Wachstum für Alle schaffen (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

wolliohne

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Soziale Ungleichheit untergräbt das Wohl der Menschen, sie behindert das Wirtschaftswachstum und ist doch in vielen Ländern so stark ausgeprägt wie seit Jahrzehnten nicht. Politische Maßnahmen mit dem Ziel, die Schere zwischen Arm und Reich zu schließen, werden nur erfolgreich sein, wenn sie neben der Einkommensverteilung auch den Zugang zu guter Bildung, zu Gesundheit und öffentlichen Infrastrukturen berücksichtigen. Das geht aus einem OECD Bericht mit dem Titel „All on Board: Making Inclusive Growth Happen“ hervor, der heute in Paris vorgestellt wurde.
Dem Bericht zufolge profitierten vom Wachstum der vergangenen Jahre vor allem die ohnehin schon Wohlhabenden. Das durchschnittliche Einkommen der obersten zehn Prozent lag 2010 in den OECD-Ländern beim 9,5-Fachen dessen, was die untersten zehn Prozent erhielten. Vor 25 Jahren kamen die Reichsten nur auf sieben Mal so viel. Dieser Trend tritt vor allem in den englischsprachigen Ländern hervor: In den Vereinigten Staaten etwa floss knapp die Hälfte des zwischen 1978 und 2007 erzielten Einkommenszuwachses auf die Konten des reichsten Prozent der Bevölkerung. In Kanada waren es immerhin noch 37 Prozent, in Australien und Großbritannien 20 Prozent. Seit der Finanzkrise ist die Kluft zwischen Arm und Reich sogar noch schneller gewachsen.
Quelle: OECD
 

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Soziale Ungleichheit untergräbt das Wohl der Menschen, sie behindert das Wirtschaftswachstum und.... [/URL]
Alter Hut....und was juckt es die Merkel-Eiche, wenn die Unterschichtensau sich an ihr scheuert?

Wer es mag:

Aktueller SPIEGEL-Titel:

Die Wohlstandlüge

(Von der Unmöglichkeit, mit Arbeit reich zu werden)
 
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ExitUser

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Dafür müssten Erwerbslose aber auch mal in die Pötte kommen und ihre Interessen durchsetzen. Es wäre vor allem eine Interessenvertretung auf verschiedenen Ebenen nötig: Auf Parteiebene, eine eigene Gewerkschaft ...

Der Politik reicht es, wenn sie eine Mehrheits-Klientel pflegt, die sich durch Konsum und mediale Gehirnwäsche manipulieren lässt.

Schaut man, wo erfolgreich marktliberale Reformen aufgehalten oder entschärft wurden, kam die Initiative immer von den Betroffenen.
 

libertad

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Soziale Ungleichheit untergräbt das Wohl der Menschen, sie behindert das Wirtschaftswachstum
Quelle: OECD
Man sollte auch quantitatives und qualitatives Wachstum unterscheiden.
Bei qualitativen Wachstum denke ich an die geplante Obsoleszenz, hohe Produktionzahlen weil die Geräte nach der Garantiezeit kaputt sind und neu gekauft werden müssen.
Das ist Ressourcenverschwendung ohne Ende - wer wird das auf Dauer bezahlen?
 
E

ExitUser

Gast
Wir könnten ein zweites Wirtschaftswunder erleben, würden wir nur unsere maroden Infrastrukturen modernisieren.

Wachstum muss ja nicht immer mit mehr Konsum einhergehen. Das ständige Konsumieren ist eh nur eine Ersatzbefriedigung. Möglichst vielen Menschenn einen guten aber bescheidenen Lebensstandard und die Befriedigung ihrer Grundbedürfnisse zu ermöglichen, ist für eine Gesellschaft immer von Vorteil.

Die Dänen gehören zu den glücklichsten Menschen auf der Welt. Ich denke zwar, dort liegt auch einiges im Argen und es gibt dort noch viel Unrecht, aber es scheint immer noch Konsens zu sein, dass man sich dort auf die Solidargemeinschaft verlassen kann, wenn es einem mal nicht gut geht.
 
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