Warum wechseln andauernd die Arbeitsvermittler beim Jobcenter?

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Desperado24056

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Hallo allerseits,

nachdem ich schon lange von diesem Forum gehört habe, habe ich mich nun entschieden auch hier mit zuschreiben, da ich selbst betroffener bin. Nun zu meinen folgenden Fall.

Ich hatte, sofern man es Glück nennen kann, eine recht gute und engagierte Arbeitsvermittlerin letztes Jahr und auch Anfang dieses Jahr beim Jobcenter gehabt. Ich hab ihr meine Geschichte erzählt und sie machte eine ganze Menge. Fallmanager (war ich bisher noch nie) und Ein-Euro-Job und auch eine Berufspsychologische Begutachtung. Nun war das ganze nur vier Monate und jetzt zum 10.4. hab ich wieder ne neue und ich frage mich was soll dieser sch***?

Ich erlebe das leider nicht zum ersten Mal sondern zum xten Mal. Und frage mich warum wechseln ständig die Arbeitsvermittler, teilweise mehrmals im Jahr? Ist das Absicht?

Danke für Antworten.

Achso ich bin schone ne Weile beim Amt ;).
 

romeo1222

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Beantworten kann ich dir die Frage direkt auch nicht. Bei meinem JC war es aber auch so, dass alle halbe Jahr, spätestens jedes Jahr gewechselt wurde.

Bei einem, der supernett war und durch seine Frau die Krankheit kannte und das Problem, war leider in Rente gegangen.
Bei einer anderen weiß ich, dass sie aus einer 40-50km Landeshauptstadt kam, hier gearbeitet hatte, aber dann wieder zum JC der Landeshauptstadt gewechselt war.
Bei einem anderem wurde die Förderung vom JC gestrichen, sodass er nur noch in seinem kleinem Dorf beim JC arbeiten durfte.

Derzeit sieht es bei mir aber auch wieder nach einem JC-Wechsel aus. Die ich bisher hatte war ganz nett und hatte Emphathie. Ich selbst hatte bei einer Vertretung zuletzt nen Termin, da sie krank war (angeblich). Mein BG-Mitglied hatte bei einer ganz anderen Person, der dicke mit dem Geschäftsführer ist und immer auf Fotos mit ihm posiert. Der ist genauso unsympathisch wie der GF. Jedenfalls meinte der am Ende des Termins, dass man sich vielleicht bald wieder sieht. Was die Gründe wirklich für den Wechsel sind, kann ich nicht sagen. Vielleicht war sie wieder schwanger, obwohl sie eigentlich erst ein Kind geboren hatte.
 

Frank71

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Das ist gang und gebel das die SB in den Jobcenter wechseln, die Hilfeempfänger sollen sich nicht an den einen oder anderen SB zu sehr gewöhnen. Darüber würde ich mir aber auch keine All zu großen Gedanken machen. Ich selbst habe schon den 5 SB in zwei Jahren.
 

Kaffeebohne

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Ist bei mir ähnlich. Vor zwei Jahren einen ganz ganz furchtbaren SB, der nur Murks gemacht hat und dem nur mit Anwalt zu kommen war. Dann im letzten Jahr zwei relativ nette Damen, die auch verständnisvoll waren, nun wieder eine neue - leider.
 

Frank71

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Wenn möglich immer mit einem Beistand zum Termin gehen.

Beistand muss zugelassen werden Paragraph 13 SGB X.
 

Spiegelsaal

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Ich denke, dass wird sich auf Neutralität berufen und das sich keine "persönlichen" Bindungen bilden können, dies könnte zu Vor-/Nachteilen führen. Eine SB hat mich mal abgewürgt mit den Worten: "Ich habe in Zukunft leider keine Zeit mehr für Sie, da interne Umstrukturierungen stattfinden." Die gute Dame sitzt heute noch im selben Team am gleichen Platz, soviel dazu...
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

Gast
Es war auch Paxis bei meinen Arbeitgebern wo ich im Außendiesnt arbeitete das ständig die Gebiete und Vorgesetzte wechselten. Damit man nicht in Routine verfällt.

Haben die JC nicht auch befristete Verträge für die SB?
 

Nena

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Sind (waren zumindest vor ein paar Jahren) oft Quereingestiegene, deren Arbeitsverträge einmal verlängert wurden. Dann waren sie selber wieder Elos. Sehr viele.
 

Spiegelsaal

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Ja, da hilft ein Wechsel auch nicht,:ROFLMAO: da würden sie mehr Ruhe haben, wenn sie Leute die sich auskennen, eher weniger einladen und größtenteils in Ruhe lassen, da ersparen sich SB´s selbst viel Unruhe.
 

Kerstin_K

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Es war auch Paxis bei meinen Arbeitgebern wo ich im Außendiesnt arbeitete das ständig die Gebiete und Vorgesetzte wechselten.
Der Schuss kann aber auch leicht nach hinten losgehen, wenn Kunden keie Lust habe, sich ständig an einen neuen Anprechpartner zu gewöhnen.
 

sunnytn

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Mir wurde mal gesagt, das deswegen immer gewechselt wird, damit man keine persönliche Bindung zu jemanden aufbauen soll. (man könnte sich ja einen Vorteil dadurch verschaffen, wenn man gut miteinander auskommt)
 

Kaffeebohne

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Mir wurde mal gesagt, das deswegen immer gewechselt wird, damit man keine persönliche Bindung zu jemanden aufbauen soll. (man könnte sich ja einen Vorteil dadurch verschaffen, wenn man gut miteinander auskommt)

Pervers - der "Vorteil", der dadurch entstehen könnte, wäre der, daß man schneller einen vernünftigen Job bekommen könnte, da sich die SBs individueller um die jeweiligen "Kunden" kümmern könnten.

Als ich das erste Mal ins Jobcenter kam, war ich noch so naiv zu glauben, der SB kümmere sich individuell um die Leutchen.
Sprich, guckt, ob es arbeitsmäßig etwas in dem Bereich gibt, den der "Kunde" auch gelernt, ausgeführt hat - setzt sich dann mit Arbeitgebern - von denen er natürlich einen lange Liste hat - in Verbindung und versucht so halt, jedem die Arbeit zu vermittlen, die für ihn auch die richtige wäre.
Ja, so naiv war ich mal vor vielen Jahren :D
 

Allagut

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Da gibts viele Faktoren - Leute werden schwanger oder dauerkrank, gehen in Rente, bewerben sich weg, haben nur befristete Verträge, werden befördert oder übernehmen Sonderaufgaben gehen auf Teilzeit runter oder andere erhöhen auf Vollzeit, Leistungsbezieher gehen oder kommen sausonal viel dazu... Dadurch wird dauernd umverteilt, weil sonst auf ein Mal ein SB nur noch 100 Kunden hat und der andere 300. Nervt aber ist nicht zu ändern.
 
E

ExitUser 55598

Gast
Was ich auch schon des öfteren gemerkt habe,dieses auch bei den unterschiedlichen SB, das wenn man sich gut auskennt SGB 2 mäßig, das die SB es überhaupt nicht mögen, deswegen ist es ja auch wichtig das man seine Rechte kennt und die auch durchsetzt.
Kann ich nur bestätigen ;) Man wird tatsächlich mehr in Ruhe gelassen. Wahrscheinlich weil sie mit einem der sich auskennt mehr Arbeit haben, als mit den Elos die zu allen Maßnahmen und EGVs "Ja und Amen" sagen.
 

KaffeTrinker

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Mir wurde mal im JC zugetragen das eine Versetzung meistens mit einer oder mehreren Dienstaufsichtsbeschwerden zusammenhängt, ob diese Begründet sind oder nicht spielt dabei keine Rolle. Viele Beschwerden = Raus!
 

romeo1222

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Pervers - der "Vorteil", der dadurch entstehen könnte, wäre der, daß man schneller einen vernünftigen Job bekommen könnte, da sich die SBs individueller um die jeweiligen "Kunden" kümmern könnten.

Mir wurde mal ein Fall zugetragen, von einer die ALG 2 bekommen hat(te), dass sie mal Sex im Kellerraum des alten JC hatte. Ich meine, es ging um Lebensmittelgutscheine, weiß es aber nicht mehr genau, da es schon sehr lange her ist. Damals waren die SB wirklich noch lange für einen zuständig, mittlerweile halt nicht mehr, da sie es irgendwann publik machte. Könnte also wirklich mit sowas zu tun haben, Trovatos und Co sind realer als man denkt.
 

Muzel

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Viele Arbeitsvermittler haben nur einen befristeten Vertrag.
 

Kultura Lateralna

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Sind (waren zumindest vor ein paar Jahren) oft Quereingestiegene, deren Arbeitsverträge einmal verlängert wurden. Dann waren sie selber wieder Elos.
Auch gut. Wer volle Namen erfährt oder herausfindet, ein gutes Gedächtnis hat und das gewisse Stalker-Gen, kann ja doch relativ einfach nachforschen, auch wenn manche digital komplett unsichtbar sind. Einer meiner "Ehemaligen" betreibt heute'n Tattoo-Studio in Berlin, das ist kein Witz. Und ich weiß dass er's ist, nicht jemand mit gleichem Namen, kenne seine Social Media-Egos. Ist auch vor'n paar Jahren schon weggewesen, wohl mit genau dem Plan. Second Life. Was mir außerdem auffiel, weil ich mich das auch schon fragte, ist dass offenbar hohe Wechseldynamik besteht, also zwischen den Centers, zumindest eines Bundeslandes. Auch junge Karrieren lassen sich mit etwas Aufwand z. Tl. zurückverfolgen über fünf, sechs, sieben Filialen. Oft Hunderte km Distanz, denke mal berufsbedingt und dürfte wohl auch mit Verträgen zusammenhängen. Kann mir persönlich kaum vorstellen, dass man mit sowas ein Arbeitsleben füllt und weshalb auch sollten generelle Entwicklungen am Arbeitsmarkt hier ne Kurve machen. Solche, die mutmaßlich schon von Anfang an dabei waren (Hartz 4), kommen jetzt möglw. verstärkt in's Rentenalter.
 

Vyenna

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die Hilfeempfänger sollen sich nicht an den einen oder anderen SB zu sehr gewöhnen.
Ich hatte mal, ist bestimmt schon 10 Jahre her, eine tolle Arbeitsvermittlerin. Die hat mich gut behandelt, mir Mut gemacht, und auch sinnvolle Arbeitsvorschläge mitgegeben. Aus einem ist dann was geworden. Bis die Firma Insolvenz angemeldet hat und dann war ich wieder dort und hörte, dass ich wieder bei ihr bin. Wir haben uns beide, so hatte ich den Eindruck, gefreut, uns wiederzusehen. Bei ihr wusste ich, sie hilft mir da wieder rauszukommen. Und das war dann auch so ein paar Monate später nur. Bin dann aus der Stadt gezogen, aber denke immernoch gerne an sie zurück, weil ich ihr immernoch dankbar bin.
 
G

Gelöschtes Mitglied 65755

Gast
Hier wechseln die Arbeitsvermittler nicht dauernd. Ich hatte in meiner Zeit beim Jobcenter nur drei verschiedene AVs. Und das über 'nen Zeitraum von etwas über 15 Jahren. Bei meiner Freundin ist's auch nicht anders. Hier sind die AVs aber auch nett und versuchen zu helfen (scheint aber wohl auch das einzige JC zu sein, wo es noch solche Leute gibt). Ich musste jedenfalls nie an 'ner Maßnahme teilnehmen, wenn ich das nicht wollte und habe auch nie eine Sanktion kassiert. Gleiches bei meiner Freundin.
 
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