Wann muss ich das Jobcenter über meine Eigenkündigung aus gesundheitlichen Gründen informieren?

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AirStrike

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Hallo ,

ich bin schon eine weile beim Jobcenter Kunde da ich gesundheitliche Einschränkungen habe , der Grad der Behinderung beläuft sich auf 30% und vom Jobcenter Amtsarzt habe ich eine Beschränkung für eine tägliche Arbeitszeit auf nur 3 bis 4 Stunden plus mehrerer Einschränkungen für die Tätigkeiten .

Nun habe ich mir auf eigen Initiative einen Job gesucht ( 6 Stunden Täglich von Montag bis Freitag ) , bei dem Bewerbungsgespräch wurde nicht nach gesundheitlichen Einschränkungen gefragt und ich habe auch nichts erwähnt .

Aus dem Harz4bezug bin ich trotz der Arbeit aber nicht rausgefallenen !

Nach ein paar Tagen habe ich leider starke gesundheitliche Probleme bekommen die auf meine gesundheitlichen Einschränkungen zurückzuführen sind .

Nun bin ich Krankgeschrieben , während der Probezeit .

Nach reiflicher Überlegung habe ich nun meine Kündigung aus gesundheitlichen Gründen beim Arbeitgeber eingereichte ( Kündigungsfrist 14 Tage ) .

Wann muss ich das Jobcenter über meine Eigenkündigung aus gesundheitlichen Gründen informieren ?

Sofort oder erst wenn die Kündigungsfrist abgelaufen ist ?

Mit was musste ich vom Jobcenter rechnen ?
 

Katzenstube

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AW: Eigen Kündigung aus gesundheitlichen Gründen

Ich hatte mal einen ähnlichen Fall. Damals habe ich mir vom Psychater eine Bestätigung geben lassen, dass die Tätigkeit unzumutbar ist. Ebenso geht der Hausarzt weil bspw. schwere Lasten getragen werden müssen oder oder oder. Hast Du die Chance eine solche Bescheinigung noch zu erhalten?

Was ich nicht getan hätte, wäre ohne Vorsichtsmassnahme ärztlicher Art oder Rücksprache mit Jobcenter/Afa selber zu kündigen.

Ich hätte davor Angst, dass der SB sagt, Sie haben einen Vertrag unterschrieben über 6 Stunden - sie selber müssen wissen ob Sie sich das zumuten; auch wenn der Arzt eine geringere Stundenzahl befürwortet hat. Im Sinne von "Spontanheilung".

Vor allen Dingen bin ich neugierig, was unsere Fachleute sagen darüber, ob es hier sinnvoller gewesen wäre, den Arbeitgeber über die Einschränkung zu informieren. Zwingen kann uns dazu ja niemand. Nur interessant zu wissen, ob es durch die Angabe einer Behinderung Änderungen gibt wenn die Belastung zu hoch ist.

Die Daumen drückt Dir
Katzenstube
 

Holler2008

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AW: Eigen Kündigung aus gesundheitlichen Gründen

Ich vermute stark dass man sogar gesetzlich verpflichtet ist, Einschränkungen mitzuteilen, schon alleine Versicherungstechnisch.
(außerdem will der Betrieb vermutlich auch alle Förderungen, die er evtl. bekommen kann.)

Leider muss ich sagen, hier ging ziemlich viel schief.
Ideal wäre es vor der Kündigung von Arzt eine Bestätigung einholen, dass die Arbeit deine Gesundheit schädigt.

Aber wenn man schon offiziell festgestellte Einschränkungen hat, dann auch nur eine Arbeit annehmen, die diesen entspricht.

Eigentlich gilt es hier immer Panik zu beruhigen, doch ich will nicht unerwähnt lassen, dass ich nun Sorge hätte verklagt zu werden, weil der Betrieb Mehraufwand hat, einen neuen zu suchen, weil Einschränkungen verschwiegen wurden.

folgendes würde ich tun:
1. Den behandelnden Arzt fragen, ob er eine Bescheinigung oder ähnliches ausstellen kann, in der er rät aus gesundheitlichen Gründen die Arbeit nicht fortzuführen. (wie auch immer er das dann formulieren mag)
Die ist fürs Amt nicht für den Arbeitgeber und am besten auch nur, wenn die danach fragen.

2. Wie ein Fuchs aufpassen, dass der Arbeitgeber nicht mitbekommt, dass du Einschränkungen und GdB verschwiegen hast.

Eigentlich soll man sobald man es weiß, mitteilen dass man arbeitslos wird. Bedenke, Leistungen gibt es frühestens ab Antragstellung.
 

AirStrike

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AW: Eigen Kündigung aus gesundheitlichen Gründen

Also bei der rechtlichen Seite ob ich den Grad der Behinderung
mitteilen muss , sieht es wohl so aus :
Zitat aus dem Netz https://www.recht-finanzen.de/faq/1621-rechte-von-schwerbehinderten-am-arbeitsplatz

"Im Vorfeld einer Arbeitsaufnahme, wie im Vorstellungsgespräch, muss ein Bewerber seine Schwerbehinderung nicht angeben, auch nicht wenn der Arbeitgeber direkt danach fragt. Spätestens sechs Monate nach Antritt der Beschäftigung, also nach dem Erwerb des Sonderkündigungsschutzes für behinderte Menschen, muss er dem Arbeitgeber laut einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts aber auf die Frage nach einer Schwerbehinderung wahrheitsgemäß antworten (Urteil vom 16. Februar 2012, 6 AZR 553/10). "

oder hier interessantes zum Thema https://www.vdk.de/deutschland/pages/teilhabe_und_behinderung/72152/behinderung_muss_im_bewerbungsschreiben_nicht_angegeben_werden
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
AW: Eigen Kündigung aus gesundheitlichen Gründen

Ich vermute stark dass man sogar gesetzlich verpflichtet ist, Einschränkungen mitzuteilen, schon alleine Versicherungstechnisch.

Einschränkungen, die sich auf die ausgübten Tätigkeiten auswirkt, müssen mitgeteilt werden.

Beispiel: Ich darf keine Überstunden machen, ich bin nur bedingt fahrtauglich o.ä.

@AirStrike Du hättest besser die Kündigung durch den AG abgewartet. Bei längerer AU während der Probezeit, wäre die vermutlich ohnehin gekommen.

Jetzt musst du leider mit Konsequenzen rechnen, wenn das JC kein Verständnis für deine Situation hat oder ein nachträgliches Attest nicht akzeptiert. Ich vermute mal, man wird den Ärztlichen Dienst hinzuziehen.

Die Kündigung musst du sofort mitteilen. Du benötigst dann ja auch wieder mehr Geld.
 

Katzenstube

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kurzer Einwurf: nach meinen OP's haben die behandelnden Ärzte in Frage gestellt ob ich wieder arbeiten kann. Der Stationsarzt hat mir gesagt, ich sei verpflichtet meinen Arbeitgeber darüber zu informieren.

Ich habe das damals nicht für voll genommen, als der Arzt von Gutachter sprach ect. pp. Alles kam/kommt jetzt, dieser Tage, so wie er es sagte....

Gruß von Katzenstube
 
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