Was gilt als Nachweis für gezahlte Rentenbeiträge?

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Kerstin_K

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Hallo zusammen,

ich habe die Woche mit jemandem zusammangesessen, der nach einem privaten Unfall stark sehbehindert ist und eine volle unbefristete EM Rente zugesprochen bekam.

Soweit okay. Allerdings hat mir der Mann folgendes erzählt: Bei der Kontenklärung hat sich herausgestellt, dass einer seiner Arbeitgeber zwar einen Sozialversicherungsnachweis ausgestellt hat, aus dem hervorging, dass Beiträge abgeführt wurden, aber diese Beiträge sind wohl nie bei der Rentenversicherung angekommen. Die Firma gibt es nicht mehr. Da das ganze mehr als 10 Jahre her ist, konnte da über die KK auch nichts mehr geklärt werden, deshalb bekam er diese Zeiten zwar als Anrechnungszeit berücksichtigt, nicht aber als rentensteigernde Beitragszeit.

Kann sowas sein? Wenn das war wäre, da hätte man doch gar keine Chance, irgendwie nachzuweisen, dass das Geld tatsächlich geflossen ist. Ich dachte bisher, dass der Sozialversicherungsnachweis aus reichend ist.

Ich bin mir aber auch nicht sicher, dass das was der Typ mir erzählt hat alles der Wahrheit entspricht. Der hat eine Menge Müll erzählt, unter anderem, dass er seine EM Rente nach Beratung mit der DRV so steuern konnte, dass sie abschlagsfrei gezahlt wird. Alles sehr seltsam.
 

saurbier

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Hallo Kerstin_K.,

mir erscheint das ganze eher als unsinn.

Wenn da keine Sozialabgaben geflossen wären, ja wo war er dann KV bzw. ALG versichert.

Manche Leute erzählen leider viel zu viel Unsinn um sich wichtig zu machen oder in den Mittelpunkt zu stellen.

Nach meinem Kenntnisstand gilt der Sozialversicherungsnachweis als Meldebeleg, waren früher ja diese kleinen Belege aus dem Büchlein.

Und mit der DRV irgendwas auszuhandeln, nun das dürfte wohl auch dir mehr als Suspekt vorkommen, oder.


Grüße saurbier
 

Kerstin_K

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Saurbier,

das würde gut ins Bild passen, der war schon immer ein ziemlicher Schaumschläger und das hat sich auch in den 30 Jahren, die wir uns jetzt nicht gesehen haben, nicht geändert.

Übrigens behauptet er auch noch, dieser Ausfall hätte ihn 300 EUR monatliche Rente gekostet. Glaube ich auch nicht. Der hat in seinem gesamten Berufsleben in keiner Firma länger als 1 Jahr gearbeitet, den Lebenslauf haben wir schon Ender der 80iger kaum auf eine Seite bekommen. Zuletzt hat er selbständig eine Partnervermittlung für russische Frauen betrieben. Angeblich 8 Jahre lang wieso er dann noch eine EM Rente bekommt und dass die zusammen mit Blindengeld auch noch bedarfsdeckend sein soll, verstehe ich auch nicht so ganz.

Muzel,

er ist ganz sicher kein Gewerkschaftsmitglied.
 
G

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Gast
Mir fehlte bei der letzten Kontenklärung ein Monat, weil die SAP- Umstellung anscheinend irgendwie schiefgelaufen ist.

Es reichte die Kopie einer Lohnabrechnung.
Dauerte 14 Tage.
 

Kerstin_K

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Er khat halt nichts mehr ausser dem SV-Nachweis. Und der reicht angeblich nicht.

Seltsam.

Ich hake den Typen besser einfach ab.Bin 30 Jahre gut ohne ihn ausgekommen und das wird auch so bleiben.
 

ela1953

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Er khat halt nichts mehr ausser dem SV-Nachweis. Und der reicht angeblich nicht.


Wenn nur die Anmeldung zur Sozialversicherung vorhanden ist, fehlt ja die Höhe der Vergütung.

Um die Rente berechnen zu können ist die Abmeldung zur Sozialversicherung notwendig. Darin steht die Höhe des erzielten Bruttoentgeldes.
 

Muzel

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Wenn der ehemalige AG bestätigt hat, dass alles korrekt bezahlt wurde und die RV keine Unterlagen darüber hat, lässt sich das nur über einen Anwalt klären, preiswerter ist natürlich die Gewerkschaft.
 

Kerstin_K

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Der ehemalige Arbeitgeber kann nichts mehr bestätigen, weil es den nicht mehr gibt.

Au meiner Sicht ist aber der Sozialversicherungnachweis die Bestätigung.
 

ela1953

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Dann bin ich mal gespannt, wie das bei mir läuft.
Mir fehlt ein ganzes Jahr ca. 1994. ( auch nichts mehr beim Arbeitgeber)meiner 18jährigen Beschäftigung.
Habe aber noch alle meine Abrechnungen seit 1970. :) und das entsprechende Jahr schon kopiert und eingetütet.
 

Fairina

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Hallo Kerstin, der Mann erzählt Müll und das einen ganzen Haufen.

Wenn der SV-Beitrag nicht eingegangen wäre, eine Meldung aber an die KK gegangen war, dann hätte die KK bereits längst Mahnverfahren etc. in die Wege geleitet. Und das auch gegen den Inhaber oder GF privat und nicht schuldbefreiend.

Außerdem wird alle 3 Jahre eine Firma geprüft von KK und RV. Dazu die Prüfungen der BG. Und da alles seit Jahren schon elektronisch geht, kaum Chancen da was unter den Tisch zu kehren. Ebenfalls sollte man beachten, daß die Lohnsteuerkarte bzw. die E-TIN diese Daten enthält und auch schließen sich FA, KK, RV, BG kurz. Ihr glaubt manchmal gar nicht, wie da und was da im Hintergrund so alles läuft. Irgendwo hätte ein Glöckchen geklingelt und dann wäre das Klingeln sehr laut geworden.

Und solange er einen Nachweis besitzt, das er angemeldet war, gilt das. Unabhängig davon, ob gezahlt wurde. Allerdings kann es in Ausnahmefällen zu einer Nachzahlungsaufforderung der SV-Beiträge kommen.

Was er da mit der DRV schreibt, ist ebenfalls blühender Unsinn so weit mir bekannt ist. Ich wüßte nicht, wie er das steuern könnte.

Noch besser aber der Schwank mit den 300 Euro mehr Rente. Überlegt mal, wieviel er da verdient haben müßte. Das hätte weit über der Sozialversicherungsgrenze gelegen. Ich schätze mal so an die 20.000 Euro je Monat. Ehrlich? Aufschneiderei und Unehrlichkeit oder pathologisches Lügen dürften hier Grundlage dieser Aussagen sein.

Du hast ihn 30 Jahre nicht gebraucht, also brauchst du ihn auch weiterhin nicht.
 

Kerstin_K

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Fairina, der Typ war meine erste grosse Liebe. Wir waren 8 Jahre zusammen, dann bin ich fluchtartig ausgezogen.
Vor ein paar Wochen hat er mich angerufen, er will sich mit mir aussprechen, weil er damals nicht kapiert hat, warum ich weg bin. Er ist Grad nach Kassel gezogen, hat ne Scheidung am laufen.

Ich wollte ihm die Chance geben, wir haben uns in nem Cafe getroffen. Ich habe gleich gemerkt, dass er sich wieder in mein Leben drängen will. Jetzt sind seine nummern bei mir gesperrt.
 

Fairina

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Ist auch besser für dich. Jetzt wo er in Scheidung lebt, erinnert er sich an dich. Das hast du einfach nicht nötig. Es gibt bestimmt einen Mann da draußen, der dich will und den du willst. Aber so wertlos solltest du dir nicht sein um mit diesem Typen wieder an zu fangen. Erinnere dich nur daran warum du ausgezogen bist. Meistens reicht das. (Ich spreche aus Erfahrung :biggrin:)
 

bla47

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Für einen AG gilt eine 10 jährige Aufbewahrungsfrist.
Für eine gesetzliche Krankenkasse 30 Jahre. Dir wurde also Mist oder Märchen erzählt. Die KK ist die Einzugstelle und leitet die Abzüge vom Lohn auch an AfA, RV und Berufsgenossenschaft weiter.
Mir der Meldung zur Sozialversicherung eine Kontenklärung machen und nur oder überhaupt eine Anrechnungszeit ernten, ist der Witz des Jahres.
 

Gaestin

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bei mir hat die Zusatzversicherung für die Rente
Jahre "vergessen". Waren völlig entsetzt, als ich
das angemahnt habe und die Sache wurde sofort geklärt,
ich musste gar nichts machen. Alle Belege waren
sofort zu haben.

Lass die Nummern gesperrt, Du hast so recht.
Ob er wirklich in Kassel wohnt
ob er wirklich eine Scheidung am Laufen hat
ich hätte nur Zweifel.
 

Gaestin

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Saurbier,
Übrigens behauptet er auch noch, dieser Ausfall hätte ihn 300 EUR monatliche Rente gekostet. Glaube ich auch nicht. Der hat in seinem gesamten Berufsleben in keiner Firma länger als 1 Jahr gearbeitet, den Lebenslauf haben wir schon Ende der 80iger kaum auf eine Seite bekommen. Zuletzt hat er selbständig eine Partnervermittlung für russische Frauen betrieben. Angeblich 8 Jahre lang wieso er dann noch eine EM Rente bekommt und dass die zusammen mit Blindengeld auch noch bedarfsdeckend sein soll, verstehe ich auch nicht so ganz.

ich würde auch die Rentenbescheide sehen wollen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
 

Kerstin_K

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Das mit Kassel und der Scheidung passt schon. Die Seite der Partnervermittlung hab ich auch gesehen.

Aber der war mal beim Landmark Forum. Dass die sehr aehnlich arbeiten wie Scientology, hat er selber zugegeben. Trotzdem findet er die gut.

Alleine das heisst für mich absolut null weiteren Kontakt.
 

Fairina

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Bla, was soll denn als Nachweis gelten. Natürlich gilt neben Berufsausbildungs- und Schulzeugnissen, Arbeitgeberzeugnissen gerade auch die Sozialversicherungsmeldungen als Nachweise. Ansonsten gäbe es noch ein paar Möglichkeiten mehr, die hier aber nichts zur Sache tun. Und mit solchen Unterlagen macht man eine Kontenklärung. Bescheide sind Kontenklärungen auch nicht.
 

saurbier

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So ist es.

Am Jahresende bekommt man eine Abrechnung über die gemeldeten Zahlen (Einkünfte) und wenn man den Arbeitgeber wchselt, vom neuen AG die Anmeldung und vom alten AG die Abmeldung. So war es zumindest immer bei mir und ich hab in meinem Leben lediglich 3x den Arbeitgeber gewechselt.

Beim letzten bin ich dann in vorgezogene Frührente gegangen.

Bei meinem Minijob lief es jetzt vor kurzem auch nicht anders. Meine ehemalige Chefin gab mir den Abmeldebescheid (sowie zum Jahresende je eine Abrechnungsbescheinigung) der MinijobZentrale und mein neuer Chef der meinen Arbeitsplatz nun übernommen hat schon den Anmeldebescheid.

Der Typ ist ein Schwätzer - sonst nichts weiter.


Grüße saurbier
 

Kerstin_K

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Saurbier,

so kenne ich das auch. Ichhabe ehrfach nachgefragt, aber meinte, dass das leut Rentenversicherung nicht reicht.

Ich würde mich nicht wundern, wenn er da mal wieder was falsch verstenden hat. War schon immer so bei ihm.

Naja, helfen läßt er sich auch nicht, bei ihm haben immer alle anderen keine Ahnung und wenn man ihm dann mal sagt, dass er im Unrecht isr, wird man beschimpft.

Ich habe das lange genug mitgemacht, ich brauche das nicht mehr. Im Prinzip ist er arm dran, weil er seit seinem Unfall kaum noch was sieht (Ist auf eine vier Meter hohe ungesicherte Leiter gestiegen, weil er den Fensterputzer sparen wollte.) Jetzt wurde auch noch festgestellt, dass er kaum was hört. Helfen läßt er sich nicht, also muss er selber sehen, wie er klarkommt.
 

saurbier

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Hallo Kerstin_K.,

nun ja, wenn ich meine Belege (sind ja nur Zweitschriften bzw. Durchschläge) der DRV vorlege, welche ja angeblich keine Belege mehr hat, ha wieso sollte man die nicht anerkennen.

Das würde ich zur Not sogar durchs gericht klären lassen.

Im übrigen kann ich das eh nicht glauben, denn wie hier schon geschrieben wurde, ist die KK die Sammelstelle welche die Beträge ja weiter leitet und die muß alle Unterlagen 30 Jahre aufbewahren.

Wer solch wichtige Unterlagen (Sozialleistungsnachweise) nicht ordnungsgemäß aufbewahrt (steht immerhin auf den Ausdrucken drauf) ist nach meiner Auffassung selbst Schuld wenn es später Ärger gibt. Klar ein Haushaltsunglück kann sowas durch höhere Gewalt vernichten, aber selbst dann könnte man sich immer noch über die KK Ersatzschriften besorgen.

Und ich kann auf einem Auge auch nicht durch einen Schleier (wie dicker Nebel) sehen und höre einseitig wegen 2 Hörstürze auch nicht mehr richtig, aber was solls man ist ja auch keine 20 mehr, oder. Für einen Minijob mit 2 Std./tägl. reicht es mir aber noch, denn da bin ich unter Menschen und das tut meiner Seele gut.


Grüße saurbier
 
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