Wahl oder Nicht-Wahl - das ist hier die Frage

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sun2007

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Vor kaum einer anderen Bundestagswahl wurden die Nichtwähler medial so ausführlich aufbereitet wie in diesem Jahr. Die Presse weist zunehmend darauf hin, dass nicht-wählen noch lange nicht bedeutet, dass die Nichtwähler politisch gleichgültig sind.

Für viele Nichtwähler ist es auf der anderen Seite dann aber auch wiederum unbefriedigend, dass sie sich so gar kein Gehör verschaffen können mit ihrer Haltung.

Für diese Bürger hier ein Tipp:

Zur Wahl gehen aber den eigenen Wahlzettel ungültig machen (indem man z. B. einfach zu viele Kreuzchen macht oder eine Micky Mouse auf den Wahlzettel malt).

Diese Wahlzettel werden erst einmal gezählt und wenn das immer mehr Leute machen, hat die Regierung irgendwann ein Problem. Denn damit signalisiert der Wähler, dass er grundsätzlich gewillt ist, zu wählen aber eben mit der Auswahl (dem "Menü", das geboten wird) nicht einverstanden ist.

Nur so eine Idee. :cool:

Gruß

Sun
 
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Und wenn dann nur noch 100 Wähler/innen eine gültige Stimme abgeben und 66 davon auf die CDU entfallen, hat die CDU die absolute Mehrheit.

Auch nur so eine Idee. :cool:
 

Til Gung

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Leider nutzt die Idee nur den beiden Parteien mit den meisten gültigen Stimmen.

Jede ungültige Stimme und jede Stimme für eine Partei unter der 5 % Hürde ist vergeudet.

Bei dem derzeitgen Wahlverfahren bleibt die Zahl der Abgeordneten konstant, aber je mehr Stimmen ungültig sind umso stärker werden die beiden Großen

Ein Verfahren für die Sitzverteilung - Blickpunkt Bundestag online

Wer seien Stimme nicht verschenken will, der sorgt besser für eine starke Opposition.
 

Arania

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Das wurde nun schon eine Million mal hier im Forum erklärt, bringt nichts
 

sun2007

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wäre lustig aber für das Ergebnis unerheblich.

Richtig. Zunächst einmal. Aber dennoch ein klares Signal, mit dem man dann weiterarbeiten kann: Ab einer gewissen Prozentzahl von ungültigen Stimmen - man kann ja auch den Satz drauf schreiben: "Meine Interessen werden hier von niemandem vertreten" - muss die Regierung/müssen sich die Parteien die Frage gefallen lassen, ob dann das Wahlergebnis noch als "demokratisch zustandegekommen" beurteilt werden kann.

Wie gesagt, wenn genug Menschen so vorgehen, lässt sich im nächsten Schritt durchaus etwas damit gestalten.

An alle anderen: Eure Argumente laufen ins Leere. Ich erinnere daran, dass ich mit dieser Idee nur die potenziellen Wähler anspreche, die sowieso schon für sich entschieden haben, keine der angebotenen Parteien und Politiker zu wählen. So gesehen würde dieses Vorgehen dann auch am Wahlergebnis nichts ändern. Aber das entsprechende Signal wäre eben trotzdem da.
 
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Richtig. Zunächst einmal. Aber dennoch ein klares Signal, mit dem man dann weiterarbeiten kann: Ab einer gewissen Prozentzahl von ungültigen Stimmen - man kann ja auch den Satz drauf schreiben: "Meine Interessen werden hier von niemandem vertreten" - muss die Regierung/müssen sich die Parteien die Frage gefallen lassen, ob dann das Wahlergebnis noch als "demokratisch zustandegekommen" beurteilt werden kann.

Wie gesagt, wenn genug Menschen so vorgehen, lässt sich im nächsten Schritt durchaus etwas damit gestalten.

An alle anderen: Hier sei daran erinnert, dass ich mit dieser Idee nur die potenziellen Wähler anspreche, die sowieso schon für sich entschieden haben, keine der angebotenen Parteien und Politiker zu wählen. So gesehen würde dieses Vorgehen dann auch am Wahlergebnis nichts ändern. Aber das entsprechende Signal wäre eben trotzdem da.

öhm, sobald Du hingehst und Dein Name in der Liste abgehakt wird, bist Du Teil der Wahlbeteiligung. Ob Du nun gültig oder ungültig wählst ist dann auch egal, denn es werden nur die gültigen Stimmen gezählt zur Besetzung des BT.

Beispiel:

Wahlbeteiligung 80%

Ergebnisse für die Parteien (durch gültige Stimmen)

Die Regierung "freut" sich über die "hohe Wahlbeteiligung", denn die ungültigen fallen nicht ins Gewicht und die können dann sagen, das "sie die den Auftrag der WählerInnen und Wähler erhalten haben" und "viele Menschen an die Urnen gebracht" haben.

Die werden sich keinerlei Gedanken machen, wie die Beteiligung zustande kam, es zählen die Ergebnisse der gültigen Stimmen.
 
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...man kann ja auch den Satz drauf schreiben: "Meine Interessen werden hier von niemandem vertreten" - muss die Regierung/müssen sich die Parteien die Frage gefallen lassen, ob dann das Wahlergebnis noch als "demokratisch zustandegekommen" beurteilt werden kann.

Das lesen bestenfalls die Wahlhelfer und sortieren dann diese Stimmzettel zu den ungültigen Stimmen.
 

rheinlaenderin

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Es gibt keine Partei, deren Ziele und Möglichkeiten sie durchzusetzen, 100%ig so sind, wie ich es mir wünsche. Eine Wahlentscheidung ist für mich eine Prioritätensetzung.

Mit einer ungültigen Stimme tragt Ihr nicht zu einer Prioritätensetzung bei. Die Anzahl der Sitze im Bundestag verändert sich dadurch nicht, und Ihr würdet durch Nicht- oder Ungültigwählen Parteien stärken, die Ihr nicht stärken wollt.

Auch wenn es schwer fällt: Überlegt Euch, welche Themen für Euch besonders wichtig sind und welche Ziele Ihr absolut ablehnt. Dann findet Ihr einen kleinsten gemeinsamen Nenner zwischen Euch und einer Partei.
 

uljanov

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also ich gehe wählen, mache meine Kreuzchen, und trage den Wahlzettel zur Urne.

Nein, nicht ungültig, GÜLTIG!! Für die Person und die Partei die ich am fähigsten halte!!

Wieso heißt es eigentlich Wahllokal, gibt doch überhaupt nichts zu trinken, sollte man einführen, dann kämen auch mit Sicherheit wieder mehr Nichtwähler. Man könnte auch je nach Parteien unterschiedliche Getränkesorten anbieten. Himbeersaft für die Roten oder "Hausgemachter Liberalosekt Light" ohne Alkohol natürlich, für Geld äh Gelb. Oder den "Superroten Roten" für die......, richtig.

Na, denn Prost
 

sun2007

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Wie schon mal gesagt:

Hier sind nur diejenigen mit gemeint, die sowieso schon entschieden haben, nicht zu wählen. Es geht also nicht um die Frage, ob wählen oder nicht, das wird woanders diskutiert.

Ich denke schon, dass das etwas bewirken kann, im nächsten Schritt dann. Denn wenn es sehr viele ungültige Stimmen sind, werden die Verantwortlichen schon hellhörig.
 
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Wie schon mal gesagt:

Hier sind nur diejenigen mit gemeint, die sowieso schon entschieden haben, nicht zu wählen. Es geht also nicht um die Frage, ob wählen oder nicht, das wird woanders diskutiert.

Ich denke schon, dass das etwas bewirken kann, im nächsten Schritt dann. Denn wenn es sehr viele ungültige Stimmen sind, werden die Verantwortlichen schon hellhörig.


# 8

:icon_smile:
 
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Gast
Ich denke schon, dass das etwas bewirken kann, im nächsten Schritt dann. Denn wenn es sehr viele ungültige Stimmen sind, werden die Verantwortlichen schon hellhörig.

Ich bezweifle dies, denn selbst eine geringe Wahlbeteiligung hat zwar stets an den entsprechenden Wahlabenden für einige betroffene Statements von Politiker/innen gesorgt, kurz darauf war aber wieder business as usual angesagt.
 

Til Gung

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Ich halte es für dusslig, die Leute aufzurufen ungültig zu wählen.

Damit schadet man sich selbst, die die ach so unzufrieden mit der Politik sind und rumjammern wie schlecht die Zustände sind sorgen dafür, dass diejenigen die eben nicht ihre Interessen vertreten die stärksten Fraktionen in den Parlamenten bilden.

Ist es denn so schwer zu begreifen wenn man Leute von der Wahl abhält dann kommt eine Minderheit an die Macht.

Einfaches Beispiel 100 Wahlberechtigte30 für schwarz/gelb 25 für für rot grün die restlichen 45 sind sauer und wählen ungültig. Den Rest sollte jeder halbwegs intelligente Mensch selber begreifen.

Eins muss jedem klar sein, ungültig wählen heißt CDU wählen.
 
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Gast
Denn wenn es sehr viele ungültige Stimmen sind, werden die Verantwortlichen schon hellhörig.
DAS denke ich nicht! Solange wir ein Wahlsysem haben, bei der derjenige Gewinner ist, der die meisten Stimmen holte, unabhängig davon wieviele aller Wahlberechtigten ihn tatsächlich wählten, wird es keinen Politfunktionär interessieren wieviele ihn nicht wählten, gar nicht wählten oder ihren Stimmzettel ungültig machten.
Vor den Kameras wird mal ein bißchen die mangelnde Wahlbeteiligung bejammert - aber das war es auch schon wieder - wen juckt´s?
Man ist gewählt!

LG :icon_smile:
 

Archibald

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Und wenn dann nur noch 100 Wähler/innen eine gültige Stimme abgeben und 66 davon auf die CDU entfallen, hat die CDU die absolute Mehrheit.

Auch nur so eine Idee. :cool:

Oberflächlich betrachtet hast du recht. Nur wenn mehr als 50% der Vorgehensweise folgen und ihren Stimmzetel mit dem Hinweis ungültig machen dass sie keine dieser Parteien wählen können da diese das Wählervotum nicht nur in der Vergangenheit missbrauchten (etc. in der Art), dann ist die Wahl und alle Entscheidungen dieser so entstandenen "Regierung" anfechtbar, eben weil sie insgesamt nicht mehr von einer Mehrheit legitimiert sind. Das wissen auch die Herren "da oben". Nicht umsonst macht man diesmal einen so gewaltigen Hype um die Wahlen.

Politiker der Zukunft haben es schwer! Der Bürger wird wach und sucht nach Mittel und Wegen, der Parteiendiktatur inkl Fraktionszwang, der Volkes Wille nach der Wahl "leider" egal sein muss, ein Ende zu bereiten. Er wird damit Erfolg haben, so oder so.

LG, Archibald
 

Archibald

Super-Moderation
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also ich gehe wählen, mache meine Kreuzchen, und trage den Wahlzettel zur Urne.

Nein, nicht ungültig, GÜLTIG!! Für die Person und die Partei die ich am fähigsten halte!!

Na, denn Prost

Ja, so werde auch ich morgen vorgehen, wird das diesmal aber so wie beim letzten mal, dann werde ich Tag für Tag Werbung dafür zu machen zukünftig ungültig zu wählen, so wie ich dies weiter oben beschrieben habe.

Die Chancen auf Erfolg stehen gut da die Politikverdrossenheit groß ist aufgrund der Tatsache dass zu viele Politiker nur noch auf Macht und Pöstchen aus sind, nach dem Motto agieren "Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern..." und Gesetze realisieren die uns Bürger immer mehr zu Marionetten degradieren. Die verlogene Vorgehensweise dabei bleibt uns Bürgern heute nicht mehr verborgen und verschlimmert die Sache um so mehr.

Ubrigens: @All
Ich finde es sehr schade wie Platt und Konditioniert hier einige Poster wirken und ebenso auf den durchaus interessanten Vorschlag von Sun2007 antworteten.

Wir müssen Wirken, nicht Zementieren! :icon_idea:
 

Til Gung

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Aber nur wenn die restlichen Wähler dabei zuhause blieben ohne den Wahlzettel entsprechend (siehe mein letztes Posting dazu) zu dekorieren.

Welch ein Schwachsinn, ausgezählt werden nur die gültigen Stimmen.

Warum versucht ihr Stimmen gegen die Regierung ungültig zu machen?

Das macht nur Sinn wenn man die CDU stärken will.
 
E

ExitUser

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Nur wenn mehr als 50% der Vorgehensweise folgen und ihren Stimmzetel mit dem Hinweis ungültig machen dass sie keine dieser Parteien wählen können da diese das Wählervotum nicht nur in der Vergangenheit missbrauchten (etc. in der Art), dann ist die Wahl und alle Entscheidungen dieser so entstandenen "Regierung" anfechtbar (...)

Woher beziehst Du dieses Wissen, dass die Wahl dann anfechtbar sei?
 
E

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Gast
Ubrigens: @All
Ich finde es sehr schade wie Platt und Konditioniert hier einige Poster wirken und ebenso auf den durchaus interessanten Vorschlag von Sun2007 antworteten.

Mir will sich nun nicht wirklich erschliessen, was "platt" und "konditioniert" sein soll, wenn Menschen ihr Wahlrecht in Anspruch nehmen und zumindest versuchen eine Veränderung in der Zusammensetzung des Bundestages herbeizuführen. :icon_kinn:
 
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