Was bedeutet eigentlich "Mietkosten senken" ???

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MissMarple

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Hallo

viele hier schreiben immer wieder von Bescheiden der ARGEN wo drin steht, dass sie bitte ihre "Mietkosten" zu senken haben.

Was bedeutet das konkret ?

Die Kosten sind zu hoch, man muss raus ?
Die Kosten sind zu hoch, man muss nicht raus, aber bekommt nur eine Pauschale bezahlt, die das Amt als angemessen befindet ?

Neben den Kosten geht es immer auch um die Größe:

was ist wenn man z.B eine 85qm Wohnung auf dem Land so günstig bekommt, wie eine ANGEMESSENE 66qm Wohnung in der Stadt ???

Sind nun die KOSTEN oder die GRÖSSE entscheident ???

Mein Freund und ich werden ab 1.4 eine wirklich eine günstige 85qm Wohnung beziehen. Für 2 natürlich zu groß, vom Preis her ( 530 warm, Heizung inkl. ) aber billiger als die 2 Zi Wo. meines Bruders z.B, der allerdings in einer Stadt lebt. Kommt fast auf 670 warm !! für 66qm.

Hartz IV steht nicht aktuell zur Debatte, könnte aber immer wieder passieren so lange mein Freund nur immer Fristverträge bekommt.

Wie beurteilt man so etwas eigentlich genau im Amt ???
GELD oder GRÖSSE ???
eigentlich sollte doch die Kohle für das Amt im vordergründig sein, oder ??

MissM.
 

Arania

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Also da ich das auch schon durch habe, kann ich nur sagen, das ist leider von ARGE zu ARGE unterschiedlich, allerdings wird sich meistens nur nach der Größe gerichtet, denn eine größere Wohnung, auch wenn die Kaltmiete stimmt hat meistens höhere Nebenkosten.

Du kannst die Kosten auch senken ohne umzuziehen, untervermieten z.B. oder hinnehmen das die KDU abgesenkt wird, zum Umziehen gezwungen wird niemand, zumindest nicht offensichtlich
 

MissMarple

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dann dürfte man aber nur die angeblich zu hohe Warmpauschale senken und nicht die Kaltmiete wenn sie günstig ist ??

Warum ist nicht die Miete entscheident, die der Mieter wirklich zu entrichten hat ??
Wenn jemand in der Stadt ingesamt für 66qm MEHR bezahlt, wie jemand mit mehr QM auf dem Lande, dann kann man ihm doch die Wohnung lassen ??

Oh Gott, sehe schon - hier kommt man mit LOGIK wieder nicht viel weiter *lach*

ich bekomme zZT ja noch Leistungen nach dem SGB, lebe auf 42qm, liege aber 60 Euro über dem Kaltmietenspiegel ( dem ECHTEN, nicht den für Ämter aus 1980 ). Es wurde nie etwas beanstandet, alles voll anerkannt.

:mued:
 

Arania

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Mit Logik kommt man wirklich nicht weiter, aber ein Umzug sollte auch wirtschaftlich sein, das muß auch berechnet werden
 
E

ExitUser

Gast
Re: Was bedeutet eigentlich "Mietkosten senken" ??

MissMarple meinte:
Hallo

viele hier schreiben immer wieder von Bescheiden der ARGEN wo drin steht, dass sie bitte ihre "Mietkosten" zu senken haben.

Was bedeutet das konkret ?

.
Überall gelten andere Miethöchstpreise, abhängig von Personenanzahl, Baujahr, Ausstattung

Hier gibt dazu ein Merkblatt für Ludwigsburg und Umgebung
 

Kaleika

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Arania schreibt:

Du kannst die Kosten auch senken ohne umzuziehen, untervermieten z.B. oder hinnehmen das die KDU abgesenkt wird, zum Umziehen gezwungen wird niemand, zumindest nicht offensichtlich
Nicht offensichtlich wird mensch zum Umzug gezwungen, aber eben dennoch gezwungen, wenn von den 345 Euro auch noch etwas für die Miete abgezwackt werden muss!
Welche Wohnungsbaugesellschaft sich wohl auf die freundliche, aber flehentliche Bitte um Mietminderung einlassen würde....
Ich habe keine Lust mehr auf Zweck-WG, bin aus dem Alter raus und würde hier in Bremen - ohne Mietspiegel - die hiesige BAgIS/ARGE um Nachweis von kostengünstigeren Wohnraum bitten und zuvor ohnehin für die Berechnung auf die rechte Spalte der Wohngeldtabelle bestehen!
Kaleika
 

silkem

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MissMarple meinte:
dann dürfte man aber nur die angeblich zu hohe Warmpauschale senken und nicht die Kaltmiete wenn sie günstig ist ??
eigentlich schon - und bei vielen Argen machen ein paar Quadratmeter mehr oder weniger nichts aus.

Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, erkundige dich einfach beim zuständigen Amt.....
 

egjowe

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KdU-Senkung - Vorgaben / Belehrung - SG Osnabrück

Sozialgericht Osnabrück
Aktenzeichen: S 22 AS 494/05
Datum der Entscheidung: 27.10.06
Paragraph: § 22 Abs. 1 Satz 2 SGB II, § 14 SGB I
Urteil :

Die Belehrung nach § 22 Abs. 1 Satz 2 SGB II muss konkret, richtig und vollständig sein
(vgl. BSG, Urteil v. 25.05.05 - B 11a/11 AL 81/04 - zu der Hinweispflicht der Agentur für Arbeits
hinsichtlich der den Arbeitslosen treffenden Obliegenheit der frühzeitigen Meldung nach § 37 b SGB III).

Die Arbeitsgemeinschaft hat daher den Hilfeempfänger über Folgendes aufzuklären:

1. Den Umstand und Grund, dass und weshalb die Wohnung unangemessen ist und
welcher Betrag für die Kosten der Unterkunft als angemessen erachtet wird.

2. Welche Wohnfläche für den Hilfeempfänger und die ggf. mit ihm in Bedarfsgemeinschaft
ebenden Angehörigen angemessen ist.

3. Die Möglichkeit, eine erheblich größere Wohnung zu bewohnen,
wenn die Miete dennoch den als angemessen erachteten Maßstäben genügt.

4. Den Maßstab, der der Bemessung der für angemessen erachteten Heizkosten zugrunde liegt.

5. Die Obliegenheit des Hilfeempfängers, sich um eine Reduzierung der Kosten durch Untervermietung,
Rücksprache mit dem Vermieter oder letztlich einen Umzug zu bemühen.

6. Den Umstand, dass der Hilfeempfänger Nachweise zu erbringen hat,
um seine Bemühungen zur Kostenreduzierung zu belegen.


Damit im Zusammenhang steht die
Verpflichtung der ARGE nach § 14 SGB I darauf hinzuweisen, dass die Möglichkeit zur Übernahme
von Wohnungsbeschaffungskosten, Mietkaution und Umzugskosten nach § 22 Abs. 2 und 3 SGB II besteht.

(vgl. BSG, Urteil vom 7.11.91 - 12 RK 22/91 = SozR 3-1200 § 14 Nr. 5 -klar zutage liegende Gestaltungsmöglichkeiten).
vollständiger text hier:
https://www.my-sozialberatung.de/cg...ist&range=600,100&Freigabe==1&cmd=all&Id=1115
 
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