Wahlium fürs Volk

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Paolo_Pinkel

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Die Aussichten am Arbeitsmarkt werden immer düsterer. Doch der Wahlkampf läuft, auch intern bei den Sozialdemokraten. Zeit für die ganz dicken Besänftigungspillen, findet Superarzt Olaf Scholz.

Olaf Scholz streitet sich gerne. Ob Mindestlohn, Jobcenter oder eine fehlgeleitete CDU-Kanzlerin: Der SPD-Arbeitsminister ist für messerscharfe Positionen und Analysen bekannt. Jetzt aber ist Krise, das Volk der Arbeitnehmer ist bedroht. Da hilft kein Streit, nur Valium, findet Minister Scholz und hofft, dass es wirkt - wenigstens bis zur Wahl.
Die Hälfte der Medikamentendosis, die Scholz seit Tagen medial verteilt, ist die Verlängerung der Kurzarbeit. Satte 24 Monate sollen Unternehmen künftig Beschäftigte in die Produktionspausen schicken dürfen, beschlossen Scholz, Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt und DGB-Chef Michael Sommer am Mittwoch einvernehmlich.



Gefordert hat das niemand, im Gegenteil. Bereits jetzt häufen sich die Meldungen aus den Unternehmen, die schon insgesamt rund 2,3 Millionen Kurzarbeiter angemeldet haben: Sie werden nicht einmal die bisher erlaubten 18 Monate ausschöpfen, wenn es nicht bald positive Konjunktursignale gibt. Über 18 Monate werde die Kurzarbeit keine große Relevanz haben, sagt Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt, noch während Scholz den Beschluss verkündet...


FTD.de - Verlängerung der Kurzarbeit: Wahlium fürs Volk - Seite 1 von 2 - Deutschland

Gruss

Paolo
 

Merkur

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Damit die Firmen länger als sechs Monate Kurzarbeit fahren, sollen ihnen ab dem siebten Monat die Sozialabgaben gänzlich erlassen werden - auch denen, die bereits Kurzarbeit angemeldet haben. Die übernimmt dann die Bundesagentur für Arbeit - über staatliche Förderung. Bislang übernahm diese nur dann mehr als die Hälfte der Abgaben, wenn die Kurzarbeiter qualifiziert werden.
Und für die Hartzer gibt es mehr Sanktionen damit die Knete wieder rein kommt. Mein Gott was die vor den Wahlen alles zusammen lügen.
 

Bienchen

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Solch einen Blödsinn gibt es nur, da die Wahlen vor der Tür stehen und die Politiker ganz viel Angst vor dem eigenen Volk haben.

Bisher war es immer so, dass eine Firma, welche Kurzarbeit angekündigt hat, in die Insolvenz ging. Jedenfalls habe ich es immer so erlebt.
Hier will man den Menschen nur etwas vormachen. Man kann es nicht fassen, aber einige glauben immer noch an den Weihnachtsmann.

Das Geld wir übrigens von der Kürzung der Renten und des ALG II im nächsten Jahr kommen. Auch kann ich mir gut vorstellen, dass die Mehrwertsteuer weiter erhöht wird und noch so einige Steuern man sich ausdenkt.

Aber im gleichen Atemzug wollen die Politiker die Diäten erhöhen!!!!!!! :icon_eek:
 

Arania

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Na ja, da ist ja auch wieder einiges nicht ganz richtig, ich kenne viele Firmen die schon in den 70er Jahren Kurzarbeit hatten und die gibt es heute noch, da gibt es keine automatische Insolvenz
 

Hotti

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Bisher war es immer so, dass eine Firma, welche Kurzarbeit angekündigt hat, in die Insolvenz ging.
Nee, das war nicht immer so. Ich war auch schon mal in der Kurzarbeit, die dauerte 3 Wochen, und als der Laden wieder lief, war die Kurzarbeit vorbei, und die Firma ist nicht in Insolvenz gegangen. Aber das war eine andere Zeit. Können wir uns auf immer öfter einigen?

Aber ich sehe bei der Kurzarbeit auch etwas anderes. Es gibt mit Sicherheit nicht wenige dieser Kurzarbeiter die von oben auf uns herab schauen, weil, wir kriegen ja nach deren Meinung das Geld vom Staat geschenkt. Ich hoffe mal, dass diese Typen einmal darüber nachdenken, wo sie denn nun das Geld her bekommen. Sie kriegen jetzt auch Geld vom Staat geschenkt. Dafür wird es dann nach der Wahl den Elos wieder abgenommen,(Kürzung des Regelsatzes) sollte schwarz/gelb an die Regierung kommen, das haben die Schwarzen auch offen zugegeben.

Ich hoffe trotzdem, dass die Kurzarbeit hilft, und das keiner der betroffenen den Arbeitsplatz verliert.
 

Merkur

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„Der Staat allein kann es nicht schaffen. Alle sind gefragt, jeder an seinem Platz.“
aus:
Wirtschaftskrise: Merkel bittet Bürger um Mithilfe - Bild.de
Der Staat könne dies nicht alleine schaffen, das Engagement eines jeden Bürgers sei gefragt, sagte Merkel und nahm insbesondere Manager scharf in die Pflicht.
NETZEITUNG DEUTSCHLAND NACHRICHTEN: «Verdienst kommt von dienen»
Damit meint die Kanzlerin das jeder Bürger in die Pflicht genommen wird. Also kürzen bei allen . Wenn man überlegt das heute und vor allem nach der Krise ein Arbeitnehmer so im Schnitt 900 € Brutto hat ,wie soll er da im Generationenvertrag für einen Rentner mit 2000 € Rente noch aufkommen .
Oder die Arbeiter welche Kurz arbeiten und die ALV gekürzt wurde und kaum noch was rein kommt ,klar das sie das kürzen und die Löhne so wie so.Das System ist im A...
 

Paolo_Pinkel

Super-Moderation
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Hi,

diese Parole ist doch abgedroschen. Damit hat doch Glodkettchen-Schröder auch Wahlkampf gemacht. Dann unser Sprechautomat im Hosenanzug. Ich glaube, dass das Mode ist so kurz vor den Wahlen. Vonwegen Optimismus und Aufbruchsstimmung. Jedes Jahr vor den Wahlen kramen die die selber Leier hervor.

Dabei haben die Menschen unter rot/grün schon genug Federn gelassen in Form von Reallohnzuwächsen die gegen Null tendieren, Arbeitsplatzunsicherheit, Auswüchse der Zeitsklavenbranche, Minijobs, Midijobs, im schlimmsten Fall Arbeitslosigkeit und in Verbindung damit Ein-Euro-Jobs usw.

Das alles hat letztendlich dazu beigetragen, dass das Vermögen - wie man weiß - mit Schubkarren von unten nach oben verteilt wurde. In den Zeiten haben sich die Gut- Besser- und Spitzenverdiener dumm und dämlich verdient. Nicht zuletzt auch wegen der arbeitgeberfreundlichen deregulierenden Gesetze.

Nun ist es eben einfach an der Zeit von oben nach unten zu verteilen. Denn unten ist nix mehr zu holen.

Gruss

Paolo
 
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