Was gehört zu den Lohnkosten?

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ExitUser

Gast
Durch eine Diskussion um das Weihnachtsgeld in der Firma meines Mannes (alle bekommen nur er nicht , weil es ja eh vom ALG abgezogen wird so die Meinung vom Chef)., sind sie auf die Lohnkosten gekommen.
Die Kollegen sind der Meinung das wenn mein Mann 1200€ Brutto bekommt der Chef nochmal soviel abgaben für seinen Angestellten hat, also 2400€
Ich denke aber mehr als den Bruttolohn zahlt doch der AG nicht oder doch das Doppelte ?
Wo könnte ich das nachlesen ?
Ein schönes WE gruß Teelicht
 

Hartzeola

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Meinst Du Lohnnebenkosten?

n der Sozialversicherung liegen die Lohnnebenkosten für Arbeitgeber bei knapp 23 % des Bruttolohns des Arbeitnehmers. Dies sind:
  1. Die Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung (KV: 7,3% PV: 0,975% RV: 9,8% AV: 1,5%)
    = 19,575% (Beiträge fallen bis zur jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze an)
  2. Umlage nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz [je nach Krankenkasse bzw. Satz unterschiedlich (allgemeiner, ermäßigter, erhöhter Satz)]
  3. Insolvenzgeldumlage 0,04%
  4. Berufsgenossenschaft (Beitragssatz je nach Zuordnung des Gefahrentarifs)
Somit zahlt der Arbeitgeber bei einem Bruttogehalt von € 1000,00 knapp € 230,00 zusätzlich für seinen Mitarbeiter an Lohnnebenkosten nur für die Sozialversicherung.
Lohnnebenkosten für Arbeitgeber: Was kostet Sie Ihr Mitarbeiter wirklich? |
 

Purzelina

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Durch eine Diskussion um das Weihnachtsgeld in der Firma meines Mannes (alle bekommen nur er nicht , weil es ja eh vom ALG abgezogen wird so die Meinung vom Chef).

Sehr kreativ der Chef, so eine "Gestaltungsmöglichkeit" des AG ist eigentlich nicht zulässig. Bekommt dein Mann wenigstens was bar auf die Tatze?
 
E

ExitUser

Gast
Sehr kreativ der Chef, so eine "Gestaltungsmöglichkeit" des AG ist eigentlich nicht zulässig. Bekommt dein Mann wenigstens was bar auf die Tatze?

Nein leider nicht ...früher gab es mal noch einen Einkaufsgutschein über 50€ für die eigene Firma ....aber auch das muss man einem ALGer nicht mehr geben.
 

Kobold1966

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Durch eine Diskussion um das Weihnachtsgeld in der Firma meines Mannes (alle bekommen nur er nicht , weil es ja eh vom ALG abgezogen wird so die Meinung vom Chef)., sind sie auf die Lohnkosten gekommen.
Die Kollegen sind der Meinung das wenn mein Mann 1200€ Brutto bekommt der Chef nochmal soviel abgaben für seinen Angestellten hat, also 2400€
Ich denke aber mehr als den Bruttolohn zahlt doch der AG nicht oder doch das Doppelte ?
Wo könnte ich das nachlesen ?
Ein schönes WE gruß Teelicht

So einfach kann man das nicht beantworten, denn was der Chef tatsächlich bezahlen muss liegt auch daran wie hoch der Steuersatz für sein Unternehmen ist.

Sagen wir mal bei 1200 Brutto muss die Firma 1428 Brutto zahlen. Läuft die Einzel-Firma gut und hat einen Steuersatz von 45% mindern Lohnkosten den zu versteuernden Gewinn. Chef muss nur 785,40 Netto ausgeben, also weniger als dein Mann Netto ausgezahlt bekommt.

Gehaltsrechner und Brutto Netto Rechner Gehalt bei nettolohn.de!

Ich nehme den Rechner, der macht immer nette Vorschläge Löhne zu optimieren. Fahrgeld wär ne Möglichkeit, die das JC dir nicht abzieht.
 

biddy

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Kobold1966 meinte:
Fahrgeld wär ne Möglichkeit, die das JC dir nicht abzieht.
Nö, leider ist das nicht so.

Du meinst ja vermutlich für die Fahrtkosten von daheim zum Arbeitsplatz? Das Fahrgeld wäre dann Einkommen. Vom Gesamteinkommen können aber dann die Fahrtkosten (einfache Strecke = Entfernungskilometer mal 20 Cent mal Arbeitstage) abgesetzt werden, wenn Du damit inkl. aller Aufwendungen über den Grundfreibetrag hinauskommst und mehr als 400 € brutto verdienst.
ÖPNV-Ticket vom Chef wäre übrigens auch Einkommen und der Wert dieser Sachleistung würde als Einkommen angesetzt werden :(
 
S

silka

Gast
Hallo, Teelicht,
das Jahr ist um.
Wenn dein Mann nächstes Jahr noch dort arbeitet, soll er dem Chef mal vorrechnen, was er mit Weihnachtsgeld ---mehr--- hätte.
Stichwort Freibeträge.
Du kennst sie.

Weihnachten kommt gleich nach Ostern! Nicht vergessen.
 

biddy

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soll er dem Chef mal vorrechnen, was er mit Weihnachtsgeld ---mehr--- hätte.
Stichwort Freibeträge.
Wenn Teelicht keine minderjährigen Kinder im Haushalt hat (weiß ich gerad' nicht mehr) und ihr Mann 1.200 € brutto verdient, dann ist die Freibetragshöchstgrenze bereits ausgeschöpft - sie hätten durch's Weihnachsgeld leider nicht mehr zur Verfügung.
 

Kobold1966

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Du meinst ja vermutlich für die Fahrtkosten von daheim zum Arbeitsplatz?

Nee, der AN ist mit eigenem Fahrzeug für die Firma gefahren, Besorgungen oder so.
Strecke 200 km x 0,30 € macht 60 Teuro extra für AN und dem Chef kostet es 33 Teuro Netto. Kann man auch mehrmals im Jahr oder monatlich machen.
 

biddy

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silka meinte:
An wieviel Weihnachtsgeld denkst du dabei?

An keinen bestimmten Betrag.
Es ging mir um diesen Satz:
was er mit Weihnachtsgeld ---mehr--- hätte.
Stichwort Freibeträge.

Es gibt keinen nicht genutzen Freibetrag bei 1.200 € Brutto, weil die Obergrenze nach § 11b Abs. 3 SGB II ohne Kids im Haushalt bei 1.200 € liegt.

Würde das Brutto z.B. 900 € betragen und es käme Weihnachtsgeld hinzu, dann sähe das anders aus, weil ja 1.200-900=300 € brutto für einen höchstmöglichen Freibetrag noch nicht genutzt wurden.
 
S

silka

Gast
Danke dir, @Biddy.

Dann nehme ich mein Stichwort *Freibetrag* zurück.
Teelichts haben 2 Lichter-Kinder, glaub, auch noch beide unter 18.

Was wäre denn, wenn Herr Teelicht seinem Chef im kommenden Jahr mal erklärt, daß er mit 600,- Weihnachtsgeld (50% des Monatslohns)doch endlich mal aus dem Loch kommen würde. Und wenn es nur 1x zu Weihnachten wäre.

Herr Teelicht sollte doch nicht einfach warten, bis sein Chef mal freiwillig was raustut.
Man kann das auch selber mal anschieben, egal, ob man hartzt oder nicht.
 

biddy

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Wenn minderjährige Kinder im Haushalt sind und bisher das Brutto von 1.200 € freibetragsberechnet wurde, dann würde bei Zufluss von Weihnachtsgeld (als Beispiel mal 600 €) bis zu einem Gesamtbrutto von 1.500 € der Freibetrag errechnet werden, soll heißen: Es gäbe zusätzlich noch mal 10 % des Brutto von 1.200 bis 1.500 €, also 10 % von 300 € = 30 € zum bisherigen Gesamtfreibetrag hinzu (siehe § 11b Abs. 3 SGB II). Der Rest des Weihnachtsgeldes würde dann entweder einmalig in einem Monat auf's Alg II angerechnet werden oder - falls die Hilfebedürftigkeit durch diese einmalige Anrechnung komplett wegfallen würde - die Anrechnung auf 6 Monate verteilt werden (siehe § 11 Abs. 3 SGB II).
 
E

ExitUser

Gast
Wenn es nach mir ginge ...wurde ich auf Weihnachtsgeld bestehen , da ja alle anderen 7 Kollegen auch bekommen haben .
Egal ob angerechnet wird oder nicht ....soll sich der AG doch an die Preise gewöhnen .
Alle in der Firma bekommen 14,50 € Brutto nur mein Mann der 2005 vom JC vermittelt wurde bekam bis 2011 7,50€ seit 2012 nach langem hin und her ( ihr musst den Gürtel enger schnallen oder wenn ihr mehr in der Tasche wollt schaft den Hund ab) sind es 8,50€.
Von der Förderung in die Aufstockung ...und die Kollegen fühlen sich als was besseres (alle ALGer Schmarotzer ) .
Bewerbungen ohne Ende aber die meisten Zahlen auch nicht mehr.

Und wisst ihr was das schlimmste ist ? Mein Mann ist soooo loyal dem AG gegenüber er reißt sich wirklich den Popo auf ....was ja nicht schlimm wäre wenn es gegenseitig wäre :icon_dampf:
 
G

Gelöschtes Mitglied 38337

Gast
Hallo,

dann soll Dein Gatte doch zum Arbeitgeber gehen, Weihnachtsgeld verlangen und dies umwandeln in eine betriebliche Altersvorsorge!
Der Arbeitgeber hat darauf keine Nebenkosten und Euch wird dies nicht angerechnet!
 
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