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War es vor Hartz lV mit Sozialhilfe besser oder schlechter?

mario100

Elo-User/in
Thematiker*in
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wie war das eigentich vor hartz 4 mit der sozialhilfe?war das besser oder schlechter als hartz 4 / grundsicherung?
 

*kampfpaar*radikal.A

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AW: sozialhilfe früher

.
wie war das eigentich vor hartz 4 mit der sozialhilfe?
war das besser oder schlechter als hartz 4 / grundsicherung?
.

:rolleyes: ... JA, sie waren besser, vor allem, was die außerordentlichen
Hilfen anging (Kleidung, Einzelfälle etc).

Wenn Dich ein Abgleich interessiert, erarbeite ihn Dir:

Bundessozialhilfegesetz ? Wikipedia

Arbeitslosengeld II ? Wikipedia

Zwölftes Buch Sozialgesetzbuch ? Wikipedia
.

:cool: ... viel Spaß beim WissensErwerb ...
.

 
E

ExitUser

Gast
AW: sozialhilfe früher

Hier findest Du eine kleine Zusammenfassung, die bei weitem nicht vollständig ist.

Vergleich: Hartz IV und die frühere Sozialhilfe

Es gab ja nicht nur die Kürzungen, die sich aus dem ALGII ergaben, es ging wohl vor allem darum, Menschen die in der alten Sozialhilfe waren in den Niedriglohnsektor/bzw. den sog. zweiten Arbeitsmarkt zu pressen (EEJ z. B.)
 
E

ExitUser

Gast
AW: sozialhilfe früher

Kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Ich war die ganze Zeit in der Sozialhilfe bis SGBII kam. Die Beihilfen wie zb. Kleidungsgeld waren sehr hilfreich! Ich glaube es gab sogar noch eine Weichnachtszuwendung im Dezember.

Allerdings kamen dann auch immer mehr die sogenannten “gemeinnützigen Tätigkeiten“ auf, die auch verpflichtend waren d.h. bei Weigerung diese auszuführen wurde auch gekürzt. Allerdings waren diese Tätigkeiten zumeist bis 3 Stunden am Tag mindestens, wer mehr machen wollte konnte das aber.

Die Stellen in Kindergärten waren sehr begehrt, denn dort konnte man immer umsonst mit Mittagessen...:wink:

Das zusätzliche Geld konnte man voll behalten. Damals gabs auch noch “Barauszahlung“, da wurde eine Zahlungsanweisung ausgehändigt und damit konnte man an die Kasse gehen.

Alles in allem deutlich angenehmer...!!! Nicht zu vergleichen mit ALGII heute...!


liesa
 

Cha

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AW: sozialhilfe früher

Sozialhilfe gibt es immer noch.

Und klar, früher war alles besser !
Es gab die D-Mark.
Ich war jung.
Ich glaub, sogar das Wetter war besser.

Allerdings ist es müßig, darüber zu sinnieren.

Viele Grüße

Cha
 

Charlot

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AW: sozialhilfe früher

Die Zukunft war früher auch besser
 

Passant

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AW: sozialhilfe früher

wie war das eigentich vor hartz 4 mit der sozialhilfe?war das besser oder schlechter als hartz 4 / grundsicherung?
Vor Hartz IV sah das Ganze so aus:

Wenn man aus einer beitragspflichtigen Beschäftigung heraus arbeitslos wurde, gab es zunächst für eine gewisse Zeit Arbeitslosengeld als Versicherungsleistung. Die Zeitdauer war danach bemessen, wie lange man Beiträge in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hatte. Im Anschluß daran folgte die Arbeitslosenhilfe. Dabei handelte es sich um eine steuerfinanzierte Leistung. Beides war deutlich angenehmer als das heutige Hartz IV. Damals gab es vergleichsweise wenig Bürokratie und die Sachbearbeiter waren zum einen alle gut ausgebildet und zum anderen darin geschult worden, den Leuten zu helfen und nicht darin, ihnen die Leistung wegzukürzen. Arbeitslosen wurde nicht pauschal die Schuld für ihre Arbeitslosigkeit in die Schuhe geschoben wie das heute der Fall ist, sondern die Ursache für Arbeitslosigkeit wurde in den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gesehen. Die Leute wurden zum Großteil ganz einfach fair behandelt. Das ist kein Vergleich zu heute, wo die Sozialbehörden kraft Gesetzes einen Charakter angenommen haben, den ich schon fast als niederträchtig bezeichnen möchte.

Passant
 

JhonnyDeep

Forumnutzer/in

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AW: sozialhilfe früher

soweit ich weiss war die leistung wohl geringer, aber man wurde nicht zu irgendwelchen jobs gezwungen und gekürzt.es gab für alles extra beihilfen.
ich war ja damsl nich dadrin weil zu jung, aber die arbeits, sozial ämter und behörden hatten schon damals einen schlechten ruf.
ich glaube aber es war einfacher und angenehmer mit sozialamt, sozialhilfe, arbeislosengeld/hilfe und arbeitsamt.
 

Passant

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AW: sozialhilfe früher

soweit ich weiss war die leistung wohl geringer, aber man wurde nicht zu irgendwelchen jobs gezwungen und gekürzt.es gab für alles extra beihilfen.
ich war ja damsl nich dadrin weil zu jung, aber die arbeits, sozial ämter und behörden hatten schon damals einen schlechten ruf.
ich glaube aber es war einfacher und angenehmer mit sozialamt, sozialhilfe, arbeislosengeld/hilfe und arbeitsamt.
Arbeitslosengeld und Arbeitslosenhilfe gab es beim Arbeitsamt.
Sozialhilfe gab es beim Sozialamt.

Die Sozialämter hatten keinen guten Ruf gehabt (da gab es wohl auch schon die Verrohungseffekte bei den Mitarbeitern wie heute bei den Jobcentern). Der Ruf der Arbeitsämter war schon etwas besser, aber auch nicht hundertprozentig.

Unter dem Strich hat es aber sicher weder beim Arbeitsamt noch beim Sozialamt die systemisch gewollte Menschenverachtung gegeben, die heute bei Hartz IV festgestellt werden kann.
 
E

ExitUser

Gast
AW: sozialhilfe früher

Na, ob es früher wirklich besser war?

Meine Mutter erzählt da aber was anderes. Sie hatte damals Arbeit und war alleinerziehend mit zwei kleinen Kindern und war beim Sozialamt, um irgendeine Beihilfe zu beantragen. Da wurde sie auch wie der letzte Dreck behandelt.
 

bLum

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AW: sozialhilfe früher

.... und die Sachbearbeiter waren zum einen alle gut ausgebildet ....
Vor allem waren die SBs Beamte, und keine Angestellten mit 6-Wochen-Crashkurs im SGB. Damals hatte man auch nur EINEN einzigen SB vor sich, der i.d.R. auch permanent zuständig blieb (es sei denn bei Wechsel von Arbeitslosenhilfe zur Sozialhilfe; das waren getrennte Ämter).
 

Curt The Cat

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AW: sozialhilfe früher

Moinsen mario100,

auch Dir, als Newbie hier, möchte ich die Forenregel #11 ...
11. Themen/Threads erstellen
Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit Überschriften wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!! oder sozialhilfe früher, sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!
... in Erinnerung bringen!

Ich wünsche Dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt hier im Forum.


:icon_wink:
 

nik72

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Ich bezog damals auch mal für ein Vierteljahr ergänzende Sozialhilfe. Es wurde bei Beantragung gleich "erstmal so" berechnet und ich bekam sofort einen Barscheck ausgehändigt, damit ich erstmal über die Runden komme. Weihnachtsbeihilfe gab es damals auch.
 

Existenzminimum

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Finanziell gesehen, abgesehen von der Kaufkraft damals, war das für mich nicht besser: lag daran, dass ich Sozh. nur kurz bezog: musste alles zurückzahlen, bis auf den letzten Pfennig. Wer es schaffte, länger als ein halbes Jahr Sozialhilfe zu beziehen - und da gabs ja schon so einige Kandidaten - der musste nix zurückzahlen.

Mein Eindruck war beim Sozialamt, dass die Sb`s auf Jobvermittlung gar keinen Bock hatten. Wer da keinen Job wollte, der blieb in dem System drinnen. Wundert mich nicht, das es da sogenante "Sozialhilfekarrieren" gab (teils bis heute).
 

ks712

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Ich habe nach meiner schulischen Ausbildung Sozialhilfe beantragen müssen und fand es besser als heutzutage mit dem ALG II. Damals erfuhr ich durch einen Bekannten, dass man für Winterbekleidung einen Extra-Beitrag beantragen kann, dies tat ich. Ohne Probleme habe ich damals 150,00€ bekommen, die Quittungen für die gekauften Sachen wollte niemand sehen und ich bekam automatisch im Frühjahr wieder 150,00€ Beihilfe für Anziehsachen ohne diese beantragt zu haben.

Ich hatte damals auch eine Maßnahme über das Sozialamt bekommen, die 6 Monate ging und für junge Leute war, dort bekam man zusätzlich noch 250,00€ anrechnungsfrei jeden Monat dazu.

Mir ging es mit der Sozialhilfe besser als momentan :icon_cry:
 
E

ExitUser

Gast
Finanziell gesehen, abgesehen von der Kaufkraft damals, war das für mich nicht besser: lag daran, dass ich Sozh. nur kurz bezog: musste alles zurückzahlen, bis auf den letzten Pfennig. Wer es schaffte, länger als ein halbes Jahr Sozialhilfe zu beziehen - und da gabs ja schon so einige Kandidaten - der musste nix zurückzahlen.

Mein Eindruck war beim Sozialamt, dass die Sb`s auf Jobvermittlung gar keinen Bock hatten. Wer da keinen Job wollte, der blieb in dem System drinnen. Wundert mich nicht, das es da sogenante "Sozialhilfekarrieren" gab (teils bis heute).

Heute gibt es keine “Sozialhilfekarrieren“ mehr! Sozialhilfe/Grundsicherung (Kapitel 3 oder 4) bekommt man nur bei festgestellter voller Erwerbsminderung
durch die DRV! Müsstest du eigentlich wissen als “Erfahrener Benutzer“...


liesa
 

ela1953

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Für mich war das alte System nach einigen Schwierigkeiten auch besser. Als ich Alleinerziehende von drei Kindern wurde, bekam ich ergänzende Sozialhilfe. Da ich Eigentum habe sollte uch das Haus verkaufen und davon leben. Eine Beratungsstelle gab mir die Paragraphen mit der Angemessenheit. Ca 6 Monate dauerte mein Kampf. Auf dem Flur des Amtes erfuhr ich vom Kleidergeld. Mein Job war sozialversicherungspflichtig, heute wäre es ein Minijob. Als meine Kinder 12, 16 und 18 waren wollte ich "Arbeit statt Sozialhilfe". Bekam ich nicht, weil ich mit 3 Kinder nicht arbeiten müsse; ich bråuchte nicht mal meinen Job zu machen. Mir wurde aber eine geförderte Stelle im ÖD vermittelt. 1 Jahr , gut bezahlt, auch mit Alovers. Mit Betreuungskosten für das jüngste Kind (bis 14 nach EU Regeln). Ich wurde dann übernommen. Behielt aber immer den kleinen Job mit Steuerkl. 6. Später bekam ich viel Arbeitslosengeld (hier musste ich das AA auch auf ihre Richtlinien hinweisen und kämpfen) und fiel ca Mitte 2004 in die Arbeitslosenhilfe. War weniger wie Arbeitslosengel d, aber immer noch viel. Dazu kindergeld, Wohngeld und den kompletten Lohn.Dann näherte sich 2005. Der sozialversicherungspflichtige Job wurde ein Minijob (damit die gelangweilten Frauen der Gutverdiener ohne Abzüge was verdienen konnten ). Trotz des höchsten "Armutsgewöhnungszuschlags" war das Einkommen sehr viel niedriger, weil ja jetzt alle, egal ob nie oder immer gearbeitet, gleich wenig bekamen. Ein Jahr später wurde der Zuschlag halbiert, ein weiteres Jahr später entfiel er ganz. Diesen Zuschlag gibt es mittlerweile gar nicht mehr. Bei Sozialhilfe gab es außer dem Kleidergeld im Frühjahr und im Herbst eine neue Waschmaschine mit Lieferung und Anschluss und Betten für die Kinder bzw neue Matratzen wurden auch geliefert.


Ich muss mich korrigieren: Ich glaube, Minijobs gab es eher als ALG II, weil wegen der Dauer des Arbeitslosengeldbezugs der soz. Vrrsicherungspflichte Job keiner mehr war
 

swavolt

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Ich hatte Arbeitslosenhilfe und die war höher als die damalige Sozialhilfe weil 53% des letzten Lohnes gezahlt wurde(Arbeitslosengeld war 65%). Und man wurde praktisch in Ruhe gelassen und nur alle 6 Monate eingeladen und Smalltalk betrieben. Ist ja auch logisch da für 90% der Arbeitslosen überhaupt keine Stelle da sein kann.
 

Texter50

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Meine Ma hat mir das nicht so blumich beschreiben, das mit der Sozialhilfe.
Ein Kind musst zur Oma und eins ins Heim - und das als Säugling.
Mutter musste nun einmal arbeiten... :icon_cry:
Als Kind bekam ich den Kampf meiner Mutter auffem Sozialamt mal mit, das war nicht ohne - auch wenn sie sich durchgesetzt hat.
Ob das soo toll war, möchte ich bestreiten.
Das Sozialamt kam früher auch gerne mal ins Haus und nur wenn alles OK war, dann gab es Bekleidungsgutscheine. Schnüffeltrinen gabs da auch schon. :icon_motz:
OK, bei meinem Einkommen hätte ich weitaus mehr Arbeitslosenhilfe als ALG II bekommen. Das wärs dann auch.
Ne Umschulung war nur wenig Leuten vergönnt, die Sozialhilfe bezogen. Auch da gab es schon den guten Willen des SBs oder nicht. Hab ich von verschiedenen Teilnehmern erfahren. Das Sozialamt hat sogar versucht, Leute aus Lehrgängen zu holen, denn die sollten ja arbeiten.
Da hat wohl jeder seine eigenen Erfahrungen... :icon_hug:
 

Existenzminimum

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...die Quittungen für die gekauften Sachen wollte niemand sehen und ich bekam automatisch im Frühjahr wieder 150,00€ Beihilfe für Anziehsachen ohne diese beantragt zu haben.

...

Mich wundert es bei sochen Sachen nicht, das die Sozialhilfe keinen so guten Ruf hatte, bei denen, die sie nicht bezogen sondern sie bezahlten.
 

Existenzminimum

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Ich hatte Arbeitslosenhilfe und die war höher als die damalige Sozialhilfe weil 53% des letzten Lohnes gezahlt wurde(Arbeitslosengeld war 65%). ...
Die Ursache ist der Lohn, nicht der Anteil der ALHilfe. Das Arbeitslosenhilfe praktisch unbegrenzt gezahlt wurde - und es reichte eben dafür aus nur ein Jahr sozialversicherunspflichtig tätig gewesen zu sein- hat den ein oder anderen dann eben auch nicht motiviert sich einen Job zu suchen.

Fakt ist: es gab auch ordentlich Fehlanreize im alten System. Anstatt sich aber auf die zu konzentrieren, die es ausnutzten, hat man das Ganze nun massiv umgebaut zu Lasten vor allem derer, die noch zum Arbeiten motiviert sind.
Auf die konzentriert man sich mit der Zusendung von "Einladungen", von tollen VV`s zum Schei.. lohn , Schrott-Maßnahmen etc..

Die anderen können sich letztlich immer noch den Lenz machen, ist nur etwa anstrengender geworden den Staus Quo aufrecht zu erhalten. Sonst alles beim Alten.
 

Lady Jane

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Vor etwa 28 Jahren hab ich auch mal Sozialhilfe bezogen, als ich mich von meinem Mann getrennt habe. Positiv bei der Sozialhilfe waren die Leistungen für Kleider, Möbel, Küchengräte, Tapeten, die man beantragen konnte und auch meistens bewilligt bekam.

Negativ war, daß die Sachbearbeiter öfter zu "Besuch" kamen, um sich umzusehen, z.B. wenn ich Geld für Renovierungsarbeiten beantragt hatte. Und ich mußte mich auch regelmässig bewerben. Das wurde wie beim JC auch vom Sozialarbeit kontrolliert. Ich rutschte dann in eine Maßnahme, die sich Arbeit statt Sozialhilfe nannte, was sehr gut war. Dadurch habe ich ordentlich verdient und bin vom Sozialamt unabhängig geworden.

Ich kann rückblickend nicht sagen, welches System nun das bessere ist. Beides hat seine negativen Seiten, finde ich.
 

Markus1977

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Egal, wie die verschiedenen SGB-Ämter hießen und noch heißen, entscheidend war die Agenda2010, mit der für meine Begriffe ein staatlicher Terrorapparat unter Schutz des ehemaligen Bundesarbeitsministeriums errichtet wurde.
 

Markus1977

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Und um den Terror anwenden zu können, brauchte man logischerweise diese Mischbehörde, in der Sozialamt, Arbeitagenturen und Wohngeldstellen vereint sind.
 

Maxenmann

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Und um den Terror anwenden zu können, brauchte man logischerweise diese Mischbehörde, in der Sozialamt, Arbeitagenturen und Wohngeldstellen vereint sind.

Die Wohngeldstelle hat auch heute nichts mit ALG II zu tun, das ist eine Behörde für sich

Als Hausbesitzer fahre ich mit ALG II besser als früher mit AlHi die jährlich um 5% gekürzt wurde, ergänzende Sozialhilfe hätte es nur als Darlehen mit Eintrag ins Grundbuch oder überhaupt nicht gegeben

Und von Wohngeldstelle und Sozialamt wurde man nur wie der letzte Müll behandelt, aktuell läuft es bei meinem Jobcenter akkurat, ich halte mich an die Spielregeln und die an die Gesetze
 
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