• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

Wäre dieser Ein Euro Job rechtens?

Lightseeker

Elo-User/in
Thematiker*in
Mitglied seit
23 Jan 2014
Beiträge
299
Bewertungen
12
Hallo

Kann mir jemand den ein oder anderen Rat geben?

Mir wurde ein Bildungsgutschein zu einer Qualifizierungsmaßnahme als Alltagsbetreuer zugesprochen. Die Qualifizierung dauert 3 Monate. Sollte ich im Anschluss nicht direkt einen Job finden, würde ich unmittelbar danach einen Ein Euro Job als Alltagsbetreuer machen müssen. Ohne Puffer oder dass man mir noch Zeit lässt einige Wochen zwecks Suche.

Ich solle mich auch schon während der Qualifizierung bewerben und nicht erst wenn ich das Zertifikat besitze ( ich finde ich verheize mich dadurch, wie seht ihr das? Oder ist es durchaus sinnvoll sich vorher schon zu bewerben? )

Nun habe ich öfter von Zusätzlichkeit und Verdrängung von Arbeitsplätzen gelesen im Zusammenhang mit den Euro-Jobs und frage mich in wie weit dies hier nicht der Fall dann ist..

Finde es schon "krank" wenn ich mich dann bewerbe, abgelehnt werde und mich dann aber wohlmöglich noch im selben Haus als Ein Euro Jobber wieder finde und neben mir arbeiten dann am besten normal bezahlte Leute.

Ich könne ja dann erstmal dort Erfahrungen sammeln, so die Argumentation.

Stelle ich mich nun etwas an und das ist alles nicht tragisch oder habe ich zurecht Bauchschmerzen? Natürlich kann ich diesen Job ja beenden so bald ich etwas auf den ersten Arbeitsmarkt gefunden habe...

Ich sprach sogar die SB drauf an wegen Zusätzlichkeit und so. Diese meinte sie wüsste garnicht wovon ich spreche und hat dann irgendwie am Thema vorbei geredet und von Allgemeinwohl gesprochen und so und dass keine Lücken mehr entstehen dürfen.

Und zwei weitere Fragen noch:

Meine aktuelle EGV ist 6 Monate gültig.
Ich habe unterschrieben dass ich auch außerhalb der Qualifizierung Arbeitsangebote annehme. Habe ich somit unterschrieben jeder Zeit einen Ein Euro Job zu machen und eine neue EGV ist dann nach diesen 3 Monaten nicht nötig, da die aktuelle noch weitere 3 Monate Gültigkeit besitzt oder muss bei einem Ein Euro Job dann erneut eine EGV abgeschlossen werden? Ich frage deswegen weil ich überlege das ganze als Verwaltungsakt über mich ergehen zu lassen wenn es so weit kommt, damit ich Widerspruch einlegen kann. Wenn die aktuelle EGV jedoch Bestand hat und ich quasi schon unterschrieben habe indirekt, ist das Kind ja schon ins Wasser gefallen. (?)

Zweite Frage:

Angenommen ich finde nur einen 450 € Job, in wie fern müsste ich dem JC weiterhin "zur Verfügung" stehen? :icon_frown:


Kann jemand Licht ins Dunkel bringen hier? Danke...
 

dagobert1

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
26 Nov 2012
Beiträge
5.529
Bewertungen
4.193
Ich sprach sogar die SB drauf an wegen Zusätzlichkeit und so. Diese meinte sie wüsste garnicht wovon ich spreche und hat dann irgendwie am Thema vorbei geredet und von Allgemeinwohl gesprochen und so und dass keine Lücken mehr entstehen dürfen.
Die will dich wohl bloß lückenlos aus der Statistik haben.
SGB2 § 16d Arbeitsgelegenheiten
(1) Erwerbsfähige Leistungsberechtigte können zur Erhaltung oder Wiedererlangung ihrer Beschäftigungsfähigkeit, die für eine Eingliederung in Arbeit erforderlich ist, in Arbeitsgelegenheiten zugewiesen werden, wenn die darin verrichteten Arbeiten zusätzlich sind, im öffentlichen Interesse liegen und wettbewerbsneutral sind. [...]
(2) Arbeiten sind zusätzlich, wenn sie ohne die Förderung nicht, nicht in diesem Umfang oder erst zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt würden. Arbeiten, die auf Grund einer rechtlichen Verpflichtung durchzuführen sind oder die üblicherweise von juristischen Personen des öffentlichen Rechts durchgeführt werden, sind nur förderungsfähig, wenn sie ohne die Förderung voraussichtlich erst nach zwei Jahren durchgeführt würden. Ausgenommen sind Arbeiten zur Bewältigung von Naturkatastrophen und sonstigen außergewöhnlichen Ereignissen.
(3) Arbeiten liegen im öffentlichen Interesse, wenn das Arbeitsergebnis der Allgemeinheit dient. Arbeiten, deren Ergebnis überwiegend erwerbswirtschaftlichen Interessen oder den Interessen eines begrenzten Personenkreises dient, liegen nicht im öffentlichen Interesse. Das Vorliegen des öffentlichen Interesses wird nicht allein dadurch ausgeschlossen, dass das Arbeitsergebnis auch den in der Maßnahme beschäftigten Leistungsberechtigten zugute kommt, wenn sichergestellt ist, dass die Arbeiten nicht zu einer Bereicherung Einzelner führen.
(4) Arbeiten sind wettbewerbsneutral, wenn durch sie eine Beeinträchtigung der Wirtschaft infolge der Förderung nicht zu befürchten ist und Erwerbstätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt weder verdrängt noch in ihrer Entstehung verhindert wird.
Angenommen ich finde nur einen 450 € Job, in wie fern müsste ich dem JC weiterhin "zur Verfügung" stehen? :icon_frown:
Das JC wird dich erst dann in Ruhe lassen wenn du aus dem Leistungsbezug raus bist, und das ist mit einem 450€-Job nicht zu erwarten.
Inwieweit die dann "ruhiger" werden scheint von JC zu JC unterschiedlich zu sein.
 

Surfing

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
15 Jul 2013
Beiträge
2.335
Bewertungen
1.617
Hallo, hast du dazu was konkretes schriftliches vom JC? Wenn ja dann bitte anonymisieren und einscannen, dann hier zur Beurteilung reinstellen.

Das gleiche gilt für deine noch gültige EGV.
 

swavolt

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
6 Jul 2011
Beiträge
9.623
Bewertungen
8.741
Wenn du eine Qualifizierung machst und danach gibts das als 1 € Job bringt dich das nicht in Arbeit. Dann soll bitte der 1 € Job abgeschafft werden und in reguläre Arbeit umgewandelt werden.
Da es deine Arbeit schon als 1 € Job gibt ist eine Qualifizierung unsinnig, da du dadurch nicht in Arbeit vermittelt werden kannst.
 

Lightseeker

Elo-User/in
Thematiker*in
Mitglied seit
23 Jan 2014
Beiträge
299
Bewertungen
12
Danke für die Antworten. Mir fehlen noch konkrete Tipps wie ich richtig handel dann ohne mir sonst was einzuhaneln. Kann ich diesen Job dann ablehnen? Also so wie ich es hier rauslese sind meine Annahmen korrekt? Ohh, ich glaube das zieht den Missmut meiner SB auf mich, bisher läuft alles so weit ok außer diese ganzen § die man unterzeichnen muss und mich auch echt depressiv machen. Aber da fragt ja niemand nach.

Macht ein Anwalt einen Sinn oder ist es übertrieben? Steht der mir überhaupt zu? Jetzt schon? Ich weiss dass es ne kostenlose Beratung hier gibt, aber die werden mir ja das gleiche sagen wie ihr hier gehe ich von aus.

Und als ich das Heute ankündigte schaute man mich an als sei ich vom Mars und sie wusste nicht was ich meinte. Hm :icon_frown:


@surfing:

Ich habe keinen Scanner und kann daher die EGV leider nicht einscannen ( höchstens abfotografieren ). Ich kann allerdings den genauen Satz zitieren der geschrieben wurde und den ich unterschrieben habe. Die EGV bezieht sich nur auf die Qualifizierung..Allerdings steht dort auch dass ich mich auch außerhalb dieser Maßnahme weiterhin bewerbe und Arbeitsangebote annehme. Das habe ich unterschrieben. Da diese EGV 6 Monate nun gültig ist und die Qualifizierung nur 3 Monate geht, stellt sich mir eben die Frage in wie weit ich diesem Euro Job durch mein Unterzeichnen schon zugestimmt habe. Oder ist es eben allgemein so das diesbezüglich ohnehin eine neue EGV abgeschlossen werden müsste?

@Dagobert 1:

Mit dem "In Ruhe lassen" Bei einem 450 € Job...dieser wäre aber vorrangig jeglicher Maßnahme vom JC, oder? Also zu Maßnahmen etc muss ich dann nicht mehr antanzen? Dass ich Bewerbungen für eine Vollzeitstelle schreiben muss ist mir soweit klar und möchte ich ja auch.

Ja aus der Statikstik haben. Man ist ja auch ne Akte und ein Kostenfaktor.
Wann werden eigentlich wieder die ersten Bunker gebaut?

Ich hab die schnaue voll :(
 

Surfing

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
15 Jul 2013
Beiträge
2.335
Bewertungen
1.617
Ja schreibe das mal wörtlich ab von der EGV, was da zur Qualifizierung drin steht. Das wird wohl ein ganzer Absatz sein. Das muss man im Zusammenhang lesen können, wenn auch von Bewerbungen die Rede ist.
 

Lightseeker

Elo-User/in
Thematiker*in
Mitglied seit
23 Jan 2014
Beiträge
299
Bewertungen
12
Da es deine Arbeit schon als 1 € Job gibt ist eine Qualifizierung unsinnig, da du dadurch nicht in Arbeit vermittelt werden kannst.
Ich möchte diese Qualifizierung von mir aus machen und es gibt durchaus Stellen auf dem ersten Arbeitsmarkt, auch wenn ehr im Niedriglohnsektor.
Es kommt auch darauf an ob Vollzeit oder Teilzeit.
Vollzeitstellen sind ehr selten, aber durchaus möglich und der Verdienst würde reichen um aus Hartz IV auszuscheiden. Das ist ja auch mein Hintergedanke bei dem Ganzen.

ABER wenn doch genau dieser Beruf als Ein Euro Job angeboten wird, dann verdrängt er doch diesen Beruf paradoxerweise. Und ja, dann ist eine Qualifizierung tatsächlich unsinnig.

Tja nun stehe ich da. was man auch macht ist verkehrt. Und nu?
 

Lightseeker

Elo-User/in
Thematiker*in
Mitglied seit
23 Jan 2014
Beiträge
299
Bewertungen
12
Ja schreibe das mal wörtlich ab von der EGV, was da zur Qualifizierung drin steht. Das wird wohl ein ganzer Absatz sein. Das muss man im Zusammenhang lesen können, wenn auch von Bewerbungen die Rede ist.
So da muss ich erstmal was vorwegschicken ( da sicherlich auch nicht uninteressant ) das Datum und das Ende der Qualifizierung sind falsch in der EGV.
Hier in der EGV vom 31.07-30.10 angegeben. Findet aber von Sept-Dez statt.
Ich habe meiner SB schon informiert und gebeten eine neue EGV zu schicken.




Diese EGV ist gültig ab 27.08.2014 bis 26.02.2015 längstens jedoch bis zum Ende (...) und ersetzt die bisherige EGV vom 31.07.2014

1. Verbesserung der (Fach)Qualifikation, soll erreicht werden bis: siehe Aufgabe.

Aufgaben des zuständigen Beraters:

-Förderung der Weiterbildung

Er fördert Ihre Teilnahme an der beruflichen Weiterbildunsmaßnahme gemäß § 16 Abs. 1 SGB i.V.m § 81ff SGB III bei Schulungsort (...) von 31.07.2014 bis 30.10.2014 [ anmerkung von mir: falsches datum! ]

Der Träger der Grundsicherung verpflichtet sich bei Nichtbeendigung (...) den frei gewordenen Platz zeitnah nach zu besetzen, so fern ein geeigneter Bewerber vorhanden und es bei der Maßnahme möglich ist.
Dadurch soll die Höhe des Schadens für den Kunden gering gehalten werden.


Von mir übernommene Aufgaben sind:

Teilnahme an einer Weiterbildungsmaßnahme

Sie nehmen teil vom 31.07 -30.10.2014

Zu Ihren Mitwirkungspflichten hierbei zählen

-Einhaltung der mit dem Weiterbildungsträger festgelegten Schulungs- und sonstigen Termine

-Aktive Mitarbeit bei Bemühungen, Ihr Potential in Bezug auf Erreichung des Weiterbildungszieles zu nutzen.

-Aktive Mitwirkung bei allen auf die berufliche Eingliederung abzielenden Leistungen auch außerhalb der Weiterbildungsmaßnahme. Hierzu gehört auch die Annahme von Arbeitsangebotenn und Eigenbemühungen zur Arbeitssuche

Sie verpflichten sich, bei Abbruch der Maßnahme aus einem von Ihnen zu vertretenden Grund an den Träger der Grundsicherung Schadensersatz zu leisten...(...)


da steht dann nur noch wie viel das ist und welche Kosten sonst übernommen werden. mehr nicht

ps: und natürlich die Rechtsfolgenbelehrung
 

Surfing

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
15 Jul 2013
Beiträge
2.335
Bewertungen
1.617
Wenn das wörtlich so drinsteht kann es sich nicht um eine AGH handeln. Berufliche Weiterbildungmaßnahme steht bei den Leistungen des JC und bei dir unter deinen Bemühungen auch.

Steht da eine genaue Bezeichnung drin bei der beruflichen Weiterbildungsmaßnahme? Um welche berufliche Fach-Qualifizierung handelt es sich?

Das andere mit der Annahme von Arbeitsangeboten und Eigenbemühungen: Das heißt wenn du vom JC während der beruflichen Weiterbildungsmaßnahme VV bekommst, musst du dich darauf bewerben. Bei den Eigenbemühungen ist keine Anzahl vorgegeben. Da kannst eine Tabelle erstellen wo du du auflistest dass du Zeitungen mit Stellenangeboten gelesen hast, dass du Online Stellenbörsen durchsucht hast nach passenden Stellen, dass du du dich z.b. initiativ per E-mail bei AG Xyz beworben hast. Jeweils mit Datum und Tag und bei Firmen mit deren Firmen-Namen.

Von Nachweisen über konkret durchgeführte Bewerbungen steht da nichts drin. Und wenn müsste es Bewerbungsnachweise heißen, nicht Eigenbemühungen.
 

Surfing

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
15 Jul 2013
Beiträge
2.335
Bewertungen
1.617
Nachtrag: Ich habe oben gelesen und welche Weiterbildung es geht. Deine Vorahnung/Vermutung geht schon in die richtige Richtung. Für eine AGH (1€ Job) müssen sie aber erst eine neue EGV machen. Da hängt viel Arbeit dran. Deine jetzige EGV gilt nur für die 3-monatige Schulung und läuft 6 Monate. Erst danach kann das JC eine neue EGV unterbreiten/anbieten. Vorher nicht. Und die jetzige EGV kündigen geht nicht so einfach wenn du mit dem Inhalt einverstanden warst und unterschrieben hast.

Sorry wenn ich das jetzt etwas konkreter schreibe: Das ist keine berufliche Weiterbildung sondern eine Schnell-Schulung ohne staatlich anerkannten Berufsabschluss. In 3 Monaten kann man keinen Beruf ausbilden. Deshalb sind die Begriffe berufliche Weiterbildung und Fach-Qualifizierung in der EGV Falsch.

Zitat:
Zu diesem noch sehr jungen Beruf gibt es verschiedene Ausbildungsangebote. Die organisierte Ausbildung in Berufsfachschulen ist eine Möglichkeit. In diesem Fall dauert die Ausbildung zwei Jahre. Die Ausbildung zum Alltagsbetreuer in Berufsfachschulen gliedert sich in einen Basiskurs, einen Aufbaukurs und ein Begleitpraktikum.
Berufsbild Alltagsbetreuer - Ausbildung und Aufstiegschancen

(Alternativ zur 2-jährigen Ausbildung ist auch eine berufbegleitende Weiterbildung zur Präsenz- kraft in der Pflege möglich. Kooperationspartner: Belchen Institut, Dauer: 12 Monate. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die Einrichtungen.)

Staatlich anerkannter Alltagsbetreuer - Ihr Arbeitsplatz im Eigenbetrieb Heime

Ausbildungsbeginn ist jeweils im September eines Jahres. Die Ausbildung dauert in Vollzeit zwei Jahre. Bei Vorweisen einschlägiger Erfahrungen oder eines einschlägigen Bildungsweges kann die Ausbildung um bis zu einem Jahr verkürzt werden. Sie gliedert sich in theoretische und praktische Teile. Der Unterricht an der Schule erfolgt in der Regel an 2 Studientagen pro Woche in Offenburg. Die restlichen Tage der Woche werden in einer geeigneten Einrichtung erbracht. In der gesamten Ausbildung werden ca. 25 Schultage am Standort Hausach durchgeführt. Die Ausbildung endet mit Prüfungen. Nach deren Bestehen kann die staatliche Anerkennung beantragt werden. Schüler/innen ohne Hauptschulabschluss erwerben diesen mit bestandener Abschlussprüfung.

http://www.pbfs.de/de/ausbildung/alltagsbetreuerin/

http://www.gesundheitsberufe.de/berufsbilder/pflegeassistent-alltagsbetreuer-mw
 

Charlot

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
5 Mrz 2011
Beiträge
2.937
Bewertungen
2.946
Sie verpflichten sich, bei Abbruch der Maßnahme aus einem von Ihnen zu vertretenden Grund an den Träger der Grundsicherung Schadensersatz zu leisten...(...)
Und wie hoch ist der Schadensersatz ?
Dies sollte vorher verbindlich festgelegt sein, da Du ja wissen musst, ob du diesen Betrag überhaupt stemmen kannst.
(Du erklärst Dich bei Unterschrift ja dazu bereit)

Unterschreibst Du, gibst Du auch vor Schadensersatz leisten zu können, auch wenn Du das Geld überhaupt nicht hast.
Hier wirst Du von MT und/oder JC in die Schuldenfalle gedrängt.
 

Purzelina

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
26 Nov 2010
Beiträge
5.709
Bewertungen
2.047
Mir wurde ein Bildungsgutschein zu einer Qualifizierungsmaßnahme als Alltagsbetreuer zugesprochen. Die Qualifizierung dauert 3 Monate. Sollte ich im Anschluss nicht direkt einen Job finden, würde ich unmittelbar danach einen Ein Euro Job als Alltagsbetreuer machen müssen.
Wer eine solche Qualifizierungsmaßnahme erfolgreich abschließt, kann danach nicht gleich in einen EEJ zugewiesen werden. Das passt in die Reihenfolge der Eingliederungsleistungen nicht, der EEJ ist das unterste Mittel. Du bist schon weiter. Außerdem wäre dieser EEJ bestimmt nicht zusätzlich.

Also nicht verrückt machen lassen. Ein Minijob wäre hingegen ein guter Einstieg.
 

gelibeh

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
20 Jun 2005
Beiträge
23.595
Bewertungen
17.047
Arbeitsangebot ist kein EEJ, das wurde ja schon gesagt. Um Dir einen EEJ zuweisen können, wäre einmal eine neue EGV denkbar, in der der EEJ drinsteht. Erst wenn Du die unterschreiben würdest dann wäre die gültig. Solange Deine jetzige EGV aber noch gilt, musst DU keine neue EGV unterschreiben und gegen einen EGV-VA kannst Du wegen der noch gültigen EGV WIderspruch ergeben.
Der SB kann Dir auch eine Zuweisung in einen EEJ geben. In der Zuweisung müssen aber eine Menge Dinge stehen, damit das eine ausreichend konkretisierte Zuweisung ist und eben die Kriterien wie Zusätzlichkeit etc. müssen auch passen. Also erst einmal abwarten.
 

Lightseeker

Elo-User/in
Thematiker*in
Mitglied seit
23 Jan 2014
Beiträge
299
Bewertungen
12
Arbeitsangebot ist kein Ein-Euro-Job, das wurde ja schon gesagt. Um Dir einen Ein-Euro-Job zuweisen können, wäre einmal eine neue EGV denkbar, in der der Ein-Euro-Job drinsteht. Erst wenn Du die unterschreiben würdest dann wäre die gültig. Solange Deine jetzige EGV aber noch gilt, musst DU keine neue EGV unterschreiben und gegen einen EGV-VA kannst Du wegen der noch gültigen EGV WIderspruch ergeben.
Der SB kann Dir auch eine Zuweisung in einen Ein-Euro-Job geben. In der Zuweisung müssen aber eine Menge Dinge stehen, damit das eine ausreichend konkretisierte Zuweisung ist und eben die Kriterien wie Zusätzlichkeit etc. müssen auch passen. Also erst einmal abwarten.
Also wenn eine EGV per VA erlassen wird, begründe ich den Widerspruch einfach damit dann dass die aktuelle EGV bis Februar gültig ist und gehe garnicht erst auf den Euro Job ein oder muss ich dann auch was von fehlender Zusätzlichkeit schreiben?

Ja, abwarten ist nicht meine Stärke. Lieber das Kind retten bevor es ins Wasser fällt und ich hatte die SB ja noch darauf angesprochen und die machte mir unmissverständlich klar dass es zu keinen Lücken kommen darf und ich auch bald wieder eingeladen werde. Man argumentiert eben dass ich noch keine Erfahrungen habe und diese wunderbar in diesem Euro Job machen könnte.


Ich hab nur Bedenken als Querulant dann dazustehen und dann ständig von denen irgendwelche Schreiben zu erhalten bei denen mir spei übel wird.
Daher bin ich da auch regelrecht einen am Männchen machen und sag nur ja und amen.

Und selbst Sozialarbeiter die Geld damit verdienen, Menschen bei solchen Dingen zu Behörden zu begleiten, halten einen für bekloppt wenn man denen das ganze System mal versucht zu erklären . Paranoid, krank, unangemessen denken die, auch wenn sie es nicht äußern. Mimik sagt alles. So lange der Kerl noch Geld bekommt vom JC und nicht ganz abgewrackt und abgemagert ausschaut, kann das Leben ja so schlecht nicht sein. Und wenn man dann noch einen Bildungsgutschein bekommt vom JC, kann ja nur alles gut laufen.
Und Sozialarbeiter haben auch kein Interesse Rechtskenntnisse zu erlangen. Das sind meine Erfahrungen. Ich stehe trotz dass ich eigentlich jemanden habe völlig alleine da. Die kommen dann mit als Begleitung, schweigen oder fallen einem auch schon mal in den Rücken vor der SB ( "Ein Ein Euro Job ist doch gar nicht so schlimm, bla bla" )

Ich hätte am liebsten einen Anwalt der immer mit mir da hingeht wenn was ansteht oder Schreiben für mich verfasst. Meine Nerven was dieses Amt angeht liegen echt blank und keiner sieht irgendwie die Problematik.

Da findet ehr eine Zusammenarbeit mit dem JC statt, als das Partei für den Klienten ergriffen wird. Das mal so nebenbei. Ich verliere langsam den glauben an so einiges und komme mir echt vor wie son Sklave oder Eigentum dieser Stadt. Musste mich jetzt mal auskotzen, auch wenn es was am Thema vorbei ist.
 

Lightseeker

Elo-User/in
Thematiker*in
Mitglied seit
23 Jan 2014
Beiträge
299
Bewertungen
12
Und wie hoch ist der Schadensersatz ?
Dies sollte vorher verbindlich festgelegt sein, da Du ja wissen musst, ob du diesen Betrag überhaupt stemmen kannst.
(Du erklärst Dich bei Unterschrift ja dazu bereit)

Unterschreibst Du, gibst Du auch vor Schadensersatz leisten zu können, auch wenn Du das Geld überhaupt nicht hast.
Hier wirst Du von MT und/oder JC in die Schuldenfalle gedrängt.

30 % der Summe, also ca.300 €

Ja, aber die Qualifizierung ziehe ich ja durch und möchte ich ja auch.
Da wird es zu keinem Abbruch von meiner Seite aus kommen
 

Lightseeker

Elo-User/in
Thematiker*in
Mitglied seit
23 Jan 2014
Beiträge
299
Bewertungen
12
Wer eine solche Qualifizierungsmaßnahme erfolgreich abschließt, kann danach nicht gleich in einen Ein-Euro-Job zugewiesen werden. Das passt in die Reihenfolge der Eingliederungsleistungen nicht, der Ein-Euro-Job ist das unterste Mittel. Du bist schon weiter. Außerdem wäre dieser Ein-Euro-Job bestimmt nicht zusätzlich.

Also nicht verrückt machen lassen. Ein Minijob wäre hingegen ein guter Einstieg.
"das passt in die Reihenfolge der Eingleiderungsleistungen nicht,(...)"

Kann ich damit dann argumentieren?
 

Lightseeker

Elo-User/in
Thematiker*in
Mitglied seit
23 Jan 2014
Beiträge
299
Bewertungen
12
Wenn das wörtlich so drinsteht kann es sich nicht um eine AGH handeln. Berufliche Weiterbildungmaßnahme steht bei den Leistungen des JC und bei dir unter deinen Bemühungen auch.

Steht da eine genaue Bezeichnung drin bei der beruflichen Weiterbildungsmaßnahme? Um welche berufliche Fach-Qualifizierung handelt es sich?

Das andere mit der Annahme von Arbeitsangeboten und Eigenbemühungen: Das heißt wenn du vom JC während der beruflichen Weiterbildungsmaßnahme VV bekommst, musst du dich darauf bewerben. Bei den Eigenbemühungen ist keine Anzahl vorgegeben. Da kannst eine Tabelle erstellen wo du du auflistest dass du Zeitungen mit Stellenangeboten gelesen hast, dass du Online Stellenbörsen durchsucht hast nach passenden Stellen, dass du du dich z.b. initiativ per E-mail bei AG Xyz beworben hast. Jeweils mit Datum und Tag und bei Firmen mit deren Firmen-Namen.

Von Nachweisen über konkret durchgeführte Bewerbungen steht da nichts drin. Und wenn müsste es Bewerbungsnachweise heißen, nicht Eigenbemühungen.

wie verhält es sich denn mit dem falschen Datum in der EGV?
Beginn und Ende der Qualifizierung stimmen ja so nicht..
Kann man mir da nun auch irgendwas böses, weil ich den Mist unterschrieben hab und offenbar nur grob drüber geblickt?
 

Walter999

Forumnutzer/in

Mitglied seit
10 Nov 2013
Beiträge
922
Bewertungen
535
Meiner Meinung nach gibt es keinen Ein-Euro Job der rechtens ist. Er ist evtl. durch ein Gesetz gedeckt, aber rechtens kann ein Ein-Euro Job niemals sein.
 
E

ExitUser

Gast
§ 16d SGB II:

(1) Erwerbsfähige Leistungsberechtigte können zur Erhaltung oder Wiedererlangung ihrer Beschäftigungsfähigkeit, die für eine Eingliederung in Arbeit erforderlich ist, in Arbeitsgelegenheiten zugewiesen werden, wenn die darin verrichteten Arbeiten zusätzlich sind, im öffentlichen Interesse liegen und wettbewerbsneutral sind. ...
Verglichen mit dem, was ich aus dem Eingangsbeitrag herauslese, paßt doch hier überhaupt nichts. Eine Qualifizierung ist überhaupt nur dann sinnvoll, wenn sie die Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Stelle ermöglicht und nicht lediglich die einer AGH. Und wenn diese Tätigkeit, womöglich im selben Unternehmen, sowohl als reguläre Beschäftigung, als auch als AGH ausgeübt wird, ist die AGH niemals wettbewerbsneutral, sondern zur Kostenersparnis beim Auftraggeber auf Verdrängung regulärer Beschäftigung angelegt.
Und zum Schluß bleibt noch der Punkt, daß man nach erfolgreichen Abschluß einer Qualifizierung nicht so marktfern ist, daß es einer AGH zur Schaffung oder Wiedererlangung der Beschäftigungsfähigkeit bedürfte.

Die Genehmigung dieser AGH gehört also ohne jeden Zweifel zu der Hälfte, die nur unter vorsätzlichem Rechtsbruch zustandekommen kann. Da die Qualifizierung aber erst ansteht, bleibt wohl noch die nötige Zeit, um die mit einer Beschwerde beim Kundenreaktionsmanagement aus der Welt zu schaffen.
 

Lightseeker

Elo-User/in
Thematiker*in
Mitglied seit
23 Jan 2014
Beiträge
299
Bewertungen
12
§ 16d SGB II:



Verglichen mit dem, was ich aus dem Eingangsbeitrag herauslese, paßt doch hier überhaupt nichts. Eine Qualifizierung ist überhaupt nur dann sinnvoll, wenn sie die Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Stelle ermöglicht und nicht lediglich die einer AGH. Und wenn diese Tätigkeit, womöglich im selben Unternehmen, sowohl als reguläre Beschäftigung, als auch als AGH ausgeübt wird, ist die AGH niemals wettbewerbsneutral, sondern zur Kostenersparnis beim Auftraggeber auf Verdrängung regulärer Beschäftigung angelegt.
Und zum Schluß bleibt noch der Punkt, daß man nach erfolgreichen Abschluß einer Qualifizierung nicht so marktfern ist, daß es einer AGH zur Schaffung oder Wiedererlangung der Beschäftigungsfähigkeit bedürfte.

Die Genehmigung dieser AGH gehört also ohne jeden Zweifel zu der Hälfte, die nur unter vorsätzlichem Rechtsbruch zustandekommen kann. Da die Qualifizierung aber erst ansteht, bleibt wohl noch die nötige Zeit, um die mit einer Beschwerde beim Kundenreaktionsmanagement aus der Welt zu schaffen.

Die Sache ist die..Ich wollte eigentlich studieren, der Durchschnitt war mit 3,0 so schlecht dass ich überall abgelehnt worden bin.
Daher musste etwas her damit ich schnell was in der Hand habe wenigstens und der Bereich den ich wollte nicht ganz weit entfernt ist.

Und als Alltagsbetreuer kann man sehr wohl eine Arbeitsstelle auf dem ersten Arbeitsmarkt finden. Das Gehalt liegt da zwischen 1500 und 1900 € Brutto. Allerdings werden die überwiegend Teilzeit eingestellt. Ist auch ehr ein Frauenberuf den Mütter mehr oder weniger machen.
Ich lebe aber im Ruhrgebiet, hier gibt es doch Altenheime und Stellen und alte Menschen wie Sand am Meer.
Man kann sich sogar selbstständig machen..ich weiss zwar nicht wie, aber es ist möglich.

Besser geringqualifiziert als nichts vorweisen zu können, dachte bzw denke ich mir eben.

Und ich hoffe ja auch bis dahin eine Stelle zu finden. Nur erhalte ich das Zertifikat ja erst im Dezember, man gibt mir keine Zeit, keinen Puffer und ich weiss auch nicht ob es sinnvoll ist mich ohne Zertifikat vorher schon zu bewerben. "Wir gehen ja davon aus dass sie die Qualifizierung bestehen, sonst könnten wir uns das ganze ja sparen. Also können sie sich bewerben und eine Stellle suchen, oder aber sie arbeiten als Alltagsbetreuer für 1,25 € direkt unmittelbar nach Maßnahmeende, so die SB



Wie ist das wenn ich nach einem Jahr merke ich komm mit dieser Qualfizierung garnicht vorran und sie bringt mir garnichts? Kann ich dann noch eine andere Ausbildung machen? Was ist wenn diese dann schulisch ist und man dadurch nur Bafög erhält ( bekomme ich mit 30 nicht mehr ) und auch keine Berufsausbildungshilfe oder wie sich das schimpft?

Oder wenn ich dann was völlig anderes machen möchte, da wird man mich doch nicht unterstützen, sondern mich nun auf den Alltagsbetreuer festnageln?

Fragen über Fragen...:icon_frown:

Danke für die Antworten auf jeden Fall.

Bevor ich mir weiter über ungelegte Eier Gedanken mache:

Wenn der Termin dann kommt nim Dezember und ich ne EGV vorgelegt bekomme, kann sich mir dann einer noch mal annehmen und mir dann genau sagen welche Schritte ich genau zu gehen habe bzw. was zu schreiben und zu tun ist? Dann krame ich dieses Thema noch mal hervor bei Zeiten und versuche bis dahin irgendwie an einen Job zu kommen.
 

Surfing

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
15 Jul 2013
Beiträge
2.335
Bewertungen
1.617
wie verhält es sich denn mit dem falschen Datum in der EGV?
Beginn und Ende der Qualifizierung stimmen ja so nicht..
Kann man mir da nun auch irgendwas böses, weil ich den Mist unterschrieben hab und offenbar nur grob drüber geblickt?
Wenn dir der Bildungsgutschein bewilligt wurde und der Zeitraum in der EGV falsch ist kann passieren dass sich das ganze zeitlich rauszögert oder Termine verschoben werden.

Wenn das nur ein Versehen des SB ist kannst das ändern lassen.

Und allgemein: Bitte künftig bei Unklarheiten vorher Rat einholen, nicht erst wenn der Vertrag bereits unterschrieben wurde.
 

gelibeh

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
20 Jun 2005
Beiträge
23.595
Bewertungen
17.047
Wenn der Termin dann kommt nim Dezember und ich ne EGV vorgelegt bekomme, kann sich mir dann einer noch mal annehmen und mir dann genau sagen welche Schritte ich genau zu gehen habe bzw. was zu schreiben und zu tun ist?
GAnz einfach. EGV nicht unterschreiben. Zur Prüfung mit nach Hause nehmen. Das Recht hast Du. Droht der SB mit einem Verwaltungsakt, ist das auch okay, soll er doch. Dagegen kannst DU dann Widerspruch erheben. Dabei helfen wir dann schon.
 

dagobert1

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
26 Nov 2012
Beiträge
5.529
Bewertungen
4.193
Mit dem "In Ruhe lassen" Bei einem 450 € Job...dieser wäre aber vorrangig jeglicher Maßnahme vom JC, oder? Also zu Maßnahmen etc muss ich dann nicht mehr antanzen?
Der Job wäre vorrangig, aber es gibt auch Fälle wo das JC noch eine Maßnahme obendrauf setzt. Musst du halt abwarten was dein JC dann macht.

Also wenn eine EGV per VA erlassen wird, begründe ich den Widerspruch einfach damit dann dass die aktuelle EGV bis Februar gültig ist und gehe garnicht erst auf den Euro Job ein
Genau so.

Und wenn diese Tätigkeit, womöglich im selben Unternehmen, sowohl als reguläre Beschäftigung, als auch als AGH ausgeübt wird, ist die AGH niemals wettbewerbsneutral, sondern zur Kostenersparnis beim Auftraggeber auf Verdrängung regulärer Beschäftigung angelegt.
Das könnte evtl. auch den Zoll interessieren ...
 
E

ExitUser

Gast
Die Sache ist die..Ich wollte eigentlich studieren, der Durchschnitt war mit 3,0 so schlecht dass ich überall abgelehnt worden bin.
Nachvollziehbar. Es sei denn, Du wärest kraft gut genährter Sparschweine in der Familie für die nächsten Jahrzehnte zum Mäzen der Uni geworden, so daß es auf einen Studienabschluß eigentlich nicht ankommt. Dann hätte die sich mit der Ablehnung freilich ins Knie geschossen.

Und als Alltagsbetreuer kann man sehr wohl eine Arbeitsstelle auf dem ersten Arbeitsmarkt finden. Das Gehalt liegt da zwischen 1500 und 1900 € Brutto.
Vorausgesetzt, Du hast das nicht schon mal für lau gemacht. Dann fragt sich nämlich jeder: "Weshalb soll ausgerechnet ich für etwas Geld zahlen, was andere von dem umsonst bekommen haben?!" Insofern ist die AGH ein Vermittlungshemmnis (bzw. geschäftsschädigend) erster Klasse.

Ich lebe aber im Ruhrgebiet, hier gibt es doch Altenheime und Stellen und alte Menschen wie Sand am Meer.
Woanders auch.

Man kann sich sogar selbstständig machen..ich weiss zwar nicht wie, aber es ist möglich.
Nun ja, scheinselbständig geht ja immer. Es gibt genug Leute, die nicht mehr klar denken können, wenn sie Dollarzeichen in den Augen haben. Wie man das aber mit mehreren Auftraggebern, freiem Auftreten am Markt (gibt es da einen) geregelt bekommt, kann ich Dir mangels Einblick in die Branche und die Tätigkeit auch nicht sagen.

Besser geringqualifiziert als nichts vorweisen zu können, dachte bzw denke ich mir eben.
Völlig falsche Herangehensweise. Beantworte doch bitte zunächst mal die Fragen, was Du denn studieren wolltest? Und was - ehrlich eingeschätzt - Dein Dreier-Abi wert ist?

Und ich hoffe ja auch bis dahin eine Stelle zu finden. Nur erhalte ich das Zertifikat ja erst im Dezember, man gibt mir keine Zeit, keinen Puffer und ich weiss auch nicht, ob es sinnvoll ist, mich ohne Zertifikat vorher schon zu bewerben.
Wenn die Leute gesucht werden wie die Stecknadel im Heuhafen, dann ja. Ansonsten kannst Du bestenfalls Kontakte küpfen, wirst aber vor bestandener Prüfung von niemandem eine Zusage bekommen. Und dann auch nur, wenn das Zertifikat mehr wert ist als das Papier, auf welches es gedruckt wurde. Davon kann bei vielen der vom Amt geförderten Qualifizierungen natürlich nicht die Rede sein. Die meisten dieser Zettel kann man sich getrost an die Klotüre nageln.

"Wir gehen ja davon aus dass Sie die Qualifizierung bestehen, sonst könnten wir uns das ganze ja sparen. ..."
Dummschwätz. Die will Dich nur irgendwie aus der Statistik haben.

... Also können Sie sich bewerben und eine Stellle suchen, oder aber sie arbeiten als Alltagsbetreuer für 1,25 € direkt unmittelbar nach Maßnahmeende, so die SB ..."
Was eigentlich der Aufhänger wäre, die Maßnahme zu kippen: Eine monatelange Qualifizierung, an deren Ende massive Zweifel sogar daran bestehen, daß der Teilnehmer früh aus dem Bett kommt und irgendwo mental einen halben Arbeitstag durchsteht, ist keinen Pfifferling wert. Ich würde das dem MT direkt auf's Brot schmieren, wenn ich dort unbedingt teilnehmen müßte oder wollte: "Das JC ist der Meinung, daß man nach Absolvierung Ihres Kurses keine zwei Tage Probezeit übersteht."

Wenn man dort so etwas wie Ehre im Leib hat, liefert man Dir daraufhin erste Munition gegen die AGH.
 

Lightseeker

Elo-User/in
Thematiker*in
Mitglied seit
23 Jan 2014
Beiträge
299
Bewertungen
12
@P123: Danke für diese radikale Veranschauung.

Ich werde in 2 Wochen zu einem Anwalt gehen

Ich brauche etwas Struktur in dem Ganzen Chaos.
 

Lightseeker

Elo-User/in
Thematiker*in
Mitglied seit
23 Jan 2014
Beiträge
299
Bewertungen
12
Mal kurz dazwischen:


Mir wurde heutige die korrigierte Fassung ( Datum war falsch, ich bat darum ) der EGV zugesandt und anbei befand sich folgendes Anschreiben:


Sie beziehen laufend die oben genannte Geldleistung.

Während des Bezuges dieser Leistung sind sie verpflichtet, nach § 60 (1) Nr. 3 1. Buch Sozialgesetzbuch ( SGB I ) im Leistungsverfahren mitzuwirken. Im Rahmen ihrer Mitwirkung bitte ich sie, bis spätestens 14 Tage nach Zusendung eine als Anlage beigefügte Eingliederungsvereinabarung ausgefüllt und unterschrieben an das Job Center , zurückzusenden.

Ihre Mitwirkungspflicht ist erforderlich, weil ohne die erbetene Unterlage nicht festgestellt werden kann, ob und inwieweit ihr Leistungsanspruch unverändert fortbesteht. Des Weiteren möchte das Job Center sie umfassend bei dem Ziel der Eingliederung in Arbeit unterstützen.


Mit freundlichen Grüßen....




sooooooooo Leute. Ich dachte man muss keine EGV unterschreiben ( wobei mich das in diesem Fall nicht stört, aber für Zukünftige EGVs ).

Dann liegt ja hiermit eine Erpressung / Nötigung vor.

Oder?

Nicht wahr?
 

edelweiß

Elo-User/in
Mitglied seit
21 Jul 2013
Beiträge
491
Bewertungen
417
...weil ohne die erbetene Unterlage nicht festgestellt werden kann, ob und inwieweit ihr Leistungsanspruch unverändert fortbesteht.
soso,eine EGV-Unterschrift dient also der Feststellung des Leistungsanspruchs....!!! sehr kreativ.:icon_lol:

da würde ich doch mal nach der Rechtsgrundlage dieser Formulierung anfragen.
 

Couchhartzer

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
30 Aug 2007
Beiträge
5.559
Bewertungen
8.726
Dann liegt ja hiermit eine Erpressung / Nötigung vor.

Oder?

Nicht wahr?
Nö.
Aber, es liegt eine willkürliche und wissentliche schriftliche Falschauskunft und Falschberatung vor (somit möglicherweise ein dienstrechtlicher Verstoß), denn es ist allgemein aus den gesetzlichen Regelungen und zugehörigen gefestigten Rechtssprechungen bekannt, dass eine EGV keine Voraussetzung für das Feststellen eines rechtlich zustehenden Leistungsanspruches ist.
 

Lightseeker

Elo-User/in
Thematiker*in
Mitglied seit
23 Jan 2014
Beiträge
299
Bewertungen
12
Nö.
Aber, es liegt eine willkürliche und wissentliche schriftliche Falschauskunft und Falschberatung vor (somit möglicherweise ein dienstrechtlicher Verstoß), denn es ist allgemein aus den gesetzlichen Regelungen und zugehörigen gefestigten Rechtssprechungen bekannt, dass eine EGV keine Voraussetzung für das Feststellen eines rechtlich zustehenden Leistungsanspruches ist.

Dann nehme ich das Schreiben mal mit zu dem Anwalt. Meint ihr der kann auch tätig werden? So viel wie ich weiss berät er nur kostenlos.
Ab wann hat man denn das Anrecht auf so ein Beratungsschein?
Und den holt man dann bei Gericht ab oder wie läuft das Prozedere?

Die sollen auch mal son schönen gepfefferten Brief mit §§§§§§§ bekommen und wissen dass ich nicht ganz doof bin.
 

gelibeh

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
20 Jun 2005
Beiträge
23.595
Bewertungen
17.047
Beratungsschein bekommst Du beim Amtsgericht. Meiner Meinung nach, braucht der Anwalt den sofort. Ich glaub kaum, dass der kostenlos berät. Dafür ist doch der Schein da.
 

Lightseeker

Elo-User/in
Thematiker*in
Mitglied seit
23 Jan 2014
Beiträge
299
Bewertungen
12
Nein Nein...Hier gibt es einen gemeinnützigen Verein und dort bietet ein RA laut internet jede Woche kostenlose Rechtsberatung für Hartz IV Empfänger an.

Beratung ist ja schön und gut, wird sich ja vermutlich mit dem hier decken.
Aber wenn man letztendlich möchte dass einer tätig wird, in Form von Briefen etc..das meinte ich.

Die Problematik sind ja auch die Gespräche die man mit dem SB führt. Mal abgesehen von dem Schriftverkehr.

"Will ich nicht" "ist mein gutes Recht" kann ich da nicht bringen.

Ach ihr wisst doch was ich meine. Die werden geschult und haben immer das letzte Wort und argumentieren am Thema vorbei und am Ende sagste nix mehr.

Ne, ich hab da kein Bock mehr drauf.
 

dagobert1

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
26 Nov 2012
Beiträge
5.529
Bewertungen
4.193
Während des Bezuges dieser Leistung sind sie verpflichtet, nach § 60 (1) Nr. 3 1. Buch Sozialgesetzbuch ( SGB I ) im Leistungsverfahren mitzuwirken. Im Rahmen ihrer Mitwirkung bitte ich sie, bis spätestens 14 Tage nach Zusendung eine als Anlage beigefügte Eingliederungsvereinabarung ausgefüllt und unterschrieben an das Job Center , zurückzusenden.

Ihre Mitwirkungspflicht ist erforderlich, weil ohne die erbetene Unterlage nicht festgestellt werden kann, ob und inwieweit ihr Leistungsanspruch unverändert fortbesteht.
Die EGV gehört leider nicht zum "Leistungsverfahren" ... :icon_mrgreen:
Der §60 SGB1 greift damit nicht. :icon_mrgreen:
 

Charlot

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
5 Mrz 2011
Beiträge
2.937
Bewertungen
2.946
Eine EGV gehört auch nicht zur Mitwirkungspflicht.
Denn ansonsten kann die Zahlung ja eingestellt werden.

Eine EGV "soll" abgeschlossen werden, nicht "muss" abgeschlossen werden.
 

Purzelina

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
26 Nov 2010
Beiträge
5.709
Bewertungen
2.047
Nein Nein...Hier gibt es einen gemeinnützigen Verein und dort bietet ein RA laut internet jede Woche kostenlose Rechtsberatung für Hartz IV Empfänger an.

Beratung ist ja schön und gut, wird sich ja vermutlich mit dem hier decken.
Aber wenn man letztendlich möchte dass einer tätig wird, in Form von Briefen etc..das meinte ich.
Probier es einfach aus, von dieser kostenlose Rechtsberatung kann der RA ja nicht leben. Er will dort Mandanten gewinnen.
 

Lightseeker

Elo-User/in
Thematiker*in
Mitglied seit
23 Jan 2014
Beiträge
299
Bewertungen
12
Ich komme gerade vom Anwalt und bin total deprimiert

Er sagte zwar dass es stimme dass der Euro Job zusätzlich und Wettbewerbsneutral sein muss. Wenn ich jedoch Widerspruch einlege, müsste ich aber dennoch die Stelle antreten und solch ein Widerspruchsverfahren zieht sich über Wochen/Monate. Man könnte mich auch in jeden anderen Euro Job eingliedern, selbst zum Strasse kehren.

Ich müsste dann zunächst eine Sanktion in Kauf nehmen. Wenn mein Widerspruch anerkannt wird, bekäme ich das Geld zurück. Ansonsten bliebe es bei der Sanktion.

Dass ein Euro Job das unterste Mittel sei wäre "altbacken" und so nicht richtig. Die SB müsse dies nur begründen. Und welche Begründung sie dann nimmt, wäre egal. Hauptsache begründet.


Dass man eine EGV nicht unterzeichnen muss sei korrekt - dann per VA - schade aber evtl. der Kooperation, der "Stimmung", dem Wohlwollen mit dem SB..

Das Schreiben was ich erhielt in dem ich aufgefordert worden bin eine EGV zu unterzeichen mit der Argumentation man könne sonst meine Leistungsberechtigung nicht ermitteln ist - wie jemand hier schon sagte - rechtswidrig und ich würde ein Verfahren mit "Pauken und Trompeten" gewinnen. Aber da ich aktuell mit dem Inhalt ja einverstanden bin und die EGV wegschicke, brauch mich das nicht zu interessieren.



Und nun zu meinem Hauptproblem:

Ich bin 30 nun, hab UMSONST UND FÜR NIX all meine Schulabschlüsse nachgeholt, bekomm nun wegen dem Alter kein Bafög mehr und die Finanzierung einer Ausbildung ist Ermessenssache und meist nicht das was man möchte. Irgnedwas was beim JC gerade gefragt sei.

Ich bin bald gering qualifiziert und werde auch wahrscheinlich erst in Ruhe gelassen mehr oder weniger wenn ich genau min. 450,01 € verdiene. Denn ab dann ist ein Job sozialversicherungspflichtig. Einen Cent darunter ist es eine geringfügige Beschäftigung.

Aber dann bin ich immer noch auf Hartz IV angewiesen. Ich mach und tuhe und entspreche eben nicht dem gängigen Klischee und komm einfach nicht da raus mit dem bald zu erwartenden Gehalt durch die Qualifizierung zum Betreuungsassistenten..
Und keiner versteht mich und die Folgen. Ich habe nix und keine Familie, kaum Freunde WEIL JEDER FRAGT WAS MAN BERUFLICH MACHT und mit den paar euro werde ich auch nie jemanden kennenlernen, geschweige denn im alter angemessen leben können. Ich sehe Schwarz!

Ich hab auf diesen Mist kein bock mehr!!!!!!!!!! Keiner sagt mir mal was ich machen soll. ich mach und tuh aber immer das falsche und nichts was mich da rausbringt. Ich lebe nur fürs Job Center offenbar.

Ich dachte immer man sucht sich ne ausbildungsstelle und der rest läuft dann. jetzt verfüge ich sogar über Fachabi und die Voraussetzungen und es scheitert am finanziellen? Und ich bin mein Leben lang gefangen und muss mich mit dem JC rumplagen? neeeeeeee.

Sag mir doch mal jemand was ich machen soll :(
Der Mist macht mich schon längst krank. Ich kann garnich mehr schlafen bzw. schlafe nur noch damit ich an den Mist nicht denken muss und mein Leben nicht spürbar ertragen muss. Ich betäube mich sogar mit THC. Ich könnt nur noch kotzen.
Und der Anwalt hat mir auch nicht viel gebracht jetzt.

Also kann ich mich nun für den Rest meines Lebens mit Hartz IV und ohne familie etc abgeben und dann im Alter in irgendnem Billigen pflegeheim mich bevormunden lassen?
was kann ich noch machen verdammt? :icon_sad:
 

Charlot

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
5 Mrz 2011
Beiträge
2.937
Bewertungen
2.946
Also kann ich mich nun für den Rest meines Lebens mit Hartz IV und ohne familie etc abgeben und dann im Alter in irgendnem Billigen pflegeheim mich bevormunden lassen?
was kann ich noch machen verdammt? :icon_sad:
So geht es leider vielen hier im Land.
Vom JC wird man auch nicht gefördert.

Den Mut nicht aufgeben, keinesfalls den Kopf in den Sand stecken.
 

Lightseeker

Elo-User/in
Thematiker*in
Mitglied seit
23 Jan 2014
Beiträge
299
Bewertungen
12
Haben Vermittlungsvorschläge vom JC vorrang vor anderen Stellen?

Folgende Situation nun:

Es stehen bei mir in den nächsten Wochen zwei Vorstellungsgespräche an.

Bei dem einen handelt es sich um eine Teilzeitstelle, der Termin findet zu erst statt. Und bei dem zweiten um eine Vollzeitstelle, welche mir als Stellenvorschlag vom JC zugeschickt wurde und worauf hin ich mich auch bewerben MUSSTE. Das Gute dabei wäre, dass ich wahrscheinlich so viel verdienen würde, dass ich kein Hartz IV mehr benötige :)

Wenn man mir aber beim ersten Termin, also bei der Teilzeitstelle einen Vertrag anbietet, hätte sich die Vollzeitstelle allerdings erledigt und ich würde den zweiten Termin, also den besser bezahlteren, dann absagen.

Kann das problematisch für mich werden? Sanktionstechnisch etc? Ne oder?

Am liebsten würde ich ja warten bis der zweite Termin gelaufen ist, nur da liegen zwei Wochen zwischen und ob dieser Termin dann auch erfolgreich verläuft weiss ich ja auch nicht vorher.

Oder kann ich bei Termin 1 ehrlich sagen dass ich evtl eine Vollzeit-Stelle in Aussicht habe und mit der Unterzeichnung noch warten möchte? Oder ist das nicht so gut? Hab schiss dass ich am ende garkeine Stelle hab.

ps: da kommt mir noch was anderes in den Sinn: Kann ich auch zwei oder mehrere Verträge unterzeichnen und mich dann letztendlich für einen entscheiden und die anderen kündigen? Immerhin wäre das ja alles dann in der Probezeit. Oder ist das nicht rechtens? Ich frag doof, aber letztendlich möchte ich nichts falsch machen und in Teufels Küche landen, oder so ;)


Hat jemand sinnvolle Tips? :)
 

thoma

Elo-User/in

Mitglied seit
24 Nov 2014
Beiträge
13
Bewertungen
0
In der Rechtslegung über Ein Euro jobs hat sich eingis geändert in den letzten jahren. ich würde mich an einen Anwelt wenden. LG
 

swavolt

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
6 Jul 2011
Beiträge
9.623
Bewertungen
8.741
Wart erstmal den ersten Termin ab.
Sollte dort schon entschieden werden das sie dich nehmen, dann nimm erstmal den Arbeitsvertrag mit und prüfe ihn zu Hause. Bist du mit Vertrag und Arbeitsbedingungen usw. einverstanden kannst du den Vertrag auch vor dem zweiten Vorstellungstermin unterschreiben.

Sollte dann beim zweiten Termin auch dieser AG dir die Stelle geben, genau wie beim ersten erst Vertrag mitnehmen und prüfen. Und wenn du damit zufrieden bist mit dem AG2 sprechen und den Anfangstermin so setzen das er nach dem Ende der Kündigungszeit des ersten Teilzeitjob liegt.
 

Lightseeker

Elo-User/in
Thematiker*in
Mitglied seit
23 Jan 2014
Beiträge
299
Bewertungen
12
Wart erstmal den ersten Termin ab.
Sollte dort schon entschieden werden das sie dich nehmen, dann nimm erstmal den Arbeitsvertrag mit und prüfe ihn zu Hause. Bist du mit Vertrag und Arbeitsbedingungen usw. einverstanden kannst du den Vertrag auch vor dem zweiten Vorstellungstermin unterschreiben.

Sollte dann beim zweiten Termin auch dieser AG dir die Stelle geben, genau wie beim ersten erst Vertrag mitnehmen und prüfen. Und wenn du damit zufrieden bist mit dem AG2 sprechen und den Anfangstermin so setzen das er nach dem Ende der Kündigungszeit des ersten Teilzeitjob liegt.


Danke...Wenn bei AG1 eine Probezeit vereinbart wird, muss ich doch keine Fristen beachten und brauch nicht antreten, oder?
 
E

ExitUser

Gast
In der Probezeit gilt eine Kündigungsfrist von 2 Wochen.


Das sollte aber eigentlich kein Problem sein, denn die meisten seriösen AG erwarten nicht, dass man von heute auf morgen bei ihnen anfangen kann. Das ist meist nur der Fall bei ZAF oder Minijobs oder oder. Es sollte also nichts dagegen sprechen, dass Du Job 1 erst mal annimmst, dort dann auch natürlich arbeitest und fristgerecht kündigst und AG 2 dann 2 Wochen wartet, bis Du dort anfangen kannst.

Alternativ kann man natürlich auch immer um einen Aufhebungsvertrag bitten, um schneller rauszukommen aus dem Arbeitsverhältnis, wenn man was besseres gefunden hat.
 

swavolt

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
6 Jul 2011
Beiträge
9.623
Bewertungen
8.741
Achso das war gemeint.
Das steht dann im Arbeitsvertrag von AG1, den du ja hoffentlich gut geprüft hast.
 

Lightseeker

Elo-User/in
Thematiker*in
Mitglied seit
23 Jan 2014
Beiträge
299
Bewertungen
12
Okay, zwei, drei Fragen noch dann wäre ich durch ;) :

müsste ich gar so handeln, weil das JC dies verlangen würde? Also dass ich die Teilzeitstelle kündige und den Vollzeitjob dann annehme?
Auch wenn ich einen Vertrag bei AG1 hätte der keine Probezeit vorsieht?

In beiden Bewerbungen steht dass ich zum 1.1.2015 suche. Dementsprechend würden beide Verträge doch auch erst ab dann laufen inkl. Kündigungsfrist/Probezeit. Diese Fristen gelten doch ab Vertragsbeginn ( also 1.1.2015 wenn ich dann eingestellt werde ) , oder etwa schon ab dem Tag der Unterzeichnung? Wenn ich doch dann zwei Verträge hätte zum 1.1, Kündigungsfrist hin oder her...das nützt dann ja auch nix..es sei denn diese Probezeit wurde vereinbart.

Nur wie ist das alles rechtlich und kann sanktionstechnisch etwas passieren falls ich mich für die schlechter bezahlte Stelle entscheide? Wie gesagt die Vollzeitstelle habe ich als Vermittlungsvorschlag vom JC erhalten.

Das erste V-Gespräch ist heute, das zweite in 3 Wochen


Dann noch eine wichtige Frage: Muss ich, wenn ich einen Tag auf der Arbeit "hospitiere" um zu schauen ob es passt, muss ich mir diesen Probetag dann genehmigen lassen? Ich habe keine Lust jedem wo ich ein V-Gespräch habe mitzuteilen dass ich Hartz IV beziehe ( kann ich mir gleich einen schönen Stern auf die Klamotten nähen, sorry ) und eben so wenig dass es noch dauern kann weil ich eine Genehmigung brauche, geschweige denn den Papierkram den ich vermutlichen vom AG ausfüllen lassen muss.

Was kann passieren -sanktionstechnisch- wenn ich einen Tag probearbeite..wer soll das denn erfahren? Und ich will ja weiterkommen und wenn ich mir Hartz IV auf die Stirn schreibe und den AG mit Schriftkram von denen behellige...haha..naja..

ps: ganz wichtig: Bei der vom JC vorgeschlagenen Stelle.....was ist wenn die mir plötzlich 2-4 Wochen Probearbeiten ( bezahlt/unbezahlt ) vorschlagen weil die ja wahrscheinlich wissen dass ich ALG 2 beziehe und zu allem ja und amen sagen muss? Muss ich Ja sagen ( im sinne von Sanktionen...) ? Kann der AG auch verlangen dann dass ich vor dem 1.1., unmittelbar nach dem Vorstellungsgespräch schon anfange damit? Wie gesagt, für dieses Jahr ist die Luft bei mir raus und ich bin froh wenn ich ab Mitte Dez. ein paar Tage habe an denen ich niemanden sehen muss..
 

gelibeh

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
20 Jun 2005
Beiträge
23.595
Bewertungen
17.047
Probetag muss Du Dir schon aus versicherungstechnischen Gründen genehmigen lassen.

Wenn Du mit Job1 nicht aus der Hilfsbedürftigkeit bist, dann musst Du Dich weiter um eine besser bezahlte Stelle bemühen. Das heißt dann, den Job1 kündigen, wenn Job2 mehr Geld bringt.
 

DonOs

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
23 Feb 2014
Beiträge
1.846
Bewertungen
3.275
Und wie hoch ist der Schadensersatz ?
Dies sollte vorher verbindlich festgelegt sein, da Du ja wissen musst, ob du diesen Betrag überhaupt stemmen kannst.
(Du erklärst Dich bei Unterschrift ja dazu bereit)

Unterschreibst Du, gibst Du auch vor Schadensersatz leisten zu können, auch wenn Du das Geld überhaupt nicht hast.
Hier wirst Du von MT und/oder JC in die Schuldenfalle gedrängt.
Davon abgesehen, daß ich beim MT nie etwas unterschreibe würde. Ist das überhaupt rechtens Schadensersatz verlangen zu können? Und eine Pflicht sowas zu unterschreiben sehe ich ja auch nicht, auch wenn dies jetzt nicht zum Thema passt.
 
Oben Unten