Wann endet der Anspruch auf ALG I bei Leistungsfortzahlung nach § 146 SGB III?

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

Jeopa

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
30 Juni 2018
Beiträge
8
Bewertungen
0
Hallo,
weiß jemand, wie es sich verhält, wenn man im Bezug von ALG I ist und nach § 146 SGB III (nebst § 145 SGB III) eine Leistungsfortzahlung beantragt und bewilligt bekommen hat und der bewilligte Zeitraum für ALG I endet?
Zu Beginn des ALG I Bezuges wurde man von der Amtsärztin vom Arbeitsamt für 1 Jahr zurückgesellt.
Kommt man nach Ablauf des ALG I-Bezuges nun in den ALG II-Bereich?

LG Jeopa
 
E

ExUser 2606

Gast
Man nekommt nur so lange ALG I, wie man Anspruch hat.

Ob man danach ALG II bekommt, richtet sich nach der Bedürftigkeit und ob man überhaupt einen Antrag stellt.
 

Jeopa

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
30 Juni 2018
Beiträge
8
Bewertungen
0
Danke für Ihre Antwort. Ist mit Anspruch der Bewilligungszeitraum des Bewilligungsbescheides gemeint? Oder kann ein Anspruch auch darüber hinaus gehen?
 
E

ExUser 2606

Gast
Das ist genau der Zeitraum auf dem Bewilligungsbescheid. Es gint eine Mölichkeit der verlängerung durch eine Weiterbildug, aber das dürfte bei Nahtlosigkeits-ALG eher selten vorkommen und dann gibt es auch wieder einen neuen Bescheid.
 

Jeopa

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
30 Juni 2018
Beiträge
8
Bewertungen
0
Ok, vielen Dank. Also hat die Rückstellung der Amtsärztin für 1 Jahr keine Auswirkung auf die Dauer der Bewilligung von ALG I?
 

Jeopa

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
30 Juni 2018
Beiträge
8
Bewertungen
0
Ok, vielen Dank für Ihre Hilfe.
Demnach müsste jetzt schon eine Antrag auf ALG II gestellt werden, wenn noch die Reha vor einem liegt und die Bewilligung ALG I z.b. Ende Februar endet?
Wirklich toll, dass man hier Antworten auf für einem doch wichtige Fragen erhält. Daumen hoch :)(y)
 

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 November 2009
Beiträge
11.440
Bewertungen
15.183
Hallo Jeopa,

weiß jemand, wie es sich verhält, wenn man im Bezug von ALG I ist und nach § 146 SGB III (nebst § 145 SGB III) eine Leistungsfortzahlung beantragt und bewilligt bekommen hat und der bewilligte Zeitraum für ALG I endet?

Entschuldigung aber ich verstehe deine Anfrage nicht wirklich ... denn auf die Anwendung von § 146 SGB III kann man keinen "Antrag" stellen, das wird "automatisch" angewendet (von der AfA) wenn man länger als 6 Wochen AU geschrieben ist (vom behandelnden Arzt) und dann zur Krankengeldzahlung von der AfA an die KK abgegeben wird ...
Eine Leistungsfortzahlung darüber hinaus ist im Gesetz bei AU NICHT vorgesehen und der § 145 kommt nur dann zum Tragen wenn man aus dem Krankengeld bereits "ausgesteuert" wurde (also der Anspruch an die KK bereits abgelaufen ist) ... in der Regel nach 78 Wochen Krankengeld-Bezug von der Krankenkasse innerhalb einer Blockfrist von 3 Jahren für diese Krankheit.

Dann darf nach 6 Wochen (trotz weiterer Leistungseinschränkungen) von der AfA sowieso nicht mehr eingestellt werden, weil man sonst gar kein Geld mehr bekommt ... ein Antrag dazu ist also völlig überflüssig.
Es handelt sich also nicht um einen besonderen "Gnaden-Akt" der AfA-Ärztin sondern wohl eher um das übliche Vorgehen nach einer Aussteuerung aus dem Krankengeld.

Zu Beginn des ALG I Bezuges wurde man von der Amtsärztin vom Arbeitsamt für 1 Jahr zurückgesellt.

Was immer das nun also bedeuten mag, kann die "Amts-Ärztin" der AfA dich nur nach einer Aussteuerung aus dem Krankengeld "zurückstellen", sie teilt den Arbeitsvermittlern mit, dass du aktuell nicht vermittelt werden kannst und du bekommst trotzdem dein Geld.
In der Regel wird man dann aber (schriftlich) aufgefordert eine Reha-Maßnahme bei der DRV oder eine EM-Rente zu beantragen ... das ist natürlich auch etwas vom Lebensalter abhängig.

Dass da dann so gar nichts passiert ist in deinem Falle wäre sehr ungewöhnlich ...
Bei ALGI wegen "normaler" Arbeitslosigkeit geht das so NICHT, weil dann nach 6 Wochen AU der Übergang zur KK (nach § 146 SGB III) gesetzlich vorgeschrieben ist ... schon um dein ALGI nicht sinnlos für Krankheitszeiten zu verschwenden.

Kommt man nach Ablauf des ALG I-Bezuges nun in den ALG II-Bereich?

Dazu wurde dir ja schon richtig geantwortet, da kommt man nicht einfach so hin, das muss man früh genug beantragen wenn man sonst keine Mittel für den Lebensunterhalt mehr haben würde nach Ablauf des ALGI.
Darauf hat nicht Jeder Anspruch, das ist "Sozial-HILFE" für Arbeitslose und der tatsächliche Bedarf dafür wird sehr gründlich geprüft.

MfG Doppeloma
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten