Wann habe ich einen Anspruch auf höheres ALG1? Wegen geplanten 3-Monats-Vollzeitkurs

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Aufgewacht

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Hallo Elo-Gemeinde,

ich habe viel gesucht und keine so richtige Antwort auf meine Frage gefunden.

Ich möchte gerne prüfen, ob ich mir dann zum 1.7.2019 einen 3-Monats-Vollzeitkurs leisten kann. Das geht für mich nur, wenn ich einen höheren ALG1-Anspruch habe.

Zum 1.3.2018 habe ich einen Anspruch auf 360 Tage ALG1 erworben - die ALG1 Höhe beträgt knapp 750 Euro/Monat
Arbeitslos war ich bis Ende April 2018 - 54 Tage wurden verbraucht ... somit verbleibt eine Restanspruchsdauer von 292 Tagen

Seit 1.5.2018 arbeite ich ununterbrochen - der Vertrag wird zum 30.06.2019 auslaufen. (sind dann 14 Monate Beschäftigung)
----> mein Bruttoverdienst ist seit dem durchschnittlich um über 1.000 Euro im Monat höher wie zuvor.

Zu meiner finalen Frage:
Kann ich damit rechnen, dass ich zum 1.7.2019 einen wesentlich höheres ALG1 beanspruchen kann?
---> laut dem ALG1-Rechner der Arge 1.282 Euro (bei knapp 3.400 Euro monatlichen Durchschnittsbruttoverdienst)

Vielen Dank für Eure Unterstützung und wünsche noch frohe Ostern
 

vidar

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Moin @Aufgewacht,

Du bis also in der Lohnsteuerklasse 1 eingegliedert und hast keine Kinder. Wenn dem so ist, ist deine Berechnung korrekt. Ich sehe aber keinen Grund dafür, warum du einen höheren Betrag beanspruchen könntest.

Gegen den von dir angedachten 3 Monats-Vollzeitkurs spricht aber, dass du der AfA jederzeit für die Arbeitsvermittlung zur Verfügung stehen müsstest. Anders verhält es sich nur, wenn der Kursus durch die AfA gefördert und auch finanziert wird.

https://con.arbeitsagentur.de/prod/...ments/Merkblatt-fuer-Arbeitslose_ba015368.pdf

https://con.arbeitsagentur.de/prod/...uments/Merkblatt-6-Weiterbildung_ba015381.pdf
 

vidar

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Hier geht es doch wohl in erster Linie um einen gearbeiteten Zeitraum von 01.05.2018 - 21.06.2019. Die Bemessung des ALG-1 erfolgt standardmäßig mittels des Durchschnittsgehalts der letzten 12 Monate vor der Arbeitslosigkeit.

Da der TE selbst die 3400 € als monatlichen Durchschnittslohn angegeben hat, ist die Berechnung richtig.
 

BerndB

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Jetzt muss ich mich fragen, ob ich etwas falsch verstanden habe:
Aufgewacht hat in den letzten 14 Monaten ca. 3.400€ verdient. Davor bis 28.02.2018 1.000€ weniger, also ca. 2.400€.
Dann wird doch zunächst das Alg aus den letzten 14 Monaten berechnet, was ja deutlich höher liegen sollte als das Alg ab 01.03.2018. Im 2. Schritt wird dann verglichen, ob er
  • vorher ein höheres Alg erhalten hat
    (was das jetzt berechnete Alg erhöhen würde - war aber nicht der Fall)
    und ob
  • noch ein Alg-Restanspruch vorhanden ist
    (was die neue Alg-Dauer verlängern kann/wird).
Dann muss er doch jetzt mehr Alg als vor 14 Monaten erhalten.
 
Zuletzt bearbeitet:

vidar

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Auszug von: Anspruch, Höhe, Dauer – Arbeitslosengeld (Quelle: Bundesagentur für Arbeit)
Die Höhe des Arbeitslosengeldes ist gesetzlich geregelt. Sie beträgt in der Regel 60 Prozent des pauschalierten Nettoentgelts (auch Leistungsentgelt genannt). Wenn ein Kind oder mehrere Kinder berücksichtigt werden können, erhöht sich das Arbeitslosengeld auf 67 Prozent. Auch die Steuerklasse beeinflusst die Höhe des Arbeitslosengeldes.

Gut zu wissen: Sie haben in den letzten beiden Jahren, bevor Sie arbeitslos wurden, durchschnittlich mindestens 10 Prozent mehr verdient? Dann haben Sie Anspruch darauf, dass der Bemessungszeitraum auf 2 Jahre ausgedehnt wird. Ihr Arbeitslosengeld fällt dann entsprechend höher aus. Die Nachweise (Bescheinigung des Arbeitgebers und Lohnabrechnungen) bringen Sie am besten gleich mit, wenn Sie sich persönlich arbeitslos melden.
Der Hinweis bei >Gut zu wissen< würde dann angewendet werden können, wenn der TE vor den 14 Monaten mehr verdient hätte.
 

BerndB

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Der Hinweis, auf den du dich in >Gut zu wissen< berufst, lautet
Dann haben Sie Anspruch darauf, dass der Bemessungszeitraum auf 2 Jahre ausgedehnt wird.
Unabhängig davon, ob der Verdienst früher höher oder niederer war, gilt folgende allgemeine Regelung:
Wurde eine Beitragszeit für einen neuen Anspruch einmal verwendet/verwertet, kann darauf nicht mehr zurückgegriffen werden. An die Stelle
"Ausdehnung auf 2 Jahre, wenn der frühere Verdienst wesentlich höher war"
tritt die Regel
"Haben Arbeitslose innerhalb der letzten zwei Jahre vor der Entstehung des Anspruchs Arbeitslosengeld bezogen, ist Bemessungsentgelt mindestens das Entgelt, nach dem das Arbeitslosengeld zuletzt bemessen worden ist. "
 

Aufgewacht

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Vielen Dank für eure Kommentare.

Auf Nachfrage habe ich von der Arge ein offizielles Schreiben erhalten. Dies findet ihr im Anhang - geschwärzt.

Kurzfassung: Nach 12-monatiger Beschäftigung wird ALG1-Höhe Neu berechnet. Die Anspruchsdauer beträgt 6 Monate und wird auf die bestehende Restanspruchsdauer angerechnet, längstens jedoch auf 12 Monate.

Ich werde versuchen herauszufinden, welche Unterlagen notwendig sind, damit die neue Anspruchshöhe genau dargestellt werden kann
 

Anhänge

  • AW von Arge wg ALG1-Anspruch geschwärzt 27-04-2019.pdf
    262,5 KB · Aufrufe: 62

BerndB

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Ich werde versuchen herauszufinden, welche Unterlagen notwendig sind, damit die neue Anspruchshöhe genau dargestellt werden kann
Zentrales Dokument: Arbeitsbescheinigung.
Aus der bescheinigten Dauer wird festgestellt, ob ein neuer Anspruch entstanden ist. Aus den Angaben zum Verdienst wird die Höhe des Alg berechnet.
 
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