Was bringt das meiste Geld für RA? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

X

xyz345

Gast
Hallo Leute,

brauche mal dringend Antworten von Wissenden:

Was darf und kann ein Rechtsanwalt, der einen AlgII-Bezieher vertritt, kassieren für

1. Beratungshilfe in Sachen
--- Widerspruch vor JC,
--- Eilklage wegen nicht erfolgter (komplett ignorierter) Weiterbewilligung des Regelsatz
--- Untätigkeitsklage

2. für Widersprüche und Klagen (Prozeßkosten):
--- Widerspruch vor JC
--- Eilklage
--- Untätigkeitsklage

Wer was weiß, bitte melden. Danke. :icon_knutsch:


(Scherzkekse und Trolle sind hier nicht willkommen. Bitte draußen bleiben. :eek: Danke.)
 

Sinuhe

Elo-User*in
Mitglied seit
13 März 2012
Beiträge
1.741
Bewertungen
285
Hallo Leute,

brauche mal dringend Antworten von Wissenden:

Was darf und kann ein Rechtsanwalt, der einen AlgII-Bezieher vertritt, kassieren für

1. Beratungshilfe in Sachen
--- Widerspruch vor JC,
--- Eilklage wegen nicht erfolgter (komplett ignorierter) Weiterbewilligung des Regelsatz
--- Untätigkeitsklage

2. für Widersprüche und Klagen (Prozeßkosten):
--- Widerspruch vor JC
--- Eilklage
--- Untätigkeitsklage

Wer was weiß, bitte melden. Danke. :icon_knutsch:


(Scherzkekse und Trolle sind hier nicht willkommen. Bitte draußen bleiben. :eek: Danke.)
Anwaltsgebhren nach RVG vor dem Sozialgericht
 

rechtspfleger

Foren-Moderation
Mitglied seit
17 April 2011
Beiträge
921
Bewertungen
321
Beratungshilfe

Es dürfen nur € 10,00 Eigenbeteiligung (Ziff. 2500 RVG-VV) abgerechnet werden.


außergerichtliche Tätigkeit (keine Beratungshilfe)

Gebühren können entstehen nach Ziff. 2400, 2401 RVG-VV.


gerichtliche Tätigkeit

Dies ergibt sich insbesondere aus Ziff. 3102, 3103, 3106 RVG-VV.

Bei Erledigungen durch Einigung o.ä. können auch Gebühren nach Ziff. 1000 ff RVG-VV entstehen.

Link zum RVG-VV: RVG - Einzelnorm.

Wenn und soweit PKH bewilligt ist, darf vom Mandanten nichts kassiert werden, da die PKH-Bewilligung die Abrechnung gegenüber dem Mandanten versperrt (§ 73a Abs. 1 S. 1 SGG i.V.m. § 122 Abs. 1 Nr. ZPO).

@xyz345:

Magst Du konkretisieren, in welcher Weise hier Probleme bei der Abrechnung aufgetreten sind?
 
X

xyz345

Gast
Hallo,
danke für die Antworten.

Konkretisieren? :icon_kinn:
Es geht um Sozialrecht:

Mmmmh... da wäre zum einen, dass ich gesehen hatte, dass RA einen Beratungshilfeschein mit über 200 Euro beim AG einreichte, worüber ich sehr verwundert war, denn ein anderer RA reichte nur so ca. 40 Euro ein. Wie viel ist denn nun ein Beratungshilfeschein wert?

Der andere Punkt ist, dass ich wissen will, ob eine Eilklage viel weniger Kohle dem RA bringt, als eine Untätigkeitsklage.
(Hier vermute ich große Unterschiede.)

Außerdem stoße ich immer wieder an den Punkt, dass RA ohne PKH-Beantragung Klagen - angeblich im Namen des Mandanten - einreicht. Einerseits heißt es "vorher PKH-Bentragung durch den Mandanten plus Prozeßvollmacht für RA", andererseits heißt es "nö, RA kann auch ohne vorherige PKH-Beantragung und Prozeßvollmacht Klagen einreichen".

Häh? :confused:
 

arbeitslos in holland

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
16 August 2010
Beiträge
9.562
Bewertungen
1.945
die frage ist einfach zu beantworten, ob sozialrecht-oder nicht

alles was via rvg
Rechtsanwaltsvergütungsgesetz
abgerechnet werden muß, ist "gedeckelt"

alle andere teile, sind frei verhandelbar. es hängt vom klienten ab und dessen bonität, bei den frei verhandelbaren positionen. auch die erstberatungsgespräche sind frei handelbar.

ab 40€ wird es unseriös :icon_evil:
 

rechtspfleger

Foren-Moderation
Mitglied seit
17 April 2011
Beiträge
921
Bewertungen
321
Mmmmh... da wäre zum einen, dass ich gesehen hatte, dass RA einen Beratungshilfeschein mit über 200 Euro beim AG einreichte, worüber ich sehr verwundert war, denn ein anderer RA reichte nur so ca. 40 Euro ein. Wie viel ist denn nun ein Beratungshilfeschein wert?
BerH-Abrechnung > € 200,00 ist möglich beim Zusammentreffen von Geschäfts- und Einigungs-/Erledigungsgebühr (Ziff. 2503, 2508 RVG-VV). Das sind € 195,00 zzgl. Auslagenpauschale und Umsatzsteuer.

Der andere Punkt ist, dass ich wissen will, ob eine Eilklage viel weniger Kohle dem RA bringt, als eine Untätigkeitsklage.
(Hier vermute ich große Unterschiede.)
Kann ich nicht seriös beantworten, da ich nicht beim Sozialgericht tätig bin.

Außerdem stoße ich immer wieder an den Punkt, dass RA ohne PKH-Beantragung Klagen - angeblich im Namen des Mandanten - einreicht. Einerseits heißt es "vorher PKH-Bentragung durch den Mandanten plus Prozeßvollmacht für RA", andererseits heißt es "nö, RA kann auch ohne vorherige PKH-Beantragung und Prozeßvollmacht Klagen einreichen".
Grundsätzlich kann der Rechtsanwalt das wohl tun. Hier gilt wieder, was ich schon in meinem vorherigen Beitrag schrieb: die Vollmacht wird nicht von Amts wegen geprüft, und der Rechtsanwalt kann unter Umständen keine Vergütung für die Klageerhebung verlangen, wenn der Prozess nicht durchgeführt wird, da vom Mandanten nicht gewünscht und auch die Klageerhebung nicht abgestimmt war.
 
X

xyz345

Gast
Ähemm... *hüstel-hüstel* :confused:

AiH: Deine Antwort hilft mir nicht wirklich. Trotzdem danke.
 
X

xyz345

Gast
Zitat:
Zitat von xyz345
Außerdem stoße ich immer wieder an den Punkt, dass RA ohne PKH-Beantragung Klagen - angeblich im Namen des Mandanten - einreicht. Einerseits heißt es "vorher PKH-Bentragung durch den Mandanten plus Prozeßvollmacht für RA", andererseits heißt es "nö, RA kann auch ohne vorherige PKH-Beantragung und Prozeßvollmacht Klagen einreichen".

"Grundsätzlich kann der Rechtsanwalt das wohl tun. Hier gilt wieder, was ich schon in meinem vorherigen Beitrag schrieb:
die Vollmacht wird nicht von Amts wegen geprüft, "
*******************

:confused: Häh? Sozialgericht verlangt keine Vollmacht, wenn Klage eingereicht wird?

*********************

Zitat weiter:"
und der Rechtsanwalt kann unter Umständen keine Vergütung für die Klageerhebung verlangen, wenn der Prozess nicht durchgeführt wird, da vom Mandanten nicht gewünscht und auch die Klageerhebung nicht abgestimmt war."

:confused: Das habe ich jetzt - in meinem Zusammenhang - nicht verstanden.
 

arbeitslos in holland

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
16 August 2010
Beiträge
9.562
Bewertungen
1.945
Wie viel ist denn nun ein Beratungshilfeschein wert?
als selbstzahler würde ich 40€ als höchstsatz und schmerzgrenze akzeptieren und mehr hat ein seriöser advokat nicht zu verlangen und mehr wird auch das gericht nicht akzeptieren :icon_kinn:
fordern kann der winkeladvokat viel.... :biggrin:

Der andere Punkt ist, dass ich wissen will, ob eine Eilklage viel weniger Kohle dem RA bringt, als eine Untätigkeitsklage.
(Hier vermute ich große Unterschiede.)
wieso fragst du beim ra nicht voher nach und gibst klare mitteilung was der ra machen soll ??

Außerdem stoße ich immer wieder an den Punkt, dass RA ohne PKH-Beantragung Klagen - angeblich im Namen des Mandanten - einreicht. Einerseits heißt es "vorher PKH-Bentragung durch den Mandanten plus Prozeßvollmacht für RA", andererseits heißt es "nö, RA kann auch ohne vorherige PKH-Beantragung und Prozeßvollmacht Klagen einreichen".

Häh? :confused:
na sicher kann klage eingereicht werden, ohne pkh-wenn du das nicht explizit ausgeschlossen hast. und für die dafür nötigen auslagen hast du den advokaten zu entschädigen. gehst du eigentlich auch zum arzt und sagst du hast kopfschmerzen und unterschreibst, dass der arzt machen kann, was er will :icon_neutral:
 
X

xyz345

Gast
@all:

Hatte jemand von euch eine Idee, wieso ein Anwalt eine dringende Eiklage (wegen nichterfolgter Weiterbewilligung) nicht durchführt, aber stattdessen eine (unwichtige) Untätigkeitsklage ans SG schreibt?

Ist passiert - ich schawöre-, aber niemand kann es sich erklären. :confused:

Ich muss immer an das Fernsehinterview des verstorbenen Martin Reucher denken, der sagte: "dass sich viele Sozialrechtsanwälte höchstens die Rosinen rauspicken, die anderen Sachen aber nicht anfassen!"
 
X

xyz345

Gast
aiH: Seit wann bist du so aggressiv und seit wann verfehlst du das Thema?
So kannte ich dich bisher noch nicht.
Was ist denn mit dir los? Gibts kein Käse mehr in Holland? :icon_cry:
 
X

xyz345

Gast
:confused: @aiH: Ich habe keine Ahnung, worüber du redest.
Solltest du mit S. oder R. Probleme haben, dann bitte per PN regeln. Danke.


Ich weiß immer noch nicht, warum ein RA eine wichtige Eilklage links liegenlässt, dafür sich aber mit einer popeligen Untätigkeitsklage beschäftigt.
Wer hätte hier eine Idee zu?
 

Purzelina

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
26 November 2010
Beiträge
5.691
Bewertungen
2.050
Ich weiß immer noch nicht, warum ein RA eine wichtige Eilklage links liegenlässt, dafür sich aber mit einer popeligen Untätigkeitsklage beschäftigt.
Wer hätte hier eine Idee zu?
Bei einer Untätigkeitsklage kann man kaum was falsch machen, nach einer bestimmten Zeit wurde nicht entschieden also einfache Klage ohne Begründung.

Der Antrag auf einstweilige Anordnung ist sehr viel aufwändiger, verlangt einen Anordnungsgrund und einen Anordnungsanspruch und PKH-Antrag.
 
E

ExitUser

Gast
Hallo Leute,

brauche mal dringend Antworten von Wissenden:

Was darf und kann ein Rechtsanwalt, der einen AlgII-Bezieher vertritt, kassieren für

1. Beratungshilfe in Sachen
--- Widerspruch vor JC,
--- Eilklage wegen nicht erfolgter (komplett ignorierter) Weiterbewilligung des Regelsatz
--- Untätigkeitsklage

2. für Widersprüche und Klagen (Prozeßkosten):
--- Widerspruch vor JC
--- Eilklage
--- Untätigkeitsklage

Wer was weiß, bitte melden. Danke. :icon_knutsch:


(Scherzkekse und Trolle sind hier nicht willkommen. Bitte draußen bleiben. :eek: Danke.)
Man kann für beide Angelegenheiten einen Preis aushandeln. Das ist dann ein ganz normaler Vertrag.

Wenn für beide Angelegenheiten Anträge gestellt wurden und nicht bewilligt - für diesen Fall kann man vereinbaren, dass kein Honorar fällig wird. Ich habe das z.B. schon so verhandelt.
 
X

xyz345

Gast
Man kann für beide Angelegenheiten einen Preis aushandeln. Das ist dann ein ganz normaler Vertrag.

Wenn für beide Angelegenheiten Anträge gestellt wurden und nicht bewilligt - für diesen Fall kann man vereinbaren, dass kein Honorar fällig wird. Ich habe das z.B. schon so verhandelt.

Okay, danke für den Hinweis.
Nur in dieser Sache sind die Angelegenheiten schon gelaufen.
 
X

xyz345

Gast
Bei einer Untätigkeitsklage kann man kaum was falsch machen, nach einer bestimmten Zeit wurde nicht entschieden also einfache Klage ohne Begründung.

Der Antrag auf einstweilige Anordnung ist sehr viel aufwändiger, verlangt einen Anordnungsgrund und einen Anordnungsanspruch und PKH-Antrag.
Aha. Vorher? Vor der Klage? Vom RA oder vom Mandanten oder beide zusammen?
 
Oben Unten