Waiblingen: Drohung gegen das Jobcenter (1 Betrachter)

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Zeitkind

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Jaja, die stille Post .... bei den Stuttgarter-Nachrichten war es ein Arbeitsamt:

Drohung gegen das Arbeitsamt

Bei manchen Tatbeständen der "Behörden" wie Afa und JC kann ich mir durchaus vorstellen, daß so etwas öfter passiert.
Wenn "Kunde" nichts mehr zu verlieren hat, ist das eine natürliche Reaktion.
Schikaniere einen Hund, drohe ihm, nimm ihm das Futter weg und treibe ihn in die Ecke. Was macht der Hund?
Er wird zubeißen.
 

AnonNemo

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Jetzt wundert mich auch die Bombendrohungs-Geschichte vom JC Schorndorf nicht mehr so ganz.
Damals wurde der Anrufer als Idiot hingestellt, weil er in Stuttgart angerufen hätte aber Waiblingen bzw. Schorndorf für ihn zuständig wären und die Drohung nach Schorndorf weitergeleitet werden musste.
Sind ja nur ca. 30km voneinander entfernt.

Heute ging der Anruf bei den Kollegen in Weiden ein ...
... welches eigentlich?
Weiden (am Neckar): 99km
Weiden in der Oberpfalz: 296km
... und wurde nach Waiblingen weitergeleitet.

So etwas kann passieren, wenn man die Nummer von seinem Amt wählt, aber irgendwo in Deutschland im (BA-)CC landet.
 

Albertt

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Wie ist es denn möglich, das die Leute immer gleich geschnappt werden?
 

Dagegen72

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@ albertt: in Zeiten von facebook ist vieles möglich ;) Die Person war aber wohl bekannt.

@ AnonNemo: ja, stimmt - das mit den Callcentern :rolleyes:



Bis der namentlich bekannte Kunde von der Polizei gefunden wurde, blieben die
Türen geschlossen. Mehrere Streifenfahrzeuge waren im Einsatz. Gegen 16 Uhr ist
der Amokalarm abgeblasen worden. Die Stimmung der Beschäftigten war entsprechend
angespannt, die Unruhe groß.

„Wir sind es ja nicht geübt“, zeigt Baumgardt
Verständnis für die Reaktion der Mitarbeiter.
Komisch - tz - na nu mach aba ma hinne !

@Aufgewachter: Das von "Arbeitsamt" geschrieben wird, könnte etwas über den aktuellen Kenntnissstand des Journalisten etwas aussagen oder über die Leute, die diesen Artikel lesen werden / sollen

(stimmt - Elos lesen ja keine Zeitung :icon_hihi: )
 

iSlave

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Wie ist es denn möglich, das die Leute immer gleich geschnappt werden?
Vielleicht hatte er an dem Tag einen Termin. Das schränkt die suche deutlich ein. Wenn er von einer Telefonzelle aus anruft sieht man auch wo die sich etwa befindet.... Oder er hatte einfach sein Smartphone dabei, dann kann die Polizei sehen, wer sich in der Nähe aufgehalten hat :icon_evil:
 
E

ExitUser

Gast
Jaja, die stille Post .... bei den Stuttgarter-Nachrichten war es ein Arbeitsamt: Drohung gegen das Arbeitsamt
Es ist dasselbe Gebäude.

Bei manchen Tatbeständen der "Behörden" wie Afa und JC kann ich mir durchaus vorstellen, daß so etwas öfter passiert.
Nein, es passiert extrem selten. Legt man die letzten 10 Jahre zugrunde, hat es deutschlandweit insgesamt weniger als 10 publik gewordene Amok-Drohungen gegen JC bzw. AA gegeben. Was hin und wieder - in der Gesamtschau aber immer noch selten - vorkommt, sind kleinere Vor-Ort-Ausraster, Bedrohungen, Anschreien, Sachbeschädigung und ähnliches.

Sowas hat es zu Vor-Hartz-Zeiten im Sozialamt aber auch schon gegeben. Dass es nun so wirkt, als hätten diese Fälle zugenommen, liegt einfach daran, dass sie heute durch das Internet viel schneller verbreitet werden. Amok-Ankündigungen kommen selten vor. Gleiches gilt für Körperverletzungen, wobei die Extremfälle (der Mord an einer Sachbearbeiterin und die Tötung eines Psychologen) natürlich eine hohe mediale Rezeption erfahren.

Wenn "Kunde" nichts mehr zu verlieren hat, ist das eine natürliche Reaktion.
Nein, es ist eine unnatürliche Reaktion. Wäre sie natürlich, negierte das den freien Willen des Menschen und stelle die Person auf eine Stufe mit rein instinktiv agierenden Tieren. Der Mensch kann sich (psychische Erkrankungen außen vor) entscheiden, ob er so oder anders handelt. Wenn es eine natürliche Reaktion wäre, implizierte dies, dass alle Menschen sich so verhalten würden, denn es wäre in der Natur des Menschen.

Dass dem aber nicht so ist, zeigt sich doch tagtäglich. Millionen ALG II Empfänger verhalten sich nicht drohend und nicht gewalttätig, sondern friedfertig, auch wenn sie sich ungerecht oder gar schikaniert behandelt fühlen. Denn in Folge von Sozialisation und Erziehung greifen in der Regel diverse Hemmfaktoren, die ein gewaltsames Ausrasten unterbinden.

Schikaniere einen Hund, drohe ihm, nimm ihm das Futter weg und treibe ihn in die Ecke. Was macht der Hund? Er wird zubeißen.
Der Vergleich hinkt aber. Ein Hund agiert instinktiv und triebgesteuert. Der Mensch tut das zwar auch, aber er ist - so der jetzige Forschungsstand - vermutlich das einzige Lebewesen, dass gegen seine Instinkte und Triebe handeln kann, sie also intendiert zu unterdrücken fähig ist.

Das tun Menschen tagtäglich. Die beißen in der Regel nicht zu bzw. schlagen nicht zu, sondern wählen (in zivilen Gesellschaft) zumeist andere Wege der Auseinandersetzung, nämlich verbale und juristische. Ein allegorische Gleichsetzung derart, dass man sich über Ausraster von Menschen nicht wundern müsse, weil ein schikanierter Hund ja auch ausrastet, geht zum Glück fehl.
 
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