Wachsende Armut im reichen Rhein-Sieg-Kreis

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Im Bonner General-Anzeiger gibt es heute zu Heiligabend einen Artikel zur wachsenden Armut im Bonn umgebenden Rhein-Sieg-Kreis, der zu den reichsten im Land zählt. Dennoch sind die Zahlen immer deprimierender:


Wohlfahrtsverbände: Wachsende Armut in Familien im Rhein-Sieg-Kreis (23.12.2009) | Region | Lokales | General-Anzeiger Online - Bonn


Wohlfahrtsverbände: Wachsende Armut in Familien im Rhein-Sieg-Kreis

"Die Kinder leiden am meisten"

Von Hansjürgen Melzer

Rhein-Sieg-Kreis. Über ein Drittel der Haushalte mit drei und mehr Kindern und fast jeder fünfte Jugendliche und jedes fünfte Kind im Rhein-Sieg-Kreis sind von Armut bedroht. Alleinerziehende sowie Familien und Haushalte mit vier und mehr Kindern sind zudem die Hauptleidtragenden der hohen Mieten zwischen Much und Rheinbach.


Das geht aus dem jetzt veröffentlichten, von vier Wohlfahrtsverbänden in Auftrag gegebenen, Bericht "Familien im Rhein-Sieg-Kreis" hervor. Awo, Caritas, Diakonisches Werk und "Der Paritätische" wollen einen Diskurs anregen.

Da in vielen Familien ein Einkommen kaum mehr zur Sicherung der wirtschaftlichen Existenz ausreicht, kommen der Kinderbetreuung und deren Kosten eine besondere Bedeutung zu. Vor allem bei den Kosten gibt es dabei erhebliche Unterschiede im Kreis

Der erste Halbsatz scheint schon als Normalfall angesehen zu werden.

Genutzt werden die Tafeln von über 2 000 Haushalten mit mehr als 6 000 Personen. Theoretisch schätzt die Awo den Bedarf bei einer Armutsrisikoquote von elf Prozent auf 60 000 Menschen ein, was die Tafeln aber völlig überfordern würde: "Das System der Tafeln kann nur funktionieren, solange nicht zu viele Bedürftige diese Hilfe in Anspruch nehmen."

Wie lange soll der Karren noch mit Tempo abwärts fahren, bis wir endlich einsehen, daß uns dieses Wirtschaftssystem in einen gesellschaftlichen Riesenkonflikt führt?
 
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