Wann sollte man den Rentenantrag stellen, vor oder nach der Aussteuerung aus dem Krankengeld?

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krakowianka

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soweit ich weiss es gibt es den Satz Reha vor Rente oder?
Ich bin ebenfalls in so eine Situation.sei Dez.2019 AU,vielleicht nicht so lange,aber habe schon einen Anruf von der KK,ob sie mir Formulare
zuschicken sollte.Ich habe mit nein beantwortet,da laut meiner Ärztin noch instabil für eine Reha
 

HermineL

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Wenn die Rente rueckwirkend gewaehrt wird, muss man KG/ALG I sowieso zurückzahlen.
...und das ist jetzt im Ernst ein Argument dafür den Antrag schon jetzt zu stellen und diese Leistungen von vorneherein in den Schornstein zu blasen?
Vor allem in Anbetracht dessen das niemand beurteilen kann ob die Rente überhaupt entsprechend rückwirkend gewährt wird und wenn ja welchen Zeitpunkt die DRV da letztlich zu Grunde legen könnte.

Sorry aber ich habe deine Perspektive nicht in Frage gestellt sondern nur dargestellt das ich das anders sehe. Von daher kann man die Finger auch einmal stillhalten und akzeptieren das hier auch zwei Perspektiven möglich sind die sich weder exkludieren noch einander bedingen. Es spricht schon für sich, wie gewohnt, so einen trotzigen unreflektierten hingeworfenen Satz, garniert mit einer Aussage die man nur dann bestätigen könnte wenn man eine Glaskugel hätte, rauszuhauen der nur dem Zweck dient andere Sichtweisen Argumentationslos zu negieren und vor allem den eigenen Beitragszähler zu potenzieren.
 

krakowianka

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Guten Morgen liebe Forum Mitglieder,

vielen Dank für eure Anteilnahme .Ist nur großartig

Ich habe mir mehrmals eure ausführliche Antworten durchgelesen,damit ich alles was geschrieben wurde,von mir auch richtig verstanden wird.Habe öfter hier im Forum auch halt gelesen,dass die Menschen aus reine Unwissenheit,den EMR noch im KG Bezug gestellt haben und die Ablehnung kassiert haben.Darauf hin weigerte sich die Afa ,Alg1 wegen Nahtlosigkeit anzuerkennen.

Ist euch so eine Vorgehensweise der Afa bekannt?

lg
krakowianka
 

HermineL

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Habe öfter hier im Forum auch halt gelesen,dass die Menschen aus reine Unwissenheit,den EMR noch im KG Bezug gestellt haben und die Ablehnung kassiert haben.Darauf hin weigerte sich die Afa ,Alg1 wegen Nahtlosigkeit anzuerkennen.
Es ist richtig das hier eigentlich geraten wird nicht schon im Krankengeld die EMR zu beantragen. Warum meine Vorredener hier explizit davon abweichen erschließt sich mir aktuell noch nicht aber zumindest @saurbier wird sich etwas dabei gedacht haben.

Ich stimme dir zu das es nicht unwahrscheinlich ist das die DRV die EMR ablehnt aber es kann natürlich auch gut gehen. Ich tendiere aus Erfahrung aber eher dazu das die im laufenden Krankengeld eher ablehnen werden. Sollte dies der Fall sein wird die AFA mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ALG I Nahtlosigkeit ablehnen weil es einen engativen EMR Bescheid gibt der für die AFA sogar bindend ist. Das kannst du nur verhindern wenn du gegen einen negativen Bescheid der DRV den Rechtsweg beschreitest und damit verhinderst das dieser Bescheid Bestandskraft erlangt.

In jedem Fall musst du aber damit rechnen das die DRV nach dem Prinzip Reha vor Rente verfährt weil sie dazu verpflichtet ist. Abweichen davon werden die nur wenn deine Befunde so eindeutig sind das eine Reha keinen Sinn mehr macht.

ich bleibe daher dabei das man zumindest das Krankengeld bis zu Aussteuerung ausnutzen sollte wie ich es auch anderen schon angeraten habe. Die dann verbleibende ALG I Zeit sollte in der Regel ausreichend sein für das EMR-Verfahren. Dies kann dir sicherlich niemand garantieren denn es gibt, mich eingeschlossen, genug Gegenbeispiele. Aber diese sind nicht unbedingt der Regelfall wenn man der Statistik glauben schenkt.
 

Kerstin_K

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Liebe Hermine,

auch ich habe mir durchaus etwas bei meiner Antwort gedacht.

Viele Wissen das nämlich nicht, dass sie min Falle einer rückwirkenden Rentenberechnung das KG und das AG I zurückzahen müssen. Und ich finde, man muss das durchaus mit einbeziehen in die Entscheidung, ob es sich lohnt, mit einem Rentenantrag zu warten.

Wie sic die zusaätzlicen Rentenbeiträge aus dem KG auf eine spätere Altersrente auswirken und ob überhaupt, dass kann man nur bewerten, wenn man den Versicherugsverlauf im Einzelfall sehr genau kennt.

DIeBearbeitungsziten bei der DRV sind nicht kalkulierbar und durch Corona ist das sicher nicht besser geworden. Dazu kommt, dass sic auch an den Sozialgerichten sicher ein coronabedingetr Rückstau gebildet hat, was die ohnehin endlosen Verfahrenszeiten nochmals verlängern dürfte.

Man sollte das alles sehr gut abwägen, ob es daswirklich wert ist, mit dem Rentenantrag noch zu warten.
 

saurbier

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Nun ja, warum ich jetzt der Auffassung bin ruhig einen EMR-Antrag zu stellen möchte ich vielleicht damit begründen das die Ärzte ja auch dazu raten, was durchaus nicht immer den Fall ist.

Wir möchten doch bitte nicht außer Acht lassen, daß wenn schon die behandelnden Ärzte anregen eine EMR zu beantragen, dies ohne weiteres dazu führen könnte/kann das dann die KK ebenfalls auf die Idee kommt dem Kunden (freundlich gesagt) nahe zu legen einen Reha-Antrag zu stellen, kann die KK dadurch ggf. ja an KG-Leistungen sparen. Letzteres ist ja leider auch nichts ungewöhnliches, denn allzu häufig kommen die KK´s damit wenn nach mehr als 12 Monaten es nicht zu einem signifikanten Heilungsergebnis kommt bzw. zumindest sich entsprechendes abzeichnet.

Ja HermineL nach dem alten Recht zur EMR war es durchaus sinnvoll solange wie möglich die ja weit besseren Sozialleistungen aus KG und (steht ja noch in den Sternen) ALG-I in Anspruch zu nehmen bevor man dann einen EMR-Antrag stellte, sofern nicht die KK bzw. AfA von sich aus bereits dazu aufforderten. Nur hat sich ja seit seit ja seit 2019 die Zurechnungszeit erheblich verbessert (von zuvor bis 60 auf 62 (in 2014) auf nun bis 66 - 67 Jahre) und da verliert man dann weit weniger - ausgenommen sehr gut verdienende -. Auch nicht vergessen sollte man bei der Überlegung, daß bei langwierig Kranken die DRV zumeist ja auf die erste AUB im Regelfall gerne beim EMR Beginn zurück greift. In dem Fall würde dann aus einer Rentennachzahlung durch die Leistungserstattungen gem. §§ 102 - 107 SGB X auch nicht mehr viel verbleiben, wenn überhaupt noch was bei der Verrechnung übrig bleibt.

Ich gebe dir allerdings dahingehend vollkommen recht, daß sofern die DRV den EMR-Antrag ablehnen sollte, sich dies dann bei einem möglichen Nahtlosigkeitsfall hinsichtlich dem ALG-I durchaus negativ auswirken könnte (sofern wie von dir bereits erwähnt - man nicht in Widerspruch gegen den DRV-Bescheid geht -). Das aber wäre jetzt tatsächlich ein Blick in die Glaskugel, da wir ja nicht die konkreten gesundheitlichen Umstände kennen, welche die aktuell behandelnden Ärzte bereits dazu veranlaßen doch bitte einen EMR-Antrag zu stellen.

Auch frage ich mich schon ob man immer jeden möglichen Cent an Sozialleistung mitnehmen muß (auch wenn dies ggf. einem ja zusteht), oder es nicht vielleicht doch besser wäre hier seinen Gesundheitszustand in den Vordergrund zu stellen. oft genug erleben wir ja auch hier, daß viele nicht mal mehr die Kraft haben sich gegen die KK/AfA/DRV zu wehren, weil ihnen ihre Gesundheit einen Strich durch die Rechnung macht. Vielleicht sollte man auch mal daran denken, denn ein EMR-Bescheid sorgt für Ruhe - Ruhe die man sich dann für die eigene Genesung nehmen kann und sollte. Das aber ist halt eine individuelle Entscheidung die jeder für sich selbst treffen muß, denn jemand der unheilbar Krank ist oder alle Jahre wieder einen Weiterzahlungsantrag stellen muß und dort ggf. um seine EMR bangen muß dürfte das anders beurteilen als jemand der sofort eine unbefristete volle EMR bewilligt bekommt.

Es steht krakowinka ja völlig frei wie sie jetzt weiter vorgehen will, allerdings sollte ihr bei allen Überlegungen schon klar sein, daß die KK sie ggf. mal zum MdK vorlanden könnte als auch ggf. nach so langer AU Zeit mit KG Leistung dazu auffordern könnte bei der DRV einen Reha-Antrag zu stellen. Dies sage ich aus meinen mehrmaligen Erfahrung mit der barmer heraus, welche mich ab dem 6 - 9 Monat KG-Bezug bereits zum MdK einbestellten welcher dann promt eine Reha empfohlen hatte. Beim letzten Mal hat die DRV die Reha bei mir sogar abgelehnt und die barmer sie auf eigene Kosten durchgezogen. Sie muß jetzt selbstverständlich nicht der KK vorgreifen, allerdings sollte sie einplanen das sowas seitens der KK durchaus kommen könnte, solange die KK es nicht schlicht verpennt was ja auch schon öfters passiert sein soll.

Ob die DRV jetzt aktuell tatsächlich so schnell neue EMR-Anträge ab arbeitet, wer weis das schon, immerhin haben die Herrschaften jetzt erst einmal Millionen Fälle zu bearbeiten/prüfen die wohlmöglich ab 2021 einen Anspruch auf die neue Grundrente haben könnten. Lt. eigenen Angaben der DRV sollen ja alleine dafür gut 5.000 Sachbearbeiter fehlen, was darauf vermuten läßt das dann andere Aufgaben zurück geschoben werden dürften.

Und nochmals ja HermineL, ich gebe dir recht das 18 Monate ALG-I Anspruchszeitraum für die DRV reichen sollte über eine EMR zu entscheiden. Nur leider haben wir derzeit die Pandemie mit einem Lockdown auf und ab und da sind teilweise selbst die Reha´s nicht möglich was die ganze Antragsbearbeitung schon verzögert. Hinzu weis niemand ob man in diesem Zeitraum nicht auch noch mit extrenen Gutachtern und wohlmöglich einem Widerspruchs-/Klageverfahren beglückt wird. All das sind allerdings Faktoren die einen möglichen Bescheid verzögern können, weshalb man sich dann ungewollt plötzlich im ALG-II befindet. Nun will ich nicht gleich den Teufel an die Wand malen, aber was ist denn wenn nach 6 Monaten ALG-II plötzlich die Wohnung zu teuer bzw. zu groß ist, folgt dann weil noch keine Entscheidung über die EMR vorliegt auch noch ein Umzug aus dem gewohnten Umfeld in eine dem Amt gefälligere, neben dem bereits erfolgten finanziellen Abstieg - wer weis das schon heute -.
 

HermineL

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Wir möchten doch bitte nicht außer Acht lassen, daß wenn schon die behandelnden Ärzte anregen eine EMR zu beantragen, dies ohne weiteres dazu führen könnte/kann das dann die KK ebenfalls auf die Idee kommt dem Kunden (freundlich gesagt) nahe zu legen einen Reha-Antrag zu stellen,
Dies habe ich keineswegs außer Acht gelassen aber das ist wie vieles im Zusammenhang mit der EMR und Krankengeld spekulativ denn es kann genau so gut sein das dies nicht der Fall ist. Ziemlich sicher ist aber das die AFA beim Nahtlosigkeitsfall dazu auffordert vorausgesetzt sie hält sich an die rechtlichen Vorgaben.



Ja HermineL nach dem alten Recht zur EMR war es durchaus sinnvoll solange wie möglich die ja weit besseren Sozialleistungen aus KG und (steht ja noch in den Sternen) ALG-I in Anspruch zu nehmen bevor man dann einen EMR-Antrag stellte, sofern nicht die KK bzw. AfA von sich aus bereits dazu aufforderten. Nur hat sich ja seit seit ja seit 2019 die Zurechnungszeit erheblich verbessert (von zuvor bis 60 auf 62 (in 2014) auf nun bis 66 - 67 Jahre) und da verliert man dann weit weniger - ausgenommen sehr gut verdienende
Sicherlich ist es durchaus möglich das die EMR höher sein könnte aber in Anbetracht das eine Durchschnitts-EMR 830 Euro (2019) beträgt doch eher unwahrscheinlich. Mein letztes Krankengeld/ALG I lag da mit knapp 1700 Euro deutlich höher. Genaueres kann hier nur der TE wissen der hoffentlich seinen voraussichtlich EMR kennt.



Auch nicht vergessen sollte man bei der Überlegung, daß bei langwierig Kranken die DRV zumeist ja auf die erste AUB im Regelfall gerne beim EMR Beginn zurück greift. In dem Fall würde dann aus einer Rentennachzahlung durch die Leistungserstattungen gem. §§ 102 - 107 SGB X auch nicht mehr viel verbleiben, wenn überhaupt noch was bei der Verrechnung übrig bleibt.
Viele Wissen das nämlich nicht, dass sie min Falle einer rückwirkenden Rentenberechnung das KG und das AG I zurückzahen müssen. Und ich finde, man muss das durchaus mit einbeziehen in die Entscheidung, ob es sich lohnt, mit einem Rentenantrag zu warten.
Auch das kann man so pauschal nicht sagen weil die der Erstattungsanspruch der anderen Leistungsträger nur max. so hoch sein kann wie die EMR. Nimmt man jetzt mal fiktiv mein Beispiel mit knapp 1700 Euro ALG I und einer EMR von 830 Euro so hätte die AFA für jeden Monat lediglich 830 Euro von der DRV erstattet bekommen. Man hätte dann, so man denn den Antrag nicht schon zu früh gestellt hätte, jeden Monat ein Plus von 870 Euro gemacht. Hätte man die EMR früh beantragt und dann überwiegend auf das ALG I verzichtet so hätte man außer den 830 Euro pro Monat nichts gehabt.
Grund dafür ist das sofern der von des Rentenversicherungsträgers geleistete Rentenzahlbetrag nicht ausreicht, um das von der Bundesanstalt für Arbeit gezahlte Arbeitslosengeld (vgl § 134 S 2 SGB III aF) in voller Höhe zu erstatten, besteht der Erstattungsanspruch der Bundesanstalt für Arbeit nur in Höhe der von des Rentenversicherungsträgers gezahlten Rente.

Zugegeben das ist jetzt fiktiv aber der TE sollte die Zahlen die bei ihm zutreffen schon kennen und abwägen können ob er hier gewinnen oder verlieren würde. Ohne die Zahlen zu kennen kann dies keiner von uns abschließend beurteilen. Fakt ist aber das wenn das ALG I oder Krankengeld höher als die zu erwartende EMR ist gewinnt man mit jedem Monat den man diese Leistungen bezieht gegenüber dem EMR-Bezug. Nur wenn ALG I und Krankengeld niedriger wären sähe dies anders aus.


Es steht krakowinka ja völlig frei wie sie jetzt weiter vorgehen will, allerdings sollte ihr bei allen Überlegungen schon klar sein, daß die KK sie ggf. mal zum MdK vorlanden könnte als auch ggf. nach so langer AU Zeit mit KG Leistung dazu auffordern könnte bei der DRV einen Reha-Antrag zu stellen. Dies sage ich aus meinen mehrmaligen Erfahrung mit der barmer heraus, welche mich ab dem 6 - 9 Monat KG-Bezug bereits zum MdK einbestellten welcher dann promt eine Reha empfohlen hatte.
Deine Erfahrungen in allen Ehren aber die sind genau so subjektiv wie meine. Mich hat die KK während zweimal 78 Wochen Krankengeldbezug nicht einmal aufgefordert eine Reha zu beantragen. Lediglich die AU wurde zweimal in Frage gestellt wobei der MDK dort aber jedesmal zu meinen Gunsten entschieden hat.
Es bleibt also dabei das dies passieren kann aber nicht muss und wenn es passiert kann man immer noch einen EMR-Antrag stellen.



Auch frage ich mich schon ob man immer jeden möglichen Cent an Sozialleistung mitnehmen muß (auch wenn dies ggf. einem ja zusteht), oder es nicht vielleicht doch besser wäre hier seinen Gesundheitszustand in den Vordergrund zu stellen.
Nun bitte ich dich aber wirklich. Schon zuvor hast du in Bezug auf das Krankengeld von Sozialleistungen gesprochen. Jetzt mit dem, zumindest für mich, durchklingenden Unterton das man nicht alles vom Staat abschröpfen muss. Ich würde da mitgehen wenn es sich hier um Leistungen nach dem SGB II oder SGB XII handeln würde da diese in der Tat steuerlich finanziert sind und man mit diesen Leistungen die Allgemeinheit belastet. Aber bei ALG I und Krankengeld handelt es sich um Lohnersatzleistungen aus den entsprechenden Sozialversicherung in die man zuvor entsprechende Beiträge eingezahlt hat. Man bekommt somit im Prinzig nur das wofür man zuvor eingezahlt hat. Ich sehe hier keinen Grund das die ein "Mitnehmen von Sozialleistungen" wäre. Ganz im Gegenteil warum sollte man darauf freiwillig verzichten ?



Ob die DRV jetzt aktuell tatsächlich so schnell neue EMR-Anträge ab arbeitet, wer weis das schon, immerhin....
Und nochmals ja HermineL, ich gebe dir recht das 18 Monate ALG-I Anspruchszeitraum für die DRV reichen sollte über eine EMR zu entscheiden. Nur leider haben wir derzeit die Pandemie
DIeBearbeitungsziten bei der DRV sind nicht kalkulierbar und durch Corona ist das sicher nicht besser geworden. Dazu kommt, dass sic auch an den Sozialgerichten sicher ein coronabedingetr Rückstau gebildet hat, was die ohnehin endlosen Verfahrenszeiten nochmals verlängern dürfte.
Zu allem was Corona betrifft und damit einhergehende Verzögerungen kann niemand verlässliche Aussagen treffen. Jedoch alles damit begründen zu wollen ist müßig zumal dies auch ganz anders ausgehen kann wie ich gerade im Bekanntenkreis erfahren habe.
Dort war für Anfang Januar eine Reha angesetzt da die DRV noch nicht von der Erwerbsunfähigkeit überzeugt war. Die DRV schrieb Anfang der Woche zwei Briefe Im ersten schrieb die DRV das die Reha abgesagt wird da und es nicht abzusehen ist wann diese überhaupt möglich wäre. Im zweiten Brief war der Bewilligungsbescheid für die EMR rückwirkend zum 01.03.2020 (Antrag war vom 15.09.2020) für 3 Jahre bis zum 01.03.2023. Begründung war das Krankheitsbild und, man höre, das die DRV zu Gunsten des Antragstellers auf die Reha und den Gutachter verzichtet da derzeit die Verzögerungen durch die Pandemie nicht abzusehen sind und man somit im Zweifel gehalten ist für den Antragsteller zu entscheiden.
Wie man an dem Beispiel sieht kann es also durchaus auch sein das die Pandemie so einen Antrag sogar beschleunigt.


Man sollte das alles sehr gut abwägen, ob es daswirklich wert ist, mit dem Rentenantrag noch zu warten.
Das ein Hilfesuchender abwägen muss welche Ratschlag er in welcher Form für sich annimmt oder auch nicht trifft auf alle Ratschläge im Hilfebereich dieses Forums zu. Das muss man nicht mehr extra erwähnen.


Für mich bleibt als Fazit das es sehr wohl Sinn macht mit dem Antrag so lange wie möglich zu warten wenn die derzeitigen Leistungen höher sind als die zu erwartenden Leistungen und man nicht von der KK dazu aufgefordert wird. Hierbei ist es auch nicht unerheblich das man in dieser Zeit weiter Rentenversicherungsbeiträge einzahlt. Zu verlieren hat man hier in aller Regel nichts.
 

Lucky Luke

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Von meinen eigenen Erfahrungen ausgehend werfe ich hier mal ein, dass man DANN eine EM-Rente beantragen sollte, wenn man FÜR SICH SELBST zu der Erkenntnis gekommen ist, dass - krankheitsbedingt - eine Rückkehr ins vorherige (Arbeits-)Leben wohl nicht mehr möglich sein wird.

Ob das bereits während des Krankengeldbezuges so ist, oder erst während des ALG 1-Bezuges, halte ich für relativ nebensächlich; allerdings sollte man bedenken, dass die 6+72 Wochen Krankengeldbezug - und auch die 12 \ 18 \ 24 Monate ALG 1-Bezug u.U schneller vorbei sind als man meinen sollte. Und die DRV sich seeehr lange Zeit lassen kann bis ein Bescheid erstellt wird.

Und das
Sicherlich ist es durchaus möglich das die EMR höher sein könnte aber in Anbetracht das eine Durchschnitts-EMR 830 Euro (2019) beträgt doch eher unwahrscheinlich.
eine durchschnittliche EM-Rente zwar der Durchschnitt ist, deshalb aber beileibe nicht JEDER deshalb 830,-- bekäme ist klar. Manche bekämen viel weniger, manche aber auch viel mehr, so unwahrscheinlich ist das nicht..

Z.B. bei mir war/ist es so, dass sowohl mein Krankengeld als auch mein ALG 1 um einiges GERINGER als mein EM-Rentenanspruch waren, da ich die letzten x Jahre vor meiner Erkrankungen "nur" Teilzeit gearbeitet habe.

Wie bereits mehrfach erwähnt, jeder EM-Rentenantragsteller muss das für sich persönlich entscheiden, aber ich würde keinesfalls (selbst wenn das Krankengeld und/oder ALG 1 höher als die zu erwartende EM-Rente ist) den Rentenantrag aus rein. "taktischen" Erwägungen hinausschieben, der Schuss kann ganz derbe nach hinten losgehen.
 

HermineL

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Von meinen eigenen Erfahrungen ausgehend werfe ich hier mal ein, dass man DANN eine EM-Rente beantragen sollte, wenn man FÜR SICH SELBST zu der Erkenntnis gekommen ist, dass - krankheitsbedingt - eine Rückkehr ins vorherige (Arbeits-)Leben wohl nicht mehr möglich sein wird.
Das so wie auch das man die notwendigen Einschränkungen dafür hat ist Grundvoraussetzung für einen EMR-Antrag. Erfüllt man das nicht kann man sich den sparen.

Ob das bereits während des Krankengeldbezuges so ist, oder erst während des ALG 1-Bezuges, halte ich für relativ nebensächlich;
Das kommt ganz darauf an wie sich das dies finanziell gestaltet. Es kann durchaus attraktiver sein zu warten und ob man die EMR früher oder später bekommt ändert nichts an dem Gesundheitszustand oder wie man sich fühlt. Man hat dadurch weder gesundheitliche Vor.- oder Nachteile.

eine durchschnittliche EM-Rente zwar der Durchschnitt ist, deshalb aber beileibe nicht JEDER deshalb 830,-- bekäme ist klar. Manche bekämen viel weniger, manche aber auch viel mehr, so unwahrscheinlich ist das nicht..
Wenn es nicht so wäre dann wäre es ja kein Durchschnitt. Deshalb habe ich darauf hingewiesen.

Wie bereits mehrfach erwähnt, jeder EM-Rentenantragsteller muss das für sich persönlich entscheiden, aber ich würde keinesfalls (selbst wenn das Krankengeld und/oder ALG 1 höher als die zu erwartende EM-Rente ist) den Rentenantrag aus rein.
So ist es und deshalb soll der TE die Infos ja auch für sich abwägen denn wir kennen nicht die Höhe seiner derzeitigen Bezüge oder der zu erwartenden Rente.
Im Gegensatz zu dir würde ich aber durchaus auch taktische Erwägungen hinzuziehen solange mich das nicht benachteiligt.
 

krakowianka

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Hallo zusammen,

vielen Dank für eure Antworten.Ich kann mit euch natürlich nicht mithalten.Ich habe ganz einfach das Wissen dazu nicht.Aber ihr seit schon Experten auf diesem Gebiet. Wahnsinn.

Also nochmal zu mir:ich bin 55 Jahre alt und seit 38 Jahren als Krankenschwester tätig.Durch heben und tragen von Pat. habe ich viele
orthopädische Erkrankungen,neurologische und seit 8 Jahren schwere Depression,die mir meisten zu schaffen macht.Ich versuchte die auf der Arbeit immer zu vertuschen,bis ich angefangen habe gravierende Fehler zu machen wie vertauschen von wichtigen Medikamenten und Patienten.ich konnte mir nichts merken und umsetzen.Oft natürlich keine Pause ohne Essen und Trinken.Und immer die Angst dass,kein Pat.zu Tode kommt.Ich kann nicht alles beschreiben,wie es viel falsch abgelaufen ist.Es geht einfach nicht.

Fakt ist, dass ich körpelich und psychisch am ende bin.Meine Psychiaterin versteht das, und ist mir sehr große Stütze.
Habe sehr viele Monate mir mir gekämpft und schlechtes Gewissen entwickelt,dass ich zu Hause bin und KG bekomme.
Habe eigentlich immer noch.Arbeiten kann ich nicht mehr.Ich habe alles auf eine Karte gesetzt.

LG
Krakowianka
 

Lucky Luke

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Ich kann mit euch natürlich nicht mithalten.Ich habe ganz einfach das Wissen dazu nicht.Aber ihr seit schon Experten auf diesem Gebiet. Wahnsinn.
Wart's ab😉, bevor ich erkrankte, hatte ich auch keinen blassen Schimmer von der Materie - aber man muss sich zwangsläufig da 'reinarbeiten, sonst...
Habe sehr viele Monate mir mir gekämpft und schlechtes Gewissen entwickelt,dass ich zu Hause bin und KG bekomme.
GENAUSO ging es mir auch, aber wenn es nicht geht, geht es nicht.

Grosses "Daumendrück" 👍👍👍 für dich!
 

saurbier

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Als kleine Stütze noch eine Anmerkung von mir.

Du wirst ja sicherlich auch regelmäßig eine Rentenmitteilung erhalten.

Anhand derer kannst du dann ja sehen, was dir die DRV je nach EMR (also Teil-/ oder volle EMR) so zahlen wird. Wichtig ist dabei dann immer zu berücksichtigen das dies leider nur die Bruttorente betrifft. Da mußst du dann noch deinen KV als auch PV Beitrag abziehen um einen annähernden EMR Betrag zu erhalten.

Meinem Vermieter dürfte demnächst wohl auch der Weg in die EMR bevor stehen, denn er kann gesundheitlich auch nicht mehr. Eigentlich war er bis vor kurzem noch der Meinung er würde die letzten 3 Jahre noch schaffen, aber so spielt leider das Leben - was nicht geht geht nicht -. Ihm hat man im letzten Schreiben seitens der DRV fast 1.700,-€ EMR ausgewiesen, was dann vielleicht Netto so um die 1.400,-€ - 1.500,-€ ausmachen dürfte.
 

krakowianka

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Hallo saubier,

vielen Dank für deinen Hinweis.

Ja meine Rentenmitteilung liegt mir auch vor,es wird also nicht viel sein, irgendwie ist das mir auch egal.
Ich gehe sowieso davon aus, dass mein Rentenantrag erstmal abgelehnt wird.
Wir haben keinen Medizinischen Personal,Unterbesetzung,hieß es immer.Wir haben keinen Nachwuchs.
Also, die alten müssen den Beruf ausüben, bis zu Tod vermutlich.

Bitte verzeihe mir für meinen Beitrag,das negative kommt wieder aus mir raus.
Ich weiß nicht,wie es weiter gehen soll,wenn die DRV den, noch nicht gestellten Antrag ablehnen soll.
Da siehst du, welche negative Gedanken ich in meinem Kopf habe.

LG
krakowianka
 

Larsson

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Hallo saubier,

vielen Dank für deinen Hinweis.

Ja meine Rentenmitteilung liegt mir auch vor,es wird also nicht viel sein, irgendwie ist das mir auch egal.
Ich gehe sowieso davon aus, dass mein Rentenantrag erstmal abgelehnt wird.
Wir haben keinen Medizinischen Personal,Unterbesetzung,hieß es immer.Wir haben keinen Nachwuchs.
Also, die alten müssen den Beruf ausüben, bis zu Tod vermutlich.

Bitte verzeihe mir für meinen Beitrag,das negative kommt wieder aus mir raus.
Ich weiß nicht,wie es weiter gehen soll,wenn die DRV den, noch nicht gestellten Antrag ablehnen soll.
Da siehst du, welche negative Gedanken ich in meinem Kopf habe.

LG
krakowianka
Du drehst dich ein bisschen im Kreis derzeit. Was die DRV mit deinem Antrag macht, bzw. wie die Entscheidung ausfällt, das weißt du erst, wenn der Antrag gestellt ist. Sich jetzt schon über ungelegte Eier Gedanken zu machen, bringt dich nicht weiter, auch wenn es schwer fäll.
Wann der „beste“ Zeitpunkt ist für den Antrag, wer weiß das schon. Ich persönlich würde ihn spätestens nach der Aussteuerung des Krankengeldes stellen. Denn die Entscheidung dauert in normalen Zeiten gerne mal 6-12 Monate. Nun kommt noch Corona hinzu.
 

krakowianka

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ja ,ich weiß,dass du Recht hasst,dennoch ich kann meine negativen Gedanken nicht einfach abstellen.
Gehört einfach zum Krankheitsbild.
Aber ist dass nicht so,dass die neue Anträge auf EMR zu 60 % abgeleht werden?Es wird immer darüber berichtetet.
Warum denn, soll ich da besser gestellt werden?

LG
krakowianka
 

Larsson

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ja ,ich weiß,dass du Recht hasst,dennoch ich kann meine negativen Gedanken nicht einfach abstellen.
Gehört einfach zum Krankheitsbild.
Aber ist dass nicht so,dass die neue Anträge auf EMR zu 60 % abgeleht werden?Es wird immer darüber berichtetet.
Warum denn, soll ich da besser gestellt werden?

LG
krakowianka
Ich weiß schon, dass das zum Krankheitsbild gehört. Bin selbst wegen Depression berentet. Trotzdem solltest du versuchen, den Kreis zu durchbrechen aus dieser Negativspirale.
Woher du die Prozentzahl hast weiß ich nicht. Ich kann das auch nicht beurteilen.
Fakt ist aber, dass man im Internet eher die negativen Berichte hört. Denn bei wem es ohne Probleme durchging, der sucht dahingehend auch keine Hilfe. Es ist also zumindest normal, dass du auf eigentlich nur negative Berichte stößt.
 

saurbier

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Nun du bist 38 Jahre am arbeiten, daß ist doch schon einiges, da sollte man eigentlich auch eine nicht zu kleine EMR bekommen. Du hast ja zumindest mal noch das Glück das es jetzt wegen der neuen Rentenreformen ja einiges einiges mehr an Zurechnungszeit gibt (bis 67 Jahre), bei mir waren es nur bis 60 Jahre. Damit bekommst du also mal so nebenbei bis zu 7 Jahre (hängt vom Eintritt in die Regelaltersrente ab) mehr Zurechnungszeit im Durchschnitt deiner Entgeldpunkte mehr, was nicht zu verachten ist, könnte das bei einem vollen Renteneckpunkt grob gerechnet aktuell mal so 238,-€/mtl. ausmachen.

Und ja das einem da so viel negatives durch den Kopf geht, hallo das ist bei jedem der Fall der von heute auf morgen gesundheitlich am Ende ist. Wir haben doch zumeist alle Angst um unsere weitere Zukunft und wie die aussehen wird, da bist du kein Einzelfall.

Das die DRV leider im ersten Anlauf leider die meisten Anträge abschmettert, nun das liegt leider an derem System was ja politisch so gewollt ist, damit nicht zuviele eine EMR bekommen. Geht man dagegen per Widerspruch und Klage an, dreht sich häufig das Bild und plötzlich sieht die DRV doch irgend wie eine EMR. Zu guter letzt hast du doch auch noch deine Ärzte die hinter dir stehen, daß ist ein Umstand auf den leider nicht jeder zurück greifen kann, aber dennoch durchaus vorteilhaft.

Und das die EMR´s bzw. generell die Renten hier so gering ausfallen, nun das ist ja politisch so gewollt. Um da was zu ändern müßte unser Wahlvolk halt nicht immer genau der Partei alle 4 Jahre ihre Stimme geben die sich mit Händen und Füssen gegen bessere Renten zugunsten der Unternehmensgewinne wehrt. Ja was glaubst du wenn der liebe Herr Merz der neue bei der CDU würde. Nun dann dürften die Herrschaften noch weiter an der Rentenschraube zu unseren Lasten drehen, ja am liebsten sogar dafür sorgen das wir unsere Rentenvorsorge in Aktien anlegen, wo dann alle 10 Jahre alles weg ist (siehe nur die Aktienchrashs der letzten Jahrzente). Über unser Schicksal entscheiden nur wir selbst alle 4 Jahre. Wer den Sozialabbau weiter voran treiben will, der braucht nur die CDU/CSU/FDP zu wählen, wer hingegen einen Sozialstaat will dem bleiben nur die anderen Parteien mit Ausnahme der Blauen, denn die wollen ja auch das Rentensystem am liebsten abschaffen.

Wie gesagt, mach dir derzeit mal weniger viele Gedanken und sehe zu das es dir besser geht. Solange dich die KK nicht auffordert einen Reha-Antrag zu stellen kannst du das frei nach deinem Gefühl entscheiden. Allerdings wie Larrson ja auch erwähnte, wenn es dann ins ALG-I als Nahtlosigkeitsfall geht (weil dich deine KK aus dem KG ausgesteuert hat), solltest du dir überlegen was du willst und sofern dich selbst die AfA nicht zum Reha-/Renten-Antrag auffordern sollte, damit selbst nicht mehr zu lange warten.

Von hier wirst du zumindest Hilfe erhalten wenn es Probleme geben sollte, soweit man dabei helfen kann.
 

krakowianka

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Hallo saurbier,

vielen Dank für deine Ratschläge.
Na ja,viel EMR würde ich nicht bekommen,denn ich habe immer 75 % stelle gehabt wegen Kinder Erziehung und so.Später,als die Kinder aus dem Haus waren,war ich schon gesundheitlich so eingeschlagen, dass die Arbeit in Vollzeit nicht mehr ging bis jetzt .

Das zu wissen,dass man hier im Forum immer nachfragen kann,und dass die Mitglieder, bereit sind zu helfen, ist nur GROßARTIG.
Danke dafür.

LG
krakowianka
 

krakowianka

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Hallo ihr Lieben,

ich melde mich wieder mit einer Frage.
Habe gestern mit meiner Ärztin über die Nahtlosigkeit bei der Afa gesprochen.Ich bin zwar noch im KG bis Mai.dennoch mache ich mir Gedanken, deswegen.Sie meinte,dass, sie bestimmt durch den AD der Afa eingeschrieben wird und dann wird sie ihr Gutachten abgeben.
Auf meine Frage, ob sie mir ,wenn es soweit ist,einen Befundbericht erstellen kann,sagte sie, dass sie dafür auch bezahlt wird.
Habe mir überlegt, dass ich bei 3 anderen Ärzten in ständiger Behandlung bin,gehe ich zum Hausarzt, er bekommt immer Berichte von meinen Ärzten.Ich werde ihn bitten um einen Befundbericht( so zusammen gefasst) für die Afa.

Meine Frage ist.Was muss so ein Bericht beinhalten damit ich unter§145 falle.
Soll der Arzt schreiben für den ÄD der Afa dass meine Erwerbsfähigkeit unter 3 Stunden gefallen ist.
Hat jemand einen Hinweis für mich?
 

saurbier

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Wozu willst du bitte jetzt einen Befundbericht deiner Ärztin für den äD-Gutachter extra einholen.

Hallo, da reicht es, wenn du zu deinem Gesundheitsfragebogen eine Schweigepflichtentbindung für genau diese Ärztin ausfüllst. Dann kann sich der äD-Gutachter auf direktem Weg mit der Ärztin in Verbindung setzen, wofür sie dann auch noch Geld bekommt, denn der Befundbericht wird ja vergütet (ca. 28,-€).

Lege deinem Gesundheitsfragebogen alle aktuellen medizinische Befunde gleich bei, damit der äD-Gutachter auch sieht was los ist und wenn er weiter Fragen hat, kann er sich an die Ärztin wenden.

Wenn du willst, kannst du ja auch noch eine extra schreiben beifügen, wo du auf deine Hausärztin hinweist, welche ggf. nach dem Hausarztmodell alle medizinischen Berichte der Ärzte erhält, an welche sie dich zur Behandlung bzw. Weiterbehandlung weiter leitet.

Soll der Arzt schreiben für den ÄD der Afa dass meine Erwerbsfähigkeit unter 3 Stunden gefallen ist.
Das dürfte nicht viel bringen, weil dem äD-Gutachter das recht wenig interessiert wie deine Ärztin jetzt deine Leistungsfähigkeit einschätzt. Genau dazu soll sich ja der äD-Gutachter anhand der vorliegenden medizinischen Unterlagen ein eigenes Bild bilden.
 

krakowianka

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Hallo saurbier,

danke für deine Antwort.
Wozu willst du bitte jetzt einen Befundbericht deiner Ärztin für den äD-Gutachter extra einholen.

Hallo, da reicht es, wenn du zu deinem Gesundheitsfragebogen eine Schweigepflichtentbindung für genau diese Ärztin ausfüllst. Dann kann sich der äD-Gutachter auf direktem Weg mit der Ärztin in Verbindung setzen, wofür sie dann auch noch Geld bekommt, denn der Befundbericht wird ja vergütet (ca. 28,-€).

Lege deinem Gesundheitsfragebogen alle aktuellen medizinische Befunde gleich bei, damit der äD-Gutachter auch sieht was los ist und wenn er weiter Fragen hat, kann er sich an die Ärztin wenden.

Wenn du willst, kannst du ja auch noch eine extra schreiben beifügen, wo du auf deine Hausärztin hinweist, welche ggf. nach dem Hausarztmodell alle medizinischen Berichte der Ärzte erhält, an welche sie dich zur Behandlung bzw. Weiterbehandlung weiter leitet.


Das dürfte nicht viel bringen, weil dem äD-Gutachter das recht wenig interessiert wie deine Ärztin jetzt deine Leistungsfähigkeit einschätzt. Genau dazu soll sich ja der äD-Gutachter anhand der vorliegenden medizinischen Unterlagen ein eigenes Bild bilden.
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sorry,leider kann ich nicht Zitieren.
Eben, es geht darum,dass die Ärztin eingeschrieben werden möchte,um das Geld zu bekommen,deswegen will sie keine Befundberichte schreiben.

Aber noch eine Frage.

Bevor ich ausgesteuert werde,bekomme ich von meiner KK ein Schreiben,oder stellen die das KG abrupt ein?
 

eloole

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Im Normalfall bekommt man (ca. 6-8 Wochen) vor dem Auslaufen des Krankengelds von der Krankenkasse Bescheid und es wird einem der genaue Termin mitgeteilt.
Bis dahin ist bei dir ja noch etwas Zeit, und es könnte vorher noch eine Forderung der KK kommen, z.b. eine Reha oder Rente zu beantragen oder sich vom MDK begutachten zu lassen.

Was den ÄD angeht, da würde ich sämtliche Berichte und Unterlagen, die du von deinen ganzen Ärzten bereits hast oder vorher noch besorgen kannst, dem ÄD direkt zukommen lassen.
Also lieber die Orginale der jeweiligen Ärzte mitsamt deren eigenen Unterschriften und Stempeln, als das Ganze von der Hausärztin in einem einzigen, selbst subsummierten Komplettbericht.
Die Fülle an Berichten verschiedener Ärzte dürfte "überzeugender" sein, als nur die Zusammenfassung der Hausärztin.
Zumal letzteres etwas von "Hören-Sagen", oder aus "dritter Hand" hätte, und das "Wort" eines Facharztes vermutlich mehr Gewicht hat als das einer "ordinären" Hausärztin.
Die Hausärztin könnte natürlich dennoch einen eigenen schriftlichen Bericht anfertigen.

Zumindest auf die, bei deinen Ärzten bereits vorhandenen Patientenunterlagen hast du ein Recht, diese zu erhalten und es können dir dafür höchstens die Kopierkosten in Rechnung gestellt werden.
Ob und bei wem vom ÄD tatsächlich (noch zusätzliche) Unterlagen angefordert werden, obwohl man die entsprechenden Schweigepflichtsentbindungen beigefügt hat, weiß man vorher nie.
 

krakowianka

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Guten Morgen zusammen,

vielen Dank für eure Antworten.

Ich besitze Befundberichte aus 2020.Ich wollte die damals haben,um etwas in der Hand zu haben,falls ich zur Reha müsste.
Ich ging damals zur einer Ärztin(Psychiater)die war nur eine Vertretung. weil mein Behandler krank war.Sie hat mich regelmäßig zu Reha gedrängt und genötigt.Ich verstand das damals nicht,bis ich hier das Forum fand und ich mich informiert habe.Danach kam Corona.
Den Arzt habe ich gewechselt.

Also ich gehe davon aus, das die Befunde aus 2020 nicht brauchbar sind für den ÄD der Afa oder?

LG
krakowianka
 
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