Die Ausbildungsvergütung eines in der Berufsausbildung stehenden Kindes, das im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils wohnt, ist vor ihrer Anrechnung in der Regel um einen ausbildungsbedingten Mehrbedarf von monatlich 90 EUR zu kürzen.
Link: Düsseldorfer Tabelle 2008
 

Donauwelle

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Das steht unter Punkt 8 der Düsseldorfer Tabelle.
Mich würde es aber wundern, wenn die ARGE das bei Berechnungen berücksichtigen würde. Die 90 Euro werden wohl nur bei der Unterhaltsberechnung herangezogen.

Link: Düsseldorfer Tabelle 2008

Gehe ich auch davon aus.

Ob Zimmer am Ausbildungsort oder bei den Eltern wohnen bleiben - kommt wirklich auf die genauen Rechendaten und Verhältnisse an.

90 km Arbeitsweg können schneller zu überbrücken sein als 10 km von einem zu anderen Ende einer Stadt, wenn sowohl Ausbildungs- als auch Wohnstätte in der Nähe einer direkten Bahnverbindung liegen oder man mit dem Auto gegen den Strom fährt.
 

biddy

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das ist nicht korrekt - und kann jederzeit berichtigt werden!

Ich verstehe jetzt nicht, was genau nicht korrekt ist. :icon_kratz:

Dass ein ausbildungsbedingter Mehrbedarf von 90 Euro vorliegt, ist ja korrekt, wird aber lediglich bei der Unterhaltsberechnung (Familiengericht oder Jugendamt) herangezogen, doch nicht bei der ArGe, oder? Seit wann interessierten die sich für familienrechtliche Dinge?
 
E

ExitUser

Gast
Ich verstehe jetzt nicht, was genau nicht korrekt ist. :icon_kratz:

sagte ich doch: Ausbildungsvergütung ist nicht = Einkommen aus Arbeit

Dass ein ausbildungsbedingter Mehrbedarf von 90 Euro vorliegt, ist ja korrekt, wird aber lediglich bei der Unterhaltsberechnung (Familiengericht oder Jugendamt) herangezogen,

kannst du das belegen?

doch nicht bei der ArGe, oder?

Doch, zumindest hier im Kreis, hab ich aber auch schon von anderen gelesen... wobei ich ja (was hier unerheblich ist) für meine Tochter vorm Familiengericht geklagt habe, weil der ausbildungsbedingte Bedarf meiner Tochter höher war und sie somit noch Kindesunterhalt brauchte und auch die ARGE den Bedarf anerkannt hat, bevor sie aus der BG "entlassen" wurde.

Seit wann interessierten die sich für familienrechtliche Dinge?

Wie gesagt: es wird nicht nur im Familienrecht so gehandhabt...die 90 Euro werden pauschal anerkannt, man kann aber auch tatsächliche Kosten angeben!
 
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