Was kann ich machen, um als ALG2 Empfängerin eine Wohnung zu finden?

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verenasammy

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Ich bin nach kurzer Beschäftigung wieder im ALG 2 Bezug.
Langfristig muss ich mir aus Kostengründen eine günstigere Wohnung suchen ( habe noch keine Aufforderung bekommen).
Leider ist dies mit ALG 2 alles andere als einfach.
Private Vermieter lehnen ALG 2 Empfänger bereits in der Wohnungsanzeige ab.
Wohnungsgesellschaften haben im Moment keine passenden Wohnungen ( auch kein WBS).
Suchradius erweitern bringt nichts ( zu teuer und zu groß).
Passende Wohnungen würde es schon geben, nur wollen die Vermieter keine Mieter die Ihre Miete vom Amt bekommen.
Hat es schon mal jemand geschafft eine Wohnung auf dem freien Wohnungsmarkt ( privater Vermieter) zu bekommen?
Wie konntet ihr den Vermieter überzeugen?
Einen neuen Arbeitsplatz zu finden ist für mich aus verschiedenen Gründen sehr schwer ( darauf kann ich nicht warten).
Welche Möglichkeiten habe ich noch?
 

Buchfan

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Guten Abend @verenasammy ,

es ist mir 2x in meinem Leben gelungen, einen privaten Vermieter zu überzeugen, als ich in ALG II - Bezug war. Das einemal war ich alleinerziehend mit kleinem Kind in Berlin und wurde dem Hausverwalter durch die befreundeten Vormieter empfohlen. Das zweitemal lebte ich im Wendland und suchte den Ort nach dunklen Fenstern ab. Ich wurde fündig und kontaktierte den privaten Vermieter, der die Wohnung noch nicht vermietet hatte, weil dort jemand gestorben war und die Wohnung noch möbliert. Obwohl ich dem (aufgeschlossenen) Vermieter beim zweiten Besuch zu verstehen gab, dass ich erwerbslos war (Hartz 4 gabs damals noch nicht), blieb der Herr bei seiner Zusage.

Das alles liegt nun schon etliche Jahre zurück. Heute leben wir in ganz anderen Zeiten. Es gilt das Prinzip der "Selbstoptimierung", und die Zeiten sind mehr von Äußerlichkeiten bestimmt. Vor 2 Jahren habe ich in einer kleineren, aber sehr beliebten Stadt intensiv nach einer geeigneten Wohnung gesucht und dabei viele Wohnungsbaugesellschaften und private Vermieter angeschrieben. Dafür habe ich meine Einkommensverhältnisse "frisiert". Sonst wäre ich vermutlich nie und nimmer zu Besichtigungen eingeladen worden.

Gefunden habe ich meine kleine Wohnung mit Garten dann aber tatsächlich über eine Wohnungsbaugesellschaft, die den Ruf hat, sozial zu sein.

Viel Erfolg!
 

Jobhändla

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Mein einziger Tipp:
Bewerben, bewerben und nochmals bewerben. An die Caritas kannst du dich wenden und versuchen eine WG zu finden.
Ich habe es vor Jahren nur Aufgrund eines Erbes geschafft welches der Baugesellschaft Sicherheit vermittelt hat.

Habe 110 Bewerbungen geschrieben und an 13 Besichtigungen teilnehmen dürfen.
Achso und natürlich Selbstauskunft beilegen bei der Bewerbung.

Viel Glück!
 

Stauer

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Passende Wohnungen würde es schon geben, nur wollen die Vermieter keine Mieter die Ihre Miete vom Amt bekommen.
Hallo :welcome:
Am Besten ist, wenn Du darüber eine Liste machst, zum Nachweis Deiner Bemühungen. Auch, wenn eine Verdienstbescheinigung von mindestens 1500,-€ verlangt wird, mit auflisten. Dann kannst Du nicht so leicht auf die Straße gesetzt werden. Die Wohnungsbaugesellschaften nehmen niemanden mehr auf ihre Listen auf. Laß Dir das schriftlich bestätigen.
Wohnungsgesellschaften haben im Moment keine passenden Wohnungen ( auch kein WBS).
Du meinst sicherlich auch mit WBS keine passenden Wohnungen. Auch ein Dringlichkeitsschein kann nichts nützen, wenn es keine Wohnungen gibt.
Das Einzige was jetzt noch hilft ist Glück. Davon wünsche ich Dir eine große Portion.
Welche Möglichkeiten habe ich noch?
Auf dem freien Wohnungsmarkt kaum welche. Ü 50 oder Ü60 käme eine Stiftung in Frage. In größeren Städten gibt es mehrere. Diese Wohnungen werden auch an Hartzer vermietet. Auch diese haben längere Wartezeit.
Dafür habe ich meine Einkommensverhältnisse "frisiert". Sonst wäre ich vermutlich nie und nimmer zu Besichtigungen eingeladen worden.
Wenn in der Selbstauskunft fehlerhafte Angaben gemacht werden, ist das ein Grund zur Kündigung.
Ob das so eine gute Idee ist, ist wohl Glückssache, denn mit jeder Mitwirkungspflicht, kann das auffliegen z.B. wenn eine Betriebskostenabrechnung noch nicht vorliegt und dies vom Vermieter bestätigt werden muß.
Bei normalen Mietverhältnissen gibt es soetwas nicht.
 

Antik 63

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Hallo @verenasammy :welcome:
Hat es schon mal jemand geschafft eine Wohnung auf dem freien Wohnungsmarkt ( privater Vermieter) zu bekommen?
Wie konntet ihr den Vermieter überzeugen?
Ja,bei mir hat letztes Jahr ein junger Mann die Chance auf eine Wohnung bekommen,wo das JC die Miete gezahlt hat.

Sei offen und ehrlich und versuche nichts zu verbergen.

Bei mir war das so,ich hatte mich schon damit beschäftigt letztes Jahr,aber ich war noch nicht soweit.
Das erzählte ich auch dem jungen Mann(als er anrief und sagte das,das JC die Wohnung bezahlen würde)er sagte dann ok,das versteht er.

Dann rief er nach 3 Wochen wieder an.Ich sagte wir hätten doch alles besprochen,ja sagte er,er wollte nur nochmal nachfragen.Dann fragte er mich,ob er sich nicht mal Vorstellen könnte bei mir und ob wir dann nochmal Reden könnten.

Er redete,erzählte sehr überzeugend,bis ich sagte wissen sie was,kommen sie und schauen sie sich die Wohnung an und dann sehen wir weiter ;)

Er wohnt immer noch in der Wohnung und hat sogar wieder Arbeit gefunden.

Hier kannst du das mal nachlesen(wenn du möchtest)da hatte ich was geschrieben.
 

Paula Panter

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Hat es schon mal jemand geschafft eine Wohnung auf dem freien Wohnungsmarkt ( privater Vermieter) zu bekommen?
Wie konntet ihr den Vermieter überzeugen?
Ich bin deswegen extra nach Sachsen gezogen, dort gibt es viel freien und günstigen Wohnraum. Die meisten Wohnungen sind sogar modernisiert.
Jede Wohnung die ich besichtigt hatte, hätte ich auch haben können. Klar gab es bei den Anfragen auch ein paar Absagen wegen Hartz IV oder Vermieter die sich garnicht gemeldet hatten, das hat man aber auch, wenn man gutes Einkommen hat.
 

HermineL

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Ich bin deswegen extra nach Sachsen gezogen, dort gibt es viel freien und günstigen Wohnraum. Die meisten Wohnungen sind sogar modernisiert.
Ich weiß ja nicht von welcher Region in Sachsen du redest aber ich kann das absolut nicht bestätigen. Vor 10 Jahren gab es hier noch Wohnungen aber jetzt ist kaum noch eine Wohnung zu finden und wenn dann alles andere als günstig. Günstig sind, wenn überhaupt, nur noch nicht renovierte Hinterhof-Absteigen oder irgendwo in der Walchei wo man ohne Auto nicht mehr vom Fleck kommt.

Jede Wohnung die ich besichtigt hatte, hätte ich auch haben können.
Auch das kann ich nicht bestätigen weil sie hier die Vermieter, inkl. der Wohnungsgesellschaft der Stadt, die Mieter genau aussuchen und man, mit Hartz IV oder kleinem Einkommen, kaum noch eine Chance hat eine Wohnung zu bekommen. In der Summe nichts anders als im Westen auch.
 

verenasammy

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In Bremerhaven hätte ich wahrscheinlich auch bessere Chancen.
Zumindest werden laut Suchanzeigen auch ALG 2 Empfänger genommen.
Das Problem sind wie gesagt nicht unbedingt fehlende Wohnungen ( gibt auch günstige).
Sondern, dass Vermieter keine ALG 2 Empfänger haben wollen.
Ich weiß auch nicht so recht was ich einem Vermieter zum Thema Beruf sagen soll.
 

Sodele

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Bei Wohnungsgenossenschaften gibt es immer wieder freiwerdende Wohnungen... Darum bei allen verfügbaren Genossenschaften auf Warteliste setzen lassen!

Ich hatte selber im Bekanntenkreis eine Wohnungsbesitzerin, die für ihre Wohnung einen Mieter suchte. Da war auch ein ALGII-Bezieher dabei. Nachdem er (in ihrem Beisein) beim Jobcenter die Direktüberweisung der KdU veranlasst hatte, hat er die Wohnung bekommen... Es gibt durchaus Vermieter, die sicher überwiesene Miete vom Staat vorziehen als unsichere MIetzahlungen von Privatpersonen... also bewerben, bewerben, bewerben und dabei die Möglichkeit der sicheren Direktüberweisung vom JC als positives Merkmal nennen!
 

Paula Panter

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Ich weiß ja nicht von welcher Region in Sachsen du redest
Ich meine damit die Stadt Chemnitz, ich weiss aber das es in Leipzig und Dresden deutlich schwieriger ist eine Wohnung zu finden, dass hatte ich vergessen zu erwähnen. Im ländlichen Bereich und wie gesagt in Chemnitz ist es deutlich einfacher.
Ich weiß auch nicht so recht was ich einem Vermieter zum Thema Beruf sagen soll.
Ich habe in meinen Antwortrn auf Wohnungsanzeigen immer gleich geschrieben, dass ich leider kein eigenes Einkommen habe, aber Leistungen vom Jobcenter beziehe und auf Wunsch wäre es möglich, das die Miete direkt vom Jobcenter angewiesen wird.
 

HermineL

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Ich meine damit die Stadt Chemnitz, ich weiss aber das es in Leipzig und Dresden deutlich schwieriger ist eine Wohnung zu finden, dass hatte ich vergessen zu erwähnen. Im ländlichen Bereich und wie gesagt in Chemnitz ist es deutlich einfacher.
Okay für Chemnitz und Raum Görlitz mag das noch so sein aber im Rest nicht. Im Umkreis von 60 Kilometern um Dresden wo ich lebe und ähnlich in Leipzig gibt es nichts günstiges mehr. Die Speckgürtel dehnen sich immer mehr aus. Waren es 2012 noch 10-15 Kilometer so sind es jetzt schon bis zu 60 Kilometer Umkreis. Das liegt auch an den, zwar teuren, aber durch S-Bahn teilweise hervorragend angebunden ÖPNV.

Der Osten ist, bis auf ländliche Gegenden vor allem in Meck-Pom, lange nicht mehr so günstig wie es einmal war.

Bei Wohnungsgenossenschaften gibt es immer wieder freiwerdende Wohnungen... Darum bei allen verfügbaren Genossenschaften auf Warteliste setzen lassen!
Das stimmt nur hast du hier bei uns als H4-Bezieher auch bei denen so gut wie keine Chance mehr.
 

isso

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Was mir persönlich damals geholfen hat, war dass ich meinen SchufaScore mitgenommen habe. Der war recht gut. Zudem habe ich eine Ausnahmegenehmigung vom Sozialamt erhalten, um als U65 in ein Wohnhaus mit WBS Ü65 zu ziehen aufgrund dee damaligen Dringlichkeit. Ich kenne auch Bekannte, wo der aktuelle Vermieter z.B. eine Bestätigung ausgestellt hat, dass die Mietzahlungen immer pünktlich gezahlt wurden und es keine Mietrückstände gibt. Einfach ist das alles aber natürlich nicht. Und der Wohnungsmarkt deutlich angespannter als noch vor einigen Jahren.
 

Birt1959

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Und der Wohnungsmarkt deutlich angespannter als noch vor einigen Jahren.
Stimmt - sogar am A... der Welt.

Der Sohn einer Bekannten hat gerade seine erste Stelle und sucht nun im hintersten Winkel unseres Bundeslandes. Eine Region, die früher mal Zonenrandgebiet war und wo sich seit dem Fall der Mauer eigentlich diverses Viehzeug gute Nacht sagt. Aber die billigen Wohnungen sind nicht günstig, weil mensch etliches handwerkliches Geschick braucht. Wenn das nicht vorhanden ist, wird das teuer.

Ich habe wegen Jobwechsels auch eine günstige Wohnung gesucht, weil ich ewig lang pendeln muss, wenn ich nicht gerade im Home-Office bin. Aber ich fand nichts und da der Vertrag im Herbst ausläuft, suche ich nicht mehr.
 

Woodruff

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In Bremerhaven hätte ich wahrscheinlich auch bessere Chancen.
Zumindest werden laut Suchanzeigen auch ALG 2 Empfänger genommen.

Leider nützt mir eine günstige Wohnung in Bremerhaven auch nichts, wenn die Chancen auf dem Arbeitsmarkt in der Stadt nicht gerade rosig sind.


Verteilung Arbeitslose nach
Rechtskreisen SGB II/SGB III
April 2021
SGB IIISGB II
Stadt Bremerhaven 1.8836.294
Anteil der SGB II-Arbeitslosen an Gesamtzahl der Arbeitslosen in Bremerhaven76,97 %

Sorgen würde jedoch der stetige Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit bereiten. Die Anzahl der betroffenen Personen im gesamten Agenturbezirk liege nun 30 % höher als im vergangenen Jahr.
Quelle: http://www.janvonbroeckel.de/bremerhaven/arbeitsloseinbrhv.html
 

avalanche

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Servus miteinand,

bezüglich Miete war ich früher selber Mieter und mittlerweile haben wir selber eine Wohnung vermietet im ehemaligen Zonenrandgebiet.

Als Vermieter haben wir das monatliche Hausgeld an die Verwaltung der WEG zu entrichten, unabhängig davon, ob die Wohnung bewohnt ist oder nicht. An einer zeitnahen Vermietung waren wir somit durchaus interessiert.

Angerufen haben viele, einige davon sind auch zum Besichtigungstermin erschienen, aber oft war das alte Mietverhältnis noch nicht lastenfrei gestellt, so dass der Sozial-Träger einem Umzug kaum zugestimmt hätte. Wir selber wussten auch nicht, wer überhaupt als Träger in Frage kommt und bei Nachfragen war auf dem Amt selten jemand zu erreichen, angeblich wegen Corona.

Einmal hat sich eine alleinstehende Dame Mitte 40 zusammen mit ihrer Berufsbetreuerin (im Rang einer Diplom-Sozialpädagogin, die aber kein Vormund war) vorgestellt, bei ihr hat es dann sehr gut geklappt, weil die Diplom-Sozialpädagogin das alte Mietverhältnis lastenfrei stellen ließ und den Umzug beim Amt (hier der Landkreis) wohl schlüssig begründet hat. Die Kaution stellte der Landkreis als Darlehen und die Mieterin zahlt das Darlehen in Raten zu 25€ ab. Die Mieterin selber war Aufstockerin und bisher ist die Miete rechtzeitig und in der richtigen Höhe von der Mieterin geleistet worden.

An Stelle der TE würde ich mir jetzt in meinem Landkreis oder meiner Stadt eine Berufsbetreuerin (keinen Vormund) möglichst im Rang einer Diplom-Sozialpädagogin meines Vertrauens suchen und dort gezielt nachfragen, welche Möglichkeiten es gibt.

Schönen Restfeiertag, ave
 

verenasammy

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Danke für den Hinweis mit der Berufsbetreuerin.
Daran habe ich noch gar nicht gedacht.
Und natürlich auch Danke für alle anderen Tipps.
 

Woodruff

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Zur Info

Gesetzlicher Hintergrund: Betreuer bzw. Vormund​

Im Jahr 1992 wurde in Deutschland das Betreuungsgesetz eingeführt, welches das vorher geltende Vormundschaftsrecht – und damit die rechtliche Entmündigung und Vormundschaft im engeren Sinn – abgelöst hat. Seitdem gibt es auch keinen Vormund mehr, sondern einen Betreuer.
Im Fall einer angeordneten Betreuung ist ein eigenes rechtswirksames Handeln des Betreuten nicht automatisch ausgeschlossen. Grundsätzlich bedeutet die gesetzliche Betreuung, dass der Betreuer zwar Rechtshandlungen stellvertretend für den Betreuten vornehmen kann. Der Betreute selbst kann aber ebenfalls weiterhin für sich selbst tätig werden.
Quelle: https://rechtecheck.de/betreuungsrecht-und-vormundschaft-bedeutet-das/
 

avalanche

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Danke für die Rückinfo (#Beitrag 19), aber so genau wollten meine Ehefrau und ich das gar nicht wissen,
um das Mietverhältnis nicht schon am Anfang zu belasten.

Auf mich machte die Mieterin einen aufrechten Eindruck und die Miete samt Nebenkosten zahlt sie rechtzeitig und in der richtigen Höhe.
Das genügt mir eben und könnte von mir aus auf ewig so weiter laufen.

Wegen der Sozial-Pädagogin lief die Anbahnung des Mietverhältnisses auch straight forward
und selbst der Landkreis war noch einigermaßen umgänglich. Das habe ich auch anders erlebt.

SG ave
 

Woodruff

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Wegen der Sozial-Pädagogin lief die Anbahnung des Mietverhältnisses auch straight forward

Davon bin ich auch ausgegangen, wenn eine Berufsbetreuerin sich um eine zu betreuende Person kümmert.

Mein Beitrag war eine reine Info, tut mir leid wenn es missverstanden wurde.

Bin etwas vorbelastet, da ich einige Zeit bei einem Berufsbetreuer gearbeitet habe.
 

verenasammy

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Durch Recherche und Nachfrage bei Vermietern habe ich erfahren, dass die Angst vor Zahlungsunfähigkeit des Mieters nicht das große Problem ist.
Die Miete kann ja auch direkt vom Amt an den Vermieter bezahlt werden.
Viele Vermieter haben Angst, dass ein Hartz 4 Empfänger ihnen die Wohnung zerlegt haben ( Waschbecken aus der Wand gerissen, Laminat aus dem Boden gerissen).
Scheinbar haben viele diese Erfahrung gemacht oder im näheren Umfeld erfahren müssen.
 

Antik 63

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Hallo @verenasammy,
Durch Recherche und Nachfrage bei Vermietern habe ich erfahren, dass die Angst vor Zahlungsunfähigkeit des Mieters nicht das große Problem ist.

Viele Vermieter haben Angst, dass ein Hartz 4 Empfänger ihnen die Wohnung zerlegt haben ( Waschbecken aus der Wand gerissen, Laminat aus dem Boden gerissen).
Ja,Naklar :icon_neutral: Was hat das bitte mit Hartz 4 Empfänger zutun ? Selten so eine blöde und nicht schöne Ausrede gehört.

Ich hatte mal drei Mieter(verschiedene Wohnungen) einen Mann und zwei Frauen,alles total normal und alle am arbeiten. Diese drei Mieter haben mir auch einiges versaut/kaputt gemacht,aber das waren keine Hartz 4 Empfänger :icon_kinn:

Ich hatte an Hartz 4 Empfänger eigentlich nochnicht vermietet,wegen der ganzen Ausfüllerrei und weil ich mich nicht auskannte.Aber das ist ja alles garnicht so schlimm,wie ich(letztes Jahr)festgestellt habe.


Und ich selber kann ja vielleicht auch mal in eine Notlage kommen(wie das jeder könnte)und abhängig vom JC/Amt werden und dann ? Man weiß ja nie,was noch so passiert,im Leben.

Scheinbar haben viele diese Erfahrung gemacht oder im näheren Umfeld erfahren müssen.
Ja,Scheinbar :icon_laber::icon_laber:
 

Stauer

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Viele Vermieter haben Angst, dass ein Hartz 4 Empfänger ihnen die Wohnung zerlegt haben ( Waschbecken aus der Wand gerissen, Laminat aus dem Boden gerissen).
Ja da schimmert auch wieder einmal das gute Staatsklischee durch: Alle Hartzer sind Säufer, Junkys, und völlig durchgeknallt oder ein Mix aus allem.
Hain Blöd Dir Deine Meinung hat ja oft genug darüber berichtet.
Hat es schon mal jemand geschafft eine Wohnung auf dem freien Wohnungsmarkt ( privater Vermieter) zu bekommen?
Mit solchen Sprüchen bestimmt nicht.
 
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