VV ohne Rechtsbehelfsbelehrung - jetzt Sanktion angedroht!

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Catsy

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Während meiner "genehmigten" Ortsabwesenheit hat mir meine SB einen VV zugeschickt (".......... das nicht durch die Agentur für Arbeit betreut wird ........). Es handelte sich um eine Stelle in einem Unternehmen, das schon allein von der Anredeform (ausschließlich "du-Form" keine 57-Jährigen sucht, um "junge Mode" zu verkaufen).
Ich habe mich nicht beworben und der SB dies auch mit Begründung mitgeteilt (bin in Ü50 -Programm und sie schickt mir so was :icon_stop:).

Nun bekomme ich eine "Anhörung" deswegen mit der Androhung einer Sanktion .................

M.W. muss ich mich auf derartige Unsinns-Vorschläge (und schon gar nicht ohne Rechtsbehelfsbelehrung) gar nicht bewerben - die Aussicht auf Erfolg tendiert gegen Null bei diesem Unternehmen (hat in den mir bekannten Filialen ausschließlich!!! Mitarbeiter bis max. 35 Jahre angestellt!)
Weil sie sonst nichts anzubieten hat, glaubt sie wohl, mir auf diese Weise "Druck" machen zu können.
Welche Reaktion meinerseits wäre "angebracht"? Einfach Anhörungsbogen ausfüllen mit Verweis auf meine bereits schriftlich an sie erfolgte Mitteilung?
Die Dame scheint im Sommerloch zu hängen und sucht Beschäftigung .................:icon_motz::icon_rolleyes:
 

Roter Bock

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Das die Ortsabwesenheit genehmigt war hast Du schriftlich? Dann wäre das schon das Argument für die Nichtbewerbung. Alle anderen Punkte dieses Unternehmen betreffend würde ich weglassen - zumindest vorläufig.

Das JobCenter ist für sinnfreie Vorschläge bekannt und kann sich hier leider hinter der Gesetzeslage verschanzen.

Ich würde davon ab einfach eine Initiativbewerbung dort ablassen - und die absehbare Ablehnung einsammeln.

Dann hast Du für weitere Schritte (Widerspruch gegen Sanktion, Klage vorm SG ) noch was in der Hinterhand.

Roter Bock
 
G

Gast1

Gast
und auch zum 150.000male,
auf Anhöhrung muss nicht reagiert werden!

Ach, und wenn Catsy nicht auf die Anhörung reagiert, entscheidet der SB nach Aktenlage.

Vielleicht fehlt in der Akte von Catsy der Hinweis, dass Catsy von ... bis ... eine genehmigte OA hatte, und zack: hat Catsy ne Sanktion an der Backe.

Also besser auf die Anhörung reagieren als nicht reagieren.
 

Roulade

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SB einen VV zugeschickt (".......... das nicht durch die Agentur für Arbeit betreut wird ........). Einfach Anhörungsbogen ausfüllen mit Verweis auf meine bereits schriftlich an sie erfolgte Mitteilung?
Die Dame scheint im Sommerloch zu hängen und sucht Beschäftigung .................:icon_motz::icon_rolleyes:

Bist Du sicher, dass ein VV ist ?
Oder ist es eine Stelleninformation ohne RFB ?

Auf eine Anhörung sollte man auf jeden Fall reagieren, da man damit eine Sanktion verhindern könnte.
SB entscheidet dann einfach und dann muss geklagt werden, was stressiger ist wie eine Anhörung. Zudem ist das Geld erst einmal weg.

Du musst nur auf die genehmigte Ortabwesenheit von-bis verweisen. Fertig !

Wenn Du mehr zum Thema Stelleninformation wissen möchtest, kannst Du das Thema dazu von User willwissen lesen.
Da wurde diesbezüglich alles durchgekaut.
 

gila

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TE hat der SB schon mitgeteilt - begründet - dass er/sie sich nicht beworben hat.

Dies sollte eigentlich - da logisch und nachvollziehbar - reichen.
Alles andere kann man unter "SB pflegt sein Ego" abwatschen!

Ich evtl. würde frech schreiben, dass es sich bei der Anhörung zur einer beabsichtigten Sanktion wohl um einen "Irrtum" handeln müsse, denn a) warst du zum einen genehmigt OA und b) wäre für "Jedermann" durch die Form und Anforderung der ausgeschriebenen Stelle ersichtlich, dass es sich in DEINEM KONKRETEN Fall um eine "Sinnlos-Bewerbung" handelt.
Eine solche vorzunehmen, ist man jedoch nicht verpflichtet.
Weiter würde ich erwähnen, dass es dem "mündigen Bürger" schon auch obliegen DARF, hier eigene Einschätzungen und "Markterfahrungen" vorzunehmen, die keiner willkürlichen Sanktion unterliegen dürften.

Der SB möge seinerseits nachweisen, dass du genau DIESE Stelle hättest bekommen können, obwohl ganz offensichtlich "junge Leute" für eben solche junge Mode angesprochen waren. Im übrigen sei der VV ohne RfB erfolgt, so dass eine Anhörung mit Sanktionsandrohung hier nicht angezeigt ist.

Schlusssatz: Ihre Androhung ist rechtswidrig und zurück zu nehmen.
Es würde ansonsten das Sozialgericht zu entscheiden haben.

:icon_motz:
 

Seepferdchen 2010

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und auch zum 150.000male,
auf Anhöhrung muss nicht reagiert werden!

§ 24 SGB X

(1) Bevor ein Verwaltungsakt erlassen wird, der in Rechte eines Beteiligten eingreift, ist diesem Gelegenheit zu geben, sich zu den für die Entscheidung erheblichen Tatsachen zu äußern.

und das sollte man immer schriftlich machen.

siehe auch Post 5 und 7
 

gila

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gila

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Das ist ja immer das Problem im schriftlichen: jeder kann das anders verstehen.
Ich verstehe ein "muss nicht" als "nicht zwingend notwendig" = keine Panik :icon_mrgreen:.
Also: man KANN - aber MUSS eben nicht.

Ansonsten hätte Wolli sicher geschrieben "auf Anhörungen SOLLTE man nicht ..." (oder schlimmstenfalls "darf") :wink:

Also Wolli: bissel mehr Klarheit wäre nicht schlecht :icon_hihi:
 
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