Warum verheimlichen AG in Stellenangeboten die Realität

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Ein Stellenangebot, wenn es denn seriös sein soll, sollte wichtige Fragen bezüglich des zukünftigen Arbeitsverhältnisses schon beantworten.
So z.B.:
1. Wer sucht (Adresse AG :twisted: )
2. Wer wird gesucht (Angestellt :) oder Selbständig :( )
3. Was soll getan werden
4. Wo soll dies getan werden
5. Wie und was wird dafür bezahlt (Leistung, Stundenlohn oder Gehalt)
6. Dauer des Arbeitverhältnisses

Vergleichen Sie selber mit den inhalten der von Ihnen während der Arbeitssuche gelesenen Stellenangebote.

Ich habe den Eindruck, dass manche Arbeitgeber den Bewerber schon zu Hause abhängig machen wollen, weil sie ihm die o.g. Fragen erst nach Nachfrage beantworten. Sie wollen das Einstellungs- und Vorstellungsgespräch, um die Last auf den Bewerber überzuwälzen, denn je weniger der fragt oder sich traut zu fragen, um so höher ist Möglichkeit gegeben, aus ihm später den höchstmöglichen Gewinn zu erzielen.

Der AG ist nur daran interessiert, die Spanne zwischen gezahltem Lohn an seine abhängigen Mitarbeiter und dem Verkaufspreis für seine Waren und Dienstleistungen so hoch wie nur möglich zu halten, damit sichert er sich seine Existenz und seinen Profit, auch wenn er dabei so manch Mitarbeiter "über den Jordan" treibt, bis von ihm arbeitskraftmässig nichts mehr übrig bleibt.
Und damit dieses Prinzip nicht auf alle Beschäftigten wirkt, sind der öffentliche Dienst ( :p ) und die Beamten ( :p ) davor geschützt.
In meiner Umgebung (Bekannte und Verwandte) sind wohl auch die übrigen Tarifbezahlten( :p ) davor geschützt.
 
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Stichworte sind das eine, Erfahrungen das andere.
Auch wenn der Mindestlohn im Herbst gesetzlich festgelegt wird, werden die AG die Bewerber daraufhin fragend hinweisen, ob sie Mindestlohn beanspruchen oder Arbeit haben wollen und damit aus der Falle Arbeitslosigkeit rauskommen wollen.
Wir haben auch ein Arbeitszeitgesetz, das 8 Stunden pro Arbeitstag höchstens 40 Stunden pro Arbeitswoche vorschreibt, doch zeigen Sie mir den AG, den das interessiert. Manche zahlen nicht mal den bezahlten Urlaub laut Bundesurlaubsgesetz, auch nicht für die Ausfalltage wegen Krankheit und für Feiertage trotz Entgeltfortzahlungsgesetz.
Wo keine Gewerkschaft für die Arbeitnehmer eintreten kann, weil die AG eine Zusammenarbeit mit denen ablehnen, gehts drunter und drüber.
 

michael92660

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Marktgesetz

Überangebot AN = niedriger Preis

da gibts nicht zu beschönigen, ist den AG nur Recht. Und die bestimmen schließlich welche Musik WELTWEIT gespielt wird. Da hilft nur Revolution. Mit ein bisschen Stellschrauben hier und ein Hebelchen dort, kurz gesagt Evolution oder Reform ist da nichts mehr zu machen. Vor diesem heilsamen Prozess wird von Seiten der Mächtigen keine unterstützung zu erwarten sein. Selbst ist der AN!
 
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ExitUser

Gast
Chefkenner aus Sachsen meinte:
Ein Stellenangebot, wenn es denn seriös sein soll, sollte wichtige Fragen bezüglich des zukünftigen Arbeitsverhältnisses schon beantworten.
So z.B.:
1. Wer sucht (Adresse AG :twisted: )
2. Wer wird gesucht (Angestellt :) oder Selbständig :( )
3. Was soll getan werden
4. Wo soll dies getan werden
5. Wie und was wird dafür bezahlt (Leistung, Stundenlohn oder Gehalt)
6. Dauer des Arbeitverhältnisses

Vergleichen Sie selber mit den inhalten der von Ihnen während der Arbeitssuche gelesenen Stellenangebote.

Habe ich gemacht. Bei einem Vorstellungsgespräch vor einigen Monaten kam z.B. eine völlig andere Tätigkeitsbeschreibung zum Vorsch(w)ein als die, die auf den Seiten von arbeitsagentur.de veröffentlicht wurde, und auf die ich mich beworben hatte. Kann gar nicht sagen, wie sauer ich war. Und vor allem, was noch dazu kam: der Betriebsleiter fragte sofort (!) danach, was es denn für ihn für Vergünstigungen gäbe, wenn er mich Erwerbslose einstellt (z.B. ob ich von der Arge aus 3 Monate unbezahltes Praktikum bei ihm machen darf, oder was die Arge denn für mich an Lohnkostenzuschuss raustut). Ich war so angewidert, ich hätte beinahe gek...!! Und das Schlimmste: der fand gar nichts dabei, so mit mir umzugehen. Meine Diagnose: moralische Behinderung III. Grades. :kotz:

LG
Luna
 

mauerkalle

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:cry: Wen das mal nicht die neue Form von Arbeitgebern wirt.
Persönlich wünsch ich nicht mit so einem Behindertem zusammen kommen zu müssen. :( :p :(
:motz:
 

Arania

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Das erlebe ich schon seit Jahren, als erstes wird bei Vorstellungsgesprächen erwähnt das man das Geld für meinen Lohn ja für mindestens 1 Jahr voll vom Staat bekommt, allerdings kommen dann noch andere Bedingungen die man doch nicht erfüllen kann, warum sagen sie nicht gleich: "Sie können zuhause bleiben, wir wollen eigentlich nur das Geld"
 

Bettler

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Kosten-/Nutzenwaage = Ausgabe-/Einnahmerechnung/ auch vorm J

Hab ich früher auch mal mich im Job gefragt.
Warum fragt man nicht einfach die Leute nach ihrem Geld, dass sie freiwillig geben können, dann braucht man ihnen auch nichts verkaufen zu wollen oder sie erst einstellen zu müssen.
Denn wer sich mal ausrechnet, was er aus seinen Privatfinanzen ( Werbungskosten 920 € und mehr) in den Job investiert, nur um ihn erhalten oder zu bekommen, der hat Schwierigekeiten, die angepriesenen Jobangebote nicht als einzige Ausbeutungsmaschine der privaten Möglichkeiten zu erkennen.

Bei uns gibts einen privaten Briefservice, der verlangt für die Zustellung eines Briefes 0,35 €, die Post dagegen 0,55 €.
Tja, wie wird man wohl auf ein solch günstiges Angebot kommen? Antwort: Nur weil die Briefausträger nicht ermitteln können oder wollen, ob sie nun wirklich einem Verdienst nachgehen oder private Verluste einfahren.

WAS DIE EINEN VERDIENEN, BEKOMMEN DIE ANDEREN.
UND IMMER SIND DIE ANDEREN DIE GEWINNER, AUCH WENN SIE NICHT BEMERKEN, DAS SIE DIE NÄCHSTEN VERLIERER SIND.
Und so siehts in vielen Branchen hier bei uns im Osten aus.
 
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