Warum immer Aufrechnung nach § 43 SGB II?

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Ich möchte gern mal wissen, warum bei einem Nebenkostenguthaben oder Zinsen (beides immer sofort angegeben) immer nach §43 des SGB II aufgerechnet wird, obwohl ich mir keiner Schuld bewusst bin und auch keinerlei Schuld sehe.
Weder habe ich vorsätzlich falsche, noch grob fahrlässige unrichtige oder unvollständige Angaben gemacht. Können diese Art der Aufrechnungen irgendwann ein Nachspiel haben?
Oder ist das einfach nur Standard, wenn ein Bewilligungsmonat schon abgelaufen ist, indem dieses Guthaben entstand.
Bietet die Arge vielleicht Hellseherkurse an, damit ich das vermeiden kann. :icon_neutral:

Geldleistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts können bis zu einem Betrag in Höhe von 30 vom Hundert der für den Hilfebedürftigen maßgebenden Regelleistung mit Ansprüchen der Träger von Leistungen nach diesem Buch aufgerechnet werden, wenn es sich um Ansprüche auf Erstattung oder auf Schadenersatz handelt, die der Hilfebedürftige durch vorsätzlich oder grob fahrlässig unrichtige oder unvollständige Angaben veranlasst hat. Der befristete Zuschlag nach § 24 kann zusätzlich in die Aufrechnung nach Satz 1 einbezogen werden. Die Aufrechnungsmöglichkeit ist auf drei Jahre beschränkt.
 

Martin Behrsing

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Dann lege Widerspruch ein und teile mit, dass dein eingelegter Widerspruch aufschiebende Wirkung hat.

Hat es einen rückforderungsbescheid gegeben. Wenn ja, wurde Widerspruch eingelegt und mit welchen §§ wurde die Rückforderung benannt.
 

Individualistin

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Das will ich ja nicht. Ich wollte nur wissen, warum nach keinem anderen § aufgerechnet wird und ob mir das irgendwann negativ ausgelegt werden kann, wenn die immer nach §43 aufrechnen. Die Forderung ist vollkommen in Ordnung, da habe ich auch nichts dagegen.
Das Schreiben ist eine Anhörung nach §24 des Zehnten Buches.

Oder soll ich nur darum bitten, von der Anrechnung gem. §43 abzusehen und stattdessen §?? zu verwenden.
 

lopo

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Ich wollte nur wissen, warum nach keinem anderen § aufgerechnet wird und ob mir das irgendwann negativ ausgelegt werden kann, wenn die immer nach §43 aufrechnen. Die Forderung ist vollkommen in Ordnung, da habe ich auch nichts dagegen.
Das Schreiben ist eine Anhörung nach §24 des Zehnten Buches.

Hi,

1) Bevor ein Verwaltungsakt erlassen wird, der in Rechte eines Beteiligten eingreift, ist diesem Gelegenheit zu geben, sich zu den für die Entscheidung erheblichen Tatsachen zu äußern.

§ 24 SGB X

Zur Aufrechnung der Überzahlung bei ALG II gibt es halt nur den § 43 SGB II.

Ansonsten müsste man ein Einziehungsverfahren über den Forderungseinzug einleiten, was natürlich viel komplizierter wäre ( Verwaltungsaufwand ) und höhere Verwaltungskosten verursachen würde.

Hat für dich keine weiteren Nachteile.
 
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