Warum wird kampflos hingenommen, daß man euch Volljährige als Kinder bezeichnet?

Leser in diesem Thema...

G

gast_

Gast
Abschließend möchte ich noch sagen, dass ich es nicht widerspruchslos hinnehmen würde, als erwachsene Person als Kind hingestellt zu werden mit einem Anspruch auf einen niedrigeren Regelsatz. Aus verfassungsrechtlichen Gründen (Gleichbehandlungsgrundsatz) und wegen dem Bemessungsverfahren, das auf statistische Daten zurückgreift, ist das nicht haltbar. Vielfach wird auf die Eigenverantwortung hingewiesen und auf die statistische Möglichkeit von Umschichtungen zwischen den einzelnen Regelsatzpositionen; das wird durch einen niedrigeren Regelsatz aber konterkariert. Betroffene Kinder und Verpartnerte (Zwangsverheiratete) sollten sich diese Behandlung vom Gesetzgeber nicht gefallen lassen.

Das ist ein eigenes Topic wert...habs mal eröffnet.
Das verstehe ich nämlich nicht, warum niemand dafür kämpft, daß sich das ändert...

ich habs getan... erfolgreich...

und hätte bis zum obersten Gericht gekämpft, wenn meine ARGE nicht einen Tag vor Klageeinreichung nachgegeben hätte.
 
G

gast_

Gast
Mußte wegen deiner Antwort grinsen, aber ernste Antworten wären mir lieber...

ich denke, es ist längst an der Zeit, daß das mal zur Sprache kommt.
 

Nikita112

Elo-User*in
Mitglied seit
11 April 2010
Beiträge
98
Bewertungen
3
Das ist ein eigenes Topic wert...habs mal eröffnet.
Das verstehe ich nämlich nicht, warum niemand dafür kämpft, daß sich das ändert...

ich habs getan... erfolgreich...

und hätte bis zum obersten Gericht gekämpft, wenn meine ARGE nicht einen Tag vor Klageeinreichung nachgegeben hätte.

Nachfrage von mir: Bekommt dein Kind, unter 25 Jahre alt, in deinem Haushalt lebend, den vollen Regelsatz von 359,- € anerkannt?

Mein Sohn, gerade 18 geworden, ist durch genug eigenes Einkommen nicht in meiner BG, zählt aber als Haushaltsmitglied. Da mir das überschießende Kindergeld angerechnet wird, ist er in meinem Berechnungsbogen drin, mit einem Regelsatz von 287,-Euro.

Nikita
 

Speedport

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
15 Mai 2007
Beiträge
3.334
Bewertungen
998
Das ist ein eigenes Topic wert...habs mal eröffnet.
Das verstehe ich nämlich nicht, warum niemand dafür kämpft, daß sich das ändert...

ich habs getan... erfolgreich...

und hätte bis zum obersten Gericht gekämpft, wenn meine ARGE nicht einen Tag vor Klageeinreichung nachgegeben hätte.

Ist eine Altersdiskriminierung durchs Gesetz, ähnlich wie bei dem Urteil um die geringere Urlaubsdauer für Jüngere.

Schöner Klagegrund auch auf EU-Ebene.
 

Fairina

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
24 August 2007
Beiträge
4.726
Bewertungen
2.064
Die Knochen und das Leben sollen die jungen Menschen für Amis und unsere Politiker hinhalten mit 18 - aber ansonsten werden sie unmündiger als es vor 40 Jahren war.
 

optimistin

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
31 Dezember 2008
Beiträge
1.573
Bewertungen
304
ich hab da einen Link gefunden, der § 2 BGB besagt alles.

Endlich volljährig - was ändert sich mit 18?

ich hoffe der Link funktioniert.

ich glaube das ist den Jugendlichen gar nicht bewußt, wird ja so offen nicht diskutiert, nur immer Du musst, Dir steht das nur zu was wir Dir sagen und wenn Du das nicht machst Geld gestrichen. Und die Eltern stecken meist den Kopf in den Sand, Vogel Strauß läßt grüßen.
 
G

gast_

Gast
Nachfrage von mir: Bekommt dein Kind, unter 25 Jahre alt, in deinem Haushalt lebend, den vollen Regelsatz von 359,- € anerkannt?

Mein Sohn, gerade 18 geworden, ist durch genug eigenes Einkommen nicht in meiner BG, zählt aber als Haushaltsmitglied. Da mir das überschießende Kindergeld angerechnet wird, ist er in meinem Berechnungsbogen drin, mit einem Regelsatz von 287,-Euro.

Nikita
Meine Tochter bekommt keinen Regelsatz - sie hat ausreichend eigenes Einkommen...auch keinen rechnerischen Regelsatz - sie wird in meinem Bescheid mit nichts erwähnt.
 

Nikita112

Elo-User*in
Mitglied seit
11 April 2010
Beiträge
98
Bewertungen
3
Meine Tochter bekommt keinen Regelsatz - sie hat ausreichend eigenes Einkommen...auch keinen rechnerischen Regelsatz - sie wird in meinem Bescheid mit nichts erwähnt.

Danke Früchtle für deine Antwort. :icon_smile:

Ich versuche genau das seit 2 Jahren hier durch zu setzen.

Mein Sohn hat genug eigenes Einkommen.

Dennoch soll ich immer wieder Nachweise vorlegen, die ihn betreffen, weil eben durch das überschießende Kindergeld eine Berechnung, wieviel ALG II ich bekomme, stattfindet.

Trotz Androhung mir die Leistung nicht weiter zu zahlen, hat mein Sohn bei der letzten Aufforderung zur Mitwirkung nicht mehr reagiert.

Da er kein ALG II erhält, kann man ihn auch schlecht sanktionieren........:icon_twisted:

Jetzt wäre der nächste Schritt ihn ganz aus der Berechnung zu bekommen.

Kann doch nicht sein, das er dafür ausziehen muss?

@Früchtle, wie hast du es geschafft? Bekommst du noch Kindergeld angerechnet?

Nikita
 

optimistin

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
31 Dezember 2008
Beiträge
1.573
Bewertungen
304
einen Abzweigungsantrag bei der Kindergeldkasse und er bekommt sein Geld auf sein Konto. Geht beide hin und unterschreibt. Geht auch gleich ab sofort. Ablichtung an das Jobcenter, dürfte reichen.
 
G

gast_

Gast
Warum schreibst du im Fortzahlungsantrag nicht, daß du nur für dich beantragst? ALG II gibt es nur auf Antrag...stellst du keinen für ihn dürfte er im bescheid nicht mehr auftauchen, war eins meiner Argumente
Dennoch soll ich immer wieder Nachweise vorlegen, die ihn betreffen, weil eben durch das überschießende Kindergeld eine Berechnung, wieviel ALG II ich bekomme, stattfindet.

Und da habe ich argumentiert, daß das Kind das für Ausgaben benötigt, die nicht im Regelsatz enthalten sind, das halbe Kindergeld eigentlich Unterhalt ist usw

Trotz Androhung mir die Leistung nicht weiter zu zahlen, hat mein Sohn bei der letzten Aufforderung zur Mitwirkung nicht mehr reagiert.
So haben wir es auch gemacht...

Da er kein ALG II erhält, kann man ihn auch schlecht sanktionieren........:icon_twisted:
eben...nur man könnte dir das Kindergeld vollständig übertragen - aber dann kannst du klagen und das Kind muß es nicht, ich habe das Kindergeld ja auf das Konto meiner Tochter überweisen lassen und hatte es somit nicht mehr... (auch mit der

Kann doch nicht sein, das er dafür ausziehen muss?

Hab ich auch damals gesagt...denn das wäre für die ARGE teuer geworden, weil sie meine Mite von 955 € dann hätte übernehmen müssen - angemessene Wohnungen gibt es hier nicht.

Wie ih es geschafft habe? Lies mal die Beiträge von Ludwigsburg :icon_smile:

2 Jahre Argumentation - mündlich wie schriftlich - und den festen Willen nicht aufzugeben.. es notfalls durch zu klagen.
 

Nikita112

Elo-User*in
Mitglied seit
11 April 2010
Beiträge
98
Bewertungen
3
Warum schreibst du im Fortzahlungsantrag nicht, daß du nur für dich beantragst? ALG II gibt es nur auf Antrag...stellst du keinen für ihn dürfte er im bescheid nicht mehr auftauchen, war eins meiner Argumente


Wie ih es geschafft habe? Lies mal die Beiträge von Ludwigsburg :icon_smile:

2 Jahre Argumentation - mündlich wie schriftlich - und den festen Willen nicht aufzugeben.. es notfalls durch zu klagen.

DANKE @Früchtle :icon_smile:

Ich schreibe schon seit über 2 Jahren in jedes Anschreiben zum Fortzahlungsantrag, das mein Sohn nicht mehr zur BG gehört und auch kein ALG II beantragt. ;-)

Durch die Beiträge der Userin Ludwigsburg bin ich ja erst auf den Trichter gekommen........:icon_daumen:

Bisher habe ich alles genauso gemacht wie du es hier auch beschreibst. Nur eins fehlt noch. Ich habe noch keine Ausgaben belegt, die mein Sohn hat, damit ihm das Kindergeld bleibt.

Das hieße dann aber wieder Nachweise der Arge zukommen lassen :icon_dampf:

Durch die ganze Hartzerei fragt man sich doch wirklich welche Ausgaben ein normaler Jugendlicher hat :icon_neutral: ist das nicht traurig? :icon_neutral:

Dann heißt es jetzt Quittungen sammeln.

Kindergeld bekommt er schon auf sein Konto.

Nikita
 
G

gast_

Gast
Ich habe noch keine Ausgaben belegt, die mein Sohn hat, damit ihm das Kindergeld bleibt.

Das hieße dann aber wieder Nachweise der Arge zukommen lassen :icon_dampf:

Ich habs mit den bekannten Nachweisen vorgerechnet...

Woran man denken muß: Einmalige Zahlungen wie Müll - dafür müßte jedes Jahr mehrmals neu gerechnet werden, weil das Kind ja auch da einen Anteil zahlen muß.
Oder überhaupt Nebenkostenabrechnungen -
Anträge Schulbedarf unter Umständen...Klassenausflüge...das würde man ja nicht mehr beantragen...

Hat das Kind ausreichend eigenes Einkommmen mit Kindergeld und werden alle diese Ausgaben, die nicht im monatlichen Regelatz enthalten sind mal aufs Jahr hochgerechnet und auf Monate wieder verteilt, bliebe meist kein Kindergeld zum Übertragen.

Ich möchte jetzt aber in diesem Thema nicht wieder erklären, wie man sich mit der ARGE wegen der Kindergeldanrechnung versuchen kann zu einigen...siehe Thementitel
 
Oben Unten