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Was ist das nu wieder für'n Mist

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Linchen0307

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#1
Heute bekam ich von der ARGE den neuen Bescheid, da ja mein Krankengeld ausgelaufen ist. Unter anderem steht dort: Im Rahmen der Mitwirkungspflicht müsse ich mich bei der Agentur für Arbeit melden, da mir ja ALG I zustünde.
Hee, ALG I, ich bin weiterhin krank geschrieben, habe einen EM Rentenantrag gestellt, auf volle Erwerbsminderung, das heißt, ich müsst mich erwerbslos melden, aber nicht Arbeitssuchend. Somit fällt doch auch ALG I flach oder täusche ich mich da?
Wer kann helfen?

Übrigens liegt der ARGE der EM Rentenantrag vor!
 

Mario Nette

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#2
Stelle doch einfach den Antrag. Die Agentur für Arbeit wird vermutlich sehr schnell klären können, ob sie dir denn überhaupt ALG 1 zahlen muss. Um so schneller sind die in der Feststellung, wenn sie eben nicht leisten müssen. Das haben sie gern so.

Mario Nette
 

Silvia V

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#3
§ 125 Minderung der Leistungsfähigkeit

(1) Anspruch auf Arbeitslosengeld hat auch, wer allein deshalb nicht arbeitslos ist, weil er wegen einer mehr als sechsmonatigen Minderung seiner Leistungsfähigkeit versicherungspflichtige, mindestens 15 Stunden wöchentlich umfassende Beschäftigungen nicht unter den Bedingungen ausüben kann, die auf dem für ihn in Betracht kommenden Arbeitsmarkt ohne Berücksichtigung der Minderung der Leistungsfähigkeit üblich sind, wenn verminderte Erwerbsfähigkeit im Sinne der gesetzlichen Rentenversicherung nicht festgestellt worden ist. Die Feststellung, ob verminderte Erwerbsfähigkeit vorliegt, trifft der zuständige Träger der gesetzlichen Rentenversicherung. Kann sich der Leistungsgeminderte wegen gesundheitlicher Einschränkungen nicht persönlich arbeitslos melden, so kann die Meldung durch einen Vertreter erfolgen. Der Leistungsgeminderte hat sich unverzüglich persönlich bei der Agentur für Arbeit zu melden, sobald der Grund für die Verhinderung entfallen ist.
(2) Die Agentur für Arbeit hat den Arbeitslosen unverzüglich aufzufordern, innerhalb eines Monats einen Antrag auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation oder zur Teilhabe am Arbeitsleben zu stellen. Stellt der Arbeitslose diesen Antrag fristgemäß, so gilt er im Zeitpunkt des Antrags auf Arbeitslosengeld als gestellt. Stellt der Arbeitslose den Antrag nicht, ruht der Anspruch auf Arbeitslosengeld vom Tage nach Ablauf der Frist an bis zum Tage, an dem der Arbeitslose einen Antrag auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation oder zur Teilhabe am Arbeitsleben oder einen Antrag auf Rente wegen Erwerbsminderung stellt. Kommt der Arbeitslose seinen Mitwirkungspflichten gegenüber dem Träger der medizinischen Rehabilitation oder der Teilhabe am Arbeitsleben nicht nach, so ruht der Anspruch auf Arbeitslosengeld von dem Tag nach Unterlassen der Mitwirkung bis zu dem Tag, an dem die Mitwirkung nachgeholt wird. Satz 4 gilt entsprechend, wenn der Arbeitslose durch sein Verhalten die Feststellung der Erwerbsminderung verhindert.
(3) Wird dem Arbeitslosen von einem Träger der gesetzlichen Rentenversicherung wegen einer Maßnahme zur Rehabilitation Übergangsgeld oder eine Rente wegen Erwerbsminderung zuerkannt, steht der Bundesagentur ein Erstattungsanspruch entsprechend § 103 des Zehnten Buches zu. Hat der Träger der gesetzlichen Rentenversicherung Leistungen nach Satz 1 mit befreiender Wirkung an den Arbeitslosen oder einen Dritten gezahlt, hat der Bezieher des Arbeitslosengeldes dieses insoweit zu erstatten.
SGB 3 - Einzelnorm

Das müsste auf Dich zutreffen.Du hast trotz Rentenantrag einen Anspruch auf ALG ,sollte der Antrag durchgehen,dann verrechnen die Arbeitsagentur und die Rentenversicherung später untereinander.

Und hier noch eine Info..
Deutsche Rentenversicherung - Sozialmedizinisches Glossar
 

Linchen0307

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#4
Danke für eure Antworten, ich werde mich gleich heute auf den Weg machen. Die letzten 1 1/2 Jahre bezog ich Krankengeld, gilt das als Berechnungsgrundlage?
 

lopo

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#5
Danke für eure Antworten, ich werde mich gleich heute auf den Weg machen. Die letzten 1 1/2 Jahre bezog ich Krankengeld, gilt das als Berechnungsgrundlage?
Hi.

Zur Bemessung wird nur auf Arbeitsentgelt aus versicherungspflichtigen Beschäftigungen im Bemessungszeitraum zurückgegriffen. Andere Versicherungspflichtzeiten (zum Beispiel Krankengeldbezug) wirken sich nicht mehr auf die Höhe des Arbeitslosengeldes aus.

Grundsätzlich umfasst der Bemessungszeitraum die beim Ausscheiden aus dem Beschäftigungsverhältnis abgerechneten Entgeltabrechnungszeiträume innerhalb eines Jahres vor der Entstehung des Anspruchs.


Sollten im Bemessungszeitraum weniger als 150 Tage mit Anspruch auf Arbeitsentgelt liegen, wird auf das innerhalb der letzten zwei Jahre erzielte Arbeitsentgelt zurückgegriffen.



Können auch hier keine 150 Tage mit Anspruch auf Arbeitsentgelt festgestellt werden, wird das Arbeitslosengeld nach einer von vier Qualifikationsstufen fiktiv bemessen.


Bemessung


§ 132 SGB III
 

lupe

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#6
Hee, ALG I, ich bin weiterhin krank geschrieben, habe einen EM Rentenantrag gestellt, auf volle Erwerbsminderung, das heißt, ich müsst mich erwerbslos melden, aber nicht Arbeitssuchend. Somit fällt doch auch ALG I flach oder täusche ich mich da?
Nein, Du täuscht Dich nicht! Allerdings muß Dein Antrag auch durch sein. Meine EX hatte genau die selbe Situation.
 
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