Was erfährt mein behandelnder Arzt von meiner Krankenkasse? (1 Betrachter)

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Bewerberin1984

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Hallo,

ich bin ja, wie in meinen anderen Threads schon erwähnt, momentan wegen Depressionen seit Juli krankgeschrieben. Mein Arzt empfahl mir dann u.a. Psychotherapie und ich war nun eine ganze Weile auf der Suche nach einem geeigneten Therapeuten, hatte auch schon ein Gespräch, jedoch habe ich schnell gemerkt, dass es zwischen mir und dem Therapeuten einfach nicht passte, ich fühlte mich eher belächelt und null ernst genommen. Ich sagte ihm dann nach dem zweiten Gespräch wahrheitsgemäß, dass ich gerne weitersuchen möchte, damit das Ganze auch Sinn macht für mich.

Meine überneugierige und sehr naseweise Schwiegermutter hat das alles so mehr oder weniger am Rande mitbekommen und meinte dann, es wäre nicht gut, dass ich die beiden Termine beim Therapeuten gehabt und dann keine weiteren mehr wahrgenommen hätte, denn die Krankenkasse würde das meinem behandelnden Arzt mitteilen und der könnte ja dann den Verdacht hegen, dass ich eigentlich gar kein Interesse an einer Psychotherapie habe?!
Und dass sich dies dann auch auf mein ALG 1 auswirken wird (ich beziehe noch keines, da ich ja noch im Krankenstand bin, wurde aber von meiner Chefin gekündigt).

Laut meiner Schwiegermutter wolle man mit diesem "Informationsfluss" zwischen Arzt, Krankenkasse und AfA vorbeugen, dass faule Leute sich wegen angeblicher Depression längere Zeit krankschreiben lassen, dann aber einfach zuhause sitzen und sich nicht um Therapieplätze bemühen..

Ich habe nicht weiter nachgefragt, da sie gerne mal Unsinn erzählt und sich dann wichtig fühlt, wenn man nachhakt. Ihr versteht sicher, was ich meine.
Zudem kann ich diese Panikmache ehrlich gesagt auch echt nicht gebrauchen momentan.

Generell denke ich schon, dass sich Krankenkassen bei längerer Krankschreibung bei dem Arzt melden, um zu fragen, wie es weitergeht mit dem Patienten, immerhin müssen sie ja ab der 6. Woche Krankschreibung das Krankengeld zahlen - aber darf die Krankenkasse dem Arzt denn überhaupt erzählen, dass ich die beiden Termine bei dem Therapeuten (der ja auch über die Krankenkasse abrechnet) wahrgenommen habe und dann nicht mehr hingegangen bin? Oder war das eher so eine Erfindung meiner Schwiegermutter?

Ich danke euch schonmal für eure Hilfe!
 

ZynHH

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Oder war das eher so eine Erfindung meiner Schwiegermutter?
Natürlich. Solange du nicht mit einer Überweisung von deinem Hausarzt zum Therapeuten gegangen bist, erfährt der Hausarzt nichts davon.
Wenn du mit einer Überweisung zum Therapeuten bist, könnte es sein, das der Therapeut einen Konsiliarbericht an deinen Hausarzt schickt.

Die Krankenkasse selbst stellt da keine Informationen zur verfügung.
 

Katzenstube

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Nun, als ich wegen meiner Erblindung krank geschrieben wurde ging das ganz schnell, dass der MDK sich mit der Arztpraxis in Verbindung gesetzt hat. Schon direkt in der 7. Woche als die Krankenkasse also ganz "frisch" in die Krankengeldzahlung gebracht wurde.

Natürlich gab es auch einen entsprechenden Schriftwechsel mit Arzt und MDK. Ansprechpartner des MDK war bei mir logischerweise der krankschreibende Augenarzt.

Meiner Meinung nach interessiert die Krankenkasse in keinster Form was sie darf oder nicht - und ganz sicher nicht mündlich am Telefon. Bei mir versuchte man gehörig mich unter Druck zu setzen wieder arbeiten zu gehen! Auch als ich mir Anrufe verboten habe, hinderte dieses die Krankennkasse nicht an vielen (erfolglosen :) Versuchen mich anzurufen.

Gruß von Katzenstube

p.s. mein Psychotherapeut stellt grundsätzlich auch nach Überweisung keine Berichte aus. Ausnahme der Patient fordert das. Auch eine Überweisung wäre für ihn kein Grund. Locker kann die Krankenkasse anrufen und der um den Patienten besorgte SB sagt: "leider hat Patient die Psychotherapie abgebrochen, was meinen Sie, würde eine stationäre Reha helfen?" Ist ja alles nur für den Patienten :-( gut gemeint....
 

Bewerberin1984

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Natürlich. Solange du nicht mit einer Überweisung von deinem Hausarzt zum Therapeuten gegangen bist, erfährt der Hausarzt nichts davon.
Wenn du mit einer Überweisung zum Therapeuten bist, könnte es sein, das der Therapeut einen Konsiliarbericht an deinen Hausarzt schickt.

Die Krankenkasse selbst stellt da keine Informationen zur verfügung.
Also mein Hausarzt war das nicht, der mich krankgeschrieben hat, sondern ein Facharzt aus einem Ärztezentrum für Psychiatrie und Neurologie, aber das ist ja egal.
Von diesem Facharzt habe ich keine Überweisung bekommen, nur eine Liste mit Therapeuten, die ich durchtelefonieren sollte, um einigermaßen zeitnah einen Termin zu bekommen.

Aber prinzipiell ist es doch zumindest richtig, dass sich die Krankenkasse möglicherweise bei meinem behandelnden Arzt meldet und nach der voraussichtlichen Dauer meiner Krankschreibung / Erkrankung fragen wird, oder liege ich da auch falsch? Mein Arzt sagte mir nämlich, er würde mich gern länger am Stück krankschreiben, bekäme dann aber Ärger mit der Krankenkasse..
 

ZynHH

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Nun, als ich wegen meiner Erblindung krank geschrieben wurde ging das ganz schnell, dass der MDK sich mit der Arztpraxis in Verbindung gesetzt hat. Schon direkt in der 7. Woche als die Krankenkasse also ganz "frisch" in die Krankengeldzahlung gebracht wurde.

Natürlich gab es auch einen entsprechenden Schriftwechsel mit Arzt und MDK. Ansprechpartner des MDK war bei mir logischerweise der krankschreibende Augenarzt.

Meiner Meinung nach interessiert die Krankenkasse in keinster Form was sie darf oder nicht - und ganz sicher nicht mündlich am Telefon. Bei mir versuchte man gehörig mich unter Druck zu setzen wieder arbeiten zu gehen! Auch als ich mir Anrufe verboten habe, hinderte dieses die Krankennkasse nicht an vielen (erfolglosen :) Versuchen mich anzurufen.

Gruß von Katzenstube
Das hat ja aber nun nichts mit dem Eingangs geschilderten Verdacht deiner Schwiegermutti zu tun.
 

Katzenstube

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doch mit der Frage, ob die Krankenkasse sich beim Arzt meldet, der die Krankmeldung ausgestellt hat. Oder habe ich etwas falsch verstanden?

"
Generell denke ich schon, dass sich Krankenkassen bei längerer Krankschreibung bei dem Arzt melden, um zu fragen, wie es weitergeht mit dem Patienten, immerhin müssen sie ja ab der 6. Woche Krankschreibung das Krankengeld zahlen - aber darf die Krankenkasse dem Arzt denn überhaupt erzählen, dass ich die beiden Termine bei dem Therapeuten (der ja auch über die Krankenkasse abrechnet) wahrgenommen habe und dann nicht mehr hingegangen bin? Oder war das eher so eine Erfindung meiner Schwiegermutter?
"


Gruß von Katzenstube
 

ZynHH

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Also mein Hausarzt war das nicht, der mich krankgeschrieben hat, sondern ein Facharzt aus einem Ärztezentrum für Psychiatrie und Neurologie, aber das ist ja egal.
Von diesem Facharzt habe ich keine Überweisung bekommen, nur eine Liste mit Therapeuten, die ich durchtelefonieren sollte, um einigermaßen zeitnah einen Termin zu bekommen.

Aber prinzipiell ist es doch zumindest richtig, dass sich die Krankenkasse möglicherweise bei meinem behandelnden Arzt meldet und nach der voraussichtlichen Dauer meiner Krankschreibung / Erkrankung fragen wird, oder liege ich da auch falsch? Mein Arzt sagte mir nämlich, er würde mich gern länger am Stück krankschreiben, bekäme dann aber Ärger mit der Krankenkasse..
Nun bringst du aber alles durcheinander.
Das hat doch nix damit zu tun, was eingangs gefragt wurde.

Grundsätzlich sollen Ärzte nicht länger als vier Wochen am Stück krank schreiben.

Dein behandelnder Facharzt, kann dich aber immer wieder krankschreiben, solange die Erkrankung andauert.

Und ja, die Krankenkasse kann den übergeordneten MDK einschalten, um die Krankschreibung des Facharztes zu überprüfen.
Das hat nichts mit Ärger für den Arzt zu tun, wenn er dich wegen einer Erkrankung krank schreibt.

Und das nicht gleich der erste Therapeut der richtige ist, kennt glaube ich jeder.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

doch mit der Frage, ob die Krankenkasse sich beim Arzt meldet, der die Krankmeldung ausgestellt hat. Oder habe ich etwas falsch verstanden?
Das ist nicht die krankenkasse, sondern der mdk.
 

Bewerberin1984

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Nun bringst du aber alles durcheinander.
Das hat doch nix damit zu tun, was eingangs gefragt wurde.

Grundsätzlich sollen Ärzte nicht länger als vier Wochen am Stück krank schreiben.

Dein behandelnder Facharzt, kann dich aber immer wieder krankschreiben, solange die Erkrankung andauert.

Und ja, die Krankenkasse kann den übergeordneten MDK einschalten, um die Krankschreibung des Facharztes zu überprüfen.
Das hat nichts mit Ärger für den Arzt zu tun, wenn er dich wegen einer Erkrankung krank schreibt.

Und das nicht gleich der erste Therapeut der richtige ist, kennt glaube ich jeder.
Beitrag automatisch zusammengeführt:


Das ist nicht die krankenkasse, sondern der mdk.

Ah, okay danke für die Info, das wusste ich so nicht. Ich dachte, das wäre immer die Krankenkasse selber, die da ggf. Druck macht und nicht der MDK. ;)
 

Bewerberin1984

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Wozu gibt es wohl die probatorischen Sitzungen?
ja, mein Arzt hat auch selbst gesagt, er hatte teilweise schon Patienten, die auch mit dem 4. oder 5. Therapeuten unzufrieden waren und das Ganze nach wenigen Sitzungen wieder abgebrochen haben.
Ich hätte an sich auch kein Problem damit, wenn mein Arzt erfährt, dass der erste Therapeut nix für mich war - ich war einfach nur verunsichert, weil meine Schwiegermutter das Ganze aus meinem Erstbeitrag verzapft hat, von wegen das hätte Folgen für mich etc.pp. ;)
Sie ist halt auch der Typ Mensch, der Leute mit Depression, Burnout u.ä. schlichtweg als "zu faul zum Arbeiten" abstempelt.
 

grün_fink

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Deine Schwiegermutter meint es gut und verbreitet Unsicherheit mit ihren Moralvorstellungen. Menschen mit Depressionen können ein Lied davon singen, wie diese es Kranken schwer machen.

Auch die KK weiß, dass man den richten Therapeuten nicht zwangsläufig sofort finden muss.

Wer sich mit dem Arzt in Verbindung setzt, ist der MdK. Der lädt einen meist auch mal ein nach etwa 6 Wochen und will wissen, was man tut für die Genesung, was geplant ist und wie es einem so geht.

Krankenkassen haben manchmal spezielle Sachbearbeiter, die einen telefonisch oft kontaktieren und dabei...
Wenn das der Fall wäre, wüsstest du es schon, da hätten die dich schon angerufen.

Besprich das mit deinem Arzt, der darf auch stückchenweise krank schreiben.
Der KK darf er so einfach mündlich nix sagen, nur schriftlich dem MdK. Viele Ärzte besprechen das auch vorher mit dem Patienten.

Gute Besserung.
 

ZynHH

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Also bei meinen au entscheide ich, wie lang die sind, schon um die nächste Auszahlung selbst steuern zu können.
Meist so alle 14 tage. Aber immer so, das ich miete etc am M8natsanfang zahlen kann.
 

Julian

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Die KK kümmert sich um so was gar nicht. Erstens, wie oben gesagt gibt es ja dafür die prob. Sitzungen.
Bei den KK hat keiner Zeit sich um so was zu kümmern. Die Abrechnung der Ärzte mit der KV läuft ausschliesslich elektronisch. Da ist gar keim Mensch mehr involviert.
Die EDV prüft wie auch oben gesagt die Einhaltung der Budgets bei den Ärzten und die korrekte Abrechnung.
 
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