Während des Zeitraums einer Sperre irgendwelche Pflichten?

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Neuling2019

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Hallo - mich interessiert in aller erster Linie das Folgende:

Wäre es rein theoretisch möglich Am 30. oder 31. des "Monat 1" einen ALG 2 - Antrag zu stellen......dann für "Monat 1" und "Monat 2" ALG 2 gezahlt zu bekommen (Auf Vermittlungsvorschläge, etc. hat man ja 3 Tage oder so Zeit um sich zu bewerben) ohne irgendwelchen
Pflichten (wie Bewerbungen schreiben, Maßnahmen) nachzukommen.

Im Monat 2 ... 3 Sanktionen /eine komplette Sperre zu bekommen (die dann ja erst im nächsten Monat greift?).

Im Monat 3, 4 und 5 ... während man kein ALG 2 gezahlt bekommt ... keinerlei Pflichten nachzukommen.

Am Ende von Monat 6 wieder nach dem gleichen Schema zu verfahren.

Kann man also reintheoretisch (!) 2 Monate ALG 2 bezahlt bekommen, 3 Monate keine Leistungen, 2 Monate ALG, 3 Monate keine Leistungen, etc. ...... und nach diesem Schema dauerhaft vorgehen ohne jemals irgendwelchen Pflichten nachzukommen?



PS: Ich frage das nicht weil ich auf Totalverweigerung machen möchte, o.ä. :) - ich möchte nur meine Rechte, Pflichten kennen und wissen wie ich bei Vermittlungsvorschlägen für Jobs, Maßnahmen, etc. mit denen ich nicht klarkomme umgehen muss/darf.

Das oben wäre natürlich der worst case.
 

vidar

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Moin @Neuling2019, :welcome:
Kann man also reintheoretisch (!) 2 Monate ALG 2 bezahlt bekommen, 3 Monate keine Leistungen, 2 Monate ALG, 3 Monate keine Leistungen, etc. ...... und nach diesem Schema dauerhaft vorgehen ohne jemals irgendwelchen Pflichten nachzukommen?
Sorry, der Sozialstaat ist keine Ponyhof auf den du dich nach deinem Gusto einrichten kannst. Wenn du Leistungen Beziehen möchtest, dann muss du dich schon an die Regularien halten.
PS: Ich frage das nicht weil ich auf Totalverweigerung machen möchte, ...
Wenn man deine Historie betrachtet stellt sich das aber genau so dar. Wie äußern sich hier denn deine Probleme dich nicht auf Vermittlungsvorschläge bewerben zu wollen.
 

Neuling2019

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Ich habe bisher noch kein ALG 2 bezogen..... habe etwas Angst davor mit den Vermittlungsvorschlägen, etc. klarzukommen (psychisch krank und bin eben kurz davor Hartz 4 zu beantragen)- weiß noch nicht was genau auf mich zu kommt. Lebe bei meinen Eltern und hoffe gut klarzukommen, habe aber ganz einfach gewisse Ängste/Befürchtungen, dass nicht. Bisher habe ich noch keinerlei Probleme mit Vermittlungsvorschlägen (da noch kein Bezug).

Ich wollte eigentlich nur die "Spielregeln" genau kennen und meine zu wissen, dass das schlimmste ist was passieren kann, wenn ich mich jetzt für ALG 2 anmelde und nicht klarkommen sollte. Wenn ich richtig liege kriegt man ALG 2
  • rückwirkend für den ganzen Monat
  • bei einer Totalsperre gibt es 3 Monate lang nichts

- man hat während einer Totalsperre keinerlei Pflichten.

In aller erster Linie interessiert mich der letzte Stichpunkt.

PS: vielen Dank für deine Antwort, aber Du schätzt mich falsch ein.
 

vidar

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rückwirkend für den ganzen Monat ...
Ab dem Antragsmonat
... bei einer Totalsperre gibt es 3 Monate lang nichts
Kommt darauf an, ob nur die Regelleistung oder auch die Kosten der Unterkunft betroffen sind
... man hat während einer Totalsperre keinerlei Pflichten.
Deine Verpflichtungen bleiben bestehen solange du dort gemeldet bist.

Für weiterreichende Informationen empfehle ich dir die Hinweise innerhalb dieses Link mal durchzuarbeiten: https://www.elo-forum.org/threads/leitfaden.188238/
 

Neuling2019

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Ab dem Antragsmonat

Ab dem 1. des Antragsmonats, richtig? Es liegt also kein Missverständnis zwischen uns vor was dieses Zitat betrifft?

Kommt darauf an, ob nur die Regelleistung oder auch die Kosten der Unterkunft betroffen sind

Es geht bei mir nur um Regelleistungen (+ Krankenkasse). Ich gehe generell davon aus, dass beides gestrichen wird bei einer Sperre. Liege ich damit richtig?


Deine Verpflichtungen bleiben bestehen solange du dort gemeldet bist.

Wenn man jedoch eine Sperre bekommen würde, also eine 100%ige Sanktion, kann man sich normalerweise beim Amt abmelden, hat dort keine Pflichten und könnte sich unmittelbar nach dem Zeitraum der Sperre dort wieder anmelden?

Oder sehe ich das falsch und der springende Punkt ist, dass man sich nicht einfach so abmelden kann?


Für weiterreichende Informationen empfehle ich dir die Hinweise innerhalb dieses Link mal durchzuarbeiten: https://www.elo-forum.org/threads/leitfaden.188238/

Hab mir den neu reingestolpert - Post durchgelesen (konnte nicht erkennen, dass ich etwas grundsätzlich falsch gemacht hätte - falls doch Entschuldigung!).

Die anderen wird ich mal durchgehen und schauen ob ich dort die Antworten auf meine Frage finde, wenn sie mir hier keiner beantworten kann (ich werde beides versuchen, habe aber irgendwie die Befürchtung, dass ich dort nicht fündig werde!)

PS: Vielen Dank, dass es doch noch zu einem konstruktiven Austausch kam, ich dachte vorübergehend, du hättest mich sofort als Totalverweigerer abgestempelt (ich behaupte wie gesagt weiterhin, dass es darum nicht geht :)).
 

Neuling2019

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Moin :)

nicht zu vergessen -> eine Sanktion ist ein Jahr gültig (Wiederholung) => nix mit 6 Monaten.

vielen Dank für Deine Antwort.

Ich dachte es läuft so:

  • Man kriegt z.B. eine 30%-ige Sanktion wegen Pflichtverletzung.
  • Das heißt dann man kriegt die nächsten 3 Monate (ab dem Folgemonat) 30% weniger Geld ausbezahlt
  • Im 4. Monat danach würde man jetzt aber wieder die 100%ige Regelleistung erhalten.

- Tritt nach diesem 4. Monat innerhalb von 12 Monaten nach der 1. Sanktion jedoch eine weitere (30%-) Sanktion ein, würde man von 100% auf 40%, nicht auf 70% herabgestuft werden.

Habe ich das Prinzip nicht richtig verstanden? dass es nur 3-Monate lang weniger Geld aufgrund einer Sanktion gibt, auch wenn eine Sanktion eine Art Wirkungszeitraum von 1 Jahr hat (der bei erneuter Pflichtverletzung relevant wäre) ?
 

Regensburg

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Moin :)
Im 4. Monat danach würde man jetzt aber wieder die 100%ige Regelleistung erhalten.
Richtig, aber die 12 Monate Frist "brav zu sein" läuft.
Tritt nach diesem 4. Monat innerhalb von 12 Monaten nach der 1. Sanktion jedoch eine weitere (30%-) Sanktion ein, würde man von 100% auf 40%, nicht auf 70% herabgestuft werden.
Bei einer Sanktion in 4. Monat wird eine Sanktion von 60% ausgesprochen und die 12 Monate Frist wird neu gestartet - und jetzt aufpassen!
Solltest Du innerhalb diese 12 Monate wieder eine Sanktion erhalten, kriegst gar nichts (Lebensmittel Gutscheine beantragen! schon wegen Krankenversicherung)! Z.Z. auch keine Miete (KdU)
Und - die 12 Monate Frist wird neu gestartet was im Klartext bedeutet, wieder eine Sanktion = 100%, auch keine KdU.

Und noch was: auch während des Sanktionszeitraums muss Du deinen Pflichten nachkommen -> nichts mit "Urlaub".

Anmerkung: ich behandle hier Sanktionen von 30%, nicht das jemand um die Ecke kommt mit Sanktion von 10% - Meldeversäumnis.
 
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Neuling2019

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vielen Dank @ Regensburg!

Dass man während eines Sanktionszeitraums normalerweise seinen Pflichten nachkommen muss, verstehe ich.

Wenn man jedoch jetzt tatsächlich eine 100%-ige Sperre bekommen sollte, könnte man sich nicht vom Jobcenter abmelden während diesen 3-Monats-Zeitraums (und damit hätte man keine Pflichten)...und hätte somit während der 100%-Sperre keine Pflichten?
 

Regensburg

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Hi :)

theoretisch schon aber die 12 Monate Frist läuft so wie so weiter.
Bedenke aber auch das Du dann nicht Krankenversichert bist - und - bei "Neuanmeldung" beim JC bekommst Du mit Sicherheit die Frage "wovon haben Sie gelebt"?
Und dies musst nachweisen können => Bedürftigkeitsprüfung.
 

Neuling2019

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thx für die Antwort.

Kurze Frage - mache ich mir womöglich zu viel Gedanken, da die meisten ELO's (auch jemand der arbeiten will) sowieso nicht so schnell einen Job angeboten bekommen, auch wenn man sich
auf alle Vermittlungsvorschläge völlig korrekt bewirbt, die man angeboten bekommt? Hatte mal so Statistiken gelesen, dass Langzeitarbeitslose oft auch (leider) lange arbeitslos bleiben. Sprich ZAF-Bewerbung: Stelle sowieso schon weg, usw.

Mit anderen Worten solange man sich auf alle VV schafft zu bewerben, muss man sich im Normalfall sowieso keine Sorgen machen allzu schnell einen Job (mit dem man nicht klarkommt) angeboten zu bekommen?


PS: Ich würde sofort / lieber einen Job arbeiten mit dem ich (halbwegs) klarkomme als ALG-2 zu beziehen - ich mach mir nur Sorgen was Jobs angeht bei denen ich nicht klarkomme (Überlastung, etc.).
 
E

ExUser 1309

Gast
JC kann nur in ZAF oder in Niedriglohnsektor vermitteln.
Nöö, die haben auch schonmal Jobs für etwas gehobenere Positionen ( Die werden dann nicht einfach für jeden ausgespuckt), selbst erlebt. Nur bekommt diese halt nur, wer nach Meinung einer der JC-Bearbeiter dafür in Frage kommt und dafür "auserkoren" wird. Wer sowas dann mal "kaputtgemacht" hat weils viell. doch nicht so passte - however, ob Selbstverschuldet oder nicht - der wird nicht so schnell wieder in diese Verlegenheit kommen. Gibt ja dann genug Helferstellen etc.
 
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