Wann beim Arbeitsamt melden , welche Anträge stellen, usw... ?

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Grashalm

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Hallo mein Krankengeld läuft am 24.11.2019 aus .Nun habe Ich am 20.08 2019 Post von der Krankenkasse bekommen mit dem Hinweis ich sollte mich umgehend wegen Arbeitslosengeld beim Arbeitsamt melden. Meine Frage hierzu : Gibt es hier eine Frist zum melden beim Arbeitsamt ,oder muß das sofort nach erhalt der Post ( wäre jetzt bei mir eh schon zuspät ) sein ? Und welche Anträge muß ich hier stellen ? Ich habe noch einen bestehenden Arbeitsvertrag, und bin weiterhin AU. Und die nächste Frage wäre. Muß ich dem Arbeitsamt sagen wegen was ich Krankgeschrieben bin, oder bleibt das mein Geheimnis ? Und besteht vielleicht die möglichkeit die Anträge was eventuell vom Arbeitsamt benötigt werden auch vorab online schon mal auszufüllen ? Und zum Schluss noch. Wie läuft das dann in Zukunft mit meiner AU und dem Arbeitsamt ? Ich meine muß ich meine Krankmeldung dann beim Arbeitsamt abgeben, oder weiterhin beim Arbeitgeber ? Viele Fragen sorry hierfür.

Gruß Grashalm
 

Kerstin_K

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Ganz ruhig bleiben. Wenn Du dihc mal so Anfang November bei der AfA meldest, dann reicht das dicke aus, anderenfalls nerven die dich nur unnötig.

Bitte nicht den Online Antrag benutzen, der ist für ALG I nach aussteuerung aus dem Krankengeld nicht geeignet.

Du lässt Dich dann bitte wieter krankschreiben, die Krankmeldung geht auch bitte weiter an deinen Areitgeber, sonst musst du ja da zur Arbeit erscheinen. Auch an die Kranenkasse weiter die AU-Bescheinigung schicken, aber bitte nicht bei der AfA vorlegen.

Mit einem Sachbearbeiter sprichst du itte nict über deine Erkrankung. Du bekommst dann einen Gesundheitsfragebogen und Schweigepflichtentbindungen, damit der ärztliche Dienst Dein Reatleistungsvermögen festetellen kann. Diese Unterlagen sind freiwillig und sollten nicht über den Schreitisch Deines SB laufen, sondern nur zum ärztlichen Dient geschickt werden.
 

Bertolino

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Hallo, Grashalm,

mit dem Hinweis ich sollte mich umgehend wegen Arbeitslosengeld beim Arbeitsamt melden.
Genau, bleib gelassen. "Theoretisch" könntest du wieder arbeitsfähig werden. Deswegen gehst du erst kurz vor der Aussteuerung zur AfA.

Und welche Anträge muß ich hier stellen ?
Du meldest dich ein bis zwei Wochen vor der Aussteuerung persönlich bei der AfA wegen deiner Aussteuerung und stellst dich mit deinem Restleistungsvermögen zur Verfügung. Bitte vor Ort nichts unterschreiben. Vielleicht hast du einen Beistand, der zusammen mit dir zur AfA geht. Nimm alle Unterlagen mit nach Hause und fülle nach dem Muster von Doppeloma aus.

Kann jemand den link einstellen?

Ich habe noch einen bestehenden Arbeitsvertrag, und bin weiterhin AU.
Du gibst auch nur die letzte AUB vor der Aussteuerung bei der AfA ab, alle weiteren AU gehen an die KK und den AG.


Muß ich dem Arbeitsamt sagen wegen was ich Krankgeschrieben bin,
Im Gegenteil, das geht nur die behandelnden Ärzte und dich selbst etwas an. Die AfA ist für die Arbeitsvermittlung und das ALG zuständig und kann nicht ärztliche Unterlagen beurteilen.

Und besteht vielleicht die möglichkeit die Anträge was eventuell vom Arbeitsamt benötigt werden auch vorab online schon mal auszufüllen ?
Bitte nicht online. Das ist nicht nur bei mir schon schief gegangen. Das online- Formular sieht nämlich deine besondere Situation gar nicht vor. Du hast noch einen bestehenden Arbeitsvertrag, bist also gar nicht arbeitslos, lediglich weiterhin arbeitsunfähig, und für Leute wie dich gibt es die sog. Nahtlosigkeitsregelung.

Ich meine muß ich meine Krankmeldung dann beim Arbeitsamt abgeben,
Wenn du das also machst, wird dir die AfA voraussichtlich nach sechs Wochen das ALG streichen, weil du "dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehst". Ich weiß, das ist ziemlich verwirrend, allerdings stehst du damit nicht allein.

Gruß
Bertolino
 

Grashalm

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Ich danke euch allen für eure ausführlichen Antworten.Also so wie ich das jetzt verstanden habe gebe ich meine AU Meldungen nach meiner Aussteuerung nicht beim Arbeitsamt ab sondern beim Arbeitgeber und der KK. Und wenn man zu so einer Feststellung meines Restleistungsvermögen beim Arbeitsamt antreten muß/ kann/ soll ich da Atteste/Reha Abschlusbericht usw.. mitnehmen,oder interessiert es da niemanden ?. Was genau erwartet mich eigendlich bei so einer Restleistungsfestellung ? Und ich muß bei einem Persönlichen Erscheinungstermin ( wegen Arbeitslosengeld1 ) meiner Sachbearbeiter/rin nicht erklären an was ich erkrankt bin und wie der Heilungsverlauf aussieht. Wie sieht es mit diesem Gesundheitsfragebogen aus ? Einmal liest man das ausfüllen sei Freiwillig, anderseits liest man aber auch das bei einer Verweigerrung mancher Angaben man Probleme beim genehmigen des ALG 1 bekommen könnte. Und kann bitte einer mal denn von Bertolino schon erwähnten link von Doppeloma einstellen wo man sieht wie man die Unterlagen am besten ausfüllt ? Wer kann hierzu mir vielleicht etwas genaueres erzählen.Ich bedanke mich bei allen schon mal im vorraus die mir hier bei meinen Fragen weiterhelfen.

Gruß Grashalm
 

Antik 63

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Hallo Grashalm,:welcome:
Hallo Bertolino,
Du meldest dich ein bis zwei Wochen vor der Aussteuerung persönlich bei der AfA wegen deiner Aussteuerung und stellst dich mit deinem Restleistungsvermögen zur Verfügung. Bitte vor Ort nichts unterschreiben. Vielleicht hast du einen Beistand, der zusammen mit dir zur AfA geht. Nimm alle Unterlagen mit nach Hause und fülle nach dem Muster von Doppeloma aus.

Kann jemand den link einstellen?
Ja das kann ich,hier ist der Link.


@ Grashalm du bist ja schon im richtigen Thema,hier kannst du selber schon ganz viel nachlesen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Doppeloma

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Hallo Grashalm, :welcome:

Hallo mein Krankengeld läuft am 24.11.2019 aus .Nun habe Ich am 20.08 2019 Post von der Krankenkasse bekommen mit dem Hinweis ich sollte mich umgehend wegen Arbeitslosengeld beim Arbeitsamt melden.

Da hast du ja noch massig Zeit und es genügt völlig wenn du dich Mitte November deswegen bei der AfA melden wirst ... "Arbeits-AMT" war früher, inzwischen ist es die "Agentur für Arbeit" (AfA).
Darf man fragen wie alt du bist, um deine realen Chancen abzuschätzen, wie die AfA dann (vermitlich) mit dir umgehen könnte ???

Meine Frage hierzu : Gibt es hier eine Frist zum melden beim Arbeitsamt ,oder muß das sofort nach erhalt der Post ( wäre jetzt bei mir eh schon zuspät ) sein ?

Wie dir bereits mitgeteilt wurde wird die AfA erst zuständig wenn deine Aussteuerung dann tatsächlich Ende November erfolgen wird, bis dahin kann noch viel passieren und dann wirst du vielleicht gar nicht ausgesteuert, weil noch vorher ein gesundheitliches "Wunder" passiert.
Dafür KANN es keine Fristen geben, die gelten nur bei Eintritt von "echter" Arbeitslosigkeit, die sind eben früh dran bei deiner KK dir das mitzuteilen.
Bedeutet wohl, dass ihnen sonst nichts mehr einfällt, das noch zu verhindern (bis dahin zahlen zu müssen) wenn du weiter AU geschrieben wirst vom Arzt.

Und welche Anträge muß ich hier stellen ? Ich habe noch einen bestehenden Arbeitsvertrag, und bin weiterhin AU.

Ganz einfach, du stellst den Antrag auf ALGI und welches Muster du dabei zu Hilfe nehmen solltest wurde dir ja schon verlinkt ... es hat sich (offenbar) schon tausendfach bewährt nach Aussteuerungen aus dem Krankengeld.

Dein bestehendes Arbeitsverhältnis hat in diesem Falle keine besondere Bedeutung (es "ruht" nach der Auststeuerung), nach der Sonderregelung § 145 SGB III hast du trotzdem ALGI zu bekommen weil du dort ja offenbar aus gesundheitlichen Gründen immer noch nicht (wieder) arbeiten kannst.
Was sonst vielleicht noch gehen könnteam Arbeitsmarkt hat dann der Arzt vom ÄD der AfA festzustellen und mit diesem "Restleistungs-Vermögen" musst du dann auch der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stehen (WOLLEN).

Du hast ja wirklich noch sehr viel Zeit bis es dann ernst wird damit, also lies dir fleißig die Beiträge / Antworten dazu durch die ich schon so oft geschrieben habe, dass ich das jetzt aktuell nicht erneut machen möchte ... :icon_evil:


Unter weiteren Stichworten kannst du auch noch weitere Themen und Beiträge dazu finden, zusätzliche Verständnis-Fragen werden natürlich dann gerne noch beantwortet.
Dein Fall der Aussteuerung ist jedenfalls bisher als "ganz normaler Fall" dieser Art anzusehen ... dafür gibt es schon massenhaft Erklärungen und Informationen.

Ich danke euch allen für eure ausführlichen Antworten.Also so wie ich das jetzt verstanden habe gebe ich meine AU Meldungen nach meiner Aussteuerung nicht beim Arbeitsamt ab sondern beim Arbeitgeber und der KK.

Völlig richtig erkannt, denn für die AfA musst du ja (fiktiv / theoretisch mit deinem "Restleistungsvermögen") vermittelbar sein und darum bekommt die AfA (nach einer Aussteuerung) KEINE AU-Bescheinigung von dir ...

Und wenn man zu so einer Feststellung meines Restleistungsvermögen beim Arbeitsamt antreten muß/ kann/ soll ich da Atteste/Reha Abschlusbericht usw.. mitnehmen,oder interessiert es da niemanden ?.

"Müssen" musst du nichts davon (die ganzen Gesundheits-Unterlagen sind freiwillig), lies dir erst mal Einiges durch, dazu gibt es auch schon genug Infos, es kommt schon ein wenig darauf an in welchem Rahmen deine Einschränkungen bei der Vermittlung berücksichtigt werden müssen ... das solltest du natürlich auch entsprechend medizinisch belegen können.
An Reha-Berichten ist die AfA meist sehr interessiert (was nicht bedeutet, dass du den auch abgeben musst wenn du das NICHT willst), wann war denn diese Reha immerhin soll ja dein Leistungsbild aktuell NACH der Aussteuerung festgestellt werden und das wird erst im November sein. :icon_kinn:

Dazu werden wir uns wohl noch rechtzeitig mit dir austauschen können ... was da sinnvoll wäre und was eher nicht ...

Was genau erwartet mich eigendlich bei so einer Restleistungsfestellung ?

Meist nicht viel wie du häufig nachlesen kannst, du gibst Unterlagen ab beim ÄD und der macht daraus (überwiegend) ein "Gutachten" nach Aktenlage ...

Und ich muß bei einem Persönlichen Erscheinungstermin ( wegen Arbeitslosengeld1 ) meiner Sachbearbeiter/rin nicht erklären an was ich erkrankt bin und wie der Heilungsverlauf aussieht.

WARUM solltest du das einem Arbeitsvermittler erklären müssen, es sei denn da ist ein "Dr. med.-Schild" an der Büro-Türe, dann kannst du ja noch mal drüber nachdenken ... o_O

Genau dafür ist ja der ÄD zwingend einzuschalten, dass du nicht ganz gesund bist, dürfte ja schon aus der Tatsache hervorgehen, dass du als Ausgesteuert aus dem Krankengeld (nach 78 Wochen AU) zur AfA gekommen bist ... über deine Krankheiten sprichst du NUR mit einem Arzt, das gilt natürlich auch für Gepräche zu Therapien und Behandlungen ...
Davon hat die doch gar keine Ahnung und kann gar nicht beurteilen was das für deine "Restleistungsfähigkeit" bedeutet, darum soll das ja ein Arzt überprüfen und der sitzt beim ÄD und NICHT im Vermittlerbüro.

Wie sieht es mit diesem Gesundheitsfragebogen aus ? Einmal liest man das ausfüllen sei Freiwillig, anderseits liest man aber auch das bei einer Verweigerrung mancher Angaben man Probleme beim genehmigen des ALG 1 bekommen könnte.

Gesundheits-Unterlagen und Unterschriften sind IMMER FREIWILLIG, die sind gar nicht relevant für deinen Antrag / Anspruch auf ALGI ... ganz EGAL was man dir dazu erzählen könnte oder "was man dazu so irgendwo lesen kann" ...

Die einzige Unterschrift, die du wirklich leisten musst ist die auf dem Formular-Antrag, um ALGI zu beantragen ... einen Antrag muss man nun mal unterschreiben, damit der rechtswirksam gestellt wurde und auch beim Amt bearbeitet werden muss.

Wer kann hierzu mir vielleicht etwas genaueres erzählen.Ich bedanke mich bei allen schon mal im vorraus die mir hier bei meinen Fragen weiterhelfen.

"Erzählen" ist ganz schlecht aber nachlesen kannst du dazu schon ganz viel und das solltest du auch tun, genug Zeit hast du ja noch ... darfst dir auch was ausdrucken / abschreiben was dir wichtig genug erscheint dafür und natürlich auch nachfragen wenn du was nicht verstanden hast ... wir lesen uns sicher auch wieder ...

MfG Doppeloma
 

Grashalm

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Hallo Doppeloma,
Danke erstmal für deine sehr Ausführlichen Antworten. Meine Reha Entlassung war Anfang August 2018.Ich werde dieses Jahr 51 Jahre alt.Was meinst du werden sie bei der AFA wohl mit mir vorhaben ? Und noch eine Frage zum Restleistungsvermögen. Wie wird das genau festgestellt ? Heißt nach Aktenlage das ein AFA angestellter Arzt diese nach meinen mitgebrachten Attesten/Unterlagen feststellt ,oder kann es auch sein das man einfach neu Untersucht wird ? Und was wenn der nette Herr zu dem Entschluß kommt das man ja doch zur Arbeit gehen könnte,weil man ja doch nicht so Krank ist.Oder endscheidet er nur das Restleistungsvermögen an sich ? Irgendwie kapier ich das nicht.

Gruß Grashalm
 

saurbier

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Hallo Grashalm,

mach dir jetzt doch noch nicht so einen Kopf, deine Aussteuerung läuft doch erst am 24.11. ab und bis dahin kann noch viel passieren.

Sofern der äD Gutachter der AfA ein Gutachten (meistens) nach Aktenlage anfertigt, dann wird er all deine gesundheitlichen EInschränkungen aus dem Reha-Abschlussbericht übernehmen und auf deinen Beruf bezogen (oder dem allgemeinen Arbeitsmarkt hin) entsprechende Einschränkungen für die Arbeitsvermittlung festlegen, welche dann die Vermittler bei einer möglichen Zuweisung für eine neue Arbeitsstelle zu berücksichtigen haben.

Du kannst ja anhand des dir bereits vorliegenden Reha-Abschlussberichtes selbst sehen, wozu du mit deinen Krankheiten noch in der Lage wärst eine Arbeit ggf. aufzunehmen. Hier kommt es dann ja auch darauf an, in welchen Rahmen dich die Reha-Klinik grundsätzlich noch arbeitfähig sieht (unter 3 Std./tägl., 3-6 Std./tägl. oder eben mehr als 6 Std./tägl.), denn davon hängt es unter anderem auch ab ob dir die DRV ggf. eine EMR oder was anderes (z.b. LTA) anbietet.

Warte also erst einmal ab, was sich bis zum 24.11. noch alles ergibt.


Grüße saurbier
 

Doppeloma

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Hallo Grashalm,

Meine Reha Entlassung war Anfang August 2018.Ich werde dieses Jahr 51 Jahre alt.

Liegt dir der Reha-Bericht auch selber vor, sonst solltest du den mal (in Kopie) anfordern bei der DRV oder bei dem Arzt der den (von der Klinik) bekommen hat.
Wie schon mein Vorschreiber angemerkt hat wird sich der ÄD der AfA da gerne "anschließen", denn in so einer Reha wird ja deine gesamte Erwerbsfähigkeit geprüft und beurteilt (nach den Kriterien der DRV / des Rentenrechtes) und diese Leistungs-Einschätzungen (Beruf / letzte Tätigkeit / allgemeiner Arbeitsmarkt) haben einen hohen Stellenwert im weiteren Verfahren.

Richtung EM-Rente ging das Reha-Ergebnis ja offenbar nicht, eine "Umdeutung" wäre längst abgeschlossen, wenn man (bei der DRV) dieser Ansicht gewesen wäre nach der Reha (das in EM-Rente "umzudeuten", weil du nicht mehr weiter arbeiten gehen KANNST), dafür liegt diese Reha also schon zu lange zurück.

Ich nehme an, du wurdest AU entlassen um zu verhindern, dass du an den vorhandenen Arbeitsplatz (sofort) zurück kehren musst ... wie man (in der Reha) die Prognosen dafür eingeschätzt haben könnte, wäre eben im umfassenden Reha-Bericht nachzulesen (falls du das noch nicht getan hast), davon wird viel abhängen, wie man bei der AfA dann mit dir "umgehen" wird.
Generell wird bei Ausgesteuerten im Arbeitsverhältnis vorrangig versucht, sie wieder an den vorhandenen Arbeitsplatz zurück geben zu können, das versucht man auch über eine "Bescheinigung" (Eigenkreation der AfA OHNE Rechtsgrundlagen dafür zu haben oder anzugeben) die der AG dafür ausstellen soll, die ist aber GAR NICHT offiziell und noch weniger rechtlich zulässig.

Dein AG muss (lt. Gesetz) nur deine Lohnbescheinigung ausfüllen, damit das ALGI berechnet werden kann.
Trotzdem wird man behaupten, dass DU diese Bescheinigung (bei deinem AG) erst besorgen musst, weil du sonst kein ALGI bekommst (Anfragen an AG die rechtlich zulässig sind kann und darf die AfA aber SELBER und DIREKT an den AG richten, damit muss sie NICHT den "Kunden" beauftragen :icon_evil: ).
Welche (theoretischen) Möglichkeiten es geben könnte dich weiter zu beschäftigen, sollte (nach der schon lange bestehenden AU) längst geklärt sein zwischen dir und deinem AG, der KANN auch für die AfA gar nicht bestimmen, ab wann du (nach seiner Ansicht) die Arbeit wieder aufnehmen könntest und unter welchen gesundheitlichen Bedingungen. :icon_evil:

Denn darüber entscheiden weiterhin NUR deine behandelnden Ärzte ... das gilt genau so für das Gutachten zu deinem "Restleistungsvermögen" bei der AfA ... der ÄD hat KEINE Befugnis deine AU-Bescheinigung aufzuheben, du musst aber trotzdem bereit sein dich in eine (gesundheitlich mögliche) andere Tätigkeit vermitteln zu lassen.

Was meinst du werden sie bei der AFA wohl mit mir vorhaben ?

Allgemein wird die AfA immer vor haben, dich möglichst schnell aus dem Leistungsbezug wieder los zu werden, denn die "Ausgesteuerten" werden immer mehr zum "finanziellen Verlustgeschäft" für die AfA ... dafür ist man sehr "erfinderisch" (auch am Gesetz vorbei) und man kann aktuell noch nicht einschätzen, was denen dazu bis November noch "Neues" einfallen wird ...

Mit 51 Jahren sollst du immerhin noch rund 16 Jahre arbeiten und "einzahlen", ehe du mal an reguläre Rente denken kannst ...
Zunächst mal wäre wichtig, dass DU dir selber darüber Gedanken machst, wie dein weiteres berufliches Leben aussehen könnte oder ob dir (rein gesundheitlich) nur der Weg bleibt eine EM-Rente zu beantragen und dann (hoffendlich) auch irgendwann bewilligt zu bekommen.
Dabei wird immer der Reha-Bericht eine wichtige Rolle spielen und die (meist sehr positiven) "Prognosen", die darin für dich in der Reha erstellt wurden ...

Darüber wird sicher noch weiter und intensiver zu "reden" sein ..

Und noch eine Frage zum Restleistungsvermögen. Wie wird das genau festgestellt ? Heißt nach Aktenlage das ein AFA angestellter Arzt diese nach meinen mitgebrachten Attesten/Unterlagen feststellt ,oder kann es auch sein das man einfach neu Untersucht wird ?

Für die "richtige" Aktenlage kannst du am besten dann selber sorgen, "Atteste" sind überflüssig, es genügen "passende" Berichte und Befund-Unterlagen, die es ja schon reichlich geben sollte bei deinen behandelnden Ärzten (die kannst du dir ausdrucken lassen für diesen Zweck).
Auf die Leistungs-Einschätzung der Reha wird man (vermutlich) auch nicht verzichten wollen, den kompletten Reha-Bericht musst du NICHT einreichen wenn du das nicht willst.
Es kommt eben sehr auf den Inhalt an, ob das "Sinn" machen könnte oder nicht.

Man wird eventuell darauf verzichten dich auf deinen AG "zu hetzen" (wegen dieser unzulässigen "Bescheinigung") wenn im Reha-Bericht schon klar drin steht, dass du dort (aus gesundheitlichen Gründen) in KEINEM Falle mehr weiter arbeiten KANNST. :icon_kinn:
Trotzdem warne ich schon jetzt davor nun selber zu kündigen (oder einen "verlockenden Aufhebungsvertrag" zu unterschreiben), denn dafür kannst du 12 Wochen gesperrt werden bei der AfA ...
Es ist auch gesetzlich gesehen NICHT nötig, um nach der Aussteuerung ALGI bekommen zu können. :icon_evil:

Es ist auch möglich, dass du zur Untersuchung beim ÄD eingeladen wirst, dann solltest du wichtige (und möglichst aktuelle) medizinische Unterlagen in Kopie ergänzend noch dabei haben.

Und was wenn der nette Herr zu dem Entschluß kommt das man ja doch zur Arbeit gehen könnte,weil man ja doch nicht so Krank ist.Oder endscheidet er nur das Restleistungsvermögen an sich ? Irgendwie kapier ich das nicht.

Richtig, der ÄD der AfA entscheidet NICHT zu deiner AU-Bescheinigung sondern soll NUR dein "Restleistungsvermögen" für die Zwecke der AfA (= Arbeitsvermittlung) feststellen und wird deine konkreten Einschränkungen dabei dann dem zuständigen Arbeitsvermittler (Teil B des ÄD-Gutachtens) mitteilen.

Diese Informationen sollten (und werden) ähnlich sein, wie im "Leistungs-Bild" aus der Reha und dürfen KEINE konkreten Diagnosen enthalten, sondern nur allgemeine "Umschreibungen" um welche "Körperregionen" es dabei so geht (also z. B. "Bewegungs-Einschränkungen der HWS / BWS / LWS" und NICHT hatte schon zwei BS-Vorfälle an Wirbel X und Y die operiert wurden ...

Das gehört in den Teil B für den Vermittler NICHT hinein, der soll nur informiert sein, ob du schwer heben / tragen darfst oder nicht, gehend / stehend / sitzend (überwiegend oder selten) arbeiten kannst, in Schichten, im Freien mit oder ohne Publikums-Verkehr:icon_evil: usw.

Soweit mal ein kleiner Überblick und die Antworten auf deine ersten Zusatzfragen ...

MfG Doppeloma
 

Grashalm

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Hallo,

Der Reha Abschlußbericht liegt mir komplett vor.Es wurde damals folgendes festgestellt: Für meinen Beruf ( Maurer ) unter 3 Stunden, Positives Leistungsvermögen : leichte Körperliche. Tätigkeiten, Arbeitshaltung im Stehen: überwiegend, Arbeitshaltung im Gehen: überwiegend, Arbeitshaltung im Sitzen : überwiegend .Negatives Leistungsvermögen: bewegungsbezogene Funktion.
Für denn allgemeinen Arbeitsmarkt für 6 Stunden und mehr beurteilt.
Hier mal ein kurzer Auszug:

Aufgrund des hohen Schmerzpotenzials sowie der eingeschränkten Bewegungs-und Belastungsfahigkeit der LWS erfolgt die Entlassung arbeitsunfähig.
Auf Grund der unter Punkt 4.genannten Rehabilisationsdiagnosen besteht ortoppädischerseits eine Leistungsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt für mindestens 6 Stunden und mehr für leichte körperliche Tätigkeiten in wechselnder Körperhaltung für alle Schichtdienstformen.Zu vermeiden sind WS-belastende Zwangshaltung,häufiges Bücken, Hebe,Schiebe,und Tragebelastung von mittelschweren bis schweren Lasten sowie ständiges Ersteigen von Leitern oder Gerüsten.Die zuletzt ausgeübteTätigkeit entspricht nicht dem o.g. Leistungsbild und ist dem Rehabilitanden unter 3 Stunden zumutbar. Wir empfehlen LTA- Maßnahmen.
PS . Meine LWS Probleme haben sich mittlerweile noch verschlechtert.

Hinzugekommen ist nach der Reha Entlassung bei mir noch eine schwere Depresive Episode mit Existenzängsten,Zukunftsangst , Konzentrationschwäche, nächtlicher Grübelzwang.Dies wurde von einem anerkanntem Physchater festgestellt und liegt als Befund vor.Zusätzlich bin ich seit 6 Monaten bei einem Physologen in Behandlung.

So nun habe ich euch einwenig von meinem Fall erzählt. Ich möchte auch gern eine Reha wegen meinen Physosomatischen Problemen machen, um diese Probleme einwenig in denn Griff zu bekommen.Und deshalb überlege ich zeitnah eine Reha zu beantragen, Reha Antrage hatte mir die Krankenkasse zukommen lassen. Was dann die AFA dazu sagen würde weiß ich nicht.

Wenn ich so hier in diesem Forum lese was andere für Probleme haben ,glaube ich eh nicht das meine Geschichte für eine EM Rente reichen würde . Außerdem habe ich auch noch garkeinen Antrag auf eine solche gestellt, obwohl mir schon von verschiedenen Seiten ( Hausarzt, Physchater, Physologen ) dazu geraden worden ist

Gruß Grashalm
 

Grashalm

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Neues zu meiner aktuellen Lage. Ich hatte wie ich in meinem letzten Beitrag schon plante einen Reha Antrag gestellt , um meine gesundheitlichen Probleme (Physosomatisch ) in denn Griff zu bekommen.Diese Probleme waren auch ganz klar im Reha Antrag so vermerkt. Leider ist der Antrag auf Reha abgelehnt worden. Mit der Begründung : Aus sozialmedizinischer Sicht kann ihre Erwerbsfähigkeit durch Leistungen zur medizinischen Rehabilitation nicht beeinflusst werden.Weiterhin steht in dem Brief: Nach vorliegenden medizinischen Unterlagen könnten bei ihnen jedoch Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben angezeigt sein.Diese werden zurzeit geprüft. Sie erhalten hierüber noch weitere Mitteilung. Wie darf ich denn diese Begründung der Reha Ablehnung verstehen ??? Ich lese immer das ein abgelehnter Reha Antrag zum Rentenantrag umgedeutet werden kann,ist das vielleicht hier der Fall ? Und wie soll ich mich jetzt verhalten. Ich habe jetzt 4 Wochen Zeit gegen den Bescheid Wiederspruch einzulegen.

Gruß Grashalm
 

Kerstin_K

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LTA kann alle mögliche sein, von der Arbeitsplatzausstattung bis zu einem Lohnkostenzuschuss für einen Arbeitgeber, den du selber suchen musst.

Ich denke , de solltest fristwahrend widerspruch einlegen und die Stellingnahme des sozislmefizinischen dienste der DRV anfordern. Dann kannst du weiter überlegen, was zu tun ist.
 

Grashalm

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Okay danke Kerstin ich habe verstanden Frist für denn Widerspruch auf jeden Fall wahren . Ist jetzt vielleicht ne blöde Frage . Aber mal angenommen ich würde jetzt einen Antrag auf EU Rente stellen,könnte mir dann die AFA das ALG 1 ( normal ab 24.11.2019 ) verweigern ? Weil sie sagen der will ja eh in Rente und nicht mehr Arbeiten. Oder darf die AFA das nicht ? Es ist halt schwer denn richtigen Zeitpunkt für einen EU Antrag zu finden.Normal heißt es ja immer wie in Stein gemeiselt Reha vor Rente,aber wenn ich keine Reha genehmigt bekomme was soll ich denn machen ?
 

saurbier

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Hallo Grashalm,

also wie von Kerstin_K bereits gesagt, kannst du hier gegen die Entscheidung der DRV in Widerspruch gehen. Ich glaube allerdings kaum das dies die DRV beeindrucken wird.

Da wäre es wenn überhaupt, sicherlich besser wenn du einen EMR-Antrag stellen würdest.

Bei mir wurde damals der Reha-Antrag den ich seitens der KK aus dem KG heraus stellen mußte, ebenfalls von der DRV mit der Begründung abgelehnt, das eine Reha bei mir nichts bringen würde.

Auf meinen Widerspruch hin bekam ich dann promt die nachfolgende Antwort:
Ferner weisen wir Sie darauf hin, dass Ihr Schreiben nicht als Widerspruch gewertet werden kann, da es sich bei unserem Schreiben vom 11.04.2011 nicht um einen rechtsmittelfähigen Bescheid handelt.

Korrekt, denn es ging um eine Zuständigkeit der Kostenträger. Da die DRV keine sah, kam halt die KV für die Maßnahme auf, eben weil diese ja eine Reha als notwendig erachtete. Da hat sich die KV damit ans eigene Bein gepi...., wollte man mich doch viel zu gerne vorzeitig aus dem KG zur DRV abschieben - Pech gehabt.

Ich würde da jetzt - sofern sich auch noch dein Gesundheitszustand weiter verschlechtert hat - einen EMR-Antrag bei der DRV stellen. Letztendlich hätten die in den letzten 12 Monaten ja bereits auf die Empfehlung der Reha-Ärzte aus August 2018 bezüglich einer LTA reagieren können. Inzwischen ist ein Jahr sinnlos verstrichen, was dich von einer möglichen Umschulung weiter entfernt hat - warum wohl.

Heute damit zu kommen,

Nach vorliegenden medizinischen Unterlagen könnten bei ihnen jedoch Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben angezeigt sein.

finde ich gelinde gesagt schon dreist, denn das stand ja bereits 2018 im Reha-Entlassungsbericht, oder.

Du solltest dir allerdings darüber im klaren sein, was du willst, denn ein Kampf mit der DRV wird meist nicht leicht sein. Willst du eine LTA - Umschulung in deinem Alter dürfte fraglich sein, trotz noch möglicher 16 Jahren Arbeit bis zur Rente, eine Lohnsubvention für einen möglichen Arbeitgeber dürfte da bessere Chancen haben, eine Arbeitsplatzhilfe erscheint eher unsinnig - . Bei einer LTA mußt du dir eben einen möglichen neuen Arbeitgeber leider zumeist selbst suchen und das dürfte sehr sehr schwer werden, denn dein Konkurrenz im Beruf dürfte weit jünger und damit halt viel gesünder sein. Da hilft auch keine Lohnsubvention oder anderes, wohl auch nicht das neue Teilhabegesetz der Regierung.

Für die AfA ist es nicht von Bedeutung, wenn du jetzt bereits einen EMR Antrag bei der DRV stellst, denn die AfA würde dich wenn du dich da nach der Aussterung aus dem KG anmeldest, bestenfalls dazu auffordern wenn du als Nahtlosigkeitsfall nach § 145 SGB III eingestuft würdest, bedeutet du würdest für mindestens 6 Monate unter 3 Std./tägl. Leistungsfähig vom äD-Gutachter eingestuft. Da allerdings hab ich entsprechend deinen Aussagen bezüglich dem Reha-Ergebnis aus 2018 meine Zweifel, es sei denn du könntest hier jetzt neue ärztliche Befundberichte vorlegen, die belegen das sich dein Gesundheitszustand nach Ende der Reha erheblich verschlechtert hat und zwar mit Auswirkungen auf deine Leistungsfähigkeit hinsichtlich dem allgemeinen Arbeitsmarkt (z.B. unter 6 Std./tägl. bzw. noch weniger). Es gibt hinsichtlich dem äD-Gutachten der AfA zu bedenken, daß dies in überwiegender Zahl nur als Gutachten nach Aktenlage (basierend auf dem Gesundheitsfragebogen als auch ggf. ärztlicher Befundberichte plus möglichem Bildmaterial wie Röntgen etc. sowie wenn vorhanden eben einem Reha-Entlassungsbericht) erfolgt. Da neigt sich der äD-Gutachter leider zumeist dem bisherigen Ergebnis der DRV (Reha-Entlassungsbericht) blindlinks anzuschließen.


Grüße saurbier
 

Grashalm

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Erst mal danke für eure schnellen und aussagekräftigen Antworten. Ja mein Gesundheitszustand hat sich nach meiner Reha 2018 noch mehr zum negativen gewandelt. Vorhandene Krankheit ( LWS ) ist schlechter geworden,hinzugekommen ist nach der Reha Entlassung bei mir noch eine schwere Depresive Episode mit Existenzängsten,Zukunftsangst , Konzentrationschwäche, nächtlicher Grübelzwang.Mir liegen alle Gutachten, Atteste ,sowie der Reheabericht vor. Diese wollte ich auch bei einem eventuellen Termin bei der AFA zur Feststellung meines Restleistungsvermögens mitnehmen. Dies ist aber noch eine andere Baustelle,wobei ich hier vor dem Termin bestimmt auch noch viele Fragen haben werde. Aber nochmal zu dem jetzigen Problem. Das ist jetzt eine Gradwanderung für mich. Einerseits muß ( kann ) ich gegen den Bescheid innerhalb von 4 Wochen Widerspruch einlegen,um meine Chance auf Reha zu wahren. Andererseits würde ein Widerspruch und die damit vielleicht eventuell erneuten Absage ja auch wieder Zeit kosten. Die Zeit die einem vielleicht hinten heraus irgendwann noch Finanziell weh tun kann .Aber es heißt doch immer Reha vor Rente also müsste ich doch logischerweise Widerspruch einlegen um überhaupt eine Chance auf Reha ( zu haben.Ihr seht es ist nicht so einfach hier die richtige Entscheidung zu treffen.Wieso wir denn eine Reha eigendlich nicht genehmigt???. Ich dachte immer die DRV will durch eine Reha und die damit eventuelle Gesundheitliche Besserung erreichen denn Arbeitnehmer wieder schneller ins Arbeitsleben zu bringen. Ist da Sinvoll eine Reha nicht zu genehmigen, und eigendlich nicht kontraproduktiv ?
 

Kerstin_K

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Wieso wir denn eine Reha eigendlich nicht genehmigt???. Ich dachte immer die DRV will durch eine Reha und die damit eventuelle Gesundheitliche Besserung erreichen denn Arbeitnehmer wieder schneller ins Arbeitsleben zu bringen. Ist da Sinvoll eine Reha nicht zu genehmigen, und eigendlich nicht kontraproduktiv ?
Genau deshalb habe ich dir geraten, erstmal Widerspruc einzulegen und die Stellungnahme des sozialmedizinischen Dienstes der DRV anzufordern. Da müsste drinstehen, weshalb so entschieden wurde. Dann kannst du immer noch entscheiden, ob du den Widerspruch begründest oder zurückziehst.
 

saurbier

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Hallo Grashalm,

Mir liegen alle Gutachten, Atteste ,sowie der Reheabericht vor. Diese wollte ich auch bei einem eventuellen Termin bei der AFA zur Feststellung meines Restleistungsvermögens mitnehmen.

Also zuerst einmal, zu einem Termin mit einem SB brauchst du derartiges überhaupt nicht mitzunehmen.

NEIN, sowas geht einem SB nichts aber auch rein gar nichts an. Medizinische Unterlagen gehören ausschließlich und alleine nur in die Hände eines Arztes und bei der AfA wäre dies dann der äD-Gutachter (ärztliche Dienst der Agentur für Arbeit). Diesen übergibt man (oder schickt per Post per Einschreiben) in einem verschlossenen Umschlag neben dem Gesundheitsfragebogen und möglichen Schweigepflichtentbindungen eben auch sofern vorhanden aktuelle Arztbefunde, je neuer desto besser.

Dem AfA Sb geht es nichts an, was die gesundheitlich fehlt. Der SB (Vermittler) kann jederzeit den äD-Gutachter beauftragen ein Gutachten über deine Leistungsfähigkeit zu erstellen, anhand dessen er dich dann versuchen darf in eine angemessene Arbeit zu vermitteln, natürlich unter Berücksichtigung aller möglichen gesundheitlichen Defizite. Damit der SB dabei kein Schindluder mit dir treibt, solltest du dir nach Anfertigung des äD-Gutachtens auch unbedingt den Teil-A des Gutachtens vom äD schriftlich anfordern, um zu sehen mit welchem Restleistungsvermögen dich der äD eingestuft hat und vor allem was er alles aus gsundheitlichen Gründen ausgeschlossen hat (z.B. nicht in gebückter Haltung arbeiten, nicht auf Leitern arbeiten, nicht über Kopf arbeiten, keine Zwangshaltungen etc. pp.).

Merke dir auch, du gibst bei SB deinen Gesundheitsfragebogen und weiteres auch nicht in einem verschlossenen Umschlag ab - egal was der dir erzählt. Viel zu viele SB öffenen solche Umschläge - angeblich weil sie die Unterlagen auf Vollständigkeit prüfen müssen, oder ob alles unterschrieben wurde, oder oder, alles nur faule Ausreden um meist die eigene Neugierde zu befriedigen.

Die Zeit die einem vielleicht hinten heraus irgendwann noch Finanziell weh tun kann .

Na ja, viele kommen leider aus dem KG ins ALG-I und dann weil die DRV immer noch nicht entschieden hat bzw. das ganze dann in einer EMR Klage endet leider in ALG-II. Das ist dann der soziale Abstieg, denn bevor man im ALG-II entgültig angekommen ist, muß man zuvor meist all das für die eigene Altersvorsorge aufgebaute Vermögen (ausserhalb des gesetzlichen Schonvermögens) aufzehren, leider. Auf diese Weise wird man dann gleich zweimal bestraft, zum einen mit der ruinierten Gesundheit und zum anderen mit dem Verlust einer möglicher Weise auskömmlichen Altervorsorge.

Inzwischen sind wir schon da angekommen, daß einem die AfA auf den meisten Schriftsätzen vorsorglich folgende Information mitteilt,

Wenn lhr Lebensunterhalt nicht gesichert ist, sollten Sie Arbeitslosengeld II beantragen.

Sehr lustig, bedeutet das dann gleich mal, zuerst all mein Vermögen auzuzehren, denn vorher hat man überhaupt keinen Anspruch auf ALG-II.

Und bis die AfA über einen bescheid mal entscheidet, nun das kann ggf. dauern. Da ist nicht garantiert das dies binnen 1 Monat geschieht.


Grüße saurbier
 

Grashalm

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Danke Saurbier für deine ausgiebige Antwort. Mit Atteste ,Gutachten, Rehabericht mitnehmen für die Feststellung meines Restleistungsvermögen meinte ich natürlich das ich diese Medizinischen Unterlagen nur einem äd Gutachter überreiche.Da habe ich mich wohl etwas unverständlich ausgedrückt sorry hierfür. Mit dem von dir erwähnten Gesundheitsfragebogen streiten sich auch die Geister. Einmal liest man der wäre absolud Freiwillig und man sollte ihn nicht ausfüllen,auf der anderen Seite liest man ausfüllen und bei einem Termin dem äd der AFA übergeben.Ich würde gerne das bei so einem Termin ( Feststellung meines Restleistungsvermögen ) nach meinen mitgebrachten aktuellen Attesten Gutachten ,usw endschieden wird. Soll ich hierfür diesen sagenumworbenen Gesundheitsfragebogen jetzt ausfüllen oder nicht ??? Wenn ich geschrieben habe das einem am Ende die Zeit fehlt die dann Finanziell weh tut,meinte ich genau das was du auch geschrieben hast. Wenn alle Finanziellen Hilfsmittel ( Krankengeld, ALG1, ) ausgeschöpft sind gehts an Private Vermögen,und dann tut es weh. Deshalb ist es auch gut zu überlegen wann man einen Antrag auf EU Rente stellt.Wenn man zu lange wartet und erst alle Stattlichen Hilfen bis zum Schluß ausschöpft kann ich mir vorstellen kommt der finanzielle Exodus schneller.Ich gehe davon aus das ca 90 Prozent der Anträge auf EU Rente in der ersten Instanz sowieso abgelehnt werden, was spricht also gegen eine Frühzeitige Beantragung eines solchen ? Deshalb habe ich auch geschrieben das der richtige Zeitpunkt für einen EU Antrag zu stellen nicht so leicht ist.Und jetzt vielleicht nochmal zu meiner aktuellen Situation. Mein Antrag auf eine Reha ist abgelehnt worden. Woran erkenne ich ob der Antrag jetzt automatisch in einen Rentenantrag umgedeutet wurde ( wird ) ? Steht das irgendwo oder muß die DRV das einen mitteilen ?
PS: Ich habe mir heute mal die Unterlagen von der DRV ( R 0810,R0215,R0210,R0100 ) zum stellen einer Eu Rente besorgt. Was soll ich sagen ich glaube da brauche ich zum ausfüllen Profesionelle Hilfe. Ich weiß auch garnicht genau welche dieser Anträge ich genau für eine AU Rente ausfüllen muß. Vielleicht kann hier mal einer was dazu schreiben der dieses Ausfüllen schon hnter sich hat, und weiß ob ich alle der oben genannten Bögen ausfüllen muß ? So jetzt habe ich erst mal genug geschrieben, und bin auf Antworten gespannt.

Gruß Grashalm
 

Grashalm

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So ich hätte mal wieder eine Frage. Wie ich oben schon geschrieben hatte wurde mein Reha Antrag abgelehnt, heute habe ich Post von der Rentenversicherung erhalten.Auf einem beiligenden Blatt steht folgendes:

Sie haben vor kurzem Leistungen zur medizinischen Rehabilitation beantragt,die erstmals mit Bescheid vom****. Im Rahmen der Prüfung der Anspruchsvorausstzung wurden zur weiteren Sicherung bzw Wiederherstellung ihrer Erwerbsfähigkeit Leistungen zur teilhabe am Arbeitsleben für sinnvoll erachtet.
Sollten sie derartige Leistungen in Anspruch nehmen wollen, bitten wir Sie die beiligenden Antragsfomulare auszufüllen und an uns zurückzusenden damit wir prüfen können,inwiefern die Gewährung weiterer beruflicher Leistungen durch uns überhaupt möglich und sinnvoll ist.


In der Post sind enthalten : Ein Antrag ( G 0100 ) Antrag auf Leistungen zur Teilhabe für Versicherte Rehabilitationsantrag, und zweitens ein Antrag ( G0130 ) Anlage zum Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben ( Berufliche Rehabilitation ) . Wie darf ich diese Anträge verstehen ? Will hier die Rentenkasse prüfen für welche Tätigkeiten ich am allgemeinen Arbeitsmarkt noch tauglich bin,oder auf was sie mich umschulen können ? Ich sehe im Moment wegen meiner Depresionen und die damit verbundenen Existensängsten,Merkfähigkeitsstörungen Konzentrationstörungen soziale Ängste, sozialer Phobie eigendlich keine Chance auf eine Umschulung oder sonstiges. Muß ich diese Anträge eigendlich ausfüllen ? Und was ist wenn ich diese Anträge nicht aufülle, drohen mir dann Sanktionen von Seiten der Rentenkasse oder der AFA ?

Gruß Grashalm
 

grün_fink

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Hinzugekommen ist nach der Reha Entlassung bei mir noch eine schwere Depresive Episode mit Existenzängsten,Zukunftsangst , Konzentrationschwäche, nächtlicher Grübelzwang.Dies wurde von einem anerkanntem Physchater festgestellt und liegt als Befund vor.Zusätzlich bin ich seit 6 Monaten bei einem Physologen in Behandlung.
So nun habe ich euch einwenig von meinem Fall erzählt. Ich möchte auch gern eine Reha wegen meinen Physosomatischen Problemen machen, um diese Probleme einwenig in denn Griff zu bekommen.Und deshalb überlege ich zeitnah eine Reha zu beantragen, Reha Antrage hatte mir die Krankenkasse zukommen lassen. Was dann die AFA dazu sagen würde weiß ich nicht.
Hast du schon eine psychosomatische Reha beantagt?
Wenn du einen Psychiater hast, kann der dir beim Ausfüllen helfen.
 

Grashalm

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Hallo Grün-fink,

In diesem Reha Antrag denn mein Arzt ausgefüllt hatte würde explizit auf meine Depresionen hingewissen, trotzdem wurde er abgelehnt.Mit der Begründung: Aus sozialmedizinischer Sicht kann ihre Erwerbsfähigkeit durch Leistungen zur medizinischen Rehabilitation nicht beeinflusst werden.Weiterhin steht in dem Brief: Nach vorliegenden medizinischen Unterlagen könnten bei ihnen jedoch Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben angezeigt sein.Diese werden zurzeit geprüft. Sie erhalten hierüber noch weitere Mitteilung.

Diese Mitteilung habe ich wohl heute mit denn Anträgen bekommen.
 
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