Was habe ich für Möglichkeiten? (teilweise Arbeitsunfähigkeit -> Umschulung?) (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Globulär

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Hallo,

ich hoffe das ich hier im Bereich überhaupt richtig bin da ich mich mit den Möglichkeiten und Begriffen nicht so ganz auskenne.
Ich bin erst 24 Jahre alt und habe bereits eine abgeschlossene Ausbildung (Industriekaufmann). Habe nach der Ausbildung aber ein Studium angefangen da mich die Arbeit depressiv machte.

Bei mir geht es um folgendes:

Ich hatte im Leben immer wieder mal unter anterem depressive Phasen und war vor länger als einem Jahr auch mal bei einem Therapeuten der dies auch diagnostiziert hat. Ausgelöst werden diese Probleme meistens dadurch, das ich auf der Arbeit fremdbestimmt werde (durch den Chef, etc..). Man wird oft kontrolliert bzw. muss immer jemandem gerecht werden und man oft auch bereit sein Überstunden zu leisten. Leider sind diese Arbeitsbedingungen aber bei fast jedem Beruf so. Eine Möglichkeit die ich hätte wäre einfach in Teilzeit zu gehen aber bei meinem Ausbildungsberuf kommt dabei natürlich nicht so viel raus. Ein weiterer Punkt, der dagegen spricht ist, dass ich in der Schule und auch im Studium bisher sehr gute Noten habe (man kann eben selbst bestimmen was man wie lernt und wird nicht täglich kontrolliert). Aus diesem Grund wollte ich irgendwas studieren um später in Teilzeit zu gehen nur leider sind gerade die akademischen Berufe meistens die, bei denen erhöhte Bereitschaft erwartet wird. Eine Teilzeitstelle zu finden wird also sehr schwer.

Momentan studiere ich auf Lehramt und hatte auch bereits schon Unterrichtsproben. Die Belastung dort wirkt eher positiv auf mich und der Beruf liegt im allgemeinen in meinem Interesse. Zusätzlich bin ich da eben freier in meiner Planung und kann eher für mich allein arbeiten und in meinem eigenen Tempo (Stundenvorbereitung). Außerdem würde ich ja sowieso in Teilzeit gehen (was bei dem Beruf relativ einfach ist, vorausgesetzt man ist verbeamtet) weil mir das Geld da locker reichen würde (ich glaub es wäre in Teilzeit etwas weniger als Industriekaufmann in Vollzeit). Mein Problem hier wäre aber später das Referendariat weil es zu den selben Arbeitsbedingungen abläuft wie die meisten Berufe. Man wird dort auch täglich kontrolliert und ich weiss nicht wie ich das schaffen soll mit meinen psychischen Schwächen. Viele Lehrer reden von 65 Stundenwochen und ich werde schon bei 40 Stunden die Woche relativ schnell krank. Wenn ich das Referendariat nicht schaffe bin ich sogesehen arbeitsos und man würde direkt versuchen mir alles mögliche in Vollzeit anzudrehen (sonst hab ich ja auch nur Anspruch auf die Hälfte des Geldes und das wäre ja selbst mir zu wenig...).

Würde ich irgendeine Unterstützung bekommen wenn man mir anerkennt, das ich nur teilweise Arbeitsfähig bin (d.h das ich pro Tag nicht mehr als 6 Stunden arbeiten kann)?? Vielleicht gibt es ja noch andere Berufe die mir passen würden von der Belastung her. Wäre in so einem Fall eine Umschulung möglich? Oder könnte ich sogar vielleicht das Referendariat in Teilzeit absolvieren wegen meiner Krankheiten?


Ich glaube wenn ich jetzt in meinen Ausbildungsberuf gehe und in Teilzeit arbeite werde ich auch nie vollkommen glücklich werden weil ich eigentlich das Potential habe sehr viele Berufe zu lernen (wegen meines NC´s könnte ich fast alles ohne Wartezeit studieren...). Ich bin mit wenig Geld zufrieden und mir würde auch der Lohn von der Teilzeitstelle als Industriekaufmann alleine reichen aber weil ich auch irgendwann eine Familie haben will würde mir der Lohn dann nicht mehr ausreichen und ich wäre abhängig von Zahlungen vom Staat.
 

Anna B.

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Hallo,

du mußt unterscheiden zwischen Arbeitsunfähigkeit und Erwerbsunfähigkeit...

ein gebrochenes Bein, macht einen zwar arbeitsunfähig..für eine gewisse Zeit, aber nicht erwerbsunfähig...

Wenn du erwerbsfunfähig bist, dann kannst du nur noch unter !! 3 Stunden täglich arbeiten..

wenn du teil-erwerbsunfähig bist, dann 3 bis unter !! 6 Stunden...

ab 6 Stunden bist du voll erwerbsfähig...
 

Globulär

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@ Anna B.

Hallo,

ja deswegen meinte ich auch das ich die Begriffe nicht alle so kenne ich.
Ich rede in meinem Fall dann natürlich von Teil-Erwerbsunfähigkeit. Ich kann auch nicht sagen ob meine Beschwerden "heilbar" sind. Das hat mir mein Psychologe damals nicht gesagt. Die Probleme waren halt bisher immer entweder privat bedingt oder beruflich wegen dem negativen Stress. Mit den privat induzierten Problemen kann ich mittlerweile gut umgehen weil ich mich schon immer selbst "therapiert" habe. Auch habe ich gelernt neue Sachen so zu verarbeiten das diese keine Probleme verursachen. Aber im beruflichen Bereich hat sich da kaum was gebessert. Nur dadurch das ich mit den privaten Auslösern besser umgehen kann hab ich einen besseren "Puffer" für die beruflichen Auslöser. Aber auf Dauer endet es immer gleich weswegen ich halt dauerhaft was passendes finden muss.
 

Anna B.

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achja...und ich vergaß...

festgestellt wird eine volle oder teil--Erwerbsminderung ausschließlich rechtsgültig durch die DRV...!!

naja...und dann überleg, wie viele Menschen es gibt, die bereits 58, 59 oder auch älter sind und deren Rentenanträge wegen verschiedener Erkrankungen abgeschmettert werden...

obwohl sie jede Menge Therapien, Medikamente, verschiedene Krankenhausaufenthalte, Arztbesuche, psycho.Therapien usw. durch haben...

da geht die Rentenversicherung dann davon aus, dass schon eins geholfen haben muß...Rente? abgelehnt...!!

die müssen alle kämpfen...

solange du dich selber therapierst, wirst du keine ärztlichen Berichte, Befunde usw. haben..und somit wird dir finanziell auch keine DRV unter die Arme greifen, wenn du nur noch "halb" erwerbsfähig bist...

du kannst natürlich auch freiwillig...Teilzeit-Arbeiten...aber auch da gibt es dann keine weitere Unterstützung...
 

Muzel

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Ein Referendariat in Teilzeit ist in NRW nicht möglich. Das kann ich sicher sagen. Ob es in anderen Bundesländer möglich ist, weiß ich nicht. Bei uns erfährt man das bei der Bezirksregierung. Lehrerausbildung ist Ländersache.
 

Maxenmann

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Ich kenne viele Leute die das gleiche Problem haben wie du, sie können nur Selbstbestimmt arbeiten, diese sind nie als krank eingestuft worden, der eine kann das ab, der andere nicht.....


Das sind zum Beispiel Landwirte mit eigenem Hof, LKW Fahrer im Fernverkehr, Monteure im dauerhaften Außendienst

Es gibt auch Leute die nur fremdbestimmt arbeiten können, solche arbeiten meist in einer Fabrik am Fließband und bekommen jeden Handgriff vorgegeben, selber denken unerwünscht

Du musst dir einen Beruf suchen wo du deine Ruhe vor Bestimmern hast, oder dich Selbstständig machen --> Chef, dann bestimmst du über andere

Als Krankheit sehe ich das nicht unbedingt
 

Globulär

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@ Anna B.

Bist du dir denn sicher das die DRV zuständig wäre? Ich meine mal gelesen zu haben das man dafür ein paar jahre eingezahlt haben muss. Ich habe ja praktisch nur meine Ausbildung gehabt (nichtmal 2 Jahre, da sie verkürzt war) und zusätzlich hab ich danach noch 2 Monate gearbeitet. Habe gedacht da wäre vielleicht eine andere Instanz zuständig.

Habe auch schon von vielen Fällen im Internet gelesen wo es auch so war wie du beschrieben hast. Glaube auch deswegen das es ein sehr harter Weg wäre und bestimmt nicht/kaum einfacher als sich so durchzuboxen...Ich habe das Gefühl die machen sowas extra damit sich die Leute damit abfinden sollen...

@ Muzel
Ja bislang habe ich auch nichts anderes gehört. Ein Psychologe hat nur einmal gesagt, dass so etwas vielleicht möglich wäre wenn ich so etwas beantrage mit Begründung meiner Krankheiten aber ich glaube kaum das die extra nur wegen einer Person die ganze "Ausbildung" umstrukturieren...

@ Maxenmann
So einfach ist das bei mir auch nicht. Ein Chef könnte ich auch niemals sein wegen den langen Arbeitszeiten. (Außerdem ist ein Chef oft auch sehr unter Druck weil er z.B. wegen dem Aktienmarkt immer die passenden Zahlen liefern muss. Es ist also eher ein Kreislauf der so gut wie alle Ebenen trifft).

Also bei mir wurde neben Depressionen auch viele Symptome einer dissoziativen Störung diagnostiziert (ich weiss nicht ob du die Krankheit kennst). Der Psychologe hat es auch auf die Arbeitsbedingungen zurückgeführt. Ich hatte diese Probleme aber auch privat.
Ein Beispiel = Wegen meiner dissoziativen Störung hatte ich zwei "Seiten" die immer umgeschaltet wurden. Ich wurde z.B. bei Freunden von einem Zeitpunkt auf den anderen auf einmal depressiv und wollte mich zurückziehen obwohl ich viel Spaß hatte. Das hielt so lange an bis ich wieder zu hause war und für mich allein sein konnte. Dann wurde der Schalter wieder umgelegt zur anderen "Persönlichkeit" die lieber raus will und was erleben will. Es war wie ein Kreislauf und der Faktor Stress hat die Geschwindigkeit des Kreislaufes bestimmt. Das heisst habe ich viel Stress auf der Arbeit habe ich diese Schaltung vielleicht mehrmals am Tag. Da ich aber normalerweise 8 Stunden am Arbeitsplatz sein muss geht der Schalter um und ich kann mich aber nicht zurückziehen. Dadurch werden die Depressionen immer stärker und ich schaffe es gar nicht mehr mich auszuruhen. Als Folge davon habe ich damals nur für die Ausbildung gelebt weil ich auf der Arbeit schon viel aktiver (auf den Zeitraum bezogen...nicht auf die Arbeitsintensität. Die Arbeit war nichtmal schwer sondern eintönig und eben zu langwierig.) war als ich es sein kann. Dadurch hab ich zu Hause nichts mehr auf die Reihe bekommen. Es war überall dreckig und jede noch so kleine Kleinigkeit empfand ich als großen Arbeitsaufwand. Selbst sich einen Tee zu kochen war schon viel Arbeit was sich bestimmt lächerlich anhört... Aber eben alles weil meine Balance durch die Arbeit rausgehauen wurde und ich in meiner Freizeit quasi nur noch dahinvegetiert habe um meiner introvertierten Seite der dissoziativen Störung gerecht zu werden.

Im Studium und in der Schule hatte ich keine Probleme mit sowas. Ich kann entscheiden wann ich lerne und wann ich Pause mache und es gibt keinen Chef der sagt "heute muss das noch unbedingt fertig werden", etc..)
 

Anna B.

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Hallo,

auch wenn man keine Ansprüche auf eine Rente durch die DRV hat, ist die DRV letztendlich die Instanz, die rechtssicher eine vorhandene Erwerbsminderung bestätigen kann...oder eben nicht...

in den allermeisten Fällen werden Anträge sogar bei denen, die jahrzehntelang Beiträge eingezahlt haben, gleich abgebügelt...

anders ist es, wenn man eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen hat..die entscheiden dann selber, ob man die Voraussetzungen für die Zahlung dieser "Rente" erfüllt...
 
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Also bei mir wurde neben Depressionen auch viele Symptome einer dissoziativen Störung diagnostiziert (ich weiss nicht ob du die Krankheit kennst). Der Psychologe hat es auch auf die Arbeitsbedingungen zurückgeführt.
als Betroffene einer dissoziativen Störungen (DIS) muss ich doch was zu schreiben.
eine dissoziative Störung entwickelt man nicht durch Arbeitsbedingungen an seiner Arbeitsstelle.
sondern ist das Ergebnis massiver Traumatisierungen in der Kindheit.
sicher sind viele Arbeitsplätze sehr belastend und auch überfordernd, aber eine Dissoziative Störung entwickelt man damit nicht.

dazukommt jeder ist am Arbeitsplatz anders als bspw. zuhause beim Partner, unter Freunden, im Sportverein, bei seinen Eltern etc. das ist ein völlig normales Verhalten.

zum nachlesen:
Über DSNNS

und

Komplexe Dissoziative Störungen - Betroffene - Enstehung
 

Globulär

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@ Marion 63

Hallo,

ich habe ja auch nicht geschrieben das ich diese Krankheit durch die Arbeit bekommen habe (wenn doch war es nicht so gemeint). Explizit wurde sie ja auch nicht bei mir diagnostiziert aber mein Therapeut meinte viele Symptome wären typisch dafür. Eine Depression ist es ja jedenfalls nicht.
Woher oder seit wann ich die Krankheit habe weiß ich nicht.
(Mir ist aber schon früh aufgefallen das ich mir schon in der Schulzeit nicht vorstellen konnte später einmal Vollzeit zu arbeiten wie es eben normal ist. Aber erst in der Ausbildung wurden diese Symptome so extrem und haben sich auch privat verstärkt. Also die Krankheit hatte ich natürlich schon vor der Ausbildung nur war ich mir dessen nicht bewusst weil es für mich „normal“ war. Ich kann nur sagen, das ich relativ unspontan bin was Freizeitaktivitäten angeht. Wenn ich nun aber aus Sicht dieser Krankheit mein früheres Verhalten reflektiere merke ich dass ich auch schon früher so drauf war. Nur hatte ich viel mehr Freizeit und konnte mich ausgleichen von der Schulzeit. Mein Hobby war damals sowieso fast nur PC spielen - perfekt um für sich zu sein und etwas zu verdrängen.)

Ich weiß nur dass es viele Sachen gibt die sie auslösen können und im privaten Bereich ging es eben bisher so dass ich auf bestimmte Signale gehört habe und dann meinen Alltag umgestellt habe um einen "Ausbruch" zu verhindern. Dadurch hat sich nichts aufgestaut wie auf der Arbeit und es kam auch zu keiner Depression. Einen anderen Ansatz hat mir mein Therapeut auch nicht geben können. Insofern wäre der berufliche Bereich dieser Krankheit bislang "unheilbar" (ohne Medikamente) außer ich wechsele eben die Arbeitsbedingungen was auch nicht so einfach ist.
Mir hat es schon extrem viel geholfen einfach zu akzeptieren dass es diese 2 Seiten gibt. Vorher wollte ich die introvertierte Seite ignorieren und war nur auf Action und Leistung aus. Aber so mehr ich versucht habe diese Seite zu ignorieren desto stärker hat sie sich gezeigt. Seit ich mir mehr Zeit für diese Seite genommen hab ist sie auch nach einigen Monaten extrem abgeschwächt weil ich einen Mittelweg gefunden hab. Seitdem "bricht" diese Seite auch gar nicht mehr aus (privat gesehen). Beruflich gesehen bin ich ja Student aber kann mir die Arbeitsbedingungen selber festlegen also momentan hab ich weniger Probleme damit.
 

Doppeloma

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Hallo Globulär,

Momentan studiere ich auf Lehramt und hatte auch bereits schon Unterrichtsproben. Die Belastung dort wirkt eher positiv auf mich und der Beruf liegt im allgemeinen in meinem Interesse. Zusätzlich bin ich da eben freier in meiner Planung und kann eher für mich allein arbeiten und in meinem eigenen Tempo (Stundenvorbereitung).
Da hast du aber sehr "rosige Vorstellungen" von der Tätigkeit als Lehrer ... was ist denn an der Einhaltung von Lehr - und Stundenplänen selbstbestimmt ... die Hauptarbeit besteht doch nicht in den Vorbereitungen der Stunden (zu Hause im stillen Kämmerlein) sondern in der Arbeit mit den Schülern ... :icon_neutral:

Du darfst davon ausgehen, dass ich weiß wovon ich hier schreibe, meine Tochter ist Lehrerin und "ein bischen Teilzeit arbeiten" kannst du da knicken ... nein ein Refendariat findet generell Vollzeit statt.

Den Beamtenstatus wirst du mit (bereits vorhandenen) psychischen Problemen auch nicht bekommen, meine Tochter muß schon wegen eines Tinnitus den sie vor Jahren mal hatte, eine erneute Begutachtung abwarten, bisher ist sie im Angestelltenverhältnis.

Du schreibst selber, dass du noch nicht viel in die Rentenkasse eingezahlt hast, weil du bisher mehr in Ausbildung warst als wirklich beruflich tätig ... wer sollte dir da und warum eine Umschulung bezahlen ... du bist Industriekaufmann, das ist ein Büro-Job (meienr Kenntnis nach) ... solche Umschulungen erfolgen wenn man aus gesundheitlichen Gründen einen erlernten Beruf nicht mehr ausüben kann ...

Das ergibt sich üblicherweise nach mehreren Jahren Tätigkeit in diesem Beruf und nicht aus dem persönlichen Gefühl nicht "auf Anweisung arbeiten zu können" ... das Gefühl hatte ich auch öfter mal im Leben, habe es dann aber doch fast 40 Jahre im Zaum halten können ...

So richtig scheinst du doch immer noch nicht zu wissen wo du beruflich wirklich hin willst, jeder kann Teilzeit arbeiten was und wo er will, wenn er /sie sich das leisten kann ... man kann auch sein Leben lang nach seiner "Berufung suchen" wenn man sich das leisten kann ...

Man kann aber nicht erwarten, dass die Gesellschaft /die Rentenkasse oder wer auch immer das finanzieren soll auch nicht teilweise ... ich bin übrigens inzwischen aus gesundheitlichen Gründen berentet worden ... nach fast 3 Jahren Kampf bis zum Sozialgericht ... und fast 40 Jahren Arbeit unter den Bedingungen die du glaubst nicht aushalten zu können ...

Das ist inzwischen überall im Arbeitsleben so, das Motto "Zeit ist Geld" bestimmt das Arbeitstempo und die Vorgaben, wo glaubst du da mal deine Nische zu finden, um in Teilzeit genug Geld zu verdienen ... :confused:

Für eine Teilweise EM-Rente bist du sicher nicht krank genug und dafür wären auch mindestens 5 Jahre Versicherungspflicht bei der DRV notwendig mit mindestens 36 Monaten anerkannter Versicherungszeit belegt (in denen Beiträge gezahlt sein müßten), ansonsten zahlt dir niemand die andere Hälfte zu einer Teilzeitarbeit dazu ...

MfG Doppeloma
 
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Also bei mir wurde neben Depressionen auch viele Symptome einer dissoziativen Störung diagnostiziert (ich weiss nicht ob du die Krankheit kennst). Der Psychologe hat es auch auf die Arbeitsbedingungen zurückgeführt.

du hast doch selbst geschrieben, dass der Psychologe es auf die Arbeitsbedingungen zurückführt und eine dissoziative Störung entsteht eben nicht aufgrund irgendwelcher Arbeitsbedingungen. und es reicht auch nicht paar Symptome zu haben, um gleich von einer solchen Störung sprechen zu können.
und deiner Beschreibung nach deutet auch nichts auf eine dissoziative Störung hin.
und dann gibs viele Psychologen die einfach mal mit irgendwelchen Diagnosen um sich werfen, Hauptsache Patient hat erstmal eine.
und eine dissoziative Störung entsteht nicht durch viele Sachen, die sie auslösen können, wie du schreibst, sondern durch massive Gewalt und Traumatas in der Kindheit!
Das ist eine ganz andere Hausnummer als eine Ausbildung in einen Beruf, der einen vielleicht doch nicht so gefällt.
 

Globulär

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@ Doppeloma

Ich hatte auch schon genug Praktikas und habe selber genug Stunden gehalten um wissen zu können wie der Beruf ungefähr ist. Habe mich auch schon mit vielen Lehrern unterhalten und explizit über die Probleme des Berufes ausgetauscht.
Der Hauptunterschied ist aber wie ich es empfinde. Kurz gesagt ob es negativer oder positiver Stress für mich ist. Stress werde ich sowieso in jedem Beruf haben also geht es darum eine Tätigkeit zu finden die mir Spaß macht und da kann ich wohl noch am Besten selbst entscheiden was mir gefällt. Gerade die Arbeit mit Jugendlichen macht mir Spaß weil die noch eine lockere Sicht auf das Leben haben. In der Firma geht es immer nur um Profit. Die Schüler sind wenigstens ehrlich und sagen was sie denken ...

Natürlich habe ich auch im Lehrerberuf viel Selbstbestimmung, nämlich gerade bei der Unterrichtsgestaltung. Niemand sagt mir wie ich meinen Unterricht zu halten habe und ich kann immer wieder neue Sachen ausprobieren. Es ist auch unrealisitisch das das Arbeitstempo in Zukunft immer mehr steigen wird (wie es in einem Unternehmen verlangt werden kann) weil das Arbeitstempo in einer Schule immer an die Schüler gekoppelt ist. Man kann nicht einfach den Lehrplan verdreifachen mit Inhalten....

Die Verbeamtung ist mir relativ egal (nur das man da leichter in Teilzeit gehen kann ist für mich ein Vorteil). Ich habe schon geschrieben das mir auch Teilzeit in meinem jetzigen Beruf ausreichen würde aber wegen der Familienplanung bräuchte ich mehr.


@ Marion 63

Der Ausbruch der Krankheit ist auf die Arbeitsbedingungen zurückzuführen aber nicht die Enstehung! Es hat sicherlich was mit der Kindheit zu tun (die Depressionen wurden schon darauf zurückgeführt). Aber ich will hier gar nicht darüber diskutieren was ich jetzt genau habe weil es mir um Ratschläge ging. Ich hab den Eingangspost extra gekürzt um all diese Details weil es sich sonst kaum einer durchlesen würde und weil der rote Faden fehlen würde.
 
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@ Marion 63

Der Ausbruch der Krankheit ist auf die Arbeitsbedingungen zurückzuführen aber nicht die Enstehung! Es hat sicherlich was mit der Kindheit zu tun (die Depressionen wurden schon darauf zurückgeführt). Aber ich will hier gar nicht darüber diskutieren was ich jetzt genau habe weil es mir um Ratschläge ging. Ich hab den Eingangspost extra gekürzt um all diese Details weil es sich sonst kaum einer durchlesen würde und weil der rote Faden fehlen würde.
sorry, aber das ist Humbug.
eine dissoziative Störung bricht nicht durch Arbeitsbedingungen aus, die ist wenn dann seit der Kindheit da. ausgelöst durch schwere Traumatas in der Kindheit.
mag sein, dass du Depressionen hast, bedeutet aber nicht, dass da noch zusätzliche Krankheiten sind. man kann sich auch in was verrennen.
 

50GdB23

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Verstehe ich nicht, Meine Lehrer haben immer gesagt, dass sie in einer bestimmten Zeit etwas uns beibringen müssen. Also sie können sich nicht Zeit lassen und sagen, dass machen wir jetzt mal 2-3 Wochen lang, da gibt es scheinbar auch feste Pläne bis wann ein bestimmtes Thema abgearbeitet sein muss.

Ich merkte das ja daran schon, Mathe, bei mir richtig mies, aber wenn ich es nicht verstanden habe = Pech. Sie mussten weitere Rechenarten uns beibringen. So stand ich da, die eine nicht verstanden, direkt zur nächsten.
 

Globulär

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@ Marion 63

Das ändert nichts an der Tatsache das ich gesagt habe, dass diese Krankheit NICHT bei mir diagnostiziert wurde. Ich habe nur gesagt der Therapeut meinte, die Symptome währen ähnlich wie bei die dieser Krankheit. Wieso verrennst du dich da so rein? Ich wollte das nie zum Thema dieser Dikussion machen und habe es nur erwähnt damit man eine ungefähre Vorstellung hat wie die Symptome sind.

@ 50GdB23

Natürlich gibt es Lehrpläne. Aber es wird nie z.B. der Schuldirektor zu einem Lehrer ankommen und sagen "Ok du hast keine Probleme den Lehrplan in der Zeit durchzunehmen? Super dann kannst ja noch diese Themen dazunehmen in dasselbe Halbjahr!"

Genau so etwas passiert nämlich bei ALLEN meinen Freunden die im Büro arbeiten. Die Chefs sehen das die Angestellten mit den Aufgabenpensum zurechtkommen und denken sich "da lassen sich noch Kosten optimieren" und hauen noch mehr Aufgaben auf die selbe Person raus obwohl es schon längst an der Zeit wäre eine zweite Person einzustellen.

Würde es sowas in der Schule geben würden Die Schüler da gar nicht mehr mitkommen. Übrigens ist das Abitur in Deutschland teilweise schon viel mehr bepackt als in anderen Ländern und es gibt auch genug Lehrer die dafür wären das ein wenig zu kürzen.

@ all

Ich verstehe auch nicht eure Kritik an meinen Postings hier. Was würdet ihr mir denn vorschlagen welchen Beruf ich erlernen soll? Einerseits schreibt hier jemand meine Symptome wären eh viel zu schwach um irgendwelche Hilfen zu bekommen weswegen ich selber klarkommen soll (wobei ich nirgendwo geschrieben hab ich will Teilzeit arbeiten aber Vollzeit Lohn erhalten durch den Staat...). Andererseits gibt es Kritik über meinen Berufswunsch weil er ja eben ganz und gar nicht Teilzeit wäre. Nennt mir doch mal einen Beruf der mir passen würde??? Man könnte eure Aussagen wahrscheinlich zu jedem Beruf setzen und es würde stimmig sein..
Ich interessiere mich z.B. für Medizin oder Psychologie also könnte ich auch als Alternative Psychologe /Psychiater oder Arzt werden. Meint Ihr da hätte man weniger Verantwortung oder Stress? Ich glaube es ist belastender sich jeden Tag Sorgen von vielen Menschen anzuhören und man hat auch mehr Verantwortung bzw. können die Fehler viel gravierender sein als wenn ich Fehler beim Unterrichten mache. Wenn ich wieder erkranke kann ich als Lehrer vielleicht mal 2-3 Stunden einen Gang runterschalten und die Unterrichtsplanung im schnellverfahren machen indem ich die Schüler für sich allein arbeiten lasse (wobei das je nach Thema auch nicht didaktisch schlecht sein muss...Abwechslung ist gefragt). Aber als Arzt oder Psychologe könnte meine Niedergeschlagenheit schwerwiegende Folgen für die Patienten haben wenn ich eine Fehldiagnose gebe.

Ich bin ins Forum gekommen um zu schauen ob es für Menschen wie mich irgendwelche Möglichkeiten gibt präventiv vorzusorgen. Aber anscheinend bietet der Staat sowas ja nicht an. Dem ist es also lieber das ich mich vorher irgendwo kaputt arbeite und dann noch jahrelang um eine Hilfe kämpfen muss wie hier bereits viele geschrieben haben obwohl es so rum allein kostenmäßig viel teurer für den Staat werden kann.
 

Muzel

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Wie weit bist du denn mit deinem Lehramtsstudium?
 

Muzel

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Das ist doch schon ordentlich. Da hast du dich schon durch einige Prüfungen gequält. Willst du nicht einfach weiter machen und sehen was passiert? Mit deiner Erkrankung kannst du Prüfungszeitverlängerung oder ähnliche Nachteilsausgleiche bekommen. Dazu musst du zur Behindertenvertretung gehen. Mach einfach weiter und verwirkliche deinen Traum.
 

Globulär

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@ Muzel

Ja ich werde jetzt wohl erstmal weiter machen. Das Studium ist aber keine Quälerei für mich. Die Fächer liegen in meinem Interesse weswegen es auch oft Spaß macht.

Bist du zufällig Lehrer? Ich frage weil du ja auch geschrieben hattest das man das Referendariat in NRW nicht verkürzen kann.
 
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