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Warum keine gemeinsame Interessenvertretung?

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herc

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#1
Ich habe 13 Jahre im Ausland gelebt und bin nach meiner Rückkehr nach Deutschland direkt wo gelandet?
Richtig - in der sog. Unterschicht bei den "Sozialschmarotzern".

Dabei habe ich eine gute und aktuelle Ausbildung jedoch ein
Manko: ich bin bereits 55 Jahre alt, d. h. menschliche Auschußware.

Ich habe viele Menschen kennen gelernt, die in einer ähnlichen Situation sind, verzweifelt, gedemütigt, ohne jede Hoffnung.
Ich habe ebenfalls tolle Unterstützungsplattformen gesehen, seinen es Internetforen, seinen es die Tafeln oder seinen es einzelne Personen.

Was ich jedoch mit Verwunderung vermisse ist eine gemeisame Interessenvertretung unseres Anteils an der Bevölkerung, sprich eine gemeinsame politische Gruppierung der Unterschicht und der Erwerbslosen.

Wir können uns noch so sehr gegenseitig Ratschläge geben, uns gegenseitig helfen und unterstützen, unseren Zorn und unsere Wut hinaus schreien, der Effekt wird immer gegen Null tendieren.

Banken, Wirtschaft, Beamte, Lehrer, etc. - alle haben ihre Büttel im Bundestag sitzen und lassen ihre Interessen vertreten. Wir jedoch werden ausschließlich fremd bestimmt.

Dabei haben wir es selbst in der Hand, über uns zu bestimmen. Ist euch eigentlich klar, welche Macht wir ausüben könnten, wenn wir uns organisieren und konsequent zusammen stehen?

Bis zu 15 Millionen Deutsche sind der sog. Unterschicht bzw. den Erwerbslosen zuzuordnen. Weiß eigentlich keiner, welche politische Macht diese Personengruppe darstellen könnte.

Schaut euch einmal die absoluten Wählerstimmen bei den letzten Bundestagswahlen für FDP, Linke oder Grüne an. Die könnten wir locker überflügeln.

Und wir hätten im Gegensatz zu den Etablierten eine enorme Eigenmotivation aus unserer persönlichen Situation heraus, um unsere Situation zu ändern.

Was könnte denn passieren, wenn wir uns organisieren und gemeinsam vertreten?
Dass ein Herr Ackermann damit droht, wieder in die Schweiz zu gehen? Oder dass Unternehmer drohen, Arbeitsplätze zu vernichten? Das machen die doch sowieso!

Wir können noch so sehr auf das Einsehen der jetzigen Politiker-, Wirtschafts- oder Bankenkaste hoffen - wir werden weiterhin gerade so am Leben erhalten und wir werden immer mehr (Opel, Quelle, etc. sind nur ein paar populäre Beispiele).

Veränderung können wir nur selbst bewirken, bevor es zu spät ist.
 
E

ExitUser

Gast
#2
Das haben schon einige, mindestens ein Dutzend oder mehr probiert und es hat auch nicht lange gedauert, bis diese "Interessengemeinschaften" wieder zerbrochen sind.

Entweder wurde zu lange nichts gemacht, oder die haben sich wegen "persönlichen Abneigungen" getrennt oder die Leute sind einfach abgesprungen, weil zu viele irgendwelche Posten haben wollten, aber gemacht haben die alle nichts, nur geredet, geschrieben und trallala.

Bis sich die richtigen Leute zusammen finden, kann es noch lange dauern, zumindest müsste so eine Gruppe ausgewogen sein, die Einen können gut reden, die anderen sind gut im schreiben und wieder andere haben andere Stärken. Wenn man das alles ohne Streitereien zusammen bekommt, könnte was Gutes draus werden.

:icon_smile:
 

Martin Behrsing

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#3
Das Erwerbslosen Forum ist z.B. eine Interessensvertretung. Und wir sind auch nicht gerade unbedeutend. Uns so gibt es noch andere. Allerdings hier beginnen schon die Probleme, da Erwerbslose keineswegs eine Homogene Gruppe sind. Dies gilt erst Recht für die politische Ausrichtung.

Den Versuch Parteien zu gründen gab es immer wieder. Allerdings haben wir uns nie daran beteiligt, da sich diese Gruppierung doch immer als ziemlicher Unsinn herausgestellt haben.

Wenn Du politisch etwas durchsetzen willst, dann engagiere dich in entsprechenden Parteien oder engagiere dich für Menschen - ohne Partzei innerhalb der Sozialenbewegungen, die m.E. wesentlich wichtiger sind.
 

herc

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#4
OK - aber was ist den bisher von sozialen Bewegungen und Gruppierungen durchgesetzt bzw. verbessert worden?

Ich habe den Eindruck, es geht immer nur darum, den Status Quo zu halten, mehr nicht.
 

Martin Behrsing

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#5
OK - aber was ist den bisher von sozialen Bewegungen und Gruppierungen durchgesetzt bzw. verbessert worden?

Ich habe den Eindruck, es geht immer nur darum, den Status Quo zu halten, mehr nicht.

Erst lesen, dich informieren und dann nochmal fragen. Ich glaube, dass Du vieles nicht weißt oder auch verpasst hast. Eines solltest Du wissen. Derartige Prozesse brauchen ihre Zeit und benötigen kräftiges Durchhaltevermögen. Von 10 Mio Menschen in Armut erreichst du eventuell 100.000. So viel einfach zur realität.
 

GOBN

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#6
unser staat ist wahrscheinlich überglücklich darüber ,dass wir uns nicht organisieren können. und wenn wir es schaffen würden, würde er schon die daumenschrauben anziehen - glaubt mir
 

herc

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#7
Du sagst es doch selbst.

Kannst Du Dir 100.000 Multiplikatoren vorstellen? Davon würde jeder PR Mensch träumen.

Ich muss auch nur sehenden Auges leben um von dieser dumpfen Lethargie in Deutschland entsetzt zu sein. Da muss ich über nichts mehr informiert werden, das ist Realität.

Hier wird ja alles nur noch hingenommen, kein Aufbäumen, kein nichts.

Das ist doch kein Wunder, dass wir nur noch "Verfügungsmasse" sind.

Glaubst Du im Ernst, dass sich mit Aussitzen irgend etwas positiv verändert?
 
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