Wann hat man nach der Erwerbsminderungsrente wieder Anspruch auf Krankengeld?

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Susanne42

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Falls meine Erwerbsminderungsrente mal nicht verlängert wird, habe ich Anspruch auf Alg1 ( das hab ich schon direkt mit der AfA mal besprochen).
Wie jedoch verhält es sich mit dem Krankengeld, falls ich doch nicht so schnell wieder fit bin?
Wann genau hat man wieder Anspruch? Schon nach einen Tag Alg1? Oder später?
Und wie verhält es sich mit den Blockfristen? Hat man nur noch das alte Krankrngeld, was vor der Erwerbsminderungsrente noch über war?
Oder den vollen Anspruch wieder ( 3 Jahre Erwerbsminderungsrente)
 

saurbier

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Hallo Susanne42,

mal anders herum gefragt, wozu soll das für dich aktuell interessant sein.

Wenn die DRV dir jetzt - aus welchen Gründen auch immer - deine EMR nicht weiter verlängern sollte, dann hättest du ja zuerst mal einen Anspruch auf das ALG-I, was du ja sicherlich schon aus dem Gespräch mit der AfA weisst.

Solltest du tatsächlich wieder AU sein, dann würde sich das KG nach 6 Wochen eh nach dem ALG-I richten, denn du hast ja keine KV-Beiträge aus Arbeitseinkommen abgeführt. Für ein eigenständiges KG müßtest du ja erst mal 6 Monate wieder Beiträge abgeführt haben (§ 48 Abs. 2 Satz 2 SGB V)

Du solltest aber bei deiner jetzigen Überlegung nicht außer Acht lassen, daß selbst bei einer befristeten EMR es nicht ganz so einfach für die DRV ist, dir eine EMR weg zu nehmen. Dazu müßte dann der Beweis erbracht werden (ggf. durch Gutachter oder neuer Reha) das bei dir tatsächlich keine EMR mehr vorliegt.

Sowas ist zwar durchaus möglich, jedoch wohl eher recht selten.

Bei mir z.B. auch wieder eine Verlängerung im Sommer an und ich hab erst die Tage von der DRV die neuen Unterlagen für eine mögliche Weiterbewilligung (R0120 Antrag auf Weiterzahlung einer Rente wegen EMR und R0215 Selbstauskunft) zugeschickt bekommen. Gesundheitlich hat sich da bisher auch nichts verbessert, ich würde mal sagen eher noch verschlechtert und der Arbeitsmarkt für eine Arbeitsmarktrente dürfte sich durch das zunehmende Alter ja auch nicht verbessert haben. Aber klar ist, man macht sich natürlich Gedanken über den Ausagng eines erneuten Verlängerungsantrages, denn wir wissen ja wie willkürlich die DRV entscheidet.


Grüße saurbier
 

Susanne42

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Ich lese auch bisschen in anderen Foren, dort haben andere berichtet, das die Verlängerung der Erwerbsminderungsrente genauso häufig wieder abgelehnt wird, wie der erstantrag
 

Doppeloma

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Hallo Susanne42,

Falls meine Erwerbsminderungsrente mal nicht verlängert wird, habe ich Anspruch auf Alg1 ( das hab ich schon direkt mit der AfA mal besprochen).

Soweit wahrscheinlich richtig, dieser Anspruch ergibt sich dann aus der EM-Rente (mit Befristung) und steht einem Anspruch nach der Aussteuerung gleich = ALGI nach § 145, daraus ergibt sich aber kein Anspruch auf Krankengeld von der KK denn du stehst ja (wegen weiterhin eingeschränkter Leistungsfähigkeit) der normalen Vermittlung gar nicht zur Verfügung.

Das wäre aber Bedingung für einen Anspruch auf Krankengeld nach 6 Wochen Leistungsfortzahlung von der AfA.
Ob du das mit der AfA schon "abgesprochen" hast ist unerheblich, man wird sicher nicht "begeistert" sein wenn du den Antrag dann tatsächlich mal stellen musst weil deine EM-Rente nicht verlängert wurde, obwohl es (gesundheitlich) noch erforderlich war.

Wie jedoch verhält es sich mit dem Krankengeld, falls ich doch nicht so schnell wieder fit bin?

Es ist eher unwahrscheinlich, dass man nun schnell "fitt" ist, nur weil die EM-Rente nicht verlängert wurde ... es gibt keinen Anspruch auf Krankengeld, die KK weiß das schließlich auch, dass du gar nicht "fitt" genug bist um zu arbeiten, sondern ALGI nur beziehst weil deine EM-Rente nicht verlängert wurde ...

Wann genau hat man wieder Anspruch? Schon nach einen Tag Alg1? Oder später?

Auf diesem Wege GAR NICHT (es gibt keinen "Rest-Anspruch auf Krankengeld"), aus einer EM-Rente bist du auch nicht für Krankengeld versichert ... einen neuen Anspruch auf Krankengeld kannst du nur bei Aufnahme einer versicherungspflichtigen Tätigkeit wieder erwerben.
Dann bekommst du aber ab dem 1. Arbeitstag (lt. Arbeitsvertrag) wieder Krankengeld, wenn erforderlich ...

Warst du ausgesteuert, dann darf es (für 6 Monate) nicht genau diese Krankheit sein, auch nicht wenn eine neue Blockfrist inzwischen begonnen hat ... warst du nicht ausgesteuert ist es egal, die maßgebliche Blockfrist (ab Beginn dieser AU vor der Berentung) dürfte lange abgelaufen sein ...

Und wie verhält es sich mit den Blockfristen? Hat man nur noch das alte Krankrngeld, was vor der Erwerbsminderungsrente noch über war?

Nein, in einer neuen Blockfrist hat man auch wieder Anspruch auf 78 Wochen Krankengeld, aber eben NUR wenn du wieder arbeiten gehst mit Versicherungspflicht und dann wieder krank wirst ...
Aus ALGI gemäß Nahtlosigkeit erwirkt man auch keinen neuen Anspruch an die KK.

Oder den vollen Anspruch wieder ( 3 Jahre Erwerbsminderungsrente)

Wie schon erwähnt ergeben sich aus einer EM-Rente überhaupt keine Ansprüche auf Krankengeld ...:icon_evil:

Wenn ALGI dann abgelaufen ist bleibt nur noch Hartz 4 wenn du nicht gesund genug bist wieder zu arbeiten und zu deiner Verlängerung (nach Widerspruch und Klage) noch immer nicht entschieden wurde.
Solche Fälle sind mir durchaus schon bekannt geworden.

MfG Doppeloma
 

Susanne42

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Vielen lieben Dank
Das heißt aber, dass ich nur einen einzigen Tag arbeiten müsste ( das schaffe ich zur Not) um wieder Krankengeld zu erhalten?
Also, jetzt mal angenommen, Erwerbsminderungsrente wird nicht verlängert, ich bekomme Alg1, ich erhalte einen Arbeitsplatz ( hab leider einen Job wo die Vermittlung rasend schnell gehen wird, selbst wenn man noch so viele Einschränkungen hat) , dann könnte ich mich (theoretisch) am nächsten Tag wieder Krankschreiben lassen ( würde meine Hausäztin sofort machen) und währe dann wieder komplett drin im Sytem?
Oder hab ich das falsch verstanden ?
 

saurbier

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Hallo Susanne42,

in der Theorie mag dies möglich sein, da müßte man aber von hier die gesammten Umstände kennen.

Nur was willst du denn überhaupt, arbeiten oder EMR. Wenn du weiterhin deine EMR erhalten möchstest, würdest du dir damit ein Eigentor schießen.

Glaubst du ernsthaft das die DRV das Spiel mitmachen wird, ach - plötzlich kann sie ja wieder arbeiten - und dann wird sie wieder krank, eh.

Auch sollte deine gute Ärztin etwas vorsichtig agieren, denn mal so auf die schnelle kommt nicht gut.

Entweder bist du so krank, das du weiterhin eine EMR benötigst, oder aber gesund genug um darauf verzichten zu können. Bei letzterem dürfte es dann wohl auch erhebliche Zweifel an der AUB geben, nicht zu vergessen das die KK dies über den MdK prüfen lassen kann.

Und wie ja schon anmerkt, daß eine Verlängerung der vollen EMR (befristete) genauso häufig abgelehnt, nun das bezweifle ich. Um da was genaueres zu sagen zu können, müßte man erst mal die Umstände kennen, welche die DRV ggf. dazu bewogen haben so vorzugehen.

Wenn jemand nach einer bewilligten EMR keinen Arzt mehr aufsucht, nun dann dürfte dies wohl etwas merkwürdig rüber kommen - oder. Jemand der eine EMR erhält ist immerhin lt. sozialmedizinischem Gutachten (Reha) so krank, daß er mit Sicherheit einer fortlaufenden ärztlichen Betreuung bedarf, von möglichen Eingriffen ggf. mal ganz abgesehen. Ich z.B. bin jedem Monat bei meinem Arzt alleine der Medikamente wegen und bekomme auch hier und da eine Pysio und meine Blutwerte und anderes wird auch ständig getestet, mehr ist halt nicht mehr drin, außer zu hoffen das nicht doch noch eine OP notwendig wird. So dürfte es wohl der Mehrzahl der EMR gehen. Du siehst, ich bin in dauernder Behandlung.

Das heißt aber, dass ich nur einen einzigen Tag arbeiten müsste ( das schaffe ich zur Not) um wieder Krankengeld zu erhalten?

Und was willst du damit dann erreichen.

Wonach bitte soll sich denn dein KG errechnen, nach einem Tag arbeit, fiktiv?

Glaubst du ernsthaft das dein Arbeitgeber dich dann weiter beschäftigen wird, du bist dann ja in der Probezeit.

Vergiß es, da bist du mit ALG-I und einem Widerspruch gegen den Rentenbescheid eher besser dran, natürlich immer vorausgesetzt, deine gesundheitlichen Einschränkungen liegen auch weiterhin vor und deine behandelnden Ärzte bescheinigen dies.


Grüße saurbier
 

Susanne42

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Ich frage das eigentlich nur, weil ich irgendwie Angst hab, nach der Erwerbsminderungsrente in Hartz4 zu landen 😅 das Gefühl, das es ein fiktives Sicherheitspaket gibt, macht mich sicherer.
Bei Arzt war ich nie sonderlich viel, weder vor noch während der Erwerbsminderungsrente.
Ich war dreimal beim Psychologen, aber der hat mich wegen therapieunfähigkeit abgelehnt, jetzt hab ich nach einen Jahr Wartezeit endlich wieder einen neuen Platz, aber der findet mich auch nicht therapierbar und nun weiß ich nicht weiter, also ich kapiere nicht, was ich machen muss um therapiefähig zu sein 😅🤣 ja ist so.
 

Bitas

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@Susanne42,

das ist bei mir genauso, ich möchte eine spezielle Therapie versuchen und werde nur abgelehnt. Medizin brauche ich keine, also was soll ich beim Arzt? Normale Therapeuten können mir nicht helfen.....
Ich muss auch dieses Jahr verlängern. Ich habe mich in einer Tagesklinik angemeldet nur damit ich einen Bericht für die DRV bekomme, dort wird mir aber auch niemand helfen können und ich nehme jemanden den Platz weg......schwachsinniges System.
 

Susanne42

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Ich weiß gar nicht, wer das hier im Forum aufgebracht hat, dass man vor oder während der Erwerbsminderungsrente zum Arzt gehen muss.
Die DRV weiß ganz genau, dass man nicht wegen aller Dinge regelmäßige Behandlung braucht.
Ich kann nur sagen, dass vor der Erwerbsminderungsrente der DRV bei mir der Rehabericht gereicht hat. Arztberichte hatte ich null. Ich war vor der Reha auch nur grad paar Wochen wegen der Psyche krankgeschrieben und bekam trotzdem sofort bewilligt.
Ich glaube, das ist wirklich Einzelfall abhängig, aber ich hab mir natürlich auch gedacht, wenigstens einmal während der Erwerbsminderungsrente eine stationäre Sache zu machen, wegen den Arztbericht halt. Da gibt es auch schöne Kliniken in den Bergen oder am Meer, ich hab da nichts gegen.
Auf jeden Fall bin ich nicht der Typ für Widerspruch oder Anwalt oder so, dass hätte ich damals auch nichts gemacht.
Währe meine Erwerbsminderungsrente abgelehnt worden, währe ich ja noch mit Krankengeld und Alg1 auch noch 2 Jahre längs gekommen.
Und darauf berief sich halt sie Frage, mir war es wichtig zu wissen, wie lange ich finanziell abgesichert bin, wenn der Antrag abgelehnt wird.
So ganz schlüssig ist es mir zwar mit den Krankengeldanspruch nicht.
Was ist mit den Restanspruch, den man vor der Erwerbsminderungsrente noch hatte ( bei mir 11Monate)?
Und wie ist es mit dem Alg1, dachte man bekommt normales Alg1 und nicht nach Nathlosigkeitsregelung?
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
dass man vor oder während der Erwerbsminderungsrente zum Arzt gehen muss.
Das ist auch nirgendwo in Stein gemeißelt.

Aber es ist nun einmal Fakt, dass darauf je nach Gutachter Wert gelegt wird.

Ich kann Dir an meinem eigenen Fall nur sagen, dass ich im Juli18 EMR beantragt habe und im August18 beim Gutachter war.

14 Tage später wurde meine volle EMR für 3- Jahre rückwirkend zu 2017 (Leistungsfall) genehmigt.

Das 9- seitige Gutachten war nahezu eine Kopie meiner Arztberichte.
Die Gutachter wollen Papier sehen, wollen Therapien, Anwendungen, Krankengymnastik und Medikamente sehen. ( je nach Krankheitsbild)

Das ist mein subjektiver Eindruck der Sache.

vor der Erwerbsminderungsrente der DRV bei mir der Rehabericht gereicht hat.
Eine Reha ist ein Langzeitgutachten, also eher höher zu bewerten für die RV, da die eigens beauftragten Ärzte hier urteilen.

Und wie ist es mit dem Alg1, dachte man bekommt normales Alg1 und nicht nach Nathlosigkeitsregelung?

Wenn Deine Erwerbsminderungsrente nicht weiter genehmigt wird und Du keinerlei Widerspruch einlegst, oder gar keinen Antrag auf Verlängerung stellst, quasi sagst: „Jawoll, ich bin nun wieder arbeitsfähig“

Dann ist aber Dein Gesundheitszustand und die Zielstellung eine ganz andere.
 

saurbier

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Hallo Susanne42,

Ich weiß gar nicht, wer das hier im Forum aufgebracht hat, dass man vor oder während der Erwerbsminderungsrente zum Arzt gehen muss.

selbstverständlich ist niemand gezwungen während einer EMR sich weiterhin in ärztlicher Behandlung zu geben. Das hängt eben auch immer vom Einzelfall ab und genauso vom Umstand weshalb man eben für voll EMR seitens der DRV eingeschätzt wurde, nur basiert unser Wissen eben auf unseren Erfahrungen - zu Recht eben den Einzelfällen.

Psychische Fälle sind da ganz anders zu beurteilen wie z.B. körperliche Leiden, das dürfte doch klar sein.

Nur wer auch schwer psychisch Krank ist, der wird sich doch sicherlich auch einen Arzt nehmen der ihm hilft, oder. Gut auch da mag es Menschen geben die dies nicht für notwendig halten mögen, wer weiß schon was im Kopf eines anderen Menschen so vorgeht.

Die DRV weiß ganz genau, dass man nicht wegen aller Dinge regelmäßige Behandlung braucht.

Ob das tatsächlich so ist, nun da hab ich mitunter meine Zweifel, denn warum entscheiden die dort beratenden Ärzte denn so oft gegen die sozialmedizinischen Beurteilungen der Reha-Ärzte. Aus meiner eigenen leidlichen Erfahrung kann ich dir z.B. sagen, daß ich nach meiner ersten Reha im Anschluss in einer ABE war (geleitet von Arbeitsmediziner) und danach auch noch im BfW, da hatten mich dann insgesammt 5 Mediziner kaputt geschrieben was die beratenden Ärzte im DRV-Haus keineswegs interessierte. Soviel zum - ganz genauen wissen - so mancher DRV-Ärzte. Vielleicht solltest du dich mal hinterfragen wo ein guter Arzt wohl am ehesten Arbeiten wird - in einer Klinik mit entsprechendem Einkommen oder in einer Behörde. Wie sagt doch der Volksmund so schön - was nichts wird wird Wirt -, oder hier eben wer sich gegen die Konkurrenz am gut bezahlten Arbeitsmarkt nicht durchsetzen kann (wohl mangelnde Qualifikation) geht den gemütlicheren Weg in einer Behörde ohne Konkurrenz. Ich will hier aber auch nicht verkennen, daß es durchaus auch angagierte gute Behördenmitarbeiter gibt, ja die gibt es und ich durfte sie sogar kennen lernen, aber leider sind sie eben Mangelware.

Allerdings ist die DRV halt an ihre Vorgaben für Entscheidungen hinsichtlich einer EMR vom Gesetzgeber gebunden, denn eine EMR ist ja kein Geschenk sondern eine beitragspflichtige Absicherung.

Das du aus deinem früheren Arbeitsverhältnis immer noch einen möglichen KG-Anspruch hast zählt aktuell leider nicht mehr, denn der ist nun mal verfallen, denn die 78 Wochen KG-Anspruch gelten nur für den Zeitraum der Blockfrist (dem 3-Jahre). Um jetzt erneut einen KG-Anspruch zu erhalten müßtest du eben wieder eine Arbeit mit einem KG-Anspruch aufnehmen und das dürfte dann wie von dir überlegt mit einem Tag arbeiten wohl kaum gelingen (zumindest hab ich da meine ernsthaften Bedenken).

Wenn du nichts gegen die aktuelle Entscheidung der DRV unternehmen willst - Bitte - das ist alleine deine Entscheidung.

Dann bliebe dir jetzt, dich bei der AfA erneut nach Ende der EMR zu melden und der Arbeitsvermittlung zur Verfügung zu stellen.

Hier frage ich mich dann aber schon, wie das bitte erfolgreich funktionieren soll, sagst du doch selbst das du immer noch so Krank bist das dich deine Ärztin sofort wieder AU schreiben würde. Merkst du - da passt doch irgendwas nicht zusammen -.

Das heißt aber, dass ich nur einen einzigen Tag arbeiten müsste ( das schaffe ich zur Not) um wieder Krankengeld zu erhalten?

und dann

... dann könnte ich mich (theoretisch) am nächsten Tag wieder Krankschreiben lassen ( würde meine Hausäztin sofort machen) und währe dann wieder komplett drin im Sytem?

Wenn dich die AfA nach deiner eigenen Aussage wieder ganz schnell vermitteln würde...

Also, jetzt mal angenommen, Erwerbsminderungsrente wird nicht verlängert, ich bekomme Alg1, ich erhalte einen Arbeitsplatz ( hab leider einen Job wo die Vermittlung rasend schnell gehen wird, selbst wenn man noch so viele Einschränkungen hat)

dann bliebe dir doch eigentlich nur der Weg in einer Fortführung der EMR, oder.

Es wäre da wohl besser, du würdest die Sache mal mit deiner behandelnden Ärztin etwas ausführlicher besprechen, denn letztendlich kennt die ja deinen aktuellen Gesundheitszustand am besten und vor allem weit besser als wir.

Nicht zu vergessen, noch weißt du ja gar nicht wie die DRV bei dir auf einen Weiterbewilligungsantrag entscheiden würde, also ist derzeit doch alles nur ein Blick in die berühmte Glaskugel - nicht wahr.


Grüße saurbier
 

Larsson

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Nur wer auch schwer psychisch Krank ist, der wird sich doch sicherlich auch einen Arzt nehmen der ihm hilft, oder. Gut auch da mag es Menschen geben die dies nicht für notwendig halten mögen, wer weiß schon was im Kopf eines anderen Menschen so vorgeht.
Och, ich habe durchaus Zeiten, in denen ich Therapiemüde bin. Psych. Erkrankungen verlaufen auch in Wellen und es geht einem nicht soooo schlecht. Ich habe z.B. chron. Depression. Ich habe tiefste furchtbar schreckliche Schübe hinter mir, die ich meinem ärgsten Feind nicht wünsche. Und die haben mich auch geschädigt insofern, dass ich große Konzentrationsprobleme habe und viele Menschen dauerhaft nicht aushalte. Ich lasse mich seit Jahren über eine Institutsambulanz behandeln, das hat den Vorteil, dass ich keine Therapien beantragen muss, die irgendwann nicht mehr genehmigt werden. Desweiteren lässt sich die Behandlung einfach besser gestalten, in Zeiten wo es mir relativ gut geht, habe ich nur alle 4 Wochen Termine, Arzt sehe ich nur alle 3 Monate. Und in Zeiten, wo es schlechter geht, lässt sich die Frequenz erhöhen.
 

saurbier

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Hallo Larsson,

nun es ist da wohl so wie ich es bereits ausführte und mein Vorredner ebenso feststellte.

Ob du nun alle 3 Monate oder gar 2 mal im Jahr zum Arzt gehst, wichtig ist doch dabei du gehst hin.

Jemand der allerdings über 3 Jahre EMR ist und in diesen 3 Jahren den Arzt nie wegen seiner Erkrankung aufsucht bzw. benötigt, nun der erweckt nun mal nicht unbedingt den Eindruck das im tatsächlich etwas fehlt, daß er unbedingt einer Frühverrentung bedarf.

Wir sollten dabei bitte nicht vergessen, wir haben es hier mit Behördenentscheider zu tun und die arbeiten zumeist nach Schema F und weniger einfühlsam.


Grüße saurbier
 

Larsson

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@saubier.
Das meinte ich nicht. Ich wollte damit eher sagen, dass man auch bei psych. Erkrankungen, zumindest bei chron. nicht immer sooo regelmässig zum Arzt gehen muss. Ich habe Zeiten, da wäre es mir lieber ich müsste garnicht, weil ich einfach nicht reden will, lieber meine Ruhe hätte, da stressen mich diese Termine eher, als sie helfen. Da es aber gerade bei psych. Erkrankungen oft schwierig ist überhaupt einen Behandlungsplatz zu finden, Wartezeiten bei Therapeuten von 1 Jahr sind keine Seltenheit, dann muss man sich im Prinzip behandeln lassen, auch wenn es Zeiten gibt, wo es nicht ganz so dringend ist.
Und wenn du dann sagst, geht mir ja gerade gut, dann ist der Platz weg, geht es dir dann wieder schlechter, dann hast du im Ernstfall keinen.
 

Muzel

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Ich habe eine Psychotherapie nie bekommen, obwohl ich sie gebraucht hätte und bin jetzt in Dauer-EM.
Der DRV-Berater hat mir gesagt, dass man nur seinen HA angeben sollte für den Weiterbewilligungsantrag, dass würde bei den Leuten klappen. Mach dich nicht verrückt. Kopf hoch und steh das furchtbare Warten durch, beide Daumen und alle großen Onkel drücke ich fest.
 
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