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Was ist der Kündigungsgrund? jetzt steht Vorstellungsgespräch an

Shanai

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#1
Hallo zusammen,

kurz zu meiner aktuellen Situation:

Seit 2 Jahre befinde ich mich in einem festen Arbeitsverhältnis. Vor ca. 1 Monat hat sich dann mein Chef mit mir zusammengesetzt und meinte, es wäre besser, wenn ich mir einen neuen Job suchen würde, 2 Wochen später folgte die Kündigung. Jetzt bin ich 3 Monate freigestellt. Nachdem es keinen wirklichen Kündigungsgrund gab (mein Arbeitgeber wollte mich einfach loswerden), wurde mir gesagt, ich könne mir einen Kündigungsgrund aussuchen, der auch intern weiter gegeben wird bei Fragen und auch wenn Firmen anrufen würden, bei denen ich mich beworben habe, würde dies so mein Chef weitergeben. Hierzu habe ich mich dazu entschieden, dass es am besten für mich wäre, wenn im Arbeitszeugnis stünde, dass ich selber gekündigt habe. Also wurde nach außen vertreten, dass ich aus persönlichen Gründen gekündigt habe...

Aktuell bin ich fest am Jobsuchen und nächsten Monat folgen schon ein paar Bewerbungsgespräche. Jetzt bin ich ein wenig ratlos, was ich anbringen soll, als Grund "MEINER" Kündigung. Der beste Grund den ich "ergoogeln" konnte, wäre immer noch, dass ich mich weiterbilden möchte und nach einer neuen Herausforderung suche. Allerdings ist das einwenig wiedersprüchlich, das ist schon meine 3. Firma und in jeder Firma war ich etwa 1-2 Jahre beschäftigt bevor ich mir etwas anderes gesucht habe. Eine Weiterbildung ist auch nicht wirklich gegeben, wenn ich im neuen Arbeitsverhältnis den gleichen Tätigkeiten nachgehe...
Andere Möglichkeit wäre es, dass ich sagen würde, dass ich meinen Partner bei der Firma gefunden habe (ist auch tatsächlich so) und dass das auf Dauer nicht gutgegangen wäre!? Weiß nicht wie das kommt?!
Die Entfernung spielt auch nicht unbedingt eine Rolle...

Ich bin ratlos, ich hoffe ihr könnt mir helfen :-/

LG
 

Julchen68

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#2
Hierzu habe ich mich dazu entschieden, dass es am besten für mich wäre, wenn im Arbeitszeugnis stünde, dass ich selber gekündigt habe.
Was exakt steht im Kündigungsschreiben selbst? Nur das zählt.

Zeugnisse als solche braucht man eigentlich niemandem zeigen. Und man kann sie sogar anfechten. Versteig Dich nicht in Märchen.
Wenn Chef das nachfragenden Firmen so sagen will, mag das ok gehen, aber wenn das Amt diesen Schrieb zu Gesicht bekommt, kann's Ärger in Form von längerer Sperre geben. Und denen ist schnurzpiepe, warum. Einzig eklatante Lohnschulden lassen die als Grund gelten.

Die Zeit für eine Kündigungsschutzklage selbst ist leider schon rum. Anstatt sich auf irgendwas "einzulassen", sollte man die bei solch undurchsichtigen Spielchen immer einreichen. Das Schlimmste, was das Arbeitsgericht feststellen kann ist, daß die Kündigung ok ist.

Einer meiner Ex-AGs hat mal versucht mir eine Aufhebung unterzuschieben weil er mit dem Lohn hinterherhinkte. Da hat der simple Satz "ich muß mich mal erkundigen, was genau das ist" schon gereicht, um den blitzeschnell zurückrudern zu lassen.
Fand ich zu dem Zeitpunkt sehr eigenartig, weil ich nämlich genau das meinte, was ich sagte. Ich wußte nämlich wirklich nicht, was das ist.
Sobald sich unseriöse AGs nur mit dem kleinsten bissel an Neugier oder Verstand konfrontiert sehen, suchen sie sich scheint's lieber ein willigeres Opfer.

Leider sieht's so aus als wärst das in diesem Falle Du gewesen.
Also. Was genau liegt an relevanten Dokumenten wirklich vor?
 

Shanai

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#3
Hallo Julchen68,

in der Kündigung steht gar nichts. Das wollte mein aktueller Arbeitgeber so (natürlich nur aus dem Grund, dass ich nicht gerichtlich gegen ihn vorgehen kann...)

Es steht auch nur im Zeugnis drinnen, dass ich selbst gekündigt habe, daher habe ich eine Sperrfrist vom Arbeitsamt nicht zu befürchten...
Alles wurde mit meinem aktuellen Chef so vereinbart, und er gibt es auch so wieder wenn Leute anrufen werden, so dass hier gar keine Verstrickungen entstehen können.


Den Lohn bekomme ich die 3 Monate weiterhin gezahlt. Außerdem habe ich eine Abfindung (die mir gesetztlich zusteht) erhalten. Ein Gang zum Arbeitsgericht bleibt somit erspart (dass ich auf nicht Wiedereinstellung klagen werden, versteht wohl jeder...).

Warum mich letztendlich mein Arbeitgeber los werden wollte kann ich nicht genau sagen, mir wurde ja bis heute kein richtiger Grund genannt. Es gab mehrere Gespräche, bei denen mein Chef mich überaus lobte, ich würde meine Arbeit gut machen etc.
Wie ich schon schrieb, ich habe meinen Partner bei dieser Firma gefunden. Er ist Abteilungsleiter. Und dies passte meinem Chef von Anfang an nicht (es gab deswegen auch mehrere negative Gespräche...). Dazu kommt, dass eine Kollegin von mir, die ebenso eine Beziehung zu einem Kollegen in der gleichen Firma, in ebenso leitender Position, ebenso rausgeschmissen wurde "grundlos" und ihr Partner ebenfalls. Für mich ist dies der einzig wahrscheinlichste Grund wieso es soweit kommen musste...

LG
 

Caso

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#4
in der Kündigung steht gar nichts. Das wollte mein aktueller Arbeitgeber so (natürlich nur aus dem Grund, dass ich nicht gerichtlich gegen ihn vorgehen kann...)
Es steht auch nur im Zeugnis drinnen, dass ich selbst gekündigt habe, daher habe ich eine Sperrfrist vom Arbeitsamt nicht zu befürchten...
Alles wurde mit meinem aktuellen Chef so vereinbart, und er gibt es auch so wieder wenn Leute anrufen werden, so dass hier gar keine Verstrickungen entstehen können.


Den Lohn bekomme ich die 3 Monate weiterhin gezahlt. Außerdem habe ich eine Abfindung (die mir gesetztlich zusteht) erhalten. Ein Gang zum Arbeitsgericht bleibt somit erspart (dass ich auf nicht Wiedereinstellung klagen werden, versteht wohl jeder...).

Warum mich letztendlich mein Arbeitgeber los werden wollte kann ich nicht genau sagen, mir wurde ja bis heute kein richtiger Grund genannt. Es gab mehrere Gespräche, bei denen mein Chef mich überaus lobte, ich würde meine Arbeit gut machen etc.
Wie ich schon schrieb, ich habe meinen Partner bei dieser Firma gefunden. Er ist Abteilungsleiter. Und dies passte meinem Chef von Anfang an nicht (es gab deswegen auch mehrere negative Gespräche...). Dazu kommt, dass eine Kollegin von mir, die ebenso eine Beziehung zu einem Kollegen in der gleichen Firma, in ebenso leitender Position, ebenso rausgeschmissen wurde "grundlos" und ihr Partner ebenfalls. Für mich ist dies der einzig wahrscheinlichste Grund wieso es soweit kommen musste...
1. Du hast eine Abfindung gekriegt, obwohl du aus pers. Gründen nach 2 Jahren gekündigt hast? Gerade, WEIL kein Grund drinsteht, könntest du gegen die Kündigung vorgehen---da hast du was falsch verstanden.
2. Wer selbst (aus persönlichen Gründen) kündigt, bekommt eine 12wöchige Sperrzeit nach § 159 SGB III von der Arbeitsagentur. Garantiert!! Da hast du auch was falsch verstanden.
3. Du hast sowohl die miese Kündigung, die Freistellung und auch das bescheuerte Zeugnis akzeptiert??
5. Daß man nach 1-2 Jahren wechselt aus eigenen *persönlichen Gründen* und im gegenseitigen Einvernehmen, ist bei Karriereleuten durchaus häufig.
Immer in der Hoffnung, ne Sprosse höher zu schaffen.

Hoffentlich kriegst du einen neuen Job in der Zeit!
Potentielle AG wollen meist nicht gleich hören, daß man aus ganz privaten Gründen wechselt. Das könnte ja dort auch gleich wieder passieren.
Interessantes Stellenangebot, guter Eindruck der Firma---Honig ums Maul wollen die haben.
 

evelyn62

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#5
Es steht auch nur im Zeugnis drinnen, dass ich selbst gekündigt habe, daher habe ich eine Sperrfrist vom Arbeitsamt nicht zu befürchten...
Oh Gott, wie kann man sich nur so über den Tisch ziehen lassen?

Die werden nicht nur die Kündigung sondern auch das Zeugnis sehen wollen. Und was die in deine Arbeitsbescheinigung reinschreiben werden weisst du auch noch nicht.

Das VG jetzt sehe ich noch nicht so problematisch an. Wenn wirklich gefragt wird kannst du immer noch sagen, es hätte aus persönlichen Gründen nicht gepasst.

Ich drück dir die Daumen dass es noch vor der Arbeitslosmeldung klappt, sonst hast du ein echtes Problem.
 

Dark Vampire

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#6
Ok dann sind die Beziehungen innerhaöb der Firmen nicht gerne gesehen was ich nachvollziehen kann, besonders wenn einer noch was höheres ist.
 

PingPong

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#7
Ich weiß nicht in welcher Branche du tätigt bist, und in welchem Bereich du einen Arbeitsplatz suchst-könnte man nicht vorerst sagen, der Vertrag wurde nicht verlängert?

Ein Arbeitszeugnis kann man doch auf Wunsch berichtigen!?
 

Lilastern

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#8
@Shanai;

Dein Arbeitgeber hat dich nach Strich und Faden überrumpelt.

Wenn du selber kündigst und der Grund ist nicht wichtig, dann droht dir eine Sperrzeit.

Hat dir das dein Chef versichert, dass du keine Sperrzeit von der AFA bekommst? Die Wahrheit sieht aber ganz anders aus.

Aber dass man sich auf so ein Spiel überhaupt einlässt?

Wenn man dich nach dem Kündigungsgrund frägt, dann würde ich sagen, dass du aus persönlichen Gründen gekündigt hast und mehr würde ich ich dazu nicht sagen.
 

Lilastern

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#9
Ich weiß nicht in welcher Branche du tätigt bist, und in welchem Bereich du einen Arbeitsplatz suchst-könnte man nicht vorerst sagen, der Vertrag wurde nicht verlängert?

Ein Arbeitszeugnis kann man doch auf Wunsch berichtigen!?

Ein ordentliches Zeugnis kann man ja auch einklagen.
 

Shanai

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#10
Wieso sollte ich eine Sperrfrist kriegen? In meiner Kündigung steht ich wurde gekündigt, punkt. Das ist auch das einzige, was das Arbeitsamt interessiert... und selbst wenn. Mein Arbeitszeugnis habe ich mein ganzes Leben lang, die Sperrfrist nur 3 Monate! Natürlich wird es vom Arbeitgeber immer bevorzugt, wenn man selber kündigt wie wenn man gekündigt wurde...

lg
 
E

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#11
Natürlich wird es vom Arbeitgeber immer bevorzugt, wenn man selber kündigt wie wenn man gekündigt wurde...
Nicht unbedingt! Es käme sehr auf den wahren Grund an. Ansonsten könntest Du als nicht loyal zu Deinem AG eingestuft werden.
 
E

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#13
Ich kenne mich leider wirklich nicht aus, was gut ankommt.

"Neue Herausforderungen" klingt doof, sagt irgendwie jeder. Weiterbilden wär auch doof, wenn der neue Job nicht anspruchsvoller als der alte wäre. "Ich wollte mich beruflich verändern." Klingt auch blöd, wenn Du jeden Job nur so 2 Jahre hast, denkt der AG vermutlich, dass Du auch bei ihm Dich dann recht bald verändern willst.

Falls beim Gespräch gefragt wird, warum man gekündigt hat, würde ich also durchaus die Wahrheit sagen. Partner arbeitet auch da und noch dazu in höheren Position. Das sollte eigentlich jedem einleuchten, dass das für Firma und auch Beziehung nicht sooo günstig ist. Wobei es da natürlich auch davon abhängt, wer wo arbeitet. In verschiedenen Abteilungen, wo man sich kaum begegnet, wär das natürlich kein Grund. Aber in derselben Abteilung, da halte ich persönlich das auch für ungünstig, wenn Paare zusammenarbeiten.
 

Lilastern

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#14
Wieso sollte ich eine Sperrfrist kriegen? In meiner Kündigung steht ich wurde gekündigt, punkt. Das ist auch das einzige, was das Arbeitsamt interessiert... und selbst wenn. Mein Arbeitszeugnis habe ich mein ganzes Leben lang, die Sperrfrist nur 3 Monate! Natürlich wird es vom Arbeitgeber immer bevorzugt, wenn man selber kündigt wie wenn man gekündigt wurde...

lg
Dir ist sicherlich bewußt, dass du da noch Probleme bekommen kannst. In der Regel verlangt dein SB dein letztes Arbeitszeugnis.

Und dann widerspricht sich das nämlich, in der Kündigung steht, dir wurde gekündigt und im Zeugnis steht, du hast auf eigenen Wunsch gekündigt.

Du wirst schon noch sehen, der SB nimmt Kontakt mit deinem ehemaligen Arbeitgeber auf, und will den Kündigungsgrund wissen.
 
E

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#15
Ich denke, eine "Betriebsbedingte Kündigung" durch den AG macht sich immer gut.
AfA oder JC prüfen da in der Regel auch nicht groß nach.
 

Caso

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#16
Wieso sollte ich eine Sperrfrist kriegen? In meiner Kündigung steht ich wurde gekündigt, punkt. Das ist auch das einzige, was das Arbeitsamt interessiert... und selbst wenn. Mein Arbeitszeugnis habe ich mein ganzes Leben lang, die Sperrfrist nur 3 Monate! Natürlich wird es vom Arbeitgeber immer bevorzugt, wenn man selber kündigt wie wenn man gekündigt wurde...
Und nun: Du wurdest gekündigt.
Natürlich interessiert es das Amt, warum du gekündigt wurdest.
Betriebsbedingt oder verhaltensbedingt.
Verhaltensbedingt gibt erstmal ne Sperrfrist, falls du keinen Anschlußjob kriegst.
Betriebsbedingt müßte drinstehen.

Aber du hättest gleich schreiben können, ich nehme die Sperrzeit. Punkt!
Und wenn man sich so mit dem AG einigt, dann kann man auch wirklich noch ein Superzeugnis rauskitzeln.
 

Shanai

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#17
Super Zeugnis habe ich bekommen zum Glück... beim Arbeitsamt war ich auch schon, die wollten kaum was wissen, und dem Arbeitslosengeld steht nach der Sachbearbeiterin nichts im Wege... darum geht es hier auch nicht... der einzige Punkt bei dem ich ratlos bin, ist der Grund den ich angeben soll wieso ich gekündigt habe. Das mit meinem Partner halte ich nicht gelogen und auch nicht daher gezogen.

Sollte jemand von einer Firma bei meinem Chef anrufen, bei denen ich mich beworben habe, wurde bereits im Vorfeld mit ihm abgeklärt, dass von ihm dann angegeben wird, dass ich aus "persönlichen" Gründen gekündigt habe. Mehr braucht der Arbeitgeber bei einer Kündigung auch nicht erfahren. Es reicht wenn ich sage bei der Kündigung aus "persönlichen" Gründen und detaillierter kann man ja im Vorstellungsgespräch darauf eingehen...
 

Lilastern

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#18
@Shanai;

Hast es nicht verstanden. In der Regel fordert dein Vermittler vor dem Erstgespräch deine üblichen Bewerbungsunterlagen an. (Natürlich auch Zeugnisfotokopien)
Um dein Bewerberprofil in der Jobbörse erstellen zu können.

Und wenn er dein letztes Arbeitszeugnis liest, dann widerspricht sich das, im Zeugnis steht du hast auf eigenen Wunsch gekündigt.

Und in der Kündigung steht, dir wurde gekündigt. Natürlich will die AFA den Grund wissen.
 

Roter Bock

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#19
@Shanai - Kündigung ohne Kündugungsgrund? Ich nehme an Du hast jetzt die 3 Wochen Frist für eine Klage vor dem Arbeitsgericht verpasst - Ich gratuliere!

Genau das wollte Dein Arbeitgeber. Es ist total ungünstig wenn irgendwie im Zeugnis zu lesen ist, das Du aus eigenen Antrieb gekündigt hast, erst Recht wenn es nicht der Fall war.

Oh no...Weiterbeschäftigung - verpasst, Chancen auf Abfindung - verpasst. Und im Hintergrund reicht der Ex - AG bei Nachfragen potentieller Arbeitgeber durch, das Du möglicherweise ein Low-Performer bist, aber netterweise so gutartig das man alles mit Dir machen kann.

Lerne...ganz schnell. Das ist kein Arbeitsmarkt sondern ein Haifischbecken! Du wirst abgezockt. Ärger mit dem Amt kann es auch noch geben - wenn das Zeugnis erstmal "gesackt" ist.

Roter Bock
 

Lilastern

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#20
@Shanai

Du hast vieles falsch verstanden wie es Caso schon erwähnte.

Genauso wollte es dein Arbeitgeber haben. Wann genau wurde die Kündigung ausgesprochen?

Datum?
 

PingPong

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#21
Darf ich fragen, was dein Lebenspartner zu der KÜ/Zeugnis inhaltlich gesagt hat/sagt!?!?
 

Julchen68

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#22
Das Beste ist, Du machst das so wie Du willst und so wie Dein noch-AG ganz sicher weiß, daß es total prima und unkompliziert ist.

Eine Rückmeldung wäre schön, sobald Du das erste Geld vom Amt oder vom neuen AG bekommen hast.
Rückmeldungen auf solche Dinge sind nämlich leider viel zu selten.

Meine - wenn auch sehr eingeschränkte, da rein persönliche - Erfahrung sagt mir aber, daß Du jetzt durch die verstrichene Klagefrist in einer ganz ganz miesen Position bist. Welche Sicherheit hast Du, daß Dein Chef bei seinen Aussagen und Versprechen bleibt... jetzt wo Du ihm nix mehr kannst? In 2 Monaten kann viel passieren. Und wenn alles so super wäre, warum dann so eine wischiwaschi-Kündigung?
Wie schon mehrfach erwähnt, muß spätestens im Formular fürs Arbeitsamt der Grund eingetragen werden. Der AG ist sogar verpflichtet dieses Formular auszufüllen. Wenn er es nicht tut, bekommt er selber Ärger!

Hoffe Du bekommst schnell einen neuen Job. Ansonsten wirst Du viel "Spaß" haben.
 

jockel

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#23
Mach grundsätzlich nicht den Fehler selbst zu kündigen, sondern lasse Dich vom Arbeitgeber kündigen und zwar am besten aus betriebsbedingten Gründen und nicht aus personen- bzw. verhaltensbedingten Gründen.

Unter den betriebsbedingten Gründen kann der Arbeitgeber z.B. die schlechte Auftragslage als Entlassungsgrund nennen.

Wenn Du selbst kündigst, unterstellt Dir die Arbeitsagentur, daß Du aktiv und mit Vorsatz an Deiner Kündigung im Einvernehmen mit dem Arbeitgeber mitgewirkt hast.

Folge: Sperrzeitbescheid vom Amt für die Dauer max. für 12 Wochen!!!

Laß Dich auch nicht auf Aufhebungs- oder Abwicklungsverträge ein. Die haben die gleichen nachteiligen Wirkungen.

In der Arbeitsrechtssprechung gibt es Urteile, daß Arbeitgeber ihren zu entlassenden Mitarbeitern gegenüber nicht verpflichtet sind, genau auf diese nachteiligen Folgen aufmerksam zu machen. Arbeitgeber lassen Dich also legal ins offene Messer laufen. Arbeitgeber setzen auf die arbeitsrechtliche Unerfahrenheit ihrer Mitarbeiter.

Schließe Dich einer Branchengewerkschaft im Verbund des Deutschen Gewerkschaftsverbunds (DGB) als Mitglied an. Wenn Du 3 Monate ununterbrochenes, beitragzahlendes Mitglied bist, steht Dir ein kostenloser Rechtsschutz im Arbeits- und Sozialrecht durch die DGB Rechtsschutz GmbH zu.

Oder Du wirst zahlendes Mitglied im Sozialverband VdK mit den gleichen Zugangsbedingungen.

Gegenüber der Politik und den Sozialgerichten vertritt der Sozialverband VdK Deutschland die sozialen und politischen Interessen unter anderem von Menschen mit

  • Behinderungen,
  • von chronisch Kranken,
  • von Senioren und Rentnern sowie
  • von Kriegs-, Wehrdienst- und Zivildienstopfern.
Der Verband ist politisch und konfessionell unabhängig.

Quelle: Sozialverband VdK Deutschland ? Wikipedia
Die Rechtshilfe erstreckt sich beim VdK aufs Sozial- und Rentenrecht, die berufliche Rehabilitation, nicht aufs Arbeitsrecht.

Du scheinst relativ ein arbeits- und sozialrechtlich unerfahrener Hüpfer zu sein, dem die Erfahrung auf diesen Gebieten fehlt. Also frage als künftiges Gewerkschaftsmitglied nach einer Schulung im Arbeits- und Sozialrecht und durchlaufe ein niveauvolles Bewerbungstraining (aufpassen - auch da lauern windige Lehrgangsanbieter auf dem freien Markt, die Dich im Anschluß noch als kostenlosen Praktikanten an eine Firma für paar Wochen verhökern, ohne daß daraus ein neues, seriöses Arbeitsverhältnis entsteht), damit man selbst beim nächsten Mal nicht in Fettnäppchen tappt.

Du mußt auch wissen, was mindestens schriftlich in einer Kündigung und in einem künftigen Arbeitsvertrag zu stehen hat. Auch da lauern Fallen. Auf mündliche Kündigungen und Arbeitsverträge bitte nicht einlassen, weil die im Streitfall so gut wie gar nicht vor Gericht sich beweisen lassen.

Du darfst nicht per E-Mail, Fax oder Telegramm gekündigt werden. Das ist arbeitsrechtlich unzulässig.

Du kannst binnen von 3 Wochen ab Tag des postalischen Zugangs bei einer unberechtigten Arbeitgeberkündigung Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht einlegen, wenn dem ein unbefristetes Arbeitsverhältnis von mindestens 6 Monaten vorausging. Erst nach 6 Monaten unbefristeten Arbeitsvertragsdauer greift der gesetzliche Kündigungsschutz im Arbeitsrecht.

Wenn im Unternehmen ein Betriebs- oder Personalrat existiert, so muß der Arbeitgeber zwingend diesem Rat seine Entlassungsgründe vortragen und dessen Zustimmung zur Kündigung einholen, sonst ist die Arbeitgeberkündigung wirkungslos und damit hinfällig, wenn der Arbeitgeber den Betriebs- oder Personalrat übergangen hat. An die Kündigungszustimmung oder -ablehnung durch den Betriebs- oder Personalrat ist der Arbeitgeber allerdings nicht gebunden.

In großen Unternehmen handeln Betriebs- und Personalräte gemeinsam mit der Geschäftsleitung bei Massenentlassungen eine Sozialauswahl aus, deren Entlassungsmerkmale einzuhalten sind und Dich gegebenenfalls schützen können, aber stattdessen andere Kollegen/-innen ersatzweise dann treffen werden.

Auf Abfindung hast Du bei Entlassung kein automatisches Anspruchsrecht. Das erstreitet man sich für gewöhnlich über eine Kündigungsschutzklage, wenn diese in einem Vergleich vorm Arbeitsgericht endet.

Abfindungen werden aufs Alg angerechnet.

Kündigungsschutz ? Wikipedia

Betriebsbedingte Kündigung ? Wikipedia

Zum Neuabschluß eines Arbeitsvertrags ist ein vorgeschalteter, vergütungspflichtiger Probearbeitsvertrag zulässig, mit einer eigenen Laufzeit zwischen 6 Monaten und max. 2 Jahren.

Viele Arbeitgeber versuchen dem Probearbeits- und dem eigentlichen Arbeitsverhälnis noch ein illegales, kostenloses Firmenpraktikum aufzuzwingen. Das darf man nur in begründeten Ausnahmesituationen, z.B. wenn es sich um ein Ausbildungsvertragsverhältnis handelt - Lehrausbildung, Facharbeiterausbildung, Studentenausbildung.

Verfügst Du bereits über einen anerkannten Berufsabschluß mit mehrjähriger Berufserfahrung, dann wird ein Firmenpraktikum unsinnig und zählt zur illegalen, unternehmerisch organisierten Schwarzarbeit, Scheinselbstständigkeit oder -lohndumping. Derartige Praktika sind sittenwidrige Rechtsgeschäfte mit Lohnwuchercharakter nach §§ 138 BGB und 291 StGB.

Lohndumpngarbeitsvertragsverhältnisse sind bedingt zulässig, wenn der orts- oder branchenübliche oder tarifgebundene Arbeitsverdienst max. bis knapp 1/3 unter dem Orts- oder Branchen- oder Tariflichem liegt.

Was zumutbar an vermittelten Jobs bei Arbeitslosen ist, die im Alg-I-Leistungsbezug landen, sagt Dir der § 140 SGB III.

§ 140 Zumutbare Beschäftigungen

(1) Einer arbeitslosen Person sind alle ihrer Arbeitsfähigkeit entsprechenden Beschäftigungen zumutbar, soweit allgemeine oder personenbezogene Gründe der Zumutbarkeit einer Beschäftigung nicht entgegenstehen.

(2) Aus allgemeinen Gründen ist eine Beschäftigung einer arbeitslosen Person insbesondere nicht zumutbar, wenn

  • die Beschäftigung gegen gesetzliche, tarifliche oder in Betriebsvereinbarungen festgelegte Bestimmungen über Arbeitsbedingungen oder
  • gegen Bestimmungen des Arbeitsschutzes verstößt.

(3) Aus personenbezogenen Gründen ist eine Beschäftigung einer arbeitslosen Person insbesondere nicht zumutbar, wenn

  • das daraus erzielbare Arbeitsentgelt erheblich niedriger ist als das der Bemessung des Arbeitslosengeldes zugrunde liegende Arbeitsentgelt.
  • In den ersten drei Monaten der Arbeitslosigkeit ist eine Minderung um mehr als 20 Prozent und
  • in den folgenden drei Monaten um mehr als 30 Prozent dieses Arbeitsentgelts nicht zumutbar.
  • Vom siebten Monat der Arbeitslosigkeit an ist einer arbeitslosen Person eine Beschäftigung nur dann nicht zumutbar, wenn
    • das daraus erzielbare Nettoeinkommen unter Berücksichtigung der mit der Beschäftigung zusammenhängenden Aufwendungen niedriger ist als das Arbeitslosengeld.
(4) Aus personenbezogenen Gründen ist einer arbeitslosen Person eine Beschäftigung auch nicht zumutbar, wenn

  • die täglichen Pendelzeiten zwischen ihrer Wohnung und der Arbeitsstätte im Vergleich zur Arbeitszeit unverhältnismäßig lang sind.
    • Als unverhältnismäßig lang sind im Regelfall Pendelzeiten von i
      • nsgesamt mehr als zweieinhalb Stunden bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden und
      • Pendelzeiten von mehr als zwei Stunden bei einer Arbeitszeit von sechs Stunden und weniger anzusehen.
      • Sind in einer Region unter vergleichbaren Beschäftigten längere Pendelzeiten üblich, bilden diese den Maßstab.
      • Ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs ist einer arbeitslosen Person zumutbar, wenn nicht zu erwarten ist, dass sie innerhalb der ersten drei Monate der Arbeitslosigkeit eine Beschäftigung innerhalb des zumutbaren Pendelbereichs aufnehmen wird.
      • Vom vierten Monat der Arbeitslosigkeit an ist einer arbeitslosen Person ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs in der Regel zumutbar.
      • Die Sätze 4 und 5 sind nicht anzuwenden, wenn dem Umzug ein wichtiger Grund entgegensteht. Ein wichtiger Grund kann sich insbesondere aus familiären Bindungen ergeben.
(5) Eine Beschäftigung ist nicht schon deshalb unzumutbar, weil

  • sie befristet ist,
  • vorübergehend eine getrennte Haushaltsführung erfordert
  • oder nicht zum Kreis der Beschäftigungen gehört, für die die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer ausgebildet ist oder die sie oder er bisher ausgeübt hat.
Fassung aufgrund des Gesetzes zur Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt vom 20.12.2011 (BGBl. I S. 2854) m.W.v. 01.04.2012.
Deine drohende Arbeitslosigkeit unterliegt einer amtlichen Anmeldefrist, sobald Du davon offiziell Kenntnis hast. Hälst Du diese Frist nicht ein, dann zählt Dein "Fehlverhalten" zur unterlassenen Mitwirkungspflicht eines Arbeitslosen und endet mit ... einer Sanktionierung.

Melde gleichzeitig der Arbeitsagentur Deine Arbeitslosigkeit und beantrage zugleich Deinen Alg-I-Ansruch. Lasse Dir den Empfang auf der Melde- und Antragskopie bestätigen.

Gehe nicht ohne im Arbeitslosenrecht erfahrene Begleitperson ins Amt. Die Arbeitsloseninitiative Tacheles e.V. Wuppertal bietet wie auch dieses Forum eine Vermittlung solcher Begleitpersonen an.

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bundesweites Adressverzeichnis Adressen ? Tacheles Adressdatenbank

Arbeitslos, was nun? - Meldefristen | akademie.de

Zum Einlesen ins Arbeitslosenrecht empfehle ich 2 Broschüren vom Fachhochschulverlag Frankfurt am Main, die jedes Jahr überarbeitet herausgegeben werden, so wie sich die Rechtslage und Rechtssprechung jeweils geändert hatte. Die Broschüren sind für jedermann verständlich gehalten.

Fachhochschulverlag.
Der Verlag für angewandte Wissenschaften e.K.
Kleiststraße 10, Gebäude 1
60318 Frankfurt

Tel: (0 69) 15 33-28 20
Fax: (0 69) 15 33-28 40
E-Mail: kontakt@fhverlag.de oder bestellung@fhverlag.de

Die Broschüren kann man direkt beim Verlag bestellen oder in öffentlichen Bibliotheken ausleihen bzw. wenn dort nicht vorrätig über die Fernleihe.

Auch über Arbeitsloseninitiativen oder den örtlichen Buchhandel sind die Broschüren erreichbar.

Für Alg-I-Empfänger

Leitfaden für Arbeitslose
Der Rechtsratgeber zum SGB III
29. Auflage · Erscheinungsjahr: April 2013 · 720 Seiten · Buch/kartoniert
2-farbig · ISBN: 978-3-943787-12-2 · Preis: 18.00 € inkl. 7.00% MwSt.

Für Alg-II-Empfänger

Leitfaden zum Arbeitslosengeld II
Der Rechtsratgeber zum SGB II
10. Auflage · Erscheinungsjahr: 2013 · 864 Seiten · Buch/kartoniert
2-farbig · ISBN: 978-3-943787-14-6 · Preis: 18.00 € inkl. 7.00% MwSt.

thematisch ergänzende Literatur:

Unterkunfts- und Heizkosten nach dem SGB II
Ein Leitfaden
2. Auflage · Erscheinungsjahr: 2013 · 368 Seiten · Buch/kartoniert
2-farbig · ISBN: 978-3-943787-08-5 · Preis: 18.00 € inkl. 7.00% MwSt.

Auch über den Code in den Arbeitszeugnissen, Beurteilungen und Leistungseinschätzungen solltest Du Bescheid wissen, weil sich hinter guten, "wohlwollenden" Formulierungen viel Hinterlist und Niedertracht des Arbeitgebers verstecken kann.

Die Arbeitszeugnisse sollten ungefaltet Dir zugehen.
 

Shanai

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#24
Leute, bitte kommt nicht vom Thema ab, ich wiederhole mich wieder. Es geht nicht um das Thema "Was muss ich tun um Arbeitslosengeld zu bekommen" (das ist mir im moment sowas von SCHEI* egal"... mein Problem/Thema ist das in der Überschift steht "Welchen Kündigungsgrund gebe ich am besten an"....
Ich weiß ich muss scheiße durchmachen aber darum geht es jetzt nicht...
 
E

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#25
Eben. Warum antwortet hier keiner auf die eigentliche Frage?

Wie gesagt, ich würde das mit dem Partner durchaus sagen. Das ist irgendwie verständlich, falls man in derselben Abteilung beschäftigt war.
 

Caso

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792
#27
Leute, bitte kommt nicht vom Thema ab,
... mein Problem/Thema ist das in der Überschift steht "Welchen Kündigungsgrund gebe ich am besten an"....
Keine Ahnung, aber:
Wie und wer dein Gegenüber beim Vorstellungsgespräch ist, wissen wir doch nicht. Du auch nicht.
Welche Fragen überhaupt in deinem Gespräch gestellt werden, wissen wir doch auch nicht. Du auch nicht.
Ich bin der Meinung, es kommt auf die Gesamtsituation bei einem solchen Gespräch an. Die kennt jetzt keiner.

Alles völlig unbekannt.

Vielleicht will man selbst einfach nicht in der gleichen Klitsche wie sein Partner arbeiten?
Wäre einfach, eingängig und auch noch wahr.
 

Birgit26

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#28
Hallo,

war eine betriebsbedingte Kündigung - fertig aus -.
Damit hast du keine Probleme bei einer Bewerbung.

Wenn ich es richtig verstanden habe, bist du ja noch bei deinem alten AG angestellt, nur beurlaubt.
Wenn der AG dir kündigt muss er einen Grund angeben. Er kann dich nicht kündigen, weil du es aus persönlichen Gründen möchtest. Ist ein Widerspruch in sich. Dann musst du schon selber kündigen.

Also alles auf NULL - der will dich los werden, dann bitte mit einer betriebsbedingten Kündigung und einem ordentlichen Arbeitszeugnis. Die hoffentlich angemessenen Abfindung hast du ja schon bekommen.

Sprich noch mal mit ihm und gib ihm den Wink, entweder so oder du gehst zum Arbeitsgericht.
Die finden das Verhalten, die ganze Sachlage bestimmt sehr interessant.
 

Julchen68

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#29
Wenn Du einen wirklich existenten persönlichen und sogar nachvollziehbaren Grund für eine Selbstkündigung hättest haben können, dann darfst Du diesen sicherlich gerne in aller Detailtreue im Vorstellungsgespräch nennen.
Im Gegensatz zum Amt interessiert den neuen AG natürlich nicht der Schriftverkehr rund um die Entlassung (wäre ja noch schöner) sondern nur das Zeugnis.
Du kannst es aber auch allgemein "persönlichen", "familiären", "beziehungstechnischen" Gründen umschreiben.
Denn wenn Du anfängst, Dich in Widersprüche zu verwickeln, die Du ja schon ganz von selbst angedeutet hast, dann sitzt Du ganz schnell blöde da. Kommt im Gespräch echt nicht gut und hemmt die Einstellungsfreude des potentiellen AGs sicherlich erheblich mehr als ein Hinweis auf die persönlichen Verhältnisse, ohne weiter drüber zu reden.

Denn es dürfte ja wohl klar sein, daß je nach Branche ein Vorstellungsgespräch auch mal gerne dazu genutzt wird, um herauszufinden, wie plapperfreudig der Bewerber denn so ist. Gehst Du da zwanglos in persönliche Details, wird man sich fragen, was Du sonst noch alles so ohne nachdrückliche Veranlassung rumerzählst. Und schwups, sind Deine Chancen für die Tonne.

Und denk dran, daß die Geschichte so unkompliziert sein muß, daß Dein Chef bei Rückfragen sich auch noch dran erinnern kann, wie's angeblich war.

Ich bleib dabei: Du bist ziemlich in der Zwickmühle.
Dieser ganze Mist kann Dir so richtig schön im Gesicht explodieren.
 

jockel

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#30
Leute, bitte kommt nicht vom Thema ab, ich wiederhole mich wieder. Es geht nicht um das Thema "Was muss ich tun um Arbeitslosengeld zu bekommen" (das ist mir im moment sowas von SCHEI* egal"... mein Problem/Thema ist das in der Überschift steht "Welchen Kündigungsgrund gebe ich am besten an"....
Ich weiß ich muss Exkrement durchmachen aber darum geht es jetzt nicht...
Zu kurz und falsch gedacht. So lebt man nur vom Hand in den Mund und plant langfristig nicht sein Leben.

Du mußt in langen Zeiten vorausdenken und das gleichzeitig in mehreren Sach- und Rechtsgebieten mit allen Eventualitäten, weil alles in sich verzahnt ist.

Im Prinzip nennt man langfristiges und vorausschauendes Planen, Denken und Handeln - strategisches Vorgehen - so wie im Schach in mehreren Zügen vorausgedacht wird.

Solche Arbeitnehmer sind den Unternehmern meist lästig und unbequem, weil Unternehmer solche Mitarbeiter nicht richtig manipulieren können, so wie es ihnen paßt, wenn der Unternehmer denn ein autoritär handelnder Firmenpatriarch ist. Solche Firnen haben aber auch keine Entwicklungszukunft und werden eingehen.

Gebraucht werden mitdenkende, flexibel einsetzbare Mitarbeiter mit einem möglichst umfangreichen Fach- und Allgemeinwissen und Erfahrung.

Und so was bekommt man durch solide Berufsaus- und -weiterbildung mit Blick auf benachbarte, artverwandte Arbeitsbereiche und Berufszweige. Der Haken, den Unternehmer gerne verschweigen. Solche Fachkräfte könnten ihm was kosten. Leistungsgerecht will der Unternehmer aber fachliches Können und Berufserfahrung nicht, weil das seinen Profit schmälert.

Unternehmer wollen eierlegende Wollmilchschweine für umsonst haben und möglichst sozialpolitisch völlig desinteressiert oder kleinkariert denkend für die Belange der Betriebsbelegschaft.

Unternehmer züchten am Liebsten untertänige, demutsvolle, auf den eigenen Vorteil bedachte Individualisten und Egoisten als Mitarbeiter, die sich gegenseitig bekämpfen, gegeneinander konkurrieren.

Nur ein so gesellschafts- und sozialpolitisch dumm und dämlich gehaltenes Mitarbeitervolk läßt sich hervorragend in Schach oder Zaum halten.

Ich bin für ein Streben nach unbegrenzten Wissen in allen Richtungen. Nur so beugt man eigenen Fehlern vor. Verhindern wird man alle Fehler nicht können, aber begrenzen, wenn man voraus sieht und weiter denkt und zwar arbeitsteilig mit anderen Mitmenschen und sein Wissen und Können mit ihnen teilt und nicht für sich allein behält.

Ganz im Sinne genossenschaftlichem Denken und Handeln - Einer für Alle und Alle für Einen!
 

Caso

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#31
war eine betriebsbedingte Kündigung - fertig aus -.
Damit hast du keine Probleme bei einer Bewerbung.
Einspruch:
Mit einer solchen Aussage kommen die Probleme erst, aber garantiert.

Ruft der neue Stellenanbieter beim alten AG an und fragt:
Sag mal, gehen deine Geschäfte so schlecht? Du kündigst schon betriebsbedingt, habe ich erfahren???
 

Julchen68

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#32
Einspruch:
Mit einer solchen Aussage kommen die Probleme erst, aber garantiert.

Ruft der neue Stellenanbieter beim alten AG an und fragt:
Sag mal, gehen deine Geschäfte so schlecht? Du kündigst schon betriebsbedingt, habe ich erfahren???
Vielleicht steht's deswegen nicht explizit drin? :icon_cool:
 

jockel

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#33
Einspruch:
Mit einer solchen Aussage kommen die Probleme erst, aber garantiert.

Ruft der neue Stellenanbieter beim alten AG an und fragt:
Sag mal, gehen deine Geschäfte so schlecht? Du kündigst schon betriebsbedingt, habe ich erfahren???
Seit wann sind betriebsedingte Kündigungen in Zeiten von Wirtschafts- und Finanzkrisen so ungewöhnlich, daß ein Unternehmer dem anderen Unternehmer extra nach seiner Geschäftslage hämisch nachfragt. Solche Betriebsbedingungen sind ganz normal in einer kapitalistisch geprägten Privatwirtschaft, wo ein Unternehmer dem anderen sein Teufel ist.

Es gibt in dieser Gesellschaftsordnung Kapitalismus keinen fairen Wettbewerb, sondern einen auf Totalvernichtung ausgerichteten Konkurrenzkampf - geht zu wie in einem Haifischbecken, wo der kleingeartete Unternehmerbestand von großen Unternehmern ausgerottet wird.

Das Beispiel Supermarkt gegen Tante-Emma-Laden macht das wohl sehr anschaulich.

Je größer eine kapitalistisch geführte Privatfirma, desto aggressiver die Unternehmensführung und Klüngelbeziehungen zur kommunalen und staatlichen Bürokratie wie zur Politik - Stichwort Lobbyismus.

Konkurrenzkampf wird getrieben durch unternehmerischer Profitgier und Machthunger - folgt der Logik der monopolisierbaren Konzentration der Produktion und Kapital in immer weniger Hände und der Verfilzung von Wirtschafts- und Geldkapital zur monopolisierten Finanzoligarchie.

Dem Kapitalismus ist eine allgemeine Gesellschaftskrise eigen, die durch immer häufiger und heftiger auftretenden zyklischen Krisen geprägt wird. Deshalb rumst es immer wieder und stärker im Kapitalistenkarton.

Also müssen im Kapitalismus betriebsbedingte Kündigungen und Massenentlassungen exponentiell zunehmen.

Ganz aktuell - Es knirscht und kracht in den Personalbeständen der Unternehmen die sich mit der regenerativen Energieerzeugung befassen, weil unsere Bundes-Großkoalition zum Wohle der ollen Energiefossile und Dinos Vattenfall, E-On, RWE, EnBW die Förderung der regenerativen Energieerzeung für Kommunen und Kleininvestoren zusammenstreicht und mit der Energieumlage die Bevölkerung die Zeche zahlen läßt.

Solarwirtschaft verliert jeden zweiten Job - Energienews - Energie - top agrar online

Wenn das keine betriebsbedingt begründeten Entlassungen sind, durch große Lobby-Schmiergeldpolitik ist.

Es gehen auch Firmen den Bach runter durch aggressive Sparorgien. Gespart wird zuerst am Personal, weil die Unternehmerkonkurrenz die Marktbedingungen radikal verschlechtert.

Was ist also ein Mitarbeiter- und Unternehmensschutz zu normalen Marktbedingungen - Mindestlöhne und noch besser flächendenkende Tariflöhne in allen Branchen. So stabilisiert man endlich den Binnenmarkt und die Lebenshaltungsbedingungen, wenn es in allen Betrieben gleichermaßen durchgesetzt wird. Gleichzeitig sinken die Firmeninsolvenzen und Massenentassungen. Es muß wieder sozialverträgliche Vernunft und Verstand in den Unternehmensführungen einziehen und die niedriggelöhnten Schund- wie Sudeljobs verschwinden, an denen CDU/CSU/FDP mitsamt den Arbeitgeberverbänden kleben.
 

Caso

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#34
Seit wann sind betriebsedingte Kündigungen in Zeiten von Wirtschafts- und Finanzkrisen so ungewöhnlich, daß ein Unternehmer dem anderen Unternehmer extra nach seiner Geschäftslage hämisch nachfragt. Solche Betriebsbedingungen sind ganz normal in einer kapitalistisch geprägten Privatwirtschaft, wo ein Unternehmer dem anderen sein Teufel ist.

Es gibt in dieser Gesellschaftsordnung Kapitalismus keinen fairen Wettbewerb, sondern einen auf Totalvernichtung ausgerichteten Konkurrenzkampf - geht zu wie in einem Haifischbecken, wo der kleingeartete Unternehmerbestand von großen Unternehmern ausgerottet wird.

Das Beispiel Supermarkt gegen Tante-Emma-Laden macht das wohl sehr anschaulich.

Je größer eine kapitalistisch geführte Privatfirma, desto aggressiver die Unternehmensführung und Klüngelbeziehungen zur kommunalen und staatlichen Bürokratie wie zur Politik - Stichwort Lobbyismus.

Konkurrenzkampf wird getrieben durch unternehmerischer Profitgier und Machthunger - folgt der Logik der monopolisierbaren Konzentration der Produktion und Kapital in immer weniger Hände und der Verfilzung von Wirtschafts- und Geldkapital zur monopolisierten Finanzoligarchie.

Dem Kapitalismus ist eine allgemeine Gesellschaftskrise eigen, die durch immer häufiger und heftiger auftretenden zyklischen Krisen geprägt wird. Deshalb rumst es immer wieder und stärker im Kapitalistenkarton.

Also müssen im Kapitalismus betriebsbedingte Kündigungen und Massenentlassungen exponentiell zunehmen.

Ganz aktuell - Es knirscht und kracht in den Personalbeständen der Unternehmen die sich mit der regenerativen Energieerzeugung befassen, weil unsere Bundes-Großkoalition zum Wohle der ollen Energiefossile und Dinos Vattenfall, E-On, RWE, EnBW die Förderung der regenerativen Energieerzeung für Kommunen und Kleininvestoren zusammenstreicht und mit der Energieumlage die Bevölkerung die Zeche zahlen läßt.

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Wenn das keine betriebsbedingt begründeten Entlassungen sind, durch große Lobby-Schmiergeldpolitik ist.

Es gehen auch Firmen den Bach runter durch aggressive Sparorgien. Gespart wird zuerst am Personal, weil die Unternehmerkonkurrenz die Marktbedingungen radikal verschlechtert.

Was ist also ein Mitarbeiter- und Unternehmensschutz zu normalen Marktbedingungen - Mindestlöhne und noch besser flächendenkende Tariflöhne in allen Branchen. So stabilisiert man endlich den Binnenmarkt und die Lebenshaltungsbedingungen, wenn es in allen Betrieben gleichermaßen durchgesetzt wird. Gleichzeitig sinken die Firmeninsolvenzen und Massenentassungen. Es muß wieder sozialverträgliche Vernunft und Verstand in den Unternehmensführungen einziehen und die niedriggelöhnten Schund- wie Sudeljobs verschwinden, an denen CDU/CSU/FDP mitsamt den Arbeitgeberverbänden kleben.
Ja.:icon_laber:
Ich hab doch geschrieben, wo ich die Probleme sehe.
Außerdem steht nirgendwo, daß betriebsbedingt gekündigt wurde und darum gehts auch überhaupt nicht, hat der TE wiederholt geschrieben.

Wahrscheinlich gehts dem auch nicht um DEIN Thema.

:icon_pause:
 
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