Was kann/darf JC tun, wenn Rentenantrag abgelehnt und Widerspruch eingelegt wurde?

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, mĂŒssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

beob8er

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
12 Oktober 2011
BeitrÀge
19
Bewertungen
0
Hallo,
ich habe eine Bekannte, die vor einigen Tagen ein eigenartiges Schreiben vom JC erhielt. Dieses Schreiben nennt sich Bescheid und man kann innerhalb eines Monats sogar Widerspruch einlegen, so steht es in der Rechtshilfebelehrung.
Dieser (eigenartige) Bescheid hat den Inhalt:
hier: Ergebnis der Àrztlichen Untersuchung zur Feststellung Ihrer ErwerbsfÀhigkeit
gemeint ist hier die Àrztliche Untersuchung beim RVTrÀger, die besagt, dass meine Bekannte voll erwerbsfÀhig ist.
Obwohl es fĂŒr die vergangenen 5 Jahre durchgehende AUs gibt und eine AmtsĂ€rztliche Untersuchung, die vor einem Jahr vom JC veranlasst wurde, belegt, dass die Patientin weniger als 3 Stunden tĂ€glich nur arbeiten kann, kommte der Arzt der RV zu einer völlig anderen Diagnose.
Diese letzte Diagnose mag dem JC ganz gut in den Kram passen, denn damit kann die Schikane nun endlich weitergehen.
Nach meinem VerstĂ€ndnis sollte dieser Bescheid doch anzufechten sein, oder etwa nicht? Der Antrag auf Rente wegen Erwerbsminderung wurde zwar abgelehnt, aber gegen diesen Bescheid wurde Einspruch erhoben. Das JC verhĂ€lt sich so als wĂŒsste es vom diesem Einspruch nichts.
Die Ablehnung des Rentenantrages ist doch meiner Meinung noch nicht rechtskrÀftig solange das Widerspruchsverfahren lÀuft, oder?
WĂŒrde mich freuen, wenn es Menschen gibt, die hierzu etwas derartiges vielleicht auch schon erlebt haben oder aber dazu Genaueres wissen und mir antworten wĂŒrden.
 

gelibeh

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Juni 2005
BeitrÀge
23.664
Bewertungen
17.055
AW: Was kann/darf JC tun, wenn Rentenantrag abgelehnt und Widerspruch eingelegt wurde

Sobald die RV entschieden hat, dass die Bekannte erwerbsfĂ€hig ist, dann hat sich das Jobcenter daran zu halten. Da nutzt der Widerspruch erst einmal nichts, denn die Entscheidung steht bis zum Widerspruchsbescheid/ Ergebnis einer eventuellen Klage. Soll heißen, im Moment gilt sie als erwerbsfĂ€hig. Hab ich alles selber durch. Einzige Möglichkeit im Moment ist, sich weiterhin krank schreiben zu lassen.
 
R

Ramblin Man

Gast
AW: Was kann/darf JC tun, wenn Rentenantrag abgelehnt und Widerspruch eingelegt wurde

Ich frage mich allerdings, was passiert WENN der Widerspruch eingelegt wurde. Damit wÀre doch wiederum die "Feststellung der ErwerbstÀtigkeit" verbunden, und es gibt reichliche Atteste.

Könnte es denn nicht eigentlich so sein, dass, so, als wenn man das erste mal ein EM-Rentenantragsverfahren in Gang setzt, auch beim Widerspruch die ErwerbsfÀhigkeit nicht geklÀrt ist und somit das Jobcenter ab dem Tage, wo nachweislich Widerspruch eingelegt wurde, wieder "zu schweigen" hat?
Hat Deine Bekannte das JC ĂŒber das Widerspruchsverfahren informiert?Man muss das schon selbst tun, die Anderen helfen einem da nicht.

Weiss das JC also nichts davon, dass Widerspruch eingelegt wurde, ist so ein, fĂŒr die Betroffene erschreckender Bescheid, einfach die logische Folge.



Zudem wÀre es interessant, zu erfahren, ob es, trotz der angeblich "vollen ErwerbsfÀhigkeit", EinschrÀnkungen gibt, wie zum Beispiel "Keine Nachtschicht", "kein Stress" oder sowas Àhnliches.

WĂ€re es so, wĂŒrden trotz allem die Möglichkeiten des Jobcenters hinsichtlich SchikaneausĂŒbung beschrĂ€nkt, was immerhin ein kleiner Erfolg wĂ€re.

70% aller RentenantrÀge werden beim ersten Antrag abgelehnt, Widerspruchsverfahren haben eine deutlich höhere Erfolgsquote.
 

gelibeh

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Juni 2005
BeitrÀge
23.664
Bewertungen
17.055
AW: Was kann/darf JC tun, wenn Rentenantrag abgelehnt und Widerspruch eingelegt wurde

Könnte es denn nicht eigentlich so sein, dass, so, als wenn man das erste mal ein EM-Rentenantragsverfahren in Gang setzt, auch beim Widerspruch die ErwerbsfÀhigkeit nicht geklÀrt ist und somit das Jobcenter ab dem Tage, wo nachweislich Widerspruch eingelegt wurde, wieder "zu schweigen" hat?
Laut Auskunft des VDK, der mich damals vertreten hat, nein. Anscheinend hat ein Widerspruch keine aufschiebende Wirkung und die Entscheidung steht erst einmal so. Der Rat war dann eben sich krankschreiben zu lassen. Waren bei mir 2Jahre bis zum Erfolg vor dem Sozialgericht.
 

Anna B.

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
5 Juli 2011
BeitrÀge
7.799
Bewertungen
5.420
AW: Was kann/darf JC tun, wenn Rentenantrag abgelehnt und Widerspruch eingelegt wurde

mir hat der Anwalt genau was anderes erzÀhlt...

denn der Bescheid der DRV hat noch keine Rechtskraft, wenn Widerspruch eingelegt wurde...
die Rechtskraft tritt ja erst ein, wenn keine Rechtsmittel ausgeschöpft wurden..oder eben alles REchtsmittel erschöpft sind...


wenn das JC das nicht versteht (wie so oft)..dann wĂŒrde ich mich auch weiter au schreiben lassen..solange das verfahren lĂ€uft...
wenn dann das JC "Zweifel an der AU" hat, dann können sie ĂŒber die KK und den MDK die ARbeitsunfĂ€higkeit klĂ€ren lassen..

die ganzen bisherigen PrĂŒfungen betrafen ja nur die ErwerbsfĂ€higkeit...!!

das muß man unterscheiden...jemand der erwerbsfĂ€hig ist, kann durchaus arbeitsunfĂ€hig sein...
 

beob8er

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
12 Oktober 2011
BeitrÀge
19
Bewertungen
0
AW: Was kann/darf JC tun, wenn Rentenantrag abgelehnt und Widerspruch eingelegt wurde

mir hat der Anwalt genau was anderes erzÀhlt...

denn der Bescheid der DRV hat noch keine Rechtskraft, wenn Widerspruch eingelegt wurde...
die Rechtskraft tritt ja erst ein, wenn keine Rechtsmittel ausgeschöpft wurden..oder eben alles REchtsmittel erschöpft sind...

So stelle ich es mir auch vor.

Durch die Rechtsmittelbelehrung wird der „Kundin“ die Möglichkeit des Widerspruchs angeboten.:icon_kratz:
Somit sollte es eine unterschiedliche Wirkung haben ob Widerspruch eingelegt wird oder nicht.

Wenn es juristisch eindeutig wĂ€re, dass man in diesem Fall von einer vollen ErwerbsfĂ€higkeit auszugehen hat, wenn dies der Rentenarzt so diagnostiziert, so mĂŒsste eine Widerspruchsmöglichkeit gegen diese vermeintliche Eindeutigkeit vollkommen unlogisch erscheinen.:icon_pfeiff:
 

Anna B.

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
5 Juli 2011
BeitrÀge
7.799
Bewertungen
5.420
AW: Was kann/darf JC tun, wenn Rentenantrag abgelehnt und Widerspruch eingelegt wurde

ich hab vergessen zu erwĂ€hnen, dass die Rechtsmittel natĂŒrlich innerhalb der Frist von 1 Monat eingelegt werden mĂŒssen..

wenn man die Widerspruchsfrist verstreichen lĂ€ĂŸt, dann ist die Entscheidung der DRV..."keine Rente"..rechtskrĂ€ftig und somit muß man quasi wieder dem Arbeitsmarkt zur VerfĂŒgung stehen...
oder man ist ggf. fĂŒr eine bestimmte Zeit wieder au...

wenn es dann dem Mitarbeiter des JC zu doof ist...kann er, bei berechtigten Zweifeln an der AU, die KK einschalten, die dann wiederum den MDK beauftragt, um eine AU zu ĂŒberprĂŒfen und ggf. aufzuheben..
ein Amtsarzt oder ein Ärztl. Dienst des JC kann und darf eine AU nicht aufheben..
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, mĂŒssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten