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VV für Job Zeitung austragen einmal wöchentlich

Minn

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#1
In einem Telefongespräch mit diesem Sonntagsblatt (eine kostenlose Zeitung) wurde mir gesagt, dass etwa 240 Stück ausgeteilt werden müssen, dafür bekommt man ca. € 15,50 zuzüglich der Werbeeinlagen (da schwankt der Betrag sicherlich). Was ist von einem VV mit RFB für einen Job zu halten, bei dem man monatlich max. € 80-100,- verdient?? Bin zwar aufstockend selbständig, aber ganz aus dem Bezug bringt einen so etwas dann auch nicht, da ja nicht der gesamte Lohn angerechnet wird. Ist sowas als VV überhaupt ernstzunehmen?
 
E

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#4
Hammer! Aber es würde nicht mal die Hilfsbedürftigkeit verringern, wie es per Gesetz verlangt wird, weil Du ja die 100 € komplett behalten dürftest.
 

Charlot

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#5
Dann schriftlich bewerben.
Mit dem üblichen, also ohne Tel-Nr oder Mailanschrift usw.
 

Minn

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#6
Deshalb habe ich mich über diesen VV auch sehr gewundert, bei uns laufen meistens Schüler rum und tragen das aus. Als Taschengeld ist das ja auch ok, aber als VV mit RFB?!:icon_neutral:
 

bozzo

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#7
das war der erste , wenn du die zweite geringfügige stelle bekommst was machst du dann ?

und bei der dritten ?

bozzo
 

Texter50

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#8
Wann haste denn den Zettel für den Schülerjob erhalten? :biggrin:
Der Zettel ist vom 29.7.2014?
Hat man nicht eigentlich 3 Tage Zeit, sich auf nen VV zu bewerben?
Liegt da sonst nicht auch nen Zettel bei, auf dem man so schöne Kreuze malen darf?
Statt dessen das Bewerbungschreiben an das JC schicken?

Achtung: der 5.8.2014 war gestern! :icon_motz:


Da will entweder wer ne Sanktion anleiern oder da muss wer sein VV-Konto beschönigen.
 

Minn

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#9
@bozzo; Ich bekomme eigentlich nur VV dieser Art, nur dieser hier war echt die Höhe!

@Texter50: Habe ich am WE bekommen, Kurzbewerbung, die Firma hat eigentlich auf Ihrer Website ein Formular zum Bewerben.
 

Minn

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#11
Nein, die +/- 100 Euro kommen ja noch zum Selbsterwirtschafteten dazu, werden also teilweise angerechnet, verringern aber die Hilfebedürftigkeit kaum.
 
E

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Gast
#12
Nein, die +/- 100 Euro kommen ja noch zum Selbsterwirtschafteten dazu, verringern aber die Hilfebedürftigkeit kaum.
Hast du dir mal den Stundensatz ausgerechnet? Und wie viel von den 100,- € könntest du behalten?
 

Minn

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#13
Meines Wissens wären dann von dem Lohn 20% anrechnungsfrei. Ich schätze der Zeitaufwand pro Austragen incl. einsortieren der Werbeblätter in die Zeitungen liegt etwa bei gut 4 Stunden.
 

Charlot

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#14
Meines Wissens wären dann von dem Lohn 20% anrechnungsfrei. Ich schätze der Zeitaufwand pro Austragen incl. einsortieren der Werbeblätter in die Zeitungen liegt etwa bei gut 4 Stunden.
Anrechnungsfrei sind erst einmal 100 Euro.
Was darüber liegt, davon sind es dann 20 Prozent.

15 Euro irgendwas für 4 Stunden.
Bei Regen, Kälte und Schnee dürfte die Zeit noch etwas höher liegen.
 

Dark Vampire

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#15
Hammer! Aber es würde nicht mal die Hilfsbedürftigkeit verringern, wie es per Gesetz verlangt wird, weil Du ja die 100 € komplett behalten dürftest.
Lies mal den Eingangsthread nochmal.....
er ist schon aufstockend tätig.....also verringert er damit seine Hilfebedürftigkeit.


Ich habe für nen Sonntag bei 160 Zeitungen ca 30 Euro erhalten....bei 2 Stunden Aufwand je nachdem, beeilt hab ich mich nicht.

also ist dein Angebot lächerlich was du erhalten hast....richtiges Schüler/Rentnerangebot.
 

Texter50

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#16
also ist dein Angebot lächerlich was du erhalten hast....richtiges Schüler/Rentnerangebot.
Im Gegensatz zu Schülern und Rentnern kann man mit LEs einfach häßlicher umspringen, denn die haben das JC im Nacken.
Is doch ein wirklich gelungener Schachzug? :biggrin:
 
E

ExitUser

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#17
Ist das wirklich so bei aufstockenden Selbständigen?
Sorry, das "aufstockend selbständig" hatte ich wohl übersehen u. war vom "normalen" ALG II ausgegangen.
Mit dem Zeitungaustragen würde die Hilfsbedürftigkeit demnach (minimalst) verringert.

Wenn man dabei aber seine Schuhe ablatscht u. evtl. noch die eine oder andere Fahrkarte braucht, ist das für den HE ein "Zu-Null-Geschäft".

Für das JC sehe ich das so.......
Entweder Vorbereitung einer Sanktion und/oder mindestens Schikane. Wie soll man das sonst werten?
 

Mathias79

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#18
In einem Telefongespräch mit diesem Sonntagsblatt (eine kostenlose Zeitung) wurde mir gesagt, dass etwa 240 Stück ausgeteilt werden müssen, dafür bekommt man ca. € 15,50 zuzüglich der Werbeeinlagen (da schwankt der Betrag sicherlich).
Ich habe für nen Sonntag bei 160 Zeitungen ca 30 Euro erhalten....bei 2 Stunden Aufwand je nachdem, beeilt hab ich mich nicht.

also ist dein Angebot lächerlich was du erhalten hast....richtiges Schüler/Rentnerangebot.
Darf man mal fragen, in welchen Bundesländern so extrem hoch gezahlt wird?

Hier gibt es für 245 Zeitungen pro Sonntag 7,35 Euro. Davon müssen auch noch die fürs Austragen notwendige Taschenlampe (gibt viele komplett unbeleuchtete Ecken), passende Batterien, Spikes für die Schuhe im Winter und der Bollerwagen komplett selbst bezahlt werden. Arbeitszeit zwischen 3 bis 5 Stunden, je nachdem wie dick die Zeitungen durch die Werbung sind.


Was den VV betrifft, da dürfte trotzdem meiner Meinung nach eine gewisse Unzumutbarkeit vorliegen. Die ganzen Kosten, die schon allein entstehen, bevor man den Job überhaupt annehmen kann. Vor allem, da nur 20% behalten werden dürfen und die Ausgaben nicht anerkannt werden bei einem Minijob.
 

Dark Vampire

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#19
Bei mir wars in der Pfalz da gibts auch ne große Tageszeitung.......

da gabs die ausgehandelten ca 15 cent pro Zeitung plus großzügige Spritpauschale.
 

Minn

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#20
Bei mir ist es Hessen. Allerdings finde ich nicht, dass es besonders großzügig bezahlt wird. Ist in etwa 6 Cent pro Stück.
 

Mathias79

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#22
Bei mir ist es Sachsen-Anhalt.

Da gibt es regulär 2 Cent pro Zeitung und am Sonntag halt noch einen Cent Feiertagszuschlag.

Für das Austragen der normalen Tageszeitung bekommt man 2 Cent pro Stück (auch für Fremdzeitungen) und für jeden Brief, Katalog, Fernsehzeitung usw. gibt es einen halben Cent.

Insofern kommen mir 6 Cent schon recht großzügig vor.

Natürlich nur, wenn man auch wirklich alles anrechnungsfrei behalten darf. Bei nur 20% und den hohen Kosten, die man durch das Austragen hat, da kann man die 6 Cent eigentlich auch wieder vergessen...

Als Minijob höchstens nützlich, wenn man dadurch jetzt höhere Rentenansprüche erwerben kann. Weiß aber nicht, wie das dann mit der Anrechnung ist.
 

Caso

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#23
Bei mir ist es Sachsen-Anhalt.
Da gibt es regulär 2 Cent pro Zeitung und am Sonntag halt noch einen Cent Feiertagszuschlag.
Für das Austragen der normalen Tageszeitung bekommt man 2 Cent pro Stück (auch für Fremdzeitungen) und für jeden Brief, Katalog, Fernsehzeitung usw. gibt es einen halben Cent.
Insofern kommen mir 6 Cent schon recht großzügig vor.
Natürlich nur, wenn man auch wirklich alles anrechnungsfrei behalten darf. Bei nur 20% und den hohen Kosten, die man durch das Austragen hat, da kann man die 6 Cent eigentlich auch wieder vergessen...
Als Minijob höchstens nützlich, wenn man dadurch jetzt höhere Rentenansprüche erwerben kann. Weiß aber nicht, wie das dann mit der Anrechnung ist.
Du kannst zunächst 100,- als Grundfreibetrag behalten.
Und von dem, was über 100,- wäre, noch 20%
Wenn du insgesamt unter 100,- verdienst, kannst du das alles behalten.
Welche hohen Kosten hast du denn als Zeitungszusteller?

Im Falle des TE (der schon Einkommen aus Selbständigkeit hat) würden beide Einkommen addiert. Daraus die Freibeträge ermittelt.
 

Mathias79

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#24
Du kannst zunächst 100,- als Grundfreibetrag behalten.
Und von dem, was über 100,- wäre, noch 20%
Wenn du insgesamt unter 100,- verdienst, kannst du das alles behalten.
Welche hohen Kosten hast du denn als Zeitungszusteller?

Im Falle des TE (der schon Einkommen aus Selbständigkeit hat) würden beide Einkommen addiert. Daraus die Freibeträge ermittelt.
Das mit den 100 Euro ist mir klar. Habe das auf ebenfalls auf den TE bezogen.

Aus diesem Grund sind in dem Fall in meinen Augen die 6 Cent pro Zeitung keine besonders tolle Vergütung mehr.

Welche Kosten man als Zeitungszusteller hat, habe ich schon in einem vorherigen Beitrag geschrieben.
Falls das irgendwie untergegangen ist:

Davon müssen auch noch die fürs Austragen notwendige Taschenlampe (gibt viele komplett unbeleuchtete Ecken), passende Batterien, Spikes für die Schuhe im Winter und der Bollerwagen komplett selbst bezahlt werden.
Und auch so ein Bollerwagen benötigt regelmäßig mal neue Räder bei dem, was man in Dörfern so "Straße" oder "Weg" nennt.

Was ich übrigens noch vergessen hatte wegen der Bezahlung:

Es kann hier auch mal sein, dass es am Sonntag etwas mehr als diese 7,35 Euro gibt. Die Werbungen, die bereits in die Zeitungen sortiert wurden, die werden natürlich nicht extra bezahlt.
Manche Unternehmen wollen aber, dass Ihre Werbezettel extra verteilt werden.
Da gibt es für bis zu fünf verschiedene Werbungen, die zusammen mit der Zeitung ausgetragen werden, sich aber außerhalb dieser befinden, einen halben Cent.
Also zum Beispiel 200 mal Werbung A + 200 mal Werbung B + ... + 200 mal Werbung E (insgesamt 1.000!!! Werbezettel) bringen noch einmal einen ganzen Euro...

In meinem Fall kann dieser Euro wenigstens noch behalten werden. Aber wenn ich mir dann vorstelle, dass davon nur 20% anrechnungsfrei wären... Für lächerliche 20 Cent mehr in der Tasche ganze 1.000 Werbezettel verteilen.

Und diese zusätzlichen Werbezettel kosten extrem viel Zeit!

Edit: Nur noch der Vollständigkeit halber - es wird für bis zu fünf verschiedene Werbungen ein halber Cent gezahlt. Im Bestfall bekommt man hier also für 200 Werbungen ebenso einen Euro wie für meine Beispielrechnung mit den 1.000 Werbungen.
 

Minn

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#25
Hier ist es so, dass in diesem Sonntagsblättchen Werbung liegt, die aber extra einsortiert werden muss-oft sind es an die 10 Werbeblätter, ich denke, dass schon das Einsortieren ziemlich Zeit in Anspruch nimmt. Deshalb finde ich so einen Job wirklich nicht lukrativ.
 

Mathias79

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#26
Hier ist es so, dass in diesem Sonntagsblättchen Werbung liegt, die aber extra einsortiert werden muss-oft sind es an die 10 Werbeblätter, ich denke, dass schon das Einsortieren ziemlich Zeit in Anspruch nimmt. Deshalb finde ich so einen Job wirklich nicht lukrativ.
Ist so ein Job eigentlich nie. Ich wollte auch nicht sagen, dass es an sich eine großzügige Bezahlung für eine im Grunde ziemlich stressige Arbeit ist (freilaufende Hunde, Betrunkene nach einer Party, Beschwerden der "Kunden", nachdem es in der Druckerei mal Probleme gab und die Zeitung erst so spät angeliefert wurde...).

Die Bezahlung ist nur großzügig im Vergleich zu dem, was man hier bekommt.

So ganz allgemein fände ich es persönlich auch schon unzumutbar, wenn man bereits einen Vollzeitjob hat, sich dann auch noch den ganzen Sonntag verderben zu lassen.

Könnte auch sein, dass deswegen sowas angeboten wurde. Leistungsbezieher sollen bloß nicht auf die Idee kommen, dass sie mal auch nur einen einzigen Tag wegfahren und zum Beispiel Verwandte besuchen können.
 
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#27
Wenn du diesen Job annehmen musst, bliebe noch die Möglichkeit sich eine AU geben zu lassen, so oft wie es geht -beißt sich aber wiederum leider dann mit deiner anderen Tätigkeit.

Oder es kann auch mal ein Stapel Werbung in die Pfütze fliegen, kann ja passieren. Oder anderweitig irgendwie sabotieren :icon_hihi:

hier ein ähnlicher Fall: http://www.chefduzen.de/index.php?topic=27837.0
 
E

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#28
Was ist von einem VV mit RFB für einen Job zu halten, bei dem man monatlich max. € 80-100,- verdient??
Ganz einfach, das kann man hier ganz kurz zusammenfassen: Es geht mit dem VV mit RFB nicht um Kohle und nicht darum, dich aus dem Hilfebezug zu bringen. Es geht nur um die Quote! Du wirst als "vermittelt" geführt, wenn du den Job annimmst und fällst damit aus der Statistik raus.

That's it! :wink:
 

Mathias79

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#29
Ganz einfach, das kann man hier ganz kurz zusammenfassen: Es geht mit dem VV mit RFB nicht um Kohle und nicht darum, dich aus dem Hilfebezug zu bringen. Es geht nur um die Quote! Du wirst als "vermittelt" geführt, wenn du den Job annimmst und fällst damit aus der Statistik raus.

That's it! :wink:
Gilt man als Aufstocker nicht sowieso schon als vermittelt und fällt aus der Statistik? Dann hätte (mal wieder) ein SB arg gepennt.

Aber wenn man Selbständige schon nicht mit Maßnahmen schikanieren kann, dann eben mit unsinnigen Vermittlungsvorschlägen.

Und mal zur AU noch einen anderen Tipp, der vielleicht der anderen Arbeit nicht im Weg steht: Angst vor Hunden

Nach meiner Erfahrung betrifft das ca. 10% der Menschen. Und damit kann man diese Arbeit definitv nicht ausüben.

Wie man sowas beweisen kann, weiß ich jetzt allerdings auch nicht.
 
E

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Gast
#30
Ich bin ja mal gespannt, ob es solche Jobs auch nach Einführung des Mindestlohnes noch geben wird.
 

Charlot

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#31
Ich bin ja mal gespannt, ob es solche Jobs auch nach Einführung des Mindestlohnes noch geben wird.
Den gesetzlichen Mindestlohn wird es nicht für Zeitungsausträger geben, wenn ich es richtig in Erinnerung habe.
 

papier

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#32
Der Job der Zusteller wird nicht nach Stundenlohn bezahlt, es wird ein Stücklohn bezahlt. Die zusätzliche Werbung bringt so gut wie nichts ein, ist nicht mal erwähnenswert.

Warum nennt man dir einen Stundenlohn? Informiere dich ganz genau nach dem Stücklohn und rechne dir aus, ob der Lohn nicht sittenwidrig ist.

Es gibt doch noch die Möglichkeit, sittenwidrig bezahlte Jobs abzulehnen? Ich bin da nicht gut informiert, weiß aber aus eigener Erfahrung, das diese Jobs ein Zumutung sind, die kaum etwas einbringen und zusätzlich Kosten verursacht.
 

gila

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#33
Ein Vermittler hat VOR Versenden eines VV zu prüfen, ob das Angebot nicht sittenwidrig ist, und ob es überhaupt in irgendeiner Weise reell ist!

Hier wurde anscheinend nicht geprüft, was der Job überhaupt bringt - und zu welchen Bedingungen. Auch würde ich mir als Selbstständige den Sonntag zur "Erholung" vorbehalten wollen ...

Da Dein JC dich aber ganz offensichtlich ja nötigen und ärgern will:
Mach dir doch keine Gedanken über das wie-warum-wieviel - schick eine tumpe Bewerbung hin und warte OB überhaupt!

Ich bin sicher, das verflüchtigt sich, wenn sich zig Schüler etc. melden ...
 

papier

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#34
Da würde ich mich nicht drauf verlassen. Diese Jobs sind unterster Schiene, niemand will sie machen, und entsprechend werden händeringend zuverlässige Zusteller gesucht.

Wenn schon Jugendliche für diese Jobs herhalten müssen...
 
E

ExitUser

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#35
Den gesetzlichen Mindestlohn wird es nicht für Zeitungsausträger geben, wenn ich es richtig in Erinnerung habe.
Ab 1.1.15 besteht ein Anspruch auf 75%, d.h. 6,38 €/Stunde.

Selbst das dürfte in vielen Fällen mehr sein, als derzeit gezahlt wird!
 
E

ExitUser

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#36
Da würde ich mich nicht drauf verlassen. Diese Jobs sind unterster Schiene, niemand will sie machen, und entsprechend werden händeringend zuverlässige Zusteller gesucht.

Wenn schon Jugendliche für diese Jobs herhalten müssen...
Die Jobs sind nicht unterste Schiene, die Bezahlung ist es!
 
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#37
Ab 1.1.15 besteht ein Anspruch auf 75%, d.h. 6,38 €/Stunde. [...]
... aber die Arbeitgeber (von den Zeitungsausträgern) rechnen den Stundenlohn in einen Stücklohn um!! Und die optimierten Umrechnungsprogramme errechnen dann eine erreichbare Stückzahl von z. B. 300 Zeitungen/h aus. Wenn man dann aber zwei Stunden braucht ... Dein Pech.

Doch das Gesetzesvorhaben, auf das Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles sehr stolz ist, hat einen gravierenden Schönheitsfehler: Es ist nämlich weiterhin zulässig, auch Stücklöhne zu zahlen! Auf diese Weise könnten Tausende Zeitungsausträger am Ende trotzdem um ihren Mindestlohn gebracht werden!
Quelle: Zeitungsausträger unter Druck - Mindestlohn nur für die Schnellsten | rbb Rundfunk Berlin-Brandenburg
Als Film: https://www.youtube.com/watch?v=yftyLm3QBDQ ab Minute 1:50.

AnonNemo
 

Minn

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#38
Da ich so etwas noch nie gemacht habe, kann ich nur schätzen, was den Zeitaufwand angeht: 3 lange Straßen (ohne Hochhäuser), etwa 250 Zeitungen, dafür € 15,50 pro Sonntag zuzügl. Werbung einsortieren. Großzügig gerechnet kommt da ein Stundenlohn von etwa € 5,50 (ist mit Werbung einsortieren und zwischendurch zu Hause nochmal eine Ladung Zeitungen abholen, weil man nicht alle auf einmal transportieren kann einigermaßen realistisch, muss ja zu der Zeit des reinen Austragens dazugerechnet werden). Dafür schlage ich mir nicht den Sonntagmorgen um die Ohren!
 

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#39
Ich würde mich ganz einfach - grundsätzlich - aus religiöser Überzeugung weigern, am Sonntag zu arbeiten.
 

Mathias79

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#40
Da ich so etwas noch nie gemacht habe, kann ich nur schätzen, was den Zeitaufwand angeht: 3 lange Straßen (ohne Hochhäuser), etwa 250 Zeitungen, dafür € 15,50 pro Sonntag zuzügl. Werbung einsortieren. Großzügig gerechnet kommt da ein Stundenlohn von etwa € 5,50 (ist mit Werbung einsortieren und zwischendurch zu Hause nochmal eine Ladung Zeitungen abholen, weil man nicht alle auf einmal transportieren kann einigermaßen realistisch, muss ja zu der Zeit des reinen Austragens dazugerechnet werden). Dafür schlage ich mir nicht den Sonntagmorgen um die Ohren!
Was zusätzlich sehr viel Zeit in Anspruch nimmt und bei einer eventuellen Argumentation im Jobcenter nicht vergessen werden sollte: Meistens befinden sich die Zeitungsröhren nicht direkt an der Straße.

Man muss dann ein Gartentor öffnen (besonders im Dunkeln kann das dauern), sich teilweise an mehreren Autos irgendwie vorbeischlängeln (jede arbeitende Person braucht auf dem Land ein eigenes Auto), darf dann auch nicht über die Wiesen laufen, sondern soll die Wege benutzen, wodurch dich die Strecke nochmal mindestens verdoppelt Als reicht das nicht, muss man oft andere Werbungen oder Gratiszeitungen herausholen, um sie zusammen mit der eigenen irgendwie wieder in die oft viel zu kleinen Zeitungsröhren zu stecken.

Dabei nicht vergessen, dass man dafür im Winter nur eine Hand zur Verfügung hat, weil sich in der anderen die Taschenlampe befindet. Ist man dann endlich fertig, muss man noch einmal den schönen Umweg benutzen und sollte natürlich das Gartentor wieder verschließen. Man braucht übrigens auch nicht drauf hoffen, dass sich alle Riegel leicht öffnen und schließen lassen. Einige klemmen extrem oder fallen im schlimmsten Fall runter und es dauert ewig lange, bis man das wieder repariert hat...

Mit den drei Stunden planst du eigentlich viel zu knapp. Vor allem für den Winter, wenn es eben dunkel und glatt ist. Man sollte nicht damit rechnen, dass morgens schon gefegt wurde.

Der Arbeitgeber wird aber gegenüber dem Jobcenter vermutlich behaupten, dass die Arbeitszeit maximal ein bis zwei Stunden beträgt und der Lohn damit durchaus üblich und angemessen ist.



Ach ja: Jugendliche werden sich auch nicht so sehr um diese Jobs reißen. Zum einen ist Nachtarbeit ja sowieso bis zu einem gewissen Alter verboten und zum anderen hat ein Kind aus einem Hartz IV Haushalt sowieso nichts davon.
Die 100 Euro Freibetrag gelten da doch meiner Meinung nach nicht.
Und selbst wenn: Hier in dieser Gegend würde der Schüler zum Beispiel zwischen 29,40 Euro und 36,75 Euro verdienen.
Dafür entfiele jedoch die Versicherungspauschale beim Kindergeld. In einem Monat mit vier Sonntagen also ein Verlust von 0,60 Euro und in einem Monat mit 5 Sonntagen maximal 6,75 Euro mehr. OHNE Berücksichtigung der Kosten.

Was Jugendliche aus finanziell besser gestellten Familien angeht: Sicher, dass die Eltern dem Kind dann nicht vielleicht lieber die 30 Euro pro Monat für irgendwelche Arbeiten im Haushalt oder Garten bezahlen würden, statt es mitten in der Nacht auf die Straße zu schicken? So ganz ungefährlich ist das nicht!

Es geht hier schließlich nicht um das Austragen von Werbezetteln am Tage, sondern um Nachtarbeit!!!

Und bevor jetzt die höhere Bezahlung von 15,50 Euro pro Sonntag erwähnt wird: Jugendliche würde man vermutlich etwas runterhandeln.
 

gila

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#41
Das viele "Wenn und Aber" hier ist kaum hilfreich.
Wer die Geschichte von Minn kennt, WEISS, worum es dem JC hier wirklich geht.

Wenn sich Minn nicht zusätzlich mit vagen Argumentationsketten (die allesamt vom Tisch gefegt WERDEN!) selbst in Schwierigkeiten bringen will, bewirbt sie sich einfach "brav" und macht sich erst DANN Gedanken, wenn der AG sie zu einem Vorstellungsgespräch einlädt.

DANN kann man auch über weitere Strategien nachdenken, die weniger abwegig sind und (falls der AG überhaupt wirklich an ihr interessiert ist) dann sanktionslos bleiben.

Alternativ - wenn es sich hier um eine gesicherte Info handelt, dass dieser Job kaum nen "Hunni" im Monat bringt, könnte sie dem SB mitteilen:

"Auf Ihren VV habe ich mich pflichtgemäß beworben. Auf Nachfrage zu den Konditionen dieser Tätigkeit stellte sich heraus, dass das Einkommen sich eher im "Taschengeldbereich" befindet.
Da es sich somit um eine "Sinnlos-Bewerbung" handelt, die die Hilfebedürftigkeit weder beendet, noch eklatant verringert, und auch den Interessen eines Ausbaus meiner Selbstständigkeit entgegen steht, erinnere ich Sie an Ihre Verpflichtung, Vermittlungsvorschläge VOR dem Absenden unter Sanktionsandrohungen pflichtgemäß nach deren Werthaltigkeit zu überprüfen.
Für "sinnlose" Bewerbungen sehe ich meinerseits nach einschlägiger Rechtsprechung keine Verpflichtung."
 

Mathias79

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#42
Denke persönlich auch, dass das Jobcenter sich nicht von einem sittenwidrigen Lohn überzeugen lassen wird, da Arbeitgeber die Zeiten ja immer runterspielen.

"Ach, das dauert keine vier Stunden. Unser letzter Austräger hat das alles in einer Stunde geschafft. Nach ein paar mal Austragen, geht das bei allen so schnell."

Konkurrenz von Schülern ist leider auch nicht zu befürchten, wodurch die große Gefahr besteht, dass Minn den Job bekommt.

Glücklicherweise gibt es jedoch für Minijobs noch keine Förderung aus dem Vermittlungsbudget.
Nachdem also der Arbeitsvertrag angeboten wird, einfach mal eine Liste mit den Dingen erstellen, die für die Aufnahme der Arbeit absolut unerlässlich sind.

Kann normalerweise von keinem SB bewilligt werden und man dürfte (theoretisch) sanktionsfrei aus der Sache rauskommen.

Und einige Dinge sind wirklich absolut notwendig, denn zum Beispiel bei uns gibt es jährlich so eine Belehrung, die man unterschreiben muss. Dass man entsprechende Kleidung anziehen soll (also Spikes im Winter, möglichst Jacken mit Reflektoren, usw.)


Außerdem meine ich mal irgendwo gelesen zu haben, dass man bei einem Vollzeitjob mindestens 15 Sonntage pro Jahr freibekommen muss. Dürfte hier auch nicht gegeben sein. Sollte auch schon als Grund ausreichen, um sich erst gar nicht zu bewerben.

Mal ein Artikel dazu (leider nur für Arbeitnehmer gefunden): Arbeitsrecht: 15 Sonntage müssen frei sein | ZEIT ONLINE

Wie erwähnt, steht das leider nur explizit für Arbeitnehmer und ich weiß auch nicht, ob das für einen erzwungenen Nebenjob an Sonntagen gilt.
 

Minn

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#43
Jetzt habe ich noch u.a. einen VV für einen Minijob (10 Std./Woche jeweils auf nachmittags verteilt) in einem Imbiss ca. 30 km entfernt bekommen. Die Ortschaft ist nicht sehr gut an den ÖPNV angebunden, ich wäre für Hin-und Rückweg immer etwa 2,5 Std. unterwegs. Für Fahrtkosten würden geschätzt fast 1/3 des Gehalts bei draufgehen. Einen VV für einen Job an einer Tanke trudelte ebenso ein. Auch in einem Ort außerhalb, der ebenfalls nicht gut angebunden ist (ich könnte mit dem Zug weder pünktlich zur Öffnung dasein noch nach Schließung wieder nach hause kommen, weil dann von dort nichts mehr fährt). Jobs dieser art gibt es hier vor Ort und in Orten direkt an der Haupbahnlinie genug, kommt mir schon wie böse Absicht vor, dass regelmäßig Jobs herausgesucht werden, die unmögliche Arbeitszeiten haben und/oder irgendwo in der Walachei sind. Spielhalle war jetzt auch wieder dabei, ebenfalls außerhalb (Schichtdienst, Sonntagsdienst), das Teil macht um 4:00 zu, der nächste Zug fährt dann gegen 5:30. Langsam reicht´s mir wirklich...
 

gila

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#44
Ja hast du das mit deinem Geschäft denn noch nicht über Anwalt etc. mal
geklärt?
Der ist nicht zumutbar für diese Jobs - dein Geschäft ist gefährdet - hier MUSS
wohl mal eine gerichtliche Auseinandersetzung her!
 

Minn

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#45
In meinem VA steht ja auch, dass das JC Bewerbungsbemühungen nicht anerkennt, wenn ich im Bewerbungsanschreiben auf meine Selbständigkeit aufmerksam mache bzw. deshalb nur eingeschränkt zur Verfügung stehe. Dagegen lege ich aber auch Widerspruch ein und es geht ans Sozialgericht.
 

JulieOcean

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#46
Jetzt habe ich noch u.a. einen VV für einen Minijob (10 Std./Woche jeweils auf nachmittags verteilt) in einem Imbiss ca. 30 km entfernt bekommen.
Das kommt mir bekannt vor.

Ich hatte schon VVs als Katalogzustellerin, ein eigenes Fahrrad ist bitteschön mitzubringen. Weiterhin: Spielhallenaufsicht, Regalauffüllerin, Essenaustragen im Krankenhaus, Strumpfverkäuferin. Durchweg alles auf 400-Euro-Basis.

Ich habe mich dann immer ganz regulär beworben. Habe auch reingeschrieben, das ich freibruflich in dem und dem Bereich bin. Auf meine Bewerbungen habe ich niemals eine Antwort bekommen, was mir in den genannten Fällen durchaus recht war.

Ich persönlich würde mich auch weiterhin auf solchen Mist hin bewerben und hoffen, dass keine Resonanz kommt.

Natürlich gibt es Ausnahmen, aber ich denke schon, dass sich Betriebe bei der Fülle aller Bewerber nicht unbedingt Leute einstellen, die so ganz offensichtlich nicht in ihren Laden und ihren Arbeitsbereich reinpassen.
 

Minn

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#47
Ich habe auch auf die bisherigen Zwangsbewerbungen eine Absage und sonst gar keine Reaktionen bekommen. Es hat auch nie vom Fachlichen oder der qualifikation gepasst. mich ärgern allerdings auch VV, wie ich gerade einen vorliegen habe: 120 Std. /monatl. So ein Gehalt reicht nicht für die Lebenshaltungskosten, es sind aber auch wieder zuviel Stunden, um die Selbständigkeit weiter auszuführen.
 
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