Was habt ihr im Selbsteinschätzungsbogen beim Antrag auf Erwerbsminderungsrente geschrieben?

Wallo

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Hallo, ich habe psychische Probleme und jetzt mein EMR Antrag vor mir liegen. Bin beim Selbsteinschätzungsbogen und unsicher, was ich schreiben soll. Was habt ihr geschrieben ?
 

Uhus

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Ich habe auf Empfehlung den Selbsteinschätzungsbogen nicht ausgefüllt, da es zu viele Fallstricke gibt, über die man dabei stolpern kann. Er ist ohnehin nicht verpflichtend.
 

Uhus

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Auf wessen Empfehlung und was sind die Fallstricke ? Hast du deine Rente bewilligt bekommen ?
Private Empfehlungen wie auch aus Internetforen. Mein Antrag läuft noch immer, schon seit letztem Jahr. Für mich eilt es nicht, da ich ohnehin vom Arzt lückenlos arbeitsunfähig geschrieben bin, sodass das JC mich in Ruhe lässt. Dank Corona würde ich mich nicht wundern, wenn es bis zur Entscheidung der DRV satte 2 Jahre dauert (ohne einen eventuellen Widerspruch etc.).
 

Wallo

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Private Empfehlungen wie auch aus Internetforen. Mein Antrag läuft noch immer, schon seit letztem Jahr. Für mich eilt es nicht, da ich ohnehin vom Arzt lückenlos arbeitsunfähig geschrieben bin, sodass das JC mich in Ruhe lässt. Dank Corona würde ich mich nicht wundern, wenn es bis zur Entscheidung der DRV satte 2 Jahre dauert (ohne einen eventuellen Widerspruch etc.).
Das darf doch nicht wahr sein, solange schon, das würde mich ruinieren.
 

kartoffelsack

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Ich habe den Selbsteinschätzungsbogen immer sehr ausführlich, ähnlich dem Jammerlappen bei der Schwerbehinderung, ausgefüllt. Von der befr. TEMR zur unbefr. TEMR und mittlerweile zur unbefr. vollen EMR, ich würde den Bogen immer wieder ausfüllen.

Corona verändert zwar vieles, aber ich war auch zur Corona-Zeit beim Gutachter und bekam nach "kurzer" Zeit meinen endgültigen Bescheid. Es muss nicht immer unendlich lange dauern.
 

HermineL

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Das darf doch nicht wahr sein, solange schon, das würde mich ruinieren.
Das ist doch normal bei der DRV. Mein Antrag ist vom April 2019 und jetzt erst im Widerspruchsverfahren. Danach gehe ich davon aus das es in die Klage geht und das dauert hier vor Ort, wie die Erfahrungen zeigen, noch einmal 2-3 Jahre.

Es hängt aber auch sehr davon ab bei welcher DRV man ist.
 

Wallo

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Für mich ist es sehr wichtig, dass der EMR Antrag innerhalb von 9 Monaten entschieden ist. Wie lange läuft Euer Antrag schon und wie lange ist er gelaufen ?
 

Wallo

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Ich habe den Selbsteinschätzungsbogen immer sehr ausführlich, ähnlich dem Jammerlappen bei der Schwerbehinderung, ausgefüllt. Von der befr. TEMR zur unbefr. TEMR und mittlerweile zur unbefr. vollen EMR, ich würde den Bogen immer wieder ausfüllen.

Corona verändert zwar vieles, aber ich war auch zur Corona-Zeit beim Gutachter und bekam nach "kurzer" Zeit meinen endgültigen Bescheid. Es muss nicht immer unendlich lange dauern.

Das ist doch normal bei der DRV. Mein Antrag ist vom April 2019 und jetzt erst im Widerspruchsverfahren. Danach gehe ich davon aus das es in die Klage geht und das dauert hier vor Ort, wie die Erfahrungen zeigen, noch einmal 2-3 Jahre.

Es hängt aber auch sehr davon ab bei welcher DRV man ist.
Bei welcher DRV bist du denn ?
 

kartoffelsack

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Ich bin der der DRV Bund Stralsund. Bei mir haben die immer fix gearbeitet. Meine 1. Verlängerung hatte ich innerhalb von 3 Wochen nach "Aktenlage" im Briefkasten. Meine Anträge wurden inkl. Gutachter immer innerhalb von Monaten bearbeitet und beschieden. Scheint tatsächlich aber wohl eher eine Ausnahme zu sein. Ich drücke dir die Daumen!
Beitrag wurde automatisch zusammengeführt:

Wie verlässlich sind die Aussagen hier im Inet zu der Dauer der Bearbeitung. Das ist für mich enorm wichtig.
Ich gehe davon aus, dass nur jeder von seinen eigenen Erfahrungen spricht!
 

HermineL

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Für mich ist es sehr wichtig, dass der EMR Antrag innerhalb von 9 Monaten entschieden ist. Wie lange läuft Euer Antrag schon und wie lange ist er gelaufen ?
Was erwartest du von dieser Fragestellung hier?

Alles was da an Antworten kommen kann sind individuelle Erfahrungen. Du wirst sicherlich hier User finden bei den es in 1-2 Monaten erledigt war oder welche bei denen es Jahre dauerte. Aber alle diese Infos bringen dich keinen Jota weiter denn keiner hat eine Glaskugel um dir zu sagen ob dies bei dir klappt.
 

Wallo

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Was erwartest du von dieser Fragestellung hier?

Alles was da an Antworten kommen kann sind individuelle Erfahrungen. Du wirst sicherlich hier User finden bei den es in 1-2 Monaten erledigt war oder welche bei denen es Jahre dauerte. Aber alle diese Infos bringen dich keinen Jota weiter denn keiner hat eine Glaskugel um dir zu sagen ob dies bei dir klappt.
Ich kann einen Schnitt bilden.
 

HermineL

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Ich kann einen Schnitt bilden.
Der dir dann ebenfalls in keinster Weise weiterhilft weil dieser Schnitt überhaupt nichts über dein Antragsverfahren aussagt. Dafür gibt es zu viele Faktoren die, die jeweilige Verfahrensdauer beeinflussen können. Das fängt schon beim Grundsatz Reha vor Rente an bei dem die DRV in aller Regel die Antragsteller erst einmal in eine med. Reha schickt um deren Erwerbsfähigkeit zu begutachten. Das kann mit Bewilligungsverfahren schon 2-3 Monate dauern. Aktuell bei Corona aber wesentlich länger.

Selbst wenn die DRV nicht auf eine med. Reha abstellt wird sie dich sehr wahrscheinlich begutachten wollen. Auch hier gibt es immer Wartzeiten die aktuell durch Corona noch länger sind. So habe ich zum Beispiel im September eine Einladung zum Gutachter bekommen, für den Februar 2021. Da kannst du dir ausrechnen wie lange alleine das dauer denn in der Regel braucht der Gutachter nach Begutachtung nochmals 2-3 Monate für das Gutachten.

Dann spielen, je nach individueller Situation, noch eine Menge andere Faktoren eine Rolle die hier aufzuzählen den Rahmen sprengen würde. Im Netz findest du als Angabe das dies im Durchschnitt 141 Tage dauert bis zur Entscheidung. Das aber sagt nichts darüber aus was die DRV dann entschieden hat. Das kann von Ablehnung über med. Reha bis hin zum Gutachter alles mögliche sein und nicht zwingend die Bewilligung. Im Schnitt wird jeder zweite Antrag erst einmal abgelehnt (49% in 2018).
 

Wallo

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Ich habe den Selbsteinschätzungsbogen immer sehr ausführlich, ähnlich dem Jammerlappen bei der Schwerbehinderung, ausgefüllt. Von der befr. TEMR zur unbefr. TEMR und mittlerweile zur unbefr. vollen EMR, ich würde den Bogen immer wieder ausfüllen.

Corona verändert zwar vieles, aber ich war auch zur Corona-Zeit beim Gutachter und bekam nach "kurzer" Zeit meinen endgültigen Bescheid. Es muss nicht immer unendlich lange dauern.
Was hast du den im Selbsteinschätzungsbogen geschrieben ?
 

kartoffelsack

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Der Bogen besteht aus Fragen. Die habe ich sehr ausführlich (separate Anlagen) beantwortet und ggf. auch noch Situationen der Einschränkungen usw. sachlich beschrieben/ausformuliert. Damit der der das liest auch nachvollziehen kann, warum ich mich selber als erwerbsunfähig erachte. Ich soll mich ja selber einschätzen.
 

Wallo

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Der Bogen besteht aus Fragen. Die habe ich sehr ausführlich (separate Anlagen) beantwortet und ggf. auch noch Situationen der Einschränkungen usw. sachlich beschrieben/ausformuliert. Damit der der das liest auch nachvollziehen kann, warum ich mich selber als erwerbsunfähig erachte. Ich soll mich ja selber einschätzen.
Was hast du bei deinen Einschränkungen denn genau geschrieben ?
 

kartoffelsack

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Meine Einschränkungen beziehen sich ja auf meine Erkrankung und die Ausprägungen bei mir. Die werden dir nicht wirklich was nutzen, denke ich. Du musst deine Einschränkungen bei deiner Erkrankung beschreiben.
 

bondul

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Bin beim Selbsteinschätzungsbogen und unsicher, was ich schreiben soll.

Zu Beginn des Bogens liest man folgendes:​
Sehr geehrte Versicherte, sehr geehrter Versicherter,
als Ärzteteam Ihres Rentenversicherungsträgers haben wir im Rahmen der Bearbeitung Ihres Antrags die Aufgabe, uns ein möglichst umfassendes Bild von Ihren Gesundheitsstörungen zu machen. Es ist uns daher wichtig, dass Sie bereits zu Beginn des Verfahrens eine Gelegenheit finden, Ihre persönliche Einschätzung einzubringen. Wir würden uns darüber freuen, wenn Sie uns mit Ihren Antworten auf einige Fragen einen Eindruck geben, wie sich Ihre Gesundheitsstörungen oder Beschwerden in Ihrem Alltag und in Ihrem Berufsleben auswirken.
DRV

Früher stand dort noch zusätzlich – in Fettdruck:​
Alle Angaben in diesem Vordruck sind freiwillig. Wenn Sie die Fragen nicht beantworten wollen, entstehen Ihnen daraus keine Nachteile.​

Bei meinem Verlängerungsantrag habe ich erstmals diesen Bogen ausgefüllt – freiwillig. Die meisten Felder ließ ich offen, meine Einschränkungen habe ich jedoch ausführlich auf separaten Blättern geschildert. Ich sehe das ähnlich, wie zu Haus- oder Facharzt/-ärztinnen zu gehen, dort schildere ich ja auch zunächst meine Beschwerden...
Wenn du zur Begutachtung eingeladen wirst, stellen sie dir ohnehin die gleichen Fragen, macht wenig Sinn, dort die Beantwortung zu verweigern. Bei meiner Verlängerung wurde in drei Wochen ohne weitere Begutachtung positiv für mich entschieden, ob das am ausgefüllten Bogen lag, vermag ich natürlich nicht zu sagen.

Wichtig bei allen Anträgen zur EM Rente sind selbstverständlich aussagekräftige (fach)ärztliche Befunde, die deine eigenen Aussagen in R0215 belegen und untermauern.

[btw: Mein Erstantrag hat drei Monate gedauert, ein weiterer Wert, mit dem du einen Schnitt errechnen kannst...;)]

Edit: War jedoch ein Antrag auf Reha, der umgedeutet wurde.​
 

saurbier

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Ich frage mich aber gerade auch,
Für mich ist es sehr wichtig, dass der EMR Antrag innerhalb von 9 Monaten entschieden ist. Wie lange läuft Euer Antrag schon und wie lange ist er gelaufen ?
was bei dir den plötzlich so drängt, daß du hier auf eine Entscheidung innerhalb 9 Monaten erwartest.

Im allgemeinen dürften die EMR-Anträge doch aus einem Übergang aus ALG-I oder ALG-II heraus kommen, weil wohl eher die meisten aus dem Arbeitsleben heraus erkrankt/verunfallt über die Krankengeldabsicherung dann meist zum EMR-Antrag aufgefordert wurden, bzw. es ihnen nahe gelegt wurde.

Für die DRV spielt es auch keine Rolle, wie die finanzielle Absicherung der Antragsteller so aussieht bis dann mal ein entsprechender bescheid ergeht, da dies letzten Endes Aufgabe des Antragstellers ist.

In 9 Monaten einen EMR-Antrag durch zu bekommen, da muß man schon handfeste Argumente vorlegen können, welche eine volle Erwerbsunfähigkeit nachweisen (z.B. Krebs, aktueller massiver Schlaganfall und ähnliches).

Und wie hier ja schon von den Vorrednern erwähnt, jeder Fall ist ein individueller mit seinem ganz eigenen speziellen Ausgang.
 

welle10

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wenn es dir hilft

Antrag EMR dauer 3 Monate
Befristet für 21 Monate

Antrag Weiterbewilligung, gestellt vor 4 Wochen, warte..

Diagnosen u. a. Krebs

DRV-Rheinland
 

Ozymandias1

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Bei psychischen Beschwerden würde ich die Selbsteinschätzung weglassen. Damit gibt man der DRV mit Pech nur nachteilige Informationen für den Antrag.
Arztbriefe, Briefe von Kliniken und Gutachten sind aussagekräftiger.
 

Woodruff

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Zur Info

Formular R0215 -„Selbsteinschätzungsbogen der Deutschen Rentenversicherung“ Der (freiwillig auszufüllende) Selbsteinschätzungsbogen zu den Gesundheitsstörungen und Beschwerden läßt viel Raum für eigene Ausführungen. Unterden Ziffern 2.1 bis 2.10 werden Angaben und Wertungen erfragt, die der Rentenversicherung ein näheres Bild darüber vermitteln, wie sich die Gesundheitsstörungen im Alltag und Berufsleben auswirken. Werden versehentlich oder aus Unkenntnis bestimmte Angaben gemacht, kann dies zu einer Ablehnung des Rentenantrags führen. Insbesondere bei psychosomatischen Beschwerden kommt der Selbsteinschätzung Bedeutung zu. Unglaubwürdige Antworten, welche die gesundheitlichen Belastungen übertrieben darstellen, könnten der Behörde den Eindruck vermitteln, den Antrag eines sich selbst limitierenden Rentenbewerbers vor sich liegen zu haben. Eine allgemeingültige Antwort, ob der Antrag ausgefüllt werden sollte, und wenn ja mit welchen Angaben, gibt es nicht. Dies hängt immer vom individuellen Krankheitsbild und den Begleitumständen ab. Tendenziell läßt sich sagen, dass der Antragsteller sich kooperativ und zur Mitwirkung bereit zeigen sollte.

Quelle:
Rentenberatung
Martin Ziemann
Klaus-Groth-Strasse
823843 Bad Oldesloe
 
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