Was haltet ihr von dem neuem sozialem Projekt "MitArbeit"? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Jamaz

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Die Bams baut auf ein neues soziales Projekt.

Wenn ich das richtig verstanden habe, sollen Langzeitarbeitslose bei einem Arbeitgeber arbeiten und der Arbeitgeber bekommt dann 100 % dafür. Heißt der Arbeitslose arbeitet als kostenloser bei einem Arbeitgeber.
 
E

ExitUser 55598

Gast
In meinem JC gibt es auch grade ein neues Projekt. Dort bekommt man das mehrwöchige Probearbeiten bei einem Arbeitgeber zusätzlich zum Hartz IV bezahlt, vom Jobcenter aus. Das finden Arbeitgeber natürlich toll....;)

In ähnlicher Form gab/gibt es das doch schon ewig. Man denke nur an die ABM Stellen oder den Zuschüssen bei Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit...das kann alles trotzdem nicht drüber hinweg täuschen, dass es nunmal mehr Arbeitslose als freie Stellen gibt und außerdem wird das von AG s natürlich ausgenutzt.
 
D

Dinobot

Gast
Die Bams baut auf ein neues soziales Projekt.
Das BMAS hat dieses Projekt anlog zum Teilhabechancengesetz.verortet, bzw. den Inhalt von Maßnahmen unter dem Oberbegriff MitArbeit. Da gibt es hier bereits einen sehr umfangreichen Trread , wo du immens viele Meinungen und Informationen dazu finden und dich ggf. beteiligen kannst:

 

schlussjetzt

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Was ich davon halte? Nichts! Wenn ein AG einen AN einstellen möchte, dann nur, weil er sich diesen 1.) leisten kann und 2.) sich diesen auch leisten möchte. Wenn ein AN nichts kostet, dann wird er auch so behandelt. Wieso sagt der Steuerzahler nichts dazu?
 

Jamaz

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Wie wird denn da die Entlohnung bemessen?
Der AG bekommt einen Zuschuss von 100 % und der Arbeitslose bekommt weiterhin Kranken- und Rentenversicherung (keine Arbeitslosenversicherung!) bezahlt.


dass es nunmal mehr Arbeitslose als freie Stellen gibt und außerdem wird das von AG s natürlich ausgenutzt.
Kann doch nicht sein, da die Arbeitslosenstatistik seit über 3 Jahren auf Tiefstand ist.
 

Regensburg

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Moin :)
Wie wird denn da die Entlohnung bemessen?
Nach meinem Wissen, um Missbrauch zu vermeiden, wird nur das Mindestlohn bezahlt.
Ab und zu lese ich das auch ein Tariflohn bezahlt wird - bin ich mir aber nicht sicher = glaube ich nicht....
 

Merse

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Durch sowas ähnliches habe ich meine Vollzeitstelle bekommen. Sollte eigentlich erst auf 450€-Basis sein. Der AG hat sich beim JC erkundigt, ob man da irgendwas fördern könnte ("Die können ruhig auch mal irgendwas machen statt ständig nur zu fordern"), worauf es hieß, man solle mich in Vollzeit beschäftigen und man würde ein Jahr meinen Lohn übernehmen, wenn ich mindestens zwei Jahre beschäftigt werde. Bin jetzt seit vier Jahren dort und bekomme auch mehr als nur Mindestlohn.
 
D

Dinobot

Gast
Nach meinem Wissen, um Missbrauch zu vermeiden, wird nur das Mindestlohn bezahlt.
Ab und zu lese ich das auch ein Tariflohn bezahlt wird - bin ich mir aber nicht sicher = glaube ich nicht..
Wie schon gesagt, das läuft alles nach den Bedingungen aus dem Teilhabechancengesetz . Was die Bezahlung angeht -gilt die zuletzt verabschiedete Bemessungsgrundlage aus dem Gesetz:

https://www.erwerbslos.de/images/Tabelle_TeilhabechancenG_Endfassung.pdf

Mit rot sind dort die noch zuletzt eingebrachten Änderungen gekennzeichnet.

Eigentlich macht es aber wenig Sinn für Sachlagen nach 16i und 16e noch einen neuen Thread zu bemühen. -ist meine Meinung dazu
 

Jamaz

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Seit 4 Jahren? Wow, das Konzept wurde doch erst 2018 vorgelegt.

Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren. Und jetzt auch noch Gratis-Arbeiter. Ein Unternehmerparadies.
Verbessert womöglich die Infrastrukturen ;)

Ernsthaft: Wofür wurde all die Jahrzehnte mit Gewerkschaften gestreikt?
 

Kerstin_K

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Naja, im Einzelfall kan so ein Zuschuss schon helfen. Ich habe Anfang der Neunziger für ein kleines Umweltlabor gearbeitet. Die Firma war immer knapp bei Kasse, weil oft eine aufwendige Methodenentwicklung vorfinanziert werden müsste, bevor Geld reinkam. Die haben auch einen Lohnkostenzuschuss für mich bekommen, ich weiss nicht genau, wie lange und wieviel.

Nach 5 Jahren ist ein Großauftrag weggefallen, ueber den die gesamten Personalkosten abgewickelt wurden (wurde immer jährlich verlängert, dann plötzlich nicht mehr). Das Bedeutete Konkurs.

Ich habe gerne dort gearbeitet, das Betriebsklima war Klasse.
 
D

Dinobot

Gast
Der DGB fordert doch gerade die Unternehmen dazu auf, diese "Förderung" zu unterstützen.
Der DGB sitzt in vielen Beiräten der Jobcenter. Nur deswegen . Tatsächlich sieht die Wahrheit über das Teilhanbechancengesetz -in deren Bedeutung für die Umsetzung ganz anders -nämlich absolut finster aus:

https://www.erwerbslos.de/images/Teilhabe-zweiter-Wahl.pdf

Die Argumentationen darin sind stichhaltig und dienen alternativ wunderbar zu einer "Vorlesung" zur Abwehr -bei demnächst Betroffenen . Zumindest viele Passagen daraus sollten den Sb schwer zu schaffen machen ...immerhin ein Statement vom Förderverein gewerkschaftlicher Arbeitslosengruppen.

Das mal ganz grundsätzlich -sozusagen als Empfehlung und Mahnung -was einem Betroffenen damit wirklich angetan werden wird.

Und dagegen nimmt sich das Statement der Gf des deutschen Städtetages wie Hohn aus:

Die Städte setzen sich seit Jahren für einen sozialen Arbeitsmarkt ein. Denn Ausgangspunkt für soziale Teilhabe der Menschen ist in erster Linie, dass sie einen Arbeitsplatz haben. Hierdurch erfahren sie Wertschätzung, ihre Lebensqualität verbessert sich, was auch ihren Familien zugute kommt.
Quelle:Deutscher Städtetag - Städtetag begrüßt sozialen Arbeitsmarkt – Förderung nach Mindestlohn ist Hürde für tarifgebundene Unternehmen

Wertschätzung und Verbesserung der Lebensqualität wäre für mich jedenfalls mit einem Pseudoarbeitsplatz -mit integriertem Überraschungs-Zeitzünder (Abberufung )des Jobcenters NICHT nachvollziehbar.

Aber der Städtetag glänzt ja aktuell auch mit anderen Forderungen, den neuen Zolls FKS mit erweiterten Befugnissen zum Zugang in Privatwohnungen von Selbständigen auszustatten, was ich schlichtweg für einen Skandal halte. Aber das ist ein anderes Thema, zeigt aber deutlich die "Wertschätzung" derer zum Arbeitslosen bzw. Selbständigen mit Zuzahlung vom Jobcenter an sich .
 
H

Helia

Gast
was auch ihren Familien zugute kommt.
Extrem bedenklich finde ich die Unterwanderung des Datenschutzes allgemein. "Sippenhaft" gibt es ja nicht mehr, deswegen muss den Familien "was zugute" kommen. Und bei der ganzen Plauderei bei diesen obligatorischen regelmäßigen "Gesprächen" mit geschulten und vertrauenserweckenden Couches werden letztlich auch Fakten und Daten erfasst, die über den jeweiligen "Teilnehmer" über dessen Familie und weit darüber hinaus gehen. Denn es geht in diesen "Gesprächen" ja offenbar auch um das "soziale" und "berufliche" Umfeld.

Eigentlich unmöglich, nicht in deren Datenbanken zu landen, auch wenn man vordergründig vollkommen unbeteiligt ist.
 

Jamaz

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Naja, im Einzelfall kan so ein Zuschuss schon helfen. Ich habe Anfang der Neunziger für ein kleines Umweltlabor gearbeitet. Die Firma war immer knapp bei Kasse, weil oft eine aufwendige Methodenentwicklung vorfinanziert werden müsste, bevor Geld reinkam. Die haben auch einen Lohnkostenzuschuss für mich bekommen, ich weiss nicht genau, wie lange und wieviel.

Nach 5 Jahren ist ein Großauftrag weggefallen, ueber den die gesamten Personalkosten abgewickelt wurden (wurde immer jährlich verlängert, dann plötzlich nicht mehr). Das Bedeutete Konkurs.

Ich habe gerne dort gearbeitet, das Betriebsklima war Klasse.
Wenn das Betriebsklima stimmt und kein ständiges Mobbing ertragen werden muss, ist das eine gute Sache.

Hast du denn die Bezuschussung als Bonus zur Bewerbung angegeben, oder wurde dir das Labor durch den Vermittler angeboten? Läuft das generell über den Vermittller?
 

Kerstin_K

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Hast du denn die Bezuschussung als Bonus zur Bewerbung angegeben, oder wurde dir das Labor durch den Vermittler angeboten? Läuft das generell über den Vermittller?
Das lief damals ganz anders. Das Arbeitsamt hatte zu einer Jobmesse ins Arbeitsamt eingeladen. Aber nicht der heute übliche ZAF-Schrott, sondern es wurden örtliche Betriebe eingeladen, die schob länger suchten und Elos dazu. Ob das eie Einladung mir RfB oder freiwillig war, weiss ich nicht mehr. Jedenfalls sassen dann die Personaler der Firmen jeweils in einem Büro, die SBs waren ausgezogen und man konnte sich da direkt vorstellen. Eigentlich wollte ich zu einer anderen, größeren Firma, aber da war die Warteschlange etwas länger und um die Wartezeit zu nutzen bin ich dann zu dieser kleinen Firma rein. Und irgendwie hat sofort die Chemie gestimmt. der Personaler, wusste, dass er wenn er mich einstellt, Zuschüsse bekommen kann und nach dem Gespräch haben wir dann einfach den Direktor des Arbeitsamtes dazugeholt, der kannte mich, war sogar mal zu mir nach Hause gekommen nach Vereinbarung), weil er durch meine Akte nicht mehr durchgeblickt hat und verstehen wolle, warum ich in 22 Monaten 23 erfolgreiche Widersprüche durchgezogen hatte. Ich war dann noch zu einem kleinen Test in der Firma, weil die halt wissen wollten, ob ich Word wirklich drauf hatte, da hat mir der Personaler, der gleichzeitig Für die EDV in der Firma verantwortlich war, noch etwas gezeigt, was ich noch nicht kannte und dann haben wir den Vertrag gemacht.

Ich habe nicht die Welt verdient, dass war in so einer kleine Firma nicht drin, aber immerhin etwas mehr als in der Stelle vor der Arbeitslosigkeit. Und nach 2 oder drei Jahren gab es eine Gehaltserhöhung von 250 DM, nachdem wir eine Labor Zertifizierug (GLP), die für mien Abeilung sehr wichtig war, geschafft hatten. Ausserdem eine Arbeitszeitverkürzung von 40 auf 39 Stunden.

War schon klasse, wie die Firma geführt wurde. Am Anfang waren es ca 40 Mitarbeiter. Als wir auf die 60 zugingen, meinte der Geschäftsführer, er habe keine Lust mehr, alles mit jedem einzeln auszuhandeln und wir sollen doch bitte einen BR wählen. Das haben wir dann auch gemacht. Der GF hatte eh immer ganz nette Ideen. Einmal hatten wir eine Weihnachtsfeier, da meinte er, ihm sei aufgefallen, dass im Laufe ses Jahres ein ziemlicher Haufen, Einweg-Kugelschreiber bestellt wurden. Er konnte sich nicht vorstellen, dass wir die alle leergeschrieben hatten und vermutete (richtigerweise), dass die Kulis irgendwie verlorengegengen sind, verlegt wurden oder so, Um das abzustellen, bekam jeder Mitarbeiter als Weihnachtsgeschenk einen Lamy Kugelschreiber mit eingraviertem Namen. Ich weiss, dass die Dinger nicht teuer sind, aber die Kugelschreiber waren echt nicht schlecht, lagen gut in der Hand und die Minen hielten ewig.
 
G

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neues soziales Projekt
Neuer Wein in alten Schläuchen. Man hat vielleicht das, was sich in der Vergangenheit bewährt hat, neu aufgelegt und modifiziert. Das ganze soll nun der Clou bei der Integration Langzeitarbeitsloser sein.

Bei Reha-Absolventen war ein Eingliederungzuschuss eigentlich immer Standard.

Mein AG bekam erst 100 % für eine befristete Probearbeit dann 40%. Wäre das Gehalt bedarfdeckend gewesen, hätte ich zusätzlich Fahrtkosten und Einstiegsgeld bekommen. Da ich nur eine halbe Stelle hatte, blieb ich erstmal Aufstocker.

Das waren allerdings reguläre Arbeitsverhältnisse mit allen Abgaben und Beiträgen und den AG musste ich selber finden. Erst als der gefunden war, wurde überhaupt die Maßnahme angeboten.

Das ist heute anders und die Schwierigkeit sehe ich nach wie vor darin, geeignete AG zu finden. Ohne ein Konzept, wie man Arbeit gerechter verteilen kann, wird das vielleicht in wenigen Einzelfällen funktionieren, aber in der Masse ein Flop.
 
H

Helia

Gast
das Schlimmste an der Sache ist meiner Ansicht nach, dass es sich harmlos als "alter Wein in neuen Schläuchen" verkaufen lässt. Das ist es aber meiner Meinung nach nicht sondern viel schlimmer.

Denn hier geht es darum, ganz genau auf Wörter und Buchstaben zu achten. Wenn es vordergründig heisst "sozialversicherungspflichtige Beschäftigung" würde jeder otto-Normalo denken ja klar, das ist ein "ganz normaler Job", wow schick!

Der Trick liegt darin, dass dieser Job zwar "sozialversicherungspflichtig" ist, aber nicht "arbeitslosenversichert". Das heisst, es werden keinerlei Beiträge zur AV eingezahlt und es gibt keinerlei Arbeitnehmerrechte oder evtl Anwartschafts-Zeiten auf ALG1.
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
es gibt keinerlei Arbeitnehmerrechte
Das denke ich nicht. Die Betroffenen müssen sie halt auch einfordern. Das haben wir ja im Bereich geringfügiger Beschäftigung auch, dass AN-Rechte mit Füßen getreten werden, weil die Beschäftigten es sich bieten lassen.

Spätestens wenn die Lohnsubventionen nicht mehr 100% betragen, müsste m.E. auch AV-Beiträge abgeführt werden.

Also ich denke, ich würde mich auf so etwas nicht einlassen, muss ich ja auch nicht, weil ich als Behinderter andere Förderinstrumente nutzen kann. Das neue Model soll ja ausdrücklich nicht für Minderleister gelten, wenn ich das hier richtig mitbekommen habe.
 

Kerstin_K

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"Minderleister", was für ein grausiges Wort. Wer sagt denn bitte, dass jemand mit einer Behinderung weniger leistet am passenden Arbeitsplatz?
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
Na ja auch nicht grausiger als "behindert", oder? Den passenden Arbeitsplatz müsste man erstmal finden. Ich arbeite halt weniger an einem nicht ganz passenden, auch kann ich bestimmte Tätigkeitsbereiche in meinem Beruf nicht abdecken. Auf einzelnen Tätigkeiten bezogen mag das nicht zutreffen, da leiste ich vielleicht sogar mehr als mancher andere. Die AG sehen aber die Eierlegende Wollmilchsau im Ganzen ;-).
 

Kerstin_K

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Nö, sehe ich anders. Meine Behinderung kann ich ja nicht wegzaubern, die besteht nunmal. aber das heisst eben nicht zwingend, dass ich weniger leiste.

Mein Arbeitgeber zu Beispiel sieht das so: Jeder hat Bereiche, in denen er besonders gut ist und andere, die ihm nicht liegen. Dabei ist es egal, was die Ursache dafür ist, eien Behinderung, Erfahrungen, eine andere Ausbildung usw. Die Aufgabe der Führungskraft ist es, jeden der verfügbaren Mitarbeiter an der Stelle einzusetzen, wo er die beste Leistung für das Unternehmen bringen kann.

Mal als Beispiel, ichhatte gerade heute in meinem Job so eine Situation: Es ging um eine spezielle Vertragsform (EVB-IT). Wir hatten ein Angebot abgegeben und der Kunde hat jetzt noch Änderungswünsche am Vetrag. Der Kollege, der das Angebot ertellt hat, ist bis auf weiteres krank und sonst kennst sich keiner in unserem Tema wirkich mit diesen Verträgen aus. Man kann sich das anlesen und wir haben da auch eine Rechtsanwältin, die wir hinzuziehen können, aber das dauert halt dann länger.

Meine Teamleiterin wusste aber, dass ich bis Mitte 2017 sollche Verträge bearbeitet habe. Nun hat sich da seitdem einiges geändert, aber trotzdem habe ich in dem Bereich sicher immer noch mehr Wissen als andere Teammitglieder. Deshalb hat sie mich gebeten, das zu übernehmen.

Genauso hat jeder mensch mit einer Behinderung socher Bereiche, in denen er besonders gut ist. Dass es nicht immer leicht ist, den dazu passenden Arbeitspltz zu finden, ist mir klar, aber wenn alle Arbeitgeber der Maxime folgen würden, jeden dort einzusetzen, wo er sich am besten einbringen kann, dann hätten wir viel weniger Probleme ´, Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung zu finden.
 

Stauer

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Der Trick liegt darin, dass dieser Job zwar "sozialversicherungspflichtig" ist, aber nicht "arbeitslosenversichert".
Hallo,
das ist kein Trick. Das ist das Ziel. Es soll niemand aus dem ALG II rauskommen. Es wurde den AG-Verbänden versprochen, dass sie sich keine Sorgen um die Löhne machen brauchen. Darum würde sich der Staat kümmern.
Freiwillig macht kein AN solche Machenschaften mit. Es wurden Mittel und Wege gefunden, AN zu zwingen, gefälligst die miesesten AV's zu akzeptieren( z.B. Sanktionen, § 16 i). So kommt man an Millionen Menschen heran, ohne ein fremdes Land zu überfallen. Denn noch billiger sind nur Kriegsgefangene. Der ALG II- Bezug soll deshalb möglichst nie aufhören. Deshalb keine Beiträge zur Arbeitslosenversicherung.
 
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