Was darf der Arbeitgeber ? Was müssen die Mitarbeiter hinnehmen? (1 Betrachter)

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PinkPassion

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Hallo meine Lieben =)

Hatte zwei Monate in einer christlichen -evg. Einrichtung in der Pflege für Behinderte Senioren gearbeitet, die ich selbst Fristlosgekündigt hatte. Was ich dort erlebt habe, habe ich in mein ganzen Berufsjahren noch nie erlebt.

Gerne möchte ich in Erfahrung bringen, ob sowas überhaupt Rechtens ist oder nicht.

Im Internet wurde ich fündig von einem Stellenangebot Vollzeitstelle zu vergeben , darauf hin hatte ich mich beworben und bin zum Vorstellungsgespräch. Während dem VS hieß es, es wird im gesamten Haus keine VZ benötigt, sondern nur TZ. Alle Mitarbeiter außer die 2 Chef arbeiten ALLE TZ. Naja, die Chefs sitzen auch nur im Büro und sind damit schon Überfordert. Mir ist immer wieder zugesichert wurden, dass es keine VZ benötigt wird und das man es mit TZ sehr gut hinbekommt. Mir ist zugesichert wurden, dass ich die Möglichkeit bekomme mir ein Nebenjob zu suchen, wenn ich ihn benötige. Es gibt zudem kein geregeltes Schichtsystem, weil es angeblich nicht benötigt wird.

Es kam zu einem Vertragsabschluss Teilzeit 129,2 Std. Monat , 34 Std. in der Woche. An meinem ersten Arbeitstag , erhielt ich mein Januar Dienstplan 129,2 std. SOLL --- 180 Std. IST.
Darauf angesprochen, wieso ich 180 Std. Arbeiten soll, bekam ich nur dämliche Ausreden zu hören.
;;Es wäre momentan nicht anderes möglich, da Sie keine FSLer /BFLer haben ( Freiwilliges Soziales Jahr / Bundesfreiwilligen Dienst.) '' Die Arbeiten nämlich Vollzeit 40 Std. Woche und 160 Std. im Monat für 500 Euro.

Überstunden werden natürlich nicht bezahlt sondern man erhält ein Freizeitausgleich. Wenn man wie ich in der Pflege arbeitet, weiß man das der Freizeitausgleich, nie statt finden wird.

Da es kein geregeltes Schichtsystem gibt ist es für den Körper doppelt Anstrengend.
Ein Beispiel von Mir.: Januar 180 Std. Montag hatte ich einen Tagdienst, der geht von 10:00 bis 19:45 und am nächsten Tag musste ich von 06:00 bis 16:00. Nachdem 10:00-19:45 Uhr Dienst, war ich so fertig, dass ich mein Wecker nicht hörte und 1 Std. zu Spät kam. Die 1 Std. sollte ich Nacharbeiten. Natürlich habe ich dies nicht getan und begründet, das ich so wieso schon 180 Std. Arbeiten werde und somit auch keine Std. länger bleibe.

Kollegen erzählten mir das sie ALLE im ersten Monat so viel Arbeiten mussten, natürlich ohne die Überstunden ausbezahlt zu bekommen. Letztes Jahr gab es sogar den Fall, dass zwei BFLer von heute auf Morgen nicht mehr kamen, dadurch mussten alle mit einem TZ-Vertrag Vollzeit arbeiten, sind aber ALLE nur TZ-bezahlt wurden und das ein Jahr lang.

Es gibt sogar eine Urlaubssperre für Dez. über Weihnachten und Silvester und es darf immer nur einer in Urlaub und nicht länger als 3 Wochen, was bei 12 Mitarbeitern, davon 4 Mütter, doch sehr schwierig wird.

Es ist nicht nur das die Mitarbeiter leiden, sondern auch die Bewohner. Was die Bewohner betrifft , da habe ich schon einige Ämter informiert Gesundheitsamt, MAV, MDK und Bezirk. Da es mir nicht nur um die Mitarbeiter geht sondern auch um das wohlergehen, der Bewohner. Da nicht nur an den Mitarbeitern gespart wird, sondern auch an den Bewohnern. Ein Heimplatz kostet ab 5000 Euro Aufwärts und geboten bekommen die Bew. nichts außer Lebensmittel aus Tüten und Dosen für 0,85 Cent. und werden vor dem TV gesetzt.
keine Freizeitgestaltung, wobei es in der Einrichtung um persönliche Assistenz geht.
Das bedeutet gemeinsame Freizeitgestaltung und Unterstützung im persönlichen Leben. Hauswirtschaft, Freizeitgestaltung usw. Deswegen bezahlt der Bezirk auch so viel, damit es ermöglicht wird.
Ja, selbst an den Reinigungskräften wird gespart, was für eine Einrichtung ein absolutes NO GO ist. Hygiene ist das A UND O.

Da ich 3 Jahre in einer Einrichtung war, die genau das gleiche Modell hat persönliche Assistenz, hat es mich mehr als nur geschockt, wie extrem unterschiedlich es ist. Wobei sie das gleiche Modell persönliche Assistenz haben.

Mich schockt es wirklich und kann es auch nicht begreifen, ist sowas überhaupt Erlaubt ???
 

franky0815

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AW: Was darf der Arbeitgeber ?

Mich schockt es wirklich und kann es auch nicht begreifen, ist sowas überhaupt Erlaubt ???
meiner unmassgeblichen meinung nach ist das was die einrichtung da macht, betrug und zwar an den mitarbeitern und den " insassen "

du solltest auf jeden fall lohnklage beim arbeitsgericht erheben wegen der überstunden, wenn es dazu nicht zu spät ist.

wie hast du denn die fristlose kündigung begründet?
 

PinkPassion

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AW: Was darf der Arbeitgeber ?

In meiner Fristlosenkündigung hatte ich vermerkt, dass sie meine Überstunden auszuzahlen haben.
Rechtsanwalt habe ich schon informiert, er sagt wir geben ihnen noch was Zeit. Da ich am 29.02 Fristlosgekündigt hatte.
 

franky0815

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AW: Was darf der Arbeitgeber ?

ich hoffe du kannst deine stunden irgendwie nachweisen, habt ihr dienstpläne aus denen die stunden hervor gehn und hast du dir kopieen gemacht?
 

PinkPassion

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AW: Was darf der Arbeitgeber ?

Meine Fristlosekündigung habe ich mit der mangelnde Hygiene und Gesundheitsgefährdung begründet.

Es gibt ein Bewohner, der ist ein Messie, dementsprechend sieht das Zimmer aus.!

Da ich starke und chronische Bronchial Asthmatikerin bin, bin ich im Januar stark an Bronchitis erkrankt mit starken Nasenbluten und asthmatischen Anfällen. Dadurch suchte ich ein Gespräch mit einer Kollegin und fragte Sie ,, Schimmelt es im Haus ? ( reagiere auf Schimmel mit Bronchitis Nasenbluten und asthmatischen Anfällen.) Ihre Reaktion , war eindeutig. Ja, es schimmelt beim Bew. und ich soll ein Mundschutz tragen, wäre Gesünder für mich. Darauf hin Sprach ich die Stellv. Hausleitung an und seine Reaktion ,, Er weiß nicht was Er machen soll, am besten halte ich mich vom Zimmer und Bew. fern.! Die denken sich auch das sich die Schimmelsporen nur im Bewohnerzimmer aufhalten und nicht durchs Hausfliegen oder an Kleidung des Bewohner kleben. Die Bewohner Kleidung, wird in einem großen Wäschekorb mit andere Bewohnerwäsche gewaschen, sowas geht auch nicht.

War 1 Jahr in einer Einrichtung für psychische Erkrankungen , daher kenne ich mich gut aus und kann sagen, dass die Mitarbeiter fachlich nicht dazu Ausgebildet sind, sich um so einen Bew. fachlich zu kümmern. Anstatt dem Bewohner zu helfen, verschlimmern die Mitarbeiter alles. Der Bewohner tanzt denen ganz schön auf der Nase herum.

Habe deswegen dem Gesundheitsamt gemeldet und das sie fachlich total inkompetent sind, mit so einem Fall umzugehen und nur die Kohle sehen als zu Helfen.

Ja, wenn ich Nachtdienst hatte, hatte ich alles kopiert, wo alles aufgelistet ist.!
Da Sie versucht hatten mich mit meinen Stunden zu verarschen. Wie schon erwähnt , hab ich ein Vertrag mit 129 Std. unterschrieben aber der Stellv. Hausleitung meinte, dass ich keine 129 Std. hätte sondern 141 Std. Er zeigte mir ein Dokument, wo 141 Std. und keine 129Std. Während dem Nachdienst nahm ich das Büro auseinander und fand genau das GLEICHE DOKUMENT MIT 129 Std. und mein Überstunden. und keine 141. In meinem Arbeitsvertrag steht auch 129 aber der Stellv. Hausleitung meint, dass wäre ihm neu und falsch, die 129 Std.

Januar 180 Std.
Feb. 141 Std.

Der Stellv. Hausleitung meinte mal zu mir,, In deiner ehemaligen Einrichtung war es bestimmt nicht anderes, daher kennst du es bestimmt.
'Meine Reaktion hatte ihm nicht Gefallen ,, Meine ehemalige Einrichtung, war eine Luxus Herberge in Monaco, dass hier ist eine billige Absteige in Kalkutta und Bitte hör auf meine ehemalige Einrichtung mit der hier zu vergleichen. Dies ist nämlich beleidigend ''

Noch im Januar nach 2 Wochen, äußerte ich schon das ich kündigen werde und hielt mich auch nicht hinterm Berg mit mein Äußerungen.
 

AnonNemo

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AW: Was darf der Arbeitgeber ?

Er zeigte mir ein Dokument, wo 141 Std. und keine 129Std. Während dem Nachdienst nahm ich das Büro auseinander und fand genau das GLEICHE DOKUMENT MIT 129 Std. und mein Überstunden. und keine 141. In meinem Arbeitsvertrag steht auch 129 aber der Stellv. Hausleitung meint, dass wäre ihm neu und falsch, die 129 Std.
... und das fett markierte darfst du niemandem gegenüber zugeben!!!

Aber,
dieses Wissen kannst du zu deinem Nutzen anwenden.
Ist so ein Ding wie; Einen enttarnten Spion lässt man weitermachen aber er wird verschärft überwacht ... so kann man ggf. seine Kollegen erkennen und muss auch keinen Nachfolger suchen.

Verlange einfach, dass dir die Arbeitgeberversion des AVs (Hoffentlich die mit den 141h.) vorgelegt wird, dann vergleichst du die Daten mit deiner kopierten(!!!) Ausfertigung. Sollten Differenzen vorhanden sein, wurde eine von beiden Ausfertigungen manipuliert.
Und dann kommt Urkundenfälschung ins Spiel.
 

Anna B.

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AW: Was darf der Arbeitgeber ?

ist doch fast überall so..

sogar als Stationsleitung war ein Bekannter von mir nur auf TZ beschäftigt....35 Stunden...aber Stunden geleistet, wie sonst was...mehr als 45 Stunden wö.
seine Frau macht Nachtdienste...nach einem Nachtdienst (bis um ca. 7.00 Uhr) hat man sie versucht vormittags anzurufen...da sie geschlafen hat und nicht ans Telefon gegangen ist, hat man sie zu einem Dienstgespräch gebeten...: wenn das noch einmal vorkommt, dann müssen man überlegen, ob man sie in den Tagdienst steckt..und sie wisse ja, was das bedeuten würde..sie hätte schließlich ein Kind!!
also Erpressung..
desweiteren mußte sie in der Nachtschicht noch die Wäsche für die Bewohner waschen...1 Pflegekraft und ca. 40 Bewohner...und volle Wäschepflege...das geht gar nicht..

Im Zimmer meiner Mutter war ein Fenster kaputt..das zog wie Hechtsuppe..wir haben das mehrfach gemeldet..der Hausmeister kam auch immer..schaute nur, ob Mutter alleine war...zog ein wenig am Fenster rum und ging wieder. Wir fragten dann: Mama, hat jemand das Fenster repariert? ja, da war einer..
als wir genauer geschaut haben, merkten wir, da ist nichts passiert..
dann haben wir den Hausmeister wieder bestellt und sind dabei geblieben..und siehe da..es ging.

Eine Bekannte von mir leitet ein Pflegeheim..sie wollte Personal einstellen..von 2 Bewerberinnen wurde ihr berichtet, dass sie bei dem bisherigen AG nicht bleiben wollen und können, weil dort mindestens 7 Bewohner morgens um 3.30 Uhr !!! bereits aus dem bett geholt werden udn gewaschen und angezogen werden..diese Bewohner haben dann im Frühstücksraum !! bis morgens um 8.00 zu warten..dann gibt es Frühstück und dann dürfen sie erst wieder ins Bett...
Begründung: das Heim würde so morgens eine komplette Pflegekraft einsparen..

furchtbare Zustände sind das
und wenn die Fachkräfte sich nicht bald alle zusammenschließen und zusammen auf die Straße gehen, wirds nicht besser sondern noch schlimmer...
 

franky0815

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AW: Was darf der Arbeitgeber ?

Der Stellv. Hausleitung meinte mal zu mir,, In deiner ehemaligen Einrichtung war es bestimmt nicht anderes, daher kennst du es bestimmt.
ich denke das schon im duzen durch vorgesetzte und andersrum konflikt potenzial entsteht, ich persönlich versuche immer bei vorgesetzten beim sie zu bleiben, dass wahrt eine gewisse distanz und man geht respektvoller mit einander um, ein du unter kollegen is ok wenn die den gleichen " rang " haben.
 

PinkPassion

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In der Einrichtung gibt es kein Stations/Schwesternzimmer, da aus dem Zimmer ein Beewohnerzimmer gemacht wurden ist. Wir müssen ins Büro, da alle Bew. Akten und der Computer, wo wir alle ran müssen ist.

Die Einrichtung hat kein Zeiterfassungsgerät, dass heißt für die Mitarbeiter das wir alles selbst erfassen müssen auf dem Computer. Dafür ist eine extra Tabelle angelegt für jeden Mitarbeiter, da ist schreibgeschützt festgelegt wie viel SOLL- IST und Überstunden. Auf meiner Tabelle steht 121,9, zum Glück hatte ich es sicherheitshalber ausgedruckt und mit genommen. Auf dem Großenplan von der Hausleitung, steht auch jeder Mitarbeiter mit IST-Std. drauf, der hängt im Büro für alle Sichtbar, dort steh ich auch mit 129,2 aber der Stellv. meint ja ständig das stimmt alles nicht.

Während meiner ersten Woche, hatte man mich vom Stellv. gewarnt, der vergreift sich oft in der Tonart und hat verbale Entgleisungen, zum Beispiel ,, Du blöde Sa* ''

War Sonntag erkrankt also Angerufen , Kollegin gesagt bin krank, melde mich Morgen, wenn ich vom Arzt bin. Darauf hin hat mich der Stellv. nur noch Angerufen bin aber nicht ran, dann schrieb Er mir SMS, dass ich heute mich um 12:00 zu melden habe, darauf hin hab ich ihm geantwortet ,, Wie am Telefon schon mitgeteilt bin ich erkrankt und werde mich nach meinem Arzt besuch direkt bei Ihnen melden.'' Danach schrieb Er mir wieder, worauf ich nicht geantwortet hatte, weil es mir zu Blöd war .... Er wollte von mir Wissen ob ich morgen zum Dienste komme.'' Jedenfalls erzählte mir eine Kollegin, die total aufgebracht war, dass Er sich bei Ihr über mein Verhalten und SMS beschwert hat und er zeigte der Mitarbeiterin meine SMS....Professionell sieht anders aus.!!!! In meiner alten Einrichtung, hätte dieser Kerl keine hohe Position, der hätte nicht einmal die Probezeit überstanden.
 

PinkPassion

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Die meisten Dienste hatte ich mit dem Stellv. und mit 3 weiteren und die anderen Kollegen sah ich mehr beim Wechsel oder beim Teamgespräch. Mit denen ich fast nur Dienst hatte, waren mehr die , die Arbeit lieber abgeben anstatt Sie selbst zu machen, daher hatte ich trotz so viel Diensten mit denen kaum Kontakt.

Es war selten , wenn ich mit anderen aber mit denen war ich per Du.
Es waren meist die Mütter, mit denen ich per Du war.
Die Mütter, die wirklich nur TZ arbeiten wollen aber VZ Arbeiten müssen, die weinten auch am meisten im Keller. Sowas hab ich halt auch noch nie erlebt, dass Mitarbeiter weinen auf der Arbeit... Es sind mit der Hausleitung und Stellv. 12 Mitarbeiter davon sind 5 alte Hasen und der Rest vom Team alles neu, meist nicht älter als ein Jahr.

In der Pflege ist es selten so ein großes Team, meist sind es nur 5-6 Mitarbeiter auf einer Gruppe..
Deswegen wundert es mich das Sie es mit 12 Mitarbeitern nicht gebacken bekommen, da in meiner ehemaligen Einrichtung, wir 5 waren.
Wir waren 5 Mitarbeiter, der Dienstplan war perfekt, wir durften länger als 3 Wochen in Urlaub und eine Urlaubsperre gab es nicht. Überstunden kamen mal vor aber die sind bezahlt wurden. In der Einrichtung waren es auch keine Hausleitung sondern richtige gelernte PDLs, ( Pflegedienstleitung). Es war sehr Professionell und Fachlich. Es ist ein großer unterschied zwischen Hausleitung und PDL.
 
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