Was haltet ihr von so einer Maßnahme ?

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So, gerade bin ich vom Amt zurück und habe mich überraschen lassen,was die sich denn für mich ausgedacht haben: Der Träger ist offenbar neu in dem Ort,daher stand die Maßnahme noch nicht im Kursnet. Die Maßnahme nenn sich "Beschäftigungsinitiative Ländliche Region (BLR)". Hier nun die einzelnen Punkte:

Zielgruppe, Ziel & Ablauf:
Das Projekt richtet sich an ALGII-Empfänger.
Sie durchlaufen im Rahmen des Projektes vier verschiedene und wiederkehrende Phasen:
1. Aktivierung und Integration
2. Fachtheoretische Qualifizierung
3. Fachpraktische Qualifizierung
4. Betriebliches Praktikum.

Diese bauen entsprechend Ihres individuellen Leistungsstandes aufeinander auf.

Die Qualifizierung kann in folgenden Bereichen erfolgen:
- Kunden- und Serviceorientierung
- Büroorganisation
- EDV, MS Excel
- Metall
- Eletro
- Wach- und Sicherheitsdienst
- Hausmeisterdienste
- Lager/Logistik.
(Die Auswahl der Bereiche erfolgt auf Grundlage der Integrationsplanung).

Ziel des Projektes ist die Integration auf dem ersten Arbeitsmarkt.


Inhalte
Die Phase der Aktivierung und Integration beinhaltet die Elemente Profiling, Aktivierung, Bewerbungstraining und Stellenauquise. Neben der Analyse vorhandener Vermittlungshemmnisse wird für jeden Teilnehmer eine passgenaue, inividuelle Berufswegeplanung und Integrationsstrategie erarbeitet

Die Phase der fachtheoretischen Qualifizierung beinhaltet neben den Bausteinen EDV, Arbeitsmarkt- und Berufskunde die Kenntnisvermittlung in den einzelnen Fachqualifizierungsbereichen.

In der Phase der fachpraktischen Qualifizierung wird unter Anleitung eines Praxisanleiters das fachtheoretische Wissen umgesetzt.

Die Phase des betrieblichen Praktikums hat das Ziel, die sozialen und fachlichen Kompetenzen unter realen Bedingungen des Arbeitsmarktes zu überprüfen und zu erweitern.



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Bildungsträger ist die "Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gGmbH, Akademie Jena Außenstelle Neuhaus/Rwg". Ach ja: Der ganze Spaß geht fast 1 Jahr....



Was haltet ihr von so einer Maßnahme ? Klingt doch alles nach einer der üblichen "Hauptsache, er ist aus der Statistik raus"-Maßnahmen ,oder?
 

destina

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Standard Was haltet ihr von so einer Maßnahme ?
So, gerade bin ich vom Amt zurück und habe mich überraschen lassen,was die sich denn für mich ausgedacht haben: Der Träger ist offenbar neu in dem Ort,daher stand die Maßnahme noch nicht im Kursnet. Die Maßnahme nenn sich "Beschäftigungsinitiative Ländliche Region (BLR)". Hier nun die einzelnen Punkte:

Zielgruppe, Ziel & Ablauf:
Das Projekt richtet sich an ALGII-Empfänger.
Sie durchlaufen im Rahmen des Projektes vier verschiedene und wiederkehrende Phasen:
1. Aktivierung und Integration
2. Fachtheoretische Qualifizierung
3. Fachpraktische Qualifizierung
4. Betriebliches Praktikum.

Hast Du auch zeitliche Abgrenzungen des Ablaufes 1-4?
 

Volker

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Leider nicht. Aber 4 Module in 12 Monaten...macht nach Adam Riese und Eva Zwerg entweder einen 3x Rotationszyklus oder jeweils ein zusammenhängendes Vierteljahr pro Modul. Beides Mist. Wie's genau abläuft,erfahre ich erst morgen.

Gib doch die infos raus, was für eine Massnahme es letzlich sein soll,
welche Modalitäten (Geld, Träger etc.)
VOlker
 
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Gast
Gib doch die infos raus, was für eine Massnahme es letzlich sein soll,
welche Modalitäten (Geld, Träger etc.)
VOlker


Mehr Infos als die in meinem Ursprungsposting habe ich leider nicht,denn diese Infos habe ich direkt von der Arge gekriegt. Lediglich noch,daß das Projekt aus Mitteln des europäischen Sozialfonds finanziert wird. Träger ist die "Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gGmbH, Akademie Jena Außenstelle Neuhaus/Rwg". Besonders bezahlt wirds nicht,ist also keine Maßnahme mit MAE. Lediglich Fahrgeld wird gezahlt.
 
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FrankyBoy

Gast
Zielgruppe, Ziel & Ablauf:
Das Projekt richtet sich an ALGII-Empfänger.
Sie durchlaufen im Rahmen des Projektes vier verschiedene und wiederkehrende Phasen:
1. Aktivierung und Integration
2. Fachtheoretische Qualifizierung
3. Fachpraktische Qualifizierung
4. Betriebliches Praktikum.

Ich verstehe nicht, warum man da nicht ein Jahr dran hängt und eine ordentliche Abschlußprüfung in einem "ordentlichen" Beruf ablegen kann?

@Werniman

Gibt es irgend ein Zertifikat oder ähnliches?
 
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Gast
Ich verstehe nicht, warum man da nicht ein Jahr dran hängt und eine ordentliche Abschlußprüfung in einem "ordentlichen" Beruf ablegen kann?

Tja...da kann man nur mutmaßen. Entweder hat es finanzielle Vorteile für die Firma,wenn sie regelmäßig neue Teilnehmer nehmen. Oder die Firma weiß,daß sie fachlich bei Weitem nicht in der Lage ist,die Kenntnisse eines ganzen Berufes zu vermitteln. Ich vermute ersteres. Wenn man genauer drüber nachdenkt,hat das auch einen Hintergedanken: Man weiß dort genau,daß die Leute keine Einstellungschancen haben. Ergo wird der Bedarf des Marktes nicht gedeckt und man kann noch mehr Leute "ausbilden"....ein grundloses Loch und quasi die Lizenz zum Gelddrucken für den Bildungsträger.

Ebendiese Maßnahme beginnt dort übrigens dieses Jahr 4x von Neuem: im März, Mai, Juni und August...Dauer jeweils immer etwa 50-51 Wochen (also kein ganzes Jahr,sondern 1-2 Wochen weniger).


@Werniman

Gibt es irgend ein Zertifikat oder ähnliches?


Davon ist auf dem Flyer, den ich von der Arge über die Maßnahme bekam, nirgendwo die Rede. Ich gehe also mal davon aus,daß es kein irgendwie verwendbares Zertifikat o.ä. gibt. Höchstens eine der üblichen Teilnahmebescheinigungen, die weniger als das Papier wert sind,auf denen sie geschrieben sind.
 

Drueckebergerin

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Das ist die übliche Fördergeld-Abzocke...gGmbH.....sagt doch schon alles.

@ Franky......ah, ist schon beantwortet,
Entweder hat es finanzielle Vorteile für die Firma,wenn sie regelmäßig neue Teilnehmer nehmen. Oder die Firma weiß,daß sie fachlich bei Weitem nicht in der Lage ist,die Kenntnisse eines ganzen Berufes zu vermitteln.
Ich vermute beides ! :icon_kotz:
 
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FrankyBoy

Gast
Ich wollte es noch einmal genau wissen denn das ist für mich Geldverbraterei und kein Einstieg in eine Tätigkeit, die auch nur annähernd menschenwürdig entlohnt wird - immer diese Schweinemaßnahmen die eigentlich gar nichts bringen - sollen wir eine gGmbH gründen?
 
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Gast
Ich wollte es noch einmal genau wissen denn das ist für mich Geldverbraterei und kein Einstieg in eine Tätigkeit, die auch nur annähernd menschenwürdig entlohnt wird - immer diese Schweinemaßnahmen die eigentlich gar nichts bringen - sollen wir eine gGmbH gründen?

Seh ich ganz genauso. Ist letztendlich nur eine weitere Möglichkeit, Leute aus der Statistik zu kriegen (in der ich dank Minijob eh nicht drinstand).Apropos Minijob: Den darf ich auch auf 30% zurückfahren,denn für mehr habe ich dann einfach keine Zeit mehr. Die Maßnahme bedeutet für mich also nicht nur Zeitverschwendung,sondern auch noch einen empfindlichen finanziellen Verlust.
Ich glaube,ich werde mich wohl an eins meiner Hobbys zurückerinnern,das ich damals zu Prä-Internet-Zeiten hatte: das lesen englischsprachiger Romane. Gut,daß ich noch einige ungelesene Schmöker daheim hab,die werd ich mitnehmen. Denn ich weiß genau,daß ich irgendwann unverblümt meine Meinung zu so einer Mist-Maßnahme sage,wenn ich mich nicht zusammenreißen und anderweitig ablenken kann. Bin halt ein sehr rastloser Mensch. Mein Frust über solche Maßnahmen ist eh schon sehr hoch. Das wird ein furchtbar langes Jahr. Wollen wir hoffen,daß man sich zumindest das Praktikum selbst suchen kann und viel davon auf dem Plan steht.Ich hab diesbezüglich nämlich schon was im Auge.

Ach ja:Wie schaut's eigentlich aus,wenn man aus verkehrstechnischen Gründen zeitweise nicht zu so einer Maßnahme erscheinen kann ? Wenn beispielsweise eine von 2 Verbindungsstraßen zum Maßnahmeort gesperrt wird,das Busunternehmen deswegen den Betrieb auf dieser Strecke einstellt und man keine Möglichkeit hat,den Maßnahmeort anders zu erreichen ? In dem Fall wäre es ja kein Eigenverschulden,wenn man den Maßnahmeort nicht mehr erreichen kann,oder ?
 
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Gast
Ich frag' einfach noch einmal:

Ist das eine Zuweisung zu einer Maßnahme? Ich meine, sehen diese Dinger so aus?

Entschuldigt, aber so ein Schreiben kenne ich (noch) nicht.:icon_smile:

Von Seiten des Amtes habe ich nur mitgeteilt gekriegt,daß ich an sowas teilnehmen soll. In Schriftform gabs eine geänderte EGV. Stand das gleiche drin,wie in den normalen EGVs,nur im 1.Abschnitt (Leistungen der Arge) steht dann gezielt der betreffende Maßnahmeträger drin. Inkl. Zeitangaben der Maßnahme. Und das ist dann quasi die Zuweisung. Du musst dich dann beim jeweiligen Bildungsträger melden und die erklären dir den Rest. Werde ich in etwa 20min auch tun müssen.
 
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Gast
Aha. Wach- und Sicherheitsdienste kombiniert mit Büroorganisation und Excel. Anschließend wirst Du dann wohl Hausmeister werden? Einfach nur schlimm!

Wirst Du anschließend weiter berichten?

Ich drücke Dir schon mal vorab die Daumen, dass es IN DEINEM SINNE abläuft!

Daß da nichts gescheites dabei rauskommt,dürfte wohl jedem klar sein...das weiß ich,das weiß der Bildungsschuppen und das weiß mit Sicherheit auch die Arge...nur ein paar dämliche Politiker meinen wahrscheinlich,daß so eine schrottige Maßnahme wirklich die Einstellungschancen erhöhen kann. Da fragt man sich allen Ernstes,ob die wirklich so naiv sind,wie sie tun. Das ganze Bildungssystem, in dem die Arge mit drinhängt,ist mittlerweile zu einer riesigen Luftblase geworden. Seien es nun Umschulungen (von 2 Jahre auf 6 Monate gekürzt),irgendwelche "Weiterbildungen" oder überbetriebliche Ausbildungen. Und ich hoffe,daß diese Blase irgendwann platzt und einige Herrschaften aufwachen.

Vielleicht werde ich so eine Art Tagebuch führen und auch regelmäßig mal hören lassen,was da so los ist. Zur Unterhaltung derweilen mal ein Link zu einem anderen Tagebuch aus einer ganz ähnlichen Maßnahme: Schluss mit den Reformen gegen uns !!! | HARTZ IV | Heikos Tagebuch Irgendwie fürchte ich,daß das in "meiner" Maßnahme auch so ablaufen wird.
 
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Gast
...Zur Unterhaltung derweilen mal ein Link zu einem anderen Tagebuch aus einer ganz ähnlichen Maßnahme: Schluss mit den Reformen gegen uns !!! | HARTZ IV | Heikos Tagebuch Irgendwie fürchte ich,daß das in "meiner" Maßnahme auch so ablaufen wird.

Ja, sowas habe ich auch schon hinter mir. Wir sollten zum Außendienst-MA "weitergebildet" werden, um anschließend u.a. Strom an den Mann/Frau zu bringen und wenn der "Unterricht" begann, packten alle ihr Frühstück und die Tageszeitungen aus. Ca. 20 Leute hatten es geschafft, sich einig zu sein. Dozenten spielten keine Rolle mehr in diesen 3 Monaten.:icon_twisted:
 
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Gast
Ja, sowas habe ich auch schon hinter mir. Wir sollten zum Außendienst-MA "weitergebildet" werden, um anschließend u.a. Strom an den Mann/Frau zu bringen und wenn der "Unterricht" begann, packten alle ihr Frühstück und die Tageszeitungen aus. Ca. 20 Leute hatten es geschafft, sich einig zu sein. Dozenten spielten keine Rolle mehr in diesen 3 Monaten.:icon_twisted:

Find ich gut. Im Prinzip habe ich nichts gegen Weiterbildungen...solange sie einen Sinn ergeben und auch auf die Vorraussetzungen der Teilnehmer zugeschnitten sind. Man kann nicht erwarten,daß aus einem Mauerblümchen in 2-3 Monaten ein offensiver und erfolgreicher Verkäufer wird...das klappt ganz einfach nicht. Statt Millionen € in sinnlose Maßnahmen zu pumpen,von denen nur die Bildungsträger profitieren, sollte man Bildungsgutscheine lieber gezielt an interessierte Arbeitslose abgeben,damit die das Geld z.B. für Schulungsmaterialien im Selbststudium Selbststudium oder für Kurse in der VHS ausgeben können. Das bringt m.E. mehr,als irgendeine wild zusammengewürfelte Truppe z.B. in einem Crashkurs in 3 Monaten von einem dahergelaufenen dubiosen Dr.Prügelpeitsch zum Kindererzieher ausbilden lassen zu wollen. :)
 

Coolman

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29 Januar 2009
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So, gerade bin ich vom Amt zurück und habe mich überraschen lassen,was die sich denn für mich ausgedacht haben: Der Träger ist offenbar neu in dem Ort,daher stand die Maßnahme noch nicht im Kursnet. Die Maßnahme nenn sich "Beschäftigungsinitiative Ländliche Region (BLR)". Hier nun die einzelnen Punkte:

Zielgruppe, Ziel & Ablauf:
Das Projekt richtet sich an ALGII-Empfänger.
Sie durchlaufen im Rahmen des Projektes vier verschiedene und wiederkehrende Phasen:
1. Aktivierung und Integration
2. Fachtheoretische Qualifizierung
3. Fachpraktische Qualifizierung
4. Betriebliches Praktikum.

Diese bauen entsprechend Ihres individuellen Leistungsstandes aufeinander auf.

Die Qualifizierung kann in folgenden Bereichen erfolgen:
- Kunden- und Serviceorientierung
- Büroorganisation
- EDV, MS Excel
- Metall
- Eletro
- Wach- und Sicherheitsdienst
- Hausmeisterdienste
- Lager/Logistik.
(Die Auswahl der Bereiche erfolgt auf Grundlage der Integrationsplanung).

Ziel des Projektes ist die Integration auf dem ersten Arbeitsmarkt.


Inhalte
Die Phase der Aktivierung und Integration beinhaltet die Elemente Profiling, Aktivierung, Bewerbungstraining und Stellenauquise. Neben der Analyse vorhandener Vermittlungshemmnisse wird für jeden Teilnehmer eine passgenaue, inividuelle Berufswegeplanung und Integrationsstrategie erarbeitet

Die Phase der fachtheoretischen Qualifizierung beinhaltet neben den Bausteinen EDV, Arbeitsmarkt- und Berufskunde die Kenntnisvermittlung in den einzelnen Fachqualifizierungsbereichen.

In der Phase der fachpraktischen Qualifizierung wird unter Anleitung eines Praxisanleiters das fachtheoretische Wissen umgesetzt.

Die Phase des betrieblichen Praktikums hat das Ziel, die sozialen und fachlichen Kompetenzen unter realen Bedingungen des Arbeitsmarktes zu überprüfen und zu erweitern.



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Bildungsträger ist die "Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gGmbH, Akademie Jena Außenstelle Neuhaus/Rwg". Ach ja: Der ganze Spaß geht fast 1 Jahr....



Was haltet ihr von so einer Maßnahme ? Klingt doch alles nach einer der üblichen "Hauptsache, er ist aus der Statistik raus"-Maßnahmen ,oder?

Alles Dreck und nichts als leere Versprechungen !!! :icon_evil::icon_evil::icon_evil:
 

Martin Behrsing

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Zieht Euch mal die Selbstbelobung dieses Trägers rein.

Berufliche Integration
Bessere Chancen als davor
Neuhäuser Außenstelle der Akademie Jena besteht ein Jahr
Von Raimund Sander

Neuhaus - Seit fünf Monaten läuft an der


Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) Jena, Außenstelle Neuhaus, eine Maßnahme mit dem etwas verwirrenden Namen "Beschäftigungsinitiative Ländliche Region", in der 80 ALG-II-Empfänger aus dem Altkreis Neuhaus auf eine Integration auf dem ersten Arbeitsmarkt vorbereitet werden sollen. Dieses in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) "Grundsicherung für Arbeitslose" im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt durchgeführte Projekt, gefördert durch den Europäischen Sozialfonds, gliedert sich in vier verschiedene und wiederkehrende Phasen: Aktivierung und Integration, fachtheoretische und fachpraktische Qualifizierung sowie ein betriebliches Praktikum. All das hört sich sehr theoretisch an, so dass es nicht verwundert, wenn durch das Arbeitsamt vermittelte Teilnehmer mit besonderer Skepsis an diese Maßnahme herangehen, wie man in einem im Internet veröffentlichten "Erwerbslosen Forum Deutschland" vom März dieses Jahres nachlesen kann. Viel zu dieser Skepsis haben sicherlich die zahlreichen, im Gießkannenprinzip "verordneten" Lehrgänge beigetragen, die für die Mehrheit der Langzeitarbeitslosen letztlich überhaupt nichts brachten, geschweige denn einen Job.


........ FREIES WORT | Bessere Chancen als davor
 

physicus

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"Beschäftigungsinitiative Ländliche Region", in der 80 ALG-II-Empfänger aus dem Altkreis Neuhaus auf eine Integration auf dem ersten Arbeitsmarkt vorbereitet werden sollen. Dieses in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft (ARGE)...

Haben Langzeitarbeitslose überhaupt eine Chance auf einen Job? "Ja", bekräftigt Schreppel, "drei Teilnehmer des ersten Kurses wurden bereits in einen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt vermittelt."


erfolgsquote keine 5 %, da braucht man sich nicht auf die schulter klopfen herr Schreppel,
dafür würden sie von mir keinen cent bekommen, das ist eher eine wirtschaftlich katastrophe, wenn man sieht was sie in dieser zeit für steuergelder verbrennen....:icon_kotz:

gruß physicus
 
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Gast
...sowie ein betriebliches Praktikum.
Eins ? Eigentlich sind es 2 Praktika á 2 Monate.


All das hört sich sehr theoretisch an, so dass es nicht verwundert, wenn durch das Arbeitsamt vermittelte Teilnehmer mit besonderer Skepsis an diese Maßnahme herangehen, wie man in einem im Internet veröffentlichten "Erwerbslosen Forum Deutschland" vom März dieses Jahres nachlesen kann.
Da Hr.Schreppel von meinem Nicknamen auf meinen Realnamen schließen kann,weiß ich schon, wen er Anfang September zum "persönlichen Gespräch" einladen wird. Natürlich wieder in Anwesenheit von 1-2 anderen Dozenten,um den betreffenden Teilnehmer richtig einzuschüchtern.

1.An dieser Stelle sei eins gesagt,lieber Herr Schreppel: Wenn Sie mir irgendwas zu sagen haben,dann tun Sie's in Zukunft bitte nur noch in schriftlicher Form. Denn was frühere Gespräche und mündliche Anweisungen angeht,so scheinen Amnesieanfälle durchaus vorzukommen.

2.Auch wenn sie's gerne hätten,so werde ich mich nicht zu einem Fehlverhalten hinreißen lassen, welches einen Ausschluß aus der Maßnahme rechtfertigt und eine Sanktion der Arge zur Folge hat.

3.Die Forderung nach anspruchsvolleren Aufgaben ziehe ich hiermit zurück. Als ich sagte,ich sei z.B. mit den einfachen Excel-Aufgaben unterfordert, dachte ich eher an etwas Aufgaben des gleichen Bereichs...nicht jedoch an seitenlange Abhandlungen über Themen,die selbst studierte BLW'ler ins schwitzen bringen. Da wollte mich wohl jemand scheitern sehen,oder ? Da mache ich in Zukunft lieber wieder Dienst nach Plan und nutze die überflüssige Zeit für eigene Angelegenheiten. Auch auf die Gefahr hin,daß Ihnen das sauer aufstößt.



Ach ja...noch eins zu meiner Abmahnung im Juni: Als die Maßnahme begann, erzählte uns ein euphorischer Herr Schreppel,daß die FAW vorhandenen Kenntnisse der Teilnehmer unterstützen und fördern möchte. Als ich meine vorhandenen Kenntnisse nutzte,bekam ich wegen "Eigenmächtigen Veränderungen an der EDV" eine Abmahnung. Ist es da verwunderlich,wenn ich hier im Forum die Aussage tätige,daß Eigenintiative in der FAW nicht erwünscht ist und die Leute maximal Dienst nach Plan machen sollen ? Denken Sie mal drüber nach!



Viel zu dieser Skepsis haben sicherlich die zahlreichen, im Gießkannenprinzip "verordneten" Lehrgänge beigetragen, die für die Mehrheit der Langzeitarbeitslosen letztlich überhaupt nichts brachten, geschweige denn einen Job.

Auch wenn ich bezweifle,daß diese Aussage von der FAW kommt,so stimme ich ihr vollkommen zu. Die wenigsten Teilnehmer sind freiwillig bei dieser Maßnahme. Nicht so sehr,weil sie zu faul zur Teilnahme sind,sondern weil die meisten davon schon ähnliche Maßnahmen hinter sich haben und die Erfolgsaussichten kennen.

Sein wir doch mal ganz ehrlich: Wer glaubt eigentlich,daß wir nach einem knapp 4monatigen Crashkurs in einem Beruf,von dem ein Großteil der Teilnehmer vorher keinen Schimmer hatte, wirklich eine Einstellungschance haben ?


Was die 3 Vermittlungen angeht: Ich bin ja mal gespannt,wer das ist. Als wir Anfang Juli ins Praktikum gingen,hatte nur einer der Teilnehmer des 1.Durchgangs einen Job gefunden: Und damit hatte FAW m.W. nichts zu tun.

 

Leidensgenosse

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Hallo!
Ich bin durch den Beitrag im "Freien Wort" auf dieses Forum aufmerksam geworden. Ist Selbstbeweihräucherung nicht eigentlich nur in Kirchen erlaubt ? :icon_twisted: Ich sitze auch in dieser Maßnahme fest, wenn auch in einem anderen Durchgang. Den User Werniman kenne ich aus einigen gemeinsamen Unterrichtsstunden und aus den Pausen. Denn da haben die Teilnehmer ja die Gelegenheit, sich über die negativen Aspekte der Maßnahme auszutauschen. Was die Teilnehmer nicht selbst erzählen, tun dann die einen oder anderen Dozenten,offenbar um eine abschreckende Wirkung auf den Rest zu erzielen.
Ich kann Wernimans Groll gut verstehen und kann das meiste davon durchaus bestätigen. Anfangs hielt ich die Geschichten seiner Gruppe für übertrieben, inzwischen weiß ich es leider besser. Daher klingt dem aufmerksamen Leser hier vielleicht das eine oder andere schon vertraut.
In jedem Durchgang picken sich die Mitarbeiter gleich am Anfang der Maßnahme 1-2 Teilnehmer heraus,die sie auf dem Kieker haben. Das sind bevorzugt Leute,die sich nicht alles gefallen lassen und auch mal ihre Meinung Kund tun. In Gruppe 1 ist es offenbar Werniman, in den anderen Gruppen sind es andere Teilnehmer (auch in meiner Gruppe). Gegen "Aufmüpfigkeit" seitens der Teilnehmer wird durch FAW gern das Mittel der Sanktion durch die Arge erwähnt oder es wird gesagt, welche Strafen andere Teilnehmer bekamen. Leider fruchtet das bei den meisten anderen Teilnehmern,daher halten sie die Klappe.
Daß Werniman eine Abmahnung bekommen hat,wussten wir fast genausoschnell wie er selbst. Allerdings hat man uns einen anderen Grund genannt,als wirklich in dieser Abmahnung drinstand (ich habe das Ding gelesen). Das ganze Schreiben macht den Eindruck, als wollten die FAW-Mitarbeiter lediglich ein Exempel statuieren. Allerdings befürchtete man offenbar,daß eine Abmahnung wegen der mangelnden IT-Sicherheit zum Bumerang werden könnte, weswegen man sich zur Wahl eines m.E. vollkommen hirnrissigen Grundes entschied.
Daß es überhaupt zur Abmahnung gekommen ist,ist eigentlich kein Wunder. Soweit ich weiß,hat Werniman eine IT-Ausbildung. Was Computer angeht, bin ich selbst allenfalls fortgeschrittener Amateur. Allerdings blieb es auch mir nicht verborgen,daß die IT-Anlage bis vor einigen Wochen relativ dilletantisch installiert war. Ist es da ein Wunder,wenn sich jemand mit IT-Ausbildung näher mit den Sicherheitsmängeln beschäftigt und die vielleicht auch zu seinem Vorteil ausnutzt ? Diese Mängel gingen teilweise sogar in den Bereich der Illegalität. Soweit ich das weiß, hat Werniman die Mängel auch kundgetan....geändert hat sich aber bis vor einigen Wochen nichts, dann wurden zumindest einige davon abgestellt.
Ob das Ausforschen von Sicherheitsmängeln nun ok ist, sei mal dahingestellt. Aber jemanden wegen seinem berufsbedingten Interesse und als "Dank" für seine Hinweise abzumahnen, finde ich schon reichlich hochnäsig von der FAW. Wer im Glashaus sitzt,sollte nicht mit Steinen werfen, liebe FAW.
 
G

Gelöschtes Mitglied 4560

Gast
Meine Meinung
Lebenszeitverschwendung.

Hauptsache Arbeit. Lohn?? davon sacht Merkel nix. Genau soviel gibt es dann auch.

Das mit den Praktika kann für ARGE teuer werden. Pratikum ist eine Bildungsveranstalltung. Steht die Arbeitsleistung im Vordergrund, hat diese auch bezahlt zu werden ( § 612 BGB)
 
E

ExitUser

Gast
Sein wir doch mal ganz ehrlich: Praktika werden doch schon längst nicht mehr für das genutzt, wofür sie eigentlich gedacht sind: die erlernten Kenntnisse auch mal praktisch anzuwenden und zu festigen. Einem guten Maßnahmeträger *sollte* etwas daran liegen,die Leute in passende Praktika zu vermitteln, denn es ist schon schwer genug, nach so einer "Mini-Umschulung" überhaupt einen Job zu finden. Hat man dann nicht mal ein passendes Praktikum absolviert,ist sinkt die Einstellungschance auf einen Wert um Null Prozent.

Gerade jetzt Zeiten von Wirtschaftskrise, Auftragsmangel und Kurzarbeit nehmen selbst Firmen,deren halbe Belegschaft früher aus Praktikanten bestand, nur noch ungern welche...wenn überhaupt. Von daher kann ich es verstehen,wenn auch die Maßnahmeträger (welche ja oftmals mit ihren angeblich ausgezeichneten Verbindungen zur Wirtschaft geradezu "werben"),auch nur unter großen Anstrengungen Praktikumsstellen heranschaffen können. Davon, dass Praktika vom Grundgedanken her zum vermittelten Lernstoff passen sollten und vielleicht eine anschließende Anstellung winkt, ist dabei schon längst keine Rede mehr. Klar,Wunder können auch sie nicht bewirken.
Ich empfinde es aber als fast verhöhnend, wenn der Maßnahmeträger diese Anforderungen selbst nicht erfüllen kann, sie jedoch denjenigen zur Bedingung macht, die sich ihr Praktikum selbst suchen.
 
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