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Warum sind manche Leute so?

Leser

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  Th.Starter/in  
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#1
Warum halten manche Leute jemanden für bescheuert, der arbeitswillig ist, aber zur Zeit beim Sozialamt im 4.Kapitel festhängt und dies beenden will. Ich sage euch, da bekommt man Dinge zu hören, da fällt einem gar nichts mehr ein.
 

Nena

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#2
Weil sie nie erlebt haben, dass eine Situation wie Deine möglich ist. Auch "wer arbeiten will, findet Arbeit" ist nicht immer böse gemeint - sondern oft Ausdruck mangelnder Fantasie/Erfahrung.
 

Frank71

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#3
Es gibt solche und solche Leute die davon keine Ahnung haben wenn man ohne Arbeit ist, man schreibt die eine oder andere Bewerbung und hört von vielen gar nichts oder bekommt ab und an mal eine Absage.
 

Kreativlos

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#4
Was mir und meiner Frau der ALG II Bezug bisher gelehrt hat, wir halten uns von anderen Menschen fern, erzählen nicht zu viel über uns, und wollen einfach nur unsere Ruhe haben.

Was hinter dem Rücken über uns getratscht wird interessiert uns nicht mehr.
Ich habe in den letzten Jahren die Erfahrung machen müssen, dass sich unsere Gesellschaft sehr zum Negativen verändert hat.
 

Frank71

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#5
@Kreativlos
Was deine Aussage betrifft bin ich ganz Bei dir. Wie gesagt was man auch versucht um die Situation zu ändern es ist nicht einfach.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Doppeloma

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#6
Hallo Leser,

Warum halten manche Leute jemanden für bescheuert, der arbeitswillig ist, aber zur Zeit beim Sozialamt im 4.Kapitel festhängt und dies beenden will. Ich sage euch, da bekommt man Dinge zu hören, da fällt einem gar nichts mehr ein.
Das dürften wohl vorwiegend Menschen sein deren bisheriges Leben überwiegend "störungsfrei" verlaufen ist und die nicht mehr vom SGB XII wissen (wenn überhaupt) als, dass man da nicht mehr arbeiten braucht ... und trotzdem jeden Monat Geld bekommt ...

Persönlich kann ich mir gut vorstellen was du meinst, weil es eben auch schon viele "Störungen" gegeben hat in meinem Leben und das nicht nur gesundheitlicher Art und ich habe Kontakte (zum Teil sehr intensive) zu Menschen, denen es ähnlich geht wie dir.

Sie wurden aus Sparsamkeitsgründen mal vom JC "abgeschoben" und dann manchmal auch direkt (von der DRV) als voll EM (auf Dauer) erklärt, (sonst kommt man ja nicht ins Kapitel 4 beim Sozial-AMT), weil sie gerade keine tatsächlichen Ansprüche auf eine EM-Geld-Rente hatten (oder einfach nur entsprechend "passend" gerechnet wird) ...
Da wird die DRV oft erstaunlich "großzügig" damit und möchte diesen "anspruchslosen" Zustand möglichst auch schnell und zukunfts-sicher "zementieren".

Das Lebensalter der Betroffenen und wie sie dann mit dieser "Abschreibung" klar kommen (für den Rest ihres Daseins) ist der Rentenkasse dann auch mal EGAL, während man mit Geld-Ansprüchen an diese Kasse meist (mindestens) "zwei Köpfe unter dem Arm braucht", damit man (hoffendlich irgendwann) als Erwerbsgemindert anerkannt wird.

Diese Seite der Medaille musste ich selbst erleben und kenne auch dazu viele Betroffene und ihre Geschichten ...

In deinem Falle gibt es wohl nur den Weg des Alleinganges und sicher kann dir Niemand verbieten eine Arbeit aufzunehmen und wieder Versicherungsbeiträge zu zahlen, wenn du einen AG und eine Tätigkeit findest, wo das möglich ist ...
Unterstützung dabei hast du wohl von keiner Institution zu erwarten ... man hat dich ja (leider) bereits ganz offiziell abgeschrieben.

Eine wundersame Entwicklung gab es gerade in einem Einzelfall, von dem ich die Tage gelesen habe ... der Betroffene wurde (auf Wunsch des zuständigen Sozial-Amtes) nach einigen Jahren Bezug (SGB XII / Kapitel 4) erneut von der DRV begutachtet (seine angeblich dauerhafte EM sollte also überprüft werden), genauere Zusammenhänge sind mir leider auch nicht bekannt.

Das wurde jedenfalls vom Grusi-Amt eingeleitet und es geschah "ein Wunder" ... er ist wieder VOLL Erwerbsfähig von der DRV begutachtet worden und musste zurück zum JC geschickt werden ...
Dort ist den SB nichts "Besseres" eingefallen als ihn sofort in eine AGH zu stecken (reguläre Friedhofs-Arbeiten für 1 € die Stunde) und er erkundigte sich im Bezug darauf in einem anderen Forum, ob das wohl so in Ordnung sein könne, er würde ja lieber richtig arbeiten und anständiges Geld verdienen ...

Ihn wurde geraten sich einen solchen Job zu suchen, denn sein JC wäre ja wohl nicht interessiert ihn dabei zu unterstützen (vermutlich hätte man bald wieder versucht ihn los zu werden, zurück ins SGB XII), man sieht ihn ja gar nicht tauglich für eine Arbeit am 1. Arbeitsmarkt (aber die Gemeinde hatte vermutlich dringend Bedarf für den örtlichen Friedhof).

Ab dem 1. Februar wird er nun eine Tätigkeit aufnehmen, Vollzeit als Pförtner in einem örtlichen Werk (also nicht im Sicherheitsgewerbe), wo er auch genug verdienen wird, um sich vom JC zu verabschieden ... er ist HAPPY und freut sich auf diese Aufgabe ... :icon_daumen:

Nun sind ihm wohl nur noch einige Jahre guter Gesundheit sehr zu wünschen (er ist aktuell 53 Jahre alt), damit er sich den Anspruch auf eine EM-Geldrente doch noch erarbeiten kann, falls es mal wieder nötig wird ...
Mit dieser wirklich wahren Geschichte möchte ich dir MUT machen nicht aufzugeben, es passieren eben doch manchmal auch noch Dinge, mit denen man gar nicht mehr gerechnet hatte ...

Würdest du dir selbst denn zutrauen, wenigstens Teilzeit eine Stelle anzunehmen, damit wäre ja der erste Schritt schon getan ... du würdest ja allen zeigen, dass du NICHT voll EM bist und das Sozial-Amt rechnet natürlich zunächst viel an aber die werden dich dann wohl auch bald komplett wieder los werden wollen ...

Das können für mich nur theoretische Überlegungen sein, ich bin inzwischen in Altersrente (und die reicht gerade so ohne Amt) aber ich kann mir trotzdem gut vorstellen wie frustrierend das sein muss, aus diesem Sozial-AMT-Dilemma vielleicht nie wieder herauszukommen.

Uns haben schon knapp 2 Jahre Hartz 4-Bezug völlig gereicht, als wir um die EM-Renten bis zum Gericht kämpfen mussten ... zum Glück für uns, war da ein Ende dieses Zustandes aber absehbar.

MfG Doppeloma
 
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