Wann darf Strom abgeschaltet werden? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Volker Wulle

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Hallo an Alle,
meine Frage ist momentan noch nicht akut, dürfte allerdings in den nächsten Monaten zu einem Problem für mich werden.
Dass die Stromkosten ständig steigen, ist leider Fakt.
Im letzten Jahr gab es von meinem Energieanbieter "Süwag" eine Nachforderung von 15 EUR, obwohl ich weniger Strom verbrauchte, die ich ignorierte und bis heute keine Mahnung bekommen hatte.
Ich befürchte allerdings, dass ich mich aufgrund der nächsten Abrechnung im Oktober einer größeren Nachforderung ausgesetzt sehe, die ich nicht bezahlen kann.
Mein jetziger Abschlag pro Monat beläuft sich auf 68 EUR (Durchlauferhitzer für Warmwasser/das JC bezahlt mir etwas über 8 Eur dazu), den ich regelmäßig überweise.
Meine Frage: Darf ein Energieanbieter wegen Zahlungsunfähigkeit für Nachforderungen den Strom sperren?
Hat jemand von euch Erfahrungen zu diesem Thema?
Gruß - Volker
 

Jurschi9

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Volker Wulle

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Hallo Jurschi9,
das mit den Mahnverfahren ist mir schon klar.
Nach Abzug meiner Fixkosten verbleiben mir 129 Eur im Monat zum Leben, eine günstigere Wohnung habe ich noch nicht gefunden. Von daher wäre selbst eine Ratenzahlung nicht zu stemmen.
Eine Stromsperre ist schon mit einer Obdachlosigkeit vergleichbar; da geht nichts mehr.
Danke für deine Antwort - Gruß Volker
 

Piedro

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hallali.

erst kommt die forderung. dann die erste, dann die zweite mahnung, die gleichzeitig die androhung der sperre ist, mit zahlfrist. dann kommt der gelbe schein, auf dem der termin steht, wann der aussendienst dir die ehre gibt. mit einer fristsetzung zum einzahlen und einer faxnummer für den eildienst.

wenn es zum gelben zettel gekommen ist, hilft nur noch sofort zahlen und den beleg faxen. vorher kannst du anrufen und landest bei einem freundlichen und höchstkompetenten callcenteragent. der schaut nach deinen bonitätspunkten, die ergeben sich durch mögliche rückstände und mahnungen. nach zwei mahnungen im letzten jahr kann der nix mehr machen. wenn du noch keine mahnung bekommen hast, kann er einen ratenzahlungsplan und eine mahnsperre anlegen. er ist gehalten, dass in möglichst kurzer zeit anzulegen, hat einen spielraum von 6 monaten ohne rücksprache mit vorgesetzen halten zu müssen.

bis jetzt kein problem. wenn du nächste nachzahlung nicht stemmen kannst, melde dich gleich bei denen, ehe es zu einer mahnung kommt. dann stehst du mit den bonitätspunkten gut da und die leute im callcenter haben ihren spielraum.
 
E

ExitUser

Gast
Versuch die 15 Euro zu bezahlen und dann stell einen Überprüfungsantrag.

8 Euro nur für Durchlauferhitzer Strom. Das erscheint mir sehr wenig.
 
E

ExitUser

Gast
Hallo an Alle,
meine Frage ist momentan noch nicht akut, dürfte allerdings in den nächsten Monaten zu einem Problem für mich werden.
Dass die Stromkosten ständig steigen, ist leider Fakt.
Im letzten Jahr gab es von meinem Energieanbieter "Süwag" eine Nachforderung von 15 EUR, obwohl ich weniger Strom verbrauchte, die ich ignorierte und bis heute keine Mahnung bekommen hatte.
Ich befürchte allerdings, dass ich mich aufgrund der nächsten Abrechnung im Oktober einer größeren Nachforderung ausgesetzt sehe, die ich nicht bezahlen kann.
Mein jetziger Abschlag pro Monat beläuft sich auf 68 EUR (Durchlauferhitzer für Warmwasser/das JC bezahlt mir etwas über 8 Eur dazu), den ich regelmäßig überweise.
Meine Frage: Darf ein Energieanbieter wegen Zahlungsunfähigkeit für Nachforderungen den Strom sperren?
Hat jemand von euch Erfahrungen zu diesem Thema?
Gruß - Volker
Schon mal über einen Wechsel des Stromanbieters nachgedacht?

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Konstabler

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Nach Abzug meiner Fixkosten verbleiben mir 129 Eur im Monat zum Leben, eine günstigere Wohnung habe ich noch nicht gefunden.
Was sind denn das für Fixkosten?


Mein jetziger Abschlag pro Monat beläuft sich auf 68 EUR (Durchlauferhitzer für Warmwasser/das JC bezahlt mir etwas über 8 Eur dazu), den ich regelmäßig überweise.
Es kann nicht der Abschlag von 68,--€ sein, der dir das Genick bricht.
 

Jurschi9

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Ist auch eine sehr gute Möglichkeit. Den alten kündigen, beim andern 100€ Prämie kassieren (wird aber erst mit der Jahresrechnung verrechnet). Wenn du beim Neuen bist, schreibt der alte erst die Endrechnung und hat dann keine Möglichkeit der Sperre mehr, weil dich ja der neue beliefert. Dann den alten zwecks Ratenzahlung anschreiben.
Was ich allerdings nicht verstehe: wie kann es dazu kommen, daß man existenzbedrohende Stromnachzahlungen hat? Ich schau halt im Voraus, daß die Abschläge mit den tatsächlichen Verbrauch übereinstimmen.
 

Sonntagsmaja

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Bei uns vor Ort klemmen die Stadtwerke ab, wenn der Zahlungsrückstand 100 Euro und drüber beträgt.
 

OpfersNam

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Bei Rückstand wird gesperrt, das kann ich aus eigener bitterer Erfahrung bestätigen.

Ich würde mal versuchen mal den Verbrauch zu senken. 68 Euro Strom im Monat scheint mir ganz schön viel Holz.
Man bekommt ein Strommessgerät ab 5 Euro. Damit kann man den Verbrauch der einzelnen Geräte bestimmen.
Ganz schlimm sind alte Kühlschränke.
Ein Desktop PC samt Monitor verbraucht gerne mal 150 Watt, wogegen sich ein Laptop mit unter 30 zufrieden gibt.
Beim Fernsehen ist es das gleiche. Eine alte Röhre schluckt gerne mal 100 Watt, ein 22" LCD oft nur 25.
Wenn es geht die Verbraucher an Steckerleisten mit An/Aus Schalter betreiben und abends komplett alles aus, damit geht man dem Standby Verbrauch an den Kragen.
Energiesparlampen und pro Raum am besten nur eine davon.
.
Was am Strom alles dranhängt, merkt man erst, wenn er wirklich mal abgeschaltet ist.
Grüsse OpfersNam
 
G

gast_

Gast
Durchlauferhitzer...denke der frißt am meisten Strom.

Mal dran gedacht eine Zwischenrechnung vom Stromanbieter zu verlangen, um nicht mit so einer hohen Nachforderung konfrontiert zu werden?
Mach ich regelmäßig...
 

OpfersNam

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Durchlauferhitzer...denke der frißt am meisten Strom.
Wenn der eine eigene Sicherung am Sicherungskasten hat, bzw, ansonsten nicht viel mit dranhängt, könnte man den dort stillegen für die Zeit wo er nicht benötigt wird, sofern der keinen eigenen Netzschalter hat.
Solche Teile sind ja oftmals noch aus Zeiten, wo Stromsparen/Stromverbrauch kein Thema war.
OpfersNam
 
E

ExitUser

Gast
Warmwasser per Durchlauferhitzer? dann muss das JC zahlen, guckst Du hier:

Seit der Gesetzesänderung zum 1.4.2011 zählen die Warmwasserkosten zu den Wohnkosten und werden gemeinsam mit den Heizkosten übernommen. Diese Neuregelung betrifft sowohl das Arbeitslosengeld II, als auch die Sozialhilfe und die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Die Regelung gilt rückwirkend seit dem 1 Januar 2011. Dadurch erhalten Leistungsberechtigte, denen das Warmwasser bisher von den Heizkosten abgezogen wurde, eine Nachzahlung für die ersten 3 Monate des Jahres 2011. In der Regel wird diese Nachzahlung erfolgen, wenn Sie die Jahresabrechnung 2011 beim Amt vorlegen. Wenn Ihnen das Geld aber jetzt schon bei den monatlichen Heizkostenvorauszahlungen fehlt, sollten Sie beim Amt die Änderung beantragen. Auch wenn Sie in absehbarer Zeit keine Leistungen mehr vom Amt beziehen werden und dort keine Jahresabrechnung 2011 mehr vorlegen müssen, sollten Sie bereits jetzt auf der Nachzahlung und einer Änderung der Abschlagszahlungen bestehen.

Mehrbedarf für „dezentrale Warmwassererzeugung“
Viele Haushalten werden aber nicht über die Heizung mit Warmwasser versorgt, sondern erwärmen das Wasser mit einem elektrischen oder gasbetriebenen Durchlauferhitzer in der Wohnung. Für diese Haushalte gibt es einen neuen Mehrbedarf für „dezentrale Warmwassererzeugung“. Für jede Person der Bedarfsgemeinschaft wird ein pauschaler Betrag für Warmwasser entsprechend der Tabelle auf der nächsten Seite mit der monatlichen Leistung ausbezahlt - und zwar rückwirkend seit dem 1. Januar 2011. Wenn diese Beträge Ihre Ausgaben für die Strom- oder Gaskosten der Warmwasserzubereitung nicht decken, können Sie - laut Gesetz - höhere Leistungen beantragen. Sie müssen dann aber nachweisen können, wieviel Geld Sie tatsächlich für die Wassererwärmung ausgeben und daß ihre Ausgaben nicht unangemessen hoch sind.

Rückwirkend seit dem 1.1.2011 geltender [§ 21 (7) SGB II / § 30 (7) SGB XII]
 
E

ExitUser

Gast
Wenn der eine eigene Sicherung am Sicherungskasten hat, bzw, ansonsten nicht viel mit dranhängt, könnte man den dort stillegen für die Zeit wo er nicht benötigt wird
Ein Durchlaufehitzer ist kein Warmwasserspeicher. Der ist stillgelegt wenn er
nicht benötigt wird und schaltet sich ein wenn man den Hahn aufdreht.
Solche Teile sind ja oftmals noch aus Zeiten, wo Stromsparen/Stromverbrauch kein Thema war
Ein Durchlauferhitzer ist kein Warmwasserspeicher. Der kann konstruktions-
bedingt keine Stillstandverluste wg. mangelnder Dämmung haben, weil er
bei Stillstand überhaupt nichts verbraucht.
Wirkungsgrad = 100 %. War vor 50 Jahren so und ist heute nicht anders.
 

Nefarian

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Elektrische Versorgungsunternehmen (EVU's) dürfen natürlich den Strom sperren bei Nichtzahlung.
Bei uns verlangen sie sogar eine Vorrauszahlung von einer Monatsmenge, wenn oftmals verzögert bezahlt wird.
Ein Durchlauferzitzer hat eine hohe Anschlussleistung, das heißt aber nicht gleichzeitig, dass er der größte Energiefresser im Haushalt sein muss.
Hier kann man z.B. das Duschverhalten abändern:
1. Nass machen
2. Wasser aus machen (hier wird Strom gespart)
3. Einseifen
4. Abspülen und fertig

Oder beim Spülen des Geschirrs/Reinigen der Küche:
Man kennt das ja, Wischlappen unter Wasser, dann schnell die Oberfläche wischen. Und genau in dieser Zeit warmes Wasser ausstellen.
Einfach warmes Wasser abstellen, wenn man es nicht braucht.

Oft, so meine Erfahrung, wird Energie verpulvert bei Geräten wie E-Herd oder Trockner.
So ein Trockner kann schon echt gutes Geld kosten :biggrin: also im Betrieb.
Am Energiezähler werden kWh (Kilowattstunden) gemessen. Bedeutet also, Energie = Anschlussleistung x Zeit. An der Anschlussleistung kann man meist wenig machen, aber die Zeit kann man oft mindern.
Am besten einmal "Energiesparen" googeln oder auf der Seite Deines EVU's schauen unter einer solchen Rubrik. Da gibts viele viele Möglichkeiten um Saft zu sparen.
Selber habe ich auch einmal gestaunt. Hatte Stom gespart wie geht nicht mehr und dennoch wurde ich in dem monatlichen Beträgen heraufgesetzt...Sicherlich auch eine Abzockmethode der EVU's.

In diesem Zusammenhang möchte ich erwähnen:
Die Grundsicherungsstelle unserer Stadt kürzt Obdachlosen den Stombeitrag mit der Begründung, sie würden ja keinen Strom gebrauchen. Man nimmt jemanden, der nix hat, auch noch was weg - So was von unmoralisch!
Wenn aber ein AlgII-Bezieher zu wenig Geld für die Stromkosten erhält (natürlich mit einer Wohnung), dann wird, wenn überhaupt, eine Zahlung dessen per Darlehen gewährt...
Somit ist im Rahmen der Regelsatzlüge klar, dass zu wenig Regelsatz ausbezahlt wird vom Leistungsträger für eine Existenz.
Insofern es verlässliche Statistiken gibt (z.B. vom Bundesamt für Statistik), sollte man so frech sein und diese zuwenig ausbezahlte Strompauschale im Regelsatz einzuklagen. Frech kommt schließlich weiter :biggrin:
 

ela1953

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Warmwasser per Durchlauferhitzer? dann muss das JC zahlen, guckst Du hier:

Seit der Gesetzesänderung zum 1.4.2011 zählen die Warmwasserkosten zu den Wohnkosten und werden gemeinsam mit den Heizkosten übernommen. Diese Neuregelung betrifft sowohl das Arbeitslosengeld II, als auch die Sozialhilfe und die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Die Regelung gilt rückwirkend seit dem 1 Januar 2011. Dadurch erhalten Leistungsberechtigte, denen das Warmwasser bisher von den Heizkosten abgezogen wurde, eine Nachzahlung für die ersten 3 Monate des Jahres 2011. In der Regel wird diese Nachzahlung erfolgen, wenn Sie die Jahresabrechnung 2011 beim Amt vorlegen. Wenn Ihnen das Geld aber jetzt schon bei den monatlichen Heizkostenvorauszahlungen fehlt, sollten Sie beim Amt die Änderung beantragen. Auch wenn Sie in absehbarer Zeit keine Leistungen mehr vom Amt beziehen werden und dort keine Jahresabrechnung 2011 mehr vorlegen müssen, sollten Sie bereits jetzt auf der Nachzahlung und einer Änderung der Abschlagszahlungen bestehen.

Mehrbedarf für „dezentrale Warmwassererzeugung“
Viele Haushalten werden aber nicht über die Heizung mit Warmwasser versorgt, sondern erwärmen das Wasser mit einem elektrischen oder gasbetriebenen Durchlauferhitzer in der Wohnung. Für diese Haushalte gibt es einen neuen Mehrbedarf für „dezentrale Warmwassererzeugung“. Für jede Person der Bedarfsgemeinschaft wird ein pauschaler Betrag für Warmwasser entsprechend der Tabelle auf der nächsten Seite mit der monatlichen Leistung ausbezahlt - und zwar rückwirkend seit dem 1. Januar 2011. Wenn diese Beträge Ihre Ausgaben für die Strom- oder Gaskosten der Warmwasserzubereitung nicht decken, können Sie - laut Gesetz - höhere Leistungen beantragen. Sie müssen dann aber nachweisen können, wieviel Geld Sie tatsächlich für die Wassererwärmung ausgeben und daß ihre Ausgaben nicht unangemessen hoch sind.

Rückwirkend seit dem 1.1.2011 geltender [§ 21 (7) SGB II / § 30 (7) SGB XII]

Es gibt fürdezentrale Wassererwärmung aber nur 8,60 im Monat. Das reicht nicht. Hätte man einen separaten Zähler, würde das Jobcenter die tatsächlichen Kosten übernehmen.

Wenn ich wüsste, wie son Teil eingebaut wird, hätte ich längst eins.
 
G

gast_

Gast
Es gibt fürdezentrale Wassererwärmung aber nur 8,60 im Monat. Das reicht nicht. Hätte man einen separaten Zähler, würde das Jobcenter die tatsächlichen Kosten übernehmen.

Wenn ich wüsste, wie son Teil eingebaut wird, hätte ich längst eins.
Beim Versorger erkundigen -einbauen tun die selbst
 
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Unter 100 € hat der Versorger nur den zivilen Rechtsweg zur Verfügung. (GVVStrom)

Dein Stromkostenmehrbedarf ist ein deutlicher Hinweis dass die 8 € zus. nicht konstendeckend sind. Ein Antrag bei JC auf Übernahme der Stromkosten über den Ansatz in der EVS könnte Erfolg bringen.

800 € für Strom? Heizt Du damit? Das sind mehr als 3.000 kWh !
 
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