Warum wollen viele Firmen eine "Online Bewerbung" ?

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dellir

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Hallo,

es ärgert mich sehr, wenn Firmen unbedingt eine Online-Bewerbung haben wollen und deshalb frage ich mich: Warum machen die das?

Einige Antworten wie z.B. sich die Arbeit leicht machen usw. kann ich mir schon denken, aber es regt mich dennoch diese Schnüffelei auf nach der sie meine IP, Browser, Standort usw mit Gewalt erzwingen und mich auf deren Servern bewege und meine Daten dort anvertraue. Zum anderen ist es für mich als Bewerber doppelter Aufwand nochmal alles auf deren Server auszufüllen (wo ich doch alles in einer Datei habe) und hinzu kommt noch, dass ich über diesen "Vorgang" gar keine Nachweise für das JC habe. Oft antworten solche Firmen erst gar nicht und dafür braucht man als Bewerber vom JC umso mehr einen glaubwürdigen (hier also eine Email) Nachweis über die entsprechende Bewerbung.

Was haltet ihr also von dieser Schikane?
 

libertad

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weils praktischer is.
Rücksendung von Papierbewerbung entfällt - weniger Kosten..
Dein Standort interessiert da weniger, da ne Adresse wohl eh in einer Bewerbung angegeben wird.
Daß sich die Firmen noch zeit nehmen, irgendwelche Metadaten anzugucken, kommt wohl äußerst selten vor.
Für das JC:
Wo ein Beweis für Bewerbung nicht in deinem Bereich liegt, kriegt das JC eben keinen.
Datum und Webadresse dem Jobcenter geben, wo du dich beworben hast. Ein Screenshot von Website des Unternehmens ist dann schon mehr als genug.
 

dellir

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weils praktischer is.
Rücksendung von Papierbewerbung entfällt - weniger ...

Oh, du hast mich falsch verstanden. Ich meinte natürlich Bewerbung per Email statt Online-Bewerbung. Von einer Papierbewerbung war nicht die Rede, wäre auch klar bzgl. Der Kosten für die Firma.

Was das Sammeln von Daten angeht, so denke ich schon, dass die ausgewertet werden. Denn dann wissen sie u.a.: Von welcher Seite ich komme, IP und von wo aus ich mich bewerbe, von was für eins Endgerät ich mich bewerbe, was ich mir auf ihrer Seite angeschaut habe usw. Das ist also keine Paranoia, sondern begründete Zweifel wieso das -nur so- möglich sei.
 

libertad

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OnLine-Bewerbung kann im Vergleich zur E-Mail-Bewerbung leichter ausgewertet werden.
Es ist schwieriger Spam und "Serienbriefe" zu schicken. Das bedeutet evtl höhere Sicherheit und weniger Arbeit für das Unternehmen.
Dafür größeres Risiko bei Injection über Eingabefelder.
 

Hainbuche

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Was haltet ihr also von dieser Schikane?

E-Mail geht ja noch, nur diese Online-Formulare nerven. Aber Personaler wollen ja auch was zum Spielen haben.

Wer sich jedoch bei den Anbietern von Recruiting-Software umsieht, kann allerdings den Eindruck gewinnen, daß da ein paar Personaler bald arbeitslos werden - die Software macht da anscheinend schon fast alles von selbst...
 

Maximus Decimus

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Wenn ich einen Job haben möchte, richte ich mich nach der Firma, wie die eine Bewerbung vorfinden wollen. Da ist das doch total egal, ob die ein Online-Portal, eine Email Bewerbung oder eine Papierbewerbung haben möchte, denn ICH möchte den Job haben.
Wenn ich dann schon wieder lese, der Aufwand ist mir viel zu hoch, das noch in das Online-Portal zu tippen, da kommt bei mir einfach nur die Wut hoch. Ich könnte es auch ganz provokativ sagen, einfach zu faul es auszufüllen.
Man kann immer noch Screenshots schiessen, wenn man die Bewerbung im Online-Portal durchgeht. Das sollte als Nachweis reichen.
Der Firma wird eine IP-Adresse überhaupt nicht interessieren, ganz im Gegenteil, die sind eigentlich schon davon genervt wenn sich auf eine Stelle eine dreistellige Anzahl an Bewerbern bewerben.

Aus meiner Sicht ist das überhaupt keine Schikane, sondern spiegelt den aktuellen Trend der Zeit wieder. Eine Bewerbung per Email zu versenden ist weniger aufwendig, wie eine die per Papier versendet wird.
 

dellir

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Wenn ich einen Job haben möchte, richte ich mich nach der Firma, wie die eine Bewerbung vorfinden wollen.

Nö, denn das ist dann eine Bevormundung. Das steht auch in keinem erkennbaren Zusammenhang mit der eigentlichen Bewerbung an sich. Das ist ja so, als wenn die Firma nur Bewerbermappen in ihrer Firmenfarbe haben möchte. Ist das oder die Online-Bewerbung als einzigster Übertragungsweg überhaupt noch seriös?


Aus meiner Sicht ist das überhaupt keine Schikane, sondern spiegelt den aktuellen Trend der Zeit wieder. Eine Bewerbung per Email zu versenden ist weniger aufwendig, wie eine die per Papier versendet wird.

Du widersprichst dir jetzt selbst. Wenn eine Email weniger aufwendiger ist (also Aufwand), wieso soll ein Bewerber dann aufwendig eine sinnlose Maske ausfüllen? Hinzu kommt, dass sehr oft gerade bei diesen vorgegeben Masken Fehlern passieren und Unterlagen nicht ankommen.
 

Hainbuche

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Wenn ich dann schon wieder lese, der Aufwand ist mir viel zu hoch, das noch in das Online-Portal zu tippen, da kommt bei mir einfach nur die Wut hoch. Ich könnte es auch ganz provokativ sagen, einfach zu faul es auszufüllen.

Wenn Faulheit das Argument sein soll, dann ist auch der AG zu faul, die Bewerbungen von Hand zu sortieren, weshalb der Bewerber die Daten bitteschön softwaregerecht per Formular anliefern soll.

Bei 2 Std. für eine Formularbewerbung gegenüber 1/2 Std., die man für eine PDF-Bewerbung gebraucht hätte, kann man sich schon fragen, ob es beim "Kampf um die besten Talente" nicht auch ein bißchen bewerberfreundlicher ginge.
 

dellir

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@Hainbuche

So sehe ich das auch!

Jede Stellenanzeige fängt ja damit an, wie toll doch die Firma ist und wie sehr sie ihre Mitarbeiter schätzen. Wenn dem so ist und die Firma was von sich hält, müsste sie ja alle Übertragungswege (Email, Post, Telefonisch oder am Empfang abgeben) anbieten. Aber so empfinde ich es als Behördenwillkür ala "Hast du nicht Formular B 178, können wir den Antrag nicht bearbeiten". Meeein Gott, bei einer Bewerbung soll ja die persönliche Präsenz im Vordergrund stehen und nicht ein Rasterfragebogen...
 

Dark Vampire

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Lebt ihr alle im Mittelalter?
Und ein wenig Paranoid biste schon??
Wozu sollen sich die Firmen für deine, zumeist doch temporäre IP interessieren?

Ich bevorzuge Onlinebewerbungen,Kosten nix, Internet hab ich eh, und erspare mir Ausdrucke und Porto und den Weg zur Post.Für EMail Bewerbungen kann man sich extra Adresse anlegen.
 

dellir

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Nochmal. Es ging nie um Papierbewerbungen.


Ich möchte mich ganz einfach per Email bewerben ohne mich einer aufwendigen Prozedur unterziehen zu müssen. Was ist daran jetzt nicht zu verstehen? Der eine mag die Papierbewerbung, der andere Online Bewerbung und ich halt die Emai Bewerbung. Klar können die Firmen machen was sie wollen, meine Frage war eher ob das bewerberfreundlich ist warum die so stur sind. Mehr nicht!
 

nightangel

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Also ganz ehrlich ich mag diese Formulare auch nicht, weil die oft garnicht passend sind.
Fängt bei mir schon oft bei der Schulbildung an. Da kann man dann aus einem Ausklappmenü den Abschluss wählen, nur meiner ist meist nicht dabei (warum auch immer).
Da sucht man dann in der Liste die Fachoberschulreife und findet nur Fachhochschulreife oder Realschulabschluss, passt aber beides nicht.
Oft habe ich das Gefühl meinen Abschluss gibt es garnicht.
Und so geht dass dann mit anderen Dingen weiter.

Heißt es ist alles vorgegeben und wenn der eigene Lebenslauf nur ein wenig von der Norm dort abweicht hat man schon ein Problem, denn offen lassen geht nicht und was falsches angeben will man ja auch nicht.
Man kann halt nicht jeden Lebenslauf in eine Norm packen denn jeder ist individuell.
 

Nimschö

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Was das Sammeln von Daten angeht, so denke ich schon, dass die ausgewertet werden. Denn dann wissen sie u.a.: Von welcher Seite ich komme, IP und von wo aus ich mich bewerbe, von was für eins Endgerät ich mich bewerbe, was ich mir auf ihrer Seite angeschaut habe usw. Das ist also keine Paranoia, sondern begründete Zweifel wieso das -nur so- möglich sei.

Ehrlich: Diese Daten sind für die aller-, allermeisten Unternehmen vollkommen uninteressant. Das juckt die einfach nicht, warum auch?
 

dellir

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Ehrlich: Diese Daten sind für die aller-, allermeisten Unternehmen vollkommen uninteressant. Das juckt die einfach nicht, warum auch?

Das denkst DU! Abgesehen davon ist es doch erstmal egal, ob sie diese Daten auswerten oder nicht -nötig ist diese Art der Bewerbung nicht! Und genau das stört mich die ganze Zeit.

P.S. Im Übrigen kenne ich einige Administratoren, die auf Zuruf des Chefs zusammen mit der Marketingabteilung/Öffentlichkeitsarbeit ungerne diese Daten auswerten und zum Thema in einer Sitzung machen.
 

Nimschö

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Ich war auch mal Personaler und von was für einem Rechner/Betriebssystem oder von welcher IP/Standort aus eine Bewerbung eingeschickt wurde war da vollkommen irrelevant. Weil: Warum sollte es uns jucken?

Diese Bewerbungsformulare mit Dateneingabe dienen im Grunde in der Hauptsache einem Zweck: Die Bewerber werden dort anhand von Kerndaten automatisch vorsortiert und in Tabellenform gebracht, meist mit denen, die "laut Daten" am vielversprechendsten aussehen ganz oben. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Ein funktionierendes Unternehmen tut einfach nichts, was ihm keinen Nutzen bringt udn diese Daten haben für ein mitarbeitersuchendes Unternehmen null Nutzen.

Tja, wenn Du einen Pfeifenchef kennst, der über derart unternehmens-irrelevante Daten Sitzungen abhalten möchte, dann... Hm... Gib dem doch mal einen Schlag mit der Datenschutzkeule in den Nacken... :biggrin:
 
E

ExitUser

Gast
Diese Bewerbungsformulare mit Dateneingabe dienen im Grunde in der Hauptsache einem Zweck: Die Bewerber werden dort anhand von Kerndaten automatisch vorsortiert und in Tabellenform gebracht, meist mit denen, die "laut Daten" am vielversprechendsten aussehen ganz oben. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Ein funktionierendes Unternehmen tut einfach nichts, was ihm keinen Nutzen bringt udn diese Daten haben für ein mitarbeitersuchendes Unternehmen null Nutzen.

Das kann ich voll unterschreiben. Bei uns (sehr große Behörde) werden mittlerweile auch nur noch Bewerbungen via Online-Eingabemaske akzeptiert. Der Grund ist einfach: Es ist enorm arbeitserleichternd. Wenn man als Personaler eine lukrative Stelle ausschreibt, kommen darauf immerhin gut und gerne einige hunderte Bewerbungen!

Da ist es eine riesige Zeit- und Arbeitsressourcen-Ersparnis, wenn eine hoher Standardisierung erzeugt werden kann. Auch können die eingehenden Bewerbungen je nach Programmierung gleich automatisiert vorsortiert werden nach Kriterien wie Berufserfahrung, Studium, Abschlussnoten etc. ohne die jeweils unterschiedlich formatierten Daten aus hunderten Anschreiben und Lebensläufen im PDF-Format durchforsten zu müssen.

Ich habe kurzzeitig in einem großen Unternehmen gearbeitet, wo der Erstauswahlprozess der eingehenden Bewerbungen vollautomatisiert lief. Wenn bestimmte Kritierien (etwa Mindestnote und Fremdsprachenkenntnis) nicht erfüllt waren, wurde gleich eine automatisierte Absage erstellt, wobei das Programm so eingestellt war, dass zwischen Eingang der Bewerbung und Absage 14 Tage lagen, um nicht den Eindruck zu erwecken, man habe die Bewerbung gar nicht gelesen (was man ja in der Tat nicht hat).

Außerdem waren im Programm 5 Standard-Absagetexte hinterlegt, die alle etwas anders formuliert waren. Der Zufallsgenerator entschied darüber, welcher Absagetext versandt wurde, so dass der abglehnte Bewerber ggfs. sogar den Eindruck erhielt, dass man individuelle auf ihn einging (falls er mehr als eine Absage mit unterschiedlichem Text erhielt). Dabei hat nie ein Mensch seine Bewerbung gelesen! Schöne neue Arbeitswelt. :rolleyes: :frown:

Für das Unternehmen gibt es insgesamt also viele Vorteile. Einen großen Nachteil hat das Prozedere allerdings auch, und da gebe ich dem User dellir voll Recht: Diese Online-Eingabemasken verunmöglichen Individualität und Kreativität im Bewerbungsverfahren. Von daher führen solche Masken die Proklamation vieler Organisationen, sie suchten kreative Köpfe, ad absurdum! Sie suchen das gerade nicht, denn sonst würden sie ja nicht dermaßen stark auf Standardisierung setzen.

Man kann sich durch ein hippes Design und oder sonst wie kreatives Anschreiben eben nicht positiv absetzen, wenn durch die Eingabemaske alles gleich aussieht. Das hat mich als Bewerber ehrlich gesagt auch schon manches Mal genervt. Abgesehen davon sind einige Eingabemasken wirklich ein echter Krampf. Die sind schlecht programmiert und unübersichtlich, so dass ich in manchen Fällen auch den Bewerbungsprozess abgebrochen habe, weil es mit zu blöd wurde mit der vielen Dateneingabe. Aber als Bewerber ist man nun mal leider Bittsteller!
 

Fritz Fleißig

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Die "Online-Bewerberei" mit allerlei Eingabeformularen hat für den Bewerber außer dem Arbeitsaufwand und der Unübersichtlichkeit noch einen gewaltigen Nachteil: das offenbar total unterentwickelte Datenschutzbewußtsein der Stellenanbieter. Es ist grauenhaft, was sich selbst große Stellenanbieter, viele davon im öffentlichen Dienst, hier leisten zu können meinen.

Ich würde erwarten, daß zu jedem Bewerbungsverfahren eine aussagekräftige Datenschutzerklärung einsehbar ist. Aus der sollte beispielsweise hervorgehen, wo die Daten physikalisch gespeichert sind (nämlich auf einem dezidierten Server in einem in Deutschland belegenem Rechenzentrum). Genauso sollte die Datenübertragung während des Bewerbungsprozesses auf höchstmöglichem technischen und administrativen Standard abgesichert sein.

Erfahrungen aus der Praxis mit großen öffentlichen Stellenanbieter, mal wahllos herausgegriffen:

1. Stellenanbieter A leitet mit "hier bewerben" auf eine Internetseite weiter, die überhaupt nicht verschlüsselt ist. Absolut unmöglich. Glücklicherweise ist das selten.

2. Stellenanbieter B leitet auf eine Internetseite um, die zwar https-verschlüsselt ist, bei dem aber die Adreßleiste nicht grün eingefärbt wird. Grund: es wird kein hochsicheres Zertifikat mit erweiterter Überprüfung ("extended validation") für die Seite verwendet, sondern eine einfaches "domänen-validiertes" Zertifikat. Ein hochsicheres Zertifikat würde ja meines Wissens um die 300 Euro im Jahr kosten! Ich habe noch keinen Stellenanbieter gesehen, der für das Bewerbungsverfahren ein hochsicheres Zertifikat einsetzt.

3. Stellenanbieter C leitet auf eine Internetseite um. Wenn man sich das (einfache) Zertifikat anschaut, ergibt sich, daß es gar nicht auf den Stellenanbieter ausgestellt ist, sondern die Domain einem Dritten C1 gehört. Teilweise andere Behörden, oft aber Privatfirmen. Wahrscheinlich hat man dort das Bewerbungsverfahren programmieren lassen. In welchem Zusammenhang die Privatfirma C1 als Domaininhaber mit dem Stellenanbieter C steht und ob diese überhaupt zur Entgegennahme von Bewerbungen in dessen Auftrag berechtigt ist, kann man nur erahnen. Erläutert wird es nicht.

4. Der traurige Höhepunkt: Stellenbieter D leitet auf eine Internetseite um, die einer im Ausland (Schweiz) ansässigen Privatfirma gehört. Vertrauliche Daten werden also außerhalb der Reichweite des deutschen Datenschutzgesetzes und außerhalb der EU gespeichert.

5. Stellenanbieter E weist auf seiner Internetseite korrekt auf die Probleme bei der unverschlüsselten Datenübermittlung und mit dem Internet generell hin und empfiehlt ausdrücklich für die Zusendung vertraulicher Mitteilungen den Postweg. Bewerbungen sollen aber unbedingt mit dem elektronischen Bewerbungsverfahren vorgenommen werden. Ja, liest man dort noch nicht einmal seine eigene Internetseite?

6. Andere Stellenanbieter wieder wollen eine Bewerbung per E-Mehl. Zugang für PGP-verschlüsselte E-Mehl natürlich nicht vorhanden. Nur bei ganz wenigen Stellenanbietern findet sich wenigstens der vorsorglich Hinweis, daß bei Nutzung unverschlüsselter E-Mehl der Schutz gegen Abhören nicht gewährleistet ist.

Es ist einfach nur noch grauslich, wenn man ein bißchen Ahnung davon hat und sich damit näher beschäftigt.

Mich wundern die zahlreichen Datenschutzprobleme und Datenmißbräuche inzwischen nicht mehr im geringsten bei dieser Leichtfertigkeit und diesem vollkommen fehlenden Problembewußtsein, auch in vielen anderen Bereichen von Verwaltung und Wirtschaft.
 

nightangel

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Am besten sind auch die Vermittlungsvorschläge mit RFB wo dann unten die Bewerbungsart mit "Bewerbung unter ..................." angegeben ist.
Und dann kommt eine ellenlange Webadresse mit vielen Sonderzeichen. Die muss man dann händisch erstmal in die Adresszeile eingeben und das ohne sich auch nur einmal zu vertippen.
Natürlich steht dann auch unten drunter "Bewerben sie sich umgehend über die Homepage des Arbeitgebers". DAS ist dann immer richtig genial, vor allem wenn man kaum an die Seite mit dem Formular ran kommt und wenn man dann ran kommt das Formular nicht richtig funktioniert. :icon_rolleyes:
 

AnonNemo

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Und dann kommt eine ellenlange Webadresse mit vielen Sonderzeichen. Die muss man dann händisch erstmal in die Adresszeile eingeben und das ohne sich auch nur einmal zu vertippen.
Für das Problem gibt es eine einfache Lösung: :Klug$cheiß EIN:
Auf der JOBBÖRSE, unter Suchbegriff(e), die Ref.-Nr. eingeben, in der Stellenanzeige nach dem ellenlangen Link suchen, darauf klicken ... fertig! :icon_hug:

Ausnahmen (z. B. Stellenanzeige nicht mehr vorhanden) bestätigen die Regel.
 
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