Vorstellungstermin - Was ist zeitlich angemessen? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

franzi

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Ich habe am Wochenende eine Bewerbung geschrieben (kein VV), die ich per Email abschickte.
Heute um 11.30 Uhr schaute ich routinemäßig in meine Mehlbox, ob denn irgendwelche Reaktionen auf Bewerbungen vorliegen (meistens tote Hose).

Da standen tatsächlich zwei Emails (beide vom gleichen Absender):
Die erste von heute, um 7.15 Uhr. Mit der Bitte um Rückmeldung. Es ging um die Frage Voll- oder Teilzeit.
Die zweite verschickt um 8.10 Uhr. Ich solle doch heute kurzfristig um 15 Uhr vorbei kommen.
Treffpunkt ist nicht der zentral gelegene Arbeitsort, sondern ein Café in einem entfernt gelegenen Stadtteil.

Nachdem ich 70 km Anreise habe und mit Öffis fahren muss, ist mir die Wahrnehmung dieses Termins nicht möglich, weshalb ich um einen Ersatztermin gebeten habe.

Nun frage ich mich, wass der Arbeitgeber mit so einem kurzfristigen Termin bezwecken will? Der hat gelesen, wo ich wohne und dass ich mit Öffis fahren muss, da kein PKW vorhanden.
Außerdem weiß der ja nicht, wann und wie oft ich meine Emails lese.

Ich empfinde das schon ein wenig als Schikane. Gibt es eigentlich Richtlinien, wie kurzfristig Termine sein können/dürfen?
 

DeppvomDienst

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Ich würde da erst einmal nichts drum geben.
Es ist durchaus üblich, dass Termine auch mal kurzfristig angeboten werden, wenn gerade die Zeit dafür ist.
Betrachte es mal von Arbeitgeberseite:
Er hat spontan für Dich ein Vorstellungsgespräch und der Personaler nimmt sich dafür Zeit!
Vielleicht ist ihm ein Termin ausgefallen?
Ein Treffen in einem Café ist auch interessant.

Worum es geht und wie seriös das ist, kann ich nicht beurteilen, evtl. ist das auch irgend eine Betrügerfirma, deswegen das so kurzfristige und ungewöhnliche Treffen?
Oder die suchen eben so dringend jemanden und Du wärst einfach der perfekte Traumkandidat für die Stelle?

Klar kann man nicht davon ausgehen, dass emails so zeitnah gelesen werden. Nicht jeder hat sein Mailpostfach den ganzen Tag offen oder sitzt ständig am PC.

Vielleicht ist es auch ein Test um zu sehen, wie "spontan" Du sein kannst?

Daraus irgendetwas ableiten würde ich jedoch erstmal nicht. Du hast schon ganz vernünftig reagiert und mit dem Fahrtweg ist das auch höchst nachvollziehbar.
 

franzi

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Bei 70 km Entfernung würde ich das Testen der Spontanität als ziemlich unangemessen empfinden.

Es handelt sich um gehobenen Einzelhandel. Die Dame, mit der ich das Vorstellungsgespräch habe, ist dort nicht direkt angestellt, scheint mehr so eine Art "Freundin des Hauses" zu sein. Was die dort genau für eine Funktion hat, ist mir noch nicht klar.
Daher auch das Treffen nicht in der Firma, sondern wohl in ihrem privaten Lieblings-Café ... Finde ich etwas unüblich ...

Zumindest ist sie kein "Personaler". Möglich wäre eine Art Shop-in-Shop. Bin gespannt, wer dann eigentlich mein Arbeitgeber ist ... :icon_pause:

Ich hab mal ihr Facebook-Profil überflogen und auch ihre private Webseite angesehen. Scheint so eine Art Selfmade-Frau mit Jagdschein zu sein ... Etwas schräge Persönlichkeit :icon_hihi:

Die suchen für mehrere Filialen Mitarbeiter.

Dass ich so auf die Schnelle eine Einladung erhalte, finde ich auch etwas merkwürdig, zumal ich bestimmt nicht der Traum-Kandidat bin. Das kann ich mir nur mit der Dringlichkeit der Mitarbeitersuche erklären.
Ebenso kann ich mir nicht vorstellen, dass eine First-Class-Boutique einen Langzeit-Erwerbslosen als Traum-Kandidaten betrachtet...

Wenn die so schnell Zeit hat für mich, hat sie denn sonst keine geeigneten Kandidaten?
Mir gehen da einige Fragen durch den Kopf ... :icon_kinn:
 
E

ExitUser

Gast
Auf mich wirkt das alles ein bißchen "eigenwillig", vorsichtig ausgedrückt.

Arbeitsverträge werden üblicherweise am Schreibtisch im Firmenbüro ausgehandelt und nicht in irgendeinem Café. Das Gespräch am Firmensitz dient auch dazu, daß der Bewerber sich einen ersten Eindruck von der Firma verschaffen kann. Wenn ein Arbeitgeber woanders hin einlädt, muß das schon gute Gründe haben. Beispielsweise wenn der Firmensitz gerade renoviert wird oder eine neue Firma noch keine komplett eingerichteten Geschäftsräume hat. Aber so?

Wenn dann der Gesprächspartner noch nicht einmal der Chef oder sonstige Personalverantwortliche ist, auch keine externe seriöse Personalberatungsfirma, dann fragt man sich schon, was eine "Quatscherei" in einem Café mit einer Person soll, die keine Personalentscheidungen treffen kann. Vertrauliche Dinge wird man sowieso nicht in der Öffentlichkeit besprechen.

Mit "Flexibilität" und "Spontaneität" hat das für mich nichts zu tun, eher mit mangelndem Taktgefühl und Mißachtung der üblichen Umgangsformen im Geschäftsleben.
 

franzi

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Auf ihrem Xing-Profil habe ich folgendes gelesen:
die Dame ist einerseits selbstständig, betreibt eine eigene Firma (über die habe ich auch schon recherchiert, scheint keinen besonders guten Ruf zu haben).
Hat ein abgeschlossenes Hochschul-Studium, ist blaublütig.
Nebenbei macht sie noch zig "Nebenjobs", unter anderem arbeitet sie als Storemanagerin in der Firma, in der ich mich beworben habe.

Sie ist also definitiv nicht der Personalchef, sondern selbst dort "Untergebene" (ich nenn das jetzt mal so).
Die Bewerbung sollte aber - laut Stellenanzeige - ausdrücklich zu Handen dieser Dame gehen, also habe ich sie an diese Frau geschickt.

Ihr Hauptwohnsitz ist im Ausland, zumindest offiziell so angegeben. Schläft die dann beim Chef im Büro? Vielleicht ist sie mit dem verbandelt.
:confused::confused:

Als Email-Anhang hat sie mir übrigens einen Personal-Fragebogen beigelegt, den ich "handschriftlich" ausfüllen soll.
Das ist ein formloser Zettel, so etwas Unprofessionelles habe ich noch nie gesehen. Das hat mit den üblichen Fragebögen nichts gemein ...
Wirkt irgendwie schlampig bzw. chaotisch.
 
E

ExitUser

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Ich würde einfach knapp darauf hinweisen, daß ich zur Wahrung der Vertraulichkeit und aus allgemeinen Diskretionsgründen ein Vorstellungsgespräch nicht an einem öffentlichen Ort führen möchte und stattdessen einen Termin am Firmensitz vorschlüge.

So ein Grund ist nachvollziehbar und vernünftig.
 

franzi

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Sie spricht übrigens fließend 5 Sprachen.
Eierlegende Wollmilchsau?

Was soll ich denn nun machen? Mir wird schon ganz bange. Dass ich da nicht noch weiter in die Sch*** reintrete?

Mal dort beim Chef anrufen?
Oder auf die Antwort von der "Frau von und zu" nicht mehr reagieren?
Dann schwärzt die mich noch an beim Amt ...
Der traue ich alles zu, nur kein seriöses Verhalten ...
 

franzi

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Ich würde einfach knapp darauf hinweisen, daß ich zur Wahrung der Vertraulichkeit und aus allgemeinen Diskretionsgründen ein Vorstellungsgespräch nicht an einem öffentlichen Ort führen möchte.

So ein Grund ist nachvollziehbar und vernünftig.
Dann sagt sie bestimmt zu mir: "Na haben Sie sich doch nicht so! Wir gehen ins Hinterzimmer!" :icon_party:

Sie schrieb mir ja auch, sie möchte sich für ein halbstündiges Gespräch für mich Zeit nehmen ... So viel Zeit hat sich noch nie jemand für mich genommen ...


Dann schrieb sie: "Mit besten Gruesse"

(spricht aber 5 Sprachen)
 
E

ExitUser

Gast
Es geht hier doch um den JOB,-:icon_neutral:
den Du haben möchtest
und nicht darum was die Frau alles in Ihrer Freizeit macht!:icon_eek:
Ich würde mir ersteinmal zumindestens ein Gespräch antun,
denn nur dann ,
kannst Du Dir auch ein Urteil erlauben!
Es steht Dir ja auch zu,-
den Arbeitsvertrag vorher prüfen zu lassen!:icon_neutral:
Ich finde;-
Ihr bewertet hier ;-
mal wieder alles über!!!!:icon_pause::icon_pause:
 
E

ExitUser

Gast
Wenn du von vornherein ein ausgesprochen ungutes Gefühl hast, das sich auch auf Fakten stützen kann, dann sage das Gespräch mit ein paar höflich-unverbindlichen Worten ab oder nimm deine Bewerbung ganz zurück. Da das ein selbst gefundenes Stellenangebot war, bist du hier zu nichts verpflichtet.

"Anschwärzen" kann man dich wahrscheinlich schon deshalb nicht, weil bei einer solchen Bewerbung niemand etwas von deinem Arbeitslosenstatus weiß oder gar die zuständigen Arbeitsagentur kennt. Und selbst wenn es versucht würde, kannst du immer darauf verweisen, daß kein offizieller Vermittlungsvorschlag für die Stelle vorlag. Engagiert soll man schon sein, aber alles muß man sich nicht gefallen lassen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 28343

Gast
Ich habe auch schon kurzfristige Einladungen zum persönlichen Gespräch gehabt. War es mir möglich das zeitlich zu schaffen habe ich diese Termine wahrgenommen. Dabei waren auch zwei Termine in einem Stadtcafe. Fand ich super, weil nicht in einem "sterile" Büro.

Du schreibst, dass du dir nicht vorstellen kannst, dass du DER Kandidat bist, zumal als Langzeitarbeitslose. Warum nicht? Kann es sein, dass du einen komischen Grund suchst, um hier eine Diskussion anzufangen?
Einfach mal ganz unbefangen und ohne irgendwelche Gedanken an solche Termine heran gehen. Vorher schon alle möglichen schrägen "Urteile" zu bilden finde ich nicht sehr sinnvoll bei der Arbeitssuche. Bist ja nicht dumm und kannst bei solch einem Gespräch bestimmt einschätzen, obs nur um "Menschenfängerei" geht.

Kannst du die Seite aus #5 verlinken? Gern auch über PN.

... also mit anderen Worten: juristisch schwer festzunageln ...

... und du bist am Ende der **** ...
Wofür festnageln?
Sie wird Franzi sicherlich ins Auto werfen und entführen.:icon_eek:

Ist es das, was du lesen wolltest? Ich frage, weil du Beifall gibst.

Engagiert soll man schon sein, aber alles muß man sich nicht gefallen lassen.
Was bitte schön soll sie sich gefallen lassen? Es ist doch gar nichts passiert, ausser dass um ein Gespräch gebeten wurde auf einem etwas unüblichem Weg und Gebiet. Es zwingt sie doch niemand.
 

Rafael40

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Bewirb Dich doch einfach nicht mehr, so bliebe Dir dann auch Schikane in Form von kurzfristig angebotenen Terminen erspart.

Das was Du alles glaubst skandalisieren zu müssen ist wirklich nur noch Lächerlich. Vielleicht ist Dir aber auch einfach nur Langweilig oder Du hast ganz andere Probleme.
 
E

ExitUser

Gast
Ich würde einfach knapp darauf hinweisen, daß ich zur Wahrung der Vertraulichkeit und aus allgemeinen Diskretionsgründen ein Vorstellungsgespräch nicht an einem öffentlichen Ort führen möchte und stattdessen einen Termin am Firmensitz vorschlüge.
So ein Grund ist nachvollziehbar und vernünftig.
Sehe ich auch so.

Bewerbungen mit einer Angestellten?
Bewerbungsgespräch in einem Café?
70 km mal von heute auf gestern ganz schnell überwinden?

Okay...
 

franzi

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So, die Sache geht weiter.
Die Dame hat sich nun nochmals gemeldet. Ersatztermin nächste Woche. Wieder im dem Café.

Ich habe nun höflich zurückgeschrieben wie im Post Nr. 7 empfohlen, dass ich aus Gründen der Vertraulichkeit bla bla ..., wofür sie sicherlich Verständnis hat. :icon_daumen: (Das habe ich einfach mal so festgestellt).
Dann habe ich sie gebeten, ob das Gespräch an einem anderen Ort, z. B. dem Firmensitz stattfinden kann.

Jetzt warte ich erstmal ab, wie und ob sie reagiert. So einen Fall hat sie bestimmt noch nicht oft erlebt, dass mal jemand einen Gegenvorschlag unterbreitet. - Vielleicht imponiert ihr das sogar?
Oder sie ist in ihrem Stolz gekränkt und meldet sich nicht mehr ...

Werde weiter berichten.
 
E

ExitUser

Gast
Das ist reine Schikane.

Hatte sowas auch mal.

Hatte mich damals telefonisch gemeldet, weil ich den Job wollte, da hieß es, kein Interesse.

Dann riefen sie eine halbe Stunde später wieder an, ich solle doch in 30 min da an traben. Da sie aber wussten, dass ich kein Auto habe und für die Fahrtzeit mit den Öffentlichen über 45 min brauche, meinten sie, ich wäre nicht flexibel genug für den Verein. :icon_neutral:
 

franzi

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Ich habe heute eine Antwort per Email erhalten (geschrieben um 6.10 Uhr??), mit folgendem Wortlaut:

"... Wir werden gerne auf Sie zurück kommen, wenn wir diesbezüglich unsere Unternehmensstrategie angepasst haben ...."

:icon_party:

Wenn der sorgfältige Umgang mit den Daten der Bewerber nicht zur Unternehmens-Strategie zählt, was ist das dann für eine Unternehmens-Kultur?
 
R

Rounddancer

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Ehrlich: Dubios. Ich fürchte, der werden ihre eigentlichen Zielpersonen gleich abgesagt haben,- und sie wird im Druck gewesen sein, der Firma ein paar Bewerber vorstellen zu müssen.

Eigentlich hätten bei der Anforderung, so schnell dort aufschlagen zu sollen, auch Fahrtkosten und deren Deckung eine Rolle spielen sollen.
Schließlich liegt die eigentliche Pflicht, diese zu übernehmen, ja beim Einladenden (wenn der das nicht vorher ausdrücklich ausschloß). Doch vermutlich kann man/frau eher einen Pudding an die Wand nageln, als daß Du da hättest die Fahrkosten erstattet bekommen können.

Aber vermutlich wirst Du von der Dame nichts mehr hören oder lesen.

Ich würde den Vorgang und Schriftwechsel ausgedruckt aufheben, sicherheitshalber. Könnte ja sein, daß das in Wirklichkeit ein Sendeformat ist, das mal wieder nachweisen soll, wie faul und unflexibel wir langzeiterwerbslosen Menschen wären.

Auf Facebook-, Xing-, etc.-Profile kann man sich oft nicht verlassen,- und viele auch im Personalvermittlungsgeschäft blasen sich da auf bis kurz vorm Platzen. Davor schützt auch ein adliger Name (der ja auch falsch, angeheiratet, gekauft, oder adoptiert sein kann) nicht, oft im Gegenteil.
 

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Hallo

erstens hat da snichts mit nicht wollen oder nur mal eben einen kontroversen thread zu tun sondern es geht um die seltsamen verhaltensweisen des AG

Wer nicht bereit ist mich ins Firmenbüro einzuladen der hat doch wa szu verbergen bzw ist für mich nicht seriös.

Dazu kommen ja die Ergebnisse die bereits gegoogelt wurden.
Und mal eben einen plausch im Cafe mache ich nur mit Freunden
oder wenn ich was verbergen will und man nicht wissen soll wo ich wohne.

Leider steht ja auch nicht genau fest was diese Frau für eine Position in der Firma hat


Gruß Uwe
 
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