VV für Zeitarbeit. Werde daraus nicht schlau.

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Sturmnacht

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Hallo Ihr Lieben,

Ich bräuchte einmal eure Hilfe bei einem VV als Helfer im Bereich Elektro.

Meine Aufgaben sollen da sein:

- Schaltschrankbau

- Schaltpläne lesen und verdrahten

Wegen des hohen elektrischen Widerstandes von Papier würde ich eher dazu tendieren,
die Schaltpläne zu lochen und ab zu heften, anstatt sie zu verdrahten. Da ich allerdings nicht vom Fach bin,
kann ich mich da auch irren.
Aber wenn doch, darf ich solch eine Schaltschrankverdrahtung Überhaupt vornehmen?
Brauche ich da keine Berechtigung? Zumindest muss das doch anschließend ein Elektriker abnehmen?


Da ich aus den Bewerbungsanforderungen nicht schlau werde...

Unter dem VV steht folgendes:

Bewerben Sie sich bitte umgehend schriftlich, per E-Mail, mit firmeneigenen Unterlagen, über das Internet oder über Arbeitsagentur.de.
Alternativ stellen Sie sich bitte umgehend persönlich vor oder vereinbaren Sie bitte umgehend einen Vorstellungstermin.
Als Anlagen bzw. Unterlagen sind beizufügen bzw. mitzubringen: Geforderte Anlagen: Lebenslauf, Zeugnisse. Ihre Ansprechpartnerin ist
xxx.

Heißt das, ich habe mich schriftlich per E-Mail zu bewerben?
Was sind "firmeneigenen Unterlagen"? Im Internetauftritt der Firma werde ich nicht fündig und ich habe keine Firma.
Soll ich jetzt als Alternative einen Vorstellungstermin (ohne Bewerbungsunterlagen) vereinbaren, wenn ja, soll ich das per Post machen?

Ich habe keine gültige EGV. Somit auch keine geregelte Kostenübernahme für Bewerbungsschreiben, bzw. die
30 km lange Anreise.

Helft mir doch mal bitte weiter

LG Sturmi
 

HartzVerdient

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Aber wenn doch, darf ich solch eine Schaltschrankverdrahtung Überhaupt vornehmen?

Klar doch! Ich habe vor etlichen Jahren Industrieelektroniker Fachrichtung Gerätetechnik gelernt, von da her sehe ich da keine Probleme.

Du fungierst wie tausende chinesische Hausfrauen auch als Werkzeug. Du bekommst eine Anleitung und steckst die Elektrik auf die T-Schienen und dann fängste an, die Leitungen zu verlegen. Leistungsstromkreis von Steuerstromkreise separiert und nach Farbe.

Du bist halt nur das Verdrahtungshelferlein. Am Ende, wenn du deinen Kasten in 1-2 Tagen fertig hast, kommt jemand mit Plan und kontrolliert die Verdrahtung und Funktion und fertig. Das Helferlein kostet die 1-2 Tage weniger, als der Elektriker, der das sonst machen würde.

Eigentlich kein schlechter Job, wenn man das so schreiben darf.
 

n2ame22

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Durfte das mal 2 Wochen lang machen. Kabellänge zurechtschneiden und abisolieren und in Buchse 1 stecken - Kabel im Kanal verlegen und in Buchse 2 Stecken. Das ganze in einer Endlosschleife - 1000 mal am Tag. Läuft den ganzen Tag so. Komplett langweilige Arbeit... Die anspruchsvollen/riskanteren Bereiche haben die anderen übernommen.
 

Bananenbieger

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Kann sein, dass Schaltschränke (gleiche Anordnung) zusammengebaut werden müssen (z.B. Schütze, Zeitrelais usw. auf Ankerschiene)

Verdrahten werden Elektriker.

Zwischen Aufgaben, die die ZAF vorgibt und der was wirklich in der Einsatzfirma gemacht wird, ist ein weiter Unterschied.
 

AnonNemo

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Hallo Sturmnacht,

... Bewerben Sie sich bitte umgehend schriftlich, per E-Mail, mit firmeneigenen Unterlagen, über das Internet oder über Arbeitsagentur.de.
nein, Du sollst Dich entweder schriftlich oder per E-Mail oder ... bewerben.
ZAF bedeutet bei mir immer schriftlich, egal was die wollen.



Wie @gelibeh geschrieben hat:
Schaltschränke verdrahten ist kein "Malen nach Zahlen".
Die Konstrukteure haben keine Zeit um die Pläne so vorzubereiten damit ein Verdrahtungshelfer (ein Laie!!) ohne längere Einweisung damit arbeiten kann.
Davon vielleicht ausgenommen; Serienproduktion mit sehr hoher Stückzahl. Das würde aber nach China ausgelagert und nicht in Deutschland produziert werden.

Das Material und die Schaltpläne so vorbereiten dass ein Laie damit arbeiten kann? :icon_lol:
Das habe ich in 25 Jahren, im Maschinenbau, noch nicht erlebt!!

@HartzVerdient,
Du als gelernter IGler siehst da keine Probleme für @Sturmnacht?

@Sturmnacht dürfte damit keine Probleme bekommen.
ABER ... dieser Elektriker, der die Arbeit kontrolliert, möchte ich nicht sein! (nicht einmal falls es etwas ähnliches wie bei @n2ame22 ist).
Diese Arbeit soll gefälligst der Vorgesetzte überprüfen.

Ich würde ganz sicher kein Prüfprotokoll (und erst recht kein DIN VDE 0113-Prüfprotokoll) unterzeichnen, denn dann bin ich dafür verantwortlich, dass das Gerät auch fehlerfrei ist!!

Mein Ausbilder hat mir eingebläut:
Ein Elektriker steht mit dem einen Bein im Knast und mit dem anderen im Grab!

Wenn ich nur daran denke:
  • alle Bauteile prüfen: richtiger Typ, richtiger Einbauort, richtige Bauteilbezeichnung (Betriebsmittelkennzeichnung) ...
  • Schütze prüfen: DC24V / AC240V, richtige Kontakte 3x Last-NO / 1x Hilfs-NC, passende Entstörglieder (ist vor allem bei den etwas größeren Siemens-Typen, wenn das RC-Glied auf der A2-Seite eingebaut ist, so schön zu kontrollieren => alle Leitungen angeklemmt, wenig Platz zum Kabelkanal ...) ...
  • Leitungen prüfen: Querschnitt, korrekte Farbe, HAR / UL-Typ, richtige Aderendhülsen ...
  • Erdungen prüfen: richtiger Aufbau der Erdungsstelle, passen Sicherung und Leitungsquerschnitt zusammen ...
  • jede Kontaktstelle prüfen: Schrauben angezogen, Leitungen richtig abisoliert und berührungssicher angeschlossen, Zugfederklemmen durch einen grobmotorischen Menschen beschädigt ...
  • Verdrahtung prüfen: zu viel / zu wenig Leitungsreserve, Einzeladerbeschriftung, vollgestopfte Kabelkanäle, Zielverdrahtung vorgeschrieben ... :icon_hmm:
Ei, ei, ei ... für einen Laien sind das viele Möglichkeiten Fehler zu machen.
Da wäre Interessant was ein Elektro-(Lehrlings-)Ausbilder zu diesem Thema sagt.

Falls die Arbeit eine kleine Stückzahl betrifft bin ich, als Schaltschrankbauer, schneller wenn ich es selber aufbaue und verdrahte. :icon_neutral:
Und kann besser auf neue Situationen reagieren.

AnonNemo
 

Gerald

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Hallo Sturmnacht,


nein, Du sollst Dich entweder schriftlich oder per E-Mail oder ... bewerben.
ZAF bedeutet bei mir immer schriftlich, egal was die wollen.



Wie @gelibeh geschrieben hat:
Schaltschränke verdrahten ist kein "Malen nach Zahlen".
Die Konstrukteure haben keine Zeit um die Pläne so vorzubereiten damit ein Verdrahtungshelfer (ein Laie!!) ohne längere Einweisung damit arbeiten kann.
Davon vielleicht ausgenommen; Serienproduktion mit sehr hoher Stückzahl. Das würde aber nach China ausgelagert und nicht in Deutschland produziert werden.

Das Material und die Schaltpläne so vorbereiten dass ein Laie damit arbeiten kann? :icon_lol:
Das habe ich in 25 Jahren, im Maschinenbau, noch nicht erlebt!!

@HartzVerdient,
Du als gelernter IGler siehst da keine Probleme für @Sturmnacht?

@Sturmnacht dürfte damit keine Probleme bekommen.
ABER ... dieser Elektriker, der die Arbeit kontrolliert, möchte ich nicht sein! (nicht einmal falls es etwas ähnliches wie bei @n2ame22 ist).
Diese Arbeit soll gefälligst der Vorgesetzte überprüfen.

Ich würde ganz sicher kein Prüfprotokoll (und erst recht kein DIN VDE 0113-Prüfprotokoll) unterzeichnen, denn dann bin ich dafür verantwortlich, dass das Gerät auch fehlerfrei ist!!

Mein Ausbilder hat mir eingebläut:
Ein Elektriker steht mit dem einen Bein im Knast und mit dem anderen im Grab!

Wenn ich nur daran denke:
  • alle Bauteile prüfen: richtiger Typ, richtiger Einbauort, richtige Bauteilbezeichnung (Betriebsmittelkennzeichnung) ...
  • Schütze prüfen: DC24V / AC240V, richtige Kontakte 3x Last-NO / 1x Hilfs-NC, passende Entstörglieder (ist vor allem bei den etwas größeren Siemens-Typen, wenn das RC-Glied auf der A2-Seite eingebaut ist, so schön zu kontrollieren => alle Leitungen angeklemmt, wenig Platz zum Kabelkanal ...) ...
  • Leitungen prüfen: Querschnitt, korrekte Farbe, HAR / UL-Typ, richtige Aderendhülsen ...
  • Erdungen prüfen: richtiger Aufbau der Erdungsstelle, passen Sicherung und Leitungsquerschnitt zusammen ...
  • jede Kontaktstelle prüfen: Schrauben angezogen, Leitungen richtig abisoliert und berührungssicher angeschlossen, Zugfederklemmen durch einen grobmotorischen Menschen beschädigt ...
  • Verdrahtung prüfen: zu viel / zu wenig Leitungsreserve, Einzeladerbeschriftung, vollgestopfte Kabelkanäle, Zielverdrahtung vorgeschrieben ... :icon_hmm:
Ei, ei, ei ... für einen Laien sind das viele Möglichkeiten Fehler zu machen.
Da wäre Interessant was ein Elektro-(Lehrlings-)Ausbilder zu diesem Thema sagt.

Falls die Arbeit eine kleine Stückzahl betrifft bin ich, als Schaltschrankbauer, schneller wenn ich es selber aufbaue und verdrahte. :icon_neutral:
Und kann besser auf neue Situationen reagieren.

AnonNemo


Als gelernter Elektriker gebe ich Dir vollkommen Recht.
 

HartzVerdient

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AnonNemo meinte:
Ei, ei, ei ... für einen Laien sind das viele Möglichkeiten Fehler zu machen.

Im Prinzip stimmt alles was du schreibst.

AnonNemo meinte:
Falls die Arbeit eine kleine Stückzahl betrifft bin ich, als Schaltschrankbauer, schneller wenn ich es selber aufbaue und verdrahte.

Leider ist es so, dass immer mehr Wettbewerb und Preisdruck eine Rolle spielen. Wir sehen das auch an neuen Baustellen, wo immer mehr Un- und Angelernte Billigkräfte die Arbeit leisten.

Bei Unikaten (Schaltschränke) oder Großschränken, kann ich mit gut den Elektriker vorstellen. Bei größeren Produktlinien hast du nur noch Helferlein, die die Baugruppen und Teilprodukte zusammenklatschen. Neue Mitarbeiter kommen ins Unternehmen und laufen 1-2 Monate bei jemanden mit oder bekommen 1 Monat eine Einweisung. Wenn es nicht klappt, kommt der nächste Helfer.

In China und Konsorten, binden ungeleente Hilfskräfte Kabelbäume und Kabelstränge zusammen, diese werden teils in großen Stückzahlen eingekauft und dann in solchen Kästen verdrahtet. Ab und zu kommt der Vorarbeiter und scheísst dich zusammen, falls du was falsch machst.

Ätzen, Bohren, Bestücken und Löten übernehmen Lötstraßen. Fertige Platinen komen in großen Stückzahlen.

strom.jpg

Bild: Karacabey - Türkei
 
E

ExitUser

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Ei, ei, ei ... für einen Laien sind das viele Möglichkeiten Fehler zu machen.
Da wäre Interessant was ein Elektro-(Lehrlings-)Ausbilder zu diesem Thema sagt.

Falls die Arbeit eine kleine Stückzahl betrifft bin ich, als Schaltschrankbauer, schneller wenn ich es selber aufbaue und verdrahte. :icon_neutral:

Korrekt. Aber die Entscheidung, dieses Himmelfahrtskommando in Marsch zu setzen, fällt ein Mensch in der Vorstandsetage, der vielleicht sogar weiß, das Strom aus der Steckdose kommt. Der steht aber, wenn es schief geht, weder im Knast, noch im Grab. Seinen Mist baden dann andere aus.
 

Sturmnacht

Elo-User*in
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Vielen Dank für eure rege Anteilnahme...

ich glaube ich habe die offene Stelle jetzt auf der Seite der Firma selber gefunden. Die Anforderungen sind:

- aufrüsten von Schaltschränken nach Plan
- lesen von Schaltplänen und Zeichnungen
- verkabeln komplexer Schalt- und Steueranlagen
- Erfahrung im Schaltschrankbau

- abgeschlossene Ausbildung im Elektro-Bereich von Vorteil
- Erfahrung im aufrüsten von Schaltschränken
- Kenntnisse der Vorschriften und Normen
- Genauigkeit und Sorgfalt
- zügige Arbeitsweise

Tja, da kann ich ja die tollste Bewerbung aller Zeiten schreiben. Die müssen ja bekloppt sein, wenn die mich einstellen ;-)
 

Rotwolf

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Ich habe eine abgeschlossene Lehre aus dem Elektrobereich und bin der Meinung:

Schaltschränke nach Stromlaufplan zu verdrahten ist keine Helfertätigkeit.
Ein Laie kann keine Stromlaufpläne lesen.

Ein Laie kann auch (nicht fachgemäß) Leitungen, Kabel usw. verlegen.

Einen Schutzleiter fachgemäß anklemmen.

Für Fehler übernimmst du keine Haftung. Denn du hast keine Abnahmeberechtigung für Elektro-Installationen.
Um eine Abnahmeberechtigung zu haben, muss man als gelernter Elektriker in der Elektro-Innung Mitglied sein.
Beides ist bei dir nicht der Fall.

Machst du einen Fehler - interessiert dich das einen Popo-Dreck.

Es gibt noch viel mehr, was da ein Laie nicht machen kann.

Schreib die Bewerbung trotzdem.
Mein Vorschlag für die Bewerbung

Herr Vorname Nachname
Straße xx
Ort PLZ

An
Sklavenhändler: Time out
Str xx
Ort PLZ

Bewerbung

Sehr geehrte Herr Sklavenhändler,

ich bewerbe mich um die Stelle als Helfer in Elektro nach Ref.- Nr 12345xxxxxx in Ihrem Unternehmen.

Nach Abschluss der Schule habe ich den Beruf xxxxxxxx gelernt.
Danach habe ich dies und das gemacht.
Aufgrund ungünstiger Arbeitsmarklage war ich lange in meinem Beruf nicht tätig. Konnte aber die arbeitsfreien Zeiten als .............. überbrügen.

(hier schreibst du etwas über deine eigentliche Tätigkeit)

Zwar habe ich nicht im ausreichenden Maße fachspezifische Kenntnisse im Lesen von Stromlaufplänen und im Verdrahten von elektrischen Anlagen.

Jedoch sehe ich es als große Herausforderung an mir das notwendige Kompetenzprofil im Kundenbetrieb anzueignen:icon_wink:.

Meine Attribute zeichen sich durch sorgfältige Arbeitsweise, Zuverlässigkeit und schnelle Auffassungsgabe aus.

Ich freue mich von Ihnen zu einem Gespräch eingeladen zu werden um alles Weitere mit Ihnen zu besprechen.

Mit freundl Grüßen

MeinerEiner
 

AnonNemo

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Hallo HartzVerdient,

Wettbewerb und Preisdruck spielen immer mehr eine Rolle?
Richtig, Was mich aber immer wundert; auf jeder Betriebsversammlung wurde von den Chefs gejammert wie schlecht der Umsatz, der Gewinn und wie unverhältnismäßig hoch die zu zahlenden Löhne sind.

Aber regelmäßig wurde ein neuer Dienstwagen geleast (Topmodell in Vollausstattung, kein guter Mittelklassewagen!!! Leasing, Versicherung, Reparatur, Sprit ... zahlt sowieso die Firma) und genauso regelmäßig wurde das Wohnhaus modernisiert, um- und ausgebaut.
Dafür sollte die Belegschaft, zum erhalten der Arbeitsplätze, auf Lohn und/oder Zulagen verzichten!?

... an neuen Baustellen immer mehr Un- und Angelernte arbeiten?
Ich möchte nicht in der Haut des Chefs stecken wann (nicht falls!!) diesen Kollegen oder durch diese Kollegen etwas passiert => Versicherungen bzgl. Elektrofachkraft.
Nicht umsonst ist in den Beschreibungen von elektrischen Bauteilen der Hinweis:
Das Anschließen/ Abklemmen darf nur von einer Elektrofachkraft durchgeführt werden!

Du sagst; neue Mitarbeiter (Helfer) laufen 1-2 Monate bei jemandem mit.
Neue haben 2-3 Wochen Zeit um sich einzugewöhnen und die Einweisung, durch einen Vorgesetzten, ist innerhalb von 2 Stunden beendet.
Falls sie vom Fach sind sogar entsprechend schneller => Argument: Er/Sie hat doch die Erfahrung!!

Ich habe die ganzen Jahre bei Konkurrenten von Bosch Verpackungsmaschinen aus Waiblingen gearbeitet.
Das von dir eingestellte Bild ist für mich (vom Verdrahtungsaufwand her) Kinderkram.
cabinet-solutions-luetze-800.png

Quelle: Lütze
Dieses System ist beim verdrahten sehr bequem, aber ...
hast Du schon einmal versucht in so einem Schrank einen Fehler zu suchen? Oder nachträglich die korrekte Zielverdrahtung, die komplette Einzeladerbeschriftung zu prüfen?

Meine Vorgesetzten haben diese Verdrahtung (bei eiligen Aufträgen) von den langjährigen Mitarbeitern (Spezialisten) erledigen lassen, weil sie wussten wie zeitaufwändig die Fehlersuche ist. Und Grundsätzlich war jeder Auftrag ein eiliger Auftrag.

AnonNemo
 

Gerald

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Richtig, wie schnell ist bei einer isolierten Adernendhülse die Isolierung unter der Klemmenschraube gerutscht.
Viel Spaß beim Fehler suchen.
Und bei Laien wird es bei größeren Anlagen mehr als mehrmals so sein.
 
E

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Meine Vorgesetzten haben diese Verdrahtung (bei eiligen Aufträgen) von den langjährigen Mitarbeitern (Spezialisten) erledigen lassen, weil sie wussten wie zeitaufwändig die Fehlersuche ist. Und Grundsätzlich war jeder Auftrag ein eiliger Auftrag.

So ist das eben, wenn man nicht nur mit den Kenntnissen eines Erstsemestlers auf die Bilanz losgeht, sondern Berufs- und Lebenserfahrung mitbringt und weiß, daß erstens die Personalkosten von dem Produkt aus verbrauchter Zeit und Lohnhöhe pro Zeiteinheit bestimmt werden und daß es zwischen Himmel und Erde Vertragsstrafen und Gewährleistungsrisiken gibt, die die bei der Produktion erzielten Ersparnisse leicht abschöpfen können.
 

HartzVerdient

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Ich habe die ganzen Jahre bei Konkurrenten von Bosch Verpackungsmaschinen aus Waiblingen gearbeitet.

Jetzt offensichtlich nicht mehr.

Das von dir eingestellte Bild ist für mich (vom Verdrahtungsaufwand her) Kinderkram.

Das von mir eingestellte Bild war auch ironischer Natur und sollte nicht sonderlich ernst genommen werden.

Dieses System ist beim verdrahten sehr bequem, aber ... hast Du schon einmal versucht in so einem Schrank einen Fehler zu suchen?

Ja, das habe ich. Bevor ich mich entschieden habe einen neuen beruflichen Werdegang einzuleiten, war ich bei der AEG Kleinmotoren GmbH und bei Sealpac GmbH tätig.

Ich habe bei der AEG Läuferlinien für Kleinmotoren gewartet und hatte permanent mit Fehlern in Schaltschränken zu tun, da die Geräte im 3 Schichtesystem liefen und immer mal Bauteile und Baugruppen ausfielen. Morgens um 3 Uhr aus dem Bett klingeln, um Fehler zu suchen. Ich kenne das mit der Fehlersuche zu genau. Teilweise musste man fliegend verdrahten, um die Produktionen nicht zu lange auf Eis zu stellen. Sauberes verdrahten erfolgte dann in freier Minute. Bei Sealpac habe ich Schalenversiegelungssysteme verdrahtet und gewartet.

Im Prinzip habe ich dir bereits in den vorherigen Antwort für deine Ausführungen zugestimmt. Allerdings kenne ich auch die andere Seite. Die Seite aus dem Management heraus - daher auch die Neuorientierung. Dort geht man eine vollkommen neue Richtung, um Kosten zu senken. Komplexe Gebilde wie aufwendige Schaltschränke (wie dein Bild zeigt), werden zeitweilen in weniger komplexe Gebilde zerlegt.

Das heisst! Ein großer Schaltschrank wird in mehrere kleinere Komponenten zerlegt und sind somit wieder greifbarer. Diese Komponenten werden wiederum in kleinere Komponente zerlegt und sind somit auch greifbarer. Dadurch kannst du anhand eines modularen Systems aus meherern kleineren Komponenten ein komplexes Gebilde (Endprodukt) wie dieses hier zusammenbauen.

In China sehen wir das mit den Damen, die Kabelbäume für die automobile Industrie zusammenschustern. Wir sehen das im Platinenbau - wo keine automatischen Lötstraßen zum Einsatz kommen. Da sitzen un- bzw. angelernte Frauen an ihren Werkbänken und bestücken die Leiterplatten, um sie anschließend durch Lötbäder laufen zu lassen. Einiges wird sogar nun in Afrika ausgelagert, da dort die Lohnkosten niedriger sind.

In der modernen Handyindustrie doch nicht anders. Oder was meinst du, warum bei Foxcomm u.A. studentische Aushilfskräfte und sonstige billige Biomasse, die Handys für Apple zusammenbauen?

Also ich bin immer noch der Ansicht, dass ein Laie gewisse Aufgaben als Hilfskraft wahrnehmen kann. Die Aufgaben und Verantwortlichkeiten wachsen dann mit der Zeit.

Das Gleiche Problem hast du doch als vollwertig ausgebildete Fachkraft doch auch. Du kannst zwar Leitungen zuordnen, kennst Stromkreise und sonstiges. Sobald du in eine Firma kommst, wo spezielle Geräte gebaut werden, brauchst du deine Zeit um diese zu verstehen.

Das war bei mir mit Sealpac der Fall. Die Kisten musstest du erstmal verstehen. Dann hat man statt AEG SPS plötzliche OMRON SPS und teils eingebettete Systeme gehabt. Teilweise wurden andere Komponenten verwendet und letztendlich musste man durch Einarbeitung auch lernen, wie diese Kisten zu verdrahten sind und wie sie "ticken". Da stehst man als Fachkraft kaum einen deut besser dar, da du quasi ein Laie für diese Systeme bist. Ich musste bei Sealpac 2 Monate mit alteinegsessenen Mitlaufen, da man sonst aufgeschmissen war. War man nebenbei eh, da man permanent gemobbt wurde - das aber ein anderes Thema.
 
E

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Mein Vorschlag für die Bewerbung

Ja, aber bitte nicht so. Er soll in die Bewerbung reinschreiben, was er gut kann und was er bis jetzt gemacht hat. Nichts weiter. Es ist Sache der ZAF, die Bewerbung auszusortieren, wenn von ihren Anforderungen da nichts drinsteht. Wenn die so doof sind und ihrem Auftraggeber einen Bäckergesellen als Elektriker vorschlagen, dann fliegen sie da achtkantig raus. Schließlich hat der seine Vakanzen auch noch fünf anderen Dienstleistern aufgegeben, die sie alle in der jobbörse anpreisen.

Paßt das eigene Profil so blendend wie hier auf die Anforderungen, dann würde ich es für ehrverletzend halten, in der schriftlichen Bewerbung auf die Stelle Bezug zu nehmen. Dafür ist immer noch Zeit im Vorstellungsgespräch:
"Das Jobcenter hat mir bei Strafe aufgegeben, mich auf die Elektrikerstelle zu bewerben. Was ist denn damit?"
"Die Stelle wurde leider gestern besetzt."
(Die hat vielleicht nie existiert. Das ist aber die Standardantwort, um AGG-relevanten Diskussionen konsequent aus dem Wege zu gehen. Und sie ist so gut wie sicher, wenn man auf die Bewerbung hin einen Termin ein paar Wochen später bekommt. Denn dann sind die Mitbewerber schneller, wenn es wirklich einen konkreten Auftrag gab.)
"Kann ich das bitte schriftlich haben?"

Das JC kann den Fredstarter nicht dafür sanktionieren, daß er nicht wahrheitswidrig behauptet, Erfahrung von Elektrik zu haben. Würde er das machen, dann könnte man das Arbeitsverhältnis wegen arglistiger Täuschung anfechten. Damit hat er seine Arbeitslosigkeit verschuldet. Schreibt er rein, daß er keinen Plan hat, dann vereitelt er die Anstellung. Völlig hirnrissig, aber der absehbar erfolgreiche Kampf gegen die Rechtsfolgen dauert ein paar Monate.
 

Bananenbieger

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Wie ich schon schrieb, wird er die Komponenten (Schütze, Relais, Phoenix-Klemmen (L1-L3, N, PE) auf der Schiene montieren müssen. Die Schienen müssen auch abgelängt und befestigt werden. Das kann ein Helfer. Alle 5 min sagt ein Elektriker (der nebenan einen anderen Schaltschrank verdrahtet), was der Helfer, wie die Komponenten anzubringen sind.

Das Verdrahten übernimmt der Helfer nicht.


Eine Fehlersuche ist sehr Zeitaufwändig. Habe mal mehrere Stunden (von einem von mir zusammengewürfelten Schaltschrank) herumgesucht. Am Schluß stellte sich heraus, dass ein Schütz defekt war (1 Schließer ging nur sporadisch zu)
 

HartzVerdient

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Eine Fehlersuche ist sehr Zeitaufwändig. Habe mal mehrere Stunden (von einem von mir zusammengewürfelten Schaltschrank) herumgesucht.

Richtig! Selbst für einen Fachmann ist die Fehlersuche kein Zuckerschlecken. Jetzt vergleiche aber die Stundensätze der BRD *(40-60€ pro Stunde (inkl. AG Anteil)) mit CHINA oder AFRIKA *(ca. 2€ pro Stunde).

*Zahlen sind jetzt vermutet.
 
E

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Wie ich schon schrieb, wird er die Komponenten (Schütze, Relais, Phoenix-Klemmen (L1-L3, N, PE) auf der Schiene montieren müssen. Die Schienen müssen auch abgelängt und befestigt werden. Das kann ein Helfer.

Stimmt. Dann sind aber die Anforderungen Sägen, Bohren und Schrauben.
Und nicht "Schaltpläne lesen und Verdrahten", so wie das da drin steht. Man sollte wenigstens die Stellenanzeigen lesen, sofern sie in Deutsch verfaßt sind und die Gegenüber ernst nehmen, selbst wenn sie es vielleicht nicht verdient haben.
 

Rotwolf

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Ich selbst könnte diese Arbeiten ausführen.
Ich bin gelernter Elektromonteur.

Stellen gibt es wie Sand am mehr.
Aber nur ZAF und da habe ich keine Lust drauf.
Heute hier - mogen da - Probleme mit ZAF - ein Mensch 3. Klasse im Entleibetrieb usw.

Ich werde mit ZAF vom JC "zugemüllt".
Aber dank den vielen Tricks hier drin kann ich ZAF umgehen.
In unserer Zeit muss man sich nicht mehr durch seine Arbeit definieren. Das wäre sonst ein falsches Denken von gestern.
 
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